Ausgabe 
20.10.1938
 
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'unb gestellt. Man wird in Köln etwas über die Arbeit

Schwurgericht in Gießen

Millionen Reichsmark. Was von der Reichsbahn ge-

stungsfähigen Hund nicht beieinanderzuhalten. Wie groß die Fähigkeiten eines solchen Herdenhundes I

klagten auf seine Freiheitsstrafe angerechnet.

auf

Gendarmerie des Platzes verwiesen wurde.

Landkreis Gießen.

Aus der engeren Heimat.

Sie versuchen es immer wieder!

Fußball: England - Kontinent.

Heber 400 Pressekarten angeforbert

worden sei und damit seine mllitärische Tradition wieder ausgenommen habe. Nachdem er von der großen geschichtlichen und gegenwärtigen Bedeutung

Westens zusammenlaufen, seinen Diensts zu können. Mit dem Gedenken an den F-. -----,

nicht nur der Wiederaufbau der Wehrmacht, sondern aller Neuaufbau zu verdanken sei, schloß der Gene­ral seine Worte. Anschließend trug er sich in das

Fahrlässigkeit seitens des Angeklagten nicht in Be­tracht, und dies um so mehr, als zwischen dem Ver­kehr der beiden und seiner Vernehmung vor dem Amtsgericht in Ulrichstein ein Zeitraum vön LV- Jahren gelegen habe. Es sei durchaus möglich, daß ich das Erinnerungsvermögen des Angeklagten etwas verwischt habe, insbesondere mit Rücksicht dar­auf, daß er das Datum des Geburtstages der L. während der Zeit ihrer Beziehungen nicht gewußt habe. Er habe dies erst im Laufe der Prozesse er- ahren. Bezüglich der Anstiftung zum Meineid ver-

rechte wurden ibm auf die Dauer von zwei Jahren aberkannt. Die Untersuchungshaft in der vollen Höhe von 7 Monaten und 27 Tagen wurden dem Ange-

* Heuchelheim, 20. Oft Am morgigen Frei­tag, 21. Oktober, können der Bahnbeamte t. R. Hch Sack und Frau Luise, geb. Steinmüller. Wilhelm-

Verwaltung und in der Volkswirtschaft bestimmte Leistungen vollbringen kann.

Heber die Arbeit, die der Hund in der deutschen Volkswirtschaft ständig leistet, sind wir in jüngster Zeit außerordentlich gut unterrichtet worden durch eine wissenschaftliche Abhandlung, die Tierarzt Dr. Horst Anders (Institut von Professor Hinz, Universität Berlin) herausgegeben hat. Da sind zu­nächst die Jagdhunde, deren Zahl man mit ungefähr 200 000 Stück im Altreich ansetzen kann. Die Jagdhunde haben vor allen Dingen dafür zu sorgen, daß an- und abgeschossenes Wild nicht ver­ludert. Man glaubt die Arbeitsleistung des Jagd­hundes richtig einzuschätzen, wenn man den Arbeits- wert, den seine Tätigkeit erbringt, auf 100 RM. schätzt: das würden also für alle Jagdhunde zusam­men 20 Millionen Reichsmark jährlich sein.

Auch die verschiedensten Verwaltungen halten Hunde, die bestimmte Arbeiten verrichten müssen. Dazu gehört die Deutsche Reichsbahn, die

Es ist noch gar nicht lange her, da war in den Sportteilen der englischen Zeitungen gerade nur das Ergebnis zu lesen über irgendwelche wichtigen Län­derkämpfe auf dem Kontinent. Heute ist es anders. Die englischen Sportführer haben eingesehen, daß sie mit ihrersplendid Isolation" auf den Olym­pischen Spielen in Berlin z. B. in der Leichtathletik nicht eine Goldmedaille erringen konnten. Gerade auch die Football Association ist in den letzten Jah­ren mehr und mehr zu einem erfreulichen Spiel- verkehr mit dem Kontinent übergeaangen. Der sicht- bare Ausdruck dieser neuen Einstellung ist nicht zu- letzt der JubiläumskampfEngland Kontinent".

gender beweisen als mit der Tatsache, daß allein 400 Pressekarten für den 26. Oktober angefordert wurden. Das ist ein derart ungewöhnlicherAn­drang", daß sich die F. A. entschloßen hat, über die Hälfte der Anforderungen zu streichen. Wenn die bisher so reservierte englische Presse bei dieser Groß­veranstaltung schon derart mitgeht, wie stark wird die Anteilnahme erst unter den fußballbegeisterten

Bezugs-und Absatzaenossenschaft wurde der Ankauf einer Kartoffel-Dämpfkolonne von der Bäuerlichen Hauptgenossenschaft m Frank- - flirt a. M. beschlossen.

+ Grün berg, 20. Okt. Der äl te ste mann- liehe Einwohner unserer Stadt, Rechnungsrat i. R. Ludwig Schmidt, vollendet heute bei guter Gesundheit sein 8 9. Lebensjahr.

* Stockhausen, 20.Okt. In der Kurve beim Bahnhof ereignete sich ein Zusammenstoß zweier Personenkraftwagen. Glücklicher­weise wurden Personen nicht verletzt. Es gab nur einigen Sachschaden.

nigt habe, daß sie als vollwertige Zeugin nicht zu gelten habe. Er beantragte daher Freispruch des

Angeklagten in beiden Punkten.

Gegen Mitternacht verkündete das Schwurgericht das Urteil. Der Angeklagte wurde wegen fahrläs­sigen Falscheides und wegen Beihilfe zum Meineid zu einer Gesamtgefängnis st rafe r*~ einem Jahre i

Empfang des Oberbefehlshabers der Heeresgruppe 2

britischen Zuschauern sein?

Dr. Sarosi und Zsengeller, die beiden ausgezeichneten ungarischen Fußballspieler, die für die Kontinent-Mannschaft gegen England ausge­wählt waren, können ebenso wie Lazar und Biro keine Ausreiseerlaubnis erhalten, da sie entweder beim Militär dienen oder solchen Jahrgängen an­gehören, die mit einer Einberufung rechnen müßen. Ersatzspieler für die Festlandmannschaft wurden noch nicht genannt.

Ros-meyers Rekord wankt.

Erstes Training im Doninglon-parf.

Im Donington-Park bei London wurde am Mitt­woch das erste Training zum letzten Großen Preis des Jahres ausgenommen. Bei gutem Witter gab es schon beachtliche Zeiten, obwohl die deutschen Fahrer sich größtentells noch mit der Strecke ver-

können.

Für den Rückgang in der Hundchaltung muß man in erster Linie die H u n d e ft e u e r verant­wortlich machen. Die Statistik zeigt ganz deullich, daß jedesmal, wenn in einer Gemeinde die Hunde­steuer erhöht wurde, ein ruckartiges Absinken der Hundezcchl einsetzte. So ist es gekommen, daß 1928 auf 100 Einwohner noch 58 Hunde kamen, 1935 aber nur noch 39. Der Rückgang hat sich in der Hauptsache in der privaten Hundehaltung ausge- wirkt. Aber durch die vielfache Erhöhung der Hunde­steuer, wie sie manche Gemeinden vor der Macht- Übernahme vornahmen, ist auch in steuerpolitischer Hinsicht das Gegenteil von dem eingetroffen, was man sich davon erhoffte. Die ganze Hundesteuer, dis eine Gemeindesteuer ist, hat im Jahre 1932 noch 39 Millionen RM. erbracht. Wenn es in diesem Jahr nach ebenso viel Hunde als 1928 gegeben hätte und in der Zeit keine Steuererhöhung vorgenommen wäre, so hätte sie 50,3 Millionen erbringen müs- sen. Im Jahre 1937/38 sind noch 21,9 Millionen Reichsmark durch die Hundesteuer hereingekommen.

H. D.

Riesige Heerschau der Hunde.

Oie Hunde-Arbeit hat einen Zahreswert von 72 Millionen Mark.

Grünberg, 20. Okt. Gestern kam es dem Grünberger Gallusmarkt zu einem öffentlichen Einspruch. Eine Frau, Arierin, die mit einem Juden verheiratet ist, hatte sich unter Vorzeigung ihrer eigenen Papiere und unter Verheimlichung des wahren Sachverhalts einen Standplatz auf der Käs­wiese erworben und wollte nun im Auftraa und im Beisein ihres Mannes, des Juden, allerlei Waren verkaufen. Da ein Teil der Händler die Verhältnisse kannte, war die Erregung über diese Unverschämt- rbe auch, mit Unterstützung des

Pauly, und die Arbeitskameraden an dem fesllich aeschmückten Arbeitsplatz des Jubilars zu einer schlichten Feier. Hierbei wurden Herrn Loth durch den stellvertretenden Betriebsführer besonderer Dank und Anerkennung für die in 25 Jahren geleisteten treuen Dienste ausgesprochen. Außerdem brachten noch sechs Vertreter der Gefolgschaft in schönen und herzlich gehaltenen Worten Glückwünsche dar. Es wurden dem Jubilar sowohl von der Firma, als auch von der Gefolgschaft zum Andenken an diesen Jubeltag wertvolle Geschenke überreicht. Eine Dank­ansprache des Jubilars beschloß die schöne Feier­stunde.

Durch das ganze Hundewesen werden also be­trächtliche volkswirtschaftliche Umsätze erzielt. Man braucht neben dem Arbeitswert nur noch an die Herstellung von Hundefuttermittel, Hundearzenei- Mittel, an die Hundesportveranstaltungen, an den Hundehandel und den Einsatz des Tierarztes bet Hundeerkrankungen zu erinnern. Weitere Erwerbs- zweige bilden die Hundebad-, Scheer- und Trimm­anstalten, die privaten Tiecheime, in denen Haupt- sächlich Hunde ausgenommen werden, sowie die Hundekadaververwertung.

Nach der letzten Hundezählung hat die Zahl der Hunde in Deutschland Anfang 1935 = 2 569 564 betragen. Zehn Jahre früher gab es noch rund 1,2 Million Hunde mehr. Seitdem ist leider ein weiterer Rückgang des Hundebestandes ein­getreten, wie aus folgenden Ziffern über die Anzahl der Hunde, die im Lande Bayern gehalten öer­ben, hervorgeht. Dort gab es 1935 374 000 Hunde, 1936 = 360 000 und 1937 = 348 000. Nun ist allerdings festzustellen, daß der wertvolle Rassehund, der m der Mehrzahl der Falle die Arbeitsleistungen vollbringt, die hier aufgezählt worden sind, eine ständige Zunahme aufzuwei. sen hat. Der Rückgang trifft also ganz überwiegend den leistunasarmen Hund, was die Lage mildert, aber nicht Darüber hinwcgtäuschen darf, daß durch den Rückgang der Hundehaltung auf den verschie­densten Gebieten bedeutende Schäden auftreten

maten, & kg 20 bis 25, Zwiebeln 10 bis 12, Meer­rettich 35 bis 60, Schwarzwurzeln 35 bis 40, Kürbis 8 bis 9, Pilze 50, Kartoffeln, V» kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3,15 bis 3,45 Mk., Aepfel, kg 30 bis 45 Pf., Birnen 20 bis 40 Pf., junge Hähne 1 bis 1,20 Mk., Suppenhühner 90 Pf. bis 1,05 Mk., Gänse 1,10 Mk., Blumenkohl, das Stück 10 bis 60 Pf-, Salat 5 bis 12, Endivien 5 bis 12, Einmachgurken 1 bis 5 Pf., Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bündel 8 bis 12 Pf.

* Arbeitsjubiläum. Am gestrigen 19. Ok­tober konnte der im Versandbüro der Firma Bän- ninger, G.m.b.H., Gießen, beschäftigte kausmän- niche Angestellte Wilhelm Loth aus Greßen auf

Unter der Schirmherrschaft von Reichsernährungs­minister D a r r £ wird v0m 21. bis 23. Oktober in Köln eine Heerschau unserer vierbeinigen Freunde, der Hunde, abgehalten. 2000 deutsche Rasse­hunde werden die Reise in die rheinische Metro­pole antreten, von denen die schönsten und höchst- ' " "'ü|e erringen werden.

traut machen mußten. Delahaye und Maserati waren noch nicht vertreten. Um so eifriger trainier­ten die Deutschen. Schon am ersten Tage stand der RuiHenrekord in Gefahr, den Bernd Rosemeyer bei seinem letzten Sieg vor einem Jahre aufgestellt hatte. Hermann Lang auf Mercedes-Benz war mit 2:13,2 Minuten und 135 km/st diesem Rekord auf zwei Sekunden nahe gekommen. Die zweitbeste Zeit erzielte der schneidige Auto-Union-Nachwuchs- sahrer Hermann Müller mit 2:14 Minuten. Nur jeweils eine Zehntelfekunde langsamer waren von, Brauchitsch und Seaman (beide Mercedes-Benz). Es folgten Haße auf Auto-Union mit 2:18,3, Nuvo- Lari (Auto-Union) und Bäumer (Mercedes-Benz) mit 2:20,4 Minuten.

Daimler-Benz muß im Kampf am Samstag auf Europameister Rudolf Caracciola verzichten, dessen Verletzung nun doch nicht restlos behoben werde« konnte. Da auch die beiden Alfa Romeo von Dr« Farina und Biondetti nicht zur Stelle sein werden, fahren vier Mercedes-Benz mit von Brauchitsch, Lang, Seaman und Bäumer, vier Auto-Union mit Nuvolavi, Müller, Hasse und Kautz sowie die beiden Delahaye mit Dreyfus und Raph und ein 3000- ccm-Maserati mit Villoresi. Außerdem starten sechs englische 1,5-Liter-Riley und Era, deren Fahrer mit Ausnahme von Dobson allerdings nicht die beste englische Klasse darstellen.

Olympische Ruderrennen in Taivallabti

Es gibt im Lande der Tausend Seen kaum ein Dutzend Rudervereine und nicht viel mehr Renn­boote. Die Organisatoren der Olympischen Spiels 1940 in Helsinki sind daher bei der Durchführung einer Olympischen Ruderregatta vor keine leichte Ausgabe gestellt. Es hat in Helsinki ziemliche Schwierigkeiten bereitet, eine geeignete Rennstrecke für Ruderer und Kanuten ausfindig zu machen. Nun hat man sich auf die Bucht von Taivallahti ge­einigt, die 2 Kilometer vom Stadion entfernt liegt. Es 'sollen hier Tribünen für 15 000 Zuschauer er- richtet werden. Gegenwärtig hält sich der Presse- roart des Fachamtes Rudern, Erich Maack, in Helsinki auf, um die finnischen Kameraden bei ihren Vorbereitungen zu beraten.

Schon im kommenden Jahr soll in Taivallahti

bei der Gendarmerie und bei der Polizei. Im Heeresdienst werden bekannt- lich Hunde im Krieg und im Frieden mit außer­ordentlich günftigen Ergebnissen mit den verschie­densten Ausgaben betraut. Beim Zollwesen beziffert man die Arbeitsleistung des Hundes auf eine Mil­lion RM., bei der Gendarmerie auf 660 000 und bei der Polizei auf 2,4 Millionen Reichsmark.

Im allgemeinen wird der Hund im öffentlichen Leben als Wachhund und Schutz Hund ver­wendet. Bei der Bewachung und Sicheruna von Grundstücken, Lagerplätzen und öffentlichen Gebäu­den kann man den Hund nicht entbehren. Auf dem Lande ist der Hofhund seit Jahrtausenden em treuer Helfer des Bauern. Aber nicht nur als Wäch­ter des Hauses, sondern auch als Herdenhund und Ziehhund wird seine Arbeitsleistung geschätzt. Eine Schaf- oder Rinderherde ist ohne einen lei-

schen zum Ehejubiläum.

X Treis a. d. L d a., 19. Okt. Die hiesige N S.- Frauenschaft führt zur Zeit einen Mütter- schulungskursus durch, der in der neuen Schule an zehn Abenden abgehalten wird. Zirka 30 Mädchen und Frauen unserer Gemeinde sind an diesem Kursus beteiligt. Es wäre zu begrüßen, wenn sich noch mehrere Mädchen und Frauen in den Dienst dieser guten Sache stellen würden. '

<^Allendorsa. d. Lda., 20. Okt. In einer Ver­sammlung der hiesigen Landwirtschaftlichen

Am zweiten Verhandlungstag gegen den W. Stark s wurde die Beweisaufnahme zu Ende geführt. Sie i ergab insofern ein etwas günstigeres Bild für den 1 Angeklagten, als ein Zeuge bekundete, daß ohne fein . Hinzutreten bereits innerhalb der Familie L. der Entschluß gefaßt worden fei, die falsche Aussage der L. zu berichtigen und so den Angeklagten, der des- i wegen aus feiner Stellung entlaßen worden war, zu rehabilitieren. JmMrigen wurde noch eine Reihe : von Leumundszeugen vernommen, die ausnahmslos dem Angeklagten ein gutes Zeugnis ausstellten.

Nach der Mittagspause ergriff zunächst der Ver­treter der Anklage zu längeren Ausführungen das Wort. Er ging noch einmal auf die Vorgeschichte des Falles ein und kam zu dem Ergebnis, daß der An­geklagte in beiden Punkten der Anklage überfuhrt fei. Wenn der Angeklagte hinsichllich der chm zur Last gelegten Anstiftung zum Meineid behaupte, in dem seinerzeitigen Verfahren sei für ihn nur der Gesichts- punkt der Notzucht sowie das Alter der L. maßgebend gewesen, so fei dies nicht richtig. Gerade das Zu- standekommen der Briefe fei von ausschlaggebender Bedeutung gewesen, da der Wert des Widerrufes der L. für das Gericht sehr problematisch gewesen fei, wenn auch zur Sprache gekommen wäre, daß der Angeklagte diese Briefe verfaßt und ihr zur Abschrift gegeben habe. Eine derartige Aussage wäre bann nicht geeignet gewesen, zur Rehabilitierung des An- geklagten beizutragen. Dieser Umstand müße dem Angeklagten bekannt gewesen sein. Der Staatsanwalt hielt das Ergebnis des Vorprozeßes für richtig und vertrat den Standpunkt, daß die neuerliche Derhand- lung diese Ansicht nicht habe erschüttern können. Die Aufforderung an die L., bei der Darstellung in den beiden Briefen zu beharren und standhaft zu bleiben, könne sich nur auf eine Aussage in dem vor dem Amtsgericht Ulrichstein anhängigen Verfahren bzw. aus das gegen St. eingeleitete Verfahren bezogen haben, da von dessen Ausgang für den Angeklagten alles abhing. Im übrigen fei bei dem Angeklagten zum mindesten bedingter Vorsatz anzunehmen, da er mit der Wahrscheinlichkeit einer eidlichen Vernehmung habe rechnen müßen, dies also in Kauf genommen habe. Falls das Gericht wider Erwarten einen vor­sätzlichen Meineid ablehne und dem Angeklagten glaube, daß er von der Richtigkeit des von ihm angegebenen Zeitpunktes des Verkehrs mit der L. überzeugt gewesen sei, so sei zum mindesten ein fahrlässiger Falscheid anzunehmen. Außerdem käme an Stelle einer Anstiftung zum Meineid unter Um­ständen der Gesichtspunkt der Beihilfe in Frage. Zum Schluß wies der Vertreter der Anklagebehorde au den Bildungsgrad des Angeklagten hin unb hielt es auf Grund dessen für vollkommen ausgeschlossen, daß der Angeklagte an die Richtigkeit seiner SUis- sagen geglaubt und die Möglichkeit einer eidlichen Vernehmung der L. nicht in Erwägung gezogen pabe. Der Staatsanwalt beantragte wegen der zum Meineid, entsprechend der Entscheidung desDor- prozeßes, 1 Jahr 3 Monate und bezüglich des Mein­eides ein Jahr 4 Monate Zuchthaus. Im letzteren Falle fei jedoch Eidesnotstand anzunehmen, da der Angeklagte bei einer wahrheitsgetreuen Aussage nut einem Verfahren wegen Notzucht bzw. Verführung habe rechnen müssen. Hiernach ermäßige sich die Ein­satzstrafe von 1 Jahr 4 Monate auf 8 Monate Zucht­haus. Er beantrage, aus beiden Strafen eine G e - famtftrafe von 1 Jahr 7 Monate Zu ch t - Haus zu bilden, weiterhin dem Angeklagten die bürgerlichen Ehrenrechte auf 3 Jahre und die Eides­fähigkeit für immer abzuerkennen. Die Anrechnung der Untersuchungshaft in voller Höhe stellt er dem

u i.i iui|unyfiia|L.H|j von letzt der JubiläumskampfEngland Kontinent . verurteilt. Die bürgerlichen Ehren-s Wie groß im britischen^ Fußballager das Jntereße n auf die Dauer von zwei Jahren für diesen Kampf ist, läßt sich überhaupt nicht schla-

sind, erkennt man daran, daß ein guter Hmck) ge- nügt, um eine Herde von 500 Schafen in Schach zu halten. Die Zahl der Wachhunde wird auf 50 000 geschätzt, die für 10 Millionen RM. Arbeit leisten. Die Herdenhunde bringen sogar 26 Millionen RM. ein und die Ziehhunde des kleinen Mannes 300 000 Reichsmark.

In dieser Aufzählung darf der Blindenhund nicht vergeßen werden. Vor 120 Jahren hat zum ersten Male ein bedeutender Mann, der Gründer des Blindenerziehungsinstituts in Wien, Johann Wilhelm Klein, in einem Lehrbuch die Verwend- barfeit von Hunden als Führer für Blinde nach- gewiesen. Aber erst seit dem Weltkriege sind die Blindenführhunde in großem Umfange eingeführt worden. Heute gibt es davon über 13 000, von denen 9000 Kamepaden der Kriegsblinden und 4000 Führerhunde für Friedensblinde sind. Den Arbeits­wert des Blindenführhundes beziffert man auf 250 Reichsmark jährlich. Insgesamt wird der Wert der Hunoeardeit auf 72 Millionen Reichsmark beziffert.

Gericht anheim.

Der Verteidiger ging davon aus, daß schon ob- sektiv der Zeitpunkt des Verkehrs des St. mit der L. nicht genau festzustellen fei. Sei dies der Fall, dann habe der Angeklagte überhaupt nicht eine falsche Darstellung in dem Prozeß gegeben. Erst recht komme dann der Vorwurf einer wissentlich falschen Aussage in Wegfall. Im übrigen habe die L. bei verschiedenen Zeugen den Zeitpunkt des Ver­kehrs nicht richtig angegegen oder zum mindesten , offengelassen, so daß der Angeklagte durchaus auf die Richtigkeit feiner damaligen Aussage habe vertrauen -------, ... -----

können. Die Initiative zmn Widerruf der L. sei von beit groß, und es tourt.......... . ~ _

deren Familie und nicht von dem Angeklagten aus- Publikums, erreicht, daß die Händlerin durch die gegangen. Die L. selbst habe in ihrer Familie sowie----K- <n'-4---------------*'ke

verschiedenen Zeugen gegenüber den Vorfall so dar- gestellt, wie ihn der Angeklagte übrigens auf Wunsch des Vaters der L. zu Papier gebracht habe. Auf Grund der ganzen Verhandlung hätte der

Angeklagte diese Darstellung mit gutem Grund für ~ - --- y- u ~<vAV,AW

richtig hatten können. Es komme daher auch eine sttaße 14, bas Fest der goldenen Hochzeit

NSG. Am gestrigen Mittwoch wurde der Ober- befehlshaber des Heeresgruppenkommando 2, dessen Dienstsitz von Kassel nach Frankfurt am Main ver­legt wurde, General der Infanterie Adam, im historischen Römersaal der Gauhauptstadt Frankfurt am Main empfangen. .

Dor dem Rathaus waren eine Kompanie des In­fanterie-Regiments 81 und eine Batterie des Flak- regiments 29 in Paradeaufstelluna angetreten, die General Adam nach feinem Eintreffen mit Gau­leiter Reichsftatthalter Sprenger abschritt. An- schließend begaben sich General Adam und,ber Gauleiter mit dem Oberbürgermeister in den großen Saal des Römers, wo das gesamte Führerkorps der Partei, des Staates, der Wehr­macht, der Behörden und das Konsularkorps ver­sammelt waren. Nach einem Musikvorspiel begrüßte Oberbürgermeister, Staatsrat Dr. Krebs, den Oberbefehlshaber des Heeresgruppenkommandos 2 herzlich in der Stadt des Deutschen Handwerks. Er wies dabei darauf hin, daß Frankfurt am Main ._ ,..... ------ ' s »

durch die Errichtung der Wehrhoheit in der ehemals Goldene Buch der Stadt des Deutschen Handwerks, entmllitarisierten Zone wieder Garnisonstadt ge-1 der Gauhauptstadt des Gaues Heßen-Naßau em.

eine 25jährige Tätigkeit bei dieser Firma zurück- feiern. Das Jubelpaar gehört feit langem zum treuen blicken. Wie üblich, versammetten sich vormittags um Leserkreis des Gießener Anzeigers. Wir beglückwün- 9 Uhr der stellvertretende Betriebsführer, Herr Dr.

fV«K ÄrÄ Ä ben sMLVSMÄZKLtzSKWK her f(f>riftnd) "ledergelegt habe. Da die L. also schon $ deshalb den Arbeitswert der 700 Hunde, sssrnr« MAWL-LM! Wid°r pruch in M W ®« der 2In* feine W uM ber

Darstellung für richtig gehalten habe, entfalle auch e 1 '

ubjektiv das Moment der Anstiftung; aus diesem Grunde fei auch dem Angeklagten zu glauben, daß er mit einer eidlichen Vernehmung der L. nicht ge­rechnet habe. Dies sei um so wahrscheinlicher, als der Angeklagte im Glauben an die Richtigkeit feiner Darstellung durch eine mögliche eidliche Vernehmung der L. feiner Meinung nach nichts zu befürchten ge­habt hätte. Die Aufforderung, standhaft zu bleiben und feine Mitwirkung bei der Abfassung der Briefe zu verschweigen, könne sich daher nicht auf die Ver­nehmung der L. bezogen haben. Der Angeklagte habe dabei lediglich den Zweck verfolgen können, irgendwelchen neuen Belästigungen seines Gegners vorzubeugen. Eine derartige Befürchtung des St. sei gerechtserttgt gewesen, well auf Betreiben dieses ( Gegners die L. ihn schon einmal zu Unrecht belastet hatte. Entgegen der Auffassung des Vertreters der Anklage könne auch eine Beihilfe nicht darin erblickt werden, daß St. in der damaligen Verhandlung ohne Widerspruch die L. einen Eid darüber habe leisten laßen, daß die Briefe von ihr selbst verfaßt seien. Für ihn habe nur die Frage des Sittlichkeits­verbrechens unb des Zeitpunktes der Beziehungen au der L. im Vordergrund gestanden. Außerdem fei diese Aussage nur protekollarisch verlesen worden, in der Verhandlung selbst aber gar nicht zur Sprache gekommen. Im übrigen gab der Verteidiger dem Gericht zu bedenken, daß der Angeklagte äußerst yut beleumundet sei und in jeder Hinsicht bis jetzt seine Lauterkeit bewiesen habe. Seiner Ansicht nach fei es gefährlich, eine Verurteilung auszusprechen, denn diese könne in der Hauptsache nur auf die Aussage der L. gegründet werden, der aber das Gericht selbst durch die Aberkennung der Eidesfähigkeit beschei­

großen geschichtlichen und gegenwärtigen Bedeutung wertigen die ^vollen Preise.Erringen werden, Frankfurts gesprochen hatte, wies er besonders -us s d>-°°n Wf uad höchsten Stellen gest,ft-t worden SeÄntw^ä"ni9 dmitoen Unb|3üf)^r:runb Äa&er». Dann folgen zwei

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nationalfozialistifcher Führung di°,Krastftr°m-^i[ SchonheU de-

Rubrer dem' einzelnen Tieres em hochwertiger Ge­macht sondern brauchshund herausgebildet werden, der in der