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M. Zahrgang

Mittwoch, 22.3uiti1958

Gietzener Anzeiger

ZU

Viertel-

Kriege in sich schließen, beseitigt

n.

Leichen lühen.

iböf

kommender werden.

Deutschland

Es kann auf

baren träges eins aus dann die

lismus aus den Händen der alten Kämpfer übernehmen und voranzutragen.

Entrüstete Pfuil-Rufe wurden im ganzen Stadion taut, als Dr. Goebbels ausrief:Ist es nicht geradezu empörend und treibt es einem nicht die Zornesröte ins Gesicht, wenn man bedenkt, daß in den letzten Monaten nicht weniger als 3 0 0 0 Juden nach Ber­lin eingewandert sind? Was wollen die hier? (Erregte ,,Raus!"-Ruse.) Sie sollen da­hin gehen, woher sie gekommen sind, und sie sollen uns nicht noch weiter lästig fallen. Sie sollen nicht so tun, als wenn es eine national­sozialistische Revolution überhaupt nicht gegeben hätte."

rbelt mit imäher, sprenget ) Rasen, ,h diese"

nicht mehr möglich ist, auf die Dauer Volk von Volk zu trennen. Wenn ich also bei dieser fest­lichen Gelegenheit erneut an die Welt appel­liere und von ihr Einsicht und Vernunft for­dere, so tue ich das nicht als Chauvinist, son­dern als Mensch mit gesundem Menschenver­stand. Deutschland bildet keine Kriegsgefahr: es will nur, daß die Elemente, die die Ursachen

tr-iurigen Erfolges rühmen, daß sie 117 wehr- lcl e n Menschen darunter 30 Männer, fünf tfauen und 82 Kinder mitten heraus aus ini blühenden Leben einen schrecklichen Tod be- teitet hatten und daß weitere 140 Unglückliche, dar- Mer 48 Männer, 20 Frauen und 7 2 Kinder,

re:wundet in ihrem Blute lagen. Jammernd irrten mzweifelte Mütter unter schrecklich verstümmelten

genheit genug, in Berlin ihre schmutzige Gesck)äfte- macherei den Augen der Oeffentlichkeit zu entziehe

aufgespalten in Konfessionen und Parteien, sondern zusammengefunden in neuerwachtem Leben der völkischen Blutsgemeinschaft. In' stolzem Bewußt- seit unserer Kraft *beugen wir uns vor dem ewigen Schöpfer als dem, der uns begreifen läßt, daß die­selbe Kraft, die uns erstehen ließ, uns auch den Kampf auferlegte. Wir begreifen in der Sonnwend­nacht, daß es im ewigen Wechsel nicht nur Jahre, sondern auch Geschlechter gibt. So schließe sich uni das Feuer der Sonnwende ein Volk von 75 Mil­lionen, das in feinen Geschlechterfolgen sich einig fühlt. Nicht Nomantik ist es, die uns hinausruft zur Sonnwendfeier. Nicht, was in ein oder zwei Menschenaltern verlören wurde, sondern was in 500 Jahren versäumt wurde, das zu schaffen, sind wir angetreten. So sehen wir vor uns die wunder­bare Sendung Adolf Hitlers, begreifen die ganze Größe seiner Arbeit, die ganze Schwere seines Werkes. Mögen meine jungen Mitkämpfer in dieser Stunde begreifen, daß die Kämpfe aussichtlos sind, wenn sie nicht in den Realitäten dieser Welt ihren Rückhalt finden.

Als Reichsminister Rust geendet hatte, loderte der Holzstoß auf, dem zum Gedenken der Toten der Freiheitskriege, des Weltkrieges, der national­sozialistischen Bewegung sowie der Brüder und Schwestern jenseits der Reichsgrenze Kränze über­geben wurden. Während die Flammen gegen den nächtlichen Himmel loderten, erklangen die Natio­nalhymnen. Dann empfing Reichsminister R u st ditz fünfzehn Mitglieder der italienischen Abord­nung unter Führung des italienischen Studenten­führers M e z z a m a.

Mit Nachdruck betonte dann Dr. Goebbels, daß die Auseinandersetzung mit dem internationalen Judentum in Berlin legal und stre-ng nach dem Gesetz von der Partei und vom Staate und nicht von der,Straße vollzogen werde. Im übrigen würde schon durch gesetzliche Maßnahmen dafür gesorgt, daß in absehbarer Zeit der jü­dische Einfluß auch in der Wirtschaft gebrochen werde, ßr richte das Ersuchen an die Juden, nicht weiterhin so provokatorisch in der Oeffentlichkeit aufzutreten. Die Bevölkerung for­derte er auf, Disziplin zu halten, nicht zu Einzel­aktionen zu schreiten und dem Staate das weitere zu überlassen. Dr. Goebbels gab vor allem den nach Berlin in der jüngsten Zeit zugewander- t en Juden den dringenden Rat, Berlin möglichst schnell wieder zu verlassen. Wenn sich im übrigen die marxistisch-jüdische Auslandspresse so sehr für die Zurückweisung jüdischer Unverschämtheiten interessiere und von Unterdrückung spreche, so könne er nur empfehlen, sich näher mit .ber Terrorisierung und brutalen Unterdrückung von dreieinhalb Mil­lionen Deutschen in einem anderen Lande zu befassen. >

Deutschland will den Frieden, aber nicht den Kirchhofsfrieden, ber* in Versailles organisiert werden sollte. Wenn man im Auslande etwas für den Frieden tun will, dann soll man mög­lichst schnell dafür sorgen, daß die u n h a l t -

Bedingungen dieses Ver- verschwinden. Wenn die Völker dem Kriege gelernt haben mühten, Tatsache, daß es im 20. Jahrhundert

des Westmarkgaues Koblenz-Trier. Der stellvertre­tende Gauleiter schloß die Kundgebung mit einem jubelnd aufgenommenen Sieg-Heil auf den Führer. Unter dem Donner von Böllerschüssen marschierte dann die Alte Garde inmitten eines Spaliers vieler tausend Fackelträger durch die im festlichen Lichter­glanz erstrahlenden Straßen der alten Stadt zur JTremris", wo die Junker der Ordensburg Vogelsang den Ehrenzeichenträgern eine wür-

Deutschland will nur sein Lebensrecht

Aeichömmister Goebbels spricht auf der Berliner Sonnwendfeier.

nationalen Stolz zubückgegeben. Das war vielleicht unter seinen vielen Taten die größte Tat. Ich glaube, wenn dieses Volk seinem Führer so treu bleibt, wie der Führer seinem Volk treu bleibt, dann braucht uns um die Zukunft nicht bange zu fein. Deshalb wollen wir es aufs neue geloben im Scheine dieser niedersintenden Flammen: Dem Volke unsere Arbeit, dem Führer unser Herz! Die Nation, das Reich, der Führer Sieg-Heil!"

Begeistert stimmen die Massen in den Gruß an den Führer ein, und feierlich klingen die Hymnen der Nation zum nächtlichen Himmel empor.

dige Feierstunde gestalteten. Ihr lag der Gedanke zugrunde, den Kampf und das Werden der Alten Garde in einer durchaus neuen Form im Wechsel von Musik, Einzelsprechern Und Chören zu zeigen und zugleich darzustellen, daß schon heute hinter der Alten Garde eine neue Garde des Führers steht, die bereit ist, das Banner des Nationalsozia-

Trier ehrt die Alte Garde.

Der Auftakt \ur Westmark-Fahrt der Alten Nardc.

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rM- 1

Berlin, 22. Juni. (DNB.) Im Olympiastadion beging die Reichshauptstadt ihre Sonnwendfeier. Gegen 21 Uhr war das ganze Oval des Olympia­stadions bis auf den letzten Platz besetzt. Gaupropa­gandaleiter Wächter eröffnete die Feier mit Worten des Gedenkens an die vor zwei Tagen tödlich ver­unglückten Kameraden der SA.-Gruppe Berlin- Brandenburg. Gewaltig erklang dann der letzte Satz aus Beethovens Neunter unter der Stabführung von Eugen I o ch u m. Bei den Klängen des Feuer­zaubers aus WagnersWalküre" marschierten 200 Fa'hnensch'winger ein, 3000 Fackelträger bildeten ein riesiges Hakenkreuz, das sich unter begeistertem Jubel der Menge zum Sonnenrad umbildete. SA.- Obergruppenführer von Jagow gab dann die Anweisung zum Entzünden des Feuers der Sonn­wende. Dann nahm Berlins Gauleiter, Reichs­minister Dr. Goebbels, das Wort.

ör. Goebbels spricht.

Er begann bei dem Sinn der Feier: Der Natio­nalsozialismus habe den alten germanischen Brauch der Sonnwenofeier aus dem Erleben unserer Tage wieder zu Ehren gebracht, Hube Brauchtum der Väter und Empfinden des modernen Menschen des 20. Jahrhunderts verschmolzen. Fast wie ein Mär­chen mute es an, wenn auch inmitten des Häuser­meeres und der endlosen Asphaltstraßen dieser Vier­einhalbmillionenstadt das Fest der Sonnenwende feierlich begangen werde. Dem Nationalsozialismus sei es in einem harten siebenjährigen Kampf ge­lungen, aus der ehemals nach Moskau rötesten Hauptstadt Europas eine echte deutsche Stadt zu machen, er habe wohl zweifellos auch ein Recht darauf, daß diese Ergebnisse dieses Kamp­fes nicht in Zukunft wieder verlorengingen. Tosen­der Beifall erhob sich, als der Gauleiter erklärte: Wir haben nicht sieben Jahre in Berlin gegen das internationale Judentum gekämpft, damit es sich heute im nationalsozialistischen Berlin beinahe breiter macht als je zuvor. Gegen diese provokative Haltung des internationalen Judentums in Berlin müssen wir schärfstens protestieren." Mit­unter habe man fast den Eindruck, daß sich die Juden in Berlin noch genau so wohl fühlten wie vor unserer Revolution, sie fänden offenbar Gele-

will nur f e in Lebensrecht. , sein Lebensrecht gar nicht Verzicht leisten, und wir haben auch keineswegs die Absicht, uns für dauernd in die Kategorie der Habenichtse einreihen zu lassen. Diese große Lehre hat uns der Führer gelehrt. Er hat unserem Volke seinen

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Deutscher Giudententag in Heidelberg

Heichsminister Rust spricht auf der Sonnwendfeier.

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Er|d)etm rüg ttch, außer Sonntags und Feiertags Belagen: Die Illustrierte Heßener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle

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Asien uud der lachendeSritte.

23on Willy Ostlinq.

Wir veröffentlichen heute den ersten Auf­satz einer drei Beiträge umfassenden Arbeit eines hervorragenden Kenners der fernöst­lichen Probleme.

I.

Ein Krieg erklärt oder nicht erklärt ist im Fernen Osten im Gange, der um nichts Geringeres als die Vorherrschaft in Asien geht. Die japanische Politik hat sich in der Kennzeichnung ihrer Ziele immer durch eine Offenheit ausgezeich­net, die ihresgleichen sucht. Eben deshalb sind staatsmännische Aeußerungen aus dem Jnselreich, die programmatischen Charakter trugen, nicht ver­standen oder nicht gewürdigt worden,' weil nach den landläufigen Vorstellungen die Politik eine Geheim­kunst ist. Die Stellung als Großmacht hat Japan sich mit Blut erfochten, vor 33 Jahren, als die Festungswerke von Port Arthur genommen, die Flotte Roschdestwenskis bei Tsuschima vernichtet wurde. Die Beteiligung Japans am Weltkrieg war ein politisches Manöver, das nur ihm und nicht der Entente Vorteile brachte. War es 1905 ge­lungen, die russische Expansion nach dem Pazifik lahmzulegen, so öffneten 1914 die europäischen Großmächte den Japanern die Tür nach dem poli­tisch luftleeren Raum des ostasiatischen Festlands als gleichberechtigten Bundesgenossen. Der Haupt­interessent England muß heute feststellen, daß der japanische Freund von ehemals dem traditio­nellen Freundschaftsverhältnis zwischen Roß und britischem Reiter längst entwachsen ist .und aus seiner englandfeindlichen Haltung kein Hehl mehr macht.

Das China des 20. Jahrhunderts war ein politisches Luftdrucktief, solange bis Dr. Sun- jatsen'die nationale Flamme entfachte. Ihre lodernde Glut erstickte den Brand des Bürgerkrieges zwischen den Generälen. Sie schlug gegen d i e Fremden, Europäer und Japaner. Die Japaner nun behaupteten, daß es die Schwarzkunst der eng­lischen Propaganda war, die alle chinesisch-natio­nalistische Fremdenfeindlichkeit gegen Japan zu richten verstanden habe. Sie übersehen dabei das eine: nämlich daß China von England und die «ilberpreispolitik der Vereinigten Staaten diejenige materielle Unterstützung seiner Finanzen erhielt, die Japan nicht zu leisten imstande war. Sollte die chinesische Revolution nicht im kommu­nistischen Chaos untergehen, sollte sie einen evolu­tionären langsamen Wege nehmen, bedurfte sie dieser Mittel, deren Anwendung allerdings den Frieden voraussetzte.

Auch 'Japan so versichern die Japaner be­grüßt den erwachenden chinesischen 'Nationalismus und in der politischen Werbung gegenüber den Chi­nesen spielt der Hinweis eine große Rolle, daß die aufgehende rote Sonne den Weg zur wahren Befreiuung vom Einfluß der Frem­den, von ihren exterritorialen Settlements und drückenden Vorrechten, ihrer Konsulargerichtsbarkeit und Oberhoheit über /die wichtigsten Staatseinnah­men weist. Den Beweis hierfür hat Japan aber bisher weder in Korea noch in Mandschukuo er-, bracht. Zwar sind die Fremden von dort vertrie­ben, aber die japanische Kolonialpoli- t i k gegenüber der Bevölkerung unterscheidet sich nicht viel von dem, was England in Indien, Frank­reich in Marokko betreibt. Wer überhaupt versucht, den japanischen Expansionsdrang mit Ziffern über die Bevölkerungsdichte, die Uebervölkerung des In- sclreichs, mit feinen Ernährungsschwierigkeiten ma­teriell-ökonomisch zu begründen, gerät auf Abwege. Weder in Korea noch auf Formosa, ja selbst auf der nördlichsten altjapanischen Insel Hokkaido sind die vorhandenen Siedlungsmöglichkeiten ausgenützt. Bei vielerlei großen Möglichkeiten beispielsweise zur Viehzucht sind diese bisher fast ungenutzt geblieben. Wir haben uns, wenn wir Japans Poli­tik verstehen wollen, mit der rational nicht erklär­lichen Tatsache abzüfinden, daß in diesem starken Volk em historischer Wille lebendig wird, der den Lebenden den Kampf aufzwingt, obwohl sie es sich vielleicht bequemer machen könnten. Der Glaube an die asiatische Sendung Japans ist wahrscheinlich sehr viel mehr als der imperia­listisch-kapitalistische Drang der europäischen Groß- Mächte im 19. Jahrhundert, der in erster Linie ma­terielle Grundlagen hatte.

Wollten die Japaner auf dem asiatischen Festland im Territorium China nichts anderes, als die Wei­ßen verdrängen und deren Politik übernehmen, um sie fortzusetzen, so müßte ihr Beginnen nicht nur moralisch verurteilt werden, sondern ös würde den Keim des Mißerfolges von vornherein in sich tra­gen, weil eine bloße Imitation der imperialisti­schen Kolonialpolitik des 19. Jahrhunderts ange­sichts der neuen Kräfte, die in der Welt und insbe­sondere auch in China wirksam geworden sind als Anachronismus wirkt. Diese neuen Kräfte sind Na - t i o n a l i s m u s und K o m mm n i s m u s. Schließ­lich hat China die längste gemeinsame Grenze mit der Sowjetunion von allen ihren Nachbarn, und es wäre geradezu unnatürlich, wenn die Geister aus Moskau in das politische Tiefdruckgebiet Chinas nicht einzudringen versuchten. Dazu bedürfte es nicht einmal eines geheimnisvollen roten Impe­rialismus, dessen machtgierige Drahtzieher hinter den Kremlmauern sitzen. Die Geschlossenheit und Entschlossenheit, die das Bild des heutigen Japan charakterisieren, besagen sehr viel. Alle Geister pan- asiatischen Erlöserglaubens sind entfesselt. Dabei führen ohne Zweifel die guten, moralischen Kräfte. Der Glaube an das Prinzip des Gott-Kaisers, auf den sich der opferbereite Patriotismus des einzelnen gründet, ist eine starke ethische Macht. Da etwas ganz Neues im Werden ist, läßt sich der Ausgang

Heidelberg, 22. Juni. (DNB. Funkspruch.) Nach der vorjährigen Reichsarbeitstagung der deut­schen Studentenführer nahm die Reichsstudenten­führung mit einer machtvollen Kundgebung des geeinten deutschen Studenten- und Altherrentums im Großdeutscheu Reich die Tradition der deutschen Studentenkage wieder auf, biez seit dem Weltkriege alle deutschen Stu­denten von diesseits und jenseits der Reichsgrenzen alljährlich zu einem gesamtdeutschen Bekenntnis zu- sammenführten. Außer 50 österreichischen Kame­raden und 40 ausländischen Delegationen aus der ganzen Welt nahmen 1000 deutsche Studentenführer sowie Amtsleiter an der Tagung teil, ferner 200 Kameradschaftsführer des Altherrenbundes uyd die Rektoren sämtlicher deutschen Universitäten und ihre Vertreter. Die Gesamtzahl der offiziellen Tagungs­gäste beträgt rund 1500.

Als Abschluß des ersten Tages fand auf der FeierstätteHeiliger Berg" die politische Groß­kundgebung und Sonnwendfeier des deut sch en Studententages statt. Nach dem LiedeHeilig Vaterland^ ergriff Reichs­studentenführer ^-Ollersührer Dr. Scheel das Wort. In dieser Stunde erkennen wir alle, so führte er u. a. aus, daß die Aufgabe unseres Lebens der Kampf an der nationalsozialistischen Front sei. Der Redner deutete den Wiederaufstieg des deutschen Volkes als die große Sonnwende unserer Zeit.

Unter lebhaftem Beifall trat dann

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3um Rednerpult. Ein neues Volk marschiere heute' hinter der Fahne, so sagte der Minister, nicht mehr

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Trier, 21. Juni. (DNB.) Trier hat der Alten Trrde des Führers, die von hier ihre dreitägige !' ^stmarkiahrt antritt, einen überwältigenden Emp- Ifrig bereitet. Bis zum Mittag waren alle 650 Teil- ! «chmer der Westmarkfahrt in Trier eingetroffen, llu Nachmittag besuchten sie unter kundiger Führung ; zahllosen steinernen Zeugen aus 2000jahriger ' Uscher Geschichte, überall von der herzlichen Freude Bevölkerung umgeben. Ihren schönsten Aus­guck aber fand diese bei der Kundgebung vor dem ^maligen Kurfürstlichen Palais und am anschlie- ^iben Marsch durch die Stadt.

Sauleiter Gustav Simon gab seiner Freude ta-über Ausdruck, 630 der ältesten Mitkämpfer des Ehrers, an ihrer Spitze Reichsorganisationsleiter bl- Ley, begrüßen zu können. Er verwies darauf, die Westmark heute wieder befreit sei und unter en Schutz einer starken deutschen Wehrmacht ar= yien dürfe. Er versprach, im Geiste der ersten Mit- lönpfer des Führers hier treue Wacht zu halten 'ii' unser Vaterland. Dann verlas der Stabsleiter e> Reichsorganisationsleiters das Telegramm, in (en die 630 Ehrenzeichenträger dem Führer ihren Treuegruß entboten. Don braufem Heil!-Rufen begrüßt sprach bann Dr. Ley. Die clien Kämpfer sollten das Deutschland kennenlernen, Ifr das sie gekämpft, geblutet und geopfert haben, fttd) Dankesworten an den Gauleiter und seine Mitarbeiter für die Vorbereitung dieser Fahrt über | jab der Reichsorganisationsleiter die Fahne der | Klten Garde an den Fahnenträger der Ehr^ngarde

Karlsruhe, 22. VI. 1916.

' heute jährt sich der Tag, an dem vor 22 Jahren ei französisches Fliegergeschwader jenen feigen U verfall auf die wehrlose, offene Stadt Karls- rJi f) e machte. Führer des Geschwaders war (iptmann Henri d e K e r y l l i s , der in der hkriegszeit feine Lebensaufgabe in der Pflege s sinnlosen Deutschenhasses sieht und seinen uf als Journalist wie seine Stellung als sran- scher Senator ausgiebig dazu benutzt. DieBer- r BörsenzeituNg" erinnert gegenüber der Auf­ing in gewissen Pariser und Londoner Blättern r nationalspanische Bombenangriffe auf rote ekle an ihre damalige Schilderung, der der amt- deutsche Bericht vom 7. Juli 1916 zugrunde t. Wir entnehmen ihm folgende Sätze: ' Es ist offenbar kein Zufall gewesen) daß die Aanzosen sich gerade den Fronleichnams- tog für ihren Ueberfall auserwählt hatten. Sie mißten genau, daß an diesem hohen katholischen Kfchenfest, das Heller Sonnenschein verschönte, ein Sirom von luftbedürftigen Menschen ü|?r die Straßen fluten würde. Und auf Men­st e n l e 6 e n hatten sie es abgesehen. Das beweist dkl Art der benutzten Abwurfgeschosse. Brandbom­be: sind gar nicht, und schwere, zur Sachzerstörung jbitimmte Geschosse nur in sehr geringer Zahl ver­windet worden. Bei weitem die meisten Bomben bäten nur kleines Kaliber, dafür aber eine Füllung, becn besonders starke Sprengkraft die auf lebende Ä-le berechnete Splitterwirkung erhöhen Up obendrein auch vergiftende Gase ent» wickeln sollten.

Den Vorbereitungen und der Absicht hat der Er- fo.g nur allzu sehr entsprochen. Auf dem Karls- imer Festplatz, wo Hagenbecks Tierschau ihio Zelte aufgeschlagen hatte, wogte am Nach-, mir tag des 22. Juni eine festlich gekleidete Menge dni-cheinander. Fröhliches Kinderlachen mischte sich ' den Klängen der Musik. Da plötzlich traf die Mldung ein, daß feindliche Flieger nah- ür. Noch ehe es möglich war, die Bevölkerung in i Scherheit zu bringen, schlugen bereits die ersten Cschosse ein. In großer Höhe kreisten, durch leich­te- Dunst fast ganz der Sicht entrückt, die verder- teibringenben Sendboten feindlicher Mordlust über k friedlichen Stadt. Schlag auf Schlag zerbarst jejt mit dröhnendem Krachen Bombe auf Bomhe. Eil Teil der Geschosse traf die Stadtviertel, wo kleine Bürger und Arbeiter wohnten. A.ch nahe beim Schloß, wo die Königin von iE* weden auf dem Krankenbett lag, schlugen ! ieirzelne Bomben ein. Die schlimmsten Verheerun- Iflei aber richtete der Feind in der Nähe des Wist platzes unter den kurz zuvor noch so fröh- tic en schuldlosen Kindern an.

i umher, um ihre getöteten Lieblinge zu Drei blühende Knaben hatte eine von ihnen lerloren; eine andere, die Witwe eines gefallenen Fl egers, den einzigen Sohn. Soldaten selbst, die | Irnifjen im Felde kein Schrecken des Kampfes er- I füttert hatte, bekannten, daß ihnen nie zuvor so Furchtbares vor Augen gekommen sei.

Die französische Nation, die sich so gern als rit- i Isilich und vornehm rühmt, kann in ihrer Geschichte «ir neues Heldenstück verzeichnen. 154 deutsche Kin- kr haben bluten und 82 von ihnen haben sterben inrsfen, damit die Flieger des stolzen Frankreichs . eines Triumphes rühmen konnten, der ihnen m Kampf mit den wehrhaften deutschen Beherr- stern der Luft bisher versagt geblieben war."

General-Anzeiger für Gberhesfen

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