Einzelbild herunterladen

Gießener Zungvolk in Man und im Mhlbachtal

I

4

i.H

ein Schlußlicht haben. Auch auf die Automobilisten

Sonne im

A

>ens- > die

Untere Aufgabe: Dienfl nm teben! Diene mit, werde Mitglied der UDtt.

gemeine Verbreitung nur darin liegen, bot , viel sicherer in Gottes Hand sein werden, wenn sie

dings, so eine Schutzbrille sei durchaus vonnöten, weil sie die Augen gegen schädliches Sonnenlicht schütze. Indessen erscheint mir auch diese Begrün­dung nicht

In der Münchener Medizinischen Wochenschrift zieht Prof. Dr. Freytag gegen die Unsitte des überflüssigen Gebrauchs von Sonnenbrillen zu Felde. Das Sonnenlicht ist der natürliche Reiz für unsere Sehorgane und dem gesunden Auge fast nie­mals irgendwie schädlich. Die im Sonnenlicht ent­haltenen ultravioletten Strahlen werden zwar auch

etwas unangenehm. Der Pantherschwamm wächst im Laub- und Nadelwald.

Daß es nicht durchaus nutzlos ist, die Psychologie derer zu studieren, über die man sich ärgern muß, beweist uns jener Fuchs, den ein neuerlicher Brebm dabei beobachtete, wie er seiner Läuse Herr wurde. Er nahm einen Zweig in die Schnauze und näherte sich langsam rückwärts einem Wasser. Zuerst tauchte er den Schwanz ins Wasser, worauf Oie Läuse im

g findet. Ihr Nutzen wird nicht ife die nächtlichen Wanderer sehr

wird die Sache eine segensreiche und wünscht werte Einwirkung haben. Denn wenn sie durch

Der pantherpilz.

Gin gefährlicher, leider viel verkannter Sistpil,.

Zug und besahen sich zunächst die schönen Städte, bevor sie in ihre Quartiere rückten. Die anderen fuhren weiter bis nach Nassau, wo man etwa gegen 13.30 Uhr ankam.

Selbstverständlich marschierte man erst einmal durch die Stadt, um schließlich in das herrliche Mühlbachtal zu wandern, in dem das Lager, das die Gießener Pimpfe als Standquartier auf­nehmen soll, bald erreicht war. Früher als er­wartet, waren die Pimpfe am Ziel, und nach einem kurzen Ueberblick über das Lager, das in wunder­barer Landschaft liegt, beherrschte einhellige Be­geisterung das Jungvolk. Am Nachmittag wurden die Fahrtgruppen auf die einzelnen Zelte verteilt und die nötigen Anweisungen gegeben. Rasch ver­ging die Zeit. Um 18.15 Uhr trat die gesamte Laqerbesatzung zum F l a g a e na p p e l l an. Schließlich gab es das Abendessen, das so reichlich ausfiel, daß viele Pimpfe den ihnen zugedachten Schlag gar nicht ganz zu verdrücken vermochten. (Und das will etwas heißen!) Mit dem Zapfen­.streich um 22 Uhr fand der erste und schon erleb- I nisreiche Fahrttag seinen Abschluß.

Zwei

"rhebelrechtschu. Fortsetzung, >er W es

W0en SNioren

fe'i ihr

Ate

»«im

tu 1 * d- igSR »ö

» Si^hnb,, WS nfl?

A > i pitutN

fnftem versagt mehr oder weniger. Irrereden und Toben sind häufig, auch auffallende Schstorungen mit Pupillenerweiterung.

Wie bei jeder Pilzvergiftung ist auch hier die sofortige ärztliche Behandlung notwendig am besten die Ueberführung in das nächste Krankenhaus Dort wird die so orttge Leerung von Magen und Darm durch Abführ- und Brechmittel, durch Einlaufe und Magenspülungen herbeigeführt. Völlige Gesundung tritt dann rasch, meist innerhalb weniger Tage, ein.

Aus der Gemeinde W i e s e ck liegt uns ein Bericht vor, aus dem hervorgeht, daß die Aktion heute morgen dort begonnen wurde. Aus feder Familie, die auf ihren Feldern Kartoffeln anbaut, wurde ein Mitglied für diese Suchaktion bereitge- stellt. Darüber hinaus traten unter der Leitung ihrer Lehrer sämtliche Schulkinder an, um sich an dieser vorbeugenden Maßnahme praktisch zu beteiligen.

Man kann nur hoffen und wünschen, daß es un­serer heimischen Landwirtschaft erspart bleiben möchte, Einbußen durch den Kartoffelkäfer erleiden zu müssen. Die gesteigerte Aufmerksamkeit aller Volksgenossen kann dazu beitragen, daß unser Volk vor Schaden durch den gefährlichen Käfer bewahrt bleibt. Wenn die Suchaktion ergebnislos verläuft, d. h. daß also keine Käfer gefunden werden, dann wird die Aktion erst nach bestimmter Zeit wie- der unternommen. Im ungünstigen Falle wird sie in kürzestem Zeitabstand wiederholt werden müssen.

Der Reichsnährstand veranlaßt gegenwärtig durch seinen Kartoffelkäfer-Abwehrdienst den nachdrück­lichen Kampf gegen den von Frankreich her drohen­den Kartoffelkäfer. Dieser Kampf beschrankt sich Da­bei nicht lediglich auf Maßnahmen dann, wenn Der Kartoffelkäfer bereits in Erscheinung getreten ist, vielmehr gelten die ersten praktischen Maßnahmen bereits einer vorbeugenden Bekämpfung mit dem Ziel, die Ausbreitung des gefährlichen Insektes im Keime zu ersticken. . r .

Das Pflanzenschutzamt G i e ß e n , das in unserem Bezirk mit der Durchführung der notwen­digen Maßnahmen beauftragt ist, hat nun für den Kreis Gießen, wie auch für ganz Oberhessen durch eine Mitteilung an die Kreisämter dazu aufgefor- dcrt, noch im Laufe dieser Woche einenSuch- t ag" zu veranstalten. Diese Mitteilung wurde von den Kreisämtern unmittelbar den Gemeinden zuge­leitet, und so beginnt denn hier in dieser Woche diese erste vorbeugende Maßnahme in unserem Gebiet.

HDUibe von dem Weben. Die W 'unb legte ihn ö

Einige M spät mit ihm M . unb hoffte, weg eine arößere l ! Wohlfahrtsamt

Rezept her Dei f geändert worbe

Der Verdacht richtete sich geg her hauptverhc verfahren, die Sie behauptete Kinder den G hätten. Die T diese durch ih verleitet wurde R in Wiberfprudj drei jungens ii behaupteten, im (u haben. Die eher, daß die hnten, zumal i hm Schein Ges

Wer eiaentlich auch durch die < den. Obwohl e teil besteht, das genommen ha! daß ihr Mani und zwar besserte, sonder von dem Woh bezog -, fonr weis erbracht i

Das Gericht Wrauchmacher

nächtliche Landschaft flitzen mit achtzig Sachen auf der Kiste, so wird das Aufblitzen von Schlußlichtern, vor denen sich kein Fahrzeug, sondern ein Mensch unter Sternen befindet, ihrer Besinnlichkeit dienen, und sie werden vielleicht auf siebzig Sachen her­untergehen und beim Schalten einen Blick zum Firmament schicken. Ein Blick zum Firmament aber kann um so weniger schaden, je schneller man durch dieses Dasein hindurchzuslitzen versucht.

Fast jeder Mensch möchte ein Menschen­kenner werden. Das ist ein Los jener verwunder­lichen Ziele des Menschen, dessen Beharrlichkeit er erst einzusehen vermag, wenn das Ziel erreicht ist. Denn je besser man die Menschen kennt, um so mehr hat man den Wunsch, sie niemals kennen zu lernen. Freilich ist dieses Ziel jo leicht nicht erreicht,

aanz stichhaltig, denn selbst wenn die _______ .... Kurort nicht scheint und dies ist in diesem Jahre ziemlich häufig der Fall, begegnet man dennoch unzähligen Schwarzbebrillten. Aber abgesehen davon was sagt eigentlich der Augen­arzt zu der Schädlichkeit des Sonnenlichts und der

Gegen -en Kartoffelkäfer.

Vorbeugende Maßnahmen im Kreise Gießen und in Oberheffen.

Aus der Stadt Gießen.

Unvergeßliche Stunden.

Für die Hausfrauen ist der Sommer die Zeit, in der sie Vorräte sammeln. Jetzt bieten die Gärten alles in Hülle und Fülle. Da ist jede sorgsame Haus­frau froh, wenn sie in Gläsern und Dosen von dem Ueberflusse dieser Zeit zurückstellen kann. Ihr Stolz ist der gefüllte Dorratsschrank.

Wir haben Verständnis für solches Sammeln, wir freuen uns mit der Hausfrau. Es gab freilich auch eine Zeit, in der in ganz unsinniger Weife gehamstert" wurde. Das war in den Kriegsjahren, als die Lebensmittel knapp wurden. Da kam es vor, daß die Hamsterer alle Geschäfte und oft noch viele Dörfer absuchten und alles zusammenkauften, was sie erreichen konnten. Ob ihre Mitmenschen auch etwas erhielten, war ihnen ganz einerlei. Jetzt ist das Worthamstern" sehr selten geworden, alles geht wieder seine geregelten Wege. Aber es ist gut, wenn man von Zeit zu Zeit einmal daran erinnert wird.

Dieses Wort fiel mir heute ein, als ich oon einer Wanderung zurückgekehrt war, die mir den Reich­tum und die Schönheit unseres Waldes wieder ein­mal in reichem Maße gezeigt hatte. Es waren Stunden der reinsten Freude gewesen, und als ich den Tag überdachte, kam mir das Worthamstern in den Sinn. Könnte man solche schönen Erinne­rungen nicht noch mehr einfangen und aufbewah­ren, um sie bei Gelegenheit zu verwerten? Diese unvergeßlichen Stunden sollten wir im wahrsten Sinne des Worteshamstern", denn damit nehmen wir wirklich unfern Mitmenschen nichts weg.

Der Sommer ist da. Wir haben Urlaubstage, wir fahren ober wandern durch schone Städte, durch herrliche Landschaften. Wir sammeln einige schone Ansichtskarten, wir photographieren selber, und wer zeichnen kann, hat sein Skizzenbuch bei sich. Spater kommen bestimmt Tage, an denen wir gern von sol­chen schönen Erinnerungen plaudern wollen. E- maren ganz besondere Stunden in unferm Leben. Gewiß sollen wir mit beiden Füßen in der Gegen­wart stehen, aber diese Rückerinnerungen helfen uns sehr dabei. Wenn das Leben bitter wird, wenn Sckicksalsschläge kommen, dann kann eine solche Dorratskiste" an unvergeßliche Stunden ein Trost s Deshalb: Wir wollen in diesen Tagen Vorräte sammeln, auch für unser Herz. Alles Trübe soll vergessen werden, nur die lichten, freundlichen Tage werden jetzt gezählt, und die Erinnerung daran be- ' wahren wir in unserem Gedächtnis. Wir werden es nicht bereuen. H.

Zeitschriften.

Ein interessanter Bildbericht im neuen Heft derSirene" zeigt die Entwicklung der Kriegs­photographie, deren ältestes Bild aus dem Jahre 1849 stammt. Unter dem TitelPartei, Wehr­macht und RLB. in einer Front!" berichtet bie« fes Heft über die Reichsluftschutzwoche in Benin. ,3er moderne chemische Krieg" heißt ein weiterer Beitrag über die Angriffs- und Abwehrmethooen im Gaskrieg. Der ArtikelFrauen im Heimatschutz xcigt in Wort und Bild den Einsatz der Frau ui der Brandbekämpfung.

Montag vormittag verabschiedeten sich die 840 Pimpfe aus Stadt und Kreis Gießen zu ihrer großen Hessen-Nassau-Fahrt mit einem Appell auf dem Hofe des Liebigbaues. (Wir berichteten gestern darüber.) Heute morgen liegt uns der erste Fahrt­bericht vor, aus dem einiges hier wiedergegeben fei.

Nachdem sich die Pimpfe ihres Sonderzuges be­mächtigt hatten, von den Abteilen Besitz ergriffen und Tornister und sonstiges Gepäck verstaut war, jeder sich nach echter Jungenart breit gemacht hatte, begann zur vorgesehenen Zeit die Fahrt in der nützlichen Gemeinschaft, die natürlich schon zu allem Anfang Spaß machte. Selbstverständlich wurden alle Fenster heruntergelassen, und viele der Pimpf« waren bald von der Landschaft in Anspruch ge­nommen, die ja, je weiter es lahnabwärts ging, immer romantischer wurde. Den meisten Spaß machten den Pimpfen die vielen Tunnels. Diele bewundernde Blicke galten der Büro Runkel, und mancher von den Pimpfen maa sich wohl ge­baut haben, daß dort oben gut Hausen sein möchte. Ein Teil der Fahrtaemeinschast stieg bereits in Limburg aus, andere verließen in Diez den

Nächtlicher Wanderer.

von Peter Bamrn.

Wenn man in der lyrischen Dichtung umher- ftöbert, stößt man immer wieder auf die Figur des nächtlichen Wanderers, der unterm Sternenzelt da- hmschreitet. Dies ist ohne Zweifel eine für den Dichter günstige Konstellation, denn aus der Sach­lageMensch unter Milchstraße" lassen sich er­habene Gedanken leicht entwickeln. Man würde nickt so ohne weiteres glauben, daß die Technik für diese Art von Schwärmern etwas übrig hat. Und doch ist für sie in der letzten Zeit eine Erfindung gemacht worden, die geeignet ist, manchem von ihnen das Leben zu retten.

Der Chronist hat versucht, einen nächtlichen Wanderer ausfindig zu machen. Aber wen immer ich gefragt habe, ob er nächtlich wandere, der mar, sei er verduzt, sei er beleidigt, so, als ob ich ge­fragt hätte, ob er einen Dogel habe. Da mir aber der nächtliche Wanderer am Herzen liegt, sei die Sache dem geneigten Leser übergeben. Vielleicht wandert er selber nächtlich, vielleicht hat er zu diesen lyrischen Brüdern Bestehungen, die er geheim hält. Die Erfindung der Technik für den nächtlichen Wanderer ist das Schlußlicht am Schuh, das Katzen­auge am Stiefelabsatz. Komplett im Sinne der Der- kehrsordnung ist die Lyrik erst, wenn sie auf An- strahlung von hinten rot aufleuchtet.

Man muß sehr hoffen, daß diese Einrichtung all­

leicht auf die Schliche kommen, wenn wir den Ab­druck des unteren Fußes untersuchen. Dieser charak­teristische Ballen und diese laterale Abweichung des großen Zehs, die auf ein gedrücktes Wesen schließen lassen... Diese roten Nägel, die auf Angabe schlie­ßen lassen... Diese verschwundene Wölbung, die der Ausdruck eines zu standhaften Charakters ist ...

Ja, was ein erfahrenes Auge alles aus einem Fuße herauszulesen vermag, das ist fast keine Kunst. Madame Kheri verdient da unser aller Dank. Wir werden uns beeilen, ihren Fußspuren zu folgen. Sollte der geneigte Leser dem Chronisten den Vor­wurf machen wollen, Daß er allzu ungerecht wäre und ein Pessimist, so hat er nicht ganz verstanden. Nur den Menschen hinter die Bosheiten zu kommen, bedarf methodischer Sorgfalt. Daß einer ein netter Kerl ist, das sieht man auf den ersten Blick.

Sehr oft wird der Pantherschwamm mit dem sehr ähnlichen, aber eßbaren Perlpilz verwech­selt, der ebenfalls zu den Knollenblätterpilzen gehört. Beim Perlpilz ist der Knollen nickt mit dem charak­teristisch in eine Hülle eingepfropften Stiel versehen wie beim Pantherpilz, und das Fleisch läuft vor allem bei Bruch oder Schnitt langsam rötlich an. Das ist das beste Kennzeichen für den Perlpilz. Da die Verwechslung beider Pilze zu leicht möglich ist, sollte der Perlpilz nur von dem ganz erfahrenen Kenner zum Genuß gesammelt werden.

Der Pantherpilz hat durch Verwechslung mit dem Perlpilz in den letzten Jahren überraschend viele, zum Teil schwere Vergiftungen verursacht, im Jahre 1934 allein in Plauen mehr als 50 Vergiftungsfalle. Während sich die Vergiftung durch den schlimmsten Giftpilz, den grünen Knollenblätterpilz, erst nach vielen Stunden (6 bis 40) bemerkbar macht, wenn oft keine Hilfe mehr möglich ist, wirkt sich die Pantherpilzoergiftung schon bald nach dem Genuß aus. Benommenheit, Schwindelgefübl, Kopfschmer­zen usw. sind die ersten Anzeichen der Vergiftung. Meist folgen Leibschmerzen und Erbrechen. Wenn nicht sofort der Arzt eingreift, steigern sich die Schwindelanfälle bis zum trunkenheitsähnlichen UMhertaumeln. Krampfartige Zuckungen mit an-

Schwanz sich in Bewegung setzten und in das Leib- ejt krochen. Langsam ging er roeüei rückwärts ins Wasser hinein, und die Läuse zogen sich auf das immer kleiner werdende trockene Gebiet zurück. Schließlich ragte nur noch die Schnauze des Fuchses aus dem Wasser, und die Läuse hatten sich alle auf den Zweig geflüchtet. Dann ließ der Fuchs den Zweig ins Wasser fallen. Wie der Abbe Leseigne bemerkt, hat jede Intelligenz die Möglich­keit, gescheit oder dumm zu werden. Das hängt vom Charakter ab- Nur weise kann sie nicht wer­den. Denn die Weisbeit kommt nicht aus dem Ver­stand, sondern aus dem Herzen.

von den Gewebezellen des Auges aufgenommen, aber ein großes Quantum davon wird von der Linst absorbiert. Gefährlich kann dem Auge, be­sonders der Binde- und der Netzhaut, nur ein Uebermaß dieser Strahlen werden, wie es bei Schneeblendung, an der See oder beim Hinein­starren in die Sonne vorkommt. In diesen Fällen, also beim Schi- .oder Wassersport, empfiehlt sich das Tragen einer Schutzbrille. Auch wer eine Augen- entzünduna hat, muß sie tragen, um das dann sehr lichtempfindliche Auge zu schützen.

Im allgemeinen aber verweist sich die Schutz­brille als durchaus überflüssig. Mehr als das: sie birgt sogar Gefahren für unser Auge! Wer eine dunkle Brille oft ober auf der Reise gar ständig trägt, wird allmählich bemerken, daß die Licht- empfindlichkeit feiner Augen immer mehr zunimmt, so daß bald die blaue oder arüne Brille nicht mehr ausreicht und immer dunklere Brillen notwendig werden.

Und schließlich mochten wir noch ein wichtiges Argument gegen die Mode der Schwarzbebrillung anführen, das besonders die Ferienreisenden an­geht. Der Schutzbrillenträger ist wirklich so etwas wie ein Schwarzseher, er sieht die Welt buchstäblich in einem dunklen Lichte. Das mag hin und wieder nicht ohne Reiz fein, aber so eine Brille vermindert auch den Naturgenuß. Helligkeit und Farbenfreudig- feit der Landschaft, das warme Leuchten sommer- kicher Buntheit erscheinen dem Schwarzseher in melancholisch-düsterem Schein. Wer zudem der kleinen Schwäche huldigt, bewundernde Blicke m schöne Augen zu werfen, wird gleichfalls arg ent- täuscht, denn die schwarze Brille maskiert selbst die feurigsten Augen (und unter uns: manches schwarz- bebrillte Gesicht ruft in uns die peinliche Vor­stellung einer Eule wach).

Darum: Tragt die dunklen Brillen nur, wo es wirklich notwendig ist, und seht aus unmasherten Augen in die frohen Farben des Sommers! fee.

Tätigkeit im Haust der Firma Poppe & Co. zurück- blicken. Pg. Werner genießt als guter Kaufmann und erfahrener Fachmann bei Betiebsführer und Gefolgschaft ganz besondere Hochachtung und Wert­schätzung. An seinem heutigen Ehrentag wurden ihm seitens der Firma und der Gefolgschaft Ehren­gaben überreicht.

** Die Schwimmhalle im Volksbad geschlossen. Wegen dringender Jnstandsetzungs- arbeiten ist die Schwimmhalle im Dolksdad vom morgigen Donnerstag ab bis auf weiteres geschlossen. Dagegen wird in den übrigen Abteilungen des Volks­bades der Betrieb unverändert fortgeführt.

♦♦ Sterbefälle in Gießen. Es oerftar» ben in Gießen: 1. Juli: Elisabeth Michel, geb. Kehr, 58 Jahre alt, Sicher Straße 86; Ernestine Reinhardt, geb. Fricke, 85 Jahre alt, Hitlerwall 23; Karoline Selzer, geb. Kappes, o. B., 79 Jahre alt, Asterweg 50. 2. Juli: Luise Happel, geb Herbert, o. B., 59 Jahre alt, Rodheimer Straße 42. 3. Juli: Maria Müller, geb. Bellof, 68 Jahre alt, Stein- straße 66; Helga Bernges, 5 Monate alt, Frank- urfer Straße 3. 4. Juli: Ernst Weber, 4 Monate alt, Lindengasse 14. 5. Juli: Ludwig Jochim, Kreisgeometer i. R., Rechnungsrat, 91 Jahre alt, Kaiserallee 139. 7. Juli: Marie Kramer, geb. Pausch, o. B., 73 Jahre alt, Asterweg 8; Berta Berg, geb. Klappert, o. B., 42 Jahre alt, Anneröder Weg 47. 8. Juli: Anna Peßl, Ordensschwester, 69 Jahre all, Liebigstraße 24; Franz Bette, Kaufmann, 67 Jahre alt, Mäusburg 10. 11. Juli: Karl Hof, o. B., 77 Jahre alt, Steinstraße 52. 12. Juli: Oskar Mahn- topp, Kau mann, 28 Jahre alt, Bahnhofstraße 33; Theodor Loos, Schriftsetzer, 81 Jahre alt, Ebel- straße 2; Karl Blaufuß, Invalide, 84 Jahre alt, Ederstraße 18. 14. Juli: Heinrich Fischer, Verwal­tungsoberinspektor i. R., 68 Jahre alt, Werner- wall 35.

Vonwiizen.

Tageskalender für Mittwoch.

Gloria-Palast (Seltersweg): ;,Mazurka".

Alte Goldmünzen außer Kurs.

Ab 15. August 1938.

DNB. Durch die Verordnung vom 16. Juli 1938 sind die guf Grund der Vorkriegsgesetze ausge­prägten Goldmünzen zu zehn und zwanzig Mark mit Ablauf des 15. August 1938 außer Kurs ge­fetzt worden. Es ist damit der gleiche Zustand her- gestellt worden, wie im Lande Oesterreich, wo die Bundesgoldmünzen bereits durch Verordnung vom 25. Mai 1938 mit Wirkung ab 15. Juni 1938 außer Kraft gesetzt worden sind. Vom Zeitpunkt der Außer­kurssetzung ab ist also außer den mit oer Ein­ziehung beauftragten Kassen niemand verpflich­tet, die Münzen in Zahlung zu nehmen. Durch diese Maßnahmen wird im übrigen an der Münz- gesetzgebung nichts geändert. Auf Grund des § 4 der Verordnung hat sich der Reichsminister der Finanzen die Bestimmung über die Gestaltung neuer Goldmünzen ausdrücklich vorbehalten. Der Beauftragte für den Vierjahresplan, Ministerpräsi­dent Generalfeldmarschall Göring, hat durch eine Verordnung vom 12. Juli 1938 angeordnet, daß alle außer Kurs gesetzten Goldmünzen der Reichs­bank bis zum 1. September 1938 anzubieten unb auf Verlangen zu verkaufen und zu übertragen sind. __________________________________

und die längste Zeit feines Lebens befindet man sich auf dem Wege dazu.

Man ist da in der Lage eines Briefmarken, ammlers, dem das Sammeln ja auch nur solange Spaß machen kann, als es noch etwas zu sammeln gibt. Ich glaube wohl, daß ein Briefmarkensamm­ler, der sein Ziel erreicht und alle Marken gesam­melt hat, eine sehr unglückliche Figur sein würde. Dann kann er sich nur noch bewundern lassen, und elbst den eitelsten Menschen muß das auf die Dauer langweilen. Es gibt nichts Langweiligeres als er­reichte Ziele, der Grund, weshalb der Tod den Weifen nicht au schrecken vermag. Sobald einer eines Lebens Ziel erreicht hat, ist es nur die Lange- veile, von der der Tod ihn erlöst!

Nun, die Bosheit der Menschen ist so mannig­faltig, daß in der Menschenkenntnis so leicht kein Ziel erreicht wird. Deshalb müssen wir es immer begrüßen, wenn neue Methoden erfunden werden, der Bosheit auf die Schliche zu kommen. So hat Madame Kheri in Paris die F u ß l e f e k u n st freier!. Von vornherein ist ja nicht einzusehen, war­um unsere Schlechtigkeit nur in der inneren Hand­fläche sitzen soll. Da haben wir sie lesen gelernt. Aber Madame Kheri pickt uns den Geiz von der Sohle. Diese Erweiterung menschenkennerischer Methoden kommt uns gerade zu Beginn des Som­mers recht zu Paß. Der Schönen, die uns am Strande den besten Fuß vorstreckt, der können wir

W

ver f Jgen * rfnr fflUur9C

ALn roak'

i« 6* 6 her 3

W'x6lrl

halsen deln rat®** fe.l*

W";

iSsä'

aus

K-

im

Inter WM

EmfW En« s H 6alV «nun«

WO

Jot dem Bezit ih h.Sch. aus G KilAuna au verar

Warum alsSchwarzseher" auf die ZReifc gehn?

Kleine Epistel über die Sonnenbrille.

Ist es Ihnen nicht auch schon ausgefallen, daß die Zahl der Schwarzseher in diesen Monaten tändig wächst? Ob man nach Bayern, Sachsen oder Tirol fährt ob in dunklen Felsenschluchten ober auf stillen Dorfstraßen, überall trifft man sie, Jünglinge und Greise, junge und weniger junge Damen, deren Augen von mehr oder weniger schwarzen Brillengläsern verdeckt werden. Lange Zeit wehrte sich gerade das weibliche Geschlecht bis zum äußersten gegen die Brille, der man nachsagte, daß sie einem Mädchengesicht jeden Liebreiz nehme. Heute aber gehört die große Sonnenbrille zu den unentbehrlichen Reiserequisiten aller Mädchen und Frauen. «

Die Träger schwarzer Brillen, die mich übrigens immer an manche dunklen Gestalten aus spannen­den Kriminalromanen erinnern, behaupten aller-

Gebt Obacht auf den Attentäter!

In unserer gestrigen Ausgabe berichteten wir be­reits über die Schandtaten eines Mannes, der in den letzten Tagen in der Nähe von Heuchelheim, Klein- Linden und Hausen junge Mädchen und Frauen auf der Landstraße belästigt, zum Teil sogar in un- sittlicher Weise angefallen hat. Nunmehr liegt eine Beschreibung dieses Attentäters vor. Es handelt sich um einen etwa 1,70 Meter großen und 20 bis 22 Jahre alten Menschen. Er trug bei den bisherigen Vorgängen einen dunkelgrünen Sportanzug mit langer Hose, der Rock hatte an der Rückseite einen Gummizug, weißes Oberhemd ohne Krawatte. Das Haar des Täters ist dunkelblond unb etwas gewellt, die Gesichtsfarbe ist blaß. In allen Fällen führte er ein neues Fahrrad mit Dynamo-Beleuchtung und Gepäckträger mit sich. Es ist notwendig, daß alle Volksgenossen an Hand dieser Beschreibung die Augen aufmachen und im gegebenen Falle rasch ent­schlossen zugreifen, mindestens aber ihre Wahr­nehmungen umgehend der nächsten Polizeistelle, oder der nächsten Gendarmeriestation zur Kenntnis brin­gen, damit die Maßnahmen zur Ergreifung dieses Burschen möglichst rasch zum Erfolg führen.

** Arbeitsjubiläum. Am heutigen Tage kann der kaufmännische Angestellte Willy Werner aus Gießen, Neuenweg 52, auf eine 25jährige

Der Panther p ilz (Amanita pantherina) ge­hört mit dem grünen Knollenblätterpilz, unserem gefährlichsten Giftpilz, und mit dem Fliegenpilz zu den Knollenblätterpilzen. Am Sttelgrund finden wir einen Knollen, der wie beim Knollenblätterpilz mit einer mehr ober weniger dicken Haut umgeben, in den Stiel also sozusagen eingepfropft ist. In seinem oberen Teil trägt der Stiel genau wie beim grünen Knollenblätterpilz und beim Fliegenpilz eine herab- hängende Ringhaut, eineManschette", die beim Pantherpilz manchmal ziemlich vergänglich ist und infolgedessen undeutlich oder ganz verschwunden fein kann. Diese Manschette ist der Rest eines Schleiers, der in der Jugend die weißen Blättchen auf der Hutunterseite schützend verdeckt. Der NameKnollen­blätterpilz" wird also durch den Knollen des Stiel­grundes und durch die weißen Blättchen auf der Hutunterseite genügend verständlich. Der Hut selbst ist beim Pantherpilz von mehr oder weniger grau- bräunlicher Färbung, kann heller ober dunkler sein, sogar ganz weiß, und ist am Rand fein strahlig- gerieft. Der im Knollen eingepfropfte Stiel ist das beste Kennzeichen des Pantherpilzes. Der Hut ist wie beim Fliegenpilz mit weißen Hautflöckchen be­deckt, den Resten der Gesamthülle, die im Jugend- zustand von der weißen Haut des Knollens aus den gesamten Pilz umhüllt. Die weißen Huttüpfel- chen werden ebenfalls genau wie beim Fliegenpilz umijenaumem leich,om Regen abgewaschen. Der Geruch ist meist s schließender Gliederstarre folgen dann. Das Nerven-