der die Psychologie der Eingeborenen studieren wil
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Gießen, Grünberg, Mainz, Berlin, Fritzlar, Laubach, 20. Juni 1938.
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Gießen, den 22. Juni 1938.
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Nachlese zum 116er Fest.
Während sich die letzten Teilnehmer der Frode n i u s - E x p e d i t i 0 n auf die Molukken und Neuguinea mit reicher Ausbeute auf der Heimfahrt befanden, war eine neue Expedition des Frobenius- Jnstituts wieder unterwegs nach A u ft r a l i e n. In Batavia hätten die Wege der beiden Expeditionen sich beinahe gekreuzt. In diesen Tagen ist nun die neue Expedition, die aus Dr. Petri, dem Leiter der Expedition, Douglas Fox, Dr. Lommel, Agnes Schultz und Gerta K l e i ft besteht, an ihrem ersten Arbeitsplatz, dem Hafen Broome mit einer mehrtägigen Verspätung angekommen. Von hier werden die jungen Frankfurter Wissenschaftler in die Eingeborenenreseroate reisen und ihre ethnologischen, archäologischen und psychologischen Forschungen betreiben. Vorher haben, wie aus den ersten Berichten Dr. Petris heroorgeht, drei Teilnehmer der Expedition bei Port Hedland Felsbilderaufnahmen machen können. Es handelt sich dabei um alte Gravierungen, die bisher unbekannt und unveröffentlicht waren. Mittlerweile sind Dr. Petri und Fox wieder zu den übrigen ge- stoß"n und haben die Weiterreise nach Broome beendet. Die Expedition hat schwer unter der verheerenden Dürre und einer fast unerträglichen Hitze zu leiden. Nach Aussagen von Australiern soll Australien seit 52 Jahren nicht mehr eine
Fremantle ist, wie Dr. P-etr'i schildert, ein sehr schöner Hafen. Das ist allerdings auch alles, was Fremantle zu bieten hat. Die meisten Häuser, ob aus Holz oder Stein, sind in dem üblichen Kolonialstil mit Veranden und grellroten Dächern gebaut.
berichtet Dr. Petri in sehr launiger Weise: „Uns hielten die Kontrollbeamten anfänglich für eine Schauspielertruppe. Vielleicht kann man das als Kompliment auffassen. Unsere diversen Schreiben von der Bundesregierung und dem Governement of Western Australia verfehlten nicht ihren Eindruck, so daß wir bevorzugt behandelt wurden. Den Kontrollbeamten folgten auf dem Fuße die Journalisten, zwei sympathische Leute, die uns nach allen Regeln der Kunst ausfragten. Trotzdem wäre beinahe ein Unglück geschehen. Als wir m den Hafen von Fremantle einfuhren, stand ich mit einer jungen Australierin an der Reeling und unterhielt mich mit ihr in einer meinen englischen Sprachkenntnissen angemessenen Weise. Einer der Journalisten war nun überzeugt, daß ich sie heiraten würde. Nur sehr schwer war er von dieser Idee abzubringen. Da sie die Nichte des Gouverneurs von Westaustralien war, versprach er sich offenbar von dieser Kombination einen großen- Erfolg. Ick) mußte ihn in diesem Punkte enttäuschen. Schließlich haben wir nicht die Absicht, diesen Kontinent als Hochzeitsreisende zu betreten oder als solche zu gelten."
Von Perth aus begaben fid) drei Teilnehmer b« Expedition nach Porth Hedland in Nordwest-Austr!, lien, um im Pil-Barra-Distrikt die oben sck)on ai- nannten Felsbilder-Aufnahmen zu machen. Dort haben sich alle Teile der Expedition wieder vci- einigt und sind nach Broome abgereist, von wo 015 die ersten Arbeitsfahrten unternommen werden.
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Die Beerdigung findet am Donnerstag, 23. Juni, 15.30 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Das Seelenamt ist am gleichen Tage um 7 Uhr in der Pfarrkirche. Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen
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Im Rahmen der sportlichen Vorführungen zum 116er-Fest wurden die Tieffliegerangriffe undder Einsatz der MG.-Schützen zur Fliegerabwehr mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt. Unser Bild zeigt eines der Flugzeuge bei einem Angriff atif die Mannschaften, die sich mit Gewehren und Maschinengewehren verteidigten. (Aufn.: Neuner, Gießener Anzeigers
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solche Trockenheit erlebt haben. Seit Monaten ist in sonst fruchtbaren Weidendistrikten kein Tropfen Regen mehr gefallen. Auf den Farmen sprießt kein Grashalm mehr, und damit fehlt das Futter für die Schafe, die zu Tausenden den Dursttod sterben. Die Farmer versammeln sich in den Kirchen der kleinen - Gemeinden und beten um Regen. Wie Dr. Petri im letzten Brief mitteilte, hat die Hitze in jüngster Zeit ein wenig nachge- lasien. Eine schwere und auch gefährliche Plage sind weiterhin die Sandfliegen.
Die Reise bis zum Bestimmungshafen ist nicht ohne Zwischenfälle verlaufen. Kurz nach der Ueber- querung des Aequators brach eine der beiden Schraubenwellen des Schiffes, das die Expedition beförderte. Später brauch auch noch eine zweite Schraubenwelle, und schließlich wurde das Unglück vollständig durch den Tod des Kapitäns, der einem Herzschlag erlag. Mit fünftägiger Verspätung gelangte man endlich nach Fremantle. Bevor die Expedition das Schiff verließ, mußte sie sich natürlich der Paß- und Zollkontrolle unterziehen. Bei ihrer Ankunft wurde sie von dem deutschen Konsul und auch von den Vertretern Englands sehr herzlich begrüßt. Die australischen Zeitungen brachten m großer Aufmachung Bilder der Ankunft und Gespräche mit den Frankfurter Forschern. Darüber
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Wir erfüllen h;er- mit die traurige Pflicht,unsere Mitglieder von dem Tode unseres lieben Schützenkameraden
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in Kenntnis zu setzen
Die Beerdigung findet l )onnerstag, den 23. Juni, 15.30 Uhr, auf dem Neuen Fried- hoFstatt. — Wir bitten um recht zahlreiche Beteiligung.
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Gießen, den 22. Juni 1938.
Forscher von den vielen spitzbvgigen Kirch,„ mit Wellblechdächern. Sowohl Dr.
wie auch Douglas Fox wurden vom Dekan h Universität Perth aufgefordert, vor den Professor!» und Studenten einen Vortrag über die Ziele b Frankfurter Instituts und der Expedition zu halt-» Beide haben in der Universität und der Roij Society of Western Australia, einer vorwiegeH naturwissenschaftlich interessierten Gesellschaft, äor, träge gehalten. Die -Universität in Perth besteht f-ü 1913 und umfaßt nur eine naturwissenschaftliz, Fakultät. Das in den letzten Jahren errichtete bäude mit Gärten und Sportplätzen liegt sehr schz» in der Landschaft, das College ist in englische Stil erbaut und liegt mitten in einem Eukalyptus wald. Agnes Schultz hat vor der Vereinigung der Studentinnen der Universität einen Dortr:g gehalten. Die deutschen Forscher wurden überofl auf das freundlichste empfangen und eingeladen. Alle Behörden ließen der Unteknehmung roeitcb gehende Förderung und Unterstützung angedeihcz.
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nach kurzer, schwerer Krankheit zu sich in die Ewigkeit Er starb wohlvorbereitet und versehen mit den hl. Sterbesakramenten im Alter von 37 Jahren.
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Wir verlieren in dem Entschlafenen einen langjährigen Vorgesetzten, . der unser aller Achtung und Wertschätzung erworben hatte. Sein
Andenken werden wir in hohen Ehren bewahren.
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