Rr. m Erstes Blatt
188. Zahrgang
Montag, 20. Juni 1958
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war,
der der
neralstöben eine Streitmacht,
Leipzig, 18. Juni. (DNB.) Die Leipziger Universitätstage, die weiten Kreisen ein Bild von der Eigenart und Bedeutung der wissenschaftlichen Arbeit und von den großen Aufgaben der Hochschule im nationalsozialistischen Reich verschaffen sollen, wurden durch Reichserziehungs- minister R u st eröffnet. In einer Ansprache ging der Minister von dem Wort aus: „Störe mir meine Kreise nicht", das vielfach symbolisch für die Haltung der Wissenschaft geworden sei. So habe auch die deutsche Universität zunächst verständnislos dem lebendigen Geschehen gegenübergestanden, als die Bewegung Adolf Hitlers' in die Hörsäle einbrach, um sie zu erobern. Die junge Generation, fuhr der Minister fort, begriff das große Geschehen und wurde unruhig, als von den Kathedern herunter nichts von diesem Geschehen bemerkbar wurde.
Soldaten gemacht hätte — wenn nicht der Nationalsozialismus den Verrätern den Boden entzogen hätte im Volk — wenn er die Verräter nicht dorthin geschickt hätte, wohin sie gehören, in die Konzentrationslager! (Stürmische Zustimmung.)
Nur mit dem nationalsozialistischen Bolt konnte der Führer es wagen, unter Hinwegsetzung über den Versailler Vertrag erst heimlich aufzurüsten und dann offen a u f z u r ü st e n. Erst mit dem nationalsozialistischen Volk konnte der Führer es wagen, die allgemeine Wehrpflicht zu erklären, konnte der Führer.es wagen, in das Rheinland einzurücken und die West- grenze zu befestigen. (Lebhafter Beifall.)
Erst gestützt auf das nationalsozialistische Volk konnte" der Führer den F l o t t e n v e r t r a g abschließen und an den Bau von Schiffen gehen, die wirklich allen modernen Anforderungen entsprechen. Erst mit dem nationalsozialistischen Volk vermochte der Führer eine der stärk st en Luftwaffe der Welt aufzubauen! Was hätte der Reichstag früherer Sorte gesagt, wenn der Führer auch nur den zehnten Teil dessen für den Aufbau der Wehrmacht als Forderung aufgestellt hätte, was er tatsächlich baute! Im Reichstag der Abgeordneten des Volksoerrats wären wir vermutlich heute nach fünf Jahren mit der Debatte über die erste Rate noch nicht fertig. Unsere Wehrmacht wäre noch immer ein schwacher Notbehelf! So aber besitzen wir eine Wehrmacht, von der niemand mehr Zweifel hegt, daß sie eben kein Notbehelf ist. (Jubelnde Zustimmung.)
der Welt bekannt
Volk der Soldaten seid. So wie in Ostpreußen sich Trutzburgen aus alter Zeit erheben, so ist ganz Ostpreußen zu einer Trutzburg geworden! (Minutenlange Beifallsstürme.) Braun und grau steht ihr vor mir, die Besatzung dieser Trutzburg.
Ihr bringt zum Ausdruck, daß ihr so, wie ihr hier gleichsam symbolisch, zusammenstehl, auch stets zusammenhaltet, euch einander ergänzt: Die Wehrmacht als Schuh gegen den Versuch eines Feindes, von außen anzugreifen, die Partei als Schuh vor dem Versuch des Feindes, im Innern einzudringen! Gegenseitig beeinflußt ihr euch mit soldatischem Geist, mit dem Geist der neuen Weltanschauung. Ihr steht gemeinsam und ihr marschiert gemeinsam Seite an Seite für Führer und Reich! Die einen sind ohne die anderen auf die Dauer nicht denkbar." (Stürmische Zustimmung.)
Nach der. Kundgebung fand auf dem Trommel- Platz ein Vorbeimarsch vor dem Stellvertreter des Führers statt. An der Spitze marschierten hie Bataillone der Wehrmacht, es folgten die Gliederungen der Partei und der Reichsarbeitsdienst. Mit einem Volksfest in der KdF.-Stadt und einem gewaltigen Feuerwerk fand das Gau-Jubiläum seinen Abschluß. i
Reichsmimster Frick aus dem Gauappell Ostpreußens.
Königsberg, 18. Juni. (DNB.) Auf dem Parterappell in der Schlageter-Halle legte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley den Parteigenossen der Nordostmark vor allem die Pflicht zu höchster Verantwortungsfreudigkeit ans Herz. Dann schilderte Reichsinnenminister Dr. Frick die einzelnen Etappen nationalsozialistischen Aufbaues in Staat und Wirtschaft und hob hervor, daß die lebendige Fühlung zwischen Volk und Staatsführung, die die Voraussetzung aller Erfolge sei, durch die Partei vermittelt werde. Mit besonderem Nachdruck würdigte der Reichsminister dann die aufopferungsvolle Arbeit des vom nationalsozialistischen Geist erfüllten B e - a m t e n t u m s, ohne dessen Mitwirkung der Aufbau niemals möglich gewesen wäre. Der Minister knüpfte daran die Hoffnung, daß in Anbetracht des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwungs bald auch für die deutschen Beamten ein- gerechter Ausgleich ermöglicht werden kann. Die Weiterführung des großen deutschen Aufbauwerkes durch Partei und Sta»t habe einen aufrichtigen deutschen Friedenswillen zur Voraussetzung. Allerdings soll man nicht vergessen, daß heute ein neues Deutschland erstanden sei, dessen Friedensliebe ihre Grenzen in den Lebensrechten des deutschen Volkes finde. Der Minister erwähnte die neueste tschechische Grenzverletzung und erklärte: „Wem, immer wieder lieb er griffe erfolgen, dann wird man, wenn schließlich papierne Proteste nichts mchr nützen, zu d r a • stischeren Mitteln schreiten müssen. Wir wollen den Frieden, und das deutsche Volk ist friedlich gesinnt. Aber man soll unsere Geduld nicht mißbrauchen.
wenn er nicht aus einem Volk Pazifisten wieder ein Volk
einen Klein st aat ausgereicht hätte.
Deutschland wäre wehrlos geblieben, wenn nicht der Nationalsozialismus die Voraussetzung geschaffen hätte für das Entstehen einer neuen großen Wehrmacht — wenn nicht der Nationalsozialismus das Volk mit einem neuen Geist erfüllt hätte mit dem Dillen, sich zu wehren,
Unser Recht auf Lebensfreude.
Dr. Goebbels auf dem ersten nationalsozialistischen Volksfest im Wiener Prater.
Kameradschaft zwischen Partei und Wehrmacht
Der Stellvertreter des Führers
auf dem Gauappell in Königsberg am ttll. Jahrestag des Gaues Ostpreußen.
Um die Aevformung der deutschen Hochschule
Reichsminister Rust eröffnet die Leipziger Universitätstage.
deren Stärke kaum für
Wir sind nicht zuletzt stark, weil der Geist des Volkes hinter der Wehrmacht besser ist denn je. Ihr. alle hier seid ein kleiner Ausschnitt aus diesem Volk, seid ein kleiner Ausschnitt aus dieser Wehrmacht, und Ihr seid gemeinsam die Träger des neuen Geistes — des Geistes der großen Kameradschaft, der Hingabe an Deutschland, der Opferbereitschaft für Deutschland, der Liebe zu Deutschland und der Liebe zu seinem Führer."
„Die letzten Wochen erst", so führte Rudolf heß weiter aus, „hätten wieder bewiesen, wie gut die deutsche Führung sei. Die Güte dieser Führung hätte sich gezeigt in der Tat und vor allem auch im Nichtstun! (Stürmische Beifallskundgebung.) Dieses „Nichtstun", dieses Nichtprovozierenlassen bedeute die Wahrung des Friedens für uns und ganz Europa. (Erneuter Beifall.) wir wissen, daß zur gleichen Zeit anderwärts Wobil- machungsordern auf Schreibtischen lagen! hätte das Tun anderwärts wirklich zum Kriege geführt, wie die Provokateure erhofften: das Ergebnis wäre gewesen, daß die Tätigkeit von vielleicht Millionen gus Zerstören um- gestellt worden wäre — auf Zerstören mit den raffiniertesten und furchtbarsten Mitteln, die je Rlenschenhirne für diesen Zweck erdachten. Wer den Weltkrieg an der Front miterlebt hat, habe einen Begriff bekommen von der Fähigkeit des modernen Menschen im Zerstören, wenn seine Tätigkeit auf Zerstören konzentriert wird!"
„Nicht umsonst habe ich", so betonte Rudolf Heß, „bereits vor Jahren von hier aus mich an die Frontkämpfer der Welt gewandt mit einem Appell, zusammenzuwirken, auf daß eine zweite Katastrophe dieser Art verhindert witd. (Beifall.) Ich mußte, daß dieser Appell bei den Frontkämpfern auf fruchtbaren Boden fallen müsse, und er ist auf fruchtbaren Boden gefallen! Aus allen Teilen der Welt kam die Zustimmung, und erst letzter Tage waren Frontkämpfer aus Südafrika bei mir in Berlin zu Gast, die ihre Fahrt über die Schlachtfelder Frankreichs nach Deutschland eine Pilgerfahrt nannten, getragen „vom guten Willen".
Ich wünschte, der gute Wille würde aus allen Seiten den Sieg davontragen. (Beifall.) Aber leider ist dieser gute Wille nicht überall vorhanden! Nie sehr man sich in der übrigen Welt bemüht, uns immer wieder klarzumachen, daß dieses neue Deutschland sich nicht der Liebe aller erfreut — das wissen wir. And wenn ich feststellte, daß die neue Wehrmacht nicht hätte entstehen können ohne den Nationalsozialismus, so wissen wir auch, daß andererseits der Nationalsozialismus auf die Dauer nicht bestehen könnte ohne diese neue Wehrmacht. (Stürmischer, anhaltender Beifall.) Gerade die nationalsozialistischen Errungenschaften dieses neuen Deutschlands sind es, die vielerorts mit höchstem Mißfallen betrachtet werden. Man sagt sich: Die reden ja nicht nur von Sozialismus, sondern sind in der Tat Soziale st e n ! (Beifall.) Wohin soll das führen, wenn das Schule macht! Wohin soll das führen, wenn die eigenen Arbeiter eines Tages auch Schönheit der Arbeit, kdF.-Reisen, Theatervorstellungen, billige Volksautomobile ufw. fordern!
Und gerade die sogenannten sozialistischen S t a a t en s i n d e s , die uns mit dem meisten Haß bedenken! Wer die Auswirkungen ihres angeblichen Sozialismus kennt, den wundert es nicht, daß sie uns hassen, die wir wahre Sozialisten sind. Bei uns gibt es kein Stachanow-System, kein Antreiber- System, das trotz allem den Verfall nicht aufhält und den Hunger nicht verhindert. Wir brauchen nicht die Ausländer auszuweisen, die erzählen können, wie es in der übrigen Welt ausfieht. Wir bringen nicht allmählich alle Landsleute um, die im Auslande waren und ein Bild im Kopf tragen, mit dem die Zustände im eigenen Lande nicht verglichen werden dürfen. Das marxistisch-bolschewistische Rußland aber tut das!
Für sicherer aber hält man es dort anscheinend noch, die Staaten des wirklichen Sozialismus wenn irgend möglich zu vernichten, um mit ihnen die Beispiele aus der Welt zu schaffen, wie wirklicher Sozialismus aussieht. Wir wissen, aus welchen Quellen die Kriegshetze gegen das nationalsozialistische Deutschland und gegen das faschistische Italien gespeist wird! Aber sie werden uns nicht umb rängen! Diese beiden Staaten stehen zusammen im Bewußtsein der gemeinsamen Gegner, innerlich verbunden durch gemeinsame, große Ideen, getragen vom Vertrauen und der Freundschaft ihrer Führer untereinander. (Begeisterte Zustimmung.)
„Ihr hier in Ostpreußen", so rief Rudolf Heß unter der begeisterten Zustimmung der Massen aus, „steht auf Vorposten gegen d e n Bolschewismus! Ich weiß, dieser Vorposten ist zu einem
tigen st a a t s p o l i t i s ch e n Aufgabe. Daher haben wir auch die Organisation, der diese Arbeit zufällt, ,„Krast durch Freude" genannt. An ledern 1. Mai geben wir unserem nationalsozialistischen Deutschland, während sonst in den meisten Ländern der Welt der Klassenhaß regiert, die Parole „Freut euch des Lebens!" aus. Das heißt nicht, daß wir über der Freude die Arbeit vergessen. Wir sind aber der Ansicht, daß der Mensch, der die ganze Woche schwer arbeiten muß, ein Recht darauf hat, sich am Sonntag zu freuen. Diese Freude vermittelt ihm auch die Kraft für die Arbeit der kommenden Woche. Wir tun unsere Pflicht, und nach erfüllter Pflicht wollen wik uns nach bester deutscher Art unseres Lebens freuen.
Beim Einbruch der Dämmerung wurde das Sonn- wendfeuer entzündet. Bürgermeister Dr. - Jng. Ne u d ach er hielt die Feuerrede, in der er u. a. ausführte, daß Wien nicht nur die Stadt der Kongresse sei, nicht bloß die sprichwörtliche Stadt der Lieder und der Drohen Feste, Wien sei außerdem noch das Bollwerk der deutschen Nation. Es habe nicht umsonst zwei Türkenbelagerungen überstanden. Der Bürgermeister gedachte schließlich des fünften Jahrestages des Verbotes der Partei.
W i e n , 19. Juni. (DNB.) Aus Anlaß der Reichstheaterfestwoche wurde am Sonntagnachmittag auf der Jesuitenwiese in Wien das erste große Volksfest gefeiert. 100 000 Wiener Volksgenossen hatten sich dazu eingefunden. Reichsminister Dr. Goebbels erklärte, daß er nicht beabsichtigt habe, auf diesem Volksfest das Wort zu ergreifen. Nachdem er jedoch in der ausländischen Presse gelesen habe, daß in der Wiener Bevölkerung und Parteiorganisation schwere Krisen ausgebrochen seien (stürmische Heiterkeit), habe er sich doch entschlossen, einige Worte ju sagen. „Diese Berichterstattung der Auslandspresse kennen wir. Die Federhelden der Demokratie aus Paris und London werden nicht müde, sich eigene Trost- bofumente herzu st ellen, an denen sie sich dann wieder selbst aufzurichten versuchen. Ich aber bin hierher gekommen, um mit Ihnen allen zusammen ein wahres Fest der Freude zu feiern. Oft erklären uns Besserwisser und Miesmacher, daß wir eigentlich in diesen ernsten Zeiten überhaupt keine Feste feiern durften. Diesen Kritikern möchte ich sagen, daß, je schwerer die Zeit ist, um so mehr Veranlassung besteht für eine wahre Volksführung, dem Volke Freude zu vermitteln. Ja, gerade in schweren Zeiten wird diese Tätigkeit zu einer w i ch-
Königsberg, 19. Juni. (DNB.) Der zehnjährige Gauparteitag in Königsberg erreichte feinen Höhepunkt mit einer Kundgebung, auf der d e r Stellvertreter des Führers, Reichs- minifter' Rudolf Heß, vor 70 000 Menschen der Parteigliederungen und des Reichsarbeitsdienstes, sowie vor 4000 Soldaten der Wehrmacht sprach. Die Kundgebung auf dem neuen Aufmarschplatz Königsbergs, dem Erich-Koch-Platz, dokumentierte eindrucksvoll die herzliche und feste Kameradschaft, die in dem Soldatenland Ostpreußen Partei und Wehr nva d) t verbindet. Gauleiter Koch meldete dem Stellvertreter des Führers, daß neben den hier angetretenen Gliederungen in ganz Ostpreußen die Bevölkerung angetreten feie, um gemeinsam den Jubiläumstag des Gaues zu begehen. Dieser Aufmarsch sämtlicher Parteigliederungen, der Wehrmacht und des Arbeitsdienstes dokumentiere die innere Kraft und Geschlossenheit des Vaterlandes. „Melden Sie dem Führer", so schloß Gauleiter Koch, „daß in dieser Provinz eine bis zum äußersten Grenzwinkel geschlossene nationalsozialistisch ausgerichtete Bevölkerung steht."
Stellvertreter des Führers überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Führers. In einem eVrgleich der Zeit vor zehn Jahren und heute umriß Rudolf Heß die Entwicklung, die dank des Einsatzes der alten Kampfgenossen der Gau Ostpreußen und das Reich genommen habe. In den Mittelpunkt der weiteren Ausführungen stellte er die Kameradschaft der Partei und der Wehrmacht.
„Angesichts der Bataillone der jjungen deutschen Wehrmacht vor uns", so sagte Rudolf Heß, „können wir gerade auch an der Geschichte unserer Armee ermessen, welche Bedeutung diese vergangenen zehn Jahre haben: Ein kleines Heer war nach dem Zusammenbruch entstanden, eine Insel ber Disziplin, aber schwach an Zahl, ohne tragende Idee. Es war vorauszusehen, daß es fortgespült würde, wenn die rote Flut des Marxismus und Bolschewismus in den Massen des Volkes aufschäumen würde, und es war erst recht vorauszusehen, daß dieses kleine Heer, ohne schwere Artillerie, ohne Tanks, ohne Flugzeuge, mit einem Gegner einen verzweifelten tapferen Kampf führen, aber auf die Dauer nicht würde standhalten können. Niemand unter den Verantwortlichen glaubte es verantworten zu können, sich üuer die militärischen Klauseln des Versailler Vertrages im großen Stil hinwegzusetzen, und sie hätten es auch nicht verantworten können; denn überall saßen ja Verräter im eigenen Volk, bereit, jeden Verstoß gegen die Vertragsbestimmungen hinauszuschreien in die Welt. Im Reichstag 'selbst saßen sie! Sie gaben nicht eher Ruhe, bis jedes Geheimnis der Landesverteidigung vor ihnen und damit der Oeffentlichkeit preisgegeben wurde — f i e trieben Landesverrat unter der Biedermannsmiene des „besorgten Volksvertreters?" Kurz, Deutschland verfügte insgesamt über eine Streitmacht, die bis in alle Einzelheiten allen Ge-
kann, ist geschehen. Aber die Planung des deutschen Unioersitätswesens ist nicht das Entscheidende, entscheidend ist die Zahl von schöpferischen Menschen, die aus den Hochschulen hervorgehen. Hierzu ist erforderlich, daß auch die Dozenten im National- sozialisrnus ein Bekenntnis sehen. Die deutsche Wissenschaft wird erst, wenn sie den Nationalsozialismus nicht erträgt, sondern trägt, ihrer größten Zukunft entgegengehen.
Die Anregung der Hochschultage geht auf die einfache Lehre zurück, die wir als'Nationalsozialisten bekommen haben, daß nämlich Diskussionen nicht so wertvoll sind, wie einmal in derselben Kolonne auf der Straße zu marschieren. Die junge studentische Mannschaft ging ins Volk, indem sie sich im Landdienst und Fabrikdienst einsetzte. Nun will die Hochschule in ihrer Gesamtheit diesen Schritt tun und in das Leben gehen. Niemand will dem Forscher sein stilles Zimmer nehmen, im Gegenteil, wir wollen es schützen. Wohl aber gibt es eine natürliche Verbindung der wissenschaftlichen Arbeit mit dem Volk. Hier wird das Tor weit geöffnet, damit das deutsche Volk in eine Hochschule hinein geht und begreift, daß hier ein. Schatz begraben liegt, vor den es sich stellen muß wie ein Posten.
Die Neugestaltung
der Neichshauptstadt.
Oberbürgermeister Zörner
Präsident der DurchführungHstellc.
Berlin, 19. Juni. (DNB.) Nunmehr tritt die Durchfuhrungsstelle für die Neugestaltung der Reichshauptstadt in Erscheinung. Zu ihrem Präsidenten hat der Führer und Reichskanzler den Ober- i burgermeister der Landeshauptstadt Dresden, Parteigenossen Zörner, berufen, der auch der Stellvertreter des Generalbauinspektors ist. Die neue Verwaltungsstelle des Reiches wird alle sich aus der von Prof. Speer aufgestellten Planung ergebende«
In Deutschland gibt es heute nur mitmar» schieren oder a u s s ch e i d e n. Ich hatte, so erklärte der Minister, den Befehl, die Hochschulen in die Bewegung hineinzustellen. Deshalb mußten Menschen, die blutmäßig oder ihrer geistigen Entwicklung nach den Dingen feindselig gegenüberstanden, entfernt werden. Nicht politische Gegner haben wir entfernt, sondern Menschen, die unsere junge Mannschaft gar nicht erziehen, sondern nur verderben konnten. Wir durften die Fahne der Bewegung nicht nur in den Universitäten aufpflanzen, sondern mußten auch dafür sorgen, daß man sich M dieser Fahne, daß man sich zu Blut und Hakenkreuz bekennt, d. h. zur deutschen Rasse und zur Anerkennung des Kosmos und feiner ewigen Gesetze. Ihr jungen Kameraden seid der Vor'trupp der neuen deutschen Zeit. Der Führer hat, als er zum zweiten Vierjahresplan aufrief, vor der ganzen Welt bekundet, daß nicht der Körper allein, sondern der schöpferische Geist das große Werk vollenden muß. So habt ihr, die Möglichkeit, dem deutschen Volk die Forschung' verständlich zu machen. Es handelt sich nicht mehr um die Existenz- ... ..... ^'age der Universitäten, sondern um ihre neue
guten Bollwerk ausgebaut, well chr Ostpreußen ein ‘gormung. Was organisatorisch getan werden


