Ausgabe 
22.9.1938
 
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Nr. 222 Erstes Blatt

Donnerstag, 22. September 1938

188. Jahrgang

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Oer Führer in Godesberg eingetroffen.

Godesberg, 22. Sept (DRV. Funkspruch.) Der Führer und Reichskanzler traf heule um 10 Uhr mit dem Sonderzug auf dem Bahnhof Godesberg ein.

ßen Prags, die vor der Burg, dem Amtssitz des Herrn Benesch, bereits die Ausrufung derSow­jetmoldaurepublik" verlangen. An Herrn Benesch bewahrheitet sich wieder einmal das Wort:Wer von den Sowjets frißt, der stirbt daran!"

Parteibüro der kommunistischen Partei in der kralovska 13 eine Besprechung der Prager kommuni st lschen Funktionäre mit Bri- gadekommandeur Wulkow und seinen Mitarbeitern statt, bei der die Aktionspläne für die nächsten Tage festgelegt wurden.

3n Prager Regierungskreisen hat das unangemel­dete Eintreffen der Sowjetfunktionäre große B c - unruhigung ausgelöst. Lin höherer Regierungs­beamter äußerte erbittert, daß in dieser Situation der Tschecho-Slowakei die Sowjetsreundschaft nun­mehr ihre Früchte zu tragen beginne. Sowjet- ruhland zeige jetzt sein wahres Gesicht. Nach­dem die Nachbarn der Tschecho-Slowakei wesent­liche Teile des Staates beanspruchten, versuchten nunmehr noch die Sowjets, den Rest des Staates zu einer Filiale von Moskau zu machen und die Sowjet-Moldau-Rexublik auszurufeu.

Zusammenbruch des Benesch-Systems.

KommunistischeDemonstranten fordern in Prag Ausrufung derSowjet-Hepublik

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reits dem berüchtigten Militärgericht in Äosephstadt ausgeliefert.

Ein Braunauer Firmenvertreter, der tschechisches Gebiet bereiste, schildert den namenlosen Haß, der durch langjährige Agitation gegen das Deutschtum gesät wurde. Am Dienstag habe er in Oberwekels- dorf beobachtet, wie tschechische Soldateska einen u d e t e n d e u t s ch e n Soldaten zu Tode prügelte, und wie dieses Opfer später mit dem Sanitätsauto in das Spital übergeführt wurde.

Die Stadt Te plitz hat unter dem Terror des kommunistischen Mobs und der tschechischen Sol­dateska unsäglich zu leiden. Immer wieder kommt es zu w ü st e n U e b e r f ä l l e n auf Sudetendeut­sche, die dabei in der feigsten Weise verwundet und

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Dormittags

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Neuer Grenzzwischensatt.

Sudetendeutsche Freikorpsmänner befreien Flüchtlinge.

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Tagen dadurch eine gewisse Beruhigung wieder eingetreten, daß nach einer Pause die National­bank Staatspapiere wieder rediskon­tierte und trotz des ungeheuren Angebotes den Kurs der Staatspapiere an der Börse durch um­fangreiche Stützungskäufe aufrechterhi,elt, die nur dadurch möglich gewesen sind, daß die Nationalbank den Notenumlauf stillschweigend er­höhte in der Hoffnung, in-späteren Zeiten ihn auf die gleiche Weise wieder verringern zu können, ohne daß der Kronenkurs Schaden litte. Die tschechische Krone hat aber trotzdem nur formell noch einige Tage ihren Kars aufrechterhalten kön­nen, frei gehandelt wurde sie nur noch zu 50 bis 6 0 v. H. des Kurswertes. Da man auch die Notenpresse nicht mehr weiter strapazieren kann und somit dem Staate jede Möglichkeit fehlte, das System der Stützungskäufe fortzusetzen, blieb nichts anderes übrig, als die Börse zu schließen.

Durch eine Regierungsverordnung ist die Aus­zahlung von Guthaben aus Geldeinlagen bei Geldinstituten und die Auszahlung der privaten Versicherungsanstalten beschränkt worden. Die Banken sind belagert, besonders die Ziwno-Bank und die Sopooo-Bank. Die Zentralstelle der tschechi­schen Sparkasse hat durchschnittlich ein Drittel der ihr anvertrauten Einlagen in Skaatspapieren an­gelegt. Die Folge ist nun, daß auf die Sparkassen Sturm gelaufen wird, auch auf ihre Filialen.

In Prag stehen die Leute vor den Postäm- tern Schlange, um ihre Einlagen aus der Volkssparkasse abzuheben. Auch vor der Böhmischen Diskontbank stehen große Ansammlungen von Ein­legern.

Moskau übernimmt die Reale.

Wie der Deutsche Dienst meldet, find am Mittwoch früh um 7.50 Uhr aus dem Wilson-Bahnhof sieben höhere kommunistische Funktionäre aus Sowjetrußland unter Führung des sowjet- russischen Brigadekommandeurs Wulkow eingetrof­fen. Sie wurden im Namen des Leiters der kom­munistischen Partei in der Tschecho-Slowakei, Gott­wald, auf dem Bahnhof von einer größeren Ab­ordnung begrüßt und zur Sowjetgesandt­schaft in der helenska 4 geleitet. Die Sowjetge­sandtschaft ist eine der schönsten Billen des Stadt­teils Weinberge und mit einem geradezu phan- lastifchen Luxus eingerichtet. Gegen Mittag fand im

Langenbrück (Grafschaft Glatz), 22. Sept. (DNB. Funkspruch.) In den Abendstunden des Mittwoch hatte sich an der tschechischen Zollgrenze in Kronstadt eine größere Zahl sudetendeut'- scher Frauen und Kinder eingefunden, die auf das deutsche Reichsgebiet übertreten woll­ten. Die Sudetendeutschen waren im Besitz voll­gültiger Ausweispapiere. Da die Grenze offiziell nicht geschlossen ist, wollten sie hier am Zollhaus vorbei reichsdeutsches Gebiet erreichen. Eine Gruppe tschechischer Soldaten, die die Grenzpolizisten hier abgelöst hatten, verweiger­ten jedoch mit vorgehaltener Pistole den Su- detendputschen widerrechtlich den Grenzübertritt.

Der Grenzabschnitt war auf fudetendeulscher Seite von insgesamt 60 tschechischen Infanteri­sten beseht. Auf deutschem Reichsgebiet beobach­teten sudetendeutsche Freikorps­männe r, die den deutschen Grenzbeamten zur Unterstützung beigegeben sind, die erschütternden Szenen auf der anderen Seite des Schlag­baumes. Nachdem die sudetendeutschen Frei­korpsmänner lange mit angesehen hatten, wie ihre Landsleute drüben von den Tschechen bestialisch mißhandelt wurden, ent­schlossen sie sich, nur mit Feldspaten bewaffnet, einen Vorstoß zu machen, um die Flüchtlinge auf reichsdeutsches Gebiet zu holen. Acht Frei­korpsmänner fetzten darauf mit geschwungenem

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Prag, 21. Sept. (DNB.) Die Lage in Prag spitzt sich immer mehr zu. Während am Nachmittag in erster Linie Nationalisten gegen Be­nesch demonstrierten und in stürmischen Sprechchören die Ausrufung einer Mili­tärdiktatur verlangten, tritt am späten Abend immer stärker das kommunistische Element in Erscheinung

Die Vorstädte sind mobil geworden, und rie­sige Demonstrationszüge, besonders aus dem Stadtteil Aizkow, mit roten Fah­nen, geführt von kommunistischen Hetzern, be­wegen sich in die Stadt in Richtung auf die Burg. Immer wieder werden Sprechchöre laut: Fort mit Benesch!,Benesch hat uns verraten!",Benesch ist bestochen und bezahlt!", Es lebe die Sowjetmoldaurepu­blik!" Große Polizeiabkeilungen haben den Zugang zum Denzelsplah und zur Burg abge­riegelt. Doch ist es der Wenge gelungen, die Polizeisperren zu durchbrechen und dennoch vor die Burg zu gelangen, wo sich die Sprechchöre immer mehr verstärken.

Während 10 000 Kommunisten die Internatio­nale sangen, drangen von der Gegenseite mit tsche­chischen Nationalfahnen Tausende von Le­gionären gegen den Wenzelsplatz vor und ant­worteten mit der tschechischen Nationalhymne. Sie trugen Transparente mit sich, auf denen die Aus­rufung einer Militärdiktatur unter dem tschechischen Generalstabschef K r e j c y gefor­dert wurde, während die Kommunisten eine rote Armee unter dem General S i r o v y verlangen. Am Abend ist es zu Demonstrationen vor der deutschen Gesandtschaft gekommen, bei denen sich in erster Linie Sowjethetzer her­vortaten. Der Polizei gelang es, die Straßen vor der Gesandtschaft frei zu halten.

Die wirtschaftliche Katastrophe.

Prager Börse geschlossen. Bankenmoratorium. Wachsende Panik.

Prag, 21. Sept. (DNB.) Die Nachricht von der S chl i e ß u n g d e r B ö r s e hat in Prag wie eine Bombe eingeschlagen. Obwohl seit einer Woche die wirtschaftliche Lage außerordentlich unter der all­gemeinen Unsicherheit litt, mar doch in den letzten

Feige Mordtaten.

Klingenthal, 22. Sept. (DNB.) Flüchtlinge aus Schwaderbach berichten, daß die Tschechen als Racheakt die Beschießung und Nieder­brennung des Ortes Schwaderbach pla­nen. Auch im Graslitzcr Bezirk ist beobachtet worden, daß Nach verschiedenen Orten auffal-

genthalGraslitz z u fällen. Die Bäume liegen kreuz und quer über den Fahrbahnen. In der letzten Nacht gegen 2 Uhr hörte man von Mark­hausen her Schüsse. Nach den eingegangenen Be­richten sind Flüchtlinge aus dem tschechischen Zoll­haus beschossen worden. Es wurden a u ch Hand­granaten geworfen. Einige Kugeln sind auf reichsdeutschem Gebiet eingeschlagen. Die Flüchtlinge konnten sich in Sicherheit bringen.

Allein in Klingenthal sind wieder rund 500 Flüchtlinge, meist Frauen und Kinder, ange­kommen. Es mußte ein Massenlager für Frauen eingerichtet werden. Eine alte Frau aus Graslitz, deren Mann von den Tschechen bei den Vorfällen am 27. Oktober 1921 erschossen war, und die seit langem völlig gelähmt ist, wurde gestern von ihren Töchtern im Handwagen bis an die Grenze gezogen. Hier wurde sie von einem Sanitätsauto abgeholt und in gute Pflege gebracht. Die Arbeiterschaft in Graslitz ist in den Generalstreik getreten.

Tückisches Vernichtungswerk vorbereitet.

In dem sudetendeutschen Grenzort Georas- walde mußten die Bewohner der in der Nähe der Eisenbahnbrücke gelegenen Häuser d i e Wohnungen räumen, da mit einer Spren­gung der Brücke gerechnet wird. Auch die Aleisburger Eisenbahnbrücke auf der Staatsstraße RumburgNeugersdorf ist völlig unterminiert worden. Mit Wagen darf sie nicht mehr befahren werden. Das Zollamt Georgswalde ist Mittwoch früh von den tschechischen Zollbeamten und den in letzter Zeit hier liegenden tschechischen Soldaten geräumt worden. Nur ein Unterbeamter ist zu­rückgeblieben. In der Nacht erschien in Georgswald auch ein Lastauto mit Militär, das die Aufgabe hatte, die tschechische Grenzstation zu räumen. Sämtliche Akten wurden auf dem Lastauto mit fortgeschleppt. Auch tschechische Gendarmcebeamte sind kaum mehr in Georaswalde wahrzunehmen. Die uniformierte tsechische Soldateska drohte, auch Braunau am Samstag in die Luft fliegen zu lassen, wenn die Situation sich am Donnerstag nicht zugunsten der Tschecho-Slowakei ändere. Alle Brücken und die öffentlichen Gebäude sind mit starken Sprengladungen ver- sehen worden.

In den weltberühmten Kurorten Karlsbad, Marienbad und Franzensbad haben die Tschechen in nächtelanger Arbeit riesige Ekrasitladun- gen in den Kellern der großen Hotel- paläsie und Kurhäuser angebracht. Ein nach Graslitz zurückgekehrter UnterhäUptting der Roten Wehr erklärte ganz offen, daß die Deutschen in den berühmten Bädern keinen Stein auf dem andern finden würden.Auch die englischen und französischen Schweine dürften dann sehen, wo sie ihre fetten Dürgerbäuche spazierenttagen wollten. In Silberbach bei Graslitz wurden am Dienstag mehrere Lastautos mit Benzinfassern zur Post und zum Hofgasthaus gebracht und von uniformierter Roter Wehr unter Anfuhrung eines aktiven Feldwebels entladen. Es handelt sich hier um die gleichen Vorbereitungen zur Massendrand- stiftunq, die nun bereits in den meisten sudeten­deutschen Orten getroffen worden sind. Zur gleichen Zeit schaffen die Tschechen ihre eigene Zivil­bevölkerung aus dem von ihnen |elb|t mit Mord, Brand Giftgas und Sprengungen bedroh­ten Gebiet, während die deutsche Bevölke­rung mit Gewalt an der Flucht gehin­dert wird.

Von tschechischen Schien znm Selbstmord getrieben.

B ö h m i s ch - L e i p a , 21. Sept. (DNB.) Obwohl die letzten Meldungen schon klar erkennen lalfen, daß Benesch das Spiel endgültig verloren hat, haben angesichts der fortdauernden tschechischen Greuel auch am Mittwoch viele Hunderte fubeteiv deutsche Familien, zumeist Frauen und Kinder, Die tschechische Grenze überschritten und sich in bas Reich gerettet. Welches Grauen den blutrünstigen tschechischen Horden vorangeht, zeigt die Tatsache, daß in Reichenberg und in Schonlinde zwei Sudetendeutsche, eine 48 Jahre alte Frau und ein Vater von mehreren Kindern Selbstmoro verübt haben, als die bolschewistischen Rollkom­mandos auftauchten. Die Frau rief, sie will lieber selbst in den Tod, als daß sie sich von den Tschechen zu Tode quälen lasse. In Reichenberg sind m den letzten Tagen etwa zehn Verhaftungen vorgenommen worden und zwar unter dem Dor- wand derSpionage", Die Verhafteten wurden be-

ernwrbet werden. So fiel ein Haufen dieses roten Gesindels in der Stäberstraße über einen Sudeten­deutschen her, der der Blutgier der Untermenschen ausgesetzt war, und die von ihrem Opfer erst ab­ließen, als der Sudetendeutsche, von mehreren Messerstichen durchbohrt, tot am Boden lag. Auch in Aussig wurde ein Sudetendeutscher das Opfer eines solchen feigen Ueberfalles. Am hellen Vormittag machten sich tschechische Mordbuben mit­ten auf der verkehrsreichen Teplitzer Straße über einen Sudetendeutschen her und stießen ihm von hinten ein langes Messer in den Rücken. Schwer verletzt brach der Sudetendeutsche auf dem Bürgersteig zusammen, mo er i n f e i n e m Blute liegen blieb.

Spaten im Sprunglauf über die Grenze. So­fort flüchtete die tschechische Soldateska völlig verwirrt hinter das Zollhaus. So gelang es den sudetendeutschen Flüchtlingen, das deutsche Reichsgebiet zu erreichen. Die acht Freikorps­männer, die die Flüchtlinge decken wollten, wur­den von den Tschechen aus sicherer Deckung unter schweres PistoIen - und Wa- schinengewehrfeuer genommen. Erst nach längerer Zeit ebbte die Schießerei ab. Die sudetendeutschen Freikorpsmänner zogen sich auf

Reichsgebiet zurück.

Mehrere Stunden vergingen. Plötzlich nahmen die Tschechen das tschechische Zollhaus, das von ihnen vorher verlassen worden war, unter hef­tiges Feuer. Offenbar glaubten sie, die Freikorps­männer hätten sich im Zollhaus festgesetzt. Die Schießerei der Tschechen auf das tschechische Zoll­haus wurde immer wilder. Schließlich wagten sich einige Soldaten ganz nahe an das Zollhaus heran und warfen Handgranaten durch die F e n st e r. Dabei wurde das tschechische Zollhaus beschädigt. Die sudetendeutschen Freikorpsmänner beobachteten von reichsdeutschem Boden diesen Don- Quichote-Kamps. Als Schüsse der Tschechen über die Reichsgrenze gingen und in deutsche Häuser einschlugen, wurde von deutscher Seite das Feuer kurz erwidert. Daraus flohen die Tschechen in die hinter dem Zollhaus gelegenen Gebäude.

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

On,(& und Verlag: Vrühlsche UaiverfttätrdruSerei R. Lange in Sieben. Schriftleitrmg und Geschäftsstelle: Schulstraste r

dringenden Horden kaum ein Unterschied besteht. Durch den Einfluß des modernen Weltjudentums in Prag und Moskau wurde diese Gleichung dann in dem sowjetrufsisch-tschechischen BÜnb- n i s p a k t von 1935 besiegelt.

Wenn es gegenwärtig nicht so scheint, als ob Moskau van diesem Pakt Gebrauch machen und der Tschechei militärischen Beistand leisten wollte, so muß Herr Benesch auch in diesem Umstand einen jener vielen Trugschlüsse erblicken, mit denen sein Weg als Politiker so überreich gepflastert ist. Denn er war es, der als Außenminister der Moldau- Republik immer auf den Pakt mit Moskau hinge­arbeitet hat, bann ben Sowjetjuden Litwinow-Fin- kelstein in die erlauchte Gesellschaft der Genfer Schönredner einführen half und ihm so die Ge­legenheit verschaffte, sich trotz seiner kriminell be­lasteten Vergangenheit als Friedensengel aufzuspie­len. Nun muß Benesch diesen größten Irrtum seines Lebens nicht nur mit dem Untergang seines Staa­tes, sondern auch mit der Verachtung seiner west­lichen Freunde bezahlen, die inzwischen am spani­schen Beispiel die grauenhaften Folgen einer be­wußten Sowjetisierung beobachten konnten. Diese Sowjetisierung ist auch in der Tschecho-Slowakei jahrelang mit allen Mitteln der Massenbeeinflussung planmäßig betrieben worden. Sie ging über mili­tärische Nützlichkeitserwägungen weit hinaus und fand in der tschechischen Seele einen tiefen Wider­hall. Im Herzen unseres Kontinents bildeten nicht nur die von Sowjetrussen erbauten und besetzten Militärflugplätze und Befestigungen, sondern auch große Teile der tschechischen Bevölkerung selbst das mitteleuropäische Ausfallstor der roten Weltrevolution. In ben wissen­schaftlichen Vereinigungen ebenso wie in ben poli­tischen Massenversammlungen, in ber Literatur, in benKunstausstellungen", in ben Kinos und Thea­tern wurde immer wieder das Sowjetregime ver­herrlicht und der Haß der Minderwertigen gegen die höhere Rasse geweckt. Wie weit dieser Prozeß bereits gediehen war, das zeigt den schaudernden Völkern Europas heute die losgelassene tschechische

Tschechische Mordbrenner bereiten die Anarchie vor.

Gudeiendeutsche Städte und Dörfer sotten dem Erdboden gleichgemacht werden.

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Gowjet-Tschechei auf dem Marsch.

Der fortschreitende innere Zerfall des tschechischen! Potpourristaates zeigt zwei getrennte Entwicklungs­linien. Während auf der einen Seite dietapferen" tschechischen Zollbeamten, Finanzwachleute und Sol­daten, die den Grenzschutz versehen sollen, immer mehr von der Nutzlosigkeit ihres Tuns überzeugt werden und sich deshalb als mutige Verteidiger ihrer Republik allgemach seitwärts in die Büsche schlagen^ ist auf der anderen Seite eine zunehmende Ver­brüderung zwischen den K o m m u n i ft e n uni) gewissen Teilen des Heeres, insbesondere des Offizierskorps zu beobachten. Daß Rotmord und Militär in der Tschechei so eng Zusammenarbeiten und sich auf die kommenden Ereignisse auf ihre Weiss gemeinsamvorbereiten", ist kein Zufall, auch keine Notlösung, sondern nur die letzte Sichtbarmachung einer schon lange bestehenden und bislang nur not« Dürftig verdeckten Gleichung zwischen Hus- sitengeist und Bolschewismus. Immer wieder hat die Geschichte bezeugt, daß zwischen dem Mordbrennertum des tschechischen Mobs und dem anarchistischen Zerstörungswahn der aus Asien Dort

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