Einzelbild herunterladen

Oer nationalsozialistische Führerstaat.

Reichsminister Krank spricht auf der Zahrestagung der Akademie für Deutsches Recht.

praktischen Maßnahmen nach dessen Weisungen durchführen, insbesondere Aufgaben der Verwal­tung, ferner die Regelung aller sich ergebenden wirtschaftlichen, technischen und finanziellen Fragen. Die Durchführungsstelle ist weiter zuständig für alle sozialen Probleme, die sich aus der Räumung der abzureißenden Gebäude ergeben; hier­zu gehört neben anderem auch die Verwaltung des auf Veranlassung des Führers geschaffenen Härte­fonds, der dazu dient, neben den gesetzlichen und freiwilligen Entschädigungen in besonderen Notfäl­len den von der Räumung betroffenen Mietern und Eigentümern besondere-Hilfe zu gewähren. Weiter verwaltet die Durchführungsstelle die ihr vom Füh­rer und Reichskanzler zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel und beaufsichtigt die in eigener Regie zu errichtenden Großbauten. Die Durchführungsstelle wird alle diese Aufgaben in engster Fühlungnahme mit den jeweils beteiligten Ministerien, insbesondere aber mit der Stadtver­waltung Berlin bearbeiten. Oberbürgermeister $ö rn er ist seit zehn Jahren in der Kommunaloer- woltung in Braunschweig und Dresden tätig, er hat den Reichsinnenminister gebeten, ihn von seinen Amtsgeschäften als Oberbürgermeister der Landes­hauptstadt Dresden bis zu seinem endgültigen Aus­scheiden zu beurlauben.

Fahndung nach asozialen Elementen.

Bedenkliches Anwachsen

des jüdischen Zuzuges nach Berlin.

Berlin, 18.Juni. (DNB.) Bei der Durch­führung mehrerer polizeilicher Aktio­nen wurde in den letzten Tagen eine größere An­zahl von asozialen und krirninelle -n Ele­menten festgenommen. Wie seinerzeit'gemeldet, konnten bereits am 31. Mai bei einer Razzia in zwei Lokalen am Kurfürstendamm 3 3 9 Per­sonen.darunter 317 Juden, als krimi- nel-l verdächtig sestgestellt werden, von denen schon bei der ersten Ueberprüfung 76 sich als krimi­nell schwer belastet herausstellten. Die Auswertung des sichergestellten Materials ergab Anhaltspunkte für weitere polizeiliche Aktionen. So wurden am 16. Juni wiederum eine Anzahl Personen festge­nommen, darunter 143 Juden. Davon waren 26 staatenlos, 51 Ausländer, die nicht im Besitz ord­nungsmäßiger Ausweispapiere waren, und 66, die ihren Wohnsitz in Berlin haben. Bei allen Festge­nommenen handelt es sich ausschließlich um kriminell verdächtige Personen, wie überhaupt entgegen den in der ausländi- scben Presse verbreiteten Angaben alle unternommenen Aktionen ausschließlich i m Rahmendes normalen polizeilichen Fahndungsdienstes liegen und keinerlei politische oder sonstige, nicht unmittelbar mit den Aufgaben der Polizei zusammenhängende Zwecke verfolgten. Verhaftungen aus politischen Gründen sind unter Berliner Juden nicht vorge- nommen worden. Allerdings mußten einige Juden aus persönlichen Sicherheitsgründen in Schutz- h a f t genommen werden, da die unter der Ber­liner Bevölkerung über den starken Zuzug von asozialenjüdischenElementen nach der Reichshauptstadt herrschende starke Erregung ver­einzelt zUTOemonstrationen geführt hat. Der mehrere tausend Juden betragende Zuzug (!) ist darauf zurückzuführen, daß diese Elemente erfah­rungsgemäß hoffen, in einer Weltstadt leichter un­tertauchen zu können als in kleineren Orten. Alle über diese Tatsachen hinausgehenden Zahlenangaben in der Auslandpresse sind bewußte Verdrehungen und Uebertreibungen.

Sieben Kreistage im Gau Hessen-Nassau.

Staatssekretär Reiner sprach in Nidda.

NSG. Am Wochenende standen sieben Kreise des Gaues Hessen-Nassau im Zeichen der Kreistage der NSDAP. In den Kreisen Frankfurt a. M., Darm­stadt, Büdingen - Schotten^ Oberlahn-Usin­gen, Rheinaau-St. Goarshausen, Bergstraße und Alsfeld-Lauterbach waren Tausende von Männern der Bewegung aufmarschiert, um erneut von der Einsatzbereitschaft und Schlagkraft der -Partei Zeugnis abzulegen und in gemeinsamen Ver­anstaltungen mit.der Bevölkerung die Geschlossen­heit des deutschen Volkes zu beweisen. In Frank­furt, Usingen und St. Goarshausen sprach der Stell­vertretende Gauleiter Linder.

Staatssekretär Reiner sprach in Nidda auf dem Kreistag des Kreises Büdingen-Schotten. Um 10 Uhr waren 8000 Männer der Partei und ihrer Gliederungen angetreten. 'Der Reichsarbeitsdienst gestaltete die Morgenfeier. Kreisleiter G ö r n e r gab dann einen Rechenschaftsbericht über die Auf­bauarbeit in unserem Kreisgebiet. Anschließend sprach Staatssekretär Reiner über den Sinn der Kreistage. Der Kundgebung schloß sich auf dem Marktplatz der Vorbeimarsch der Gliederungen und Verbände an. Drei Sondertagungen faßten dann die Erzieher und Beamten, das kommunal­politische und das agrarpolitische Amt zusammen. Nachmittags war ein Volksfest. Ein eindrucksvolles Feuerwerk beschloß den Tag.

*

Zum Kreistag des Kreises Alsfeld-Lauter­bach traten in der Adolf-Spieß-Tur/ihalle in Lau­terbach die Hoheitsträger an, denen Kreisleiter Zürtz die Richtlinien für die kämmende Arbeit gab. Während am Abend bei der SA. ein reges Biwakleben herrschte, bot die NS. - Gemeinschaft Kraft durch Freude" in der Turnhalle ein auser­lesenes Programm. Am Sonntagmorgen veran­stalteten BDM., HI. und Jungvolk in dem großen Saal der Turnhalle eine Morgenfeier, in deren Mittelpunkt eine Ansprache des Kreisleiters stand. In der Turnhalle eröffnete die Flieger-HI. eine Mo­dell-Ausstellung. Auf einer Kundgebung auf dem Sportplatz sprachen Reichsstoßtruppredner Holz- kämper und Kreisleiter Zürtz zu den Massen. Der Kundgebung folgte ein Vorbeimarsch. Am Abend folgte dem Volksfest ein großes Feuerwerk.

NSG. AmTag der Kameradschaft" wurde das vierte Kameradschaftshaus des NS D StB.-Standortes Frankfurt a. M. in Anwesenheit des Standortältesten der Wehrmacht, Generalleutnant Leeb, Gauamtsleiters Bürger­meister Stemmer, Gaustudentenführers Kugel­mann und des Rektors der Universität, Professor Dr. Platzhofs, auf den NamenWalter Flex" geweiht.

Berlin, 18. Juni. (DNB.) Die Jahres­tagung der Akademie für Deutsches Recht fand am Samstagmittag ihren Abschluß mit einer aus Anlaß des fünfjährigen Bestehens einberufenen Vollsitzung im Festsaal des Berliner Rathauses, in deren Mittelpunkt neben einem Vortrag des Kö­niglich-Ungarischen Justizministers Dr. v 0 n M 1 - kecz grundlegende Ausführungen des Präsidenten der Akademie, Reichsminister Dr. Frank, über die geistesgeschichtliche Lage der deutschen Rechts­wissenschaft standen.

Die Rechtswissenschaft setze in ihren geschichtlichen Betrachtungen die Veränderlichkeit der Gesetze des Staates voraus und erforsche sie als dem unzerstör­bar stets bleibenden Fundament der Rechtsidee, des Rechtsgefühls und der Rechtssehnsucht der völkischen Gemeinschaft. Gesetze vergehen, das Recht aber sei ewig. Die Rechtsidee, die die nationalsozialistische Revolution beseelt, bestehe in dem heroischen Rechts­gedanken, dem deutschen Volke die Gleichbe­rechtigung in dem Zusammenleben aller Nationen zurückzuerkämpfen. Der Sieg Adolf Hitlers im Kampf um die Gleichberechtigung des deutschen Volkes sei die grandiose Bestätigung seiner Berufung zum Obersten Repräsentanten des Rechtes unseres Volkes.

In fünf großen Ausstrahlungen habe der Gesetz­geber Adolf Hitler den Inhalt der deutschen Rechts­wissenschaften bestimmt. Der Begriff der Rasse sei zum ersten Male mit entscheidender Kraft in die Rechtsgeschichte eingetreten. Der zweite große Süb- stanzwert der nationalsozialistischen Gesetzgebung sei der Boden; die Bodengesetzgebung erstrebe zwei großq» Ziele: die Wiederherstellung und Auf­rechterhaltung des Bauernstandes und die Siche­rung dess Besitzes des Bodens in den berufenen Familien. Der dritte revolutionäre Gedanke sei der der nationalen Arbeit. Er beruhe auf dem Leitbegriff der Leistungen des Arbeiters der Faust und der Stirn. Das Ziel der nationalsozialistischen Arbeitsgesetzgebung sei gewesen erstens die Herstel- lung. des Ehrenbegriffes völkischen Arbeitertums als 'Zusammenfassung für alle schaffenden Volks­genossen, die an der Aufrechterhaltung der Siche­rung der Lebensbedürfnisse und an einer Steige­rung des Lebensstandards des gesamten Volkes Mitwirken und zweitens eine Steigerung der Ar­beitsleistung des deutschen Volkes als wirtschaftlicher Gesamtheit und wirtschaftspolitischer Einheit.

lieber die Sicherung von Rasse, Boden und Ar­beit erhebe sich das Reich des Nationalsozialismus. Dieses Deutsche Reich habe unter dem National­sozialismus die Rechtsreform des Einheits­staates gefunden. Die Verfassung im formalen Sinne liege in der inneren Geschlossenheit der Ge­setzgebung Adolf Hitlers, deren Zielrichtung und Auslegung gewährleistet sei durch die Verwirk­lichungstendenz des Parteiprogram­me s. Folgende ganz klare Elemente des Reiches ständen heute nach dem Ergebnis der fünf Jahre Regierung des Führers fest:

1. An der Spitze des Reiches stehl lebenslang der Führer der Rationalfozialistischerl Deutschen Arbei- lerpartei als Führer des Deutschen Reiches.

2. Er ist kraft seiner Eigenschaft als Führer der R Z D A P. Führer des Reiches. Als Führer des Reiches verkörpert er gleichzeitig als Staalsoberhaupl die oberste Staatsgewalt und als Regierungschef die Zenlralfunktion der Ge- famlverwaltung des Reiches; er ist Staatsoberhaupt und Regierungschef in einer Person.

3. Der Führer und Reichskanzler ist der Gene­ralbevollmächtigte, verfassunggebende Abgeordnete des deutschen Volkes, der ohne Rücksicht auf formale Voraussetzungen die Gestaltung der äußeren Form des Reiches wie der Gesamtpolitik bestimmt.

Die Staatsrechtswissenschaft des Dritten Reiches fei daher eine auf das persönliche Element der G e - folgschaftstreue eines Volkes zu dem von ihm legitimierten Führer gegründete 'O r d - nungslehre. Das Reich diene heute der Ver­wirklichung^ des von der NSDAP, durch ihre Füh­rung vertretenen Regierungswillens. Der National­sozialismus sei der Ausdruck des politischen Orga­nisierungswillens des deutschen Volkes. D i e Partei st e h e überdemStaat, was Idee, Weltanschauung und ober st e Regie­rungsmaxime anbelange; die Partei stehe aber mit ihrer eigenen hierarchischen Organisation völlig getrennt neben dem Staat. Die Einheit von Partei und Staat sei daher eine Einheit der weltanschaulich und politisch maßgeblichen G e - samtsührung. Die Partei habe in dem Gesamt­gefüge der Volksordnung des Dritten Reiches die elastische, ideenschöpfende und ideensammelnde, klä­rende und führende Aufgabe. Sache des Staates fei die Verwirklichung und Sicherung der Gemeinschaft im Wege des staatlichen Zwanges. Die Partei fei eine ideelle, nach den letzten Ordnungswerten der Volksgemeinschaft ausgerichtete kämpferische Auslese des Volkes, sie fei der Führer- orden; das Reich aber fei die Heimstätte des deut­schen Volkes. Der Begriff der Diktatur könne auf das Dritte Reich keine Anwendung finden, ebenso­wenig wie der Begriff der Monarchie zäsarischer Prägung, der Republik, der Oligarchie ober sonst irgendeines der bisherigen staatsrechtlichen Systeme. Der F ü h r e r st a a t/als Axiom der nationalsozia­listischen Staatsrechtswissenschaft sei ein 0 ö-l l i g neuer L e i t b e g r i f f. Niemals wird' der Füh­rerbegriff unpersönlich werden.

Das Strafrecht des Dritten Reiches sei die recht­liche Formulierung des geschichtlichen Wollens des Führers, nicht aber sei das geschichtliche Wollen des Führers die Erfüllung einer staatsrechtlichen Dor­bedingtheit seines Wirkens. Man müsse sich bei die­sen letzten und höchsten Gesichtspunkten darüber klar sein, daß es mäßiges Beginnen sei, wenn da und dort der Versuch gemacht werde, diesen Füh­rerstaat des Dritten Reiches etwa als Ausdruck einer vor dem 30. Januar 1933 irgendwo nieder­gelegten Theorie zu beweisen. Man könne nach den umwälzenden Ereignissen der letzten fünf Jahre nur feststellen:

1. Die Slaalsrechlswisseufchafl des Dritten Reiches wird getrqgen von der primären Funk­tion des Volkes der Deutschen als Einheit der blutmäßig in die Ration hin - eingeborenen Volksgenoffen.

2. DerdeutfcheEinheitssiaakdienl diefem V 0 lke und ist als Mittel zu diesem Zweck für die das Volk in feinen elementaren Bedürfnissen vertretende AS DAP. die. Ge­

währleistung zur Erfüllung ihres Parleipro- grammes.

3. Der Führerstaat beruht auf der Einheit von Parteichef und hieraus notwendig auf Lebensdauer folgenden Zuständigkeiten vonStaatsoberhaupt, Regierung s- ch e f und verfassunggebendem A b - geordneten des deutschen Volkes.

4. Eine Aufspaltung der von der Ge­folgschaft der Volksgenossen gewollten Volks- führungsmacht nach den Gesichtspunkten der Gewaltenteilung findet nicht statt.

5. Die Unabhängigkeit derRechts­pflege bedeutet Anwendung derFüh- rervollmacht im Raum der individuellen Auseinandersetzungen in Anwendung der gene­rellen gesetzlichen Rormen des Reiches auf dem Voden und zur Verwirklichung des Rational-

Pr a g, 18. Juni. (Euroapreß.) Für die Verhand­lungen über die Neuregelung der Nationalitäten­frage wird nunmehr das weitere Verhandlungspro- gramm bekanntgegeben. In der kommenden Woche wird der Ministerpräsident die Vorsitzenden der Koalitionsparteien und der Parlamentarischen Klubs dieser Parteien im Senat und im-Abgeordnetenhaus unterrichten. Die Verhandlungen mit der Sudetendeutschen Partei sollen im Laufe der kommenden Woche fortgesetzt werden. An ihnen werden auch die Ressortminister teilnehmen, in deren Geschäftsbereich die einzelnen Verhandlungsfragen fallen. So ist vor allem die Beiziehung des Jnnen- mimsters Cerny bei Behandlung, der Frage, wie die öffentliche Verwaltung neu zu regeln fei, vorgesehen, sowie des Unterrichtsministers Franke für den umfangreichen Bereich der kul­turellen und Schulfragen. Weiter wird Justiz­minister Derer teilnehmen, da in seinen Geschäfts­bereich die juristische Formulierung des gesamten Gesetzeswerkes fällt. Aus diesem Grunde wird auch der Minister für die Vereinheitlichung der Gesetz­gebung, Sramek, teilnehmen.

Weiter wird amtlich bestätigt; daß es in der kom­menden Woche auch zu Verhandlungen zwischen dem Ministerpräsidenten und den Vertretern der un­garischen und polnischen Volksgrup­pen kommen werde. Nach einem Bericht des dem Ministerpräsidenten nahestehendenSlovensky Hlas" werden diese Verhandlungen für die Ungarn von den Abgeordneten Jaros und dem Grafen Esterhazy, für die Polen von dem Abgeordne­ten Wolf und dem Mitglied der Mährisch-Schle­sischen Landesvertretung Jung geführt werden. Der amtliche Bericht schließt mit folgender Feststel­lung:Wenn die Beratungen mit dem guten Wil­len, der bisher von allen Seiten zum Ausdruck ge­bracht wurde, und in dem bisherigen Tempo durch­geführt werden, dann steht zu erwarten, daß die Regierung, die in voller Einmütigkeit aller ihrer Mitglieder und Komponenten vorgeht, im Mo­nat Juli vor das Parlament mit dem großen Gesetzesantrag treten wird,- der der Republik eine neue und dauernde Grundlage für ihre Nationalitätenpolitik verleihen soll."

Prag teilt Demobilisierung mit.

Prag, 18. 3uni. (DRV.) Rach einer amtlichen Verlautbarung des Tschechoslowakischen Preßbüros wurden die zu Ende des Monat Mai zu außer­ordentlichen Aebungen einberufenen Reser­visten dieser Tage entlassen. Die Ausbildung der Reserve vollzieht sich nunmehr in normaler Weise.

*

Dazu schreibt derDeutsche Dienst": Wenn nun­mehr die am 20. Mai einberufene Jahresklasse in der Tschechoslowakei wieder zur Entlassung kommt, so ist darauf hinzuweisen, daß die Demobilisierung in einem solchen Fall nach der Gesetzesvorschrift nach dem Ablauf von vier Wochen ohne weite- r e s zu erfolgen hat, so daß ein besonderer Beschluß der zuständigen Stellen nicht er­forderlich ist. Im übrigen ist inzwischen das bei dieser aufsehenerregenden Maßnahme gesteckte Ziel erreicht, indem die Wahlen an den drei Wahlsonntagenunter denWasfen" statt- gesunden haben. Wenn damit allerdings gleichzeitig

Schanghai, 19. Juni. (Europapreß.) Die süd­chinesische Insel Hainan ist Samstag nachmittag einem ersten Bombardement durch japa­nische Flugzeuge unterzogen worden. Aus der japanischen Erklärung ist nicht ersichtlich, wie groß der angerichtete Schaden ist. Nach einem DNB.-Funkspruch aus Tokio erklärte der Sprecher des japanischen Außenministeriums, es sei absolut notwendig, das befestigte und militä­risch wichtige Hainan anzugreifen. Hainan sei rein chinesisches Gebiet und habe somit mit dem japanisch - französischen Pakt von 1907 nichts zu tun. Mithin sei Japan auch nicht ver­pflichtet, Frankreich über seine militärischen Ab­sichten in diesem Gebiet zu unterrichten. Alle An­griffe gegen Hainan seien gegen die militä­rischen Einrichtungen gerichtet, und be­zweckten nicht die Eroberung der Insel, da Japan keinerlei territoriale Absichten habe. Im .übrigen seien japanische Patrouillen in der Enge von Hainan wiederholt vom Land her an­gegriffen worden. In Kanton seien anfangs Juni 30 französische und 6 0 s 0 wjet - russische Bomber eingetroffen. In Jünnan, der chinesischen Grenzprovinz nach Franzvsisch-Jndo- china zu, seien überdies französische Flieger gelandet, die direkt aus Spanien gekom­men seien. Alle in Kanton befindlichen Flaks seien sowjetrussisch er Herkunft und aus Odessa eingeführt worden.

sozlatismus. Der Richter ist an Anweisungen nicht gebunden. Eine letzte unabhängige Ent­scheidung besitzt auch in richterlichen Angelegen­heiten der Führer als Oberster Ge- richtsherr des Reiches.

Ueber den Werten Rasse, Boden, Arbeit und Reich leuchtet als fünfter großer Wert, als tiefster Inhalt des Lebens unserer deutschen Volksgemein­schaft die Ehre unserer Nation. Die Ehre des deutschen Volkes verlange, daß in allen Gesetzen unseres Reiches die Treue als oberste Ehr* bewahrung enthalten ist. Die Treue sei die Ver­wirklichung der nationalen Ehre., Wer gegen die Treue zu Volk, Reich, Führer, Partei und Volks­genossen verstoße, sei der Gemeinschaft unwürdig. Daher werde das große Gebäude der bürgerlichen Rechtsordnung von früher umgewandelt in eine volksgemeinschaftliche Lebensord - nung. Das Strafrecht werde im wesentlichen eine Ordnung der Verfolgung des Treubruches fein.

auch ein Druck auf den Wahlvorgang und das Wahlergebnis beabsichtigt war, so ist demgegenüber festzustellen, daß an der vorbildlichen Dis* ziplin der Sudetendeutschen jeder 23er* such, militärisch den Wahloorgang zu beeinflussen, s e h l s ch l a g e n mußte, und daß das Wahlergeb* nis doppelt klar im Sinne des sudentendeutscheni Volkswillens trotz dieser unberechtigten Mahnahms vor aller Welt eine eindeutige Sprache ge* führt hat.

lieue ernste Zwischenfälle.

Prag, 19. Juni. (Europapreß.) Bei einem Fuß* ball-Ausstiegsspiel zwischen dem sudetendeutschen Teplitzer Fußballklub und dem tschechoslowakischen FußballklubBohemians" in Teplitz-Schönau über* schüttete ein Teil des tschechischen Publikums dis sudetendeutschen Zuschauer und die sudetendeutsihs Mannschaft mit Drohungen. Die sudetendeutschen Spieler mußten in dem Klubgebäude eingesperrt werden, um sie vor Tätlichkeiten der rabiaten Mengs zu schützen. Das völlig ungenügende Poli* zeiaufgebot verhielt sich vollkommen passiv.'

In Freiwaldau häufen sich die Austritte, dis durch betrunkene tschechische Soldaten hervorgerufen werden. So zertrümmerte in einem Gasthaus tschechisches Militär unter dem Vorwand, ichim K r i e g s g e b ie t" zu befinden, die ge* amte Einrichtung. . Die Gäste muhten das Lokal luchtartig verlassen. Ein tschechischer Soldat schien« berte sogar nach dem Gastwirt sein blankes Seiten­gewehr. Tschechische Soldaten fielen auch über einen Sudetendeutschen her und verletzten ihn, als er zwei Jugendlichen zu Hilfe eilen wollte, die von den Sol­daten bedroht wurden. Auch in Gastlokalen kam es zu wüsten Szenen, die betrunkene Soldaten hervor* gerufen hatten. Im Gasthaus Thiel zerschlugen be« trünfene Soldaten mehrere Einrichtungsgegenstände. Eiger der Soldaten warf sein gezogenes Seitengewehr in die Küche, glücklicherweise jedoch ohne jemand zu treffen.

Die SDP. stellt in allen sudeten- deutschen Städten die Bürgermeister.

Reichenberg, 19. Juni. (DNB.) Wie über­wältigend der Wahlsieg der Sudetendeutschen Partei bei den letzten Gemeindewahlen ausgefallen ist, geht am besten aus der Tatsache hervor, daß die Partei überall eine klare Mehrheit erzielt hat, die in den meisten Fällen sogar über die Drei­viertelmehrheit hinausreicht. Dies gilt vor allem von den großen sudetendeutschen Städten, in denen die Parte: sämtliche drei Bürgermeister, d. h. den Bürgermeister und seine beiden Stellver­treter stellen kann, so in Reichenberg (bei 33 Man­daten), in Gablonz a. N. (34 Mandate), Arnau (24), Braunau (29), Hohenelbe (29), Schreckenstein (29), Hirschberg (24), Niemes (29), Alt-Ehrenberg (27), Schluckenau (33), Warnsdorf (33), Falkenau (23), Graslitz (31), Mies (28), Neuern (20), Win­terberg (23), Tachau (31), Tepl (29), Zwittau (29), Müglitz (24), Mährisch-Schönberg (30), Teplitz- Schönau (29), Fischern (27), Wallern (27). Den Bürgermeister und den ersten Bürtzermeisterstell- Vertreter stellt die Sudelendeutsche Partei in Boden­bach (29), Haida (21), Neudeck (25), Troppau (29), Leitmeritz (24) und Postelberg (16).

Heftige Kämpfe um Tienshan.

H a n f a u , 18. Juni. (Europapreß. Funkspruch.) Die chintzsisch-japanischen Kämpfe im Anking- Abschnitt haben sich hauptsächlich um den Be­sitz der Stadt Tienshan konzentriert. Von bei­den Seiten sind große Truppenverstärkungen her- angezogen worden. Die Bedeutung Tienshans liegt vor allem darin, daß die von hier ausgehende Land- sttaße den Zugang zur Gebirgsgegend an der Grenze zwischen den Provinzen Hupeh und Anhwei bildet. Die auf dem Jangtse befindlichen japanischen Kriegsschiffe sind, um eine Möglichkeit zu weiteren Landungen ausfindig au machen, von An- kin weiter nach Westen gefahren. Sie beschie- ßen auf ihrer Fahrt beide Ufer des Jangtses. Die bei den Madang-Forts liegende chinesische F l u ß d a 11 e r i e ist erneut von japanischen Flie- gern bombardiert worden.

Auch am Jangtse droht lleberschwenimung.

Schanghai, 19. Juni. (Europapreß.) Die Ge­fahr einer Riesenüberschwemmung im Jangtse-Tal wächst stündlich. Durch die anhal­tenden Regenfälle steigt der Wasserspiegel dieses Stromes unaufhaltsam und reicht schon beinahe an die Höhe des Jahres 1931. In diesem Jahre trat der Strom in seit Jahrhunderten nicht mehr erlebten Ausmaßen über die Ufer und überschwemmte Tau­send« yon Quadratkilometer, In Hankau sollen M

Der Stand der Nationalitätenfrage.

Prag über das Programm der künftigen Besprechungen.

Die Lnsel Hainan wird Kriegsschauplatz

Unterbindung der Waffenzufuhr in Südchina.