Ausgabe 
20.10.1938
 
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m. 24 b Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhejsen)

Donnerstag, 2O.OttoberM8

gutes Bild trotz Dreckkrusten an Pferdebäuchen und ruhigt hatte, lachte auch der Sergeant Und mit ihm

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Hochschulnachrichten.

Sorbonne 1933 zum Ehrendoktor. Volhards Hand-

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(Aufnahmen [2]: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Meter hohe weiße Säulen tragen einen zwölf ter langen Quersteg, auf den groß und deutlich Willkommen!" geschrieben wurde. Die Kanten der Säulen wurden heute morgen mit frischgrunen Gir­landen geschmückt. Auf den Säulen stehen goldene Pylonen. Zu abendlicher Stunde wird der Triumph­bogen durch Scheinwerfer angestrahlt werden und sicherlich einen starken Eindruck nicht nur auf un­sere Bevölkerung, sondern vor allem auf unsere Soldaten machen, lieber der großen Pforte rouröe das Hoheitszeichen des Dritten Reiches angebracht. Zu beiden Seiten der Straße und unmittelbar vor dem großen Torbogen wurden je vier Fahnenmasten errichtet, deren Fahnen zusätzlich mit goldenen und silbernen Bändern geschmückt wurden.

Wir sahen uns heute morgen auch aus dem Wochenmarkt um und hörten von den Marktfrauen, daß von den Hausfrauen eifriger und wei ms mehr als sonst, die bunten Herbstblumen gekauft wurden.

Mit dem Auto tödlich verunglückt.

Hungen, 20. Oft. In der letzten Nacht zwi­schen 1 und 2 Uhr ist der Bauunternehmer Hein­rich K 0 ch von hier mit seinem Kraftwagen zwi­schen Lich und Hungen tödlich verunglückt. Der Mann befand sich auf der Heimfahrt von Lich und fuhr dabei gegen einen Baum. Offen­sichtlich war Koch, den man heute früh auf der Landstraße liegend auffand, auf der Stelle tot. Ein Verschulden dritter Personen erscheint nach Lage der Dinge ausgeschlossen. Die Ermittlungen der Gendarmerie sind im ©ange._________________

Nur die Pferde standen unberührt von so viel bedeutsamem Geschehen und gleichgültig in diesem historischen Augenblick.

Stürzte nun der Himmel ein? Nein, dem Ser­geanten waren die Worte ausgegangen. Er schrie nicht. Er befahl nicht wieder aufzusitzen, wie alle erwartet hatten. Er fiel auch nicht vom Pferde Er sagte einfach und es hörte jederDu Sau­kerl!"

Und im selben Augenblick stieg Olga. Fast hätte sie den kleinen dicken Reiter mitgenommen. Ein paar Schweine, wahrhaftig, waren knapp vor Olgas Vorderbeinen, zwischen ihr und dem Pferde des

Professor Dr. Franz V 0 l h a r d , Ordinarius für innere Medizin an der Universität Frankfurt, ist wegen Erreichung der Altersgrenze von den amt­lichen Verpflichtungen entbunden worden. Volhard, einer der bedeutendsten deutschen Internisten, hat sich besonders durch seine Forschungen zur Thera­pie der Herz- und Nierenkrankheiten einen inter­national anerkannten Namen gemacht. Volhard, am 2. Mai 1872 in München geboren, habilitierte sich in Gießen, ging 1905 nach Dortmund, 1908 nach Mannheim, wurde 1918 Ordinarius für innere Me-

die ganze Abteilung. Aber es war kein gehässiges Lachen. Es war Freude am Spaß. Und selbst in den Augen des Gestrengen leuchtete das Verständ­nis für die Pferdeliebe des Dicken.

Welt.

Professor Dr. Ludwig von Köhler, der em. Ordinarius für Verwaltungsrecht und Arbeitsrecht an der Universität Tübingen, vollendet dieser Tage sein 7 0. Lebensjahr. Er habilitierte sich 1919 als Privatdozent für öffentliches Recht und Sozialwissenschaften in Tübingen, wo er bis zu seiner Emeritierung, 1936, den Lehrstuhl für Verwaltungs­und Arbeitsrecht in Tübingen innehatte.

und aufgeregt.

Und da steht ein alter Gärtner draußen und gibt einen Strauß ab: einen wahrhaft königlichen Strauß. Eine wahre Wolke aus Duft und Farben: ! lauter Rosen sind's.Für das Geburtstagskind!" sagte er und verschwindet. Und nun hält sie den Strauß in beiden Händen und taucht ihr Gesicht in die Flut aus Licht und Dust. Ihr Gesicht Der- schwindet fast darin. Sie steht wie verzaubert da. Und nun geht das große Verwundern los. Und dann immer das Rätselraten:Wer mag dir bloß den Strauß geschickt haben?" Aber sie lacht nur.

Und es kommt der Abend. Sie muß ins Bett.

Um 10 Uhr waren die Blumenstände von den Schnittblumen fast geräumt und wer eben zu spät kam, mußte mit leeren Händen gehen. Vor allem aber kauften heute morgen die Kinder. Die Mädchen taten es, um sich Kränzchen zu winden, und um so den Soldaten ihre Freude über deren Rückkehr wissen zu lassen. Da war es reizend mitanzusehen, wie sie wählten, wie sie gewichtig ihre kleinen Geld­börsen öffneten, für 5, für 10 oder für 15 Pfennig große Blumen kauften, um sie den Soldaten.zuzu­werfen, und die Kleinen, um sich Kränzchen zu flechten.

Wie wir hören, sollen die Kinder zum Einzug unserer Soldaten Spalier stehen. Diele der Knaben hatten sich deshalb heute morgen schon rechtzeitig mit kleinen Hakenkreuzfähnchen versorgt, die sie dann schwingen werden, wenn die Soldaten ein- ziehen. , #

Nach allem, was man bisher weiß, sah und hörte, darf man damit rechnen, daß unsere Stadt den Soldaten einen Empfang bereiten wird, über den sie sich mit Recht freuen können.

Züge treffen mit großer Verspätung ein

Wie wir heule vormittag vom Bahnhof Gießen hören, werden die Transportzüge mit unseren Gie- ßener Soldaten infolge starker Uebertastung der Bahnstrecken voraussichtlich mit einer Verspä­tung von je 2*/s bis drei Stunden gegen­über den gestern gemeldeten Ankunftszeiten auf dem hiesigen Bahnhof eintreffen.

Was Heu?" Ob er beim Train sei, oder bei der leichten Kavallerie?Absitzen!" Zuerst zö­gerte der Dicke. Er mochte an feine kurzen Beine gedacht haben und an das Aufsitzen mit Hinder­nissen am Morgen.

Hören Sie schlecht? Absitzen!!"

Und so geschah's. Joachim saß wirklich ab. Er saß

Fahne» und Simen heraus!

Anläßlich der Rückkehr unserer Soldaten am morgigen Donnerstag und am Freitag bitte ich alle Volksgenossen in Gießen, die Häuser festlich mil den Fahnen, mit Grün-und mit Blumen zu schmücken.

Backhaus, Kreisleiter.

Reitstiefeln.

Dann kam der ehemalige Dragoner zum Defilie­ren. Trotzdem er sich streckte was er konnte, war doch sein Heusack nicht zu verdecken.

Halt!" Wie ein Donnerschlag klang es. Die Ersten drehten ungläubig die Köpfe. Der Zug hielt vor den ersten Häusern. Die Reiter standen auf der rechten Straßenseite, ihr Führer auf der linken. Auf gleicher Höhe mit ihm hielt im Glied Joachim mit seinem Sackgebirge.

Was mit dem da los wäre? Herausreiten? Olga zierte sich. Sie wollte viel lieber hinter dem Schwanz des Dorderpferdes bleiben.

Endlich das Vergnügen war allgemein folgte sie dem energischen Schenkeldruck, verließ die Reihe und hielt vor dem Sergeanten.

Was er da aufgeschnallt habe? Wohl Bettzeug von Muttern? Schweigen.Sie, hören Sie nicht?" Die Mannschaft feixte vorschriftswidrig. Der wü­tende Sergeant bemerkte es aber nicht. Joachim stotterte etwas vor sich hin.

.Ein kleiner schmutziger Junge lief schreiend den Schweinen nach. Da wurde das Gesicht des Vor­gesetzten wieder ernst.Abladen!" befahl er und wies auf den Straßenrand. Joachim holte seinen Heusack.

So geschah es, daß an diesem Tage eine Abteilung bayerischer Reiter vor einem kleinen polnischen Nest, gewissermaßen als Zeichen ihrer guten Ab­sichten, zwar nicht Perlen, so doch einen Sack Heu, vor die Schweine warfen.

Was ein Häkchen werden will...

Das Mädchen, das ich sehr gut kenne, ist eine kleine Person von acht Jahren: mit großen, er­staunten, hellen Augen und weißblondem Haar. Einige Sommersprossen geben dem Kindergesicht etwas Rührendes, Hilfloses.

Wochenlang hat sie von ihrem Geburtstag ge­schwärmt. Oh, sie hatte sich diesen Tag mit den jubelndsten Kinderfarben ausgemalt. In die auf- geschlagenen Lesebücher und Diktathefte fiel schon, wie ein Sonnenaufgang, immer ein goldener Strahl nach dem anderen dieses schmerzlich ersehnten Ta­ges. Manchmal kam sie auch und bettelte mich, ganz hilflos und fein, um einen Groschen an. Oh, sie kam oft! Und wenn ich sie fragte, was sie mit dem Gelde vorhabe, dann kam ein rätselhaftes Licht in ihre Augen, und sie verschwand, hochrot im Gesicht, mit dem Gelde.

Und dann kam der Tag, schillernd bunt wie em Pfauenschwanz. Mit Lichtern geschmückt, mit Ge- schenken durchflochten und nach Kuchen duftend. O Gott, wie war sie selig, daß sie auf der Welt war. Und immer, wenn die Stubenklingel ging, dann zuckte ein freudiges Erschrecken durch das kleine Schulmädchen.

Da, die Nachmittagsstunde atmete sanft in die Geburtstagsstube hinein! Da schrillte die Klingel wieder ganz aufgeregt. Augenblicklich hielt das kleine Mädchen im Spiel an und wartete atemlos

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Die 14. Kompanie JR. 116 feit Dienstag zurück. Hier sieht man ihre blumengeschmückten Fahrzeuge. (Aufn.: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Professor Dr. Friedrich -Boltz, Konservator der Strohfennbteilung der Univerfsi-its-Frau"nksmlk in München, ist nach kurzem Leiden im Alter von 47 Jahren gestorben. Er stammte aus Nürn­berg und wurde 1921 als Assistent des Geheimrats Döderlein in die Münchner Frauenklinik aus­genommen. 1931 wurde er zum Konservator der Strahlenabteilung der Frauenklinik ernannt. Boltz bat eine Reibe von wissenschaftlichen Abhandlungen

Ehren unserer Feldgrauen

ist aber weiterhin durch eifriges Wirken unserer Bevölkerung verschönt worden. Ueberall flattern die Fahnen an den Häusern,, überall auch da, wo die Truppen nach den bisher bekanntgegebenen Marfch- straßen nicht durchmarschieren werden. Die Freude über die Rückkehr unserer Infanteristen und Artil­leristen ist ja auch die Freude der ganzen Stadt! In manchen Geschäftshäusern sieht man die Schau­fenster mit Blumen geschmückt, die so befestigt sind, daß man sie den Soldaten rasch zuwerfen kann.

Besonders eindrucksvoll ist das Selterstor gestal­tet worden. Von Arbeitern des Hoch- und Tiefbau- amtes wurde ein Triumphbogen errichtet. Zwei acht

Als sie gerade dabei ist, ihre Schuhe aufzubinden, sagt sie wie aus heiterem Himmel beruhter:Ich weiß, wer den Strauß hat bringen lasten."Na, wer denn?" frage ich hoch erstaunt. Da sieht sis mich hilflos lächelnd an:Ich! Ja, ich!" Waaas>" ,Lch habe doch die Blumen vorher be,zahlt von dem Geld, das ich mir ge­spart habe." Und nun muß ich doch lachen: Aber ich hätte dir doch auch Blumen schenken ton­nen!"Ach ja, aber es ist doch schöner, wenn sie der Gärtner selber bringt!"

O Gott, heute ist sie acht Jahre. Wie wird das sein, wenn sie zehn Jahre älter ist??

Max Jungnickel.

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Gießen zum Empfang seiner Soldaten gerüstet

In schönem Wetteifer mit der Gießener Be­völkerung will auch der

Galiusmarkt in Grünberg

Der erste Markttag.

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5 Pf. mehr. September 1937

Zu unseren Bildern:

Links oben: In den Hauptstraßen von Grün­berg war ebenfalls gro­ßer Betrieb. Mit Kind und Kegel kam man in die Stadt. Man muß doch auf dem Galiusmarkt ge­wesen sein!

Nebenstehend: Ein Blick auf den Trubel des Jahrmarktes und der Bu­denstadt auf derKäs- wies". In dichten Scha­ren drängte sich die Menschenmenge und es war kaum ein Durch­kommen.

Joachim sorgt vor.

Don Sans pflng-Iranken.

Durch die graue Morgendämmerung nadelte spitz der Regen. Die Reiter standen marschbereit im Hofe eines Gutes im polnischen Osten. Emer hitzlt zwei Pferde. Joachim, ein ehemaliger Dragoner war noch einmal in die Scheune geschlupft. Jetzt kam er mit einem prall gestopften Sack heraus Urüer dem Gelächter der andern begann er ihn auf seinen 45aa- fattel aufzuschnallen. .

Joachim tat so, als wäre er allein der rechte Rei­ter, der für sein Pferd zu sorgen verstehe. Er hatte -sich noch rasch mit Zusatzheu eingedeckt.Wenn das nur gut geht mit dem Aufsitzen... Sie freuten s ch schon alle darauf.

Da kam der Führer der Abteilung.Aufgesessen! Die Reiter schwangen sich in die Sattel. Nur einer hing noch mit dem linken Fuß im Steigbügel, wah­rend der rechte vergeblich über em Gebirge von Ge­päck klettern wollte. Ein kleiner Dicker, Joachim, der Dragoner. Mes lachte. Der Sergeant bekam einen roten Kopf, sah aber vorbei.

Marsch!" Die Reiter schwenkten zur^ Marsch­kolonne ein. Auch das Pferd Joachims. Aber lern Reiter stand immer noch im Bügel. F'" komisches Bild. Dann gelang endlich das Kunststück er plumpste in den Sattel. Seine Olga machte einen Ruck, er hatte ihr sicher im Rucken weh.getan. Er zügelte aufgeregt. Dann war er endlich im Ryyry- mu5 der anderen.

Der Regen rann unaufhörlich in haarfeinen Strähnen. Er troff von den Rändern der S ahl- helme und lief von den Knien in die Reitstiefel.

Nur der Dragoner schien sich wenig darum zu kümmern. Er hatte mit seinem Heusack zu tun. oe immer rutschen wollte. Er hotte seiner Olga Jang Zügel gelassen und beim Traben hatten seine Hande mehr im Rücken zu schaffen, als vorne.

So ging es lange. Als endlich eine Ortschaft m Sicht kam, ließ der Sergeant halten. Hier fei eine Kommandantur, wo man sich zu melden habe. Er erwarte und so weiter ... Die Reiter nahmen Kennt nis und reckten dobei ihre Beine in den Bügeln recht unvorschriftsmäßig nach vorn, damit sie aus-

Auftrieb zu verzeichnen. Davon wurde ein schon älterer Grauschimmel für 680 Mark verkauft.

Gegen Mittag setzte der Zustrom der Besucher aus allen Richtungen ein. Verkehrsmittel aller Art brachten große Scharen Gäste, so daß wieder Tau­sende sowohl den Marktplatz, als auch die Stadt be­völkerten. Gemessen an dem überaus starken Be­such des vorjährigen Marktes war wohl ein kleiner Rückgang der Besucherzahl zu bemerken. Wohl in­folge des Ausfalles des Vieh- und Schweinemark­tes, auch vielleicht infolge rückständiger Feldarbei­ten fehlten besonders bte älteren Besucher aus der weiteren Umgegend. Die Nachbarorte, die man als Stammkundschaft des Gallusmarktes ansprechen kann, hatten selbstverständlich ihre Besucherzahl in gleicher Höhe gestellt, vor allem war, wie alljähr-

+ Grünberg, 19. Oktober. Noch war's alljährlich so: ward's draußen kahl Und blies der Wind schon schärfer um die Halden, Trug er ein Rüchlein von Kartoffelfeuern Vom leeren Feld in Dorf und Stadt herein, War alle Ernte sicher in den Scheuern, Dann ging's zum Gallmarkt, ha, das mußt so sein, Das zählte weit und breit im Land fast schon Bei jung und alt schlechthin zum guten Ton!"

Diese Worte aus dem Gallusmarkt-Fest- spiel von H. B ö ch e r bewahrheiteten sich auch dieses Jahr wieder. Zwar war am heutigen frühen Morgen nur wenig Verkehr, da Rindvieh- und Schweinemarkt ausfielen, die sonst Zustrom aus mehreren Stunden Entfernungen bringen. Der Pferdemarkt hatte trotz Aufforderung an verschie­dene Pferdehändler, den Markt zu beschicken, da von bäuerlicher Seite eine beträchtliche Zahl Kauf­lustiger sich gemeldet hatten, nur zwei Pferde als

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das heißt vor dem Einseifen. Nivea-Creme gibt geschmei­dige, gut rasierfähige Haut, die weder spannt noch aufspringt

lich, die Jugend stark vertreten. War auch am bor­gen etwas unfreundliches Herbstwetter, das ups sogar einige kleine Regenschauer bescherte, so tat dies dem Marktb-esuck doch keinen Abtrag.

Der Nachmittag bescherte dann trockenes Wetter, das den weiteren Verlauf des Marktes begünstigte. So entwickelte sich diesmal erst von der Mittags­zeit ab das gewohnte Bild des Gallusmarktes: eine unablässig hin- und herwogende Menge in den lan­gen Gassen der Verkaufsstände und auf dem Jux­platz, das Hin und Her des Menschenstromes vom Markt zur Stadt, wo die Massen in den Straßen und Geschäftshäusern sich drängten. In den an­grenzenden Straßen des Marktplatzes, auf dem Turnplatz hinter der Turnhalle und auf dem Markt­platz in der Stadt parkten Autos und Krafträder in großer Zahl.

Stark war wieder der Krämermarkt besetzt; mit rund 110 Ständen übertraf er den vorjährigen. Besonders reiche Auswahl an Schaubuden wies der Juxplatz auf; neben Karussell, mehreren Schiebhal­len und Verlosungsbuden sind zu erwähnenGlo­busfahrer",Autoselbstfahrer",Das lachende Wien" undMärcheninsel Hawai".

In den Gasthäusern, Bäckereien und Metzgereien

Wettergott sein möglich­stes zu einem prächtigen Empfang unserer heim­kehrenden Gießener Sol­daten beitragen. Waren die letzten Tage zum gro­ßen Teil trüb und neblig, mehrfach auch regnerisch, so läßt der Himmel am heutigen Vormittag, wo mir alle ^zum Empfang unserer Soldaten freudig bereit sind, die Herbst­sonne freundlich auf Stadt und Land scheinen. Da­durch erhalten unsere Straßen, in denen wenige Stunden nach der Nieder­schrift dieser Zeilen der Marschtritt unserer Gie­ßener Bataillone und die frohen Zurufe der Bevöl­kerung widerhallen wer­den, noch einen besonders schonen Anblick.

Das Straßenbild zu

ruhten.

Dann ging es flott bis zu den ersten Häusern. Hier ritt 'hr Führer aus der Reihe und ließ sie passieren. Und das war Pech. Da dachten alle: letzt platzt eine Seifenblase

Lanze im Bügelschuh. Vergnüglich baumelten die oo'rbeiaeiobt jbot eine Reibe von romenimamict;

7°m R°'g°'n, -L-r" st7z-?g7°n^°ch ihl'°"Farben. Ein I Al, sich Qoadjim, feinnervige Dame wieder 6t. lauf fernem Spezialgebiet oerfafet

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w" kein Reitex le vor ihm. Das war einmalig J unb roirhe feit i927 in gleicher Eigen- m der Geschichte der Kavallerie. Er schwang nicht, ' in etranfhirt Einen Ruf nach Berlin hat er wie es sich gehört hatte, seine reichte' Haxe über die $ abgelehnt. Zahlreiche Ehrungen wurden ihm, Kruppe seines Pferdes, sondern wirklich und wahr- QU5ti bcm Alande, zuteil; so ernannte ihn die! hastig nach vorn über den Kovf semei: Olga, die ^anne 1933 zum Ehrendoktor. Volhards Hand-' beleidigt die Ohren zurucklegte. Dann war er unten ber foer Nierenkrankheiten erfreut sich un£.ftanLf!rS!mm- 7^ hi- Ylnlipn hoher Wertschätzung in der gesamten ärztlichen

Einer schloß vor Schreck eine Sekunde dieZiugen und probierte so, ob er träume. Sein Nebenmann zog eine verbotene Grimasse, biß auf die Lippen und sagte laut vernehmlichAu!" Ein anderer am Schluß des Zuges lachte tatsächlich hörbar auf.

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