Vor Abbruch der japanisch- sowjetrussischenIischereiverhandlungen
Tokio, 22. Dez. (DNB. Funkspruch. Ostasien» dienst.) Nachdem Moskau die berechtigten Forderun* oen Japans in der Fischereifrage a b g e l e h n t hat. scheint man in Tokio davon überzeugt zu sein, daß angesichts der rechtswidrigen Verhandlungsmethoden der Sowjetunion weitere Bemühungen um das Zustandekommen eines Provisoriums überflüssig seien. Das Blatt Asahi Schimbun glaubt zu wissen, daß die japanische Regierung den A b ■ bruch d e r Verhandlungen für unvermeidlich ansehe. Die japanische Regierung sei deshalb entschlossen, bei einem vertraglosen Zustand die ja- Sanischen Fischereirechte durch „geeignete Maßnahmen" zu wahren. Der Sprecher der Marine. Admiral Kanazawa, erklärte, daß die Marine für den Schutz der Flschereirechte durchaus vorbereitet sei.
Beschleunigte Entfernung der Juden aus Polen gefordert.
Warschau, 21. Dez. (DNB.) Der Chef des Lagers der Nationalen Einigung, General Skwarczynski, und 116 Abgeordnete der gleichen Organisation richteten an den Ministerpräsidenten eine Eingabe, die feststellt, daß die Juden die normale Entwicklung der nationalen und staatlichen Kräfte hemmen. In der polnischen Wirtschaft feien Juden h ö ch st unerwünscht, weil sie Die wirtschaftliche Verselbständigung der polnischen Bevölkerung in Stadt und Land erschwerten. Das Lager der nationalen Einigung strebe energisch nach einer Polonifierung des Handels, der Industrie und des Handwerks sowie nach einer Ausschaltung des jüdischen Einflusses aus dem kulturellen und sozialen Leben. Die Regierung solle unverzüglich eine möglichst starke Herabsetzung der Zahl der Juden in Polen erwirken. Die Auswanderung der Juden müsse in einem Ausmaße erfolgen, das den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Erfordernissen des polnischen Staates entspreche. Die Regierung solle deshalb dafür Sorge tragen, daß für die Auswanderung der Juden aus Polen entsprechende Siedlungsgebiete Itnb. internationale Geldmittel sichergestellt würden.
Kleine politische Nachrichten.
Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei, Himmler, nahm an der Sonnenwend- und Iulfeier des Sturmes 4 der ---Standarte 97 in Tachau bei Marienbad teil. Der Reichsführer ff hielt die Feuerrebe und verbrachte den Abend gemeinsam mit den Männern des Sturmes und ihren Angehörigen. *
Die deutsch-finnischen Wirtschaftsvereinbarungen sind im wesentlichen unverändert für das Jahr 1939 verlängert worden. Gleichzeitig ist eine Aenderung des deutsch-finnischen Handelsvertrages von 1934 getroffen worden, die für die Verzollung von Motorrädern und Verbrennungsmotoren in gleicher Weise, wie schon für Kraftfahrzeuge, gewisse Erleichterungen vorsieht.
Kunst und Wissenschaft.
Keine Einheitschöre für Städte.
Der Präsident der Reichsmusikkam- m e r, Professor Dr. Peter Raabe, nimmt in einer Anordnung zur Neubildung städtischer Chöre Stellung. In einigen Städten seien Bestrebungen im Gange, die vorhandenen Chorvereinigungen zu einem einzigen großen Chor zusammenzufassen. Das hier erkennbare Bemühen um den Aufbau leistungsfähiger tädtischer Chöre sei sehr zu begrüßen. Die prakti- chen Erfahrungen hätten aber gezeigt,> daß die Ver- chmelzung zu einem Einheitschor nicht zur tat- ächlichen Erfassung aller sangestättgen Kräfte der Stadt führe und daß ein solcher Einheitschor sämtlicher vorhandener Chöre niemals allen k ü n stier i s ch e n Aufgaben gerecht werden könne. Der Präsident wendet sich gegen die Zerschlagung von Chören aus falsch angewen- oetem Einheitsgedanken und bestimmt, daß ihm, sobald die Absicht der Neubildung eines städtischen Chors oder der Verschmelzung besteht, der Plan in jedem Einzelfall zur Genehmigung vorgelegt werde.
Der Olympia-Film in Hollywood.
Freunde, Förderer und Mitarbeiter der Olympischen Spiele in Kalifornien veranstalteten in Hollywood eine private Vorführung des Olympia-Films. In Kaliforniens bekanntestem Klub trafen sich dazu die amerikanischen Kämpfer der Olympischen Spiele in Berlin 1936 von Marjorie Gestring bis Glen Morris, die bekanntesten amerikanischen Sportjournalisten sowie Mitglieder der angesehensten Familien des Landes. Beide Teile des Filmes wurden mit stürmischem Beifall aufgenommen. Herzliche Kundgebungen dankten ßeni Riefenstahl. Die „Los Angeles Times" preist den Film als einen Triumph der Kamera, während „Hollywood News" erklärt, die Jugend Amerikas erleide einen schweren Verlust, wenn ihr der Olympia-Film nicht gezeigt werde.
Weltreise des wiener Mozartknabenchors.
Unter Leitung feines Kapellmeisters Dr. Georg G r u b e r hat sich der bekannte und beliebte W i e • nerMozart-Knabenchor nach Hamburg begeben, von wo sich'der aus 20 Knaben bestehende Chor nach Amerika einschiffen wird. Die kleine Sängerschar wird die gesamten Staaten der amerb konischen Union durchreisen, um über Kanada nach Kalifornien und San Franzisko zu gelangen, wo überall Konzerte vorgesehen sind. Die Reise geht von den Vereinigten Staaten dann nach Australien. Im Frühjahr nächsten Jahres erst werden die unternehmungslustigen Wiener Sänger zurückkehren.
Großer Erfolg deutscher Künstler in Paris.
Der Leiter der Zweigstelle Paris des Deutschen Akademischen Austauschdienstes hatte zu einer musikalischen Abendveranstaltung geladen, die unter Mitwirkung von Professor Günther Ramin, des Leiters des Berliner Philharmonischen Chors, und der Solisten Hilde D e s s e l m a n n. Lore Fischer. Heinz M a t t h e i und Horst Günther statt- fanb. Der Konzertsaal mar bis auf den letzten Platz von französischen und deutschen Hörern, darunter zahlreichen Vertretern des Comite France - Alle- magne, gefüllt. Die Dortragsfolge umfaßte drei Quartette von Brahms, das Spanische Liederspiel von Schumann, und den Liebeslieder-Wolzer von Brahms. Die deutschen Künstter wurden für ihre hochstehenden Leistungen stürmisch gefeiert Dieser große Erfolg bildet einen vielversprechenden Auftakt für das Konzert des Berliner Philharmonischen Chors, der am Montagabend unter der Leitung von Professor Günther Ramin das Weihnachts- ipratorium von Bach zum Vortrag bringt:
Bei Der Ausbildung unserer Flieger.
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Unser Bildberichterstatter stattete in diesen Tagen der Fliegertechnischen Schule in 3 ü ter bog einen Besuch ab, bei dem er diese interessanten Bilder von der Ausbildung unserer Flieger machte. Rechts sieht man den Unterricht am Bombenabwurfgerät. Links:
Aufsetzen des Propellers und Sicherung der Nabe. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
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intersport in Großdeuischland.
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Der Wintersport ist noch recht jung, doch heute gehört eine Winterreise in das Jahresprogramm vieler Leute, besonders der Jugend Mancher Urlaub wird in den Winter verlegt, ganze Ortschaften in den Gebirgen sind darauf angewiesen, Industrien und Spezialgeschäfte rechnen mit der Wintersaison. Kaum sind die Herbsttage verflossen, sp späht man nach dem Winterwetter aus. Setzt trockene Kälte ein, wie in diesem Jahre, so gibt man die Hoffnung auf den Umschwung nicht auf, der weiße, weiche Flocken bringen soll. Die großen Sportplätze haben ihr Programm fertig, als da sind Schirennen, Schispringen, Eislauf, Bobrennen, Eishockey usw. In der Ebene auf den großen Seen ist das Eissegeln heimisch. Ueberhaupt ist es ein Irrtum zu glauben, daß der Wintersport an die Berge gebunden sei. Unsere großen Wälder und Heideflächen laben zu weiter Fahrt ein, wenn der Schnee auf den weiten Feldern liegt.
Man kann wohl sagen, daß jeder Bezirk seine bevorzugten Gebiete für den Wintersport hat, zumal die Reichsbahn allen Verkehrsbedürfnissen freundlich Rechnung trägt. Berlin führt gern in die schlesischen Gebirge, in den Harz und in das Erzgebirge. Wer mehr Zeit hat, kann von hier aus die Reise nach den Alpen antreten. Von Oberschlesien zogen seit langen Jahren die Leute mit den Brettern auf der Schulter ins A l t- oatergebirge. Dieses Jahr werden sie es um so lieber tun, denn nu« ist dieses Land deutsch geworden, keine Grenze und keine Deoisensrage erschwert den Besuch. Daran schließen sich die andern Gebirge der Sudeten an: die Glatzer Berge, das Waldenburger und das Riesenge- birge, das Jser - und Jeschkengebirge, die Lausitzer Berge und das Erzgebirge. Ein stolzer deutscher Zug der Mi 11 e l g e b l r g e, der seine Fortsetzung zum Fichtelgebirge, der
Rhön und zum Vogelsberg hat, um sich im Taunus und Odenwald nach Südwesten zu verlängern, bis das Bild des hohen Schwarzwaldes die Westgrenze andeutet. Alle diese Berge sind mehr ober weniger Wintersportland. Die Sudeten sind nun zu beiden Seiten ihrer Kämme deutsch geworden, bisher lief die Grenze meist auf ihrer Mitte. Stille verträumte Dörfer laben im Lande Rübezahls ebenso zum Verweilen ein, wie vortreffliche Wintersportplätze. Der industrielle Westen besitzt im Sauerlande und in der Eifel Wintersportgebiete, die sich prächtig entwickelt haben.
Die Krönung ist für viele naturgemäß die Fahrt in die Alpen. Da gibt es berühmte Wintersportplätze ohne Zahl, aber auch ruhige und behagliche Ortschaften und Höfe. Vom Allgäu mit Oberstdorf als Mittelpunkt geht es nach dem Arlberg, vom Werdenfelser Land hinüber nach Tirol, von Berchtesgaden ins Salzkammergut. Die hochalpinen Gebirge der Oetztaler Alpen und des Stubai locken, die Hohen und die Kleinen lauern ebenfalls, Kitzbühel hat einen internationalen Ruf. Bergbahnen und Drahtseilbahnen erleichtern an vielen Stellen den Besuch. Ueberall hat der Reichsbund für Leibesübungen dafür gesorgt, baß erfahrene Schilehrer zur Stelle sind. KdF. hat vielfach Trockenkurse in der Heimat eingerichtet, so daß viele der angehenden Sportler die Anfangsgründe bereits mitbringen. Wie bas Wetter wird, davon hängt viel ab für unsere Winterkurorte, aber auch für unsere sportfreudige Jugend. Wenn sie auf „zügiger Bahn" über die Alpen der Ostmark ober über die Halden der Subetenberge dahingleitet, wird sie immer eingedenk der Tatsache sein, daß sie sich auf großdeutschem Boden befindet, in Dem Lande, das der Führer befreit bat.
Aus aller Welt.
Glockengeläut über Großdeutschland.
Im Deutschlandsender wird am 24. Dezember in der Sendung „Weihnacht" von 18 bis 19 Uhr Glockengeläut aus dem Norden und Süden, Osten und Westen des Reiches erklingen. Dabei werden in diesem Jahr auch Glocken aus der Ostmark (Braunau, Linz, Wien) und dem Su bete nl and (Eger, Karlsbad, Reichenberg, Brüx) ihre Stimme ertönen lassen. Am Schluß ver- eifligen sich sämtliche Glocken der Reichshauptstadt zu einem Weihnachtsgruh an alle deutschen Menschen.
Aus Eisnot gerettet.
Nachdem an den Vortagen die Bemühungen des Fliegerhorstes Norderney und des Rettungsbootes „Bremen" vergeblich waren, ist es jetzt gelungen, die beiden Besatzungsmitalieber des im Eise bei Juist feftliegenben Motorschiffes „Juist" zu retten und wohlbehalten nach Juist zu bringen. Ein mit vier Mann ber Rettungsstation Juist und dem alten Vater des einen Besatzungsmitgliedes der „Juist" besetztes kleines Boot war zu Wasser gebracht worden, nachdem es zunächst eine lange Strecke über die aufgetürmten Eisschollen getragen werden mußte. Schließlich kamen die Männer bei den Schiffbrüchigen an, die ihren Rettern eine Strecke auf dem Eis entgegengegangen waren. Die Rückfahrt wurde sofort angetreten, und das Boot traf mit den Geretteten wohlbehalten auf der Insel Juist ein. Trotz des mehrtägigen Aufenthaltes auf dem kleinen Motorschiff inmitten ber riesigen Eis- wüste bes Wattenmeeres haben bis Geretteten keine körperlichen Schüben davongetragen.
Lisuotdienst mit Fluzeugen.
Wie bereits berichtet, sind infolge des Frostes fast sämtliche ostfriesischen Inseln von jeder 23er- binbung mit ber Außenwelt abgeschmtten. Es wurde deshalb ein Eisnotdienst mit Flugzeugen eingerichtet. Am Mittwoch ist es zwei Flugzeugen der Lufthansa gelungen, aus dem am Strande der Insel Juist behelfsmäßig her^rich- teten Flugplatz zu landen und etwa 50 Personen unb die Post nach dem bei Norden gelegenen Flugplatz zu bringen. Es wurden sämtliche Insassen des Müttererholungsheimes und 8 Kinder aus einem Kinderheim ab transportiert. Am Nachmittag wollten die Flugzeuge noch einmal nach Juist zurückkehren, um weitere Kinder zum lanb zu bringen. Wegen starken Sclmeetre'bens mußte diese Absicht jedoch aufgegeben merben. Wenn sich bas Wetter beruhigt, werden dre Flugzeuge am Donnerstag die Insel erneut anfliegen. Sie werden dann die 218 Waffen ber beiden Kinderheime herüb erbringen, damit Melber Weihnachten noch M ihren Familien fein tonnen.
Zwei Schulkinder auf dem Eise eingebrochen und ertrunken.
Ein schweres U n tz l ü ck trug sich auf der zugefrorenen Rur bei Birkesdorf (Rheinland) zu. Eine Schulklaffe war mr Rur gezogen, wo sich ein Teil der Kinder am Ufer und die übrigen auf dem Eise vergnügten. Als der Lehrer eine kleinere Gruppe Jungen, die abseits auf dem Eise spielten, zurückholen wollte, gab plötzlich das Eis nach, und der Lehrer sowie die Jungen brachen ein. Der Lehrer konnte mit Hilfe der am Ufer stehenden Jungen fünf der eingebrochenen Knaben retten. Leider sind zwei Jungen im Alter von 10 und 11 Jahren ertrunken. Sie sind offenbar unter dem Eise abgetrieben worden.
Der Tod in den Bergen.
Die Bergsteiger Josef Mandl unb Simon Petritsch aus Schwarz unternahmen eine Wan- betung auf die Wandlalpe im Unterinntal. Als die beiden bis zum Abend nicht zurückkehrten und im Lauf der Nacht aus der Richtung ber Alpe Hilferufe vernommen wurden, gingen Rettungsmannschaften auf die Suche. Nach zweitägigen angestrengten Bemühungen konnte Petritsch auf einem Felsband völlig erschöpft angetroffen und durch Abseilen geborgen werden. Er gab an, daß sein Kamerad beim nächtlichen Abstieg plötzlich vor seinen Augen ver- verschwunden und, ohne einen Laut zu geben, in eine etwa 80 Meter tiefe Felsschlucht gestürzt sei. Mandl muß jedenfalls sofort t o t gewesen fein. Die Bergung der Leiche ist voraussichtlich erst im nächsten Sommer möglich.
Vollstrechung eines Todesurteils.
Berlin, 21. Dez. (DNB.) Am 21. Dezember ist der am 26. April 1918 geborene Erich Boos aus Eisenberg (Saarpfalz) hingerichtet worden, ber durch Urteil bes Sondergerichtes in Kaiserslautern . vom 7. Dezember 1938 wegen Mordes unb Verbrechens gegen das Gesetz zur Gewährleistung bes Rechtsfriedens zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt worden ist. Boos hat am 27 November 1938 in Eisenberg einen Gendarmerie-Beamten erschossen.
Der zweite Mörder des ---Rottenführers kallweit hingerichtet.
Berlin, 21. Dez. (DNB.) Am 21. Dezember 1938 wurde der am 15. Mai 1911 in Gaisheirn (Oberpfalz) geborene Peter Forster hingerichtet, ber vom Sonbergericht in Weimar am gleichen Tage wegen Mordes und Verbrechens gegen das Gesetz zur Gewährleistung des Rechtsfriedens z u m Tode unb zum Verlust ber bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt worben war. Forster
hat zusammen mit dem schwer vorbestraften unb bereits rechtskräftig verurteilten unb Hingerichteten Berufsverbrecher Bargatzky am 13. Mai 1938 in Buchwald bei Weimar einen Wachtposten, den ---Rottenführer Kaliweit, meuchlings ermordet.
Wieder ein Autofallenbandit zum Tode verurteilt.
DNB. Hamburg, 21. Dez. Das Hanseatische Sondergericht verurteilte am Mittwochnachmittag den 21jährigen Wolfgang Stocklossa, der am 29. November 1938 in Hamburg-Farmsen den Straßenraub an einem Taxichauffeur ausführte, als gefährlichen Gewohnheitsverbrecher wegen Verbrechens gegen das Gesetz gegen den Straßenraub mittels Autofalle vorn 22. Juni 1938 sowie wegen verschiedener Fälle des Diebstahls, des Betruges, der Unterschlagung und wegen widerrechtlichen Schußwaffenbesttzes zum Tode unb zu zehn Jahren Zuchthaus. Weiter wurde auf lebenslänglichen Ehrenrechtsoerlust unb Sicherungsverwahrung erkannt.
Eisenbahnunglück in Mexiko.
Ein von Mexiko-Stadt nach Veracruz abgegangener Zug der englischen Bahngesellschaft Ferro-- carril Mexicano entgleiste zwischen den Stationen Ometusco unb Jrolo. Das Unglück hat anscheinend fünf Todesopfer und 43 Verletzte gefordert. Der Derkehrsminister hat eine Untersuchung eingeleitet. Die Ursache des Unglücks scheint ein A ch s e n b r u ch bei ber Lokomotive des in voller Fahrt befindlichen Zuges gewesen zu fein.
Wetterbericht
Wahrend in Ost- unb Mitteldeutschland weitere Frostmilberung eingetreten ist, hat sich im Westen unb Süden des Reiches fast unverändert Frost zwischen minus 5 und minus 10 Grad erhalten. Der Zustrom milder' Lust in der Höhe bedingt dabei verbreitete Niederschläge, die in den Niederungen aus Schnee ober Graupeln bestehen. In größerer Höhe konnte dagegen am Donnerstagmorgen der Frankfurter Wetterflieger Regen feftfteUen, der unterwegs allerdings wieder zum Gefrieren kam. Die Nacht zum Freitag wird voraussichtlich Aufheiterung und damit stärkeres Anziehen der Fröste bringen. Das Wetter bleibt aber auch weiterhin unbeständig.
Vorhersage für Freitag: Zeitweise aufheiternd unb nachts stärkerer Frost, sonst unbejtän- big unb zu Niederschlägen (aber auch wahrscheinlich Schnee) geneigt, veränderliche Winde.
Vorhersage für Samstag: Fortdauer des Frostes und der Unbeständigkeit.
Lufttemperaturen am 21. Dezember: mittags —8,4 Grad Celsius, abends —8,4 Grad; am 22. Dezember: morgens —8,9 Grad. Maximum —7,9 Grad, Minimum heute nacht —10 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 21. Dezember: abends —1,4 Grad; am 22. Dezember: morgens — 1,0 Grad. — Niederschläge 3,6 cm Schnee.
WintersportWetterbericht.
Vogelsberg, Herchenhainer Höhe: Schneefall, — 8 Grad, Äesamtschneehöhe 12 cm, Neuschnee 12 cm, Pulverschnee, Schi unb Nobel gut. — Hohe- rodskopf: Schneefall, —11 Grad, Gesamtschneehöhe 12 cm, Neuschnee 12 cm, Pulverschnee, Schi unb Rodel gut
Rhön, Wasserkuppe: Schneefall, —13 Grab, Gesamtschneehöhe 11 cm, Neuschnee 3 cm, Pulverschnee, Schi unb Robe! sehr gut.
Taunus, Kleiner Feldberg: Schneefall, —12 Grad, Gesamtschneehöhe 4 cm, Neuschnee 3 cm, Pulverschnee, Schi unb Nobel nur stellenweise. — Großer Feldberg: Schneefall, —7 Grad, Gesamtschneehöhe 4 cm, Neuschnee 4 cm, Pulverschnee, Schi unb Nobel mäßig, Eistwhn sehr gut.
Schwarzwald, Feldberg: Schneefall, —15 Grad, Gesamtschneehöhe 35 cm, Neuschnee 10 cm, Pulverschnee, Schi unb Rodel gut.
Straßenwetterdienst der Generatinfpektion.
Reichsautobahnen im allgemeinen scbnee- und eisfrei. Die Strecken München — Salzburg, München—Stuttgart haben Glatteis unb sind gestreut. Allgemeines Straßennetz: In der Ostmark herrschen zur Zeit starke Schneefälle. Die Straßen im Gebiet Ober- unb Niederdonau sowie in der O st - S t e i e r m a r k sind durchweg vereist unb gestreut. In Kärnten ift ber Verkehr noch behinbert: Don Heiligenblut—Jselsberg—Linz —Pustertaler Straße—Reichsgrenze, bie Katschberg- Paßstraße, die Loiblpaßstraße, sowie die Drautaler Straße unb bie Plöken-Paßstraße. Alle passierbaren Straßen nur mit Schneeketten befahrbar. Sonstige höhergelegene Straßen der schlesischen, sächsischen unb bayerischen Gebirge, im Harz unb Thüringer Wald sowie in den sübwe st deutschen Höhenlagen haben teilweise Schnee- glätte unb Glatteis. Straßen werden ge« streut.


