Ausgabe 
22.9.1938
 
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Nr.222 Zweites Blatt

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Donnerstag, 2 2. September 1958

3m Bewegungskrieg vom Hinterland zur Dill.

Das große Gchlußgefecht bei der Herbstübung unseres Infanterie-Regiments 116.

(Eigener Bericht unseres im Uedungsgelände weilenden Schristleiiers.

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Der Manöverkrieg ist aus; frohe Rast im Dorf an der Dill. (Aufnahmen |4j: Carl Eberth, Kassel.)

Montag, früh am Vormittag. Zahlreiche Be­sucher fahren von Gießen aus in das Uebungs- oelände der im Regimentsverband im Raume zwi­schen Erda und der Dill übenden Teile des IX. Ar­meekorps. Der Nebel liegt noch dicht auf Feld und Wald. In der Gegend von Fellingshausen und dem Dünsberg kann man kaum auf zwanzig Meter weit sehen. Je mehr die Kraftwagen auf das Höhengelände vor und hinter Frankenbach her­aufkommen, desto dünner wird aber der Nebel­schleier und immer besser wird die Fernsicht. Beim ersten Halt der Kraftwagen unmittelbar vor Erda bietet sich endlich ein unbehinderter Blick über das Aufmarschgelände für den ersten Abschnitt der gro­ßen Gefechtshandlung.

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Die Leitung der Hebung hot der Kommandeur des Jnf.-Regt's. 116, Oberst Herrlein. Das Jnf.- Regiment 116 wird von Oberstleutnant Maock geführt. Die Angriffstruppen (Blau) sind das I. Bataillon Jnf.-Regt. 116 unter dem Befehl seines Kommandeurs, Oberstleutnant Wiese, und das II. Bataillon unter dem befehl von Major Freiherr von Kittlitz. Den Gegner (Rot) stellt das E-Bataillon des Jnf.-Regts. 116 unter seinem Kom­mandeur, Oberstleutnant M e u t h e r , dar. Ferner steht auf beiden Seiten schwere und leichte Artillerie zur Verfügung. Die Luftlage stellt Ueberlegenheit bei Rot fest. Als Ort des Divisionsgefechtsstandes gilt das an der Straße FrankenbachGladenbach, dicht vor dem Straßenabzweig nach Wilsbach auf der Höhe gelegene einsame Gehöft Eiserne Hand.

Nach der Hebungslage befindet sich Rlau aus der Gegend von Erda auf schmalem Raume im Angriff gegen den in Verteidigung stehenden Geg­ner Rot, der sich in dem Waldgelände auf der Linie Hohensolms Mudersbach, west­wärts dieser Landstraße, festgesetzt hat. R o t ist, nach den eingegangenen Meldungen, an diesen Waldrändern nur mit schwachen Kräften in Stel­lung. Es hat die Aufgabe, zunächst mit aller Kraft die Verteidigung seiner Stellung vorzunehmen, spä­ter zum hinhaltenden Widerstand in mehreren Wi­derstandslinien überzugehen und sich schließlich zwi­schen Dillheim und Katzenfurt über die Dill zurück­zuziehen. Der Angriff von Blau ist als Fort­setzung eines am Tage vorher vor der Front von Rot liegengebliebenen Angriffs zweier anderer In­fanterie-Regimenter gedacht. Hohensolms selbst liegt außerhalb des Ängriffsstreifens der Infanterie von Blau; es wird angenommen, daß dieser hoch­gelegene Ort von der schweren Artillerie der Divi­sion mit Feuer stark eingedeckt wird, um Blau die verdeckte Bereitstellung in den Waldungen zwischen Erda und Hohensolms zu ermöglichen.

Nach Eingang der Meldungen Über Rot ent­schließt sich der Führer von Blau, Oberstleutnant M aack, das I. Bataillon JR. 116 (Oberstleutnant Wiese) auf dem linken Flügel angreifen zu lassen und das II. Bataillon (Major v. Kittlitz) zunächst noch zur Verfügung des Regiments in der alten Stellung bei Erda zu behalten. Das III. Bataillon ist nicht beim Regiment, sondern es bildet die Divisions-Reserve. *

Der Angriff von Blau durch das Bataillon Wiese beginnt um 10.35 Uhr. Wie glücklich die Bereitstellung dieser Angriffstruppen gelungen ist, kann man daran erkennen, daß auf dem nicht au- zuweit entfernten Standort der ^FejieD^r.c*.eff gut wie nichts von dem Einrücken dieses Bataillons in die Waldstücke zu sehen ist. Die Mi^nner haben sich in ganz kleine Trüppchen, ja zum Teil^emzeln, in die Waldungenhineingemogelt . Um lO.ao uyr bricht plötzlich ein gewaltiger Feuerkampf los. Das I. Bataillon greift an. Rasendes Maschinengewehr- feuer. Die Aufgabe des Bataillons besteht darin, in diesem Abschnitt durchzustoßen in Richtung zum Buchenberg, westlich von Groß-Altenstädten. Rot erwidert das Feuer zunächst aus den Walditucken unterhalb von Hohensolms, nach der Gabelung der Landstraße vor Erda zu, jedoch läßt sein Feuer bald nach. Nun treten die Kompanien des Batail­lons Wiese zum Stoß an. Während man vorher im Gelände voü Truppen so gut wie nichts steht, sind plötzlich die Soldaten überall da. In kleinen Gruppen, stark aufqelockert, dringen sie vorwärts. Meist geht es im Laufschritt bergauf. Immer wie­der wird Stellung genommen und je nach dem Erfordernis das Feuer eröffnet. Aber Rot weicht aus. Bald dringen die Kompanien, in Gruppen ausgelöst, in die großen Waldstücke ein und KL*

ginnen in Richtung zum Buchenberg mit der plan­mäßigen Säuberung des Waldes. Für den Zu­schauer ist der Manöverkrieq jetzt im Walde unter» getaucht.

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. Der Führer von Blau zieht nun seine ganzen Kräfte nach vorne in Richtung Buchenberg bei Groß-Altenstädten, wo die erste Wider st andslinie von Rot verläuft. Wir fahren von Blau hinüber zu Rot, um zu sehen, wie es dort aussieht. Wir finden Rot (Gießener E.-Ba- taillon) am Waldrande des Buchenberges in einer vorteilhaften Stellung gut eingerichtet vor. Der Waldrand mit seinem dichten Hnterholz ist mit schweren und leichten Maschinengewehren gespickt voll. Eine Schützenlinie liegt außerdem feuerbereit im niederen Gebüsch. Die Straße durch den Wald ist an ihrem Eintritt in das Waldstück durch Pan­zerabwehrkanonen und durch einen Verhau ge­sichert. Weiter rückwärts liegen Kräfte zum Ein­greifen bereit. Infanterie-Geschütze und Artillerie verstärken die Kampfkraft des roten Verteidigers. Als starken Vorteil genießt Rot weiterhin die Gunst des Geländes, denn das Feld zwischen der Linie des anrückenden blauen ^Gegners und den Wald­rändern nordostwärts und ostwärts vom Buchen­berg ist nahezu deckungslos und zur Stellung von Rot ansteigend, also für Blau außerordentlich un­günstig.

Nunmehr muß Blau ein weiteres Bataillon Ein­setzen. Etwa von 13 Hhr ab wird der Feuerkampf vom Waldrand des Buchenberges aus immer leben­diger. Vor allem find es die schweren Maschinen­gewehre von Rot, die auf große Entfernung den anrückenden blauen Gegner niederzuzwingen suchen. Jetzt kann man auch das Vorfühlen einzelner Späh­trupps aus dem Raume westwärts Erdq gegen den Buchenberg bemerken. Um 13.30 Hhr sieht man von der roten Linie aus auf dem rechten Flügel von Blau eine Kompanie in lichten Schwarmlinien gegen den Waldrand nordostwärts des Buchenbergs vorgehen. Starkes MG.-Feuer von Rot zwingt diese Kompanie schnell zu Boden, zumal der An- chluß beim Vorgehen nach links nicht vorhanden ist. Wie wir später hören, sollte diese Kompanie auf dem rechten Flügel, zusammen mit allen Übrigen

Maschinengewehr im Feuerkampf während der Nacht vor dem Hebergang über die Dill bei Dillheim.

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Kräften, befehlsgemäß um 13.30 Hhr vorstoßen, der Angriff von Blau verzögerte sich jedoch auf dem linken Flügel um etwa 15 Minuten, der Gegenbefehl an jene Kompanie ist nicht mehr recht­zeitig bis nach vorne durchgekommen. Deshalb mußte diese Kompanie dieNase in den Dreck" stecken. Um 13.45 Hhr bricht aber der Angriff von Blau am linken Flügel mit aller Kraft los. Im Nu ist gegen das kräftige Maschinengewehrfeuer des Angreifers Blau eine ebenso starke Gegenwirkung von Rot im Gange. Und nun spielen auf der gan­zen Linie beider Fronten die Maschinengewehre ein gewaltiges Konzert. Dazwischen setzt die Artillerie ihre Schüsse in das Vorfeld des blauen Angreifers. Aus den hochgelegenen Waldstücken ostwärts Groß-Altenstädten bringt aber Blau mit aller Kraft zu Tal in das Dorf hinein, das es im Handumdrehen besetzt. Nun schickt sich Blau an, das schwierige, fast vollkommen deckungslose Gelände zum ostwärtigen Rande des Buchenberges in brei­ter Front heraufzuschreiten. Der Waldrand des Buchenberges liegt bereits unter starkem Artillerie­feuer. Bei dieser Lage entschließt sich der Führer

von Rot, seine Linie zurückzunehmen. In kurzer Zeit sind die Kräfte von Rot auf der ganzen Front im Abmarsch durch den dichten Wald zur zweiten Widerstandslinie begriffen. Wiederum nimmt der Wald den ganzen Manöverkrieg aus.

Wir fahren nun durch das rückwärtige Gelände von Rot, um hier Umschau zu halten. Mittlerweile ziehen sich die Kämpfe auf der ganzen Linie durch den Wald hin zur zweiten Wider st ands­linie, die in der Linie NiederlempBech­lingen mit dem Mühlenberg als Schlüsselpunkt aufgebaut ist. Aber auch hier ist ein längeres Ver­weilen für Rot nicht möglich, da Blau, begünstigt durch den großen Wald, der die Wirkung der schwe­ren Waffen behindert, mit aller Kraft nachdrängt. Gegen 16 Uhr ist Blau an vielen Stellen der zwei­ten Widerstandslinie von Rot in flottem Angriff begriffen. Dabei werden auch hier wieder, wie schon in den früheren Gefechtsabschnitten, größte Anfor­derungen an die körperliche Leistungsfähigkeit der Männer beider Parteien gestellt, denn das bewal­dete Gelände ist sehr hügelig und zum größten Teil steil ansteigend. Dazu kommt, daß die Truppen mit größter Schonung über die Felder schreiten müssen, da Flurschaden nach bester Möglichkeit vermieden werden muß. Dvs alles muß man sich vergegen­wärtigen, um mit größter Bewunderung die hervor­ragenden Leistungen unserer Soldaten bei diesem verhältnismäßig schnell abrollenden Gefechtsverlauf festzustellen.

Gegen 17 Uhr ist Rot bereits mit Teilen seiner Kräfte bis dicht an die Dill bei Dillheim heran­gekommen, um hier im Laufe des Abends und in der Nacht zum Dienstag auf behelfsmäßigen Stegen über d i e Dill zu gehen und sich dort west­wärts der Dill erneut zur Verteidigung einzurich­ten. Auf der Fahrt zwischen Kölschhausen und Ehringshausen begegnen wir gegen 17.30 Uhr drei Panzerwagen von Rot, die mit großer Ge­schwindigkeit zur Front fahren, offenbar in der Ab­sicht, durch einen energischen Gegenstoß gegen Blau den roten Kräften für ihren Abmarsch zur DM etwas Luft zu machen. Leider haben wir nicht die Zeit, uns diesen Gegenstoß anzusehen. Unser Ziel ist die Dill.

Die Führung von Rot hat damit gerechnet, daß Blau bei dem für seine Angriffe günstigen Gelände (viel Wald) verhältnismäßig schnell vorwärtskom- men wird. Deshalb hat die Führung von Rot bei D i l l h e i m vorsorglich eine Anzahl Stege über die Dill bauen lassen, damit seine Truppen in breiter Front den Fluß überqueren können und an der einzigen noch nicht zerstörten Brücke keine Stockung entsteht.

Wir finden bei Dillheim, daß die Infanterie-Pio­niere unserer 116er die Stege in sehr zuverlässiger behelfsmäßiger Weise gebaut haben. Gegen 18 Uhr geht eine Kompanie von Rot auf diesen Stegen über den Fluß hinüber. Die Pressevertreter über­schreiten auf diesen Stegen ebenfalls den Fluß, um sich das Bild der Lage auch einmal von der ande­ren Seite anzusehen. Inzwischen kommen immer mehr Truppen von Rot an der Dill an und ord­nen sich zum reibungslosen Ueberganq über die Stege. In kürzester Zeit ist dicht vor Dillheim ein Heerlager im Kleinen entstanden, das von der Zivil­bevölkerung aus beiden Orten und aus der Nach­barschaft mit großem Interesse betrachtet wird. Bei stark bewölktem Himmel wird es rasch immer dunk­ler, und bald ist die Nacht hereingebrochen.

Immer mehr nähert sich der Manöverkrieg dem Abschnitt DillheimKatzenfurt und damit einem besonderen Brennpunkt des ganzen Kamp­fes. Denn selbstverständlich wird Blau bestrebt sein, möglichst zugleich mit den letzten Abteilungen von Rot an der Uebergangsstelle zu erscheinen, um dem roten Gegner möglichst noch die Uebergangsstege wegzunehmen, bevor dieser sie vernichten kann. Diese mutmaßliche Absicht von Blau würde dadurch be­günstigt werden, daß gerade an der Ueberqangs- ftelle dichter Wald von Osten her bis hart an den Fluß heranreicht. Bei diesem Stand des Gefechts am Montagabend verlassen wir diesen Schauplatz des Manöverkrieges. *

Dienstag früh gegen 4 Uhr sind wir wieder unter­wegs im Feld. Zwischen Wetzlar und Ehringshausen liegen die Dörfer noch in tiefster Ruhe. Bei Ehringshausen wird es aber bereits lebendig, auch viel Zivil weilt schon als Zuschauer bei den Truppen. Das Zentrum des militärischen Groß­betriebes liegt noch bei Dillheim am Flußüber­gang, jedoch auch bis hinauf nach K a tz e n f u r t hat sich der Kampf ausgebreitet. Auf beiden Seiten find die Männer, trotzdem der Tag vorher ihnen viele Anstrengungen gebracht hat, mit großem Schwung dabei.

Zunächst werfen wir in Katzenfurt an der Dillbrücke, die aber nach der Kriegslage als zerstört

gilt, einen kurzen Blick auf die Flügelstellungen der Gegner. Dann begeben wir uns zum Zentrum des Kampfes, in die Gegend um Di11heim mit den Uebergängen über den Fluß. Allerdings ist von den Stegen des Abends vorher nichts mehr vorhanden. Rot ist es also gelungen, die Stege vor dem Zugriff von Blau zu beseitigen und damit Blau den Fluß­übergang erheblich zu erschweren. Nunmehr ist Blau dabei, seine Männer auf Floßsäcken über den Fluß hinüberzubringen. Zur Deckung dieses Vorhabens nimmt es vom Rand der Landstraße Dillheim Katzenfurt und von den unmittelbar angrenzenden bewaldeten Abhängen aus die auf den gegenüber­liegenden Höhen, jenseits, des Flusses, eingerichteten Stellungen von Rot unter starkes Feuer.

Der Leitende, Oberst Herrlein, teilt uns früh gegen 5 Uhr, während Blau sich trotz erheblichen Störungsfeuers von Rot um den Flußübergang bemüht, in großen Zügen die gegenwärtige Lage mit, und er erzählt dabei, daß das Gefecht am Flusse während der ganzen Nacht im Gange ge­wesen fei. Rot hat also die Gunst des Geländes vor seiner Stellung kräftig ausgenutzt und Blau viel ^u schaffen gemacht. Während wir in der Dunkelheit aus nächster Nähe die Männer am Flußufer beob­achten, gehen oft Leuchtkugeln hoch, die für kurze Zeit schmale Teile des Gefechtsfeldes taghell er­leuchten. Aber auch grüne Signalpatronen werden abgeschossen, um der Artillerie Kunde zu geben. Fronterinnerungen werden bei diesem Ablauf der

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Dinge bei den alten Feldsoldaten wach. Während­dem wird das Maschinengewehrfeuer von Blau im­mer mehr zum Dauerfeuer. Rot erwidert zunächst kräftig, dann aber baut es offensichtlich ab. Mittler­weile ist nämlich am linken Flügel von Blcm eine Kompanie über den Fluß gelangt. Weiterhin nach der Mitte zu, also nach rechts, bringt Blau auf Floßsäcken nun immer mehr Kräfte auf das feind­liche Ufer hinüber Nun beginnt Rot seine Stellung am Fuße der Höhen auf dem rechten Ufer zu räu­men. Um dem Gegner den Einblick zu verwehren, setzt Rot Nebelgranaten ein, die in wenigen Minu­ten, begünstigt durch das windstille und feuchtwarme Wetter des frühen Morgens, das ganze rechte Dill­ufer vor der aufgegebenen Stellung in undurch­dringlichen Nebel hüllen, in den man keine drei Schritt weit sehen kann.

Inzwischen hat aber Blau so viele Kräfte hinüber­gebracht, daß es mit großem Schwung die Höhen hinaufstoßen und Rot immer mehr zurückdrangen kann. Es entspinnen sich hierbei gegen 6 Uhr heftige Kämpfe mit Feuerwirkung auf nächste Entfernung. Da ertönt, als eben der trübe Morgen etwas wei­tere Sicht gestattet, das SignalDas Ganze Halt!" Der Manöverkrieg ist zu Ende Letzte Mu­nition in den Gurten der MG., oder in den Geweh­ren der Schützen wird noch schnell hinausgejagt. Dann tritt Ruhe auf dem Gefechtsfeld ein. Dec tiefe Frieden ist ausgebrochen".

Nach dieser Schilderung des Gefechtsverlaufs der Schlußübung noch ein kurzes Wort über die Lei­stungen der Truppe. Ueberall und andauernd, selbst in schwierigstem Gelände, hat sich gezeigt, daß un­sere Soldaten mit stärkstem Einsatz ihrer Kräfte und ihres militärischen Könnens an die gestellten Auf­gaben herangingen. Sowohl in den Marschleistungen, als auch beiyder. Ausnutzung des Geländes für die bestmögliche Feuerwirkung sind damit für den mi­litärischen Erfolg haben die Männer unter der um­sichtigen Führung ihrer Offiziere, vom Leitenden bis zum jüngsten Leutnant, und unter geschickter Anleitung durch die Unteroffiziere bewiesen, daß sie ein militärisch sehr schlagkräftiges Instrument sind^ Mit diesen Herbstübungen im Rahmen des dies­jährigen sog. kleinen Uebungsjahres hat das milw tärische Ausbildunqsjahr feinen Höhepunkt und Ab­schluß gefunden. Der Beobachter kann aus allen! Wahrnehmungen während des mehrtägigen Ver­laufes der Herbstübungen die erfreuliche Feststellung machen, daß unsere jungen Waffenträger des In­fanterie-Regiments 116 sich dem in vielen Schlach­ten des Weltkrieges bewährten alten Regiment 116 würdig an die Seite stellen können und einen guten Schutz und eine sichere Wehr der Heimat gegen feindliche Bedrohung gewährleisten. Mit dieser Er-, kenntnis, die erneut die früheren Erfahrungen bestätigt, ist die diesjährige Herbstübung des Regi­ments als ein neues und starkes Plus der militäri­schen Ausbildung unserer Jugend zu verzeichnen. B.

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