Ausgabe 
21.3.1938
 
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Nr. 67 Erstes Matt

188. Jahrgang

Montag, 21. März 1958

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Wir wollen bekennen!

Der Führer hat uns aufgerufen, ihm am 10. April zusammen mit den Brüdern in Oester­reich unsere Zustimmung zur Eingliederung der Ostmark in das Deutsche Reich zu geben, zugleich aber auch die Männer zu berufen, die im befreiten Donauland als Vorkämpfer der deutschen Sache gestrebt und gelitten haben und die nun im künfti­gen Reichstag durch ihre Anwesenheit das groß­deutsche Volksreich repräsentieren sollen. Schon Freitag saßen die Männer der Ostmark nicht mehr in der Diplomatenloge, sondern auf den Regie­rungsbänken und bekundeten damit, stürmisch um­jubelt und begrüßt, die vollzogene Wiederaufrich­tung Groß-Deutschlands.

Wir wollen also nicht wählen im alten parla­mentarischen Sinne, denn unsere Wahl ist schon getroffen; wir wollen aber ein feierliches Bekenntnis ablegen zu diesem groß­deutschen Volksreich, so wie wir es in unserem Innern, in unseren Heilrufen, im Gesang der Nationalhymnen schon so oft in diesen Tagen

Oer Gauleiter gibt heute die Wahlparole aus.

TILG. Für die Volksabstimmung am 10. April gibt der Gauleiter am Montag, 2 1. März, 2 0 Uhr, im Kleinen Haus, Mainzer Landstr.55, in Frankfurt a.M., die Parole aus. Zur Teilnahme an dieser Tagung sind verpflich­tet: die Gauamtsleiter, Gauhauptstellenleiter, Gau- und Kreisredner, Gau- und Kreisfachredner, die Mitglieder des Gaurings für nationalsozialistische Propaganda und Volksaufklärung und die Füh­rer aller Gliederungen bis Standartenführer bzw. gleichgestellte Dienstränge, außerdem die Kreis- teiter, Kreispropagandaleiter, Kreisfunkstellenleiter, Kreissilmstellenleiter, Hauptstellenleiter Aktive Pro­paganda in den Kreisen, Kreiskaffenleiter, Kreis­obmänner der DAF., Kreiswarte KdF. und die Sreisfrauenfchaftsleiterinnen. Mit der Ausgabe der Wahlparole durch den Gauleiter eröffnet der Gau Heffen-Naffau schlagartig den Wahlkampf.

getan haben. Wir wollen mit dieser Abstimmung dem Führer zugleich unseren Dank abstatten und ihm damit neue Kraft geben, das größere Werk der Zukunft zu vollbringen. Wir werden aber auch dem Auslande zeigen: unzertrennbar ist die Einheit aller Deutschen und unüber­windlich unser Wille, die Freiheit und Ehre dieser geeinten Nation zu schützen, was immer auch kommen mag.

Zwar hat man auch in den sogenannten Demo­kratien, deren doppelte Moral und zwiespältige Politik der Führer von so überlegener Warte an­prangerte, die Begeisterungsstürme des deutschen Volkes während der letzten Tage vernommen, aber nun sollen die Regierenden ebenso wie die Massen in diesen Ländern auch erfahren, daß die Gesamt­heit der Deutschen hinter der Tat des Führer steht, daß jeder Angehörige unseres Volkes mit Herz und Hand und Hirn dem Großdeutschen Reich ver­schworen ist. Die Welt muß wissen, daß die Zeiten endgültig vorüber sind, da man die Völker um der eigensüchtigen Interessen einiger politischer Dunkel­männer willen vergewaltigte und so immer neue internationale Reibungsflächen künstlich schuf, durch die Gegensätze und Spannungen unseres leidge- quäüen Erdteils verewigt bleiben sollten.

Daher wird, wenn am 10. April fast 50 Millionen deutsche Menschen ihr Ja-Wort in die Waagschale der geschichtlichen Entscheidung werfen, diese Ab­stimmung zugleich die festeste Garantie für die Aufrechterhaltung des Friedens bilden. Das von Wilson proklamierte Selbstbestimmungs­recht der Völker, auf das sich dieGewalttäter der Friedensdiktate" einst beriefen, um es zu ver­fälschen und zu verhöhnen, mir wollen e s verwirklichen. Wir wollen der Welt zeigen, daß es noch ein Ideal des Rechtes und der Wahr­heit unter den Menschen gibt, das der uralten Kultur des Abendlandes würdig ist, ein Ideal, das nicht einige hochmütige Politikaster oder weltfremde Träumer nur im Munde führen, sondern das durch die gewaltige zusammengeballte Kraft eines 75- Millionen-Reiches eine geschichtliche Realität von höchstem Gewicht und größter Wirkungskraft dar­stellt.

Welche Macht wird es jetzt und vor allem nach dem 10. April noch wagen, die Tatsache eines neuen und besseren Europas zu bezweifeln? Welcher ausländische Pressemann wird es ohne Gefahr, sich der Lächerlichkeit preiszugeben, noch unternehmen, die Rechtmäßigkeit des Anschlusses zu bekritteln oder von einem nationalsozialistischen Ueberfall auf dasunabhängige" Oesterreich zu faseln? Auch den Greuelhetzern und Lügenfabrikanten wollen wir also eine Antwort und eine Lehre erteilen, die diese Raubritter der Neuzeit nie wieder vergessen.

Ein mächtiges Deutsches Reich ist erstanden, ein Reich, das ganz aus.eigener Kraft, ja gegen den Willen vieler hochgerüsteter Mächte und gegen eine feindselige Weltmeinung sein urewiges Lebensrecht erkämpfte, ein Reich, das in der Welt­politik als stärkstes Bollwerk gegen den alles zer­störenden Bolschewismus die führende Rolle über­nommen hat. Dafür dem Führer zu danken, bedeutet uns die erste tiefgefühlte Pflicht. Dem Führer aber auch unser greuzenlojes Der-

SerFührergabdieMtlmiensürdenWahlkamps

Tagung des Führerkorps der Partei in der Krolloper.

Berlin, 19. März. (DNB.) Am Samstagnach­mittag fand in der Krolloper eine Tagung der Parteiführerschaft statt, auf der der Führer die Richtlinien für den bevorstehenden Wahlkampf be­kanntgab. Einleitend legte Reichspropagandamini- ster Dr. Goebbels die organisatorisch-propagan- dlstischen Grundsätze für den Wahlkampf dar und stellte die praktischen Einzelanweisungen für den Wahlkampf heraus. Er teilte u. a. mit, daß d e r Führer auch diesmal wieder die Haupt­last des Wahlkampfes durch persön­lichen Einsatz in Massenkundgebun- ge n, insbesondere in Oesterreich, auf sich neh­men wird. Mit minutenlangen Beifallsstürmen be­grüßte das Führerkorps der Partei die führenden Parteigenossen Deutsch-Oe st erreichs, an ihrer Spitze Reichsstatthalter ^Gruppenführer Seyß- Jnquart, die führenden Männer sämtlicher Gliederungen, die Männer der nationalsozialistischen Propaganda und Presse den Führer. In mehr als einstündigen mitreißenden Ausführungen zeigte der Führer die Bedeutung dieser einzigartigen

Volksabstimmung über das geschaffene groß- deutsche Volksreich auf und gab der natio­nalsozialistischen Partei die Richtlinien und den Marschweg für die Arbeit der kommen­den Wochen. Seine Worte waren getragen von dem Glauben an das deutsche Volk und von dem Ver­trauen auf die sieghafte Kraft der nationalsozialisti­schen Idee, die das Tor zur großen deutschen Volks­gemeinschaft jedem Deutschen öffnet.

Am Schluß der immer wieder von Beifallsstür­men unterbrochenen Rede bereitete das Führer­korps der Partei dem Führer eine erhebende Kund­gebung. Reichspropagandaleiter Dr. Goebbels gab am Schluß der Kundgebung den Empfindungen des Führerkorps der Partei Ausdruck, indem er ausrief: ,Mein Führer! Wir werden durch uner­hörte Disziplin und Gehorsam, durch Fleiß und rücksichtslosen Einsatz von Arbeit und Gesundheit den Abstimmungskampf zur größten Vertrauens­kundgebung gestalten, die das deutsche Volk je für Sie und Ihr Werk abgelegt hat."

Das Verfahren am 10. April.

Getrennte Abstimmungen im alten Neichsgebiet und in Oesterreich.

Berlin, 19. März. (DNB.) Nachdem der Ter­min für die Reichstagswahl auf Sonntag, 10. April 1938 festgesetzt ist, hat der Reichs- und Preußische Minister des Innern angeordnet, daß die Stimm­listen und Stimmkarteien im Reichs­gebiet (außer Oesterreich) ajn 2. und 3. April 1938 aufzulegen find. Im Land Oesterreich, das an der Reichstagswahl teilnimmt, liegen die Stimmlisten in der Zeit vom 27. bis 31. März auf.

Im Zusammenhang mit der Tatsache, daß auch im alten Reichsgebiet für den 10. April eine Volks­abstimmung angeordnet ist, find Zweifel darüber entstanden, ob diese beiden Volksabstimmungen ge­wissermaßen eineE i n h e i t" bilden, so daß an der Volksabstimmung im Lande Oesterreich auch solche Wähler teilnehmen können, die nicht die Vor­aussetzungen für die Teilnahme an österreichischen Wahlen erfüllen, d. h. also insonderheit nicht die österreichische Staatsangehörigkeit besitzen. Demgegenüber muß darauf hingewiesen werden, daß beide Volksabstimmungen, wenn sie auch am gleichen Tage stattfinden und ihnen die gleiche Fragestellung zugrunde liegt, völlig ver­schieden behandelt werden, wie dies auch in der Verschiedenartigkeit der Stimm­

zettel in Erscheinung tritt. Es kommt also gar nicht in Frage, daß etwa die Volksabstimmung in Oesterreich, d. h. die Volksabstimmung durch Wähler mit bisher österreichischer Staatsangehörigkeit durch Teilnahme von bisher Reichsdeutschen ein unzutref­fendes Bild ergibt. Rein äußerlich tritt dies schon dadurch in Erscheinung, daß selbst die im Lande Oe st erreich lebenden bisheri­gen Reichsdeutschen nicht mit den für das Land Oesterreick bestimmten Wahlzetteln wählen, sondern daß diese nur an der fürdas übrige Reichsgebiet vorgesehen en Volksab­stimmung in den zur Entgegennahme dieser Stimmen besonders ermächtigten deutschen Wahl­behörden in Oesterreich teilnehmen; dieser reichs­deutsche Personenkreis nimmt also nicht an der be­sonderenösterreichischen" Volksabstimmung teil. Seine Stimme wird nur der Volksabstimmung int alten Reichsgebiet zugerechnet. Das schon Samstag bekanntgegebene Gesetz über das Reichstagswahl­recht bestimmt, daß an die Stelle der Kreiswahl­vorschläge der Reichswahlvorschlag tritt; d. h., es wird an deren Stelle nach dem Ge­setz nur ein einziger Reichswahlvor- schlag treten.

Neuer Erfolg der deutschen Lustfahrt.

Heinkel-Flugzeug erobert mit DMW.-Motoren acht Weltrekorde.

Berlin, 20.März. (DRV.) Am Sonntag Hal ein zweimoloriges Seeflugzeug der £)ein­fei f l u g 3 e u g ro e r f e, ausgerüstet mit B2U2B.- 132-2Hotoren auf einem Flug über 2000 Kilometer mit 2000 Kilogramm Nutzlast die Geschwindigkeit von 329 Kilometer in der Stunde erreicht, nachdem es bis zur 1000-Kilometer-Grenze sogar 331 Kilo­meter Stundengeschwindigkeit erzielt hatte. Die Be­satzung bestand aus Flugzeugführer Diplom-Inge­nieur Ritz der heinkel-werke und Mechaniker Schmidt der Bayerischen Motorenwerke.

Mit dieser hervorragenden Leistung fielen a ch t Weltrekorde an Deutschland, die Rekorde über 1000 Kilometer ohne Nutzlast, mit 500 Kilo­gramm Nutzlast, 1000 Kilogramm und 2000 Kilo­gramm Nutzlast, ferner die Rekorde über 2000 Kilometer ohne Nutzlast, mit 500, 1000 und 2000 Kilogramm Nutzlast. Sämtliche Rekorde wurden bisher vom Ausland gehalten und standen für die 1000-Kilometer-Strecke auf 309 Kilometer.

Bei günstigem Wetter durchflog das Heinkel-Flug- zeug viermal die von Laboe bei Kiel über den Swlnemünder Leuchtturm nach Leba in Pommern führende 500 Kilometer lange Meß-

tr a u e n zu schenken, damit er nun den inneren Aufbau des nach außen gefestigten und end­gültig gesicherten Großdeutschen Reiches vornehmen kann, ist uns ein nicht weniger herzliches Bedürf­nis. Der Weg zu einer glücklicheren Zukunft für alle, für unsere Kinder und Kindeskinder ist frei. Am 10. April wollen wir den ersten Schritt auf dieser Straße tun, getreu der Parole: Ein Volk, ein Reich, ein Führer! H. Evers.

Gauletter Vürckel rüst zur Volksspende" in Oesterreich aus.

Wien, 20. März. (DNB.) Der Beauftragte des Führers für die Volksabstimmung in Oesterreich, Gauleiter B ü r ck e l, hat folgenden Aufruf erlassen:

Deutsche! Die Jahre des wirtschaftlichen Nieder­ganges haben besonders die ärmsten Schichten des deutschen Volkes in Oesterreich getroffen. In den Arbeitervierteln unserer Großstädte leben viele unserer Volksgenossen unter den menschenunwürdig st enVer- hältnissen. Hier muß unsere erste Hilfe

strecke. Bei der Durchführung des Rekordfluges wirkte die Luftwaffe mit Flak-Meßgeräten und fahrbaren Funkstellen sowie durch Einsatz von Siche­rungsflugzeugen mit. Der Flug wurde von amt­lichen Sportzeugen überwacht und zur Anerken­nung durch die Federation Aeronautique Inter­nationale angemeldet.

Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbe­fehlshaber der Luftwaffe, Generalfeldmarfchall Göring, richtete an Dr. Ernst Heinkel fol­gendes Telegramm:Zu dem hervorragenden Er­folge eines Ihrer Seeflugzeuge, durch den acht be­stehende internationale Rekorde Überboten wurden, spreche ich Ihnen, allen Beteiligten und besonders auch der Besatzung meinen Glückwunsch und meine volle Anerkennung aus. Ihr Derk hat für die Weltgeltung der deutschen Luftfahrt einen her­vorragenden Beitrag geleistet." Den Bayeri­schen Motorenwerken telegraphierte Gene­ralfeldmarschall Göring:Ihre Flugmotoren haben an dem achtfachen Weltrekord des heinkel-Seeflug­zeuges einen hervorragenden Anteil ge- habt. Ich übermittle Ihnen meinen Glückwunsch und meine volle Anerkennung."

einsetzen. Ich habe eine Volksspende errichtet, die uns ermöglichen soll, erste wirksame Maßnahmen zu ergreifen. Ich fordere deshalb alle auf, die ihren Dank an den Führer zum Ausdruck bringen wollen, einen ihren Verhältnissen entspre­chenden Beitrag zu dieser ersten sozialistischen Tat zu leisten. Mit der Durchführung der Sammlung habe ich Parteigenossen L a n g 0 t h aus Linz beauf- traqt.

Die Spenden sind einzuzahlen aufVolksspende"- Postsparkassenamt-Konto Nr. 208 000 oder bei jedem Institut für das bei der Kreditanstalt Wiener Bank­verein 1. Bezirk Schottengasse 6 errichtete Sammel­kontoVolksspende".

Dr. Goebbels spricht am Dienstag im Berliner Sportpalast.

Berlin, 19. März. (BJtB.) 3n der ersten Großkundgebung des Gaues Berlin der RSDAP. zur Volksabstimmung spricht (Bau­leiter Dr. Goebbels am Dienstag, 22. Marz, im Sportpalast.

Sicherung der österreichischen Wirischast.

Berlin, 19. März. (DNB.) Der Reichswirt­schaftsminister hat eine Devisen st eile Wien und dieser angegliedert eine Verbindungs­stelle der Ueberwachungsftellen in Wien errichtet. Verschiedene Vorschriften schaffen die rechtliche Grundlage für eine Anpassung des Warenver­kehrs im Lande Oesterreich an die tm deutschen Reichsgebiet geltenden Bewirtschaftungsmaßnahmen, wobei Reglementierungen des Wirtschaftslebens auf das äußerste beschränkt und die private Ini­tiative in der österreichischen Wirtschaft nach Kräften gefördert werden soll.

Der Reichswirtschaftsminister hat natürlichen und juristischen Personen, die am 13. März 1938 ihren Wohnsitz oder geschäftliche Niederlassung im Deut­schen Reich außerhalb Oesterreichs gehabt haben, die Errichtung neuer gewerblicher Unternehmungen und Betriebe in Oesterreick, den Erwerb österreichischer Unternehmungen und Betriebe sowie die Beteiligung an solchen, die Verlegung von Unternehmungen und Betrieben nach Oesterreich und die Errichtung von Filialen, Zweigbetrieben, Betriebsstätten und ähnlichem in Oesterreich grund­sätzlich verboten. Diese Verordnung ist bis zum 1. Oktober 1938 befristet.

Keppler als Staatssekretär NeichSbeauftragter für Oesterreich.

Berlin, 20. März. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat den Präsidenten der Reichsstells für Bodenforschung, Wilhelm Keppler, zum Staatssekretär zur besonderen Ver­wendung im Auswärtigen Amt ernannt. Staats­sekretär Keppler ist von dem Reichsminister des Innern und dem Beauftragten für den Vierjahres­plan zum Reichsbeauftragten für Oesterreich mit dem Sitz in Wien bestellt worden.

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Staatssekretär Keppler wurde 1882 in Heidelberg geboren, studierte nach dem Besuch der Gymnasien von Heidelberg und Rastatt an den Technischen Hoch­schulen Danzig und Karlsruhe das Maschinenbau- fach und war seit 1912 Leiter in einer chemischen Fabrik in Eberstadt in Baden. Seit 1927 war er dort nationalsozialistischer Gemeinderat. 1932 wurde er vom Führer nach München berufen, am 5. März 1933 Mitglied des Reichstages und im Juli 1933 Beauftragter des Führers für Wirtschaftsfragen. Im Oktober 1936 wurde er im Rahmen des Vier­jahresplanes mit der Leitung der geophysikalischen Erforschung des deutschen Bodens beauftragt.

Wir fahren ins Reich!"

2000 Wiener Arbeiter vor der KdF.-Fahrt.

Wien, 20. März. (DNB.) 2000 Wiener Ar­beitskameraden wurden am Sonntag vor ihrer Ab­reise alsKdF."-Fahrer zusammengerufen, um organisatorische Anweisungen entgegenzunehmen. Bei der Auswahl hat man jene Kreise' berücksichtigt, die bisher der Bewegung fernstanden, denen in den marxistischen Hochburgen Wiens die rot-schwarze Judenpresse den Nationalsozialismus als ein Schreck­gespenst darstellte. Die nationalsozialistische «Staats» führung will diesen von wirtschaftlicher Not be­drückten, belogenen und verhetzten Volksgenossen zeigen, was in fünfjähriger Arbeit im Dritten Reich geleistet wurde. Sie sollen mit eigenen Augen sehen, daß man sie Jahre hindurch betrogen hat. Aus eigener An­schauung werden sie dann ihren Kameraden nach ihrer Rückkehr von dem wahren Reich Adolf Hitlers, von seinem Fleiß, seinem «Schaffen und seiner fest­gefügten Gemeinschaft aller «Schichten erzählen kön­nen. Erst dann werden viele Arbeitskameraden Oesterreichs begreifen, warum Tausende und aber Tausende Blut und Gut opferten für eine große Idee.

Begeisterter Empfang österreichischer Truppen in Berlin. Berlin, 20. März. (DNB.) Von der B-Wölk-, rung jubelnd begrüßt, traf am Sonntagnachmittag das I. Bataillon des Infanterie-Regiments Babenberg aus Men in der Reichshauptstadt ein. Der Kommandant von Berlin, Generalmajor Seifert, hieß, zugleich im Namen des Ober­bürgermeisters, die Gäste aus Wien herzlich will­kommen. Die Berliner Kameraden würden ihre österreichischen Waffengefährten mit treuem Herzen und in aufrichtiger Kameradschaft aufnehmen. Unter fröhlichen Marschklängen ging es dann durch die Anhalter und die Wilhelmstraße bis zu den Linden, von dort durch das Brandenburger Tor und übet den Königsplatz nach Altmoabit zur Kaserne in der Rathenower Straße, wo die Oesterreicher während ihres viertägigen Aufenthaltes Quartier bezogen.

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Mit besonderem Jubel begrüßten die Mün­chener dieDeutschmeisterkapelle", das Nkusikkorps des jetzigen Infanterie-Regiments 4 (Wien), die am Samstagnachmittag an der Feldherrnhalle ein begeistert aufgenommenes Standkonzert vor Tau­senden von Volksgenossen gab.

Deutsche Feldküchen steuern der Not in Oesterreich.

Wien, 20. März. (DNB.) Nachdem schon in den letzten Tagen der Woche die Feldküchen der Wehr­macht in den Notgebieten der Wiener Slufoe nbe3.ir.te mehr als 50 000 Portionen Eft