Einzelbild herunterladen

I.

11

Schon 1914 wird

an«

wird

freundschaftlichen Beziehungen I to Mandschukuo anerkannt haben.

.'I

haftet knapp 1Vi IDf.l

Tägliche Zahnpflege mit

Greuel in Sibirien war Entente in Gestalt ihrer

plice der tschechischen mdnb anders als die tigen Funktionäre.

nie- dor-

inet au? j men; '[; 'er Ii'fe,' beutjio

den K getli

Die Legende der tschechischen Legionen

Sie Armee der Ueberläufer auf ihrem Zug durch Sibirien 1918/20.

von Religionsgesellschaften einmütig beteiligt. Nach Verlesung von Begrüßungstelegrammen des Mini­sterpräsidenten K o n o e und des Außenministers nahm die Versammlung eine Entschließung an, in der es heißt:Wir Angehörige verschiedener Religionsgemeinschaften sind entschlossen, uns für die Ausrottung und Zerschlagung der Kommunisti­schen Internationale, die der gemeinsame Feind der Menschheit ist, einzusetzen. Wir wollen alle Kräfte zur Vertiefung des Antikominterngeistes und zur Förderung der Beziehungen zu den uns verbünde­ten Mächten aufbieten."

Japanische Neligionsgesellschasten in der Antikominternkront.

^o ki o, 20. Sept. (Ostasiendienst des DNB.) An !r großen Kundgebung zur Festigung der Anti- ninternfront haben sich zusammen mit Ireichen Vertretern der japanisch-deutsch-italieni- H Freundschaftsoereinigung auch 90 Vertreter

9lod) \ fytlen ^ei eine

Berlin, 20. Sept. (DNB.) In Wien traf eine Gzielle mandschurische Freunds ch a f t s - b Wirtschaftsmission ein, die sich auf kittadung der Reichsregierung zu einem 2^wöchigen besuch in Deutschland aufhalten wird. Die Mission, irren Präsident der Wirtschaftsminister von Man- jtiutuo, Han Jun-Chieh, ist, setzt sich aus sten Offizieren, Beamten und führenden Wirt- ^ftlern zusammen. Ihr Zweck ist die Förderung

' ........ ~ ' i mit den Staaten,

rnißlVgln nien einen ffeln, unb bes W' metyc lein

_____________ v__j. Die Mssion wird beiegenheit haben, mit führenden Persönlichkeiten ton Staat, Partei und Wirtschaft Fühlung aufzu- ^itnen und öffentliche und privatwirtschaftliche Ein- ^tungen Deutschlands kennenzulernen.

Als die tschechischen Legionen sich selbst und ihren inzwischen angesammelten Raub im Frühjahr 1918 auf die sibirische Bahn verladen, um nach Wladi­wostok zur Verschiffung nach Europa zu ziehen, sind sie 50 000 Mann stark, einer ihrer Füh­rer zählt es in einem Brief vom 15. Oktober 1919 später auf:12 Regimenter Infanterie, 2 Regirnen-

>n M- t wird, - r reWl ifis ft v nadN- __ Es fc? rte W iuch wische $ sidenieN'- den auä/ rcnben J e daran! " i Fiih"^ Antlvon prechen/ id) * den W Ireich 1 auch eigenen

»erB

Wto sch nit| | bst but| \ ?lgung; ü BenmoS |

Oottes.

ein. Diele e werden nal durch zweitens 'eerlager

Oreny

Itüm« n, so lob i bis weit in eine t werden, leben der tz oor der Men @e> m Tude> ih Mau e tNW cheM«

Jlosfe.« re btt»

, ____ m Rußland aus dort

lässigen oder aus Oesterreich herübergewechselten Tschechen, die erst Kriegsgefangene sind, ein Ba­taillon gebildet. 1916 wächst es durch ständigen Zu­lauf von Deserteuren und Ueberläufern zu einem Regiment an, im gleichen Jahr zu einer Brigade. Die Massendesertionen der Tschechen an der öster­reichischen Front dauern an. Das aktive russische Militär verhält sich gegen die Tschechen ablehnend; ein russischer Korpsgeneral spricht es öffentlich aus: Wer einmal zum Verräter wird, wird es auch wieder!" Er sollte auf grauenhafte Weise Recht behalten.

hinein

A

gi"»! niin.7 äftfc ofiinfM

5 iO

kt

DrfÄiH i"1 ,y M v»>\

in er^er ßin$e die Organisation der ehemaligen Legionäre selbst haben um die Le- ß °n^n,.u.nb lhre famoseanabasis", ihren Zug durch Sibirien 1919 bis 1920, einen so dicken Glo- ^""Ust gewoben, daß selbst heute noch über Sinn 9fncTAs a ^nes Zuges vielfach, vor allem im Ausland, eine erstaunliche Unkenntnis herrscht. Die Klonen, die heute noch in der Tschechei eine er« A^tiche Rolle spielen, sind nicht nur mit der Ent- Iteoung des fragwürdigsten Staatswesens der Welt aufs engste verbunden, sondern ihr Zug durch Si- ullen seinen Einzelheiten so typisch l|cyechisch, daß wir einmal den wahren Sachver­halt hier darstellen wollen. Wir folgen dabei im Wesentlichen dem Buch des ftüheren russischen Ge- neralleutnants Konstantin W. SakharowDie tlchechlschen Legionen in Sibirien", Berlin 1931. Der General, in der Zeit von 1918 bis 1920 Gene­ralstabschef des weißrussischen Admirals K o li­sch ak, spricht nicht nur als Augenzeuge, sondern verfügt auch heute noch über eine lückenlose Be- weissammlung an Dokumenten, Photos, Briefen zahlreicher anderer Augenzeugen usw. Es ist bezeich­nend, daß die tschechische Regierung bei Erscheinen des Buches v1931 zum 10jährigenJubiläum" des Raubzuges durch Sibirien, in peinlichem Schrecken über die aufsehenerregenden Enthüllungen des rus­sischen Generals völlig schwieg', erst nach Monaten das Buch verbot, aber niemals auch nur den Versuch einer Widerlegung gemacht hat. Nicht weniger bezeichnend, daß der famose Völker­bund, bem General Sakharow sein gesamtes Be­weismaterial wieberholt zur Feststellung und Prü­fung anbot, dankend ablehnte denn der Korn-

Glückwunsch des Führers zum Dienst­jubiläum des Generalobersten v. Fritsch

Berlin, 21. Sept. (DNB.) Generaloberst Frei­herr v. Fritsch begeht am heutigen Tage die 40jährige Wiederkehr seines D i e n st e i n - tritts in die Armee. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht sandte aus diesem Anlaß dem früheren Oberbefehlshaber des Heeres folgendes Glückwunschtelegramm: Anläßlich der 40jährigen Wiederkehr des Tages, an dem Sie in die Armee eintraten, gedenke ich Ihrer mit den herzlichsten Glückwünschen, verbun­den mit aufrichtigem Dank für die beim Wieder­aufbau der Wehrmacht geleistete Arbeit und den besten Wünschen für Ihr weiteres Wohlergehen.

Adolf H i t l e r."

Aus aller Welt.

Tag für Denkmalpflege und heimalfchuh 1938 in Hamburg.

In Hamburg fand die Eröffnung des Tages für Denkmalpflege und Heimatschutz statt. Gaupropagandaleiter Schmidt betonte, daß nirgendwo die Arbeit der Heimatschutzbewegung als notwendiger empfunden werde als in einer Weltstadt wie Hamburg. Der Vorsitzende des Deut­schen Heimatbundes, Landeshauptmann SA.-Bri­gadeführer Haake, konnte auf eine Fülle von erfolggekrönter Arbeit im Schrifttum, Ausstellungs­wesen und vor allem in der Tätigkeit in den Land­schaften Hinweisen. Ministerialrat H i e ck e bekannte sich als Leiter des Deutschen Denkmalpflegetages zu der Synthese verständnisvoller Pflege großer Tradition und gesunder Fortentwicklung.

Internationaler Lhirurgie-Kongreh in Vrüsssl.

In Brüssel wurde durch den belgischen Innen-. minifter Merlot der 11. Internationale Chirurgen - Kongreß eröffnet, an bem sich Vertreter aus insgesamt 48 ßänbern beteiligen. Deutschland» ist durch zahlreiche namhafte Chirurgen, daraunter die Professoren Stich, Sauerbruch, Haberland und Demel (Wien) beteiligt. Die belgischen Behörden haben zahlreiche Veranstaltun­gen für- die Kongreßteilnehmer vorgesehen. Der deutsche Geschäftsträger Dr. von Bargen gibt einen Empfang für die deutsche Abordnung und namhafte belgische Chirurgen.

Labrador-Expedition der nordischen Lander.

In Zusammenarbeit mit den USA. und Kanada ist für den nächsten Sommer eine wissenschaftliche Expedition nach Labrador geplant, an der sich neben finnischen auch norwegische und dänische Wissenschaftler beteiligen. Die Expeditton will sich in

tzienLog? er fällen - . , . , ________________

verletz; parteibildenden Kräfte kommen in Polen.oft ganz

lin.. ... mnnnhor« hör nfc; mi« her itnh. hoi-

erster Linie naturwissenschaftlichen, geologischen, geo­graphischen, archäologischen und klimatologischen Aus­gaben widmen.

Goethe-Medaille für Professor Feddersen.

Der Führer und Reichskanzler hat dem Pro­fessor Dr. h. c. Hans Feddersen in Kleiseer- Koog, Post Niebell (Schleswig-Holstein) in Aner­kennung feiner Verdienste um die deutsche Kunst die Goethe-Medaille für Kunst und Wissen­schaft verliehen.

Hans P. Feddersen wurde am 29. Mai 1848 in Wester-Schnatebüll in Schleswig-Holstein ge­boren. Er studierte an der Weimarer Kunstschule und an der Düsseldorfer Akademie, wo er Meister­schüler von Oswald Achenbach wurde. Studien­reisen führten ihn nach Polen, Rußland, Italien und Oesterreich. Von seinen Werken sind vor allem die friesischen Landschaften hervorzuheben, daneben eine Reihe charaktervoller Bildnisse. Professor Feddersen ist Mitglied der Berliner Akademie der Künste.

Lin neuentdecktes Jugendwerk von Brahms.

Ein neuaufgefundenes JugeLdwerk von Johannes Brahms wurde jetzt erstmals der Oeffentlichkeit übergeben. Es handelt sich um ein Trio in A-dur für Klavier, Violine und Violoncell, das aus der Zeit der großen Kunstreise des Meisters im Som­mer 1853 stammt. Eine volle Ausnutzung der Klang- eigenschaften der Streichinstrumente vereint sich in hervorragender Weise mit denen des Klaviers und sichert in Gemeinschaft mit der vollendeten see­lischen Aussprache, der durchgebildeten Form und der logischen Weiterführung der keimkräftigen The­men bem Werk überzeitliche Gültigkeit. Die Her­ausgabe besorgten Ernst Bücken unb Karl H a s s e im Verlage Breitkopf & Hätte!.

Der polnische Stralosphärenslug.

Hauptmann B u r z y n s k i, ber Pilot Dr. Nar- kiewicz, der wissenschaftliche Begleiter sowie der gesamte Stab der polnischen Stratosphärett- Expedition hat dieser Tage Warschau verlassen, um die letzten Vorbereitungen für den Ballonstart in die Stratosphäre vorzunehmen, der im Chocholow- Tal, unweit von Zakopane im Tatragebirge dem­nächst vor sich gehen soll. Man erwartet, daß der Start in der zweiten Septemberhälfte stattfinden wird, doch hängt ber genaue Zeitpunkt von den Wetterbedingungen ab. Etwa 100 Berichterstatter und Filmoperateure werden beim Start des Gwiazda Polski" zugegen sein, der der größte je erbaute Ballon ist.

Schwere lleberschwemmungsschäden in Bengalen.

Die feit Wochen in mehr als 15 Verwaltungsbe­zirken Bengalens herrschenden Ueberflutun« gen haben seit Jahren nicht mehr erreichte Aus­maße angenommen. Rund 500 000 Menscheis sind bisher obdachlos geworden und mußten von den Be­hörden und religiösen Gemeinschaften unterstützt werden. Unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten von Bengalen ist ein Hilfs-Ausschuß gebildet wor­den. Der schwer in Mitleidenschaft gezogenen Land­wirtschaft wurden Unterstützungsgelder in Höhe von 260 000 Pfund (rund 3,25 Millionen Mark) zur Ver­fügung gestellt. Weitgehende Regierungsmaßnahmen sollen geplant sein.

Schweres Unwetter über Buenos Aires.

Bundeshauptstadt und Provinz Buenos Aires hatten unter einem schweren Unwetter zu lei­den. Bisher konnten 14 Todesopfer gezählt werden, die im Schlaf durch einstürzendes Gemäuer erschlagen wurden. Die Zahl der Toten soll noch höher sein, doch fehlen bis jetzt die amtlichen An­gaben, da die Fernleitungen größtenteils zerstört worden sind. Der Schaden ist sehr groß.

Eine Windhose über Dänemark.

Eine W i n d h o s e von ungewöhnlicher Stärke ging über die Gegend zwischen Aalborg und Thi- stid (Dänemark) hinweg, sie hat besonders in Halo- rimmen beträchtlichen Schaden angerichtet. Es wur­den viele Dächer abgetragen, Hunderte von Fenster­scheiben zertrümmert, verschiedene leichte Bauten völlig zerstört. Die Stromversorgung und der Tele­phonverkehr waren zeitweise unterbrochen. Personen sind glücklicherweise nicht verletzt worden. Die Be­troffenen schätzen ihren Verlust auf mindestens 30 000 Kronen.

Sleinbruchunglück in den Albaner-Bergen.

In einem Steinbruch der Albaner-Berge hat sich ein Unglück ereignet. Der obere Teil des größ­ten Steinbruches von Marino ist plötzlich einge­stürzt. Steinblöcke im Gewichte von Tausenden von Tonnen stürzten zu Tale. Einige Steinhauer waren gerade mit dem Laden eines Lastzuges beschäftigt; fünf von ihnen wurden berschüttet. Es besteht keine Hoffnung, sie noch lebend bergen zu können, denn die Schuttmassen sind zwanzig Meter hoch. Der Einsturz wurde im Dorfe wie ein Erdbeben wahr­genommen. Die Feuerwehr von Rom ist mit den Bergungsarbeiten beschäftigt.

Schweres Eisenbahnunglück in Kalifornien.

In Süd-Kalifornien ereignete sich ein schweres Eisenbahnunglück, das zehn Tote und 40 Verletzte forderte. Durch heftige Wolkenbrüche waren die Schienen der Souttiern-ttacikic-Eisenbahn mit Geröll und Sandmassen überdeckt worden. Dies verursachte den Zusammen stoß zweier Expreß­züge bei Tortuga des New-OrleansLos-Angeles- Expreß und eines nach Chikago fahrenden Luxus- Zuges.

Furchtbare Bluttat in Havanna.

In Havanna hat ein Bauer mit einem Messer seiner Mutter, seinem Onkel und sieben Brüdern den Kopf abgeschnitten und dann das Wohnhaus in Brand gesteckt. Anlaß zu der furcht­baren Bluttat soll ein nichtiger Streit zwischen ihm und einem Familienmitglied gewesen fein. Die Po­lizei hat die Verfolgung des flüchtigen Mörders auf­genommen, der jedoch bisher noch nicht festgenom­men werden konnte.

Den Doppelgänger ermordet.

In den Wäldern, bei P e t r i k a u in Polen fand man die Leiche eines Mannes, der anscheinend Selbstmord begangen hatte, wie aus einem neben dem Toten gefundenen Zettel hervorging, der lau­tete:Ich bin der von der Lodzer Polizei gesuchte Ignaz Pasternak. Ich habe das Leben satt." In der Brieftasche des Toten lag eine Photographie mit dem Datum des 23. August, die die Aufschrift trug: Vor meinem Selbstmord Euch zum Andenken." Dies führte zur Aufdeckung eines furchtbaren Ver­brechens. Es wurde festgestellt, daß die Aufnahme durch einen Lodzer Straßenphotographen nach Auf­finden der Leiche gemacht wurde. Die Nachforschun­gen führten zu der Feststellung, daß der Tote von Pasternak, der wegen Unterschlagung einiger Tau­send Zloty von der Polizei steckbrieflich verfolgt wird, ermordet worden ist. Der Mörder hatte den Mann, der ihm wie ein Doppelgänger täu­schend ähnlich sah, in den Wald gelockt, ihn dort mit vorgehaltenem Revolver gezwungen, sei­nen Anzug mit ihm zu tauschen und hatte dann, nachdem er sich noch in den Besitz der Papiere sei­nes Doppelgängers gesetzt hatte, den Mann kalt­blütig erschossen. So wollte er sich vor weiteren Nachstellungen der Polizei sichern. Pasternak konnte von der Polizei fe ft genommen werden.

Eine furchtbare Verwechslung.

Aus der Polizeiwache in Wloclawek in West­polen meldete sich ein Mann, der angab, aus Eifersucht seine Verlobte ermordet zu haben. In der von dem Mörder bezeichneten Woh­nung sand man auch tatsächlich ein junges Mädchen, bas im Schlaf durch Messerstiche erdolcht war. Bei der Gegenüberstellung mit der Leiche rief der Mörder entsetzt aus:Das ist ja nicht meine Verlobte. Ich habe ihre Freundin ermordet." Er hatte sich in der Nacht in das Zimmer geschlichen, in dem seine Verlobte gewöhnlich schlief, und die Tochter des Woh­nungseigentümers erstochen.

Vom Mefferwerfer an den Zaun genagelt.

Einen unglücklichen Verlauf nahm eine Vorstel­lung, die ein Artist auf einer belebten Straße der Warschauer Arbeitervorstadt Wola gab. Der Artist wollte seine Kunst im Messerwerfen auf ein lebendiges Ziel zeigen. Einer der zahlrei­chen Zuschauer stellte sich ihm freiwillig zur Ver­fügung und nahm an einem Zaun mit ausgestreck­ten Händen Aufstellung. Als aber das erste Messer auf ihn zuflog, verlor er den Mut und machte plötzlich eine Bewegung, so daß das Messer seine Handfläche durchbohrte und ihn an den Zaun nagelte. Er wurde sofort ins Krankenhaus geschafft, der vom Pech verfolgte Magier aber von der Polizei festgenommen.

Wetterbericht

Deutschland liegt zwischen dem starken nord­westdeutschen Hochdruckgebiet und der vom Atlantik ausgehenden Wirbeltätigkeit. Da letztere nachgelassen hat und die über England nach Frankreich ein­gedrungene Störung sich scharf nordwärts aus- richtete, ist eine stärkere Störung des an und für sich freundlichen Witterungscharakters nicht aus­geschlossen, zumal auch am Mittwochfrüh eine Störungsfront ihr Regengebiet bis nach Nordwest­deutschland vorschieben konnte.

Vorhersage für Donnerstag: Vielfach Frühnebel, sonst wolkig bis heiter, im wesentlichen trocken. Temperaturen wenig geändert. Winde aus Süd.

Vorhersage für Freitag: Leicht unbestän­dig, doch im ganzen herbstlich freundlich.

Lufttemperaturen am 20. September: mittags 21,9 Grad Celsius, abends 12,1 Grad; am 21. September: morgens 9 Grad. Maximum 21,9 Grad, Minimum heute nacht 8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 20. September: abends 15,6 Grad; am 21. September: morgens 12 Grad. Sonnenschein­dauer 5,7 Stunden.

Wn

llcUt yoh

. tolles Utz

°«iben ' Zu btt t9e"M

& tiismih tschechl Die j, |

'wurd,

j}etibuno I Manb. I entweder I vert btt I ,Q5 F°rl-1 sM Der | len. DQ51

ter Kavallerie, 3 Regimenter Artillerie, in aus­gezeichneter Ausrüstung und einem Ueberfluß an Waffen, 12 000 der besten Pferde Sibiriens und billig erworben." In der Tat, sehr billig! Die ge­samte Ausrüstung ist aus russischem Staatseigentum im Chaos des Zusammenbruches von 1917 züsam- mengestohlen. Aber damit nicht genug. Dk Tschechen führen ungeheure Werte an Edelmetallen, Kostbar­keiten, Lebensmitteloorräten, Pelzen, Maschinen, Bekleidung aller Art usw. in Zügen von nicht we­niger als 20 000 Waggons mit! Es kommen also auf den Kopf der tschechischen Legionäre sage und schreibe 2V2 Waggons! Woher diese Züge und ihr Inhalt samt den Lokomotiven stammen, ist ein Ka­pitel für sich, auf das wir noch zurückkommen. Mit dem tschechischen Raubzug durch Sibirien und mit der Entstehungsgeschichte des tschechischen Staates sind die Namen der Führer dieser Legionen auf immer verbunden.

Organisator und Oberster Führer ist ein Mensch, ber alsRadula G a j d a" in die reichhaltige Skan­dalgeschichte der Tschechei eingegangen ist und auch heute noch unter diesem Namen geführt wird. Er heißt in Wirklichkeit Rudolf Geidl, ist bei Kriegs­ausbruch als gelernter Drogist Sanitätsunteroffi­zier in der österreichischen Armee, läuft 1915 zu den Montenegrinern und nennt sich von Stund' an je nach Bedarf entwederFähnrich" oberDr. Gajba". Drüben mogelt er sich zymMilitärarzt" hinauf, läßt sehr halb auch die Montenegriner im Stich, erscheint bei den tschechischen Formationen in Ruß­land und wird schließlich mit Hilfe seiner absoluten Skrupellosigkeit, seiner aalglatten Falschheit und seiner Redegewandtheit Führer der tschechischen Le­gion. Dieser Gajda, Typ des internationalen Hoch­staplers, ist es, der mit seinen 50 000 glänzend aus­gerüsteten Leuten das weißrussische Heer in ent­scheidender Stunde verrät, den Admiral Kolt- s ch a k den Bolschewisten ausliefert, den russischen Staatsgoldschatz an sich bringt und schließlich unter dem Schutz der Entente-Diplomatie in Wladiwostok die Ueberfahrt nach Europa abwartet.

General" Gajda, kann militärische Leistungen mangels jeglicher Kenntnisse und Vorbildung nicht für sich verbuchen. Militärisch werden die Tschechen- Legionen auf ihrem Weg durch Sibirien von dem französischen General Janin geführt, der im Lauf des Zuges durch Sibirien auch besonders für die Bewachung der 20 000 Waggons und ihres Inhal­tes beforgt ist. Ferner erscheint in bermilitäri­schen" Führung noch einGeneral" S y r 0 w y , in Zivil ein schlichter Reisenber von Beruf, seinem tat­sächlichen militärischen Rang nach einfacher Solbat, ein Deserteur in selbstverliehener russischer Gene­ralsuniform. Wie ist es inöglich, baß biefe 50 000 Tschechen mit ihrem riesigen Raube ungehinbect burch Sibirien nach Wladiwostok kommen? Es ift möglich durch eine fortlaufende Kette von Verrat und durch die Aufopferung ber ahnungslosen Kolt- schak-Armee. (Fortsetzung folgt.)

woanders her als aus der Macht und der Kraft politischer Ideen oder auch nur wirtschaftlicher Jnter- | essen. Es wird keine parlamentarische Opposition fertigbringen, von sich aus an das Ruder zu gelan­gen, wenn sie nicht das Vertrauen des Staatsprä­lidenten und der Armee in der Person ihres Füh- <rs, des Marschall Rydz-Smigly, besitzt. Das sind !ie Imponderabilien, die einstweilen das Zünglein n der Waage .bilden, die auch wohl dafür sorgen werden, daß Polen nicht noch einmal in den Stru- lel eines politischen oder parlamentarischen Partei- Ilünqels gerät: Gegen diese Gefahr hatte ja Mar­schall Pilsudski 1926 zum Widerstand aufgerufen, 1 ach dem er unermüdlich die Entartung Polens zu : liner parlamentarischen Demokratie bekämpft hatte.

D. S.

Neue blutige Zusammenstöße in Palästina.

London, 20. Sept. (Europapreß.) Bei den in eilen Zeilen Palästinas auch am Dienstag anhal- imben Unruhen unb Ueberfällen waren md) den bisherigen Feststellungen fünf Tote und ahlreiche Verwundete zu verzeichnen. In jaifa wurde ein jüdischer Eisenbahnarbeiter er­fassen und ein Araber verwundet. Weiter wurde kn arabischer Freischärler von einer Polizei- ptrouille erschossen. In einem Jaffaer Cafe wurde ein Araber erschossen, während in Jerusalem ein ?ube schwer verletzt wurde. Bei einem Feuergefecht fischen arabischen Freischärlern und Juden in der fefje von Zichhonyacob sanden zwei Juden den lab, währenb zwei jüdische Polizisten schwere Ver- eunbungen davontrugen. Im Zusammenhang mit hssem Gefecht nahmen englische Truppen Die ;ig Larhaftungen vor. Diese Melbungen geben nur eien^ kleinen Ausschnitt aus ben anhaltenden Zu- scmmenstößen. Die meisten Zwischenfälle kommen b:n englischen Behörden verspätet zur Kenntnis. I - Auch die Sabotageakte sind wieder im Ansteigen griffen.

Oie japanische Offensive nördlich des Jangtse.

Schanghai, 20. Sept. (Europapreß.) Nördlich des Jangtse hat die japanisch e Offensive in dm letzten 24 Stunden wichtige Fortschritte gemacht, c ntien, am Fuße des Tapie-Höhenzuges, ist bereits "'n,den japanischen Truppen eingeschlossen worden. £ eiter nördlich sind die japanischen Truppen bis auf Kilometer an die PeipingHankau-Bahn heran- zikommen. Südlich des Jangtse treffen die japa- nidjen Truppen nach wie vor auf starken chinesischen widerstand.

Mandschurische Freundschasts- und Tirtschastsmission besucht Deutschland

Reuwih^en in Polen.

Die Regierung des Generals Slawoj-Sladkowski hat sich, selbst für die polnische Oeffentlichkeit über­raschend, dazu veranlaßt gesehen, Sejm unb Senat aufzulosen. Neuwahlen werden innerhalb ber ver­fassungsmäßigen Frist vor sich gehen, Neuwahlen, von denen sich nicht nur die Regierung ein günstiges Ergebnis verspricht, sondern auch die opposittonellen Parteien. Die Regierung Slawojdadkowski ist noch von der mächtigen Persönlichkeit des großen Patrio­ten und Staatsmannes Marschall Pilsudski über­schattet, denn General Slawoj-Sladkowski gehörte zum engsten Mitarbeiterkreis Pilsudskis. In 'seinem Geiste hat er auch die Regierung geführt, ganz im Sinne Pilsudskis sein Amt nicht als bürokratische Angelegenheit aufgefaßt, sondern als einen Auftrag, in ununterbrochener Wechselwirkung dem polnischen Volke zu dienen. Der General und Ministerpräsident hat das auch getan, ist im Lande umhergereist, hat Städte und Dörfer aufgesucht, hat sich um alle Einzelheiten der polnischen Verwaltung und der pol­nischen Wirtschaft gekümmert. Es ist also nicht von ungefähr, wenn der General sicher in Uebereinftim- tnung mit dem Staatspräsidenten und dem Mar­schall Rydz-Smigly das Parlament auflöst, wenn er Neuwahlen ausschreibt, die im Ergebnis auch über seine Regierung entscheiden können. Wenn es einen Staatsmann gibt, der über die Stimmung im Lande gut unterrichtet sein muß, so ist es der Minister­präsident General Slawoj-Sladkowski, der während seiner ganzen Amtsführung gezeigt hat, baß ihm politische Parteien eigentlich nicht imponieren, daß er aber bereit ist, auf das Polk selbst zu hören.

Der General hat sich in den zweieinhalb Jahren seiner Regierung auf tüchtige Mitarbeiter stützen können, so vor allem auf ben Finanzmmi'ster Kwiatkowski, der nacheinander einer Reihe Don Regierungen angehört hat. Kwiatkowski gilt als ein Wirtschafts- und Finanzpolitiker, ber auch vor

Wen, um [ kühnen Maßnahmen nicht zurückschreckt, um aus md unter r einer heiklen Lage herauszukommen. Im Auslande lungsmut I 'st von den Mitgliedern ber Regierung der Außen- efch Pfr, i Minister Oberst B e ck bekannt, also eine Persönlich­lucht. fin feit, die unmittelbar zu bem Obersten-Kreis gehört, ht mehr r Das ist ber Kreis, ber aus früheren Offizieren unb n 6tun. i 'Legionären sich um die Persönlichkeit des Marschalls , Pilsudski vereinigte, Geist von seinem Geist. Aller- Ibings hat die Regierung im Lande mannigfache ; Gegner gefunden, auf der Rechten sowohl wie auf ber Linken. Allein mit dieser parlamentarischen Geographie ist in Polen recht wenig anzufangen. Die