Ausgabe 
22.7.1938
 
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HrJ69 Erstes Blatt

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: vrühlsche Untverfilätrdruckerei «.Lange in Sieben. Schristleitung und Seschästsftelle: Schulftratze r

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Polen zur tschechischen Minderheitenpolitik

nesch zerstöre.

Rede von Rudolf schen Sender

Heß wird über alle deut- übertragen werden.

wird der Stellvertreter des Füh-

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vor-

Warsch au, 22. Juli. (DNB.) Zur tschechischen Minderheitenpolitik schreibt die amtlichen Stellen nahestehende Iskra-Agentur: Der tschecho­slowakische Staat in seiner jetzigen Gestalt habe sich als Bluff erwiesen, und die so geräuschvoll betonte Demokratie sei nur ein bequemer Vorwand für die Herrschaft der Marxisten. Der Staat habe seine L e b e n s p r o b e nicht bestanden und sei zu einem bedrohlichen Mittelpunkt der Beun­ruhigung in Europa geworden. Das angekündigte Nationalitätenstatut werde seit zwei Monaten in der Prager Küche zubereitet, aber es habe den An­schein, als ob das politische Komitee der tschechischen Minister seine Zeit nicht nach der Arbeit an dem Statut, sondern der Suche nach Vorwänden widme, um dieses Statut solange wie möglich hin­auszuzögern. Benesch habe die schwierige Situation, in der sich Polen im Juli 1920 befand, ausgenutzt, um Polen gegenüber eine Grenze zu schaffen, durch die 200 000 Polen dem tsch ech o - slowa­kischen Staat einverleibt wurden. 1925 habe Benesch in Warschau ein Liquidationsabkom­men unterschrieben, aber nach seiner Rückkehr nach Prag habe er in dem polnischen Siedlungsgebiet eine Politik der gewaltsamen Tschechi- sierung betrieben. Benesch habe sich als kein guter Prophet erwiesen, als er 1927 erklärte, daß er sich nicht an ein Polen binden könne, das mit Deutschland Pommerellens wegen, mit Litauen des Wilna-Gebietes wegen und mit der Sowjetunion wegen der Ostgebiete in einen Krieg geraten werde. Er habe damals nicht vorausgesehen, daß im Jahre 1938 d e r Anschluß kommen werde und infolge­dessen eine Situation, die die mürben Grundlagen des falsch aufgebauten Werkes Masaryks und Be-

Seine Lebensprobe nicht bestanden

Gauleiter Eigruber und Oberbürgermeister Wolkers- dorfer begrüßt wurde. Auf der Fahrt zum Land­haus wurde der Minister von einer großen Men­schenmenge begeistert begrüßt. Nach dem feierlichen Empfang durch den Gauleiter und die Landeshaupt­mannschaft im Steinernen Saal begab sich Dr. Goebbels mit den führenden Männern des Gaues auf den Poeftlingberg. Anschließend fuhr der Reichs­minister, immer wieder von der Bevölkerung freudig begrüßt, nach Leonding, wo er am Grabe derElterndesFührers einen Kranz nieder­legte. Dr. Goebbels verließ dann vom Linzer Flug­feld aus wieder den Heimatgau des Führers.

Gedenkfeier für die Gefallenen

der Ostmark.

Rudolf Hetz wird von Klagenfurt aus zum deutschen Volk sprechen.

Berlin, 21. Juli. (DNB.) Am kommenden Sonntag, dem 24. Juli, findet in Klagenfurt eine Kundgebung statt, auf der R u d o l f heß 6er Toten gedenken wird, die auf ost märkischer Erde ihr Leben für Großdeutschland gegeben haben. Insbesondere dient die Feier­stunde der Erinnerung an die 13 Natio­nalsozialisten, die als Opfer des Versuches der nationalen Erhebung in Oesterreich vor vier Jahren hingerichtet wurden. Deren Ange-

: hörige werden in Klagenfurt anwesend sein. Die

Oer Prager Zensor an der Arbeit.

Prag, 21.Juli. (DNB.) Am 19. Juli verfielen allein 66 sudetendeutsche Zeltungen und Flugblätter der Beschlagnahme, dazu 14 reid)5- deutsche, am 20. Juli wurde mit 153 Be­schlagnahmungen relchsdeuts ch ।r -Z et Jungen und Zeitschriften em gewisser Rekord er­rieft. An beiden genannten Tagen sind tm ganzen 245 sudetendeutsche Zeitungen und Flugblätter und reichsdeutsche Zeitungen und Zeltschnsten beschlag-

Der Hoangho oderGelbe Fluß', der "Kum­mer Chinas", durchbricht zur Flutzeit alle Jahre tellenweise dieV o l k s" - D e i ch e, die die nach­ten Aecker und Wohnstätten der Menschen vor ihm chützen sollen. Solche Ueberslutungen Heine­ren Umfangs werden aber von einer leidgewohnten Bevölkerung über den Kreis der Betroffenen hinaus kaum beachtet. Alle 80 Jahre werden auch dieamt­lich e n" Deiche, die für Flutschäden minderen Grades einen Spielraum von 8 bis 13 Kilometer Breite zwischen sich lassen, zerrissen und dann kommt es zu jenen großen Ueberschwemmungen, bei denen die , Opfer nach Hunderttausenden zahlen. Alle 180 Jahre, so behauptet die Ueberlieserung wei­ter, komme es zu Laufänderungen großen Stils wobei die Berge der Halbinsel Schantung den Strom bald nördlich, bald südlich von ihr mun- den lassen. Da ein Unglück nie allein kommt, so wer- den vor jeder neuen Katastrophe die Deiche und Dämme jahrelang vernachlässigt, während die Re­gierung sich verschlechtert und Unruhen ausbrechen. Die Ueberschwemmungen können sich einige Jahre regelmäßig wiederholen, bis schließlich eine neue kraftvolle Regierung der durch fo viele Aderlässe geschwächten Kraft des Stromes wieder für abseh­bare Zeit Herr zu werden vermag.

Menschliche Willkür spielt bei den großen Kata­strophen aber immer nur eine nebensächliche Rolle, auch wenn es zuweilen vorkam, daß ein Feldherr einen Damm durchstechen liefe, um mittel- ober un­mittelbar die entfesselten Fluten für sich kämpfen zu lassen. Es ereignete sich auch dann eine grofee Heber». > schwemmung, wenn eine solche nichtfällig war.

So konnte im Jahre 1687 ein Tatarengeneral, der i die Stadt Kaifeng belagerte, diese wohl unter Wasser > setzen, indem er die Dämme zerstören liefe, die sie > vor dem Hoangho, der in einer Entfernung von , einer Meile in größerer Höhe vorbeifließt, schützen, aber die Fläche, die überschwemmt wurde, blieb ver­hältnismäßig klein. Deshalb kann auch bei der ge- genwärtigen Katastrophe nicht davon die Rede sein, daß sie durch Kriegshandlungen entfesselt wurden. Japaner und Chinesen beschuldigen sich gegenseitig, die Hand dabei im Spiel gehabt zu haben,- und lebe Partei beteuert ihre Unschuld. Handlangerdienste mögen bewußt oder unbewußt von der einen oder anderen Seite dem Unheil geleistet worden sein, aber im großen und ganzen besetzteGeneral Hoangho" aus eigener Machtvollkommenheit Schlacht­felder, auf denen die feindlichen Heere monatelang erbittert miteinander gerungen hatten. Wieder, wie so oft, erwies sich der Strom als eine völkerschicksal- geftaftenbe Kraft.

Man könnte, so rechnet der Geograph Schmitt- Henner, aus den im Laufe eines Jahres vom Hoangho mitgeführten festen Material einen Würfel von 800 Meter Seitenlänge bilden. In 24 000 Jah­ren würde es ausreichen, das Gelbe Meer in Land zu verwandeln. Tatsächlich ließ sich feststellen, daß seit Marco Polos Zeiten die Küste in der Gegend von Tientsin um etwa 50 Kilometer gegen das Meer vorrückte, d. h. jährlich um mehr als 100 Meter. Im Zeitsinne der Geologen gespro­chen, kann es also nichtlange" her sein, wo die Provinz Schantung ganz vom Meer umschlungen und die nordchinesische Ebene ein Meeresarm war. Die Mündung des Hoangho lag damals noch erheb­lich weiter westlich als Kaifeng. Meereswogen tosten noch über Hopei und Honan hinweg und schlugen brandend an die felsigen Obsthänge der Berge Schansis. An der Mündung warf der Hoangho, wie noch heute, Erdbarrikaden gegen das Meer auf und schob sie mit Hilfe nachdrängender Schlamm-Massen immer weiter vor. Das Meer wich im Laufe von Jahrzehntausenden immer weiter zurück. Ueber­schwemmungen im Mündungsgebiet halfen nach. Staubbeladene Stürme aus den innerasiatischen Wüsten setzten die aufbauende Arbeit fort, wo nun festes Land aus den Fluten auftauchte. Regengüsse beschleunigten den Niederschlag der vom Winde aus dem Innern fortgetragenen Staubmassen. Erne Grasnarbe wuchs um die Wette mit ber sich über ihr bilbenben Staubschicht empor, inbem bie Wur- -ein unten abstarben unb sich weiter oben neu bil­deten So entstand in der aus dem Meere auftau­chenden Ebene d e rL ö ß", ber heute als ungemein poröse, buntelgelbe Erbscholle Norbchina samt ben Bergen Schansis unb Schensis wie ein Tuch über- rieht. Der Hoangho, ber bie Abwässer ber bergigen Lößgegenben sammelt, erhielt nach ber Färbung ber in ihm aufgelösten Löß-Massen ben NamenGelber

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Diktator Hoangho

Don Otto Korbach.

Sicherung ves Arbeitsplatzes im sudetendeutschen Wirtschaftsgebiet

Gefahr der Tschechisierung im böhmischen Kohlenrevier.

Die Stammväter des chinesischen Volkes waren Jäger und Hirten, die vor rund 5000 Jahren aus der Gegend des Kunlün am Hoangho entlang erobernd vordrangen und die in der Ebene sitzenden Miao- und Li-Stämme unterwarfen. Die Besiegten trieben schon Ackerbau und hatten bronzene Waffen und Geräte. Der Begründer der ersten Dynastie, zu der sich bie Herrschaft chinesischer Stammeshäupt­linge verbichtete, war derselbeGroße 9) ü", ber jeneSintflut" überroanb, von ber bie Sage kündet. Es war im 23. vorchristlichen Jahrhundert zur Zeit des Herrschers Yao.Der Kaiser sprach", heißt es im Schuking",Die Wasser der großen Flut über­steigen die Hügel, umfassen bie Berge und drohen den Himmel zu stürmen. Das hilflose Volk stöhrll und jammert. Giebt es einen fähigen Mann, den ich damit betrauen kann, diese Plage zu meistern? Man empfahl ihm Kwan, der sich neun Jahre lang ver- gebend abmühte, die Aufgabe zu lösen Auf Anraten des Ministers Shun wurde er von seinem Sohne abgelöst, dem es gelang, die Flüsse planvoll zu regulieren und einzudeichen. Zum Lohn ernannte ihn Shun, zu dessen Gunsten Yao abdankte, zu sei-

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Am Nachmittag

rers die feierliche Vereidigung der neu nannten Gauleiter der Osimark Wappensaal des Landeshauses in Klagenfurt

Prag,. <uun. -

der Sudetendeutschen Partei befaßte sich mit der durch den in unserer heutigen wirtschaftspolitischen Umschau berichteten Verkauf der Petschek- Aktien an den Zivno-Konzern geschaffenen Lage im nordwestböhmischen Kohlengebiet. In emar Zeit, in der das Sudetendeütschtum mit der Regierung über die Neuregelung ber nationalen Verhältnisse und damit über bie Siche­rung b e 5 deutschen Arbeitsplatzes unb Besitzstandes offiziell Gespräche führt, erwirbt das tschechische Fianzkapital nach sichtlicher Forbe- rung durch offizielle Stellen einen gewaltigen E i n- flufe a u f den deutschen Arbeitsmarkt und die deutsche Wirtschaft Nordwestböhmens. Die Expansionsgelüste des tschechischen Finanzkapitals haben, wie das Beispiel der Aussiger chemischen Werke beweist, nicht nur allein mi r ts ch öst­lichen Charakter. Das Vordringen des tsche­chischen Kapitals war vielmehr stets mit ber Tschechisierung bisherige r de u t s ch er Arbeitsplätze verbunden. Diese Befürchtungen können auch durch die Erklärung des Zivno-Syndi- kats, mit den bisherigen Kräften meiterarbeiten zu wollen, auf Grund eigener Erfahrungen nicht als beseitigt gelten. Die SDP. wird daher eine praktisch wirksame S i ch e r u n g des bisherigen Standes an Arbeitsplätzen und Lieferungsvertragen fordern.

wesen wären. o .

Ich kann mir vorstellen, daß die Leute in dem Augenblick, in dem sie im Altreich von Oesterreich fprathen, zu meinen anfingen, gleichgültig, ob es Männer, Frauen oder Kinder waren sie sprachen feine zwei Sätze unb fingen an zu weinen. Das war keine nationale Sentimentalität, fonbern Die Angst und Sorge darum, daß vielleicht die Opfer doch umsonst gebracht waren. Sie können sich auch vorstellen, was es für uns bedeutete, auf eine solche, in der bangsten Gewissensnot gestellte Frage mit Schweigen antworten zu müssen. Sie können es auch verstehen, was es für mich bedeutet, nun M einem Lande und unter einem Volke zu weilen, an dessen Befreiung ich auch in bescheidenem umfange Mitarbeiten durfte, und Sie können sich vorstellen, mit welchem Gefühl ich in diesem Augenblick vor Ihnen stehe und mit welcher herzlichen Berbunden- heit ich dieses schöne Land und dieses herrliche -ooir begrüße."

Die Rede Dr. Goebbels löste stürmische, lang- anhaftende Heilrufe aus. Dann fuhr der Minister an den begeisterten Menfchenmafsen vorbei über den prächtig geschmückten Adolf-Hitler-Platz zum Grazer Schloßberg. Um 15.20 Uhr erfolgte der Start zum Weiterflug nach Linz.

Dr. Goebbels in Linz.

Reichsminister Dr. Goebbels traf am Donnerstag um 16 Uhr auf dem Linzer Flugfeld ein, wo er von

Prager Dementis widerlegt.

Militärische Maßnahmen bedrohen den Karlsbader Kurbetrieb.

Prag, 22. Juli. (DNB.) Der sudetendeutfche Ab­geordnete Wolin er richtete am Donnerstag an den Ministerpräsidenten Dr. H o d z a em gramm, in dem er daraus hinweist, daß er, obwohl das Tschecho-Slowakische Preßbüro erst vor wenigen Tagen die Nachricht über neuerliche Truppe n - v e r s ch i e b u n g e n und Dorbereltungsarbeiten de­mentierte, mit eigenen Augen habe ^ststellen kön­nen baß auf ber Hauptverkehrsstraße K a r l s- badFischern am Donnerstagvormittag von Militär Strahenarbeiten au f ber Fahrbahn vorgenommen worden seien. Bei Der Karlsbader Polizeidirektion sei ihm mitgeteilt wor­den, daß biefe keine Auskunft geben könne, well es sich um r e i n militärische Ange lege n h e i - ten hanbele. Karlsbab sei durch die Maßnahmen vom 21. Mai wirtschaftlich außerordentlich schwer getroffen und werde durch bie militärischen Maß­nahmen im Weichbilbe ber Stabt neuerlich tn feinen kurörtlichen Interessen bebroht.

Deutsch-französische Wirtschafts­abkommen.

P a r i s , 21. Juli. (DNB.) Die in Paris geführten deutsch-französischen Wirtschaftsverhandlungen haben zur Paraphierung mehrerer Abkommen durch die Vorsitzenden ber beiben Delegationen, Gesanbten Hemmen und Direktor A l p h a n d , geführt. Es wurden paraphiert: Ein Abkommen über die Ein­gliederung des Waren- und Zahlungsverkehrs m i t Oesterreich in die deutsch-französischen Wirt- schastsabmachungen: ein Abkommen über bte Ver­längerung der deutsch-französischen Erz- Koks - ab kommen vom Jahre 1937;. em Abkommen über die neuen Kontingente und Zahlungs- wertgrenzen und schließlich ein Abkommen über die Saarkohlenlieferungen. Die Verhandlun­gen über die Regelung der österreichischen Finanzfragen werden Ende bes Monats m ^Berlin fortgesetzt.

General Rnffo nach Biebrich weitergefahren.

NSG. Am Donnerstagmittag verließen der Gene­ralstabschef ber faschistischen Miliz, General Rus s o, unb Stabschef Lutze wieder ben Gau Hessen- Nassau. Gegen 10 Uhr traf Gauleiter Spren g e r im Hotel Nas auer Hof ein. General Russo trug sich dann in das Goldene Buch der Stadt Wiesbaden ein Anschließend verließ er mit Stabschef Lutze, Gauleiter Sprenger und Gruppenführer Fuft das Hotel, um zur Besichtigung bes Opel- b ab es auf dem Nerobera zu fahren. Jungen unb Mäbel überreichten ihm Blumen, wofür er ihnen herzlich bie Hand drückte. Auf der Fahrt zum Nero­berg und zurück nach Biebrich, von wo aus bte Rheinfahrt begann, stand in dichten Reihen bte Be­völkerung, die immer wieder in Jubel ausbrach. Am Landefteg in Biebrich hatten im Viereck BDM.- Mädel und ein SA.-Mufikzug Aufstellung genom­men. General Ruffo begab sich mit Stabschef Lutze in Begleitung des Gauleiters und Gruppenführers Fuft auf den Sonderdampfer. Hier verabschiedete sich Gauleiter Sprenger von General Russo und Stabschef Lutze, worauf die Gäste ihre Fahrt nach Godesberg antraten.

Klagenfurt, 21. Juli. (DNB.) Mittwoch mittag traf Reichsminister Dr. Goebbels, über die Grohglockner-Hochcllpenstraße kommend, i n Kärnten ein. Auf der ganzen Strecke umsäumten Tausende von Volksgenossen die Straßen. Die Gliederungen der Partei waren angetreten, die Absperrmannschaften konnten nur müHam bie jubelnden Menschen zurückhaften. In Klagenfurt ließ sich Dr. Goebbels bie Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen, der Behörden unb der Wehr­macht vorstellen.

Die nationalsozialistische Bewegung, so führte Dr. Goebbels aus, hat gerade in diesem Gau des Reiches besonders schwere Opfer bringen müssen. Erst bei der härtesten Probe entscheidet sich ber historische Wert einer Weltanschauung, und so ge­schah dies auch bei ben Belastungsproben, bie bie nationalsozialistische Bewegung zu bestehen hotte. Sein Sieg sei ein ewig geschichtliches Gesetz: Das Stärkere, Edlere unb Lebensfähigere uberwmbet Das Schwächere und Lebensschwache. Wen§ Schuschnigg einmal bas Wort geprägt habe, man müsse Kärnten mit einem Drahtverhau umgeben und das Konzentrationslager wäre fertig, so habe -er damit selbst fein politisches Todesurteil -sprachen.Wir nehmen dieses Kärnten für unser Land ganz fest und treu an unser deutsches Herz, und mit dem Herzen unseres deutschen Landes und Volkes wird Kärnten immerbar verbunden bleiben." Dr. Goebbels verließ dann mit dem Flugzeug Klagenfurt, um die Gauhauptstadt der Steiermark zu besuchen. Im Landhaus von Graz hatten sich die Spitzen der Partei, der Wehrmacht unb bes Staates sowie bie alten Kämpfer der Bewegung eingefunden. BDM. begrüßte Dr. Goebbels mit einem Steirer Lied, worauf Gauleiter Dr. Utber= reicher dem Minister dafür dan-kte, daß er nun erst­malig auch in bie Steiermark gekommen fei. Hier­auf nahm Reichsminister Dr. Goebbels, stür­misch umjubelt, das Wort:

Ich fjabe vor einigen Wochen in der Auslands­presse gelesen, daß in der nalionalsozialistischen Bewegung in Oesterreich eine sehr schwere Krise ausgebrochen sei. Es hätten sich in dieser Bewegung eine Reihe von Gruppen ge­bildet, die sich aus das erbittertste befehden, und es sei die Einfügung Oesterreichs in das Reich auf das ernsteste in Frage gestellt. Ich bin nun hierhergekommen, um mich von der Wahrheit dieser Belzauptungen zu überzeugen. (Stürmisches Gelächter.) Ich wollte einmal durch eigenen Augenschein sestslellen, wie weit die Wahrheilssanatiker in London und Paris ihr Spiel mit dem deutschen Volk im speziellen unb mit dem europäischen Frieden im allgemeinen zu treiben sich unterstehen. Ich bin zum ersten­mal in diesem Landstrich, und ich mufe fest­stellen, daß der Empfang, der mir von Land und Volk bereitet wird, ein so überaus herzlicher ist, daß er mich auf das tiefste rührt.

Im allgemeinen pflegt bie Geschichte ihre eigenen Wege zu gehen unb foPbert eben beshalb manches sehr schwere Opfer von ben Völkern unb auch von d«n einzelnen Menschen. Diese Opfer aber werden unerträglich, wenn sie umsonst gebracht worben ftnb. Unerträglich wäre für uns heute die Vor­stellung der ungeheuren Blutopfer bes großen Krieges 1914 bis 1918, wenn wir uns vergegen­wärtigen, baß wir ihn verloren haben. Es würbe vielleicht eine ftänbige seelische Belastung für uns sein, wenn nicht ber Nationalsozialismus am Ende doch noch b e n verlorenen K r i e g i n einen Sieg verwanbelt hätte. Denn was wir im Kriege verloren haben, haben wir durch eine gewonnene Revolution aufgeholt. Un­erträglich wäre uns ferner ber Gebanke, baß die schweren Opfer, bie bie Nationalsozialisten Oester­reichs im Juli 1934 gebracht haben, umsonst ge-

Reichsminisier Dr. Goebbels in ber deutschen Oftmark

Jubelnde Begrüßung in Klagenfurt und Graz.

21. Juli. (DNB.) Der Politische Ausschuß nahmt worden. Die restlichen eingezogenen Blatter

-- ~ - r r '-* entfallen auf solche, die in Polen und der Tschecho-

Slowakei selbst erscheinen.