Ausgabe 
22.6.1938
 
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Hr.143 Zweites Blatt_________ Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)___________Mittwoch, 22. Zum 1938

Aus dem Reiche der Krau

r < ,1UYU Z ö^roejiern=x$er|id)erung und dazu noch eine Haus­

bestehen wurde denn ,ch mußte an der Haltestelle Pension ihres Mutterhauses - ebenso wie bei der

erreichten Altersgrenze ein.

PRAKTISCHE

VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS

mütter abblasen.

D.S.

Volkes!

Und dann wieder: Wissenschaftliches

nun einmal

nenne

Hohlräume, die

P.

Arbeiten im Laboratorium, Röntgenzimmer, im Medico-mechanischen Institut. Gibt dieses Ar­beiten nicht eine Fülle praktischen Wissens, ganz, abgesehen von der hauswirtschaftlichen Ausbildung in Küche, Wäsche, Haushalt? Sport, fröhliches Wan­dern, Theater, Konzert, geselliges Beisammensein in

ia, wenn zu diesen Aufstand

Die Frage ist nun: tun die jungen deutschen Bräute gut daran, begeistert in die neu.eingench- teten Bräuteschulen 3» strömen? Ich glaube: jeder, der das ProblemMutter und verheiratete Tochter" kennt, wird die Frage bejahen und nicht etwa von undankbaren Töchtern" sprechen. Denn, was die jungen Bräute in dieseÄ)eschulen" treibt, ist nicht Undankbarkeit, sondern ein instinktives Wissen um dieses ProblemMutter und verheiratete Tochter", das zuletzt nichts anderes als Zin Generationen- Problem ist.

So ist denn selbst die allergütigste, beste und klügste Mutter nie in der Lage, ihrer Tochteralles das beizubringen, was sie in ihrer Ehe wissen muß". Wenn eine Mutter trotzdem noch anderer Meinung ist, so möge sie sich einmal" in die Zeit ihres Ver­lobtseins und ihrer jungen Ehe zurückversetzen und darüber nachdenken, ob ihre Blutter ihr wirklich alles beigebracht hat, was damalsnötig" war? Rein! Zuviel hat ein Menschenalter um uns verändert, als daß wirAlten" nun alles wüßten, was heute zu wissen ist! Reue Erkenntnisse derWissen- schaft sind aufgetaucht, neue Erfahrüngen in der Säuglingspflege (derLutfcher"!!) und'in ber Kim dererziehnng (dasEinkind"!) sind gemacht: dos wirtschaftliche, soziale, gesellschaftliche Leben hat sich neugestaltet und was vor allem heute ausschlag­gebend ist neue weltanschauliche Begriffe, völki­scher, bevölkerungspolitischer und ^rassischer Art, stehen jm Vordergrund der Pflichten einer jungen Ehefrau und Mutter, von denen man vor zwanzig oder dreißig Jahren Überhaupt noch nicht gespro­chen hat!

Niemand wird die Ratschläge einer Mutter gering achten ober verwerfen wollen, die sie aus der Tiefe ihrer mütterlichen Liebe der Tochter mit auf den Weg gibt! Aber wir stehen heute vor so großen Aufgaben, daß der Sinn und Zweck der Bräute­schulen leicht zu begreifen ist. Und so werden ganz sicherlich über kurz oder lang auch jene Mütter ihre verlobten Töchter in diese Schulen des Ledens schicken und lächelnd den Aufstand der Schwieger-

sich nicht die verlobten Töchter begeistert Bräuteschulen meldeten und damit den im Keime erstickten.

acht bis zehn gleich große Margarinekisten. Sie werden ohne Deckel, nachdem natürlich die Nägel sorgsam entfernt sind, im Viereck hochkant neben­einandergestellt, aber mit der offenen Seite nach innen. An den beiden Längsseiten müssen je drei Kisten, an den Querseiten je zwei Kisten aufge-

Schrckester ein Ruhepol für so viele Kranke, zu der sie oft all ihre Nöte und Familiensorgen tragen, wie em vertrauendes Kind zur Mutter? Gerade die altere Schwester gewinnt in ihrem Berufe. Sie kann ihr an Mütterlichkeit reiches Innenleben wei­tergeben, kannMutter" werden im schönsten Sinn des Wortes all ihren Kranken sie, die kinderlose, unverheiratete Frau! Reich und schön ist ihr Leben im Gegensatz zu der einsam gebliebenen Frau in vielen freien Berufen. Und wird sie vorzeitig durch Krankheit oder Unglücksfall arbeitsunfähig, so tritt neben der Angestelltenversicherung die Schwestern-Versicherung und dazu noch eine Haus-

Wer seine Spielecke besonders schön machen will, soll auch die Hängematte nicht vergessen. Sind keine geeigneten Bäume zum Anbringen vorhanden, so genügen drei im Dreieck ausgestellte Pfähle (mög­lichst aus Eisen). Sie müssen natürlich mit Rost­schutzfarbe angestrichen und tief in die Erde einge= graben werden Die Hängematte muß am ersten und dritten Pfahl, asso über Eck, angebracht wer­den, am besten verbindet man sie m nicht zu gro­ßen Abständen mit rostfreiem Draht. Bei der Aus­wahl des Platzes soll man versuchen, die Hänge­matte gegen nachbarliche Sicht und zu viel Sonne zu schützen.

Mit dem Gartenschlauch ober nicht zu schweren Gießkannen kann man bann bie Kleinen anlernen, ihr Planschbecken selbst zu füllen. Uebrigens ist bas sonnenerwärmte unb abgestanbene Wasser gerabe richtig zum Gießen für bie Pflanzen.

»Die Bubbelkiste ist ja ganz schön, abfcr auch das Planschen macht Vergnügen", meinte ein brei­jähriger Knirps, als er seinen staunenben Tanten Jein Gartenreich * vorführte. In vielen Sieblungs- gärten kann man beobachten, baß praktische Mütter einfach eine Zinkwanne, in bie Erbe eingegraben haben, bie mit Wasser aufgefüllt wirb, um auf diese Weise ben Kinbertraum eines Planschbeckens in bie Tat umzusetzen. Ein kleines, zementiertes Wasserbassin ist natürlich dauerhafter. Wenn der Vater ein bißchen geschickt ist, kann er dieses sogar selbst Herstellen. Er muß sich nur über die richtige

bleiben Diese Spielecke ist ja im Grunde, das muß sich die Mutter immer wieder klar machen, das ins Freie verlegte Kinderzimmer.

Die hauptsächlichste Beschäftigungsmöglichkeit im Garten ist natürlich immer die S a n d k i st e. Man kann sie mit geringen Mitteln sogar selbst Herstellen. Da bittet man etwa den Kolonialwarenhändler um

Die ttinderspielecke im Garten

Die Hauptsache ist die Sandkiste.

Wenn wir als praktische Hausfrauen auch gar zu gern noch in der freien Ecke in unserem kleinen Gartenreich ein Salat- oder gar ein Erbheerbeet anlegen würben bie Ecke muß frei bleiben unb zwar für unser Kinb. Denn:Was nützet mir ein schöner Garten..wie es in bem alten Solbaten- lieb heißt, wenn unser Kinb babei zu kurz kommt.

Für bie Ferien am Strand zeigen wir heute einen Strandmantel, einen Strandanzug und ein paar praktische Kleinigkeiten.

Der Strandmantel (Mitte links) ist. aus weißem Leinen und mit großgeblümtem Fr 0 tee gefüttert. Der praktische Strandan - z u g (Mitte rechts) in schlichter Herrenform ist aus naturfarbenem Leinen.

Die P 0 loblus e.(1) ist aus rotweißgestreiftem Kattun, der große Sonnenhut (2) aus grobem, na­turfarbenem Stroh mit rotem Baumwollband.

Weißes Wolleinen ist das Material der kurzen Hose (3) und des dazugehörigen Brust-

zwar auch schon längst dem Elternhaus entwachsen, einmal doch ganz allein zurücklassen. Da übernimmt das Mutterhaus bie Stelle bes einstigen El­ternhauses unb gibt ben Schwestern Heimat im wahrsten Sinne bes Wortes für alle Zeit.

Ich schreibe biese Zeilen , in Dankbarkeit ber Or­ganisation bes Roten Kreuzes gegenüber, ber ich angehöre. Ausbrücklich möchte ich noch heroorheben, baß biese Werbeschrift keiner einseitigen Berussein- stellung entspringt. Ich selbst habe neun Jahre in ber Arbeitsgemeinschaft ber Großinbustrie gestan- ben, habe eine Reihe Frauenberufe von ben An­fangs- bis in bie gehobenen Vertrauensstellungen kennengelernt. Ich ziehe baher sachlich bewußt "bie Parallele zwischen ben freien "Berufen unb ber Ar­beit in ber Gemeinschaft bes Roten Kreuzes ober einer anbern Schwefternorganifation unb möchte baher aus eigener Erfahrung ber Jugend und vie­len Frauen ben Weg weifen zu einem Lebens­berufe, der in jeder Beziehung reichste Befriedi­gung und Heimat gibt.

hineinkneten können. Denn die Zuckerkristalle wür­den das Brechen des Teiges peranlassen. Dann kann das Gewürz dazu, unb ber Teig ruht als Klum­pen zugebeckt eine Nacht im Kalten

Ein befonbers gutes Binberni11el i st Bie­nenhonig. Wir geben auf 250 Gramm Talg einen Eßlöffel Hellen Honig, ber erst in lauwarmem Wasserbab flüssig gemacht wirb, wenn er bies nicht ist. Ist er gut mit bem Fett verbunden, kommt alles andere wie vorher dazu. Der Honig gibt dem Mürb- teig eine ganz besondere Note. An Stelle des Ho­nigs läßt man einen Eßlöffel Zucker fort. Alle Mürbteige sind reichlich zu würzen, wenn wir sie nicht aus reiner Butter Herstellen können, sonst schmecken sie leer/

Pulverkuchen fangen wir ebenfalls mit dem Abrühren des warmen Fettes mit dem Zucker an. Dann kommen die Eier und das vorgeschriebene Maß Milch dazu, das wir auch durch roten Trau­ben-, Kirsch- ober Johannisbeermost ersetzen können, was bem Kuchen eine schokolabeähnliche, zarte Fär­bung unb eine befonbere Würze gibt. Kommen Ro­sinen, Korinthen unb Nüsse ober Aehnliches hinein, werben sie erst mit Most ober Milch ober Wein an- gefeuchtet. Dann erst kann bas mit bem Backpulver gemischte Mehl bazu.

Sanbkuchen muß ebenso wie Pulverkuchen gemacht werben Zuerst alle Flüssigkeiten unb bann bas Mehl nicht in so kleinen Mengen unterrühren, fonbern in zwei bis brei Teilen. Dann tüchtia mit bem Drathbesen schlagen. Bei Plunberteig unb Blät­terteig ist auch bie Fettmischung bie Hauptsache Der Grundteig muß etwas bünner gehalten werben als fönst unb sehr kalt stehn. Die Fettmischung kann Margarine, Talg, Butter unb Oel sein. Wir lösen schon am Tag vorher vorsichtig bas Rmbertalg auf unb mischen bann etwas Margarine, unb Oel bazu, lassen bas Fett kalt werben unb haben bann eine geschmeidige Masse, ber wir auch etwas Butter zu- setzen können. Der kalte Grunbteig wirb bann aus- aeroUt unb bas feste, geschmeibige Fett als dünne Lagen bazwischen gearbeitet, wie wir es sonst ge­wacht haben Der Plunberteig muß langsam gehn unb bann im heißen Ofen gebacken werben Blätter­teig wirb gleich geschoben.

Eier sparen können wir beim Backen, wenn wir auf fünf Eier ein Ei fort lassen unb bafür einen Eßlöffel Milch ober Wasser zusetzen Um bie fehlende Bmbekraft zu ergänzen, geben wir bafür einen Eklö'fel Mehl mehr, bem eine Prise Backpulver zugegeben wurde.

aussteigen. Indessen, hatte ich unfreiwilligerweise schon genug gehört, um zu wissen, daß auch diese Mutter zu jenen Schwiegermüttern gehört, denen bie Reichsbräuteschule in Berlin unb bie

* Leiber konnte ich nicht mehr erfahren, woraus die besorgte Mutter, der ich in der Straßenbahn gegen­übergesessen hatte, nach der Hochzeit ihrer Tochter

t u ch e s (4) aus blauen, weißen, roten und grünen Streifen.

Der blauweißrote Gurtengürtel (5) hat Zwei kleine Ledertaschen, das gelbblau gemusterte Rohseidentuch (6) dient ebenfalls als Gürtel.

Aus blauem, rotweiß bedrucktem Kattun ist der Luftanzug (7), der aus einem Röckchen mit un- tergearbeiter, blauer und einem hinten geknöpften Brusttuch besteht. Die dicke Kordel am Halse und als -Gürtel ist rot. Der handgestrickte Sweater mit Rollkragen (8) ist aus dicker Wolle in schwarz- weiß. H.

Schwesterndienst ist Lebensberuf.

Bon Schwester Hedwia Raulenberq.

NSG. Ich wende mich mit diesen Zeilen weniger an die jungen Mädel, die mit strahlender Jugend­frische sieghaft ihrem Leben entgegenschauen, als vielmehr an die Eltern und Erzieher, bie ber Ju- genb bei ber Frage ber Berufswahl mit ihrer Er­fahrung ratenb zur Seite stehen. Ferner wenbe ich mich an biejenigen Frauen, bie aus irgenb einem Grunbe einen Berufswechsel vornehmen müssen ober bie bisher noch einem Lebensberufe femstan- ben. Lebensberuf bas dürfte bei ganz kühler, sachlicher Bewertung bes Schwesternberufes die richtige Bezeichnung fein.

Zunächst: Was bietet der Schwesternberuf unse­rer Jugend? Freude! Ja, ich sage^dewußt: Freude". Ist nicht die dreijährige Ausbildungszeit von solch einer harmonischen Vielgestaltigkeit, wie sie nur wenig andere Berufe haben? Ist das Ar­beiten an lebendigem, kostbarem Menschenmaterial nicht Freude? Auf Kinderstation: sonnenhelles Lachen auf leibbefreiten Kindergesichtern. Im Wöch­nerinnenzimmer: glückliche, junge Mütter! Auf Frauenstation: fröhlicher Abschied nach Sorge und Krankheitsnot in die schon sehnsüchtig und mit Liebe wartende Familie. Auf Männerstation: stolze Freude der Schwester:Ich darf mithelfen an der Gene­sung des kranken Mannes, damit er bald wieder als vollwertiges Glied mitschwingt in der großen Kette der Arbeitsgemeinschaft unseres deutschen

beim Graben im Gartenland einmal stößt. Der Sand muß auch die unteren, am Erdboden liegen-

Butter und Töchter...

... und von der Schule der Bräute.

Wozu eine Reichsbräuteschule? Was meine Tochter für ihre Ehe wissen muß, das bringe ich ihr schon bei! Außerdem werde ich sie nach" ihrer Hochzeit sehr häufig besuchen und bann in ihrem Haushalt nach bem Rechten sehen unb barauf be­stehen . > "

Backe, backe Kuchen...

23 on $ri0a Aiscy

Nanu, Liesbet, warum stehst bu benn so be» brippst ba! Ich denke, bu willst Kuchen backen, und ich wollte dir babei helfen!"

Das ist es ja gerabe, ich habe allen Mut ver­loren. Der letzte Sonntagskuchen ist fitzengeblieben, ich werbe lieber Ulrichs Geburtstagskuchen beim Bäcker bestellen."

Sag' mal, Liesbet, nach welchem Rezept hattest bu benn am Sonntag gebacken?"

Nach ber alten Bisquitoorschnft, bie wir schon hunbertmal gemacht hatten. Unb immer war bie Torte gut."

Siehst bu, ba ist schon ber Fehler! Deine alten Vorschriften finb alle auf reines Weizenmehl ein­gestellt. Du hast aber in ber Mehltüte nun kein reines Weizenmehl mehr, fonbern unser neues, schö- nes Mischmehl enthält einen Zusatz von Maismehl, ber sich anbers auswirkt. Du mußt bir klarmachen, baß jedes Material seine Eigenart hat, ob das Eisen ober Zellstoff ober Holz ist, auf tue bu bei ber Ver­arbeitung achtgeben mußt, wenn etwas Gescheites babei herauskommen soll. Dein Kuchen ist natürlich klein unb trocken geworben, bei mir wär bas zu­erst gerabeso."

Was muß ich benn anbers machen?"

Weil Maismehl meht quillt, als Weizenmehl, müssen wir bem Teig etwas mehr Flüssigkeit zu- setzen, bas ist bas erste. Unb bann müssen wir bie ganze Art ber Herstellung änbern."

Das ist boch furchtbar schwer, bas würbe ich mich nicht getrauen!"

Wenn bu ein bißchen nachbenkst pnd beine Er­fahrungen >zu Rate nimmst, kannst bu es ruhig ver­suchen. Ich habe es mir boch auch ausgeprobt, unb meine Kuchen finb wunberschön geworben, tragen bem Dierjahresplan Rechnung unb finb außerdem billig. Ich habe mir alle Vorschriften umgearbeitet nach* ben Zutaten, bie wir heut zur Verfügung haben. Ich will dir mal rasch sagen, was ich bei den einzelnen Backsorten anders gemacht habe, als sonst.

Hefenkuchen: Das Mehl wird einige Tage warm unb trocken gestellt. Das Hefestück muß sehr groß angesetzt werben, etwa mit bem brüten Teil bes Mehles, unb barf nur mäßig gehen. Dann muß es zweimal niebergeschlagen werben, bamit ber Ku­chen kurz unb flockig unb kleinlöcherich wirb. Eier, Zucker unb Fett, auch bie bazugehörige Milch muß von Anfang an tüchtig geschlagen werben unb erst, wenn alles eine gemeinschaftliche, gleichfarbige Flüs­sigkeit ist, wirb bas Mehl hineingerührt unb bann gleich bas Hefestück bamit verarbeitet. Jetzt muß ber Teig bie notige Festigkeit haben. Das ist bie Haupt­sache. Wir müssen oermeiben, baß noch Nasses nach­geschüttet werben muß. Nämlich, wenn wir nach und nach die Flüssigkeit zugeben, wie wir es sonst taten, dann würde das Maismehl, das viel flinker im Aus- gMllen ist, als das etwas bedächtigere Weizenmehl, fmort alle Flüssigkeit in sich selber aufsaugen, das Weizenmehl hätte das Nachsehen. Das Maismehl kann sich dann auch nicht mehr gut untermischen und der Kuchen wird ungleichmäßig. Es ist auch schnel­ler fertig mit Ausquellen unb kann bann nichts mehr von Nässe aufnehmen.

Wenn wir M ü r b t e i g Herstellen, so können wir gut an Stelle ber vorgeschriebenen Butter Zwei- brittel Rinderfett nehmen. Dies hat aber die Eigen­schaft, daß es viel spröder ist als Butter. Darum wärmen wir das Fette erst an, und dazu stellen wir . es in einen warmen Raum. Es muß weich sein, darf aber nicht fließen. Wir machen es geschmeidiger durch Zusatz eines ganzen Eis. Alte Mürbteiavor- schriften enthalten oft nur Eigelb. Eiweiß bindet aber mehr und ist jetzt am Platz. Wenn man ohne Ei bäckt, muß man etwas Milch nehmen, dabei ist nicht Zu vergessen, daß Milch kein Treibmittel ist, wie das fortgelassene Eiweiß. Darum setzen wir etwas Backpulver ober Hirschhornsalz zu. In bie flüssige Fettmasse, bie mit Ei ober Milch ober bei» bem gebunben ist, kommt ber Zucker unb muß sich erst vollstänbiq barin auflösen, ehe wir bas Mehl

Gau-Bräuteschule, von benen jüngst bie erste in Tübingen eröffnet mürbe, etwasin- bie Quere" gekommen finb, unb die am liebsten einen geheimen Aufstanb" anzetteln würben, wenn ........

o

FÜR DI

ben Kistenflächen etwas bebeefen, am besten bort ... ...__v___________ gut festgekloppt werben. Auf biese Weise können bie

sich erspährt's" Sie"bars" alt werden, die Schwester Kisten niemals umkippen Heber bas ganze Gestell ist zeitlos Es kümmert bie Kranken nicht, ob bie kann man in paffenber Län"e noch gehobelte Bret- . .

Schwester jung ober alt ist Sie empfinben nur bie ter nageln, bie bann ben Kinbern eine bequeme I unD oann hinein ins Vergnügen! Wohltat besHelfens. Und ist nicht gerade die ältere 1 Sitzgelegenheit bieten. 1.....-

mit der nachrückenden Jugend nicht mehr Schritt, halten kann, die Nerven an der Schreibmaschine im Tempo des Acht-Stundenkages langsam zu versagen 1 drohen und bie Angestelltenversicherung noch kein. sorgenfreies Altwerben sichert? Sorgen, schwer- lastenbe Brotsorgen, bie bie Schwester niemals an 1

als Beispiel nur ben ber Büroanaestellten. baut werben. Da bie Zwischenwänbe Ist nicht eine leichte Angst in ihr, wenn die Jahre bestehen bleiben, ergehen sich kleine Hi weiter rücken und sie die 40 bereits überschritten von ben Kinbern gerabezu großartia als Backofen, hat, was aus ihr werben soll, wenn sie körperlich Autogarage ober Aehnlichem beim Spiel eingeorb;

' " * ~ * " " ' net werben. In bie Mitte biefes Kistenoierecks wirb

nun weißer Sanb geschüttet, auf ben man meistens

Aber Bubbelkiste unb Planschbecken wie überhaupt alle Vergnügen in ber Spielecke finb erst wirklich schön, wenn ein beschmierter Anzug ober ein Loch in ber Hose auch bie Mutter kalt lassen. Darum trage sie Sorge für bie richtige Spielkleibung im Garten, ein Babeanzug ober ein Spielhöschen, vor allem nur kein Sonntagsanzug.

gepflegten Räumen, sozialpolitische Vorträge mit anschljeßenben Aussprachen geben in gut ünb reich­lich geregelter Freizeit eine Fülle neuer, moberner Anregungen. Unb ich frage: Ist eine Frau mit einer solchen vielseitigen praktischen und geistig hoch­wertigen Ausbildung nicht besonders geeignet, um selbst "einmal Frau unb Mutter zu fein, wenn sich ihr Gelegenheit zu^'Ehe bietet?

Unb bann für viele Frauen wohl ber größte Ge­winn: Der unbebingt gesicherte Lebensberuf. Eine Schwester ist in ihrer Arbeit keinen Unsicherheiten und Wechselfällen im Berufsleben unterworfen. Schauen wir uns einmal bie freien Berufe an: Ich

Heimat ist Gedorgensein, Heimat ist Glück. Unb biefes Geborgensein, biefes Heimatglück möchten Eltern ganz befonbers ihrer bei bem Überschuß der grauen naturgemäß nicht zur Ehe gekommenen Tochter wohl für immer bereit halten; sie können es eines Tages nicht mehr, sie müssen sie, wenn

Natürlich müssen bie Kleinen bazu erzogen werben,ll4D |lu, ,XUk uucu ulc

ben gesamten Garten sorgsam >unb schonenb zu be- Mischung von Zement unb Wasser unterrichten, hanbeln. Aber bie Spielecke soll ureigenstes Reich v m r"

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