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Kreistag der NSDAP. Wetterau Gießen-Krie-berg 2S.und 26.Jtini
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tand vor 1933 vor der Entschei- ein Fortbestehen in der Geschichte gekommen sei, oder ob gerade die
Auf Vereinbarung zwischen dem italienifchen Justizminister Solmi und dem Reichsminister der Justiz, Dr. (Bürtner, weilen italienische Strafvollzugsbeamte zu Fachstudien in Deutschland. — Reichsminister Dr. Gärtner hieß die italienischen Gäste willkommen. Der Generaldirektor des italienischen Vollzugswesens, Senatspräsident am Kassationshof, Dr. M o v e l l i, sprach über Theorie und Praxis der sichernden Maßregeln in Italien. Er ging davon aus, daß Mussolini im faschistischen Parteiprogramm einen klaren krirninal- politischen Plan aufgestellt habe, der dann im Stras- gesetzgebungswerk von 1930 verwirktlicht worden fei: -Beibehaltung der Strafe, daneben aber Verbreiterung der Front gegen die Kriminalität durch Ausbau vorbeugender und heilender Maßnahmen auf dem Gebiet der Justiz, die eine Zwischenstelle zwischen den Strafen und rein polizeilichen Maßregeln gegen das Verbrechertum einnehmen. Während die Strafe an die Schuld an-
ihren verschiedenen Formen und geartet heroortretenden neuen Zeit ür alle geworden.
punkt vertreten, wenn die in x bas Bombardement spanischer Häfen verwickelten englischen Schiffe nicht für Sowjetspanien, sondern für das nationale Spanien tätig seien. Er könne sich lebhaft vorstellen, wie in einem solchen Falle die Opposition feststellen würde, daß diese Schiffe der Profitmacherei dienten und auf eigene Rechnung und Gefahr spanische Häfen aufsuchen müßten. Die Regierung halte es für unmöglich, diese Schiffe zu schützen, ohne in den Krieg selbst einzugreifen und damit ihre ganze Nichteinmischungspolitik aufs Spiel zu setzen. England gestehe weder General Franco, noch irgendeiner anderen Macht das Recht zu, diese Schiffe anzugreifen. Die Regierung sehe jedoch keine praktische Möglichkeit, diese Angriffe zu verhindern, ohne eine Politik zn führen, die nach ihrer Ueberzeugung im Gegensatz zu den Interessen des Landes stehe. Wenn von der Opposition oorge-
hat sich schon bereit erklärt, die internationale Kow trolle an der Pyrenäengrenze mit dm Augenblick zu verhängen, wo die beiden Kommis sionen in Spanien eintreffen. Diese Kontrolle soll
iränbert.
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Dis Königsmanöver der britischen Heimatflotte.
London, 21. Juni. (DNB.» Die britische Hei- matflotte, insgesamt 80 Kriegsschiffe, lief am Dienstagfrüh aus der Bucht von Weymouth zu den alljährlich um diese Zeit stattfindenden Königsmanö- oern aus. König Georg hatte sich an Bord des Flaggschiffes „Nelson" begeben, um persönlich feine Flotte ins Manöver zu führen. Zu den Uebungen gehörte ein Tiefangriff einiger Bombenflugzeuge vom Flugzeugträger „l^ourageous", ein Angriff vom zweiten Kreuzergeschwader katapultierter Flugzeuge, ein Torpedobootsangriff sowie ein konzentrisches Feuer aus den 15-Zoll (38-cm-)Geschützen der beiden Schlachtschifte „Royal Oak" und „Revenge" auf schwimmende Zielscheiben. Desgleichen richteten die beiden neuen Kreuzer „Southampton" und
Einigung im Nichieinmischungsausschuß
Oer britische plan einstimmig angenommen.
und die baltischen Staaten noch von den politischen Erdbebenstößen verschont geblieben seien, so bedeute' das zwar ein augenblicklich beruhigendes Moment für diese Völker und für Europa überhaupt, aber es sei nicht unmittelbar ein Zeichen dafür, daß sich diese Völker und Staaten, auf die Dauer gesehen, den großen Auseinandersetzungen zu entziehen vermöchten. Der Kampf zwischen der Tradition und "
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gert werden.
Englischer Optimismus
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Tag des Nordens.
Alfred Rosenberg über die gemeinsame Verpflichtung Europas.
Lübeck, 21. Juni. (DNB.) Der Schluß der 5. Reichstagung der Nordischen Gesellschaft in Lübeck gewann besondere Bedeutung durch eine Rede des Reichsleiters Alfred Rosenberg, der auf die Gemeinsamkeit zwischen den Völkern Europas hinwies, gleichgültig, ob man diese Schicksalsgemein- fchaft heute schon erkennen wolle oder ob sich größere Gruppen noch aus überlebten Gedankengängen heraus dieser Tatsache gegenüber verschließen wollten. Wenn der skandinavische Norden
Oer Schuh der Zivilbevölkerung im Lustkrieg
Chamberlain über die Schwierigkeiten einer völkerrechtlichen Regelung.
knüpfe, sei die sichernde Maßregel Rechtsfolge krimineller Gefährlichkeit. — Staatssekretär im Reichsjustizministerium Dr. Freister sprach über Fragen der Sicherungsverwahrung in der deutschen Praxis, die sich von den sichernden Maßregeln des italienischen Rechtes nicht unwesentlich unterscheidb, jedoch werde die Gleichartigkeit des Zieles durch die Verschiedenartigkeit des Weges nicht beeinträchtigt.
3m Juli Oieustruhe für das TlGFK.
Berlin, 21. Juni. (DNB.) Der Korpsführer des NS.-Fliegerkorps, Generalleutnant C h r i ft i - ansen, hat folgenden Korpsbefehl erlassen: Der Monat Juli dient der Erholung aller NSFK.-Füh- rer und -Männer und dem Sammeln fliegerischer Kräfte für die zahlreichen und wichtigen vor uns liegenden Aufgaben. Ich ordne daher an, daßim Monat Juli jeder Sturmdienst, ausgenommen Segelflug, im NS.-Fliegerkorps ausfällt. Außerdem find alle angesetzten bzw. laufenden Lehrgänge und Wettbewerbe ausgenommen.
Rentenerhöhung für Militärdienst- und Kriegsdienstzeiten.
.Berlin, 21. Juni. (DNB.) In dem Gesetze über den Aufbau der Rentenversicherung von 21. Dezember 1937 ist vorgesehen, daß die aktive Dienstzeit der Soldaten des neuen Heeres sowie die Zeiten des Reichsarbeitsdienstes eine Erhöhung der Rentenansprüche bewirken sollen, obwohl für diese Zeiten keine Beiträge entrichtet zu werden brauchen. Ferner beseitigt das Gesetz die Härte, daß bisher den Jnoalidenoersicher-- ten im Gegensatz zu den Angestelltenoersicherten die Kriegsdienstzeiten für ihre Renten nicht angerechnet wurden. Die näheren Anordnungen, insbesondere über die Rentensteigerungen, sind Ausführungsvorschriften überlassen, die voraussichtlich bald ergehen werden. Nachteile für die Versicherten entstehen aus der Verzögerung nicht, weil alle Beträge nachgezahlt werden, sobald die Ver-, ordnung erlassen ist.
Sachsen-Anhalt, 2. die Mannschaft der Inspektion Südbayern und 3. die Mannschaft der Inspektion Hannover-Braunschweig. Als Abschluß der Sonnwendfeier wurde von den vereinigten Musikkorps der Polizei Hamburg und Bremen zum ersten Male der Zapfen st reich der deutschen Polizei zu Gehör gebracht.
Zusammenarbeit
deutscher und italienischer Rechtswahrer
In Rom begann die Arbeitsgemeinschaft für die deutsch-italienischen Rechtsbeziehungen ihre Arbeitstagung. Die Reihe der Vorträge begann der Justizminister Solmi mit grundsätzlichen Darlegungen. Der Vorsitzende der deutschen Gruppe, Präsident des Volksgerichtshofes, Dr. Thierack, gab der Erwartung Ausdruck, daß die beiden Völker viele verbindenden Ideen im Recht finden würden.
Reichsminister Dr. Frank wies auf die große Bedeutung des römischen Rechts als eines klassischen Kulturdenkmals hin. Aüch der deutsche Rechtswahrer werde nach wie vor an ihm die Kraft eines logisch aufgebauten Rechtssystemes erkennen können. Das deutsche Recht, das auf den rassischen, sittlichen, völkischen und staatlichen Grundlagen germanischer Prinzipien aufbaue, stehe nicht etwa im Gegensatz zum römischen Recht, sondern das deutsche deckst des Nationalsozialismus sehe seinen schärfsten Gegner in seinem liberalistischen marxistisch- demokratischen Vorgänger. Das nationalsozialistische Reich baue seine Rechtsordnung auf fünf großen Substanzwerten unseres Volkes auf: Rasse, Boden, Arbeit, Reich und Ehre. Der Faschismus und der Nationalsozialismus seien sowohl Weltanschauung wie Staatsmaxime. Aus diesem Kontakt der römischen faschistischen und der deutschen nationalsozialistischen Rechtsordnung und Rechtsgesinnung möge em weiterer Baustein für politische, soziale und kulturelle Zusammenarbeit der befreundeten Nationen erstehen.
London, 21. Juni. (Europapreß.) lieber die zweieinhalbstündige Nachmittagssitzung des Nichteinmischungsausschusses wurde eine längere Verlautbarung betanntgegeben, die feststellt, daß die Verhandlungen zur einstimmigen Annahme des englischen Planes für die Zurückziehung der ausländischen Freiwilligen in Spanien, die Gewährung der Rechte von Kriegführenden an die beiden spanischen Parteien und die Wiederherstellung der Land- und Seekontrolle geführt haben. Das zur Beratung stehende Schriftstück, so heißt es in der amtlichen Verlautbarung weiter, werde umgearbeitet und nach Fertigstellung sämtlichen Mitgliedern des Ausschusses zugeleitet werden, damit es dann in einer Vollsitzung des Nichteinmischungsausschusses angenommen werden könne. Hierauf werde der Plan den beiden spanischen Parteien zugeleitet. *
In seiner Nachmittagssitzung beschäftigte sich der Nichteinmischungsausschuß auch mit der Finanzierungsfrage. Die sowjetrussische Regierung hat sich bisher noch nicht dazu bereit .erklärt, ein Fünftel der bei der Durchführung des englischen Planes entstehenden Kosten zu tragen. Man hofft jedoch, daß diese Schwierigkeiten in der nächsten Sitzung des Ausschusses überwunden werden können.
Der britische Plan zur Zurückziehung der Freiwilligen aus Spanien sieht zunächst die Entsendung zweier Kommissionen nach Spa- n i en vor, um die ausländischen Freiwilligen zu zählen und zu klassifizieren und schließlich deren Abtransport vorzubereiten. Weiter soll die Lanb- und Seekontrolle verstärkt werden. Nachdem eine wesentliche Zurückziehung von Freiwilligen erfolgt ist, sollen dann den beiden Parteien die Rechte Kriegführender zugestanden werden. Nach endgültiger Annahme des Planes durch die Vollsitzung des Nichteinmischungsausschusses dürfte der erste Schritt der sein, an beide Seit en in Spanien heranzutreten, um deren Zustimmung zur Entsendung der Kommissionen zu erhalten. Frankreich
L o n d o n , 21. Juni. (Europapreß.) Im Unterhaus sprach Ministerpräsident Chamberlain vor einem bis auf den letzten Platz besetzten Hause und überfüllten Galerien. Der Ministerpräsident wies den Vorstoß der Opposition, in einer Weise zurück, die ihm wiederholt stürmischen Beifall von den Regierungsbänken brachte, während die zahlreichen Zwischenrufe und Einwürfe der Linken deutlich zeigten, daß die Ausführungen des Ministerpräsidenten der Opposition höchst unbequem waren.
Der Ministerpräsident, von lauten Zdrufen begrüßt, begann mit der Feststellung, daß er die vom Vertreter der Opposition gemachten Ausführungen über die furchtbaren Auswirkungen des modernen Krieges auf die Zivilbevölkerung unterstreiche. Man könne sich nicht der Tatsache verschließen, daß die Entwicklung der Luftwaffe dem Krieg eine ganz andere Bedeutung gegeben habe und ^Fragen aufwerfe, die es in der Vergangenheit nie gegeben habe. Mit der Einführung neuer Waffen entstehe naturgemäß eine neue Lage und diese erfordere eine Ausdehnung des bestehenden Völkerrechts. Im Augenblick sei der Luftkrieg in keiner Weise durch internationale Abkommen Beschränkungen unterworfen, es gebe aber für den Land- und Seekrieg gewisse internationale Regeln, die auch auf den Luftkrieg anwendbar seien und deren Anwendung die englische Regierung stets gefordert habe. Sie suche nach einer praktischen- Formel, die sie den anderen Ländern als Derhandlungsgrund- lage unterbreiten könne.
Inzwischen könne er jedoch feststellen, daß es drei internationale Grundsätze gebe, die auch auf den Luftkrieg anwendbar seien. Zuerst widerspreche es dem Völkerrecht,, die Zivilbevölkerung als solche zu bombardieren. Zweitens verlange das Völkerrecht, daß die Ziele eines Bombardements nur militärische Objekte seien und als solche einroanbfrei feststellbar sein müßten. Drittens müsse frei allen Luftbombardements auf militärische Objekte darauf geachtet werden, -daß die Zivilbevölkerung in der Nachbarschaft nicht versehentlich in das Bombardement verwickelt werde. Die Anwendung dieser drei Grundregeln stoße auf gewisse Schwierigkeiten. Es sei sehr schwierig, festzustellen, ob die in der Nähe eines militärischen Objektes auf die Zivilbevölkerung nieder-^ gehenden Bomben vorsätzlich oder versehentlich abgeworfen worden seien. Bei einer Geschwindigkeit der Flugzeuge von nahezu 600 Kilometer in der Stunde sei es sehr leicht möglich, ein militärisches Ziel zu 'verfehlen. Er halte es für unmöglich, festzustellen, ob ein Pilot es an der genügenden Vorsicht habe fehlen lassen. Es diene keinem praktischen Zweck, wenn man theoretische Regeln aufstellen wolle und dabei die sich aus der Praxis ergebenden Schwierigkeiten übersehe. Aus diesen Erwägungen heraus habe die englische Regierung es sich zur Aufgabe gemacht, "die allgemeine Atmosphäre so zu verbessern, daß die Aussichten auf eine Regelung des Luftkrieges günstig erschienen.
Die englische Regierung habe,nicht die Absicht, den die spanischen Hvheitsgewässer befahrenden englischen Schiffen einen besonderen Schutz angedeihen zu lassen. Auch die Opposition würde seinen Stand-
Glasgow" ein konzentrisches Feuer auf die vom Zerstörer „Shikari" aus ferngelenkte „(Senturian", Zu den besonderen Uebungen des Manövers zählte ferner ein Abwehrfeuer dreier Schiffe des zweiten Kreuzergeschwaders gegen das ferngelenkte Flugzeug „Queen Bee". — Tausende von Zuschauern hatten sich bei schönstem Sommerwetter an der Küste eingefunden, um das Auslaufen der Flotte zu beobachten.
Keine Isolierung Englands.
London, 22. Juni. (Europapreß.) Gegen die Versuche, England in eine Jsolierungspolitik zu treiben, wandte sich Außenminister Lord Halifax auf einem Abendessen des Königlichen Instituts für .internationale Angelegenheiten. Das englische 23oIL so betonte er, würde es als unwürdig empfinden, wenn England sich nicht mit seinem'ganzen Gewicht in die Waagschale werfen würde, wenn es gelte, internationale Schwierigkeiten zu lösen. Das englische Volk habe begriffen, daß heute d i e ganze Welt irgendwie miteinander verbunden und aufeinander angewiesen sei, und daß aus diesem Grunde jede Jsolierungspolitik unangebracht sei. „Das soll jedoch nicht heißen, daß England in Streitigkeiten verwickelt werde, die es nichts angehen. Das heißt jedoch auf der anderen Seite, daß wir erkannt haben, dah die Tatsachen eines Tages stärker sind als der Wille von Menschen, und daß, wenn eines Tages ein Krieg ausbricht, niemand sagen kann, wo er enden mag. 1914 hätte niemand gedacht, daß Amerika in einen Krieg verwickelt werden würde, weil ein österreichischer Erzherzog ermordet wurde."
Verzögerung in Prag.
Meinungsverschiedenheiten im Ministerrat
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zu einem Ende gekommen sei, ober ob gerade l Tiefe des Falles die Voraussetzungen für eine Wiedergeburt darstelle. In einem großen Ringen um die Seele des deutschen Volkes einigte sich die ganze Nation um die Persönlichkeit des Führers. So ist aus der t ie f ft e n Niederlage d i e größte Wiedergeburt erwachsen, und alles das, was die Männer der großen deutschen Vergangenheit bewegt hatte, wenn sie vom Reiche sprachen und nach einer inneren Einheit riefen, ist geschichtliche Wirklichkeit geworden. In wenigen Jahren hat das Deutschland Adolf Hitlers die Ernte eines ganzen Jahrtausends nach Hause getragen. Diese geschichtliche Tatsache muß naturgemäß irgendwie hinüber schwingen weit über die politischen Grenzen, weil die deutschen Probleme, die zunächst einmal unmittelbar sozial-politisch gestellt waren, auch die Probleme der übrigen Völker sind, mag auch die Entwicklung bei anderen Natio- uen langsam gehen, weil sie nicht unter dem unmittelbaren Schicksalsdruck stehen. Wir alle stehen unter hm Schicksal Europas und müssen dieses gemeinsame Schicksal als Verpflichtung empfinden, weil am Ende d i e Existenz des weißen Menschen überhaupt von dieser Einheit des europäischen Kontinents abhängt! Das fordert aber auch, daß man den Instinkt für das aufbringt, was sich absolut feindlich gegen die Lebensgrundlagen aller europäischen Staaten richtet. Auch muß jener furchtbare Versuch einer Weltzerstörung, der von Moskau aus schon viele Völker in ein Meer von Blut getaucht hat, abge- lehnt werben!"- (Stärkster Beifall.) Reichsleiter Rosenberg sprach bie Hoffnung aus, daß immer mehr Kräfte in allen um die Nord- und Ostsee gelegenen Völkern sich an bie Wurzeln ihres völkischen kulturellen Wesens erinnern, unb baß sie alle in ihrer Weise entschlossen fein müßten, inmitten eines großen gemeinsamen Schicksals sich ihrer Art gemäß zu formen. •
nicht bestimmen. Cs läßt sich nicht sagen, ob" die moralische und politische Kraft Japans in ber Sage ist, die immanenten nationalen Kräfte Chinas einzufangen unb zu leiten, um bann bie große pan- asiatische Jbee zu verwirklichen, wozu bie militärische Überlegenheit, bie Okkupation ber Hafenplätze unb Bahnlinien, die Ausrottung von „Banditen" mit Feuer und Schwert keineswegs genügt.
Japan fefbft befindet sich erst im Stadium der Erneuerung, die noch keine endgültigen Formen angenommen hat. Die Kräfte hierzu sind eigene, japanische. Chinas Erneuerung, wie sie von Tfchiangkaischek eifrig unb erfolgreich betrieben würbe, stand stark unter europäisch- amerikanischem Einfluß. Im Hintergrund lauern die Lockungen ber Kommunisten, bereu Führer Wan Min die Moskauer Schule durchlaufen 'hat. Dieser frembe Prophet kann zunächst nur das Chaos versprechen, um nachher „alles neu zu machen". Nichts ist dem in Familienverbände ge- glieberten, beruflich in Gilben organisierten chinesischen Volk, seiner Religion unb Philosophie, feiner tausendjährigen Kultur frember, als eben die ursprünglich westliche Lehre der Kommunisten. Japan verheißt Befreiung von allem Fremben. Die Frage ist, ob bie japanische Führung tatsächlich die eigenes chinesischen Kräfte zur asiatischen Erneuerung de» vs^-eichsten aller Staaten zu entfesseln vermag.
Die Haltung der europäischen Mächte, vor allem Englands und seines amerikanischen Gefolgsmannes ist in dem chinesisch-japanischen Konflikt durch eine Passivität, eine Müdigkeit charakterisiert, die taktisch bedingt sein mag, die aber in diesem Augenblick, wo vielleicht, wahrscheinlich Geschichte gemacht wird, auch geschichtliche Folgen hat. Diese Unlust zum offenen Kampf, zur Primitivieruna der politischen Probleme bis hinunter auf die Probe der Waffen, kennzeichnet oorläufig auch die Haltung der S o w j e t u n i o n, die ihre inneren Schwierigkeiten hat. Dieser geopolitische Zwitterstaat, der auf Äsien und Europa lastet, ist die große Unbekannte in jeder Berechnung des weiteren Schicksals. Nichts kann in Moskau willkommener sein, als der japanisch-chinesische Konflikt, der die Entwicklung in China nach den Methoden Tschiang- kaischeks aufhält ober abschneidet, der anderseits Japan vor Probleme stellt, die für feine Kräfte sicherlich kein Kinderspiel sind. Auch die Zurück- drängung der weißen Interessen aus Ostasien ganz allgemein kann Moskau nur recht fein. Dort sitzt der lachende Dritte! (Fortsetzung folgt!)
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Oie Sonnwendfeier der deutschen Polizei.
Zum ersten Male beging die deutsche Poli- 3 e i bie Feier der Sommersonnwende. Die Hauptfeier war die große, von Polizei, und Hitler- Jugend gemeinsam durchgeführte Sonnwendfeier am Holftentor in Lübeck, gleichzeitig der Abschluß der Reichstagung der Nordischen Gesellschaft. Von hohen Masten flatterten die Fahnen des Reiches, mit ihnen gemeinsam die Banner aller Länder des Nordens. Ein gewaltiger Flam- menftoß war geschichtet. Nach einer festlichen Bläser- musik und dem von einigen Hitlerjungen gesprochenen Feuerspruch nahm General Daluege das Wort zur Flammenrebe. Sodann erfolgte die Ehrung der Sieger bei den Polizei'meister- schaften 1938: 1. die Mannschaft der Inspektion
versteht man in erster Linie die Regelung der finanziellen Seite und weiter die zu erwartenden Verhandlungen mit den beiden spanisich en Parteien, die das Schlußwort bei der Behänd, hing des Freiwilligenproblems ab geben müssen. Sowohl von Burgos als auch von Barcelona fehlen bisher Andeutungen, ob man bie Bemühungen des Nichteinmischungsausschusses um bie Zurückziehung ber ausländischen Freiwilligen unterstützen will ober nicht. Eine solche Unterstützung ist jedoch notwendig, wenn die feit einem Jahr geführten Gespräche im Nichteinmischungsausschuß über die Zurückziehung der Freiwilligen einen Zweck gehabt haben sollen.
' In der englischen Presse herrscht Zuversicht, der Beginn der Arbeiten der beiden nach Spanien zu entsendenden Ausschüsse werde vielleicht einen Waffen st illstand ober aber zum mindesten ein vorübergehendes Einstellen der Feindseligkeiten mit sich bringen. Doch man weiß noch nicht, wann die Entsendung der Ausschüsse möglich sein wird. Schließlich aber hat der englisch-italienische Gedankenaustausch zu einer Hebung der britiscyen Stimmung geführt.
damit zu rechnen, daß solche Zwischenfälle sich immer wiederholen. Nur eine befriedigende Lösung der spanischen Frage, so schloj Chamberlain, könne diesen Zuständen ein Ende machen, unb die einzige befriedigende Lösung sii! die Beendigung des Kriegs. England halt» nach _roie vor an der Nichteinmischunaspolitik fefl und prüfe immer Dieder von neuem die Möglich feiten einer Beendigung des spanischen Krieges/ Wenn einmal die Zeit dazu gekommen fei, werde sie entweder allein oder zusammen mit anderen Mächten ihre Vermittlung für eine Beendigung be?' bedauerlichen Konfliktes anbieten.
Prag, 21. Juni. (Europavreß.) Entgegen den ursprünglichen Erwartungen fanden am Dienstag lediglich vertrauliche Besprechungen bes mit ber Entscheidung politischer Fragen betrauten Minister- aus chusf^s statt. Die angekündigte Unterredung des Ministerpräsidenten mit den Führern der Koalitionsparteien ist unterblieben. — Das Parlaments- Präsidium, das gleichfalls für Dienstag- einberufen war; hat sich lediglich mit administrativen F>-ige» beschäftigt, hingegen keinerlei Beschluß über die Elifr berufung ber Nationalversammlung gefaßt. Alles spricht für eine Verzögerung der innenpolitischen Lage, hervorgerufen dadurch, daß unter den politischen Ministern Meinungsverschiedenheiten über die Form ber Lösung ber Nationalitätenfrage entstanden sind. Hauptträger des Widerstandes sind bie tschechischen Klerikalen, benen sich bie tschechischen V o l k s s o z i a l i st e n an geschlosst Durch bie^e Schwierigkeiten hat das Arbeitsprogramm ber Regierung für bie laufende Woche eine Umstellung erfahren. Vor ällem ist noch immer kein Tag festgesetzt für die Wetterführung ber Verhandlungen mit der S u d e t e n d e u t s ch e n Partei,
jiipinfl, 2 _*whe; London, 22. Juni. (Europapreß.) Der Der. win in 51on lauf der Dienstagsitzung des Nichteinntischungsaus- MDr Trup schuffes hat den seit wenigen Tagen irk (England [)in, bafe herrschenden hoffnungsvollen Grundton bei der Äämp1
Handlung der spanischen Frage verstärkt, wenngleich k,, japanische man sich auch nicht verheimlicht, daß noch gro^ Irii, bie die CI unb schwierige Aufgaben zu lösen bleiben. DarunterM^ haben
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Uangegrissen m in der lehle w (ein.
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schlagen würbe, den englischen Generalagenten i, Burgos abzuberufen, so glaube er nicht, daß einer1- toj solche Abberufung die Haltung General Franco;
beeinflussen könnte. Solange der Krieg anhalte, (eiI^:^Mtel!
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zunächst 30 Tage in Krqft bleiben. Wenn bi; uh.; . zum Ende dieser Zeit der Abtransport noch nicht Wrvo^ begonnen hat, wohl aber Aussicht auf dessen Beginn besteht, soll sie um weitere zehn Tage verlän.


