Ausgabe 
20.8.1938
 
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Prag hiermit tatsächlich ein , an die Sudetendeutschen mache.

Ausnahmen abgesehen wogen die Blätter angesichts der Dürftigkeit'dieser Prager Geste keine eigenen Kommentare. DerI o u r" kann die Bemerkung

aus und tränt auf das Wohl des Staatssekretärs der Luftfahrt und der Offiziere der deutschen Luft­waffe.

Nach der Landung auf dem Flughafen Tempelhof begehen sich die französischen Gäste in das Reichs- luftfahrtminifterium/wo sie im Ehrenhof vom Chef der Zentralabteilung des Reichsluftfahrt­ministeriums, General der Flieger von Witzen- d o r f f, empfangen wurden. Bei einem Rundgang durch das Ministerium wurden von ihnen sowohl der Ehrensaal, als auch einige Sitzungszimmer und Arbeitsräume besichtigt.

Gast der Deutsch-Französischen

Gesellschaft.

Zu Ehren des Generals Duillimin und seiner Be­gleitung hatte die Deutsch-FranzösischeGe- s e l l s ch a f t in - Berlin am Freitag in ihren Räu­men zu einer Abendveranstaltung geladen. Unter den Gästen, die mit ihren Damen erschienen waren, bemerkte man u. a. den französischen Botschafter Fran;ois-Poncet, Staatssekretär General der Flie­ger Milch, General der Flieger von Witzendorff, Obergruppenführer Lorenz, den Polizeipräsidenten von Berlin, Grafen Helldorff, die Ozeanflieger Henke und Hauptmann von Moreau u. a. m.

Der Präsident der Deutsch-Französischen Gesell­schaft, Professor von Arnim, erläuterte in einer kurzen Tischrede die Aufgaben und Ziele der Deutsch- Französischen Gesellschaft. Er brachte seine besondere Freude zum Ausdruck, Angehörige des ftanzösischen Soldatentums als Gäste begrüßen zu können, wobei er darauf hinwies, daß gerade die Soldaten er­fahrungsgemäß diejenigen seien, mit denen sich eine Verständigung besonders leicht Her­stellen lasse. General Vuillemin erwiderte den Ausführungen des Präsidenten zustimmend und sprach seinen Dank für die ihm bargebotene Gast­freundschaft aus.

Der Abend gab willkommene Gelegenheit, die Ver­treter beider Nationen im Gedankenaustausch ein­ander näherzubringen.

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Gesandter Ridder van Rappard

Berlin, 19. Aug. (DNB.) Der königlich nieder­ländische Gesandte in Berlin C. Ridder van Rappard ist am Freitag im Krankenhaus in Bückeberg den schweren Verletzungen erlegen, die er kürzlich bei einem Kraftwagenunfall erlitten hatte.

Der F ü hrer und Reichskanzler hat Ihrer Majestät der Königin der Niederlande telegraphisch seine Teilnahme zum Ausdruck gebracht. Ebenso hat der Führer und Reichskanzler der Schwester des verstorbenen Gesandten, Frau Hooft van Graaflang, telegraphisch sein Beileid ausgesprochen.

Der Reichsmini st er des Auswärtigen hat dem niederländischen Außenminister und der Schwester des Verstorbenen telegraphisch sein herz­liches Beileid ausgesprochen. Der Chef des Proto­kolls, Gesandter Freiherr von Dörnberg, sprach der hiesigen Gesandtschaft der Niederlande sein Beileid aus

schaftskreisen erfährt, hat der amtliche s o w -. jetrussische Außenhandel sein Interesse daran bekundet, im Preßburger Hafen eine Freihafenzone zu errichten. Ebenso soll im Preßburger Hafen ein sowjetrussisches Transitlager errichtet werben. ,

In biefem Zusammenhang befaßt man sich be­reits mit bem Plan, den Preßburger Hafen unter Einbeziehung bes Karlsburger Donauarmes, ber nur wenige Kilometer von ber Deutschen Grenze entfernt liegt, auszubauen.

Noch im August wirb aus Preßburg eine Ab- orbnung, bestehend aus Regierungspolitikern unb führenben Persönlichkeiten der tschecho-slowakischen Donau-Dampsschiffahrtsgesellschaft nach Sowjet­rußland abreisen, um über diese Frage zu ver­handeln. Man rechnet, auf diese Weise der Sow­jetunion auch direkten Einfluß auf die mitteleuropäische und südo st eu­ropäische Wirtschaft zu verschaffen.

Paris, 20. Aug. (DNB. Furstspruch.) Die rifer Morgenpresse verzeichnet ostentativ Geste Prags und versucht, in den Ueberfdjriften die völlig irrige Meinung aufkommen zu lassen, daß " ä n d n i s"

gelang ihm aber trotzdem, in den Wagen zu kom­men und ihn in Bewegung zu setzen. Inzwischen hatten die Angreifer die Fenster des Wagens zer­trümmert. Da sich die Tschechen an den Wagen hängten, mußte er stchenbleiben. Rulf sprang aus dem Wagen unb wollte flüchten, wurde aber ein­geholt unb erneut mißhandelt.

Ein dritter Zwischenfall ereignete sich am Kreuz- herrenplatz, wo der subetcndeutsche Parteimann Leopold Fischer sich an einem Verkaufsstand ein Paar Würstchen kaufte. Als er feine Geldbörse herausnehmen wollte, stürzte eine Gruppe von acht betrunkenen Tschechen auf ihn los und schlug ihn zu Boden. Nach dieserHeldentat" verschwanden sie. Die Tschechen waren vorher wegen Trunken­heit aus einem Lokal gewiesen worben.

Prag als Höriger der Sowjets.

Freihafenzone für die Sowjetrussen in Pretzburg!

Preßburg, 20. Aug. (DNB.) Wie bieZeit" aus gut unterrichteten Preßhurgex Wixjr

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Oer Führer in Pommern.

Besuch bei seinen Soldaten auf dem Truppenübungsplatz, tleberall jubelnder Empfang des Führers.

Stettin, 19.äug. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber ber Wehrmacht traf am Freitag zu einem zweitägigen Besuch auf bem Truppenübungsplatz Groß-Born em, um an ben Truppenübungen des II. Armeekorps teilzunehmeü. In ber Begleitung bes Führers be- fcnben sich Reichsleiter Bormann, sowie die persön­lichen Adjutanten, Brigadeführer Wiedemann und Brigadeführer Bormann und die militärischen Ad- utanten, Major Schmundt und Hauptmann Engel.

Der Besuch des Führers auf dem Truppenübungs­platz Groß-Born hatte sich wie ein Laufteuer herum­gesprochen. Schon in den frühen Vormittagsstunden ah man die Einwohner ber umliegenben Stäbtchen unb Ortschaften in langen Zügen zu ben Anmarfch- traßen eilen. Da es sich aber um eine gefechts­mäßige Hebung hanbelte, mar ber hierfür vorge- ehene Abschnitt bes Truppenübungsplatzes herme­tisch abgesperrt.

Der kleine Bahnhof Groß-Dorn war mit Fahnen unb Girlanden festlich geschmückt: Vor bem Bahn- Hof war eine Ehrenkompanie bes Infanterieregi­ments 94 mit Musikkorps unb Spielmannszug, so­wie ber Regimentsfahne aufmarschiert. Am linken Flügel stehen bie unmittelbaren Vorgesetzten bes bie Ehrenkompanie stellenben Truppenteils mit bem Divisionskommanbeur Generalleutnant von F al­te n h o f. Auf bem Bahnsteig erwarten ben Führer unb Obersten Befehlshaber ber Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitfch, ber Oberbefehlshaber ber Heeresgruppe I, Generaloberst von Runbstebt, ber Kommanbierenbe General des II. AK., General der Infanterie B l a s k o w i tz, der Chef des Generalstabes des II. AK., General­major Bieler, und weiter alle Ehrengäste bes Führers, ber Oberpräfibent unb Gauleiter von Pom­mern, Schwebe, sowie ber Kommanbant des Truppenübungsplatzes Groß-Born, Oberst T h o f e r.

Kurz vor 14.30 Uhr wird ber Sonberzug' des Führers gesichtet. Als der Zug einläuft, fetzt der Präsentiermar ch ein. Als erster entsteigt der Füh­rer bem Sonderzug, begleitet von Reichsleiter Bor­mann, sowie einem persönlichen und militärischen Adjutanten. Nachdem der Führer die ihn erwarten­den höheren Offiziere und den Gauleiter von Pom­mern begrüßt hat, schreitet er unter den Klängen bes Babenweiler Marsches die Front der Ehren­kompanie ab, um bann burch bas Lager zum Trup­penübungsplatz zu fahren. Am Eingang stehen bie Lagerwachen als Ehrenwache mit Doppelposten vor Gewehr. Den ersten Teil der Strecke bilden die An­gehörigen der DAF., Abteilung Wehrmacht, die An­gestellten und Arbeiter ber Kommanbantur, Spa­lier. Durch bas gesamte Lager bis hinaus zum Uebungsplatz stehen mit präsentiertem Gewehr bie Solbaten bes Hebungsplatzes, burch beren Spalier der Führer ganz langsam fährt. Die Freude dar­über, daß sie den Führer aus unmittelbarer Nähe sehen dürfen, leuchtet den jungen Trägern unserer Wehr aus den braungebrannten Gesichtern. Das ganze Lager ist von Fahnen geschmückt. Bor ben Unterkünften wehen bie Fahnen ber pommerfchen Stäbtchen, nach benen sie benannt finb. Bei ber Ort­schaft Krangen, außerhalb bes Lagers, stehen zu vielen Hunberten bie Einwohner ber umliegenben Stäbtchen unb Dörfer, bie ihrer Freube unb Begei­sterung jubelnb Ausbruck verliehen, als sie ben Füh­rer sahen. Dor allem ist es bie Iugenb, bie Fähn­chen schwenkenb mit hellen Stimmen bem Führer

General Vuillemin bei einer Lustwaffenübung.

Berlin, 19. Aua. (DNB.) Am Freitagvormit­tag weilte ber Ches Des ©eneralftgbes ber französi­schen Luftwaffe, General Vuillemin, mit Gene­ral b ' A st i e r und den übrigen Herren seiner Be­gleitung auf bem Luftwaffen-Uebungs- platz Zinast, wo er gefechtsmäßigen Vorfüh­rungen von Verbänben ber Lehrtruppen ber Luft­waffe beiwohnte.

Um 9 Uhr startete vom Flughafen Tempelhof ber französische General, mit bem von beutscher Seite Staatssekretär ber Luftfahrt, General ber Flieger Milch, ber Chef bes Generalstabes ber Luftwaffe, Generalleutnant Stump ff unb ber Chef bes Ministeramtes, Generalmajor Bobenschatz, flo­gen. Auf bem Fliegerhorst Barth erwartete der Höhere Kommandeur der Lehrtruppen bie Gäste, die nach Abschreiten der Ehrenformation durch bie Stabt Barth nach bem Luftwaffen-Uebungsplatz fuhren. Auf bem Wege borthin bereitete bie Bevölkerung den französischen Ofizieren einen sehr freundlichen Empfang. Die Vorführungen, bie von ben ftanzösi­schen Gästen vom Beodachtungsstanb bes Luftwaf- sen-Uebungsplatzes verfolgt würben, zeigten gefechts­mäßiges Schießen der leichten und schweren Flak­artillerie, Tiefangriffe der Kampfflieger, sowie An­griffe schwerer Kampfflugzeuge und Sturzkampf­flieger mit scharfem Bombenwurf, sowie die Ab­wehr ber Kampfflugzeuge burch bas Zusammen­wirken von Jagdflugzeugen und Flakartillerie.

Während eines Frühstücks, das im Offiziersheim des Fliegerhorstes Barth eingenommen wurde, hieß der Höhere Kommandeur der Lehrtruppen der Luft­waffen, Generalmajor Förster, General Duil- l e m i n und bie Offiziere feiner Begleitung will­kommen, gab ber Hoffnung Ausdruck, daß die fr an» zöfftchen Fliegeroffiziere durch die Vorführungen einen Einblick in die Arbeit der Lehrverbände ber deutschen Luftwaffe erhalten hätten und trank auf das Wohl der ftanzösischen Offiziere. General V u i l- i Umin sprach in kurzen Worten seine Anerkennung

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Blick durch hohe Arkaden^ die den Ehrenhof nach der Hafenseite umrahmen, hinaus auf Hörn und Förde, ein wundervolles Bild, in feiner Eindring­lichkeit erhöht durch die silhouettenhaft im Hinter­grund emporragenben Helgen unb Hallen ber gro- ;en Werftanlagen. Ein mächtiges, mehrere Meter hohes Staatswappen bes Königreiches Ungarn, flan­kiert von zwei Reichsablern, grüßt von ber Mitte ber Arkaden. Große Flaggenphylonen grenzen ben estlichen Raum ab. Am Hafenufer entlang zieht sich eine Allee hoher Fahnenmasten. Vor der Bellevue* Brücke wird ein über 15 Meter hoher Doppel- phylon, mit bem Hoheitszeichen des Reiches und dein ungarischen Staatswappen gekrönt, stehen. Auch bas Ostufer des Hafens erfährt eine würdige Aus- chmückung, bis hinauf nach Laboe, zum Ehrenmal )er deutschen Kriegsmarine.

Oie HL.-Zührer in Japan.

Tokio, 19. Aug. (DNB.) Die HI.-Führer* Abordnung reifte am Freitag nach $ a m a « n a f a ab, wo sie am See gleichen Namens gemein­schaftlich mit 500 Angehörigen der japanischen Iu- genb ein Zeltlager bezieht. Auf allen Stationen wurde bie HI.-Adordnung in ihren weißen Uni­formen von ber Bevölkerung und Abordnungen der japanischen Jugend herzlich begrüßt. In Pa- manaka fand nach Willkommengrüßen durch die dortigen Deutschen ein Empfang beim Oberpräsi­denten statt.

Die Presse berichtet fortlaufend ausführlich über den Besuch der HJ.-Abordnung in Japan. Zahl­reiche Berichterstatter haben sich in die Umgebung des Fudschijama begeben, um an der Besteigung bes Bergriesen burch bie HI. teilzunehmen, bie am Samstagmittag beginnt.

Steigender Indenschmnggel nach England.

Lonbon, 20. Aug. (Europapreß.) Die steigende Zahl ber vor englischen Polizeigerichten wegen u n=z erlaubten Aufenthalts in Englanb zur Aburteilung fommenben 3 üben hat, wieDaily Expreß" melbet, zu einer planmäßigen Poli­zeiaktion gegen ben immer größeren Umfang annehmenben Schmuggel von Iuben nach Englanb geführt. Wie bas Blatt schreibt, beuten viele Anzeichen barauf hin, baß täglich zahl­reiche Iuben an einsamen Stellen der englischen Küste an Lanb gesetzt wer- d e n. Don biesen geheimen Lanbeplätzen würben bie Iuben bann im Auto nach Lonbon gebracht und hier in kleineren Durchgangslagern mit Geld und Nahrungsmitteln versehen, um dannunterzutau­chen".

Die Weigerung der aufgegriffenen Juden, irgend­welche Aussagen über die Art ihrer Ankunft in England bzw. in London selbst, oder über ihre Durchgangslager zu machen, erschwert, wie bas Blatt betont, in großem Maße bie Aufgaben ber Polizei. Adschließenb erklärt bas Blatt, ber jübische Menfchenfchmugael werbe systematisch unb äugen- scheinlich vom Auslanbe her betrieben. Anscheinenb seien es vor allem belgische Schiffer, bi9 i an biefem sehr einträglichen jübischen Menschen* schmuggel beteiligt seien.

3« Erwartung Horthys.

Berlin, 19. Aug. (DNB.) Der Reichsverweser bes Königreichs Ungarn, S. D. Abmiral Niko* laus Horthy von Nagybanya unb I. D. Frau von Horthy treten am Sonntagmorgen ihre Reise nach Deutschlanb an. In ihrer Begleitung befinben sich der ungarische Ministerpräsident von Jmrsdy, der ungarische Minister des Aeußeren von Kanya, der ungarische Honvedminister Ge­neral der Infanterie von Ratz, ber C!>ef ber Ka­binettskanzlei bes Reichsverwesers Dr. von Jray und ber Chef ber Militärkanzlei bes Reichsverwesers Fclbmarschall.eutnant von Janyi.

An ber beutschen Grenzstation Bruck a. b. Leitha- Bruckneuborf wird der vorher eingetroffene deutsche Sonderzug mit dem ungarischen Gesandten Feld- marschalleutnant S z t o j a y , dem deutschen Gesand­ten in Budapest von E r d m a n n s d o r f f, die Führer des deutschen Ehrendienstes Vizeadmiral Schuster, dem Chef des Protokolls Gesandten Frhr. von Dörnberg, dem Fahrtleiter des 23er- bSibungsftabes des Stellvertreters des Führers, --- Oberführer Stenger, sowie den übrigen Mitgtte- bern bes beutschen Ehrenbienstes bem ungarischen Sonberzug angeschlossen. Gegen Mittag wirb bieser auf bem Westbahnhof in Wien eirttreffen, wo der ungarische Reichsverweser unb Frau v. Horthy von bem Reichsstatthalter in Oesterreich unb grau Seyß-Jnquart, sowie ben führenben Persön­lichkeiten von Partei, Staat unb Wehrmacht emp­fangen werben. Der Reichsverweser wird' eins Ehrenkompanie der Luftwaffe abschreiten unb nach kurzem Aufenthalt bie Fahrt nach Kiel fortsetzen.

Flaggenschmuck.

Berlin, 19. Aug. (DNB.) Auf Anorbnung bes Führers unb Reichskanzlers flaggen aus An­laß bes Besuches S. D. bes Reichsverwesers bes Königreichs Ungarn, Abmiral von Horthy, bie öffentlichen Gebäube für bie Dauer feines 2Iufenc- haltes in benjenigen Stäbten, in benen sich ber Reichsverweser währenb feiner Deutschlanbreise be- finbet. Außerbem flaggen bie öffentlichen Gebäude in ben Ortschaften, bie an ben vom Reichsverweser befahrenen Eisenbahnstrecken liegen, am Tage bec Durchreise. Auf allen öffentlichen Gebäuben und Plätzen, bie Empfangs- ober Abschiebszwecken bienen, kann neben ben von Reichs wegen vorgesehenen Flaggen bie ungarische Flagge gesetzt werben. Die Bevölkerung ber in Betracht fommenben Ortschaften wirb gebeten, an ben Tagen bes Besuches ober ber Durchreise bie Reichs- unb Nationalflagge zu zeigen.

Kiel int Festschmuck.

Kiel, 19. Aug. (DNB.) Der Reichsverweser bes Königreiches Ungarn, Abmiral von Horthy, wirb mit seiner Gemahlin auf feiner Deutschland- reife die deutsche Kriegsmarinestabt Kiel besuchen. Der Stapellauf eines neuen Kreuzers, dessen Taufe bie Gattin des Reichsverwesers voll­zieht, wirt)« als sichtbare Bekundung der herzlichen deutsch-ungarischen Freundschaft im Mittelpunkt bes Besuches stehen.

Unzählige Hände sind schon am Werk, um den Straßen und Plätzen der im neuen Deutschland zu größerer Blüte wiedererstandenen Stadt ein fest­liches Gewand zu verleihen. Die Halle bes Haupt- bahnhoses wirb durch einen riesigen Flaggenbalda­chin in ein leuchtenbes, von ben Farben des Dritten Reiches und bes Königreiches Ungarn beherrschtes Bild verwandelt. Der große, repräsentative Platz vor bem Hauptbahnhof wirb zu einem Ehrenhof ausgestaltet, auf bem bas ungarische Staatsober­haupt bie Front ber Ehrenkompanien abschreiten wirb. Beim Verlassen des Bahnhofsportals fällt der

nicht unterdrücken, daß dieses tschechische Verfahren etwas seltsam" anmutet und stimmt bem zu, baß es sich wohl nur um eineerste Genugtuung" seitens ber Tschechen hanbeln könne. Die Tatsache, baß Lorb Runciman unb nicht bie Regierung bie Ernennung beutscher Beamter angefünbigt habe, beweise, daß diese Maßnahme auf Wunsch R u n c i m a n s von der Regierung ergriffen wor­ben fei.

3mmer Wieder Gewalttaten gegen Deutsche.

Zwischenfälle in Komotau.

Prag, 20. Aug. (DNB.) Von einer Beruhi­gung ber Lage im subetenbeutschen Gebiet ist trotz ber sehr ernsten Vorstellungen seitens der Sudeten­deutschen Partei bei Prager verantwortlichen Stellen bis jetzt noch nichts zu bemerken. Im Gegen­teil, es sind fortwährend weitere Reibereien und Angriffe auf Sudetendeutsche festzustellen. Die Spannung im nordwestlichen Böhmen, bie jüngst erst zu den B r ü x e r Ausschreitungen geführt hat, hat jetzt in Komotau zu neuen Zwischenfällen geführt. Gegen 21.30 Uhr ging bas SDP.-Mitglied Emil Siegel spazieren, als ihm sechs bis sieben Zivilisten entgegenkamen. Siegel bat einen aus dieser Gruppe um Feuer. Plötzlich wurde er nie­dergeschlagen und mit Faustschlägen und Fußtritten bearbeitet. Er brach bald danach, nach­dem die Angreifer von ihm abaelassen hatten, ohn­mächtig zusammen. Später wuroe er von Passanten aufgefunden, die ihn in bas Krankenhaus schaffen ließen, wo eine Gehirnerschütterung und zwei stark blutende Kopfverletzungen festgestellt wurden.

In einer Wirtschaft wurde gegen den Chauffeur Julius Rulf eine völlig betrunkene tschechische Ge­sellschaft ausfällig. Um eine Auseinandersetzung zu vermeiden, verließ Rulf das Lykal. Als er in seinen Wagen stieg, rissen ihn die Tschechen, die ihm ge-

Selbst wenn man bie von ben Tschechen als große Tat aufgebauschte Ernennung einiger weniger Post- oorftänbe unb bie noch nicht einmal fest zugesagte Einsetzung beutscher Beamter in bie politische Ver­waltung als ein wirkliches Entgegenkommen zu ben subetenbeutschen Forberungen werten wollte, wäre bamit lebiglich eine Voraussetzung zur Ein­leitung ber notwenbigen 23ef rtebung geschaffen. '

Die Prager Regierung hatte schon im Februar 1937 in feierlicher Form Versprechungen abgegeben, baß bie im Laufe ber bis bahin seit ber Staats- grünbung vergangenen Jahre ben Subetenbeutschen wiberfahrenen schweren Benachteiligun­gen auf. bem Gebiete ber Aemterbefetzung bereinigt würben. Es ist bekannt, wie ungenü- genb biefes Versprechen eingehalten würbe. Sv be­grüßenswert beutsche Postvorstänbe in bis zu 80 Prozent unb mehr beutschen Orten sein werben, so handelt es sich bei deren Einsetzung dach nur um eine Selbstverständlichkeit, wobei zu be­merken ist, daß ber beutsche Postvorstanb in jebem Falle mit einem noch überwiegend tschechischen Dienstpersonal arbeiten muß.

Die Beamtenfrage ist für bas Subeten- beutschtum zwar wichtig, aber es kann sich in ber heutigen Lage nicht lebiglich um einige Beamten- poften hanbeln, fonbern vor allem um bie Anerken­nung bes Grundsatzes und seiner darauf erfolgenden wirklichen Anwendung, da bas Subetenbeutschtum auch auf biefem Teilgebiet ben berechtigten Anspruch auf Verwaltung burch beut« s ch e Beamte in seinem Gebiet unb in allen Kategorien hat.

Konzessions-Schulzen.

Die tschechische Regierung überrascht bie Welt mit ber freudigen Mitteilung, baß bemnüchst im Be­reich ber Postoerwaltung sieben unb im Bereich ber Jnnenverwaltung ganze zwei höhere Derwaltungs- stellen Subetenbeutschen anvertraut werben sollen. Wir wollen nicht bie Frage aufwerfen, ob bie zu ernennenden Beamten als Vertreter ber subetenbeut­schen Bevölkerung angesprocheü werben können es genügt völlig bie Randbemerkung, daß bie Selbst­verwaltung ber Subetenbeutschen nach eigenem Recht nicht mit .einigen Konzessions- Schulzen erreicht ist. Während ber tschechische Ministerprüsibent noch von diesen KonzessioNs- Schulzen spricht, um bas berühmte Fähnchen bes noch berühmteren guten Willens herauszuhängen, tobt sich die tschechische Verwaltung in Schikanen aus. Ein Beispiel: Ein Ortsleiter ber Sudeteybeut- schen Partei hat ein Schabenfeuer zu beklagen, bas seine Scheune einäschert. Angesichts ber damit ge­gebenen Schwierigkeiten bei ber Einbringung sei­ner Ernte ersucht er um Aufschub seiner Waffen­übung. Das Gesuch wirb abgewiesen. Er will nun Ernteurlaub haben unb braucht bazu die rein tat­sächliche Bescheinigung ber Tatsache biefes Schaben­feuers. Die tschechischen Behörben stellen ihm einfach biefe Bescheinigung nicht aus. Man sieht, in ber Tscheche! geht nach wie vor bie Schikane noch vor ben Konzessions - Schulzen!

Elwas seltsam".

Auf Wunsch Runcimans?

zujubelt. Auf bem restlichen Teil ber Strecke bi Iben bie Panzerschützen in ihrer schmucken Uniform mit ben charakteristischen Mützen Spalier.

Der für bie Hebung bes Freitags vorgesehene Ab­schnitt bes Truppenübungsplatzes ist ein gerabezu ibeales Gelände. Leichte Bodenerhebungen wechseln mit flachen Mulden, durchsetzt von dichtem Unter­holz und mit verelnzelten Busch- und Baumgruppen und eingefaßt und durchzogen von dichtem Tannen­wald. Nachdem ber Führer auf einem bas Gelanbe deherrschenben Hügel eingetroffen ist, steigt am hohen Mast bas gelbrote Warnzeichen empor, bas anfünbigt, baß gefechtsmäßige Hebungen stattsinbey.

Der heuttgen Hebung liegt bie Annahme zu- grunbe, baß ein Infanterieregiment auf bie stark befestigte Hauptkampflinie bes Feinbes gestoßen ist, bie unter Zuhilfenahme schwerer Angriffswaffen ein­gebrückt werben kann. Nachdem die schwächste Stelle des Gegners erkundet ist, greift bie schwere Artil­lerie ein, und deutlich sind auf dem rechten Flügel bie Einschläge zu erkennen. Nach einem Vorberei- tungsföuer verstärkt sich ber Einsatz ber Artillerie. Unter ihrem Schutze gehen bie Schützen staffelweise auf bem rechten Abschnitt vor. Aus einem ben Ab­schnitt begrenzenden Waldsaum empfängt Jie heftige Abwehr schwerer MGs. Die Schützengruppen ge­raten ins Stocken unb können ihren Vormarsch erst wieber aufnehmen, als die Artillerie eine schützende Nebelwand vor sie gelegt hat. Der Angriff auf bem rechten Ufer gelingt. Dagegen stößt ber.linke Flü­gel ber Bataillone auf heftigen Wiberstanb, so baß bie Frontlinie verlagert unb ber burchstvßende rechte Flügel burch schweres Flankenfeuer bedroht wirb. Durch Jnfanterieschützen unb inbirettes Feuer schwe­rer MGs. werben bie Stellungen bes Feinbes ange­griffen, bie aber erst aufgegeben werben, als sie unter schweres Artilleriefeuer genommen werden, das nun die ganze Front bes Abschnittes entlang rollt.

Den Höhepunkts erhält bie Hebung, als aus einem Walbeinschnitt ein Panzerangriff auf ben linken Flügel erfolgt, bem Panzerabwehrkanonen unb bas konzentrierte Feuer ber Jnfanterieschützen unb ber Artillerie ein vorzeitiges Ende bereiten. Mit Hurra rollen bie Schützen bie feinbliche Kampflinie auf. Dann sinkt bas Sperrzeichen: bie Hebung ist 6e= enbet.

Die beteiligten Truppen rücken in bie Unterkünfte. Die Bewohner ber umliegenben Dörfer unb Stäbt- .chen außerhalb bes Geländes haben auf ben Zu­fahrtsstraßen lange ausgeharrt, um ben Führer noch einmal zu sehen unb ihm ihre Liebe unb Verehrung zu bekunden.

Nach Beendigung ber Hebung verweilte der Füh­rer mit ben Ehrengästen bes Heeres einige Stun­den im' Kreise der Offiziere unb Beamten bes Trup­penübungsplatzes. Am Abenb fanb bann am Offi­ziersheim mit bem Blick auf ben herrlichen Piel- burger See ber Große Zapfenstreich vor bem Ober­sten Befehlshaber ber Wehrmacht statt, an bem sechs Musikkorps, zwei Trompetetkorps unb sämt­liche Spielleute, sowie drei Infanteriekompanien als Fackelträger teilnahmen.

Anschließend nahm der Führer ben Vorbei­marsch der am Großen Zapfenstreich beteiligten Mu­sikkorps ab. Bei der Abfährt vom Truppenübungs­platz bereitete die Bevölkerung von Groß-Born dem Führer zu mitternächtlicher Stunde erneut begei­sterte 'Kundgebungen.

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