Ausgabe 
21.11.1938
 
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Die Aufbahrung Atatürks in Ankara.

Reichsbmmniag in Goslar.

Vier Jahre sind verflossen, seitdem im Herbst 1934 die Parole zur Erzeugungs schlacht ausgegeben wurde. Daß diese Schlacht gewonnen wurde, dafür steht das Wort des Führers, das er auf dem Grohdeutschen Parteitag im September dieses Jahres ausgesprochen hat:Wir sind alif Jahre jeder Nahrungssorge enthoben!" Worin im einzelnen die stolzen Siege der Erzeugungsschlacht bestanden haben, davon sollen diese Ausführungen zahlenmäßig Kunde geben. Einen untrüglichen Gradmesser der Leistungen der deutschen Bauern­schaft ergeben bereits die Zahlen für den unver­hältnismäßig stark ansteigenden Verbrauch von künstlichen Düngemitteln, die ja die Voraussetzung für eine erfolgreiche Erneuaungs- schlacht sind. Im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 1932/33 ist der Verbrauch folgender Düngemittel im Wirtschaftsjahr 1937/38 gestiegen: bei Stickstoff um 80 v. H., bei Hali um 88 v. Sy, bei Phosphor um 76 v. H., bei Kalk um 161 v. H. Zu diesem erfreu­lichen Mehrverbrauch, der die Erwartungen bei weitem überschritt, hat vor allem die Preis­senkung beigetragen, die der Beauftragte für den Vierjahresplan, Reichsminister Göring, veranlaßte. Aber auch in dem Bezug von landwirtschaft­lichen Maschinen und Geräten, in der Errichtung von Wohnungs- und Wirt­schaftsbauten und in den Summen für die Jnsta^haltung der bäuerlichen Gebäude druckt sich der hohe Einsatz der Bauernschaft für die Erzeu­gungsschlacht aus, nahm doch allein der Bezug von Maschinen und Geräten gegenüber 1932/33 im letz­ten Jahre um über 300 v. H. zu.

Dank dieses Einsatzes von Betriebsmitteln wie auch der persönlichen Einsatzbereitschaft blieb der Erfolg nicht aus. Ein besonderes Ruhmesblatt bildet die Rekorderntedes letztenJahres. Sie beschenkte unser Volk mit 25 J? Millionen Tonnen Brotgetreide, eine Ernte ane sie seit, dem Kriege überhaupt noch nicht i;. oie deutschen Scheunen ein­gefahren werden konnte, wobei noch in Rechnung zu ziehen ist, daß sich die Getreideanbaufläche im Jahre 1938 um rund 600 000 Hektar vermindert hat. Eine ebenso bewundernswerte Ertragsentwicklung weisen die Hackfruchternten in den Jahren der Er- zeugungsschlacht gegenüber den früheren Jahren auf. So wurden in Millionen Tonnen geerntet: An Kartoffeln: 1928/32 (im Durchschnitt) 41,2, 1936: .46,3, 1937: 55,3; an Zuckerrüben: 1928/32: 11,2, 1936: 12,1, 1937: 15,7; an Futter­rüben: 1928/32: 28,3, 1936: 37,8, 1937: 40,5; an Kohlrüben: 1928/32: 8,0; 1936: 9,6, 1937: 9,6. Auch hier ist eingurechnen, daß die Zucker- ' rüben-Anbausläche im Jahre 1930 um 30 000 Hek­tar größer war als im Jahre 1938. Die steigenden Hackfruchternten wirkten sich in zunehmendem Maße auf die wirtschaftseigene Futtergrund­lage aus. Diese Futtergrundlage 'wurde dann noch wesentlich verstärkt durch die ergiebige Heuernte. Sie stieg von 26,4 Millionen Tonnen im Jahre 1934 auf einen Ertrag von 37,5 Millionen Tonnen im Jahre 1937.

Die Futtergrundlage hatte wiederum eine steigende Leistung in den deutschen T i e r b est ä n d e n zur Folge. So stieg das Schweinefleisch von 2 023 000 Tonnen in den Jayren 1928/32 (im Durch­schnitt) "aus 2 263 000 Tonnen im Jahre 1937 und das Rindfleisch von 885 000 Tonnen im Durch- schnitt der Jahre 1928/32 auf 931 000 Tonnen im Jahre 1937. Das bedeutet eine Erhöhung der Fleischerzeugung von 12 v. H. bzw. 10 v. H. Gleiche Erfolge wurden auf milchwirtschaftlichem Gebiet erzielt, indem sich der Milchanfall im sel­ben Zeitraum um 4,2 Milliarden Liter auf 26,2 Milliarden Liter erhöhte, was wieder der Butter­erzeugung zugute kam, die von 420 000 Tonnen im Jahre 1932 auf 521000 Tonnen im Jahre 1937 gesteigert werden konnte.

Erfolge also über Erfolge auf allen Gebieten der Erzeugungsschlacht! Um so erstaunlicher, als sie in dem kurzen Ablauf von vier Jahren möglich waren, nachdem die deutsche Landwirtschaft und das deut­sche Bauerntum durch die vorangegangene System­zeit nahezu an deu Bettelstab gebracht worden war. Wenn diese Erfolge und Leistungssteigerungen uns im Alltag nicht augenfällig werden, dann liegt das daran, daß in derselben Zeit, in der die landwirt- schafttiche Produktion in diesen Maßen anstieg, die Arbeitslosigkeit in einer Höhe von 6 bis 7 Millionen Erwerbslosen völlig verschwand, was soviel bedeutet, daß sich die Kaufkraft die­ser Millionen Volksgenossen, die wieder Arbeit er­hielten, gerade auf dem Lebensmittel­markt auswirken mußten. Dazu trat der erhöhte Aufwand an Lebensmitteln für die neuerstandene Wehrmacht, die Einheiten des Arbeitsdien­stes und jener Arbeitsheere, die wie zum Beispiel beim Bau der Reichsautobahn und beim Festungsbollwerk im Westen gescklofsen einge­setzt und verpflegt wurden. Endlich nahm das große soziale Hilfswerk der NSV. für die Ostmark und das Sudetenland erhebliche Mengen Lebens­mittel in Anspruch.

Vor allem war es aber die Sorge für eine Er­nährung des deutschen Volkes im Falle eines Krie­ges, die dazu zwang, aus den Mehreingängen der landwirtschaftlichen Erzeugungsschlacht genügend große Vorräte anzulegen. Diese früher nie ge­kannte Vorratspolitik mit ihren großen Zahlen­reihen ist es, die die Siege der Erzeugunqsschlacht vielleicht am deutlichsten sichtbar macht. Verfügten wir am 31. Juli 1937 über 1,6 Millionen Tonnen Brotgetreide, so betrugen die Vorräte am 31. Juli 1938 rund 3,2 Millionen! Hierbei ist die diesjäh­rige Rekordernte noch nicht mit einbezogen. Der Zuckervorrat im Stichtag Juli 1938 betrug i 068 000 Tonnen, ebenfalls ohne die diesjährige Rekordernte an Zuckerrüben. Auch aus dem Aufkommen der Schweinefleischerzeugung des Jahres 1937 konnte in den Kühlhäusern ein Vorrat von 750 000 Schweinen eingelagert werden. Desgleichen stieg der Bestand an Gefrierfleisch und Konserven aus Rindfleisch von 5000 Tonnen auf 62 000 Tonnen, während sich die Vorräte an tierischen Fetten in Höhe von 44 000 Tonnen auf 88 000 verdoppelten.

So nüchtern die Aneinanderreihung dieser Zah­len auf den Beschauer auch wirken mögen, sie geben den ungeahnten Erfolg der Erzeugungsschlacht besser und bei nur etwas Einfühlungsvermögen deutlicher wieder, als es viele Worte und Reden zu tun ver­mögen. So kann es denn auch für die bevorstehende Reichsbauerntagung in Goslar keinen stolzeren Auf­takt geben als den Hinweis auf diese unwiderleg- baren Siege der vor vier Jahren begonnenen Er- zeugungsschlacht. D. S.

Einsatz von Frontkämpfern in der Hitler-Jugend.

Berlin, 19. Nov. (DNB.) Der Vorsitzende des Langemarck-Ausschusses beim Jugendführer des Deutschen Reiches, Generalmajor Freiherr

Istanbul, 20. Nov. (DNB.) Am Samstagfrüh begann die feierliche Ueberführung der Leiche des verstorbenen türkischen Staatspräsidenten Kemal Atatürk von Istanbul nach Ankara. Um 8.30 Uhr wurde der Sarg, den die türkische Flagge deckte, von zwölf Generalen aus dem Paläste Dolma Bagtscha getragen und auf eine Geschützlafette gehoben. An der Spitze des Trauerzuges ritt ein General, gefolgt von Lanzenreitern, einer berittenen Batterie und je einem Bataillon Infanterie und Marinefüsilreren. Dem Sarge, der zu beiden Setten von je sechs Generalen flankiert wurde, folgten zunächst der Ministerpräsident Bayar und eine Abordnung von Abgeordneten. Es schlossen sich an die Behörden Istanbuls, das ausländische Konsularkorps, die Schulen, Verbände und Sportvereine, Studenten und Pfadfinder. Eine nach Zehntausenden zählende Volksmenge, aus der unablässig Schluchzen und Weinen erklang, folgte dem Zuge. Der Weg, der vom Palast über die Galata-Brücke zum Park von Gülhane und zur Serailspitze führte, war von einer unübersehbaren Menschenmenge umsäumt.

Von der Serailspitze aus, beim ersten Denkmal, das für Atatürk zu dessen Lebzeiten errichtet wurde, einem Erinnerungsmal an der Stelle, von wo aus Atatürk vor rund zehn Jahren die Einführung der Lateinschrift in seinem Lande verkündet hat, wurde der Sarg auf den SchlachtkreuzerYawus", das Admiralsschiff der türkischen Flotte, der frühere PanzerkreuzerGoeben", gebracht und vor dem vorderen Geschützturm aufgebahrt. Bald lichtete der Schlachtkreuzer die Anker und zog in langsamer Fahrt, an den Prinzeninseln vorbei, zum Golf von Ismet. Alle Einheiten der türkischen Kriegsflotte waren in Trauerparade aufgestellt und schossen Salut, als diePawus" vorüberglitt. Auch die ausländischen Kriegsschiffe, der deutsche KreuzerEmden", ein britischer Schlachtkreuzer, ein französischer Kreuzer und je ein rumäniscker, griechischer und sowjetrussischer Zerstörer, schlossen

Prag, 19. Nov. (Europapreß.) Das Prager Parlament verabschiedete die Gesetze über die A u * tonomie der Slowakei und der Kar- patho-Ukraine mit allen gegen die Stimmen der Kommunisten. Das Slowakische wird Amts- und Unterrichtssprache. Die deutsche, die ungarische und die ukrainische Sprache können im Verkehr mit den Behörden ver­wendet werden, wenn die Angehörigen der betref- enden Volksgruppe ein Fünftel der Gesamtbevöl­kerung des betreffenden Bezirks ausmachen. Das Tschechische ist in unbeschränktem Maße zugelassen. Das indirekte Steuerwesen wird der Prager Zentralgewalt unterstellt. Auch ist die Möglichkeit eines gemeinsamen Verkehrsministeriums offen ge­lassen worden. Das Karpatho-Ukrainische wird erst nach einem Gesetzesbeschluß des karpatho- ukrainischen Landtages zur einzigen Unterrichts­sprache erhoben werden. Die tschechische und die slo­wakische Volksgruppe haben das Recht auf eigen« prachliche Schulen. Das Amt eines Gouverneurs der Karpatho-Ukraine wird künftig von der Landes­regierung verwaltet. Auch werden bei den Ober­gerichten karpatho-ukrainische Senate als Letztinstanz eingerichtet werden.

Die karpatho-ukrainische Landesregierung hat eine Kundgebung erlassen, in der es heißt: Seit dem Weltkrieg, durch den die nationale und kulturelle Unabhängigkeit erreicht worden sei, sei die Ent­nationalisierung der Ukraine zum Stillstand gekom­men. Nunmehr sei auch die Selbständigkeit auf po­litischem und wirtschaftlichem Gebiet erkämpft. Da die Grenzen des Landes setzt durch die Großmächte garantiert würden, lasse sich die Karpatho-Ukraine von neuem aufbauen. Weiter dankt.die karpatho- ukrainische Landesregierung Rumänien für die Un­terstützung in schweren Tagen und drückt den Wunsch aus, auch mit Polen und Ungarn gute Be­ziehungen Herstellen zu können. Die Regierung wolle eine Reform in der Land- und Forstwirtschaft herbeiführen. Die Gründung neuer Privatindustrien werde gefördert werden. Das Schulwesen werde ausgebaut roerbpn, eu. a. durch Errichtung autono­mer kirchlicher Lehranstalten und solcher Schulen, deren Träger verschiedene Körperschaften sein soll­ten. Den verschiedenen Volksgruppen werde volle kulturelle Entfaltungsmöglichkeit zugesichert. In Hust

Grothe, berichtete auf der Jahrestagung des Ans­chusses über den Plan des Einsatzes von Frontkämpfern in der Hitler-Jugend. Aus dem Munde von Frontsoldaten sollen die Pimpfe und Hitlerjungen vom Geschehen des Großen Krieges durch Erlebnisberichte hören, wodurch die wehrgei st ige Erziehung eine neue An­regung erfährt, die die Entschlossenheit, Opferbereit- chaft, aber auch Begeisterungsfähigkeit der Jungen anspricht. Oberbannführer M o k a berichtete, daß im nächsten Jahre der Patenfriedhof der Hitler- Jugend am Kernel in Flandern errichtet und darüber hinaus im Reich würdige G e d e n k st ä t t e n ge­schaffen würden. Für das kommende Jahr sei auch in Eisenach die Errichtung einer Lange- marck-Jugend herberge vorgesehen, wie auch wiederum Jugendführer die Ehrenfriedhöfe der Gefallenen an den früheren Fronten besuchen woll­ten. Der Reichsjugendführer sprach Generalmajor Grothe sowie seinen Mitarbeitern seinen Dank aus.

GA.-Obergruppenfichrer Fuchs gestorben.

München, 20. Nov. (DNB.) Am Freitagnach- mittag starb in München im Alter von 61 Jahren SA.-Obergruppenführer Polizeoberst a. D. Hans Fuchs. Fuchs, ein gebürtiger Regensburger, ge­hörte seit 1931 der nationalsozialistischen Bewegung an. Im Weltkriege hatte er sich als Bataillonsfüh­rer und Generalstabsoffizier ausgezeichnet. Er war während der Räteherrschaft in Bayern Angehöriger der Freikorps Bamberg und München. Am 9. No­vember 1923 verhinderte er als Major in der Polizei­direktion München durch Nichtausführung eines Be­fehls ein folgenschweres Blutvergießen und wurde dafür später zum Polizeioberst befördert und mit dem Blutorden ausgezeichnet. Nachdem er vorüber­gehend die Führung der SA.-Gruppe Hochland innehatte, wurde er am 9. November 1933 zum SA.-Obergruppenführer ernannt

sich den türkischen Einheiten zur Begleitung der Yawus" auf eine kurze Strecke an.

Im Kriegshafen von Ismet wurde der Sarg an Land getragen und in den Sonderzug ge­bracht. Auf der Fahrt von Istanbul nach Ankara gaben, die Regierungsmitglieder dem toten Staats­präsidenten das Geleit. Auf der ganren Strecke wartete die Bevölkerung der anliegenden Städte und Ortschaften auf den Trauerzug. Trotz der scharfen Kälte und trotz weiter Fußmärsche hielt sie stunden­lang aus. Des nachts war der Wagen, der den Sarg barg, von Scheinwerfern angestrahlt, so daß die rote Halbmondflagge, die den Sarg bedeckte, weit­hin sichtbar war. Der Feuerschein der Fackeln, die das Volk des Nachts an der Bahnstrecke angezündet hatte, bot ein ergreifendes Bild.

In der Nacht zum Sonntag traf in Ankara die Leiche Atatürks ein. Auf einer Lafette wurde der Sarg vom Bahnhof auf den von Trauerschmuck umgebenen Katafalk vor dem Parlaments­gebäude übergeführt, während 101 Kanonen­schüsse abgefeuert wurden. 18 große Bombenflug­zeuge umkreisten im Tiefflug den Zug. Nach einer kurzen Zeremonie begann der Vorbeimarsch der Bevölkerung. Diese letzte Huldigung der türki­schen Bevölkerung vor ihrem Befreier wird bis Sonntag 24 Uhr dauern. Die Bauern und Bäue­rinnen legen am Sarge Blumensträuße nieder. Ueber dem Katafalk wölbt sich eine riesige Halb­mondflagge, an seinen Seiten brennen große Trauer­fackeln. Die Ehrenabordnung der deutschen Marine für die Beisetzung Atatürks war am Sonn­abend in Ankara eingetroffen. Sie besteht aus fünf Offizieren und 100 Kadetten sowie dem Musikkorps des KreuzersEmden". Auf dem Bahnhof wurde sie von einer großen Menschenmenge herzlich be­grüßt. Am Reiterstandbild Atatürks auf dem Haupt­platz von Ankara haben die Deutschen der türkischen Hauptstadt einen Kranz mit Hakenkreuzschleife nieder­gelegt.

werbe eine karpctthö-ukrainische Universität errichtet werden.

Am Sonntag fanden in allen Orten der Slo­wakei Verbrüderungsfeiern der Slowaken statt. Die Kundgebungen waren mit Aufmärschen der Hlinka-Garden verbunden. Um 13 Uhr läuteten die Glocken. In Preßburq sprach ber Ober­befehlshaber der Hlinka-Garden, Abgeordneter Si- dor. Er kündigte eine Untersuchung gegen einzelne Polttiker des alten Systems.an, damit fest- gestellt werde, wie und wo sie reich geworden sind. Ein Sprecher der Faschisten kritisierte scharf das alte System. Als er die Namen der für das System Verantwortlichen nannte, brach die Menge in hef­tige Pfuirufe aus. Der Faschist nahm weiter auch gegen b i e Juden Stellung. Bei diesen Stellen seiner Rede brach die Menge in den RufJuden raus!" aus.

Die Präger Einheitspartei.

Prag, 20. Nov. (DNB.) Wie Prager Blätter mitteilen, wird der Vorsitzende der tschechischen Kle­rikalen, Abgeordneter Schrämet, sein Mandat niederlegen und sich aus dem polittschen Leben zurückziehen. Dadurch ist auch für den mähri­schen Flügel der Klerikalen das Aufgehen in der nationalen Einheitspartei erleichtert worden. Der böhmische Flügel hat feinen Eintritt in die Staatspartei bereits vollzogen. Mit Schrämet ver­schwindet einer der eifrigsten Anhänger. Beneschs aus der tschechischen Politik.

Innerhalb der Nationalen Einheitspartei ist eine Einigung über die Durchführung der Präsiden­tenwahl und die Ernennung der neuen R e - g i e r u n g erfolgt. Aller Voraussicht nach findet am Dienstag die Präsidentenwahl statt, und zwar dürfte als einziger Kandidat der bisherige Außenminister Chvalkovsky in Frage kommen. In der neuen Regierung werden fast alle Mitglieder des bisheri­gen, von Benefch eingesetzten Kabinetts verschwun­den sein. Ministerpräsident soll Josef Cerny werden. Das Außenministerium wird zum erstenmal ein Slowake verwalten, und zwar wurde K r n o in Vorschlag gebracht. Das Er­mächtigungsgesetz bildet Gegenstand von Beratun­gen der Vorsitzenden der ehemaligen Mehrheitspar­teien und der slowakischen Vertreter.

Iuden dürfen nicht Uniform tragen.

Berlin, 19. Nov. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat durch Erlaß über die Ent­ziehung des Rechtes zum Tragen einer Uniform folgendes bestimmt: ,Huden (§ 5 der Ersten Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 14. November 1935, RGBl. I Seite 1333), die der alten oder neuen Wehrmacht, der österreich-ungari­schen Wehrmacht oder dem österreichischen Bundes­heer angehört und das Recht zum Tragen einer Uniform erhalten haben, wird dieses Recht hiermit entzogen." Der Erlaß ist vom Chef des Ober­kommandos der Wehrmacht, Keitel, mitunterzeichnet.

Explosion in einer Synagoge in Rumänien.

Bukarest, 20.,Nov. (DNB.) In Karlsburg in Siebenbürgen, dem Sitz des Statthalters des Der- waltungsgaues Mieresch, ereignete sich heute morgen eine Explosion in der Synagoge. Das Ge­bäude wurde erhebt ichbeschädlgt. Die Behör­den haben sofort Nachforschungen nach den unbe­kannten Tätern ausgenommen.

Auch in Frankreich Konzentrationslager.

Paris, 20. Nov. (DNB.) DerMatin" kündigt an, daß die französische Regierung zur Unter­bringung der unerwünschten auslän­dischen Elements die Schaffung von Konzen­trationslagern beschlossen habe. Der Ausdruck Kon­zentrationslager ist aber von dem Blatt selbst ge­wählt, die Regierung scheue vor dieser Bezeichnung zurück und nenne diese LagerSonderzentren" (centres sp&üaux). Dort würden alle Personen untergebracht, die im Interesse der öffentlichen Ord­nung und Sicherheit einer dauernden lieber» tnadjung unterstellt werden müssen. Alle Uner­wünschten, die Vorbestraften, politischen Agitatoren würden in Arbeitskompanien zu Arbeiten für die

Landesverteidigung ober zu anderen öffentlichen Verwendungen herangezogen werden.

Königin Maud von Norwegen f.

London, 20. Nov. (DNB.) Königin Maud von Norwegen ist am Sonntagmorgen in einem Lon­doner Krankenhaus an den Folgen einer Darm» Operation, der sie sich vor einigen Tagen unterziehen mußte, gestorben. In einem von drei englischen Aerzten ausgegebenen Bericht wird betont, noch kurz vor ihrem Tode seien keinerlei Anzeichen einer plötzlichen Schwäche zu verzeichnen gewesen. Am Sterbebett der Königin weilte König Haakon, der am vergangenen Mittwoch auf die Nachricht von ber Erkrankung der Königin nach London ge­reist war. Das englische Herrscherpaar, bas sich wäh­rend des Wochenendes in ber Grafschaft Hertford- shire aufhielt, wurde noch in den Nachtstunden vom Tode der Königin unterrichtet und kehrte Sonntag­abend nach London zurück. Kronprinz Olaf von Norwegen wird am Montagabend in London er­wartet.

Die verstorbene Königin war eine Tochter König Eduard VII. von England und der Königin Alexandra, geborenen Prinzessin von Däne­mark. Sie war 1869 geboren und hatte sich 1896 mit ihrem Vetter, dem damaligen Prinzen Carl von Dänemark vermählt, der nach der Trennung Norwegens von Schweden am 12. November 1905 als König Haakon VII. den Thron Norwe­gens bestieg. Aus der Ehe ist nur ein Kind, der gegenwärtige Kronprinz Olaf von Norwegen hervorgegangen, der feit 1929 mit der Prinzessin Martha von Schweden verheiratet ist. Die verstor­bene Königin hatte drei Enkelkinder.

In Oslo wurden auf die Nachricht vom Tode der Königin Maud sogleich die Fahnen auf dem königlichen Schloß, den staatlichen Gebäuden, der Gesandtschaften und zahlreichen Privathäusern auf Halbmast gesetzt. Die Theater und Kinos halten ge­schlossen, alle musikalischen Veranstaltungen wurden abgesagt. Ministerpräsident Nygaarsvold gab in einer Erklärung seiner Trauer über das nach dem bisher günstig erschienenen Verlauf der Opera­tion überraschend gekommene Hinscheiden der Kö­nigin Ausdruck. Alle, welche die warmherzige und großartige Persönlichkeit der Königin kennen gelernt haben, sagte er, schätzten ihr warmes Interesse und ihre Fürsorge für Volk und Land in so vielen so­zialen Aufgaben. Wir nehmen an der Trauer des Königshauses aufrichtigen Anteil. Auch der stellver­tretende Präsident des Storting hob in einer Trauerkundgebung die Wohltätigkeit der Königin hervor.

Vor Chamberlains pariser Reife.

London, 20. Nov. (DNB.) Zur Pariser Reise Chamberlains erklärtSunday Times": In Paris würden in erster Liniegemeinsame Ver­te i b i g u n g s'p r o b I e m e" besprochen werden. Seit Monaten sei die Fühlung zwischen bem briti­schen und dem französischen Generalstab sehr eng gewesen. In London sei man außerordentlich be- orgt wegen der augenblicklichen Schwäche der fran­zösischen Luftstreitkräfte. Man glaube, daß es von größter Bedeutung für beide Länder sei, daß die ranzösische Produktion an Flugzeugen schnell ver­größert werde. Frankreich habe bisher grundsätzlich Jagdflugzeuge gebaut, da es gewußt habe, daß die französischen Flughafen für eine große britische Bomberflotte zur Verfügung stehen würden. Da Frankreich sich nicht mehr auf 40 tschechi* s ch e Divisionen verlassen könne, wünsche es eine größere britische Expeditionsmacht, als man sie bisher für den Notfall in England in Aussicht genommen habe.Observer" berichtet: Das ur­sprüngliche Ziel der britisch-französischen Zusammen­kunft sei die Koordinierung der Zwillingspolitik ber Aufrüstung und ber Befriedung gewesen. Dieses Programmhabe man jedoch ändern, nüssen". Paris habe klargestellt, daß die französische Regierung gegenwärtig nicht geneigt sei, irgend eine weitere Befriedungsmöglich- feit zu erörtern.

Amerikas Aufrüstung zur (Set

Fünf 35 OOO-t-Schlachtschiffe im Bau.

Washington, 19. Noo. (DNB.) Das Ma­rineministerium vergab die Bauaufträge für drei 35 000 - Tonnen ^Schlachtschiffe mit Gesamtbaukosten von weit über 150 Millionen Dollar. Ein Schlachtschiff wird auf der Marinewerft Norfolk in Virginien gebaut, die anderen beiden auf Privatwerften. Die beiden Privatfirmen bauen Schiffsrümpfe und Maschinen für etwa 99,3 Mil­lionen Dollar; dazu kommen noch Kosten von rund 26 Millionen Dollar für die Armierung usw., die die Regierung liefert. Der einen Privatfirma wurde eine Bauzeit von 52, der anderen von 55 Monaten bewilligt. Der Bauauftrag für ein viertes 35 OOO-Tonnen-Schlachtschiff, für das eine Privat­firma ein Angebot zum Preise von 54,7 Millionen Dollar gemacht hatte, wird vorläufig nicht vergeben. Zwei 35 000 < Tonnen . Schlachtschiffe befinden sich bereits in Bau.

Marinemmister Swanson forderte in seinem Jahresbericht an Roosevelt eine umgehende Ver­mehrung des Mannschaftsbestandes der Kriegsflotte. Die Mannschaftszahl betrage nur 105 000 Mann und somit 85 v. H. der Vollstärke Lediglich die U-Boote seien ausreichend bemannt Zur Erreichung des vollen Mannschaftsbestandes brauche man aber mindestens weiter6 12 0 0 0. Ferner forderte der Minister auch die Vermehrung des Offiziersbestandes. Der Bericht läßt den in letzter Zeit vielfach erörterten Plan dec Schaffung einer unabhängig en Atlantik* flotte unerwähnt, empfiehlt aber den Bau einer modernen, schnellen und leistungsfähigen Han­delsmarine als wichttges Hilfsmittel zur Wah' rung der nationalen Sicherheit. Weiter sieht bei Marineminifter eine besonders starke Vermehrung der Flugzeugmutterschiffe vor.

Rotspanische Munitionsfabrik in die Lust geflogen.

Paris, 20. Nov. (DNB.) Aus Rolfpanien fotti' wende Reifende berichten, daß man Freitag U einer Vorstadt Barcelonas eine Rinnt' (ionsfabrif in die Luft geflogen fei. Bisher feie« etwa 400 Tote und Vermißte gemeldet worden. Das Unglück soll durch Jallen la ff en einer Granate entstanden fein. Die Belegfchal- fen der übrigen Werkstätten hätten, ate fie bU

Die Autonomie der Slowakei und Karpatho-Llkraine.

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