M.2M Zweites Blatt
Lietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Mittwoch. 2l. Dezember 1938
Aus dem Reiche der Krau
Rund um den Weihnachtsbaum.
PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEIC
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Für „sie" werden als Ergänzungen vor allem etwas P a r f ü m , ein paar modische Kleinigkeiten, wie Phantasieschmuck, ein hübscher Schal und vor allem ein Bildnisphoto von „ihm" in apartem Rahmen viel Freude machen. Praktische Dinge, wie Taschentücher, Strümpfe und ein Kasten Toiletteseife, werden dem Herrn wie der Dame gleich willkommen sein, ebenso passende
auch den praktischen Geschenken jenen lichen Schimmer, der das Wesen dieses liebenden Gebens sein soll.
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öen meisten Hausfrauen besonderes Kopfzerbrechen. Ernes sollte sie sich unbedingt zur Richtschnur machen: gute Waren zu kaufen, einerlei was sie wählt. Lieber einen Gegenstand weniger als mehr und alles „billig". Bei der Wahl ihrer Geschenke lasse sie stch von dem Gedanken leiten, daß das Mädchen langsam an den Aufbau des eigenen Heims denkt. Tischzeug, etwas Bettwäsche, oder die Stoffe dazu, sollten nicht fehlen. Bei Modeartikeln suche sie geschmacksbildend zu wirken und kaufe nichts, weil seine Buntheit in die Augen sticht. Auch an Seifen
Steingut, schön und billig.
Auch als Christbaumständer zu haben.
Schön und billig, — das ist beides unser deutsches Steingut, das jetzt zu vielen Dingen verwendet wird, für die man früher nur Metalle kannte. So hat es sich z. B. ganz ausgezeichnet bewahrt als Material für Schutzwände am Spülstein in der Küche, bei den Wascheinrichtungen im Badezimmer, wo nicht nur die Schutzwand und das Becken heute aus Steingut sind, sondern auch der Halter für Seife, Mundspülglas und so weiter nicht mehr aus Metall hergestellt werden. Damit wird das an sich knappe Metall für andere wichtigere Zwecke frei ge- ’ macht, und es erweist sich wieder einmal der als „Ersatz" gedachte Stoff dem ursprünglich verwendeten überlegen. Steingut ist sehr haltbar und sehr sauber, denn es ist leicht nur mit Wasser und Seife zu reinigen und erspart der Hausfrau das sonst unerläßliche Putzen.
Bewundert werden in diesem Jahr auch die Weihnachtsbaum st änder aus Steingut, die die Möglichkeit bieten, den Baum in Wasser zu stellen und ihm damit für längere Zeit die Frische zu erhalten. Es sind auch Ständer konstruiert worden, die eine Füllung mit Erde gestatten, in die der Baum dann gepflanzt werden kann. Durch die gefälligen Formen und die leuchtende schöne Glasur bilden diese modernen Weihnachtsbaumständer auch in ganz anderem Sinne einen Schmuck für das Weibnachtszimmer als es die früheren Metallstän-
Von Margot Böbme-Schmivt.
Da der Ehristbaum meist schon einige Tage dem Weihnachtsfest besorgt wird, muß man zweckmäßig aufbewahren. Am besten stellt man in einen mit Wasser gefüllten Eimer, möglichst die Veranda.
Bücher und die Karten für einen gemeinsamen Theaterbes uch.
Für den Herrn eignet sich dann noch besonders etwas zum Rauchen und zum Trinken, je nach persönlichem Geschmack ausgewählt. Eine neue Geldtasche (besonders praktisch in Reitertaschenform) und ein paar gestrickte Woll- hanstschuhe für kalte Tage — praktisch sind auch S ch w e i nL l e d e r h a n d s ch u h e mit einknöpfbarem Strickfutter — werden auch immer zu
und reicht sie warm.
Falsche Austern als Vorgericht. Zeit dreiviertel Stunden. In zwei gestrichenen Eßlöffeln. Fett läßt man einen Eßlöffel feingehackte Zwiebeln hellgelb dünsten. 500 Gramm Hirn wird sorgfältig gereinigt und in einem Viertel Liter Wasser und dem Saft einer halben Zitrone fünf Minuten gekocht, herausgenommen, in kaltes Wasser gelegt. Ist es fest, in große Würfel geschnitten, gesalzen, zu den Zwiebeln getan, mit einem gehäuften Eßlöffel Mehl bestäubt und mit der Hirnbrühe abgelöscht. Darunter kommen vier gehackte Sardellen oder Heringsmilch, etwas Würzextrakt und eine Messerspitze Pfeffer. Dieses Gericht wird in acht gut ausgefettete Muscheln verteilt, mit Reibkäse bestreut und zehn Minuten im Ofen überbacken.
Pastetenformen für Fleischfüllung. 210 Gramm Haushaltmehl, 2 Eßlöffel Kartoffelmehl, 3 ganze Eier Zusammenarbeiten mit einem Viertel Liter Milch. Für süße Füllungen kommen noch zwei Eßlöffel Zucker dazu. In diesen Teig tauchen wir die Becherformen, stecken sie in heißes Fett und backen aus. In diese Becherchen füllen wir jeden beliebigen süßen Crem oder süße Speise, auch abgetropftes gekochtes Obst. Pikante Fül. l u n g : Einen Eßlöffel Fett mit zwei feingewiegten Zwiebeln hellgelb dämpfen, einige Edelpilze fein wiegen, 125 Gramm Hackfleisch, ebensoviel Schinkenabfälle, gekochtes Fleisch, Bratenreste dazumischen, mengen, etwas Mehl darüber stäuben, mit Paprika, Petersilie, Meerrettich, Tomatencatchup würzen und mit wenig Madeira oder Weißwein ablöschen. Gehackte Kapern und Gewürzgurken vermehren und verfeinern.
Sehr stattlich wirkt eine große Pastete. Einfacher Pastetenteig. 500 Gramm Haushaltmehl, 500 Gramm gut ausgedrückter, nicht zu saurer Weißkäse, 125 Gramm Butter oder Fett werden zu einem kündigen Teig geknetet. Er darf nicht an der Schüssel kleben. Kalt ruht er eine Stunde, wird 5 Millimeter dick ausgerollt, und in drei Telle geteilt. Das gibt den Boden, den Rand und den Deckel für eine Springform. Für kleine Pastetchen nimmt man eine Spur Backpulver dazu und schneidet handgroße Vierecke, die mit Füllung belegt werden und wie ein Briefumschlag gefaltet, mit Milch oder Ei bestrichen, backen.
Füllung: 500 Gramm Hackfleisch, einige Pilze oder Pilzpulver, 125 Gramm gewürfelten Speck, eine Zwiebel, wenn man hat, die Leber der Fest- gans oder des Huhnes, sonst etwas Kalbs- oder Rindsleber und Him. Einige Löffel zerlassenes Fett, einige eingeweichte Brötchen, Pfeffer, Piment. Auf dem Boden der Form verteilt man drei Schornsteine aus Pappe, fingerhoch und im 'Durchmesser von 5 Zentimeter. Run füllt man die Form, spart die Schornsteine aus. Der dünn ausgerollte Teig kommt als Deckel oben auf und muß fest am Rand und an den Schornsteinen angedrückt werden. Auf letztere kommt ein Teigdeckel. Alles mit Ei bestreichen und backen. Nach dem Erkalten werden dis Schornsteine mit Fleischgelee gefüllt. Dies ist kein Luxus, sondern soll die fettarme Pastete feucht halten. Geleewürze, einen halben Liter Knochenoder Würfelbrühe mit etwas Zitronensaft. Wasche 13 Gramm weiße Gelatine kalt ab, drücke gut aus und steife damit die Brühe. Erkaltet, wird sie teelöffelweise eingefüllt.
Schnitzel im Festkleid. Sie werden am schönsten von Rind- oder Schweinslendchen. Vom Metzger das Fleisch in fingerdicke Scheiben schneiden lassen, gleich klopfen und wieder zusammenschieben. Mit Basilikum und Salz bestreuen und gleich in steigendem Fett braten. Vorher hat man einen dünnen Eierkuchenteig bereitet. Während die Schnitzel braten, backt man in einer zweiten Pfanne handgroße Eierkuchen. Jedes Schnitzel wird in einen Kuchen eingewickelt, dazu reicht man alle möglichen Sorten Gemüse, nur mit Wasser gekocht, wie sie die Jahreszeit bietet: Teltower Rübchen, gelbe Rüben, Schwarzwurzeln, Blumenkohl. Jede Sorte liegt als Häufchen um die auf heißer Schüssel angerichteten Schnitzel, lieber das Gemüse gibt man das Bratfett.
Karpfen in rotem T r a u b e'n f afl. Ein etwa 1000 Gramm schwerer Karpfen wird geschuppt, ausgenommen, gewaschen und in drei bis vier Stücke geteilt. Salzen, pfeffern, mit einem kleinen Teelöffel geriebene Zwiebel einreiben und mit Zitronensaft beträufeln. Eine Stunde durchziehn lassen. Eine handgroß Fischpfefferkuchen mit rotem, unvergorenen Traubensaft an feuchten und zerfallen lassen. Gib in einen Topf eine Walnuß Butter, eine Prise Zucker, eine fingergroße Gelberübe, etwas mehr Petersilienwurzel, eine kleine Zwiebel, einige Scheiden Selene. Alles kocht bei kleinem Feuer weich. Dann kommt der Fisch nebst dem gesammelten Saft und Pfefferkuchen dazu. Zwei kleine Lorbeerblätter, zehn Nägelchen, zwanzig weiße Pfefferkörner, zehn Pimentkörner und eine Messerspitze gepulverten Ingwer gibt man dazu und gießt eine halbe Flasche unvergorenen roten Traubensaft über alles. Ganz langsam zieht der Fisch gar. Dann glasiert man einen Eßlöffel Zwiebelringe hell in etwas Butter. Die Tunke wird mit allem Grünzeug durchgeschlagen, nach Wunsch mit Zitrone nachgesäuert, über dem Fisch angerichtet. Mit den Zwiebeln und - dem Rogen wird er garniert.
Wem ein ganzer Gänsebraten zu viel ist, kann die Brust ablösen, so, daß die Haut auf dem Brustknochen beide Teile zusammenhält. Der Braten wird zusammengedrückt und zugewickelt, damit er nicht austrocknet. Die Brust wird gesalzen, mit einer Spur Salpeter ein gerieben, zusammengeklappt, zugenäht, auf ein Brettchen gelegt, ein anderes darauf, das beschwert wird (Plätteisen?). Nach zwei Tagen troefnen wir sie ab, wickeln sie in dünnes Pergamentpapier und bitten den Metzger, sie einige Tage zu räuchern. Durch das Einwickeln bleibt die Haut zart weiß. Ebenso kann man es mit den Keulen machen.
Die Feuerwehr hat in den Weihnachtstagen stets erhöhte Alarmbereitschaft. Noch viel zu wenig werden die Vorschriften beachtet, die die Feuers- g e f a h r beim brennenden Weihnachtsbaum herab-- mindern. Stets sollte beispielsweise hinter jedem Baum ein wohlgefüllter Eimer mit Wasser stehen, der im Bedarfsfall über einen brennenden Zweig geschüttet werden kann, bevor das Feuer um sich greift und gar noch Schaden in der Wohnung anricht en kann.
Wenn darauf geachtet wird, daß der Baum auch recht fest auf gestellt ist, wird viel Unheil vermieden. Jedes Kreuz, das auf hochgestelltem Tisch oder auch auf dem Fußboden aus gerichtet wird/ soll von allen Seiten beschwert werden. Alte eiserne Bügslbolzen oder weniger kostbare Lexikon- bände tun in diesen Fällen gute Dienste. Man kann diese Stützen ja durch Tannenzweige verkleiden ■ . Auch sollen Näschereien niemals so tief am Baum ausgehängt werden, daß Kinderhände oder gierige Hundeschnauzen sie erreichen können. Sie rupfen meist in aller Eile so energisch am Zweig, daß der ganze Baum nachgibt und brennend zu Boden stürzt.
Die Lichter, die nicht in den Halter passen wollen, werden am unteren Ende ein wenig auf» gewärmt und dann eingedrückt Sie halten auf diese Weise doppelt so gut. Damit sie überdies noch das Tropfen verlernen, taucht man sie vor der Benutzung in Salzwasser. Es genügt auch, den Docht mit Salz zu bestreuen.
Mit dem Schmücken des Weihnachtsbaumes muß man sich im allgemeinen danach richten, ob Kinder im Haus sind ober ob der Baum nur den Erwachsenen die Weihnachtstage verschönern soll. Denn für Kinder wird man den Baurn bunter und luftiger gestalten, wird man ihn vielleicht sogar mit Zucker- und Schokoladenplätzchen behängen, denn datz „Plündern" am Schluß der Weihnachtsferien ist ja das größte Vergnügen. Den Weihnachtsbaum für die Erwachsenen hält man heutzutage meist einlach und ruhig in den Farben. Jedenfalls gibt es hie verschiedenen Möglichkeiten den Christbaum geschmackvoll herzurichten.
Weiße Kerzen und weiches langes Lametta bilden einen einfachen und doch wirkungsvollen Christbaumschmuck. Von dem Lametta soll man nicht zu viele Fäden auf einmal nehmen. Man läßt es von der Spitze herabfallen, die Spitzen der einzelnen Aeste bodeckt man reicher. Eine andere Möglichkeit, den Baum hübsch zu dekorieren, ist folgende: ganz rote, blank geputzte Aep^el werden in nicht zu großer Menge an die Zweige gehängt, gelbe Lichter und ganz feines goldenes Lametta bilden eine geschmackvolle Ergänzung.
Lustig wird auch ein Baum aussehen, der im Gegensatz zu den eben beschriebenen Christbäumen bunt nach bäuerlicher Art .geschmückt ist,. Glaskugeln, Körbchen, Papierketten, Wimpel in allen Farben auf die Zweige verteilt, dazwischen Pfefferkuchen-Herzen und Figuren. In die Lichthalter steckt man bann farbiae Lichter. Auch ein derart geschmückter Baum wirkt dekorativ, wenn die Zusammenstellung geschmackvoll gemacht und der Aufputz geschickt verteilt ist.
Letzte Kleinigkeiten, , gescheute für „s i e" und für schlagen wiv heute vor.
Fruchtweine (wie Kirsch-, Heidelbeer-, Erdbeer- unb Johannisbeerwein usw.) eignen sich, in ähnlicher Weise gewürzt, recht gut zu solchen Heißgetränken. Man verachte sie nicht, denn sie. können es auch „in sich haben"! Ein anderes gutes Glüh- weinrezept ist folgendes: 1 Liter Rotwein wird mit 10 g ganzem Zimt, 10 g Nelken, einem Stück weißem Ingwer und 250 g Zucker bis kurz vor das Kochen gebracht, dann durch ein.Sieb gegossen und sofort zu Tisch gegeben. Ein richtiger Grog wird bereitet, indem man in das Glas erst den Zucker, bann Rum öder Arrak gibt und nun erst mit kocheydem Wasser auffüllt.
Wir wünschen guten Etfolg und hoffen, daß die fröhliche Stimmung nicht auf sich warten läßt.
L.
weihnacht- Festes des D. S.
und Wohlgerüchen — diese beliebten Gaben an den getreuen Hausgeist — nehme sie lieber eine kleine, aber gute Packung als eine große mit minderwertigem Inhalt. Auch unter dem Gesichtspunkt der Gediegenheit gewählte Gaben brauchen nicht unschön und langweilig zu fein. Eine hübsche Verpackung und echte Herzenswärme beim Ueberreidjen geben
Für festliche Tege.
Von Frida Aisch.
Beilage zur Kraftbrühe: Käsebrötchen. 65 Gramm geriebenen Schweizer- oder Parmesankäse vermischt man mit einem Eigelb, etwas Salz, Paprika und zwei Eßlöffeln fein gehacktem gekochten Schinken und gibt so viel helles Bier dazu, daß es ein butterweicher Teig wird. Mit diesem bestreicht man dick geröstete Scheiben von Weißbrot, läßt sie im Bratofen goldbraun backen
> Weihnachts- ,i h n" gedacht.
Mr brauen einen Punsch.
Seit jeher ist es eine löbliche Sitte, den Heiligen Abend sowohl als auch die Sylvesternacht beim dämpfenden Punschglas teils festüch-seierlich, teils lustig ausgelassen zu begehen und sich von dem köstlichen Getränk die Sorgen und Nöte des grauen Alltags für Stunden verscheuchen zu lassen. Aber in dem heißen, so süffig leicht über die Zunge laufenden Punsch stecken auch tausend übermütige Teufelchen, und wohl dem, dessen abendliche frohe Punschstimmung sich nicht am nächsten Morgen in einen bösen Kater verwandelt hat.
Zuerst war der Punsch ein Matrosengetränk und gelangte auf dem Seewege nach Europa. Andere behaupten, das erste Punschrezept stamme aus der Truhe eines Emdener Hanseaten und sei 1720 zum ersten Male getrunken worden. Groß ist jedenfalls jetzt die Auswahl unter den verschiedenartigsten Punschsorten, die man fertig als Punsch- exttatt bekommt, und die Zubereitung im Haushalt beschränkt sich dann darauf, einen Teil dieses Extraktes mit zwei Teilen kochend heißen Wassers zu vermischen. In unseren Bauernhäusern hat sich aber die Sitte erhalten, nach überlieferten alten Rezepten den Punsch selbst zu bereiten. Und so ein altes, gut erprobtes und viel gelobtes Grundrezept zum Punsch setzt sich aus 1 Liter kochendem Wasser, 1 Tee-Ei voll echtem1 Tee, den man mit der Schale einer Zitrone im Wasser ziehen läßt, sowie Vs Liter gutem Rum oder Arrak zusammen. Zimt, Nelke oder Apfelsinenschale geben dem ganzen noch eine besondere
Für jeden etwas...
Letzte Anregung für Weihnachtsgeschenke.
So gern man andern eine Freude macht und ihnen eine Gabe unter den Weihnachtsbaum legt: die Qual der Wahl ist ein gefürchteter Zustand. Einige Anregungen sollen hier gegeben werden. Was kann man dem Hausherrn schenken? Nun, neue und praktische Rauchgeräte sind gewiß willkommen. Außer Büchern machen originelle Bücherstützen Freude, eine Rauchverzehrlampe hat bleibenden Wert. Lederne Reisepantoffeln in Hülle, ein Rasiernecessaire für die Reise, ein schöner Kaffer, eine verstellbare Leselampe, eine Flasche guten Likör mit schönem Gießkorken, werden gewiß nicht verschmäht. Die Geschenke verbinden Zweckmäßigkeit mit gutem Aussehen, sie sind nicht überflüssig und doch keine Alltagsnotwendigkeiten.
Die Hausfrau? Für sie ist der Gabentisch mit allerlei Neuheiten für die Erleichterung ihrer Wirtschaftsführung besonders reich bestellt. Wird ihr nicht ein Küchenmotor ein langersehnter Helfer in der Küche sein, mit dessen Hilfe sie das Rühren, Reiben usw. in einem Zehntel der bisherigen Zeit erledigen kann. Die drehbare Aufschnittplatte erhöht die Gemütlichkeit des Abendtisches, da sie nicht immer die Schüsseln und Platten herumreichen braucht. Brotsägen, Schüsselhalter, ein Trichter, mit dessen Hilfe der Kaffee unmittelbar in die Thermosflasche gebrüht werden kann, wodurch Wärmeverluft beim Umgießen vermieden wird, ein kleiner Apparat zur Herstellung von Sprudelgetränken, eine Schneidemaschine zur Herstellung von Kartosselstäbchen — all das spart Zeit und Kräfte der Hausfrau und läßt sie eher dazu kommen, eines der guten Bücher zu lesen, die natürlich auf dem Weihnachtstisch nicht fehlen dürfen. Aber auch an modischen Kleinigkeiten fehlt es nicht, mit denen man sie erfreut. Bunte Halsschals hat man nie genug; eigenartige Gürtel, schöne Taschentücher, Handschuhe,' Blumengestecke, Clips, Handtaschen für den Tag ober den Abend — all das sind Dinge, mit denen man nicht sehlgreift, da ja Modesachen dauernd dem Wechsel unterworfen sind.
Ein etwas schwieriges Kapitel scheint der Gabentisch für die unverheiratete berufstätige Frau, besonders dann, wenn sie nicht im eigenen Heim, sondern möbliert wohnt. Aber auch sie ist dankbar für ein schönes Kissen, eine hübsche Zierdecke, eine Platte oder Schüssel aus Jenaer Glas, in der sie sich selbst etwas kochen kann. Angenehm wird sie auch einen kleinen Badevorleger aus Frottee empfinden, der sich leicht im Schrank aufheben läßt und nur beim Bedarf hervorgeholt wird. Ein gefülltes Markenkästchen wird eine willkommene Beihilfe fein. Daß auch für sie die morschen Kleinigkeiten bereitliegen, versteht sich von selbst.
Das Geschenk für die Hausgehilfin macht
Würze.
Die Hauptsache bei der Punschbereitung ist die Verwendung eines „neutralen" Topfes, in bem also weder Fleischbrühe, noch fette Soßen usw. gekocht wurden, damit der Geschmack nicht beeinträchtigt wird. Hauptsache ist ferner, daß der fertige' Punsch möglichst heiß getrauten und heiß gehalten wird; denn nur heißer Punsch ist bas ersehnte Labsal für Zunge und Magen. Andere, denen es versagt ist, in die Kunst des Punsch- kochens einzudringen, verstehen sich dafür um so besser auf die Bereitung eines soliden Glühweins. Dazu bringt man eine Flasche Rotwein mit 100 g Zucker, 3 bis 4 Gewürznelken, 3 g Zimt und etwas Zitronenschale langsam zum Kochen. Längeres Kochen ist zu vermeiden, weil dadurch der ganze im Wein Vorständen? Alkohol und das Aroma* verdampfen würden. Aber auch einige ster fem-konnten
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