Ausgabe 
20.8.1938
 
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auf die nationalen Stellungen von Zc in der Nacht zum Freitag und am F:

Wetter.

gewidmet, die mit wahrhaft künstlerischen Leistungen' aufwartet. Die Reichspflanzen- und Saatgutschau, (früher Reichsgartenbaumesse), die ebenfalls erfreu­lich stark beschickt ist, gibt einen Querschnitt durch die Vielgestaltigkeit und den hohen Stand des deutschen Gartenbaues und die hervorragenden Leistungen der

Vorhersage für Sonntag: Wechselnde Bewölkung mit einzelnen, teilweise gewittrigen Nie- derschlägen bei lebhaften Winden aus West bis

Dem Auge das Beste!

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Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauvtschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (in Urlaub), i.V.: Ernst Blum- schein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (in Urlaub). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theod. Kümmel. D.A. VII. 38 : 9034. Druck und Verlag: Brühlsche Univerfitätsdruckerei R.Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu- strierten 15 Pf. mehr. Einzelverkausspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 ___ gültig.

deutschen Erwerbsgärtner.

Ausstellung100 Jahre Slaatsbahn" in Braunschweig.

nehmlich autartische Ziele habe, wobei man auf amerikanischer Seite allerdings übersieht, daß diese autarkischen Ziele" ja nicht mutwillig von Deutsch­land aufgestellt worden sind. Wenn Brinkmann er­kläre, daß er Rohstoffe hier kaufen möchte, so be­grüße das Amerika. Es fei der Ansicht, daß man zu diesem Ziel schon vor Jahren hätte kommen kön­nen, wenn eine Einigung über die zugrunde lie­genden Handelsmethoden möglich gewesen wäre. In der Lage, in der A m e r i k a sich befinde, sei es so gut wie unmöglich, zweiseitige Han­delsabmachungen zu treffen, denn ein Land lege Wert auf diese, ein anderes auf andere Güter und Amerika würde dann weder wissen, welche Zoll­politik es verfolgen solle, noch in welcher Form es für die gelieferten Waren Bezahlung erhalten könne. Es fei anzunehmen, daß das Angebot darauf hin­ausgehe, in der gleichen Weife, wie Deutschland das in gewissen, lateinamerikanischen Ländern getaü habe, die Erzeugnisse zum Teil mit Waren zu bezahlen. Hierüber könne nicht ohne weiteres etwas gesagt werden, sondern es bedürfe dazu ge­nauerer Angaben.

Hüll machte seine Ausführungen in durchaus freundschaftlichem Ton. Er erklärte, daß er die Wünsche Brinkmanns in vollem Umfange teile. Die Bemerkung, daß man genauere.Einzelheiten hallen müsse, deutet an, daß der Vorschlag nicht grundsätz­lich abgelehnt wird.

NGS. In einer Feierstunde im Römer wurden Reichskulturwalter Myraller, Professor Dr. Ni ess en (Köln) und dem Sachbearbeiter in der Reichstheaterkammer Kühnly, für ihre Verdienste um das Theater der Stadt Frankfurt die silberne bzw. bronzene Ehrenplakette der Stadt d?s deutschen Handwerks verliehen. Der Oberbürgermeister gab einen Querschnitt durch das Kulturschaffen der Stadt Frankfurt. Die Verleihung der silbernen Ehrenplakette an Reichskulturwalter M o r a l l e r bedeute Anerkennung und Dank der Stadt für die Bemühungen des Reichskulturwalters um die Römerbergfestspiele. Prof. Dr. N i e s s e n (Köln), der die bronzene Ehrenplakette erhielt, wurde da­mit der Dank der Stadt für den vorbildlichen Auf­bau und die wissenschaftliche Beratung für dieAus­stellung des deutschen Freilichttheaters" im Karme- liter-Klost-er zuteil. Dem Sachbearbeiter in der Reichstheaterkammer, Kühnly, wurde die bron­zene Ehrenplakette verliehen zum Dank für seine Verdienste beim Zustandekommen des Gastspieles der Frankfurter Oper in Bukarest und dem daraus entstandenen Theateraustausch zwischen der rumäni­schen Hauptstadt und der Stadt des deutschen Hand-

Coburg, 20. Aug. (DNB.) Zu Beginn der gestrigen Schlußsitzung im Schloß Ehrenburg gab der Präsident der CJP., NSKK.-Obergruppenführer Herzog von Coburg, folgendes Telegramm des Stellvertreters des Führers bekannt, das mit größtem Beifall ausgenommen wurde:

Der Tagung des Exekutivausschusies der per­manenten Internationalen Frontkämpferkommis- fion übermittele ich kameradschaftliche Grüße und beste Wünsche für das Gelin­gen ihrer Arbeit. Mit vereinten Anstrengungen haben die Frontkämpfer aller Länder mitgewirkt, daß die Anschläge, die in den letzten Jahren auf den Frieden der Völker unternommen worden sind, zum/ Wohle der Völker ohne Erfolg blieben. Ich bin überzeugt, daß gleiche Anstrengungen der Frontkämpfer auch in Zukunft zu ihrem Teil beitragen werden, den Frieden zu bewahren.

heil Hitler!

Rudolf h e ß."

Nach Erledigung interner Fragen brachte der Vize­präsident der Vereinigung deutscher Frontkämpser-

Bei lebendigem Leibe verbrannt.

Ein Unglücks fall, der sich auf spanischem Boden in unmittelbarer Nähe der französischen Grenze ereignet hat, wirft wieder ein bezeichnendes Licht auf die französischeNichteinmischungspolitik". Ein französisches Benzintankauto, das mit Brenn- - ftoff gefüllt war und in der Nähe des spanischen Ortes Matara Halt gemacht hatte, wurde von einem zweiten französischen Benzintankwagen gerammt, wobei beide Fahrzeuge in Flammen aufgingen.

Nur einer der Fahrer konnte mit schweren Brand­wunden gerettet und ins Krankenhaus von Matara gebracht werden. Der Fahrer des anderen Wagens und die zwei Beifahrer verbrannten bei leben­digem Leibe. Bei allen vieren handelt es sich um französische Staatsangehörige.

Jugoslawisches Gebirgsdorf eingeäschert.

Unweit der albanischen Grenze brannte das Gebirgsdorf Kukuljane bei Prizren vollständig nieder. Das Feuer verbreitete sich mit Windeseile nach allen Seiten. Da es in dieser karstigen Gegend kein Wasser zum Löschen gibt, brannten alle 60 Häuser bis auf die Grundmauern nieder. Verluste an Menschenleben sind nicht zu beklagen. Das Vieh befand sich glücklicherweise auf den Almen.

6 Tote, 45 Verletzte bei einer Schießerei in Mexiko.

Zwischen den im Staate Mexiko liegenden Far­men San Andres Timilpa und Mado kam es zu einer Auseinandersetzung, die in eine schwere Schießerei ausartete. Als Opfer des Feuerge­fechtes waren insgesamt sechs Tote und 45 Ver­letzte zu verzeichnen.

Wetterbericht

Trotz der lebhaften vom Atlantik ausgehenden Wirbeltätigkeit und dem starken Luftdruckfall konnte sich am Freitag bei uns heiteres und bei lebhaften Südweftwinden auch warmes Wetter behaupten. Eingedrungene Meeresluft hat inzwischen jedoch unter Druckanstieg unbeständige Witterung gebracht, die vor allem in Norddeutschland schon zu Regens

Amerikas Handelspolitik »der einzige Weg

Außenminister Hüll zur Rede des Staatssekretärs Brinkmann.

Frontkämpfer sind für den Frieden!

Sruß vom Stellvertreter des Führers.

Auf der Essener Reichsgartenschau wurden zwei Sonderausstellungen eröffnet: die Reichspflan - zen - und Saat gutschau und die August- Blumen-Sonderschau. Ein Rundgang durch die beiden Sonderschauen übertraf alle Erwartun­gen. In ungeahnter Pracht und Fülle bot sich die Blumensonderschau mit ihren Meisterschöpfungen neuester deutscher Blumenzüchtung dem Auge dar., . -.

Ein- besonder- Abteilung ist der Blum-nbind-kunlt ^Lufttemperaturen am 19. August: mittags 25,3 Grad Celsius, abends 17,7 Grad: am 20. August: morgens 14,8 Grad. Maximum 26 Grad, Minimum heute nacht 11,9 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. August: abends 20,1 Grad; am 20. August: morgens 16 Grad Celsius. Sonnen- scheindauer 12 Stunden.

Washington, 19. Aug. (DNB.) Außenmini- ter Hüll erklärte in der Pressekonferenz, über die Rede des Staatssekretärs Brinkmann vor der Amerikanischen Handelskammer in Berlin befragt, er würde nichts mehr begrüßen, als eine Der- tärkung der deutsch-amerikanischen Handelsbezie­hungen und eine Rückkehr zu dem intensiven Wa­renaustausch, der in der Vergangenheit für beide Länder so außerordentlich nützlich gewesen sei. Die amerikanische Regierung habe diesem Problem seit langer Zeit sorgfältige Aufmerksamkeit gewidmet, habe jedoch bisher keine Methoden gefunden, um eine für beide Teile befriedigende Lösung herbei­zuführen.

Für das deutsche System, mit anderen Län­dern einen Warenaustausch zu verabreden, könne er sich allerdings nicht erklären. Deutsch­lands Handelspolitik basiere seiner Ansicht nach auf der sicheren Führung zwischen den einzelnen frem­den Ländern und mache dadurch den dreieckigen, ober vielseitigen Warenaustausch unmöglich. Ame­rika sehe dagegen in seiner Handelspoli­tik den einzigen Weg, um allmählich die Handelsschranken in der Welt abzubauen und zu verstärktem Warenaustausch zu gelangen.

Eine weitere Schwierigkeit besteht nach Ansicht des Staatsdepartements darin, daß Amerika im freien Wettbewerb mit anderen Ländern feinen Außenhandel fördere, während Deutschland vor-

Ieckeln sowie die übrigen Ehrengäste einen Rund­gang durch die Schau, auf der auch ein KdF.» Wagen gezeigt wird. i

Unglücksfahrl des Donkofaken-Ehors.

In der Nacht zum Samstag ereilte den berühm­ten Don-Kosaken-Chor, der sich in einem Omnibus auf der Fernverkehrsstraße von Bad Neuenahr nach Bad Ems begeben wollte, zwischen Weißenturm und Urmitz-Bahnhos ein schweres Unglück. Der Fahrer des Omnibusses wurde von einem entgegenkommenden Lastzug geblendet und steuerte zu weit nach links, so daß der Omnibus gegen einen Baum prallte. Von den 40 In­sassen erlitten 13 schwere und 10 leichte Ver­letzungen. Der Omnibus wurde völlig zertrüm­mert. Das Unglück ist um so bedauerlicher, als der Chor in der nächsten Woche zu einer Fahrt nach Amerika ^verpflichtet war. Die Verletzten wurden in die Krankenhäuser nach Neuwied und nach Koblenz gebracht.

Jnlernationale Briefmarkenfälfcher verurteilt.

Eine Große Strafkammer des Landgerichts Mün­chen verurteilte vier Mitglieder einer internationa­len Briefmarkenfälscherbande, und zwar die Angeklagten Joan G j u r i s und Ivo Hein» r i ch zu je drei Jahren Gefängnis, Slavko Deucht zu einem Jahr und Nikola M i r k o v i t ch zu sechs

in der Nacht zum Freitag und am Freitag zuruck- aewiestn. Ein feindlicher Angriff südöstlich von Cabeza del Buey wurde gleichfalls zurückgeschlagen. Das Kriegsmaterial, das dem Feinde in diesem Abschnitt in den letzten Tagen abgenommen wurde, umfaßt 50 automatische Masten, 1530 Gewehre, 8 Minenwerser, über eine Million Schuß Gewehr­munition, mehrere tausend Handgranaten und mehrere tausend Schuß Artilleriemunition.

Im Verlaufe eines Luftkampfes haben die natio­nalen Flieger am Freitag vier feindliche Flugzeuge abgeschossen. Auf nationaler Seite wurden keine Flugzeuge verloren.

Am 17. August haben die nationalen Flieger die militärischen Ziele im Bahnhof von Ampolla Mit Bomben belegt. In der Nacht zum 18. August wurden militärische Ziele in den Bahnhöfen von Dendrall, Sitges und Ampolla angegriffen und in der Nacht zum 19. August die Kriegsmaterialfabrik von Blaues bombardiert, die zerstört wurde.

Nach einer Reutermeldung aus Barcelona ist der im Hafen von Dalcarca liegende bri­tische DampferS t a n d r o ck" von Flie­gerbomben getroffen worden. Das Schiff ist gesunken. Verletzte gab es nicht.

kommen. f . c»

Im Kampfabschnitt des S a l a d a - B e r g e s an der Front von Valencia haben die nationalen Truppen eine kühne Operation durchgeführt und die Pina Juliana, Zoma Redonda und eine andere wichtige Stellung besetzt. Kurz dsmach hat der Feind diese Stellungen wiederholt heftig angegriffen, er wurde aber in glänzender Weise zurückgeschlagen; dabei wurden ihm erhebliche Verluste. beiaehracht. Am Freitagabend haben die nationalen Truppen das gesamte Massiv von Pina Juliana erobert und beim Durchschreiten der Schlucht Resinero dem Feind eigen Verlust von 300 Mann beigebracht. Von den nationalen Truppen wurden hierbei 153 Gefangene gemacht, 10 Maschinengewehre, über 200 Gewehre und eine größere Menge Munition erbeutet.

Im Kampfabschnitt van Cabeza del Buey wurden ebenfalls mehrere feindliche Gegenangriffe ...... ~ " Warzas Capilla

Schweden kam mit einem sorgfältig durchgearbeite­ten FilmEin F r a u e n a n t l i tz" zu Wort, ein Werk von hohen Qualitäten, das in der Photo­graphie manche ausgezeichnet gelungene Szene zeigte. Das Stück, in der Durchführung etwas zu weitschweifig, basiert gänzlich auf dem Dialog. Wenn das Stück trotzdem großen Beifall errang, so ist das in der Hauptsache der packenden Darstellung von Ingrid Bergmann zu danken, die stärkste Begabung verrät.

DKK. berichtet über die Vorführungen auf der Internationalen Filmkun st schau in Venedig: Zu dem deutschen FilmFahrendes Volk" war eine weitaus größere Besucherzahl als sonst erschienen. Das starke Interesse für diesen deut­schen Film war wohl in erster Linie Hans Albers zuzuschreiben, der auch in Italien in die Reihe der Filmlieblinge eingerückt ist. Dazu kam das allge­mein interessierendes Thema des Filmes, auch war man gespannt, ein deutsches Filmwerk unter der Spiel­leitung des erfolgreichen Regisseurs Jacques Fey - d e r zu sehen. Der starke Beifall bewies, daß sich das Publikum in feinen Erwartungen keineswegs getäuscht sah, sondern von dem schmissigen und in­teressanten Film äußerst befriedigt wurde. Neben Hans Albers gefiel besonders Fran?oife R o s a y in der eindrucksvollen Rolle der Tigerbändigerin und Hannes Stelzer, der sich als ein ausgezeichneter Schauspieler erwies. Eine sehr gute Aufnahme fand auch der Ufa-KulturfilmSchnelle S t r a- ß e n", der durch eine Dergleichsfahrt auf gewöhn­lichen Straßen die gewaltigen Vorteile aufzeigt, die sich durch das Reifen auf den Reichsautobahnen für .den Kraftwagenfahrer ergeben. In glücklicher Weife ist die Verbinduna der aufklärenden technischen Er­läuterungen mit schönen Aufnahmen der deutschen Landschaft gelungen. Mit Erfolg wurde auch der deutsche Kulturfilm der TobisGefiederte Strandgäste an der Ostsee" vorgeführt, der ein interessantes Bild vom Leben der reichen Voqel- welt gibt, die sich an den Küsten der deutschen Ost­see niederläßt. Der amerikanische FilmT h e rage of Paris" mit Danielle Darrieux und dem jungen Douglas Fairbanks besitzt außer einer sauberen Photographie eigentlich keinerlei Eigenschaften, die ihn aus dem gewöhnlichen Durch­schnitt herausheben.

Reichskulturwalter INoraller erhält die silberne Ehrenplakette der Stadt Frankfurt.

verbände, ^-Brigadeführer H u m a n - Hainhofen, den Dank an die ausländischen Delegierten für ihr Erscheinen und für ihre Mitarbeit zum Ausdruck. Er betonte, daß die Frontkämpfer auch weiter einsatzbereit seien, einen Krieg zu ver­hindern, und richtete abschließend Grütze an alle Frontkameraden der Länder der Delegierten.

Den herzlichen Dank der ausländischen Front­kämpfer an den Herzog von Goburg und an die deutschen Kameraden brachte der belgische Präsident de Praetere zum Ausdruck unter besonderer Be­tonung der Kameradschaft und Offenheit der Co­burger Tagung/ Deutschland habe hier einen sehr schönen Beweis geliefert zu den Bestrebungen der Frontkämpfer für Verständigung und Annäherung der Völker.

Abends sand ein Abschiedsessen im Rittersaal der Feste Coburg statt. Hierbei erhob der Herzog sein Glas auf das Wohl der Staatsoberhäupter und der Länder aller Delegierten. Den Trinkspruch erwiderte namens der ausländischen Frontkämpferführer der englische Delegierte Oberst C r o ß f i e l d.

Von Coburg aus machen die Delegierten eine Fahrt nach Mainz, von wo aus sie mit dem Dampfer nach Köln fahren. Von dort aus treten sie dann die Heimreise an.

Monaten Gefängnis. Die Fälscherbande, die aus Zagreb stammt, hatte den Versuch unternommen, an einen Münchner Briefmarkenyändler türkische Briefmarken für 560 RM. zu verkaufen, die sich als Fälschungen herausstellten. Sie hatten schon vor­her in Dresden, Leipzig, Berlin, Bremen, Hanno­ver, Essen, Düsseldorf, Köln, Frankfurt und Nürn­berg ihre Falsifikate abgesetzt und dabei insgesamt 3000 RM. vereinnahmt. Die Markenblacks, die sie verkauften, wurden von der türkischen Postbehörde nie verausgabt.

Jüdische Rasfenfchänder.

Vor kurzem wurde in-Hamburg der jüdische Rechts- anmalt Dr. Manfred Heckscher, der häufig jüdische Rassenschänder vor Gericht verteidigte, wegen Rassenschande festgenommen. Nunmehr gelang es der Hamburger Kriminalpolizei, auch sei­nen Bruder, den Rechtsanwalt Dr. Cäsar Heckscher, der gleichen Straftat zu überführen. Auch er hat wie sein Bruder jüdische Rassenschänder in ihren Strafprozessen vertreten.

Drei Kinder in den Flammen umgekommen.

Auf einem Bauernhof in Süd-Estland ereignete sich ein Brandunglück, dem drei Menschenleben zum Opfer fielen. Der Brand entstand beim Dre­schen durch Funken aus einer Lokomobile. Infolge der Dürre und des starken Windes verbreiteten sich die Flammen mit großer Schnelligkeit und vernich­teten die Gebäude des Bauernhofes. In der allge­meinen Verwirrung hatte die Frau des Hofpächters vergessen, daß sie ihre drei Kinder im Alter von , zwei his fünf Jahren in eine Scheune schlafen gelegt hatte. Die drei Kinder fanden den Tod in den Flammen.

R o m , 18. Aug. (DNB.) Eine neue- aufschlußreiche Statistik über die zahlenmäßige Verteilung der Juden auf die verschobenen Berufe, veröffent­licht(Saniere Padano". Danach sind von rund 48 000 Juden in Italien 15 000 (31,4 v. H.) Kauf­leute und Handelstreibende, 11 000 (23,1 v. H.) An­gestellte und Beamte, 4724 (9,9 v. H.) Angehörige freier Berufe sowie 4170 (8,7 v. H.) von unbekann­tem Beruf. Dagegen sind nur 2460 (5,1 v. H.) Hand­arbeiter, 731 (1,5 v.H.) Gewerbetreibende, 327 (0,7 v.H) in der Landwirtschaft Tätige, 246 (0,5 v.H.) Offiziere und 87 (0,2 v. H.) Soldaten.

Wie man sieht, gleicht auch in Italien die Ver­teilung der Juden auf die einzelnen Berufe der in anderen Ländern: Viele Handeltreibende, aber wenig Handarbeiter und fogut wie keine Soldaten.

Kunst und Wissenschaft.

Reue deutsche Erfolge auf der Filmkunstschau in Venedig. Auf der Internationalen Filmkunst- s ch a u in Venedig fand die Welt-Uraufführung des Tobis-FilmesVerwehte Spuren" statt. Die Handlung spielt "1867 während der ersten Pariser Weltausstellung. Kristina So ed er b äum spielt die Rolle einer unglücklichen Tochter mit ergreifendem Ausdruck. Der Regisseur Veit Harlan gab der Handlung großartigen Schwung. Don den übrigen Gestalten ist Friedrich K a y ß l e r , der Präfekt von Paris, die eindrucksvollste Leistung. Die Freiucht- aufführung imGarten der leuchtenden Brunnen wurde mit starkem Beifall ausgenommen. Mit gu­tem Erfolge wurde auch der deutsche Kulturfilm Riemenschneider, der Mei st er von Würzburg", ausgenommen, der in wundervoller Plastik und äußerst glücklich gewählter Zusammen­stellung ein Bild vom Schaffen des großen Bild­hauers in einer der reichsten Epochen der deutschen Kunstgeschichte vermittelt.

Die mexikanische Filmkunst stellte sich mit dem in jeder Beziehung sehr gut gelungenen FilmAlla en el Rancho vor. Im Rahmen einer flotten Handlung ergibt sich reichlich Gelegenheit, urwüchsige mexikanische Musik hören zu lassen, die' im 23ere-m mit den malerischen Volkstrachten der Darsteller dem Film einen einheitlichen und ganz van der Volks­eigenart Mexikos erfüllten Charakter gibt. Der Spielfilm fand ungeteilten Beifall. In ein eigen­artiges Milieu führte der ftanzösische Film e fängnis ohne Gitter". In dem Film sind es die Erziehungsmethoden der alten und der mo­dernen Zeit, die bei der Schilderung des Lebens in einer Besserungsanstalt für Mädchen scharf auf­einanderprallen. Es spricht für den Film, daß das Publikum im Laufe des Geschehens in spontanen Beifall ausbrach. Der Film wendet sich unmittel­bar an das Gefühl; daher der starke Eindruck, den der Film machte. Carinne Luchaire und Annie Ducaux waren die fceiöefl HauML.rWlexinnen.

In Braunschweia eröffnete der braunschweigische Ministerpräsident Klagges die Ausstellung100 Jahre Staatsbahn"Land zwischen Harz und Heide". Er schilderte, mit welchen Widerständen der Schöpfer der ersten deutschen Staatsbahn, Philipp August van Arnsberg, zu kämpfen hatte. Mit dieser Ausstellung stehe man an einem Wendepunkt wie vor 100 Jahren, denn heute werde mit dem Bau der ReichswerkeHermann Göring" und der Volkswagensabrik ein neues Aufblühen der Wirtschaft eingeleitet. Nach der Eröffnung unternahmen Ministerpräsident Klagges, Gene­ral ter Flieger FelmrL tt/Osiergruppenfutzrer

Sowjetspanische Niederlage am Ebro.

Lebhafte Tätigkeit der nationalen Flieger.

Salamanca, 20.Aug. (Europapreß.) Das na­tionale Hauptquartier erklärt in dem in der Nacht zum Sanlstag von ihm ausgegebenen Heeresbericht:

Am Freitag haben die nationalen Truppen im Ebro- Abschnitt den sowjetspanischen Milizen eine schwere Niederlage beigebracht. Die nationalen Truppen haben Stellungen von großem m il i t ärif ch e n Wert besetzt. deren Verlust die ohnehin schwierige Lage der Sowietspamer noch schwieriger gestaltet. Der Feind hat mehrere tausend Mann und wertvolles Kriegsmaterial verloren. Die nationalen Truppen haben einige hundert Gefan­gene gemacht; ihre endgültige Zahl kann zur Stunde noch nicht festgeftellt werden, da dauernd neue @e= fangenen-Transporte aus dem Kampfabfchnitt an-

Aus aller Welt.

Die Ozeanflieger bei Reichsminifter Dr. Goebbels.

Reichsminister Dr. Goebbels empfing die Mannschaft des Focke-WulfCondor", Flugkapitän Henke, Hauptmann von Moreau, Ober- funkmaschimst D i e r b e r g und Oberflugzeugfunker Kober. In einer längeren Unterredung berichteten die Flieger dem Minister von ihrer Ozeanüber­querung. Dr. Goebbels sprach jedem einzelnen der Flieger seine besondere Anerkennung aus.

Amerikanerinnen besuchen die Reichsfrauenführung.

Sieben amerikanische Dozentinnen, Lehrerinnen und Frauen aus sozialen Berufen haben, wie die NSK. meldet, der Reichsfrauenführung einen Besuch abgestattet. Die Amerikanerinnen be­finden sich auf einer Europareife, die sie über Pa­ris, Rom und Istanbul nach Berlin führte. Sie be­sichtigten im Hause der Reichsfrauenführung die ständige Ausstellung des Deutschen Frauenwerks und erhielten Aufschluß über den Aufbau der deut­schen Frauenarbeit, für die sie sehr großes Interesse Zeigten.

Teilnehmer am Internationalen Gartenbankongreß in Frankfurt.

In Frankfurt a. M. trafen über 100 Teilnehmer des 12. Internationalen Gartenbau- kongresses ein. Die Gäste wurden im Palmen- garten' von Gartenbaudirektor fromme begrüßt. An einen Rundgang durch die vorbildlichen An­lagen schloß sich ein Empfang im Rathaus durch Stadtrat Dr: Müller an, der den Gästen ein Bild von der Entwicklung und Gestaltung des Gar­tenbaues in Frankfurt, der feinen Ursprung bis ins frühe Mittelalter zurückführen kann, vermittelt. Heute find in Frankfurt etwa 52 000 Haus- und Er­werbsgärten vorhanden. Es ist interessant, daß jede dritte Frankfurter Familie einen eigenen Garten besitzt.

Sonderausstellungen auf der Reichsgartenschau in Essen.

im Süden des Reiches zu Gewittern Anlaß gegeben hat. Die Gesamtlage bedingt auch für die Folge wechselhaftes, zu einzelnen Niederschlägen geneigtes

Holländische Kronprinzessin besucht England.

London, 19. Aug. (Europapreß.) Ein Besuch der Kronprinzessin Juliana sowie des Prinzen Bernhard der Niederlande in England wird von der englischen Presse für die erste Oktoberwoche angekündigt. Der Besuch dürfte aber allem Anschein nach keinen offiziellen Charakter haben, da das Kronprinzenpaar sich eine Woche lang in Schottland aufhalten will. Im Rahmen dieses Be­suches werden sich Kronprinzessin Juliana und Prinz Bernhard auch mehrere Tage auf Schloß Balmoral, dem Sommersitz des englischen Königspaares, auf­halten.

Die Juden in Italien.