Ausgabe 
22.11.1938
 
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Gymnastik. Gymnastik. Taimach« unb Haus, r zugleich, he: Eröfs, treten. Es bert Wag. mzert. 13: Nachrichten, üe ... 15: >rer sorgen Die Wiener d Fröhlich, 'ainer und ler. 18.30: nd. 19.15: Zecher. 20: Nachrichten.

i Lange.

nst!8Ium* die Bilder: isThyriot; eigenleiter: ilt der An- 013. Druck iN. Lange, preis M it der Illu* 10 Pf. und P/. i* iber 1937

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Dienstag, 22. November 1938

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Nr. 273 Zweiter viatt

Städte oder größeren Landgemeinden. Um eine

der

denkwürdigen Tag von München der ewige Friede berstest 1938, in Europa eingekehrt sei, begeht aber auch noch D. Schrsttttg.

einen unverzeihlichen politischen Irrtum. Gewiß,

Zeitschriften.

Was vor

die Zukunft einen Erfolg haben.

gefunden, dank konnten."

halben Jahr zehn Millionen Deutsche ins Reich heimführte, wenn er nicht die starke Wehrkraft der von ihm geschaffenen Volksarmee und die Luft- abwehrbereitschaft des ganzen Volkes hätte in die Waagschale werfen können. Hätten die Träger des Luftschutzes nicht auch in fünfjähriger mühevoller Arbeit die Luft-schutzdereitschaft der Natron auf einen hohen Stand gebracht, so wäre das ein Schwäche­punkt gewesen,' der sich vielleicht ebenso verhängnis­voll ausgewirkt hätte, als wenn im Westen des Reiches nicht ein unüberwindlicher Wall aus Stahl und Beton gestanden hätte! Da es der heiße Wunsch aller guten Deutschen ist, dem Führer auch in Zukunft die Handhabe zu geben, unsere viel­fältigen Rechtsbelange kraftvoll zu vertreten, ist es jedes Volksgenossen erste und vornehmste Pflicht, die Voraussetzungen hierfür zu schaffen. Und hierzu gehört unter vielem andern auch die Vorbereitung und Durchführung eines wirksamen Selbstschutzes für sich und die seinem Schutze Anbefohlenen! Wer die harmlos-naive Auffassung vertritt, daß seit dem

Abenteuers. Brennstoff? Zwischen Amsterdam und Hanoi gibt es keine 800 Kilometer ohne Brennstoff. Ueberall, wo 5000 oder 6000 Menschen zusammen­wohnen, gibt es ein Kino. In jedem Dorf, sei es in Birma oder in Bengalien, in Siam oder im Irak, findet man mindestens eine Nähmaschine, eine ÖellaterneMade in Germany, eine Kanne mit 18 Liter von irgendeinem Brennstoff. Das heißt allerdings nicht, daß diese acht Monate Reise, vom Juli 1937 bis März 1938, immer eine Spazier-

unser Führer und wir alle wünschen mit Leiden­schaft den Frieden und hoffen auf ihn unentwegt und zuversichtlich. Nichts aber soll uns ferner lie- gen als eine weltfremde verderbliche Selbsttäuschung. Der Führer hat sich schon am 9. Oktober gezwungen gesehen, auf dem Befreiungsfeld in Saarbrücken ein­dringlich und mahnend festzustellen, daß mit e r - höhterEnergie an dem Schutze und der Sicher­heit des Reiches weitergearbeitet werden müsse. Denn, so führte er wörtlich aus:Auch heute noch ist die Welt erfüllt vom Geist von Versailles. Das verpflichtet uns, wachsam und auf des Reiches Schutz bedacht zu sein! Jederzeit zum Frieden ge- willt, in jeder Stunde aber auch zur Abwehr bereit!"

Diejenigen, die den Luftschutz als eine termin­gebundene Angelegenheit ansehen, haben zu allem Ueberfluß noch in diesen Tagen die gebührende Ant­wort aus London erhalten. Dort nämlich werden gerade der zivile Luftschutz und der Selbstschutz der Bevölkerung mit ungewöhnlicher Energie vervoll­kommnet. Ein starkes Lustschutzkorps wird aufge­stellt. Tausende von Lüftschutzräumen werden ge­baut. Die kritischen Septembertage haben den Eng­ländern die Lehre erteilt, daß in dieser Beziehung ihre Wehrbereitschaft den größten Schwächepunkt aufweist.

Wer Augen hat zu sehen und Ohren zu hören und wer die Zeichen der Zeit zu deuten weiß, wer über­dies Pflicht und Verantwortung gegen sich selbst und seine Nation kennt, der wird, soweit noch erfor­derlich, den Luftschutz seiner Familie, seines Hauses und seines Betriebes v erv o l l st ä n d i g e n. Er wird ohne weiteren Ver­zug sich durch den Reichslustschutzbund ausbilden lasten, er wird für sich und die Seinen die Volks­gasmaske erwerben, er wird für einen Lustschutz­raum im Hause und für Gerätschaften und Werk­zeuge zur Brandbekämpfung sorgen.

* Einem Aussatz in derSirene", Erstes Novem­berheft 1938, entnehmen wir diese Ausführungen.

Der Luftschutz ist keine Angelegen­heit auf Abruf! Man kann ihn nicht bei ein­tretender Kriegsgefahr erwerben, wie man einen Regenmantel vom Haken nimmt oder einen Regen­schirm kauft, wenn sich draußen der Himmel ver­finstert. Man muß den Luftschutz ebenso wie alle anderen Einrichtungen der Landesverteidigung in stillen Friedenszeiten mühsam aufbauen, selbst auf dieGefahr" hin, daß er niemals wirksam zu wer­den braucht. Im Gegenteil! Wehrmacht und Lust- chutz hüben dann ihren letzten Sinn gefunden, wenn ie allein durch ihr Dasein einen Krieg ver­hindern, wenn sie also so stark stnd, daß kein Geg­ner das Risiko eines Angriffskrieges auf sich zu nehmen wagen kann.Wenn du den Frieden willst, bereite dich auf den Krieg vor!", wußten schon die alten Römer,

Der Führer hätte niemals diese kraftvolle und mutige Politik betreiben können, die uns die Frei- heit und die Ehre wiederbrachte und die in einem

Lichtspielhaus: »Der Optimist."

Der Optimist, den man hier zu sehen bekommt, verdient schon nicht mehr, ein Optimist genannt zu werden: das ist ein Optimist in der gefährlichen Potenz, ein Phantast, ein Projektenmacher, ein Kerl, der, wo er geht und steht, den Kopf in den Wolken hat. Er schmeißt mit Einfällen und mit Millionenobjekten nur so um sich und reitet sich und die Seinen damit ins Unglück zuletzt unwahr- scheinlicherweise sogar ins Glück, aber , man darf qar nicht sagen, wie das zugegangen ist: er kann bestimmt nichts dafür, es ist ein völlig hoffnungs­loser Fall, und die Geschichte könnte nach dem Wort Ende" auf der Leinwand noch endlos so weiter- gehen. Diesen Mann spielt Victor de Kowa, und zwar mit einer Besessenheit, die sich völlig hingibt an diese Rolle, bis zur körperlichen Erschöpfung. Dem Zuschauer wird es manchmal angst und bange dabei, bis er sich darauf besinnt, daß dies <zum Glück' ja nur ein Film ist (nach der KomödieDel« rausch" von I. Larric in Szene gesetzt von E. W. gtpo) _ wenn, es kein Film wäre, mußte man sich

spielen usw. bringen viele Freuden, gelegentlich auch kostenfreier Erholungsurlaub in Heimen. In Mit­gliederversammlungen werden interessante Vorträge gehalten, für Hinterbliebene ab und zu gemütliche Nachmittage bei Kaffee und Kuchen veranstaltet. Gemeinsame Ausflüge oder Kameradschastsabendö tragen zur Stärkung des Zusammengehörigkeits­gefühls bei. Das Siedlungsproblem wird in dem Augenblick wieder in den Bordergrund treten, irr dem das Reich von den dringlichsten Sorgen und Ausgaben befreit ist.

Die große Organisation der NSKOV. ist über das ganze Reich und nunmehr auch über die neuange- > gliederten Gebiete verbreitet. Ihre Gliederung ist nach den gleichen Prinzipien der Partei durchgc- führt. Ein riesiger Stab von Amtswaltern leistet in hingebender Weise ehrenamtlichen Dienst. Krie- gereltern, -witwen und -woisen werden von zahl­reichen Helferinnen betreut. Geschultes Personal auf den Reichs-, Gau- und Kreisstellen sorgt für, die Vertretung der Mitglieder in allen Fragen. Ka­meradschaften rekrutieren sich aus den Mitgliedern

Oie Aufgaben der NSKOV

Don Dr. Hans Schindhelm, Frankfurt a. M.

NSG. Es gibt leider noch viele, die entweder von der Existenz der Nationalsozialistischen Kriegsopfer- Versorgung (NSKOD.) keine Kenntnis haben oder von deren Aufgaben herzlich wenig wissen. Ja, es sind unverständlicherweise noch Volksgenossen vor­handen, die nicht zu ihr gehören, obwohl sie selbst Opfer des Krieges find. Erfreulicherweise ist dies nur ein geringer Prozentsatz. Es erscheint somit notwendig, der breiten Oeffentlichkeit einiges über die Organisation' selbst und ihre Ziele zu sagen.

Obwohl der Krieg nun zwei Jahrzehnte hinter uns liegt, haben wir im Reich heute noch eine große Anzahl seiner Opfer. Sie in jeder Hinsicht zu be­treuen, ist das Ziel der Organisation. Das Leben jedes einzelnen bringt so vieles mit sich, daß die Aufgaben sehr reich sind, die wir vorfrnden. Oft ist der Lebenskampf eines Schwerverletzten, einer Witwe oder Waise oder der Eltern gefallener Krie­ger sehr hart. Beruf, Krankheiten, Kriegsleiden und viele andere Dinge bringen Sorgen in ihr Dasein. Mitunter ist ein Teil dieser Menschen mut- und hilflos und durch den Lebenskampf abgestumpft. Verschämt oder verbittert tragen sie ihr Los in stillem Heldentum und immerwährendem Verzicht. Man hört ab und zu die Ansicht, daß heute im nationalsozialistischen Staat ein Kampf für die Frontsoldaten und Opfer des Krieges nicht mehr notwendig sei, da für alle gesorgt werde und die NSV. mit ihrem großen Helferstab sich doch um

der er kommt, ist Bekenntnis zur böhmischen Hei- mat, zu seinen Landsleuten und deren Sorgen und Nöten. Zumal das letzte dieser Gedichte, das dem Andenken an 57 Deutsche gewidmet ist, die wegen ihres Bekenntnisses zum Deutschtum von tschechi­scher Soldateska erschossen wurden:

Wen sie bei uns einen Deutschen nennen, der muß auch einsam verenden können ..."

Wir hörten darauf einen Abschnitt aus dem Ro­manAlle Wasser Böhmens fließen nach Deutsch­land", eine Episode, die im November 1914 in der Kaserne des 28. Infanterie-Regiments in Prag an­hebt und in einem Steinbruch endet, wo deutsche Soldaten unter der Salve eines Exekutionskomman­dos ihr Leben lassen. Man spürte in dieser mit großer Leidenschaft vorgetragenen Schilderung etwas vom harten Kampf und schweren Leid deut­schen Volkstums jenseits der Grenzen, das in diesen Tagen nach langen und bitteren Jahren der Ver­lassenheit eine beglückende Heimkehr in das größere Vaterland erleben durfte.

Nach der Pause las Bodenreuth die Erzäh­lungKathrein", nichts als eine Kleinigkeit, wie er selber es ausdrückte: die Geschichte berichtet vom Tode einer Alten im Versorgungshause, die in ihrer letzten Stunde das Brautkleid anlegt, das ihr als Mädchen zu tragen nicht beschieden war.

Kreisdirektor Dr. Lotz richtete Worte herzlichen Dankes an den Dichter und schloß die Feierstunde mit dem Gruß an den Führer. .

Hans Thynot.

Lustschutz auf Abruf?

Don Generalleutnant von Roques, Präsident des Reichsluftschuhbundes*).

____ . einigen Jahren kaum jemand für möglich gehalten hat, ist heute Tatsache geworden: Es gibt in Deutschland nicht mehr genügend Arbei­ter! Das Problem der Arbeitslosigkeit ist von einem anderen abgelöst worden, das nicht weniger schwie­rig erscheint. Weshalb dieser Zustand eintrrien mußte, zeigt uns eine Abhandlung: ^Arbeitslosig­keit? Ärbeitermangel!" von Dr. E. Werner im Novemberheft der MonatsschriftVolk und Rasse" (I. F. Lehmanns Verlag, München 15). Die tiefere Ursache liegt, wie an Hand genauer Be­rechnungen nachgewiesen wird, in dem Geburten­rückgang. Nur wenn dieser überwunden ist, können die Maßnahmen zur Behebung des Arbeitermangels, wofür mehrere Vorschläge gemacht werden, auch für

Goeihe-Bund.

Sudetendeutsche Dichterstunde: Friedrich Bodenreuth.

Goethe-Bund und Kaufmännischer Verein hatten in Verbindung mit dem Volksbunde für das Deutschtum im Ausland, Ortsgruppe Gießen zu einer Feierstunde in der Neuen Aula eingeladen, die der Dichtung des befreiten und ins Reich heim- geführten Sudetenlandes gewidmet war: Gottfried Rothacker und Friedrich Bodenreuth waren zu Gast geladen. Leider hatte Rothacker krankheits­halber in letzter Stunde absagen müssen. So konnte Kreisdirektor Dr. Lotz, der die Erschienenen na- mens der Veranstalter willkommen hieß und ihnen für ihr zahlreiches Erscheinen dankte, nur Friedrich Bodenreuth begrüßen, der zu unser aller Freude in der Uniform des Sudetendeutschen Frei­korps erschienen sei, um uns von seiner Heimat zu erzählen die in den schicksalsschweren ©^ernber. tagen dieses Jahres die Blicke der ganzen Wett auf sich gezogen habe. Kreisdlrektor Dr. Lotz erinnerte daran, daß Bodenreuth mit dem Dolksdeutschen Schrifttumspreise der Stadt Stuttgart ausgeze ch t worden fei; in den Titelworten seines RomansAlle Wasser Böhmens fließen nach Deutschland wr brachten gestern eine Probe daraus m der Unter­haltungsbeilage sei ein schönes Sm"bildfur die Zusammengehörigkeit des Sudetenlandes mit dem Großdeutschen Reiche beschlossen .

Bodenreuth, eine straffe, soldatische Erscheinung, wurde darauf mit lebhaftem Bei all am Vortrags pult begrüßt. Wenn es wahr fei, so begann er feine Vorlesung, daß der Dichter der Mund seines Vol kes oder seines Stammes sei, so könne er nichts anderes gestalten als die ewige Sehnsucht dieses seines Volkes und Stammes. Seine Erinnerung an den alten volksdeutschen Kampf reiche bis m D e frühe Jugend zurück, und so könne er auch heute und immer wieder nur vom ewigen Aufbruch Heim ins Reich!" sagen und künden.

Bodenreuth las zunächst eine Anzahl semer Ge­dichte - mit einer sonoren und volltönenden Stimme, deren Ausdrucksmöglichkelten vom verfchwe benden Flüstern bis zu mächtigem, den Saal ms in die letzten Winkel füllenden Dröhnen reiche den Überschriften dieser Gedichte - "g Heimkehr",Der Knecht",Vor der Kartoffelschus- fei",Die Heimkehr des verlorenen Sohnes , Altenteiler",Der Vater spricht" undDer letzte Deutsche von Laudenberg" deutet sich Der um kreis dessen an, was Bodenreuths Lyrik an 3m)a umschließt: sie ist der Landschaft verpflichtet, a

restlose Betreuung zu gewährleisten, sind die Kame­radschaften in Abteilungen gegliedert, die etwa im Ausmaße einer Ortsgruppe die direkte Fürsorge übernehmen.

So steht die NSKOD. in vorderster Front im Dienste der praktischen und ideellen Hilfe und übt in selbstloser Weise die Pflege der großen Masse der Opfer des Krieges. Mit Stolz darf sie von sich be­haupten, zu allen Zeiten dem Führer bei feinem Aufbauwerk ein treuer Diener zu sein. Und dar­über hinaus hat sie im Verein mit ausländischen Frontkämpferorganisationen zum gegenseitigen Ver­stehen der Nationen beigetragen. Daß fremde Front­kämpferformationen sich weigerten, im Interesse der Juden und Tschechen gegen Deutschland Krieg zu führen, ist eine erfreuliche Tatsache und nicht zu­letzt zurückzuführen auf die aktive Tätigkeit der NSKOD. hinsichtlich der Pflege des Geistes der gegenseitigen Achtung und Verständigung.

WHW., Ortsführung Oießen-Güb.

Am Montag, 21., Dienstag, 22. unb Mittwoch, 23. November findet im Bereich, der Ortsgruppe Gießen-Süd die Pfundfammlung für den Monat November durch die NS.-Frauenschaft statt. Die Einwohnerschaft der Ortsgruppe wird gebeten, die Pfundpäckchen bereitzuhalten.

WHW. Ortsgruppe Gießen-Mitte.

Am Dienstag, 22., und Mittwoch, 23. November, werden die Pfundspenden durch die NS.-Frauen- schaft eingesammelt. Die Hausfrauen werden ge­beten, den Inhalt der Päckchen auf der Umhüllung kenntlich zu machen. Die Pfundsammlung erstreckt sich während der Dauer des WHW. auf alle Volks­genossen.

WHW. Ortsgruppe Sießen-Off.

Die Pfundfammlung wird am Montag, 21., Diens­tag, 22., und Mittwoch, 23. November, im Bereiche unserer Ortsgruppe durchgeführt. Es wird gebeten, die Pfundpäckchen bereitzuhalten.

WSW., Ortsgruppe Sießeu-Nord.

Arn Montag, 21., Dienstag, 22., und Mittwoch, 23. November, findet im Bereich der Ortsgruppe Giehen-Nord die Pfundsammlung für den Monat November durch die NS.-Frauenschaft statt. Die Einwohnerschaft der Ortsgruppe wird gebeten, die Pfundpäckchen bereitzuhalten.

fahrt gewesen sind."

In Birma zum Beispiel mußte der unglückliche alte Wagen 700 Kilometer hintereinander im ersten Gang laufen, so daß er bei 35 bis 40 Grad im Schatten bis zu 70 Liter Brennstoff auf 100 Kilo­meter brauchte. In Bengalien waren 40 Flüsse zu überschreiten, natürlich ohne Brücke. Mehr als ein­mal ist der Wagen bis an die Achsen eingesunken. Fünfzig Kulis mußten mit Stricken die beiden Reisenden und ihr altes Gefährt retten. Eines Tages wurde ein Kuli von einem Tiger gefressen. Die beiden Weißen retten einen anderen Kuli, der von einer Kobra gebissen war.Das hat uns auch gerettet", erklärt Guy de La Rigaudie lachend. UeberaU war unsere Kutsche im voraus gemeldet. Den Mekong haben wir an Bord einer wunder­vollen Piroge überquert. Auch in Bengalien sind wir auf Schienen gerollt. Es ging mühsam, aber verhältnismäßig gut außer auf den Brücken, wo wir erst die Löcher zwischen den Holzleisten aus­füllen mußten. Wenn wir endlich unsere 40 Kilo­meter am Tag geschafft hatten, waren wir stolz. In Birma, bei Chittakong, Haden wir wunderbarer­weise eine Spur, die vielleicht 150 Jahre alt war, deren wir unsere Reise vollenden B.

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alle Volksgenossen kümmern würde. Gewiß ist dies der Fall. Allein es gibt soviele Fragen, die die von den Nöten des Krieges Betroffenen angehen und nur von geschulten Helfern behandelt werden kön­nen. Wenn unsere Behörden gegenüber den Kriegs­opfern, im Gegensatz zu früher, eine wohlwollende Stellung einnehmen, so können sie sich trotzdem unmöglich mit den Angelegenheiten jedes einzelnen befassen. Es ist* daher notwendig, wenn die Organi­sation als Anwalt der Gesamtheit sowohl, als auch der einzelnen in Erscheinung tritt.

Leider findet man heute noch viel Voreingenom­menheit und mangelndes Verständnis für die Sor­gen und Wünsche. Hier heißt es anpacken und für den anderen eintreten. Nicht allein materielle Dinge finden ihre Erledigung. In den vergangenen Jahren spielte die politische Aufklärung eine wichtige Rolle. Infolge der Demütigungen durch den November- staut waren viele argwöhnisch geworden. Dadurch war es nicht einfach, die Mißtrauischen unter ihnen zu überzeugen. Dor allem mußte in den Kriegs­opfern wieder das Gefühl wach werden, sich betreut zu wissen, denn viele hatten den Glauben an eine bessere Zukunft verloren. Auch ihr Ansehen mußte gehoben werden. Es ist ein erfreuliches Zeichen, daß neben die materielle Fürsorge auch immer mehr die ideelle tritt. Veranstaltungen belehrender Art, verbilligter oder auch freier Besuch von Kunstbüh- neu, Lichtspieltheatern, Ausstellungen, Wettkampf- erbofen; so darf man sitzen bleiben und de Kowa zusehen, ohne ihm an den Kragen zu fahren und ihn zu schütteln, auf daß' er endlich aus Wölken­kuckucksheim auf die alte Erde zurückkehre: man kann vielleicht sogar darüber staunen, dyß es ihm für manche Augenblicke gelingt, der Figur so etwas wie einen menschlichen Umriß zu verleihen. Neben ihm erscheinen unter andern Henny Porten, nach langer Zeit wieder einmal, und man freut sich ihrer guten, sorgenden Mütterlichkeit: Theo Lingen, diesmal mit einer beängstigend wortkargen, trocke­nen Komik begabt: Gusti Huber und Este El- st er, zwei junge Bräute, die es nicht leicht haben: Rudolf Carl und Oscar Sima, der einen geris- fenen Galgenvogel von Grundstücksspekulanten ab. gibt. (Siegel Monopol.)

*

Im Beiprogramm: die Tobis*Wockenschau,Die Frau im Sattel" und ein Schwank um einen Kri- minastall, der gar kein Krimmalfall ist. So etwas gibt es. Hans Thyriot.

3n einem alten Kleinauto um die halbe Welt.

In einem alten vierzylindrigen Wagen von 19 PS, der bereits feine 70 000 Kilometer hinter sich hatte und gelegentlich für 5000 Franken erstanden wurde, haben zwei junge Franzosen, der Scoutsführer Guy de La Rigaudie mit seinem Begleiter Roger Drapier, eine Reise von 25 000 Kilometer ge- macht, die sie durch ganz Europa, Kleinasien, Syrien, Palästtna, den Irak, den Iran, Afghani- ftan, Indien, Birma, Siam geführt hat, um in Hanoi und Saigon zu enden. Der eine der beiden jungen Männer, Roger Drapier, ist in Jndochina geblieben, wo er eine Anstellung in der Auto­branche gefunden hat. Auch der Wagen endet dort irgendwo in einem Schaufenster bevor er ver­schrottet wird sein sagenhaftes Dasein, beladen mit den unwahrscheinlichsten Abenteuern und eini­gen 100 000 Kilometer. Guy de La Rigaudie da- gegen ist allein nach Paris zurückgekehrt unb von seinen Scouts-Kameraden begeistert empfangen worden.

In der ganzen Welt", so erklärt er,findet man Menschen, die bereit sind, einem zu helfen. Obwohl wir mit sehr wenig Geld aufgebrochen sind, den Ersparnissen eines Jahres, haben wir immer zu essen gehabt. Unsere Reserven haben wir nur in i den Wüsten aufgebraucht. Wo es Ansiedlungen gibt, gibt es auch Menschen, die bereit sind, einem Reis . zu verkaufen oder zu schenken und auch sonst weiter I zu helfen. Das ijt die tröstliche Lehre unseres

Aus der Stadt Gießen.

Abend zu Haufe.

Spät abends wird unser Heim wirklich zu un­serer Burg. Jetzt endlich ist die Zuabrücke hochge­zogen, und ein ziemlich sicherer Graben schützt uns vor dem unruhevollenErnst des Lebens" draußen, dessen vielerlei Sendboten uns auch noch in den ersten Abendstunden zu erreichen wissen. Du ist nun die schöne, lässige Stunde vor dem Zubettgehen, die wahrhaft erfüllte Stunde des Heims.

Auch liebe Besuche sind nun kaum mehr zu er­warten, und das ist gut so. Wir brauchen auch ein- mal eine Stunde des Gleichmuts, eine Weile stillen Genügens, da unser Gemüt geglättet liegt wie ein abendlicher See. Der Himmel darüber soll sanft ver- blassen, nur ein leiser Abendwind soll über die Was­ser streicheln, und später sollen Sterne sich darin spiegeln.

So sitzen wir vielleicht beim milden Schein der Stehlampe, vielleicht auch schweben blaue Wölkchen duftigen Tabakrauches im Zimmer. Eine altväter­liche Uhr tickt bedächtig. Hat man Kinder, so schla­fen sie schon, und ihr fröhlicher Abendlärm ließ um so schönere Stille zurück. Auch die Hausfrau hat jetzt endlich Ruhe; worunter sie freilich kaum Zei­tunglesen, aber wohl Strümpfestopfen -oder Hand­arbeiten versteht.

Es ist Feierabend, die Stunde der Einkehr und der Besinnung. Jetzt plaudert man über Dinge, zu denen der Tag nicht Zeit ließ. Gedanken und Er­innerungen tauchen auf, die im Wirbel der Pflich­ten nicht Platz fanden. Und endlich ist auch die Stunde des guten Buches oder der Versenkung in Seelisches fei es nur ein Brief, der von Herzen kommt und ein anderes Herz berühren soll.

Draußen die geschäftige Welt hat jetzt ihr Min­destmaß an Mühen und ihren Höchststand an Freu­den- erreicht. Der lärmende Verkehr auf den Stra­ßen ist abgeebbt. In den Gasthäusern, Vergnügungs­stätten, Theatern drängen sich nun die Menschen. Und vielleicht strahlt das alles mit herein in den unwägbaren Zauber der späten Abendstunde da­heim.

Aber vor unseren Fenstern istnachtschlafende Zeit". Man denkt dann aber auch schon an das Morgen, daß da ein neuer Tag zu neuen Ufern lockt, und daß man diesem neuen Tag gutes Aus­geschlafensein schuldig ist. Und damit ist das stille Glück des Abends zu Ende. Mit einem leisen Seuf­zer entschließt man sich, zu Bett zu gehen. J. B.

Vornotizen.

Tageskalender für Dienstag.

Volksbildungsstätte und NSD. - Dozentenbund, Gießen, 20.30 Uhr in der Aula der Universität, Vortrag Richard Scherer:Das wahre Gesicht der Weltfreimaurerei". Stadttheater: 19.30 bis 22 Uhr:Fidelio". Gloria-Palast (Seltersweg): Konzert in Tirol". Lichtspielhaus (Bahnhof­straße):Der Optimist". Oberhessischer Kunst­verein, 16 bis 18 Uhr, Ausstellung:Das alte und das neue Gießen", im Turmhaus am Brand. Arbeitsgemeinschaft der Berufskrankenkassen, 20.30 Uhr,Bayerischer Hof", Vortrag von Dr. Malech: Wesen und Zweck des Naturheilverfahrens".

Zum letztenmalFidelio".

Heute abend findet die letzte Aufführung des gro­ßen ErfolgesFidelio", Oper in zwei Aufzügen von Ludwig van Beethoven, statt. Musikalische Leitung Paul Walter, Spielleitung Hermann Schultze-Gries­heim, Leitung und Einstudierung der Chöre Heinz Markwardt, Bühnenbilder Karl Löffler. Die Vor­stellung findet gleichzeitig als 8. Vorstellung der Dienstag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr.

BDM.-llntergau 116 Stehen.

VDM. WerkGlaube und Schönheit".

Schar I der Werkarbeitsgemeinschaft tritt am Dienstag, 22. November, um 20.15 Uhr, zu einem Vortrag an der Universität an.____________________