Ausgabe 
20.10.1938
 
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Dienst übertragen.

Die Uebergabe des Chef des Regiments

IR. 61 an den neuernannten General der Infanterie a. D. wird im Auftrage des Ober-

Korpsführer Hühnlein traf am Mittwoch im Flugzeug in London ein. Der Korpsführer wird am Samstag dem großen internationalen Auto­rennen im Donington-Park beiwohnen.

mtb Munitionslleferunaen genehmigt, wovon 24 Millionen Dollar für die Privatfirmen bestimmt waren.

Der südafrikanische Verteidigungsminister P i r o w, der sich auf dem Luftwege nach England begab, erklärte vor seinem Abflug von Johannesburg Presse­vertretern, er beabsichtige, vor seiner Rückkehr in die Südafrikanische Union auch Deutschland einen Besuch abzustatten.

Das EmigrantenblattPrager Mittag" hat sein Er scheinen eingestellt. Mit dem Blatt

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orbminq her« b Tage. Das dieser Rot- hne Zeitverlust

In der staatlichen Tabakmanufaktur von Chateau­roux im Departement Indre in Mittelfrankreich brach ein Groß feuer aus, das einen Sachschaden in Höhe von 30 Millionen Franken anrichtete. Den Elementen siel ein dreistöckiges Gebäude zum Opfer, in dem sich 600 t Tabak sowie eine große Anzahl scher Zigarettenmaschinen befanden. Auch

Oie Militäraktion gegen die Altstadt von Jerusalem

RittervonEpp ---- .

befehlshabers des Heeres Generaloberst von Brau- chttsch am 20. Oktober in Winterberg (Böhmer Wald) siattfinden. Zu diesem Zweck hat sich der Reichsstatthalter General Ritter von Epp am 19. Ok­tober mit Sonderzug in das Korpshauptquartier des VII. Armeekorps nach Eleonorenheim begeben.

verschwindet eines der übelsten Hetzblätter, das die internationalen Brunnenvergifter fünf Jahre hin­durch in Prag herausbringen konnten. Dem Beispiel desPrager Mittag" dürfte wahrscheinlich noch eine ganze Reihe anderer Blätter folgen.

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Das englische Kabinett berät über Palästina.

London, 19. Oft (Europapreß.) Die Kabinetts­sitzung am Mittwoch war wider Erwarten schon nach zweieinhalb Stunden beendet. Der Sitzung ging eine halbstündige Besprechung zwischen Cham­berlain und Lord Halifax voraus, an der später auch Kolonialminister Macdonald teil- nahm. In der Kabinettssitzung gab Lord Halifax einen kurzen Bericht über die gesamte außenpo­litische Lage seit den Münchner Besprechungen. Im übrigen beschäftigte sich das Kabinett hauptsäch­lich mit der kritischen Lage in Palästina, die einen so breiten Raum einnahm, daß alle anderen Fragen zunächst zurückgestellt werden mußten. Mi­nisterpräsident Chamberlain wurde am Mitt­wochabend vom König in Audienz emp­fangen. Er berichtete über den Verlauf der Ka- binettssitzung und über den Stand der Palästina­frage. Vorher hatten sich in der Amtswohnung des Ministerpräsidenten verschiedene Kabinettsmitglieder, unter ihnen Schatzkanzler Sir John Simon, In­nenminister Sir Samuel Hoare und Verteidi­gungsminister Sir Thomas Inskip sowie Luft­fahrtminister Sir Kingsley Wood eingefunden.

Oer Oberkommiffar von Syrien fordert Schließung der Grenze.

Jerusalem, 19. Ott. (Europapreß.) Der französische Oberkommissar von Syrien hat die Regierung von Syrien und Libanon davor gewarnt, Waffentransporte und den Uebertritt Bewaffneter über die Grenze nach Palästina zu gestatten. Er erfucht, für die scharfe Ueberwachung dieser Grenze zu sorgen. Der gesamte Verkehr von Syrien nach Palästina auf dem Küstenwege über Rakura ist unterbrochen worden. Der Grund für das Ersuchen des Ober­kommissars ist wohl in der Nachricht zu sehen, wo­nach Waffen für die in Palästina kämpfenden Araber in b e n syrischen Häfen Latakiah und Saida gelandet sein sollen.

stellung für die Hiller-Iugend uraufgeführt wirb, während die erste öffentliche Aufführung am 25. Ok­tober erfolgt. Generalintendant Franz E v e r t h hat die Inszenierung übernommen, Caspar Neher entwarf die Bühnenbilder.

Bodendenkmalpfleger lagen in Berlin.

Dorn 19. bis 21. Oktober findet in Berlin eine Arbeitstagung der staatlichen Boden­denkmalpfleger und ihrer hauptamtlichen Mitarbeiter statt, zu der sich nahezu alle in der praktischen Arbeit stehenden Vorgeschichtler des Reiches versammelt haben. Nach einführenden Wor­ten des Sachbearbeiters im Reichserziehungsmini­sterium, Professor Dr. Buttler, begannen die Vorträge, die besonders die Möglichkeiten für den Einsatz der Naturwissenschaften im Dienste der Vor- und Frühgeschichte aufzeigen sollen. Pollenanalyse, Chemie und Mineralogie, Haustier- und Nahrungs­forschung werden durch namhafte Vertreter der einzelnen W ssensgebiete in ihren Beziehungen zur Vorgeschichte behandelt, weiter werden die vorge­schichtliche Landesaufnahme, neue Ausgrabungs­methoden, der Einsatz architektonischer Bauforschung bei Siedlungsgrabungen und neue Photoverfahren besprochen.

3m Kampf gegen die Fälschung von Kunstwerken.

In Kassel sindet gegenwärtig die Tagung des Internationalen Museumsverbandes statt, in dem Museumsdirektoren aus der ganzen Welt zusammengeschloffen sind, um seiner Ausgabe als Schutzorganisation"gegen Fälschungen von Kunstwerken nachzugehen. Ueber 50 Museums­direktoren aus allen Erdteilen beteiligen sich an dem Kongreß, um die zur Kenntnis gekommenen Fäl­schungen alter und neuerer Kunstwerke zu be­sprechen und die nötigen Schutzmaßnahmen zu er­örtern. Der Kongreß wird unter Ausschluß der Öffentlichkeit durchgeführt.

Aus aller Wett.

Winterheilkuren

für m nderbemittelte Kinder.

Berlin, 19. Ott. (DNB.) In den letzten Jahren haben sich die Winterheilkuren, die Kindern aus minderbemittelten Familien gewährt werden, als sehr erfolgreich erwiesen. Deshalb hat der Reichsarbeitsminister den Ländern auch für die­sen Winter 180 000 RM. für die Durchführung solcher Winterheilkuren zur Verfügung gestellt. Für die Kin- derheilfürsorge in der O st mark sind besondere Maßnahmen getroffen. Um in größerem Umfange Heilkuren für österreichische Kinder zu ermöglichen, hat der Reichsarbeitsminister 100 000 RM. bewilligt, eine entsprechende Hilfe ist für die fubeten- deutschen Gebiete vorgesehen.

Oie Besprechungen in Galatz.

DerPolnischeAutzenminister beiKönigCarol

Bukarest, 19. Oft (DNB.) Der polnische Außenminister Oberst Beck traf in Begleitung des Warschauer rumänischen Botschafters und des Buka­rester polnischen Botschafters Mittwoch um 16 Uhr in Galatz ein. Er folgte einer Einladung des Königs Carol an Bord der königlichen Jacht, wo eine mehrstündige Unterredung statt- fand. Außenminister Beck hat Pressevertretern er­klärt, daß Polen nach der Angliederung von Teschen feine territorialen Forderungen mehr stelle. Die Beziehungen zu Prag würden nunmehr wieder normal sein. Nach den poli­tischen Vorgängen der letzten Zeit habe es die Warschauer Regierung für ihre Pflicht gehalten, den Standpunkt der anderen Länder kennenzulernen, insbesondere Rumäniens, mit dem Polen eine alle Freundschaft verbinde. Die Rückreise des polnischen. Außenministers nach Warschau ist für Mittwoch­nacht angesetzt.

Oie rumänischen Manöver.

Die diesjährigen rumänischen Manöver finden in der Umgebung der Stadt Galatz statt, einer wichttgen Donauhafenstadt zwischen der Mün­dung des Pruth und des Sereth in die Donau. Das Land wesllich des Pruchs heißtMoldau", bas Lanb östlich des Pruths bis zur sowjetrussischen Grenze Bessarabien". Den rumänischen Manövern liegt die Annahme zugrunde, daß sowjetrussische Truppen den Süden von Bessarabien überflutet haben und nun im Begriffe stehen, den Pruth zu überschreiten, um in der ProvinzMoldau" die Bildung einer neuen rumänischen Armee zu verhindern. Die An­lage der rumänischen Manöver ist deshalb inter- esiant weil die sowjetrussische Polittk gar keinen Hehl daraus gemacht hat, daß Sowjetrußland wäh­rend der tschechischen Krise seine Hilfstruppen durch Rumänien zu dirigieren gedachte, bis die Münchener Besprechung allen diesen üppigen Kom­binationen ein Ende setzte. Interessant ist, daß mit­ten während dieser Krise zum rumänischen Kriegs- Minister der kommandierende General des Ar- meekorpsbezirkesBessarabien", General Ciupirca, ernannt wurde.

Slowakischer und karpalho-ukrainischer

Ministerbesuch bei Nibbenirrp

Bl ü n ä) e n, 19. Oft (DBB.) Der Seidjsminiffer des Auswärtigen v. Ribbentrop empfing am Mttwochnachmlttag in München im Führerbau den slowakischen Ministerpräsidenten T l s o und den stellvertretenden Ministerpräsidenten Durcansky zu einer Besprechung. 3m Anschluß an diese Unter­redung empfing der Reichsminister des Auswär­tigen den karpatho-ukralulschen Minister B a - c i u s k y.

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verlassen. Auch sämtliche Rikscha-Kuli erhielten den Befehl auszuwandern, nachdem sie bei der Räumung der Stadt mitgeholfen haben. In Han- kau soll eine Sicherheitszone geschaffen wer­den. Man fei übereinaekommen, daß alle auslän­dischen Konzessionen in Hankau ent - militarisiert werden, wogegen die Japaner deren Unantastbarkeit zugesagt haben sollen. Diese Sicherheitszone solle die japanische sowie die ehemalige deutsche, die französische, britische und ehemalige russische Konzession umfassen, ferner ein Stück des chinesischen Stadtteils. Mit der Schaffung dieser Sicherheitszone dürfte unnötigem Blutvergie­ßen vor gebeugt werden.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer und Reichskanzler hat dem Dichter Gustav Frenfsen, Barlt-Holstein, zur Vollendung des 75. Lebensjahres telegraphisch seine herzlichen Glückwünsche übermittelt.

Der Führer und Reichskanzler hat den Oberpräsidenten i. R. Staatsrat Dr. Kurt Melcher zum Reichstreuhänder der Arbeit ernannt. Der Reichsarbeitsminister hat ihm die Stelle des Reichstreuhänders für den öffentlichen

Kunst und Wiffenschast.

Schöner Erfolg der Großen OeulschenKunstausstellung

Die Große Deutsche Kun st aus stell ung 19 3 8 in München, die jetzt chre Pforten geschlossen hat, war, was die Besucherzahl wie das Derkaufs- ergebnis betrifft, ein voller Erfolg. Sie hat im Jn- und Auslande hohe Anerkennung gefunden. Ueber das Gesamtergebnis machte der Geschäftsführer, Direktor Kolo, nähere Ausführungen. Die Aus­stellung dauerte vom 10. Juli bis 16. Oktober. Beim Erftaufbau waren insgesamt 1158 Werke ausge­stellt. Auf Grund der vom Führer angeordneten Austauschaktion wurden weitere 246 Werke ausge­nommen. Die Ausstellung umfaßt also 1404 Werke, die von 834 Künstlern stammten. Die Austausch- attion hat sich für die Künstlerschaft äußerst frucht­bar ausgewirkt. Unter diesen 1404 Werken waren 761 Gemälde, 264 Werke der Graphik und 374 Werke der Bildhauerei. Die Ausstellung hatte 460 000 Besucher, unter ihnen sehr viele Volksge­nossen aus Oesterreich und dem Sudetengau. Unter den ausländischen Besuchern wurden sehr viele Ita­liener, aber auch zahlreiche Engländer und Ameri­kaner bemerkt. Darüber hinaus sah man Besucher aus der ganzen Welt. Von der Gesamtzahl der aus­gestellten Werke wurden 800, also mehr als die Hälfte aller ausgestellten Werke, verkauft. Der Ge­samterlös für die Künstlerschaft betrug 1,5 Mil­lionen Mark. Die Architektur- und Kunsthandwerks­ausstellung im kommenden Winter, für die die Vor­bereitungen im Gange find, wird bereits am 10. De­zember eröffnet und dauert bis 10. April 1939. Gauausflellung der bildenden Künste in Wiesbaden.

NSG. Um der Bevölkerung ein anschauliches Bild von dem künstlerischen Schaffen im Gau Hessen-Nassau zu vermitteln, findet vom 22. Oktober bis einschließlich 6. November im Nassauischen Landesmuseum in Wiesbaden eine große Gau - aus stellung dex in der Reichskammer der bildenden Künste zusammengeschlossenen Künsller des Gäues Hessen-Nassau statt. In reicher Zahl sind Werke der Malerei, Graphik, Plastik, des Kunsthandwerks und Kunsthandels aufgestellt. Diese Ausstellung, die richtungsweisend für unseren Gau und täglich von 10 bis 19 Uhr durchgehend ge­öffnet ist, wird am Samstag um 16 Uhr durch Gauleiter Sprenger feierlich eröffnet.

Intendant Richard Werkhäufer t-

Nach längerer Krankheit starb in Koblenz der Intendant Richard W e r k h ü u s e r, der 1937 an das Koblenzer Stadttheater berufen wurde. Vor­her war Werkhäuser sieben Jahre erfolgreicher Leiter des Frankfurter Künstlertheaters, nachdem er längere Zeit als Spielleiter und Dramaturg am Schauspielhaus in Königsberg tätig gewesen war. Werkhäuser ist im Alter von erst 38 Jahren einem tückischen Leiden erlegen.

UraufführungDer Untergang Karthagos" von E. D..ller.

Mehr als 10 Millionen Rundfunkteilnehmer.

Am 1. Oktober 1938 betrug die Zahl der Rund­funkempfangsanlagen im Lande Oesterreich 643 389, im großdeutschen Reichsgebiet ohne Sudeten­deutschland waren mithin am 1. Oktober insge­samt 10398066 Rundfunkteilnehmer vor­handen. Im Altreich wurde die erste Million Rund­funkteilnehmer 1925, die fünfte 1933 errreicht. Bis zur Machtübernahme betrug die Zahl der Neu­anmeldungen jährlich rund 500000, nach der Macht­übernahme erhöhte sich der jährliche Zugang auf durchschnittlich rund 1 Million.

In Rekordzeit über den Rordatlantik.

Den bisher schnellsten Flug über den Nordallantik führte das Blohm-K-Voß-FlugzeugNordstern" der Deutschen Lufthansa von Neuyork nach Horta (Azoren) aus. Um 0.00 Uhr verließ die Besatzung Mayr, Wilhelm, Mischur und Gruber Amerika, um bereits nach 11 Stunden 53 Minuten in Horta zu landen. Die auf diesem Flug entwickelte Reisegeschwindigkeit beträgt 325 Stundenkilometer; sie ist die kürzeste Reisezeit, die bisher auf dieser Strecke erreicht werden konnte. Nach dem Abschluß des diesjährigen Nordatlantik-Luftverkehrs wird Nordstern" gleich im Südatlantik-Luftverkehr ein­gesetzt werden, währendNordwind" nach Deutsch­land zurückkehren wird.

Verhaftung einer Schieberbande.

Die Kölner Zollfahndungsstelle konnte größere Schiebungen von Bargeld, Schmucksachen und son­stigen Wertgegenständen nach Holland aufdecken und über 15 Personen, fast ausschließlich Juden, festnehmen, die auf diese Weise ihr Vermögen ins Ausland schaffen wollten. Im Hintergrund steht ein holländisches Konsortium. Nach den vorläufigen Er­mittlungen sind über eine Million Mark ins Aus­land verschoben worden. Werte in Höhe von einer halben Million Mark konnten beschlagnahmt wer­den. Eine besondere Rolle spielte ein früher in Deutschland, jetzt in Holland wohnendes Ehepaar, das in raffinierten Verstecken Bargeld, Devisen und Schmucksachen über die Grenze schmuggelte. Der Mann, ein Halbjude, hatte früher in Amsterdam ein Kraftwagenverleihunternehmen betrieben, sich aber bann ganz diesen Schiebungen zugewandt. Die Frau trug bei Der Festnahme einen neuen Persianer­mantel und hatte außerdem wertvolle Schmuck- gegenstände bei sich, die über die Grenze geschafft werden sollten. Die Verhafteten legten schließlich ein Geständnis ab, auf Grund dessen die Zoll« fahndungsstelle auch die übrigen Festnahmen durch­führen konnte. So konnte auch ein holländischer Postbeamter des Vergehens überführt werden, auf seinen Dienstfahrten zwischen Holland und Deutsch­land Geldbeträge verschoben zu haben.

Drei Arbeiter bei einet Explosion getötet.

Aus noch unbekannter Ursache explodierte in einem Kölner Werk ein Azetonbehälter. Drei Arbeiter wur­den auf der Stelle getötet, ein vierter erlitt schwere Brandverletzungen. Die Feuerwehr konnte den durch die Explosion entstandenen Brand in kurzer Zett löschen.

Großfeuer in einet französischen Tabakmanufaktur.

Ein am Mittwoch über den Gesundheitszustand des türkischen Staatspräsidenten Kemal Atatürk herausgegebenes Kommunique stellt fest, daß sich der allgemeine Zustand Atatürks gebes­sert habe und sich die nervöse Störung leicht aber deutlich gebessert habe.

In Paris starb PrinzArsenKarageorge- witsch von Jugoslawien im Alter von 79 Jahren. Prinz Arsen war ein Bruder des Königs Peter I.von Serbien und Vater des gegenwärtigen Prinzregenten Paul. Prinz Arsen hatte 1892 eine russische Prinzessin geheiratet und war nach der russischen Revolution nach Paris übergesiedelt.

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König CarolvonRumänien wird zu seinem bereits mehrfach verschobenen Staatsbesuch nunmehr in der letzten Novemberwocke in London eintref­fen. Man nimmt an, daß Der König auch wichtige Besprechungen mit englischen Kabinettsmitgliedern über die internationale Lage haben wird.

Jerusalem, 20. Dtt (DNB. Funkspruch.) Zur Lage in Jerusalem erklärt der amtliche eng­lische Bericht, die Truppen hätten am Diens­tag ein Gebiet in Brette von einem Kilometer um die Altstadt gesäubert. Am Mittwochmorgen ge­gen 4 Uhr sei die M i I i t ä r f e 11 e um d i e Alt - stadt geschlossen worden. Das Stefan- und das Damaskustor, die verbarrikadiert waren, seien aufgebrochen worden. Zwei Stunden später seien die Truppen in die Stadt eingedrun­gen, und gleichzeitig habe die Polizei mit einer Durchsuchungsaktion begonnen. Der Widerstand der Araber sei nicht allzu stark gewesen. Im Verlaufe der Schießerei sei ein Soldat schwer, ein anderer leichter verletzt worden. Die Truppen hätten gegen neun Uhr die Kontrolle über d i e A l t st a d t gehabt. Die Zahl der toten und verwundeten Araber sei noch nicht endgültig be­kannt. Bis 14 Uhr seien a ch t Tote, darunter eine Frau, drei Schwerverletzte und 15 Leichtverletzte ge­meldet worden. Zahlreiche Araber seien in das Gebiet der Omar-Moschee geflüchtet. 40 Araber seien wegen Uebertretens des Ausgehver­bots verhaftet worden. Die Aktion werde voraus­sichtlich am Donnerstag abgeschlossen werden. Wie verlautet, soll nach der Aktion gegen Jerusalem nun auch gegen andere Städte, vor allem gegen Jaffa und Nablus, scharf vorgegan­gen werden. Man rechnet damit, daß die Gesamt­aktion zur Unterdrückung der Freiheitskämpfer in­nerhalb von zwei Wochen im ganzen Lande durch­geführt sein kann. Der Oberkommissar hat eine neue Verordnung erlassen, nach der die Zahl der Perso­nen, die zum Waffen trag en berechtigt sind, erhöht werden kann. Mit dieser Bestim­mung ist anscheinend die Absicht verbunden, zur Unterstützung des Kampfes gegen die arabischen Freiheitskämpfer vor allem jüdische Kreise zu bewaffnen. Zweitens setzt die neue Verord­nung fest, daß der Besitz von Personen, die sich an Vergehen politischer Art beteiligen ober sonst gegen Sicherheitsbestimmungen verstoßen, be° schlagnahmt oder zerstört werden kann.

Oer Ring um Kanton.

Hongkong, 19. Ott. (Europapreß.) Nach ja- panischen Meldungen sind die japanischen Truppen im Vormarsch von der Südküste östlich von Kanton weiter nach Norden bis zur Stadt Lungnoon, 60 Metten nordöstlich von Kanton und 80 Meilen nördlich der Küste vorgestoßen und sollen die Stadt eingenommen haben. Ebenso ist die Stadt Tsengshing, 38 Meilen nordöstlich von Kan­ton besetzt worden. Diesem Vorstoß folgte die Eroberung der strategisch wichtigen Stadt Pang- s u n q und des Ortes S ch e k l u n g , die beide etwa 30 Meilen östlich von Kanton liegen. Hier soll eine der blutigsten Schlachten während des ganzen Krie­ges stattgefunden haben, wobei sechstausend Chine- fen getötet worden sein sollen. Während 2 5 0 ja- panische Bombenflugzeuge die Operatio­nen an der Kanton-Kaulun-Eisenbahnlinie unter­stützten, passierten 60 kleinere japanische Kriegsschiffe Swatau, sie sollen für einen An­griff auf Kanton von der Seeseite her eingesetzt wer­den. Große Teile Scheklungs, die während acht Stunden den Luftangriffen der Japaner ausgesetzt waren, sollen vollständig zerstört oder durch Brand vernichtet worden fein. Aus der portugiesischen Be­sitzung Macao wesllich von Hongkong wird be­richtet, chinesische Soldaten hätten den Ver­such unternommen, die Grenze des portugiesischen Hoheitsgebietes zu überschreiten. Hierbei seien von den zur Grenzverstärkung herangezogenen Mo­zambique-Truppen 18 Chinesen getötet.

Japanische Erfolge an der Langtfe-Front.

Schanghai, 19. Ott. (Europapreß. Funkspr.) Nach japanischen Berichten ist die Stadt T e i a n an der Süd-Iangtse-Front von den Japanern be­setzt worden. Damit ist der Kampf um Teian, das man in militärischen Kreisen alsden Schlus­sel sürNantschang" bezeichnet, nach 84 Tagen zugunsten der Japaner entschieden worden. Nach weiteren japanischen Meldungen sollen die japa­nischen Truppen bereits über Teian hinaus chre Operationen in westlicher und südlicher Richtung ausdehnen und sich entlang der Kiukiang Narttschang-Eisenbahnlinie auf Nantschan g zu bewegen. Die Japaner sollen bereits die 115 Kilo­meter flußabwärts gelegene wichtige Stellung Huangschikang eingenommen haben, wo bis­her die Durchfahrt japanischer Kriegsschiffe verhin­dert wurde. Im Nord-Jangtse-Gebiet sollen die ja­panischen Truppen, die im Tapieh-Gebirge vor­gehen, nach der Eroberung einiger strategisch be­deutender Höhen in der Nähe von Taipingtschal die Stadt Sin put schien fast erreicht haben.

Der Ernst der Lage kommt deullich in einem Be­fehl zum Ausdruck, der die Bevölkerung der chinesischen Stadtteile in Hankau aus­fordert, die Stadt bi nnendrei Tage n^zsr

Aus der Feder des 1934 für feinen Gedichtband Berufung der Zeit" mit dem Nationalen Buch­preis ausgezeichneten Dichters Eberhard Wolfgang r . , , - w .

Möller stammt das neue BühnenwerkDer automatischer Zigarettenmaschinen befanden. Auch aus Untergang Karthagos", das im Hessischen i den benachbarten Städten mußten Feuerwehren zur Landestheater zu Darmstadt in geschlossener Vor- Bekämpfung des Brandes aufgeboten werden.