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ein Sozialdemokrat

Renner

Friedenskonferenz richtete.

dies sicherlich verschweigen.

rigkeiten beeinträchtigt werden.Figaro

unter»

ins Ausland für die Dauer der außerordent-

AusspracheausdemObersalzberg

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Am der statt,

un- am

an die Renner wies

London, 20. Sept. (DRV.) Wie verlautet, hat die polnische Regierung vor kurzem eine Demarche beim Foreign Office unternommen, in der sie mit voller Eindringlichkeit die Forderungen Polens aus Berücksichtigung bei der Lösung der tschecho-slowa- kischen Frage geltend machte. Die Rückkehr des Teschener Gebietes zu Polen wurde energisch ge­fordert.

Krieg ausarten lassen wolle.

Action F r a n ? a i s e" erklärt, die Franzosen würden sich nicht für die Tschechen schlagen. Der berühmte französische Jurist Barthölmy habe unbestreitbar nachgewiesen, daß Frankreich heute von seinen Verpflichtungen gegenüber der Tschecho- Slowakei völlig frei sei. Der ehemalige Gene­ralsekretär des Öuai d'Orsay, Berthelot, der zum großen Teil für den in Locarno unterzeichneten

re n. In einem vom Ministerium des Aeußeren inspirierten Artikel warnt das Blatt vor einer Wie­derholung der Fehler und falschen Methoden, die zu dem gegenwärtigen Zustand führten und die in der Zukunft genau die gleichen Folgen haben wür­den. In den Jahren 1919 und 1920 sei Mitteleuropa w i e ein Kolonialland behandelt worden. Die Folge davon sei auch die ungerechte Behandlung Ungarns gewesen. Das Versailler System habe im Laufe von 20 Jahren bankerott gemacht.

Oer polnische Botschafter beim $ü6rer.

Berchtesgaden, 20. Sept. (DNB.) Der Füh­rer und Reichskanzler empfing heute auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden in An­wesenheit des Reichsministers des Auswärtigen, von Ribbentrop, den polnischen Botschafter

die Alliierten darauf hin, daß sie ein flagran­tes Unrecht gegenüber der Bevölkerung Böh­mens beginnen und daß sie auch die Tschecho-Slo- wokei in eine katastrophale abenteuerliche Politik hineinziehen würden. Renner habe bereits damals auf die Unmöglichkeit hingewiesen, daß 3,5 Mil­lionen Deutsche die Unterwerfung unter 6,5 Mil­lionen Tschechen jemals ertragen würden. Beide Volksgruppen würden sich gegenseitig einen ver­nichtenden K a m pf liefern.Oeuvre" folgert, man müsse heute zugestehen, daß der österreichische Kanzler damals ein Prophet gewesen sei.

Oeuvre" veröffentlicht die Note, die am 15. Juni 1919 der damalige österreichische Staatskanzler

werden. In verhängnisvoller Selbstoerblelldung^ vergißt Prag völlig, daß die Zeit für Verhand-? lungen endgültig vorbei ist. Jetzt gilt es, entweder

tschecho-slowakischen Staatsgebilde haben zu der Ueberzeugung geführt, daß Benesch und seine Re­gierung denenglisch-französischen Friedensplan" wie man hier sagt wohl oder übel annehmen müsse, wenn er überhaupt noch ein Rumpf­gebilde des tschecho-slowakischen Staates retten wolle.

Die radikalsozialeR e p u b l i q u e" warnt und

polen fordert Wiedergutmachung des Anrechts an der Olsa.

Die unhaltbaren Zustände in der Tschecho-Slowakei. Berchtesgaden, 20. Sept (DRB.) Der garische Ministerpräsident I m r e d y stattete

Heute fordern alle polnischen Zeitungen einstim­mig und in schärfster Tonart die Rückgabe des Teschener Gebiets. In allen Zeitungen wird ohne Umschweife hervorgehoben, daß die Tschechen damals dem im Kampf gegen den vordringenden Bolschewismus stehenden Polen feige in den Rücken gefallen find und das Gebiet an der Olsa ihrem Vielvölkerstaat ohne Rücksicht auf die Wünsche der dort lebenden Bevölkerung einverleib- ten.Expreß Poranny" bezeichnete es als Ausdruck des entschiedenen Willens des gesamten polnischen Volkes, daß das Teschener Land wie auch ver­schiedene große polnische Organisationen es in den letzten Tagen durch Entschließungen gefordert haben an Polen gegeben werde. Das Blatt knüpft daran die Erwartung, daß gerade Frank­reich, der Bundesgenosse Polens, Verständ - nis für die .polnischen Forderungen aufbringen werde.Kurjer Poranny" schreibt, diejenigen, die 1919 bis 1923 die Verträge über die mitteleuro­päischen Staaten ausgearbeitet hätten, hätten damit den Beweis für eine ungewöhnliche Unkenntnis aller einschlägigen Fragen erbracht und dadurch die Ansatzpunkte für die schweren Konflikte geschaffen, die heute mühsam gelöst werden müßten. In dem Augenblick, da die Grenzen der Tschecho-Slowakei zusammenbrächen, sei klar, daß auch die Polen gegenüber an der Olsa bestehende Grenze völlig unaktuell geworden sei. Das Militärblatt Polska Zbrojna" warnt, nirgends sollten Zweifel über Bereich und Richtung der polnischen Forde­rungen stehen können, hinter denen die ganze Energie und volle Autorität des Staa­tes stehe. Das 1919 Polen zugefügte Unrecht müsse heute wieder gutgemacht werden.

Kurjer Poranny" ist der Meinung, nichts werde den Zusammenschluß des Teschener Gebiets mit dem Vaterland verhindern können. In dem Augenblick, da die alte Tschecho-Slowakei in sich zusammenstürzte und die Sudetendeutschen ins Reich übergingen, müsse auch das von Prag feige geraubte Land an der Olsa zu Polen zuxückkeh-

streicht, es müsse schnell gehandelt werden, wenn man nicht die augenblickliche Krise in einen

an der 40 000 Personen teilnahmen. Die polnische Bevölkerung war von weither herbeigeströmt. Zahl­reiche Reden wurden gehalten, in denen der An­schluß Teschen- Schlesiens an die Re­publik Polen gefordert wurde. Rach dcr Ver­sammlung begaben' sich die Teilnehmer zu der Brücke, durch die die polnisch-tschechische Grenze läuft. Von tschechischer Seite schauten zahlreiche Personen der polnischen Kundgebung zu. Das tsche­chische Ufer des Olsa-Flusses war durch Polizei und Militär stark bewacht.

in Berlin, Exzellenz Lipski.

Massenversammlung für den Anschluß Teschens.

Warschau, 20. Sept. (Europapreß.) Dienstag fand im polnischen Teile Stadt Teschen eine Massenversammlung

Äs

Keine Ausflüchte.

Unter dem Druck der Ereignisse und angesichts der Gefahr, daß Prag einen Weltbrand entfesseln wollte, haben die französische und englische Regie­rung Forderungen an Prag gestellt, die dort zu einem SRini ft errat unter dem Vor­sitz des Staatspräsidenten Dr. Benesch führten. Das Ergebnis dieses Ministerrates war ein neues Hakenschlagen des tschechischen Hasen. Prag will Zeit gewinnen und vergißt nur eins: die beiden Regierungen haben eine Forderung gestellt, zu der sie sich aus eigenem und ohne Verhandlungen mit der tschecho-slowakischen Regierung bekannt haben. Die Sache drängte angesichts der tschechischen Mordwelle gegen Sudetendeutschland. Die tschechische Anarchie hat, verbündet mit dem Bolschewismus, innerhalb der Grenzen de^ noch bestehenden tschecho. slowakischen Staates Verhältnisse wie in R o t s p a n i e n geschaffen. Wenn also die Prager Regierung Zeit zu Verhandlungen erhalten würde, liefen die Sudetendeutschen Gefahr, gänzlich dem tschechischen Dernichtungswillen ausgeliefert zu

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Hin Wtttei h8en^fentI .R Deutschs wische: . in der $ fe W-

die Sudetendeutschen auch gegen die Angehörigen der ungarischen Volksgruppe verübt, sind die Forde­rungen der ungarischen Blätter von Tag zu Tag dringlicher geworden. Immer wieder wird geltend gemacht, daß auch die Ungarn in der Tschecho-Slo­wakei das seinerzeit von Wilson verkündete Selbst­bestimmungsrecht niemals auszuüben die Möglichkeit gehabt hätten. Nach zwanzig Jahren seien sie gezwungen, festzustellen, daß die tschechi­schen Machthaber niemals die Interessen der Volksgruppen, sondern immer nur die Ziele des sogenannten tschechischen Nationalstaates im Auge gehabt hätten, dessen verfehlte Politik die Tschecho- Slowakei zu dem Krebsgeschwür Europas gemacht habe.

Selbstbestimmungsrecht und gebietsmäßige Revi­sion, ^das ist die Forderung der ganzen ungarischen Nation zur Lösung der tschecho-slowakischen Krise. Zur Bekräftigung dieser Forderung nach außen hin wird am Mittwochnachmittag auf dem Budapester Heldenplatz eine Massenkundgebung von 250 000 Menschen stattfinden. Damit wird zugleich die Geschlossenheit des ungarischen Volkes bezeugt, die Ungarn seit Jahr und Tag mit seinen Revi­sionswünschen an den Tag legt. Während des gan­zen Dienstags kreisten Flugzeuge über der Stadt und warfen Zettel ab, in dem Rückgabe Ober- Ungarns gefordert wird. Sämtliche Abendblätter befassen sich ebenfalls in größter Aufmachung mit der Frage einer Lösung der tschechischen Krise. Ein­mütig ist die Auffassung, daß nur a u f der Basis des Selvstbestimmungsrechtes für alle Nationen in der Tschecho-Slowakei die gebietsmäßige Revision durchgeführt werden kann.

Ungarischer Schrift in London.

London, 20. Sept. (DNB.) Wie verlautet, hat der ungarische Gesandte beim Foreign Office eine Demarche unternommen, in der auf die gegenwärtig schwebenden Verhand­lungen zur Neuregelung des tschechi­schen Staatsgebietes hingewiesen, und die ungarischen Ansprüche auf die im Vertrag von Trianon gewaltsam von Ungarn a b ge­trennten und der Tschecho-Slowakei zugeryiese- nen Gebietsteile angemeldet werden.

Hvrthy und Göring in Ostpreußen.

Berlin, 20. Sept. (DNB.) Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring, dessen Gesundheit wieder hergestellt ist, traf heute in Alt- Sternberg mit Seiner Durchlaucht dem ungari­schen Reichsverweser Admiral v. Hvrthy zusammen und hatte mit ihm eine längere Aus­sprache. Admiral von Hvrthy hält sich seit einigen Tagen als Jagdgast des Fekdmarschalls in den Stemberger Revieren auf.

Italien

zu jeder Kraftprobe bereit.

Mussolini spricht in Udine.

Udine, 20. Sept. (DNB.) Bei einer Massen­kundgebung in Udine, von wo Mussolini auf den Tag genau vor 16 Jahren erstmals den Marsch auf Rom angekündigt hat, zog der Duce in einer Rede eine Bilanz der ersten 16 Jahre des Faschismus. Das Ergebnis dieser 16 Jahre des faschistischen Italiens habe sich gerade in diesen Ta­gen, in denen andere Völker von einer Krise in die andere fielen, in der wunderbarsten Haltung des italienischen Volkes gezeigt. 20 Jahre Krise, Kämpfe und Revolution hatten aus dem geistigen Wesen des italienischen Volkes einen stahlharten Block gemacht, und wenn morgen dieses Volk z u anderen Kraftproben aufgerufen wer­den sollte, so würde es auch keine Minute zögern. (Zurufe aus der Menge:Sofort, so­fort", die sich bis zu Sprechchören steigern).Da­mals", so schloß der Duce,sind wir nach Rom marschiert. Der Marsch, der dann von Rom aus ausgenommen wurde, ist noch nicht zu Ende. Und niemand wird ihn aufhalten kön­nen."

Bei feiner Besichtigungsreise durch Venetien hat der Duce auch G ö r z besucht und dort auf einer Massenkundgebung erklärt:Ich habe klar ge­sprochen, und es ist also zwecklos, jenen nach­zulaufen, die sich taub stellen, um nicht hören zu müssen. Am Horizont sind einige Zeichen der Auf­klärung vorhanden, aber da wir Faschisten immer Gegner eines voreiligen und unzeitgemäßen Optimis­mus gewesen sind, warten wir ab, daß der Vorhang auch zum letzten Akt des Dramas aufgeht, bevor wir uns weiter äußern. Immerhin füge ich in der Gewißheit, eure Ansicht und euer Gefühl zum Ausdruck zu bringen, hinzu, daß, wenn es zu einem Drama kommen sollte, es uns bereit finden wird."

Dienstag in Begleitung des ungarischen Außen­ministers von kany sowie des ungarischen Gene- ratstabschefs General Keresztes-Fischer und des Staatssekretärs von Pataky dem Führer und Reichskanzler in Anwesenheit des Reichs­ministers des Auswärtigen von Ribbentrop auf dem Obersatzberg einen Besuch ab. Der Besuch diente der Aussprache über die unhaltbaren Zustände in der Tschecho-Slowakei. Während der Führer und Reichskanzler die deut­schen Probleme behandelte, legten die ungarischen Minister eingehend die ebenso unverrückbare For­derung des gesamten ungarischen Volkes auf das Recht der Selbstbestimmung ihrer unter­drückten Volksgenossen in der Tschecho-Slowakei dar.

Gerechtigkeit für Ungarn.

Heute Massenkundgebung in Budapest.

Budapest, 20. Sept. (DNB.) Ungarn wurde durch den Vertrag von Trianon eine besonders hohe Zahl von Dolksangehörigen zugunsten der Tschecho-Slowakei geraubt, eine Wunde, die die Magyaren niemals verschmerzen konnten. Die Forderung auf Rückführung dieses Dolksteiles in das Heimatland ist daher in allen Schichten der ungarischen Bevölkerung zu einer Herzenssache ge­worden. Dies fand beredten Ausdruck in den Kund­gebungen nach der Rede des Duce in Triest, bei denen die demonstrierende Bevölkerung Reichsver­weser, Führer und Duce immer wieder hochleben ließ.

Schon im Anschluß an die Nürnberger Schluß­rede des Führers hatte Graf Esterhazy, der Vorsitzende der Vereinigten ungarischen Partei in d e r T f ch e ch o ° S l o w ak e i, diese Forderung zur eigenen gemacht und die gesamte ungarische Presse hatte sich lebhaft für die Belange ihrer Volksgenossen eingesetzt. DerPester Lloyd" hatte gesagt, eine Vernachlässigung der Rechte der ungarischen Volksgruppe und eine Mißachtung ihrer moralischen, historischen und materiellen Interessen würde sie berechtigen, den Kampf mit allen Mitteln und bis zur Erfüllung dieser berechtig­ten Forderung aufzunehmen.

Mit den militärischen Maßnahmen der Tschechen auch an der ungarischen Grenze und nachdem zahl­reiche Flüchtlinge davon berichtet haben, daß der tschechische Mob die gleichen Brutalitäten wie gegen

Auch Polen und Ungarn fordern ihr Recht.

Ungarische Staatsmänner beim Führer. Polnische und ungarische Demarche in London

Minute die isoliert stehenden Tschechen sich nicht besinnen, werden sie als schädliches Gewürm zer­malmt. Das ist eine Tatsache, die sie selbst durch eine zwanzigjährige Geschichte der Verfolgungen, des Hasses, der widernatürlichen und größenwahn­sinnigen Projektemacherei wie ein rächendes Gottes­gericht auf sich gezogen haben.

Es geht um Millionen von Sudetendeutschen, um kostbares deutsches Blut, das nicht mehr und unter keinen Umständen der hussitischen Verfolgungswut ausgeliefert bleiben darf. Während Benesch ver­zweifelt und vergeblich Frist zu gewinnen sucht, ein Bluff, der allzu oft angewendet, jetzt nicht mehr zieht, haben gerade die Ereignisse der letzten Stun- den gezeigt, was die Tscheche, wirklich ist. Noch unmittelbar vor der zweiten Unterredung Hiller- Chamberlain hat die bolschewisierte Tschechei eine äußerste Verschärfung der ohnehin zugespitzten Lage dadurch geschaffen, daß in insgesamt vier Fällen die deutsche Reichsgrenze verletzt wurde. In Seidenberg ist es sogar zu einer aus­gesprochen kriegsmäßigen Aktion gekommen: "bei dem militärisch" organisierten Vorstoß einer Tsche­chenhorde auf Reichsgebiet gab es bei der deutschen Grenzwache 17 Verletzte. Ob die angreifenden Tsche­chen reguläres Militär ober in Uniformen gekleidete Bolschewisten waren, ist für die Beurteilung der Schwere des Falles unter den heutigen Umständen völlig nebensächlich. Der Zweck dieser systematischen Grenzverletzungen ist klar. Nachdem es mißlungen ist, mit Hilfe des Sowjetkrieges in Spanien einen allgemeinen europäischen Krieg zu entfesseln, und nachdem an einer endgültigen Beseitigung des ttche- chischen Brandherdes keinerlei Zweifel mehr sein kann, versucht Moskau, nun vor dem völligen Zu­sammenbruch feiner tschechischen Basis noch in letzter Stunde einen europäischen Krieg anzuzetteln. Diele- Versuche an der tschechisch-deutschen Grenze werden, gleichzeitig jenseits der Grenze ergänzt einmal durch 1 die Steigerung des Massenmordes und zweitens- I durch die Verteilung von Benzin- und Teerlager \ in den riesigen Waldungen der tschechischen Orenp gebiete. Wie die sudetendeutschen Städte genau, wie in Rotspanien im Fall der erzwungenen . Räumung durch die Tschechen nur als Trüm- l merhaufen zurückgelassen werden sollen, so sol- 1 len die ungeheuren Waldgebiete, die sich ja bis weid in deutsches Gebiet hinein erstrecken, in eine­einzige Feuersbrunst verwandelt werben.. 1

Dies alles zusammen mit dem Bestreben der tschechisch-bolschewistischen Clique in Prag vor der endgültigen Abtrenunng der sudentendeutschen Ge­biete noch eine möglichst große Anzahl von Sude­tendeutschen abzuschlachten, besagt, daß Moskau hier ohne Rücksicht auf die herannahende endgültige Lösung der Tschechenfrage ein bolschewistisches Exempel statuieren will, besagt aber auch, daß bie tschechische Regierung als Handlanger Moskaus bei allen diesen Aktionen die volle Schwere der Der-

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sagt, es sei falsch, anzunehmen, daß England und Frankreich im Falle einer ausweichenden tschechi­schen Antwort ihre Stellungnahme revidieren ...... a.-u-------,

würden. DerMatin" sagt: Auf keinen Fall dürfte zweiten französisch-tschechischen Vertrag, der an die das nötig unternommene Werk des englischen Mi- Stelle des Vertrages vom Januar 1924 trat, ver- nifterpräfibenten, der von seinem Lande, von Frank- antwortlich fei, sei unbestritten e i n Ho ch stapler reich und der gesamten öffentlichen Weltmeinung gewesen. Es sei die Frage, welche Summe dieser unterstützt werde, durch neue diplomatische Schwie- Vertrag Berthelot eingebracht habe. Benesch werde

lichen Maßnahmen erlassen. Briefe dürfen nur annehmen ober sich dem beutschen Schwert ber offen ausgegeben werben. Die Verwendung Gerechtigkeit mit allen Folgen auch für das Fort­einer unkontrollierbaren Schrift ober Sprache, einer bestehen des Staates der Tschechen auszuliefern. Der Geheimschrift, Kurzschrift, Chiffren und dgl., ist nicht Führer hat darüber keinen Zweifel gelassen. Das gestattet. Die Mitteilung muß leserlich sein und darf sudetendeutsche Freikorps ist gebildet und bereit, zwei Seiten Quartformat nicht überschrei-z sofort zu marschieren. Wenn in der allerletzten ten. Für Briefe können nur einfache Umschläge ver-

Prag stellt Postsendungen ins Ausland unter schärfste Zensur.

Prag, 20. Sept. (DNB.) Die tschechischen Be­hörden haben auf Grund der Ausnahmebestimmun­gen Anordnungen getroffen, die tief in das tägliche Leben einschneiden. Die Polizeidirektion hat die Vorzensur angeordnet, der Landespräsident von Böhmen hat das Tragen von Uniformen p o - litifcher Parteien verboten, die Staats­polizei hat ein Dersammlungsverbot er­lassen, auchvertrauliche Sitzungen" sind an eine Bewilligung gebunden. Die Prager Postdirektion hat eine Bekanntmachung über Sendungen

antroortung unb der Folgen dieser ungeheuerlichen Verbrechen zu tragen haben wird. Es wird dabei nur von dem Grad der Feigheit der Benesch unb Genossen abhängen, ob sie durch ihren Rücktritt, wie er ja in Prag schon offen erörtert wird, unb vielleicht durch eine Flucht nach ihrer rechtzeitig beschafften ausländischen Dermogensbasis sich der Verantwortung zu entziehen versuchen, nachdem sie das Land ins Elend gestürzt haben. Es kann nicht ausbleiben, daß die oben, skizzierte äußerste Verschärfung der Lage naturgemäß auch bei ber entscheidenden zweiten Unterredung zwischen dem Führer und dem englischen Ministerpräsidenten eine sehr wesentliche Rolle spielt. Daran werden auch die Verschleppungsoersuche der noch amtierenden Pra­ger Schein-Regierung nichts ändern, die darauf spe­kuliert, daß Cyamberlain angeblich den Führer erst nach Eingang einer klaren Prager Antwort auf den englisch-französischen Vorschlag sprechen will. Chamberlains Stellung selbst dürste sich nach sei­ner Deutschlandreise auch noch durch den schnellen Abschluß der Besprechungen mit Frankreich weiter so gefestigt haben, daß er im Ernstfall auch gegen die bereits wieder in Angst vor ihrer eigenen Knu­rrige zum Umfall neigende englische Linke eine sichere Parlamentsmehrheit hinter sich haben dürste.

B. R.

Chamberlain lehnt Einberufung des Paraments ab.

London, 20. Sept. (DNB.) In einem Schrei­ben an den Führer der Opposition Attlee hat: Chamberlain eine sofortige Einberufung des Par" laments, die Attlee gefordert hatte, abgelebt. Chamberlain sagt, daß das Parlament Gelegenheit: haben werde, die Vorschläge der englischen Regie" rung, die sich aus der gegenwärtigen Lage ergeben hätten, anzunehmen ober abzulehnen. I m Augen­blick aber sei er mit sichwierigen und del',' taten Verhandlungen beschäftigt, tne dem Zwecke dienten, eine friedliche Lösung für e,n Problem zu finden, das, wenn es nicht m . äußer st er Sorgfalt angeparf t würde, sur: England die ernstesten Folgen haben könnte. Das Parlament jetzt zus-ammenzuberufen und vom Pr.^ mierminister zu verlangen, an den Debatten teil" zunehmen, während diese Verhandlungen n o d) t rn Gange seien, würde seine (Chamberlains) Aufgabe unmöglich machen. Die Sondersitzung werde ein- berufen werden, sobald die Dinge soweit gediehen seien, daß er eine volle Erklärung abgebew könne.

wendet werden. Wertbriefe und Wertschachteln müssen gleichfalls offen aufgegeben werden und dürfen keine Mitteilungen oder belichtete, noch nicht entwickelte Filme und ähnliches enthalten. Auch den Paketsendungen dürfen Mitteilungen nicht bei­gelegt werden. Auf den Postabschnitten dürfen Mit­teilungen nicht angebracht sein.

Die Ratten verlassen das Schiff.

Auf dem Präge Flughafen Betrieb wie noch nie.

Dresden, 20. Sept. (DNB.) Wie der Sonder­berichterstatter derDresdner Nachrichten" aus Prag meldet, wurde auf dem Militärflugplatz in Gebly bei Prag am Dienstag gegen 17 Uhr ein höherer Fliegeroffizier von einer Militär­patrouille verhaftet, weil er in angeheitertem Zustande in einem Lokal erklärt hatte, daß eine dreimotorige Maschine ständig bereit» gehalten werde, um den Staatspräsidenten Dr. Benesch im Falle des Ausbruchs von Unruhen in s Ausland zu bringen. Gleichzeitig ist in Prag bekannt geworden, daß die Frau des Schuh-Groß­industriellen Bata aus Zlin mit ihrer Freundin, der. Frau des Ostrauer Polizeipräsidenten B a t s ch a, in einem Sonderflugzeug der Batawerke sich ins Ausland begeben habe.

Auf dem Zivilflughafen in Rusin bei Prag ist ein Andrang w i e noch nie. Ele­gante Juden und Jüdinnen warten mit großen Koffern auf die Flugzeuge, die ohne Zwischenlan­dung in Deutschland für den Westen eingesetzt sind. Sämtliche derartige Linien sind auf Tage hin­aus ausverkauft, man verkauft auch bereits im Schleichhandel Flugkarten um das Vielfache des offiziellen Preises. Auch auf dem Flugplatz M ü n- chen-Oberwiefenfeld hat man einen sehr starken Zwischenlandeverkehr Prag Zürich festgestellt. Zahlreiche tschechische I n- dustrielle, darunter z. B. der Brünner Fabri­kant Paczek, verließen mit ihren Familien und mit größeren Geldbeträgen bereits die Tschecho- Slowakei in Sonderflugzeugen, die zum Teil aus der Schweiz eigens nach der Tschecho-Slowakei beordert wurden.

Ungeheurer Andrang zumGudetendeutschen Freikorps-".

DRV. 20. Sept Der Andrang zumSubefen- deukschen Freikorps" Hal derartige Formen ange­nommen, daß es unmöglich ist, mit der Ausrüstung der Mannschaft nachzukommen. Es wird daher an­geordnet:

xSudetendeutfche, die im Reichsgebiet in Arbeit stehen, können ihre Anmeldung zum Sudetendeukschen Freikorps" bei den ört­lichen Gliederungen des Sudetendeutfchen Heimatbundes vornehmen, haben aber so lange aus ihren Arbeitsplätzen zu verblei­ben bzw. dahin wieder zurückzukehren, bis ihre Einberufung zum Freikorps erfolgt.

Das Kommando desSuddendeutfchen Freikorps".

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