Berchtesgaden, 21. Nov. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler empfing heute auf dem Berghof zur Entgegennahme des Beglaubigungsschreibens den neuernannten Kaiserlich j a - panischen Botschafter Generalleutnant Oshima, der als japanischer Militärattache bereits seit mehr als vier Jahren in Deutschland tätig gewesen ist. Der Botschafter, der von dem gleichfalls neuernannten japanischen Botschaftsrat u s a m i, dem Marineattache Kapitän z. S. Kojima und dem stellvertretenden japanischen Militärattache Oberstleutnant I s h i i begleitet war, überreichte das kaiserliche Handschreiben mit einer Rede in deutscher Sprache, in der er erklärte: Daß der unerschütterliche Glaube Eurer Exzellenz in Verein mit dem absoluten Vertrauen des deutschen Volkes in so kurzer Zeit Großdeutschland geschaffen hat, kann kein Volk mit größerer Hochachtung schätzen als gerade das japanische, da wir eine der deutschen parallele Weltanschauung haben. Ich habe dies in den vergangenen 4Vi Jahren mit eigenen Augen verfolgen können. Es bedeutet daher für mich ein großes Glück, daß ich nunmehr weiter in Deutschland arbeiten darf, und zwar gerade in dieser Zeit, welche charakterisiert ist durch den vor zwei Jahren erfolgten Abschluß des deutsch-japanischen Abkommens gegen die Kommunistische Internationale, durch eine/immer engere Gestaltung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan und durch das Wachsen der Sympathie
Hierauf empfing der Führer und Reichskanzler den bisherigen Königlich Belgischen Gesandten Graf Davignon, der,, nachdem das Deutsche Reich und Belgien ihre bestehenden Gesandtschaften zu Botschaften erhoben haben, zum er st en Botschafter Belgiens in Deutschland ernannt worden ist, zur Entgegennahme des neuen Beglaubigungsschreibens. Der Botschafter erklärte dabei, das heutige Ereignis unterstreicht die glückliche Entwicklung der Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern; schon im vergangenen Jahr war die Erklärung vom 13. Oktober'1937 ein bemerkenswertes Zeichen dafür, das Belgien mit größer Befriedigung als einen wichtigen Beitrag zum europäischen
Oie Beisetzung Atatürks.
Diele Abordnungen ausländischer Heere im Trauerzug.
Aiplomatenempfange beim Führer aus dem Obersalzberg.
Oer neue japanische Botschafter überreicht sein Beglaubigungsschreiben.
und des Verständnisses, das Japan im deutschen Volk findet. Was mich mit besonderer Freude erfüllt hat, war die aufrichtige herzliche Kameradschaft, die mir die deutsche Wehrmacht, deren Schlagkraft und traditionelle Manneszucht ich auf das höchste bewundere, .stets entgegengebracht hat.
Der Führer und Reichskanzler antwortete u. a.: Von Ihren anerkennenden Worten über die Entwicklung des Deutschen Reiches und der deutschen Wehrmacht habe ich dankbar Kenntnis genommen. Die einheitliche Ausrichtung des deutschen Volkes auf feine großen nationalen Aufgaben, der wir diese Entwicklung verdanken, findet ihre Parallele in dem Geist des japanischen Volkes, das unter der weisen Führung seines Kaiserhauses in den letzten Jahrzehnten einen so bewundernswerten Aufschwung genommen hat. Daß unsere beiden Völker die zersetzende Tätigkeit des internationalen Kommunismus in chrer ganzen Gefährlichkeit erkannten und sie sich zur Abwehr dieser Einflüsse mit dem italienischen Volk m dem Abkommen gegen die Kommunistische- Internationale zusammenschlossen, ist ein weitere Beweis ihrer geistigen Verwandtschaft. Ich bin deshalb überzeugt, daß die deutsch-japanische Freundschaft, die auf so sicherer Grundlage steht, sich a u ch w e i t er v e r t i e f e n und festigen wird zum Wohle unserer beiden Völker und im Dienste des Friedens und des Fortschrittes der Welt.
Belgiens erster Botschafter.
Frieden ausgenommen hat. Der Führer und Reichskanzler erwiderte ihm: Ich begrüße es lebhaft, Herr Botschafter, daß die Wahl Seiner Majestät des Königs der Belgier für die erstmalige Ernennung eines Botschafters im Deutschen Reich gerade auf die Person Ew. Exzellenz gefallen ist, der Sie schon seit mehr als 2Va Jahren Ihr Land hier als Gesandter vertreten und seither Deutschland gut kennengelernt haben. Die deutsche Reichsregierung sowohl wie die Königlich Belgische Regierung sind berechtigt, mit Zufriedenheit auf die Entwicklung ter Beziehungen unserer beiten Länder in dieser Zeit zurückzublicken. Die in der deutschen Erklärung vom 13. Oktober 1937 festgelegte Grundlage ter Be
nehmen, daß sich die grundsätzliche Einstellung etwa Argentiniens zu derartigen Fragen geändert haben soll. Diese Einstellung wurde noch kürzlich von Außenminister C a n t i l o in Rundfunkansprachen an die europäischen Staaten und an USA. sowie in einem viel beachteten Presseinterview dargelegt. Seine Haltung geht darauf hinaus, daß Argentinien die Bindungen an Europa, die vor allem wirtschaftlich bedingt sind — so ist England beispielsweise der Hauptabnehmer argentinischer Erzeugnisse —, nicht zugunsten einer einseitigen panamerikanischen Bindung aufgeben kann, und Argentinien außerdem innerhalb des amerikanischen Kontinents in erster Linie mit feiney Nachbarländern Zusammenarbeiten möchte. Hier klingt wieder einmal die alte Melodie der Bildung eines Blocks der ABC-Staaten, vielleicht erweitert durch Uruguay und Paraguay, an. Man weiß freilich, daß sich Brasilien infolge seines engen Freund- schaftsverhältnisies zu USA. zu Argentiniens Plan eines ABC-Staatenblocks abwartend verhält, vielleicht auch mit Rücksicht auf seine eigene schwächere Stellung ui einem solchen Block. Die Haltung Chiles müßte erst geklärt werden, wenn man die ersten Taten seiner demnächst zu erwartenden Volksfrontregierung überblicken kann.
Die Konferenz von Lima tritt in einem politisch außerordentlich interessanten Augenblick zusammen. Ihre Beratungen werden voraussichtlich über die künftige Stellung vieler amerikanischer Staaten zu Europa, wie auch zu einzelnen europäischen Ländern Klarheit verschaffen. Daß diese Beratungen durch die in vollem Gange befindliche Auseinandersetzung Mexikos mit dem Auslandskapital — hauptsächlich nordamerikanischer Herkunft — nicht erleichtert werden und diese Frage vielleicht sogar von Mexiko in der einen ober anderen Form aufgeworfen wird, ist klar. Außerdem könnte unter Umständen das Nichterscheinen Ecuadors auf ter Konferenz wegen des ungelösten Grenzstreites, den dieses Land mit Peru hat, dessen Hauptstadt Lima die Konferenz beherbergt, ein schlechtes Vorzeichen für die beabsichtigte ,Herstellung der amerikanischen Einheitsfront" sein. ...
Argentinien und die LIGA.
Cantilo betont die enge kulturelle Verbindung mit Europa.
Buenos Aires, 21.Nov. (DNB.) Außenminister Cantilo hat zu Roosevelts Bündnisplänen für die bevorstehende Panamerikanische Konferenz in Lima einem Neuyorker Pressevertreter erklärt, daß Argentiniens kulturelle Bande mit Europa wesentlich enger seien als mit USA. Von Spanien und Frankreich habe Argentinien die Richtung seines Geisteslebens bekommen, Italien habe es künstlerisch beeinflußt und Deutschland übe mit seiner Wissenschaft einen großen Einfluß auf das argentinische Universitätsleben aus. Wenn auch die Regierungsformen denen in USA. verwandt seien, so dürst man nicht vergessen, daß beite Länder völlig verschiedene historische Entwicklungen durchlaufen hätten uno dementsprechend ihren Kulturkreis ausgestaltet hätten. Die argentinische Regierung fei überzeugt, daß jedes einzelne ibero-amerikanische Land seine ureigene Politik im Rahmen des amerikanischen Kontinents entwickeln müsse, aber dies schließe eine ideele Solidarität nicht aus. Zum Schluß erklärt Cantilo auf die Frage nach einer wirtschaftlichen Durchdringung, daß diese Möglichkeit nicht nur von europäischer Seite bestehe, sondern seitens aller Nationen, die technisch oder finanziell stärker seien. Das einzige Mittel hiergegen sei, fei« der immer stärker zu werten. Und hiernach strebe Argentinien.
Kein platz.
Das größte Reich der Erde hat keinen Raum für die Juden.
London, 22. Nov. (Curopapreß.) Die englische Presse beschäftigt sich mit der Frage der jüdische^ Emigranten. Dabei kommen fast alle Blätter an Hand von Karten zu dem Schluß, daß innerhalb des britischen Imperiums „trotz allen guten Willens" sehr wenig Platz zur Aufnahme von Emigranten vorhanden ist. Die „Times" schreibt, man könne nicht das britische Imperium für eine regellose Einwanderung mit allen damit verbundenen Gefahren zulassen. Im übrigen seien nur wenige Länder aus klimatischen und anderen Gründen für eine Ansiedlung von Europäern geeignet. Don den in Frage kommenden Ländern innerhalb des Imperiums fei Britisch Guayana noch am ehesten zur Aufnahme einer nennenswerten Anzahl von Emigranten geeignet. — Im übrigen müßten auch di e anderen Länder ihren Beitrag zu dieser Frage leisten. Auch Madagaskar sei für Siedlungszwecke in großem Stil geeignet. In gleichem Sinne äußert sich auch der „Daily Telegraph". Auf den Aufruf zu einer sofortigen Festlegung einer gemeinsamen Flüchtlingspolitik könne es bei allen Parteien nur eine bejahende Antwort geben. Aber es fei fein Land für Siedlungszwecke in großem Stil vorhanden.
Drei-Tage-Gchlacht amGegre
P a r i s , 22. Nov. (Curopapreß.) Am dritten Tage der Kämpfe erreichte die Schlacht auf dem rechten Segre-Ufer, wie die Meldungen der französischen Kriegsberichterstatter auf nationalspanischer Seite besagen, ihren Höhepunkt. Am 7. November waren die Bolschewisten über den Fluß vorge- st o tz e n , um die bedrohten bolschewistischen Kolonnen auf dem rechten Ebro-Ufer zu entlasten. Es gelang ihnen dabei, einen Streifen von 12 Kilometer Breite und drei Kilometer Tiefe zu besetzen. Nachdem dieSchlachtamEbro von den nationalen Truppen siegreich beendet worden war, griff das natio« nalspanische Armeekorps des Generals y a g u e am Samstag am Segre an. Am Montag wurde das große Dorf Seros, das in 800 Meter Entfernung vom Segre liegt, von den nationalspanischen Truppen wieder genommen. Der Streifen, der sich noch in sowjetspanischem Besitz befindet, ist neun Kilometer breit und durchschnittlich anderthalb Kilometer tief. Trotz des schlechten Wetters halten die Kämpfe mit großer Erbitterung an.
Italiens Rückwanderer.
Rom , 21. Nov. (Curopapreß.) Beim Ministerium des Aeußeren wurde eine Kommission zur Erleichterung der Heimkehr der Italiener im Ausland gebildet. Das faschistische Regime hat schon immer die Italiener im Ausland durch eigene Schulen, Ferienheime und faschistische Organisationen unterstützt und sich mit allen Mitteln der Einbürgerung der im Ausland lebenden Italiener widersetzt. Jetzt will sie ihre Heimkehr begünstigen. Die Bildung dieser
Kommission ist auch vom rassepolitischen Gesichtspunkt von Bedeutung, da der Aufenthalt- im Ausland leicht zu Mischehen führt, die heute in Italien verpönt sind.
3um Tode der Königin Maud.
Der Führer an den König von Norwegen.
Berlin, 21. Nov. (DNB.) Aus Anlaß des Ablebens der Königin von Norwegen richtete der Führer und Reichskanzler das nachstehende Telegramm an den König von Norwegen: Zu dem schmerzlichen Verlust, der Ew. Majestät und das königliche Haus betroffen hat, bitte ich Ew. Majestät, den Ausdruck meiner herzlichen An- t e i l n a h m e entgegenzunehmen.
(gez.) Adolf Hitler.
Der Reichsminifter des Auswärtigen, von Ribben- trop, übersandte dem königlich-norwegischen Minister des Auswärtigen, Koht, folgendes Telegramm: Ew. Exzellenz spreche ich anläßlich des unerwarteten Ablebens Ihrer Majestät der Königin von Norwegen meine und der deutschen Reichsregierung aufrichtigste Anteilnahme aus. — Im Auftrage des Führers und Reichskanzlers stattete der stellv. Chef der Präsidialkanzlei, Ministerialdirektor Dr. D o e h l e, dem norwegischen Gesandten Exzellenz Scheel einen Beileidsbesuch ab. Der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, begab sich in Begleitung des stellv. Chefs des Protokolls in die norwegische Gesandtschaft und sprach dem norwegischen Gesandten seine Anteilnahme aus.
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Im englischen Unterhaus brachte Ministerpräsident Chamberlain einen- Antrag ein, wonach das Haus König Georg VI. zum Tode feiner Tante, der Königin Maud von Norwegen, fein Beileid aussprechen möge. Der Antrag des Ministerpräsidenten wurde einstimmig angenommen, nachdem ihn die Vorsitzenden sämtlicher Unterhaussraktionen befürwortet hatten. Die verstorbene Königin wird am Mittwoch, 23.November, von England in ihre Heimat über geführt werden. Die Ueberführung erfolgt von Portsmouth auf dem Schlachtschiff „Royal O a k", das von vier Zerstörern begleitet sein wird. Die Leiche wird von Dienstag bis "Mittwoch in der Kapelle des Marlbourough-Haufes aufgebahrt. Mit aller Wahrscheinlichkeit wird einer der Brüder des Königs an den Beisetzungsfeierlichkeiten in Norwegen teilne'hmen.
Or. Goebbels bei einer
Abendveranstaltung der NGD.
Berlin, 21. Nov. (DNB.) Gauleiter Reichs- minister Dr. Goebbels besuchte am Montagabend eine Abendveranstaltung der i d e e l l e n B e - treuung durch das WHW. im Saalbau Friedrichshain. Nicht nur der äußeren Not hat die NSV. den Kampf angesagt, sondern sie sorgt dafür, daß auch die ärmsten Volksgenossen Stunden der Freude erleben, in denen namhafte deutsche Künstler
Ankara, 21. Nov. (DNB.) In der Nacht zum Sonntag auf Montag füllte in Ankara eine schier unübersehbare Menschenmenge den breiten Stra- ßenzutz, der vom .Kamutay", dem Parlamentsgebäude, über den Ulusvlatz zum Hügel des Ethno- graphischen Museums führt. In dem Hotel „Ankara Palace" hatten sich die Delegationen aus dem Aus« land versammel!. Der Fsihrer und Reichskanzler ist durch folgende Abordnung vertreten: Der Präsident des Geheimen Kabinettsrates Reichsminister Freiherr von Neurath, General der Infanterie List, Admiral Carls und Gene- ralleutnant der Flieger Felmy. Der deutschen Delegation waren folgende Herren zugeteilt: Gesandter v. Kotze, Vortragender Legationsrat Braun vo n Stumm, Legationssekretär von Kessel, Oberst der Luftwaffe Kettenbeil, Oberstleutnant von Post, Oberleutnant zur See B e t g e. .
Aus der Straße, die vom Bahnhof in die Stadt führt, hatten die Truppen, Lanzenreiter, Artillerie, das Regiment der Republikanischen Garde zu Fuß, das Junkerregiment der Kriegsschule, Marinefüsi- liere Aufstellung genommen. Der Kommandeur der Trauerparade, General der Infanterie Fahrettin, schritt in Begleitung seines Stabes die Front der ausländischen Militärabordnungen ab. In der alphabetischen Reihenfolge in französischer Sprache standen die Kadetten des S ch u l k r e u z e r s „E m - d e n" mit der Musikkapelle. Es schlossen sich an die Bulgaren, die Franzosen, die Engländer, die Griechen, die Rumänen, die Jranier, die Sowjetrussen und die Jugoslawen. Vor jeder Abteilung blieb der türkische General grüßend stehen und rief den Truppen den türkischen Soldatengruß „Merhaba" zu. Die Landungsabteilung des Schulkreuzers „Em-
ausfchließlich für sie da sind. Durch fein Erscheinen bewies der Minister, der durch Gauamtsleiter Mähler begrüßt wurde, wie sehr ihm diese ideelle Betreuung der Volksgenossen am Herzen liegt, um die sich zur Zeit des Weimarer Systems trotz aller schönen Redensarten kein Mensch gekümmert hat. Mit lebhaftem Interesse verfolgte Dr. Goebbels mitten unter ihnen den Ablauf des bunten und schönen Programms.
Gportappett
der deutschen Betriebe.
iy2 Millionen schaffende Deutsche im sportlichen Wettkampf.
Berlin, 21. Nov. (DNB.) Der Sportappell der deutschen Betriebe sah trotz ter kurzen Anlaufzeit eme Beteiligung von über 10 000 Betrieben mit 1,45 Millionen Gefolgschaftsmitgliedern im Alter von 18 bis 55 Jahren. Erstaunlich war dabei gerade die starke Anteilnahme von Gefolgschaftsmitgliedern über 55 Jahren. Diesmal waren die Frauen noch nicht daran beteiligt, sie sollen aber im nächsten Jahre mit hinzugezogen werden. Die Ergebnisse des ersten Sportappells waren:
Klasse I (Betriebe von 12 bis 20 Gefolgschaftsmitgliedern): 1. Gebr. Simm (Herne), 639 Punkte; 2. Georg Rosa, Opel-Verkaufswerkstatt (Berlin), 637 P.; 3. Modehaus Neugebauer GmbH. (Mannheim), Gau Baden, 614 P.; 4. Fallschirm-Iäger- Rgt. I, Gau Magdeburg-Anhalt, 613 P.; 5. Allqem. Ortskrankenkasse (Melle), Gau Weser-Ems, 611 P.
Klasse II (Betriebe mit 21 bis 120 (Befolg* schastsmitgliedern): 1. Kurhess. Zentral,Genossen- schäft GmbH. (Kassel), 650 P.; 2. Wegmann 8- Co., Abt. Braunkohlenwerk (Holsthausen), Gau Kurhes* Jen, 649 P.; 3. Zeitungsverlag „Der Altmärker", Curt Causche (Stendal-Schademwachtern), 627 P.; 4. „Der .Mitteldeutsche Altmärker Anzeiger" (Sten-
Ziehungen zwischen dem Deutschen Reich urtb Belgien hat in der seither verflosienen Zeit und insbesondere auch in den letzten Monaten sich vollauf bewährt. Sie können versichert sein, daß Ihre Bemühungen, auf dieser Grundlage weiterzubauen und die deutsch-belgischen Beziehungen noch enger zu gestalten, stets meine vollste Unterstützung finden werden.
Später überreichte der neu ernannte Königlich Albanische Gesandte Rauf F i c o dem Führer und Reichskanzler sein Beglaubigungsschreiben; er ist, nachdem das Königreich Albanien erstmalig eine Gesandtschaft im Deutschen Reich errichtet hat, der erste Gesandte dieses Landes in Deutschland. Es folgte hiernach der Empfana des neuen Gesandten der Dominikanischen Republik Roberto Despradel. Alsdann fand ter Empfang des Kaiserlich Mandschurischen Gesandten L ü I - W e n statt, der als er st er Gesand- t e r das Kaiserreich Mandschukuo in Deutschland vertritt. Der Gesandte hob hervor, daß seit dem Bestehen des neuen mandschurischen Staates die Beziehungen mit Deutschland stets freundschaftliche gewesen seien, und er es als seine Aufgabe betrachte, sie auf der Grundlage des Handelsabkommens von 1936 und des in diesem Jahre abgefchlosienen Freundschastsvertrages zwischen beiden Ländern in jeder Hinsicht auszubauen. Der Führer und Reichskanzler wies in seiner Erwiderung darauf hin, daß sich Deutschland und Mandschukuo wirtschaftlich ergänzen, und gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß dieser günstige Umstand ebenso wie die gemeinsame Einstellung beider Völker gegen die den Frieden unb die Kultur ter Welt bedrohenden Bestrebungen des internationalen Kommunismus zu einer immer stärkeren Festigung der deutsch-mandschurischen Beziehungen führen werden.
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Bei der An- und Abfährt der Diplomaten auf dem Berghof erwies eine Ehrenwache der ff«ßcib» standarte ihnen die Ehrenbezeigung Mittags nahmen die fremden Diplomaten und ihre Begleitung an einem von Staatsminister und Ches der Präsidialkanzlei Dr. Meißner im Grand Hotel yi Berchtesgaden ihnen zu Ehren gegebenen Frühstück teil. Nachmittags fuhren sie im Kraftwagen über die Alpenstraße und die Reichsautobahn nach München, von wo sie am Spätabend mit der Bahn die Rückreise antraten.
den" unter dem Kommando des Kapitänleutnants Erdmann erwiderte mit einem „Guten Morgen, Herr General!"
Gegen 10 Uhr wurde ter Sarg Atatürks von 12 Abgeordneten auf die Geschützlafette gehoben. Dann formierte sich der Trauerzug, beginnend mit den Abteilungen der türkischen Armee, die mit gesenkter Fahne vor dem mit der Halbmondflagge bedeckten Sarg vorüberdefilierten. Die Reihe der ausländischen Delegationen wurde durch die Besatzung des Kreuzers „Emden" eröffnet, die am Katafalk im Paradeschritt vorüberzog. Dann setzte sich der Trauerzug in Bewegung, voran das Geschütz mit dem Sarg, bas von hundert türkischen Soldaten gezogen wurde. Zur Seite gingen die Generale und Admirale der türkischen Wehrmacht. Hinter dem Sarge folgte die Schwester Atatürks, Frau Makbule, als nächste Angehörige des Toten. Es folgten der neue Präsident der Republik, General Ismet Jnönü und die Regierung, sodann die Chefs der ausländischen Delegationen. In der ersten Reihe sah man den Führer der deutschen Abordnung Freiherrn v. Neurath in der Uniform eines ff-Obergruppenführers. Das Diplomattfche Korns in Paradeuniformen und die Abgeordneten des Bar- taments bildeten den Abschluß des Trauerkonduktes. Vor dem Sarge trug ein Offizier als einzige Auszeichnung des toten Feldherrn die im Unabhängigkeitskriege in Anatolien erworbene Freiheitsmedaille.
Eine Menschenmenge von 200000 säumte den etwa 4 Kilometer langen Weg bis zum Ethnographischen Museum, in dessen Vorhalle ter Sarg vorläufig aufgebahrt wurde, bis ein endgültiges Mausoleum gebaut ist.
dal), 627 P. 5. Klinisch & Co. (Frankfurt a. M.), 621 P.
Klasse III (Betriebe mit 121 bis 300 Gefolgschaftsmitgliedern): 1. Becker & Bernhard (Langenfeld i. Rheinland), 607 P.; 2. Große Kampffliegerschule (Lechfeld), 597 P.: 3. Friedrich Wilhelm Le- bensversicherungs-AG. (Berlin), 595 P.: 4. Flugzeugführerschule sE.j (Nellingen), Gau Baden, 584 Punkte; 5. Gebr. Happich GmbH. (Wuppertal- Elberfeld), 569 P.; 6. Mauz 6- Pfeiffer (Stuttgart» Bottnang), 569 V.
Klasse IV (Betriebe mit 301 bis 1000 Gefolgschaftsmitgliedern): 1. „Anker" Kesselfabrik Schweller (Düren-Birksdorf), 216 P.; 2. „Hamburger Fremdenblatt" (Hamburg), 597 P.; 3. Finsterwalter Maschinen GmbH. (Finsterwalde), 588 P.: 4. Deutscher Ring, Lebensversicherungs-AG. (Hamburg), 582 P.; 5. Hommel-Werke GmbH. (Mannheim-Kä- fcrtal), 567 P.
KlaffeV (Betriebe mit über 1000 Gefolasck^sts- mifgliebern): 1. IG.-Farben, Werk Sud und Nord (Bitterfeld), 569 P.; 2. Kugel-Fischer (Sckiweinfurt), 559 P: 3. Vereinigte Aluminiumwerke AG. Lauta- werk (Lausitz). 544 P.; 4. Deutsche Acetat Kunstseiden AG. Rhodiaseta (Freibura i. Br.). 542 P.; 5, Dürener Metallwerke AG. (Düren), 534 P.
Oie Aufgaben der Hochschulen
Arbeitstagung des Reichsstudentenwerkes in Tübingen.
Tübingen, 22. Nov. (DNB.) Das Reichs- studentenwerk führt auf dem Treifekberg bei Tübingen eine Arbeitstagung durch. Reichsstutenten- fuhrer ff-Oberführer Dr. Scheel sprach von den drei Aufgaben, deren Lösung die Reichsstutenten- führung im Interesse der Hochschule in Angriff genommen habe. Dabei stellte er zunächst die Bildung der studentischen.Kameradschaft heraus, begründete dann die Wichtigkeit der Einigung des Akademirertums, die jetzt als


