Einzelbild herunterladen

Rr. m Erstes Blatt

188. Zahrgang

Montag, 20. Juni 1958

tr)d)emr lüg lich, außer Sonntag» und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat im Bild - Die Scholl»

monatsiBesugspreis:

Mil 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierte , 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer GewaÜ

Zernsprechanschlüffe

unter Sammelnummer 2251

Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Gietzev postscheckionto:

Krankfurt am Main 11688

Gietzemr Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

OruA und Verlag: vrühlsche Universilätsdruckerei R. Lange in Sietzen. Schristleitung und Geschäslrftelle: Schulftratze 7

Annahme von Anzeigen für die Miltagsnummer vis 8'/,Uhr des Dormittags

Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rpf., für Text­anzeigen von 70mm Breite 50Rpf.,PIatzvorschrist nach vorh. Dereinbg.25"/, mehr.

Ermöhigie Grundpreise:

Stellen-, Vereins», gemein­nützige Anzeigen sowie ein­spaltige Gelegenheitsanzei­gen 5 Rpf., Familienanzei­gen, Bader-, Unterrichts» u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B

war,

der der

neralstöben eine Streitmacht,

Leipzig, 18. Juni. (DNB.) Die Leipziger Universitätstage, die weiten Kreisen ein Bild von der Eigenart und Bedeutung der wissen­schaftlichen Arbeit und von den großen Aufgaben der Hochschule im nationalsozialistischen Reich ver­schaffen sollen, wurden durch Reichserziehungs- minister R u st eröffnet. In einer Ansprache ging der Minister von dem Wort aus:Störe mir meine Kreise nicht", das vielfach symbolisch für die Hal­tung der Wissenschaft geworden sei. So habe auch die deutsche Universität zunächst verständnislos dem lebendigen Geschehen gegenübergestanden, als die Bewegung Adolf Hitlers' in die Hörsäle einbrach, um sie zu erobern. Die junge Generation, fuhr der Minister fort, begriff das große Geschehen und wurde unruhig, als von den Kathedern herunter nichts von diesem Geschehen bemerkbar wurde.

Soldaten gemacht hätte wenn nicht der Nationalsozialismus den Verrätern den Boden entzogen hätte im Volk wenn er die Verräter nicht dorthin geschickt hätte, wohin sie gehören, in die Konzentrationslager! (Stür­mische Zustimmung.)

Nur mit dem nationalsozialistischen Bolt konnte der Führer es wagen, unter Hinwegsetzung über den Versailler Vertrag erst heimlich aufzurüsten und dann offen a u f z u r ü st e n. Erst mit dem nationalsozialistischen Volk konnte der Führer es wagen, die allgemeine Wehrpflicht zu erklären, konnte der Führer.es wagen, in das Rheinland einzurücken und die West- grenze zu befestigen. (Lebhafter Beifall.)

Erst gestützt auf das nationalsozialistische Volk konnte" der Führer den F l o t t e n v e r t r a g ab­schließen und an den Bau von Schiffen gehen, die wirklich allen modernen Anforderungen entspre­chen. Erst mit dem nationalsozialistischen Volk ver­mochte der Führer eine der stärk st en Luft­waffe der Welt aufzubauen! Was hätte der Reichstag früherer Sorte gesagt, wenn der Führer auch nur den zehnten Teil dessen für den Aufbau der Wehrmacht als Forderung aufgestellt hätte, was er tatsächlich baute! Im Reichstag der Abge­ordneten des Volksoerrats wären wir vermutlich heute nach fünf Jahren mit der Debatte über die erste Rate noch nicht fertig. Unsere Wehrmacht wäre noch immer ein schwacher Notbehelf! So aber besitzen wir eine Wehrmacht, von der niemand mehr Zweifel hegt, daß sie eben kein Notbe­helf ist. (Jubelnde Zustimmung.)

der Welt bekannt

Volk der Soldaten seid. So wie in Ostpreu­ßen sich Trutzburgen aus alter Zeit erheben, so ist ganz Ostpreußen zu einer Trutzburg geworden! (Minutenlange Beifallsstürme.) Braun und grau steht ihr vor mir, die Besatzung dieser Trutzburg.

Ihr bringt zum Ausdruck, daß ihr so, wie ihr hier gleichsam symbolisch, zusammenstehl, auch stets zusammenhaltet, euch einander er­gänzt: Die Wehrmacht als Schuh gegen den Versuch eines Feindes, von außen anzugrei­fen, die Partei als Schuh vor dem Versuch des Feindes, im Innern einzudringen! Gegen­seitig beeinflußt ihr euch mit soldatischem Geist, mit dem Geist der neuen Weltanschauung. Ihr steht gemeinsam und ihr marschiert gemeinsam Seite an Seite für Führer und Reich! Die einen sind ohne die anderen auf die Dauer nicht denk­bar." (Stürmische Zustimmung.)

Nach der. Kundgebung fand auf dem Trommel- Platz ein Vorbeimarsch vor dem Stellvertreter des Führers statt. An der Spitze marschierten hie Bataillone der Wehrmacht, es folgten die Gliederun­gen der Partei und der Reichsarbeitsdienst. Mit einem Volksfest in der KdF.-Stadt und einem ge­waltigen Feuerwerk fand das Gau-Jubiläum seinen Abschluß. i

Reichsmimster Frick aus dem Gauappell Ostpreußens.

Königsberg, 18. Juni. (DNB.) Auf dem Parterappell in der Schlageter-Halle legte Reichs­organisationsleiter Dr. Ley den Parteigenossen der Nordostmark vor allem die Pflicht zu höchster Verantwortungsfreudigkeit ans Herz. Dann schil­derte Reichsinnenminister Dr. Frick die einzelnen Etappen nationalsozialistischen Aufbaues in Staat und Wirtschaft und hob hervor, daß die leben­dige Fühlung zwischen Volk und Staatsführung, die die Voraussetzung aller Erfolge sei, durch die Partei vermittelt werde. Mit besonderem Nachdruck würdigte der Reichsminister dann die aufopferungsvolle Arbeit des vom nationalsozialistischen Geist erfüllten B e - a m t e n t u m s, ohne dessen Mitwirkung der Auf­bau niemals möglich gewesen wäre. Der Minister knüpfte daran die Hoffnung, daß in Anbetracht des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwungs bald auch für die deutschen Beamten ein- gerechter Ausgleich ermöglicht werden kann. Die Weiterführung des großen deutschen Auf­bauwerkes durch Partei und Sta»t habe einen aufrichtigen deutschen Friedenswillen zur Voraussetzung. Allerdings soll man nicht ver­gessen, daß heute ein neues Deutschland erstanden sei, dessen Friedensliebe ihre Grenzen in den Lebensrechten des deutschen Volkes finde. Der Minister erwähnte die neueste tschechische Grenz­verletzung und erklärte:Wem, immer wieder lieb er griffe erfolgen, dann wird man, wenn schließ­lich papierne Proteste nichts mchr nützen, zu d r a stischeren Mitteln schreiten müssen. Wir wollen den Frieden, und das deutsche Volk ist fried­lich gesinnt. Aber man soll unsere Geduld nicht miß­brauchen.

wenn er nicht aus einem Volk Pazifisten wieder ein Volk

einen Klein st aat ausgereicht hätte.

Deutschland wäre wehrlos geblieben, wenn nicht der Nationalsozialismus die Voraussetzung geschaffen hätte für das Entstehen einer neuen großen Wehrmacht wenn nicht der Nationalsozialismus das Volk mit einem neuen Geist er­füllt hätte mit dem Dillen, sich zu wehren,

Unser Recht auf Lebensfreude.

Dr. Goebbels auf dem ersten nationalsozialistischen Volksfest im Wiener Prater.

Kameradschaft zwischen Partei und Wehrmacht

Der Stellvertreter des Führers

auf dem Gauappell in Königsberg am ttll. Jahrestag des Gaues Ostpreußen.

Um die Aevformung der deutschen Hochschule

Reichsminister Rust eröffnet die Leipziger Universitätstage.

deren Stärke kaum für

Wir sind nicht zuletzt stark, weil der Geist des Volkes hinter der Wehrmacht besser ist denn je. Ihr. alle hier seid ein kleiner Ausschnitt aus diesem Volk, seid ein kleiner Ausschnitt aus dieser Wehrmacht, und Ihr seid gemeinsam die Träger des neuen Geistes des Geistes der großen Kameradschaft, der Hingabe an Deutschland, der Opferbereitschaft für Deutschland, der Liebe zu Deutschland und der Liebe zu seinem Führer."

Die letzten Wochen erst", so führte Rudolf heß weiter aus,hätten wieder bewiesen, wie gut die deutsche Führung sei. Die Güte dieser Führung hätte sich gezeigt in der Tat und vor allem auch im Nichtstun! (Stürmische Beifalls­kundgebung.) DiesesNichtstun", dieses Nichtprovozierenlassen bedeute die Wahrung des Friedens für uns und ganz Europa. (Erneuter Beifall.) wir wissen, daß zur gleichen Zeit anderwärts Wobil- machungsordern auf Schreibtischen lagen! hätte das Tun anderwärts wirklich zum Kriege geführt, wie die Provokateure erhofften: das Ergebnis wäre gewesen, daß die Tätigkeit von vielleicht Millionen gus Zerstören um- gestellt worden wäre auf Zerstören mit den raffiniertesten und furchtbarsten Mitteln, die je Rlenschenhirne für diesen Zweck erdachten. Wer den Weltkrieg an der Front miterlebt hat, habe einen Begriff bekommen von der Fähig­keit des modernen Menschen im Zerstören, wenn seine Tätigkeit auf Zerstören konzen­triert wird!"

Nicht umsonst habe ich", so betonte Rudolf Heß, bereits vor Jahren von hier aus mich an die Front­kämpfer der Welt gewandt mit einem Appell, zusammenzuwirken, auf daß eine zweite Katastrophe dieser Art verhindert witd. (Beifall.) Ich mußte, daß dieser Appell bei den Frontkämpfern auf fruchtbaren Boden fallen müsse, und er ist auf fruchtbaren Boden gefallen! Aus allen Teilen der Welt kam die Zustimmung, und erst letzter Tage waren Frontkämpfer aus Südafrika bei mir in Berlin zu Gast, die ihre Fahrt über die Schlachtfelder Frankreichs nach Deutschland eine Pilgerfahrt nannten, ge­tragenvom guten Willen".

Ich wünschte, der gute Wille würde aus allen Seiten den Sieg davontragen. (Beifall.) Aber leider ist dieser gute Wille nicht überall vorhanden! Nie sehr man sich in der übrigen Welt bemüht, uns immer wieder klarzumachen, daß dieses neue Deutschland sich nicht der Liebe aller erfreut das wissen wir. And wenn ich feststellte, daß die neue Wehr­macht nicht hätte entstehen können ohne den Nationalsozialismus, so wissen wir auch, daß andererseits der Nationalsozialismus auf die Dauer nicht bestehen könnte ohne diese neue Wehrmacht. (Stürmischer, anhal­tender Beifall.) Gerade die nationalsozialisti­schen Errungenschaften dieses neuen Deutsch­lands sind es, die vielerorts mit höchstem Mißfallen betrachtet werden. Man sagt sich: Die reden ja nicht nur von Sozia­lismus, sondern sind in der Tat Sozia­le st e n ! (Beifall.) Wohin soll das führen, wenn das Schule macht! Wohin soll das führen, wenn die eigenen Arbeiter eines Tages auch Schönheit der Arbeit, kdF.-Reisen, Theatervor­stellungen, billige Volksautomobile ufw. fordern!

Und gerade die sogenannten sozialistischen S t a a t en s i n d e s , die uns mit dem meisten Haß bedenken! Wer die Auswirkungen ihres angeblichen Sozialismus kennt, den wundert es nicht, daß sie uns hassen, die wir wahre Sozialisten sind. Bei uns gibt es kein Stachanow-System, kein Antreiber- System, das trotz allem den Verfall nicht aufhält und den Hunger nicht verhindert. Wir brauchen nicht die Ausländer auszuweisen, die erzählen können, wie es in der übrigen Welt ausfieht. Wir bringen nicht allmählich alle Landsleute um, die im Aus­lande waren und ein Bild im Kopf tragen, mit dem die Zustände im eigenen Lande nicht verglichen wer­den dürfen. Das marxistisch-bolschewi­stische Rußland aber tut das!

Für sicherer aber hält man es dort anscheinend noch, die Staaten des wirklichen Sozialismus wenn irgend möglich zu vernichten, um mit ihnen die Beispiele aus der Welt zu schaffen, wie wirk­licher Sozialismus aussieht. Wir wissen, aus welchen Quellen die Kriegshetze gegen das nationalsozialistische Deutschland und gegen das faschistische Italien gespeist wird! Aber sie wer­den uns nicht umb rängen! Diese beiden Staaten stehen zusammen im Bewußtsein der gemeinsamen Gegner, innerlich verbunden durch gemeinsame, große Ideen, getragen vom Vertrauen und der Freundschaft ihrer Führer untereinander. (Begeisterte Zustimmung.)

Ihr hier in Ostpreußen", so rief Rudolf Heß un­ter der begeisterten Zustimmung der Massen aus, steht auf Vorposten gegen d e n Bolsche­wismus! Ich weiß, dieser Vorposten ist zu einem

tigen st a a t s p o l i t i s ch e n Aufgabe. Daher haben wir auch die Organisation, der diese Arbeit zufällt, ,Krast durch Freude" genannt. An ledern 1. Mai geben wir unserem nationalsozialisti­schen Deutschland, während sonst in den meisten Ländern der Welt der Klassenhaß regiert, die Pa­roleFreut euch des Lebens!" aus. Das heißt nicht, daß wir über der Freude die Arbeit vergessen. Wir sind aber der Ansicht, daß der Mensch, der die ganze Woche schwer arbeiten muß, ein Recht darauf hat, sich am Sonntag zu freuen. Diese Freude vermittelt ihm auch die Kraft für die Arbeit der kommenden Woche. Wir tun unsere Pflicht, und nach erfüllter Pflicht wollen wik uns nach bester deutscher Art unseres Lebens freuen.

Beim Einbruch der Dämmerung wurde das Sonn- wendfeuer entzündet. Bürgermeister Dr. - Jng. Ne u d ach er hielt die Feuerrede, in der er u. a. ausführte, daß Wien nicht nur die Stadt der Kon­gresse sei, nicht bloß die sprichwörtliche Stadt der Lieder und der Drohen Feste, Wien sei außerdem noch das Bollwerk der deutschen Nation. Es habe nicht umsonst zwei Türkenbelagerungen überstanden. Der Bürgermeister gedachte schließlich des fünften Jahrestages des Verbotes der Partei.

W i e n , 19. Juni. (DNB.) Aus Anlaß der Reichs­theaterfestwoche wurde am Sonntagnachmittag auf der Jesuitenwiese in Wien das erste große Volksfest gefeiert. 100 000 Wiener Volksgenossen hatten sich dazu eingefunden. Reichsminister Dr. Goebbels erklärte, daß er nicht beabsichtigt habe, auf diesem Volksfest das Wort zu ergreifen. Nachdem er jedoch in der ausländischen Presse gelesen habe, daß in der Wiener Bevölkerung und Parteiorganisation schwere Krisen ausgebrochen seien (stürmische Heiterkeit), habe er sich doch entschlossen, einige Worte ju sagen. Diese Berichterstattung der Auslandspresse kennen wir. Die Federhelden der Demokratie aus Paris und London werden nicht müde, sich eigene Trost- bofumente herzu st ellen, an denen sie sich dann wieder selbst aufzurichten versuchen. Ich aber bin hierher gekommen, um mit Ihnen allen zusammen ein wahres Fest der Freude zu feiern. Oft erklären uns Besserwisser und Miesmacher, daß wir eigentlich in diesen ernsten Zeiten überhaupt keine Feste feiern durften. Diesen Kritikern möchte ich sagen, daß, je schwerer die Zeit ist, um so mehr Veranlassung besteht für eine wahre Volksführung, dem Volke Freude zu vermitteln. Ja, gerade in schweren Zeiten wird diese Tätigkeit zu einer w i ch-

Königsberg, 19. Juni. (DNB.) Der zehn­jährige Gauparteitag in Königsberg erreichte feinen Höhepunkt mit einer Kundgebung, auf der d e r Stellvertreter des Führers, Reichs- minifter' Rudolf Heß, vor 70 000 Menschen der Par­teigliederungen und des Reichsarbeitsdienstes, so­wie vor 4000 Soldaten der Wehrmacht sprach. Die Kundgebung auf dem neuen Aufmarschplatz Kö­nigsbergs, dem Erich-Koch-Platz, dokumentierte ein­drucksvoll die herzliche und feste Kameradschaft, die in dem Soldatenland Ostpreußen Partei und Wehr nva d) t verbindet. Gauleiter Koch meldete dem Stellvertreter des Führers, daß neben den hier angetretenen Gliederungen in ganz Ostpreußen die Bevölkerung angetreten feie, um gemeinsam den Jubiläumstag des Gaues zu begehen. Dieser Auf­marsch sämtlicher Parteigliederungen, der Wehr­macht und des Arbeitsdienstes dokumentiere die in­nere Kraft und Geschlossenheit des Vaterlandes. Melden Sie dem Führer", so schloß Gauleiter Koch,daß in dieser Provinz eine bis zum äußer­sten Grenzwinkel geschlossene nationalsozialistisch ausgerichtete Bevölkerung steht."

Stellvertreter des Führers überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Füh­rers. In einem eVrgleich der Zeit vor zehn Jah­ren und heute umriß Rudolf Heß die Entwicklung, die dank des Einsatzes der alten Kampfgenossen der Gau Ostpreußen und das Reich genommen habe. In den Mittelpunkt der weiteren Ausführungen stellte er die Kameradschaft der Partei und der Wehrmacht.

Angesichts der Bataillone der jjungen deutschen Wehrmacht vor uns", so sagte Rudolf Heß,kön­nen wir gerade auch an der Geschichte unserer Ar­mee ermessen, welche Bedeutung diese vergangenen zehn Jahre haben: Ein kleines Heer war nach dem Zusammenbruch entstanden, eine Insel ber Disziplin, aber schwach an Zahl, ohne tragende Idee. Es war vorauszusehen, daß es fort­gespült würde, wenn die rote Flut des Marxismus und Bolschewismus in den Massen des Volkes auf­schäumen würde, und es war erst recht vorauszu­sehen, daß dieses kleine Heer, ohne schwere Artillerie, ohne Tanks, ohne Flugzeuge, mit einem Gegner einen verzweifelten tapferen Kampf führen, aber auf die Dauer nicht würde standhalten können. Niemand unter den Verantwortlichen glaubte es verantworten zu können, sich üuer die militärischen Klauseln des Versailler Vertrages im großen Stil hinwegzusetzen, und sie hätten es auch nicht ver­antworten können; denn überall saßen ja Verräter im eigenen Volk, bereit, jeden Verstoß gegen die Vertragsbestimmungen hinaus­zuschreien in die Welt. Im Reichstag 'selbst saßen sie! Sie gaben nicht eher Ruhe, bis jedes Geheimnis der Landesverteidigung vor ihnen und damit der Oeffentlichkeit preisgegeben wurde f i e trie­ben Landesverrat unter der Biedermanns­miene desbesorgten Volksvertreters?" Kurz, Deutschland verfügte insgesamt über eine Streit­macht, die bis in alle Einzelheiten allen Ge-

kann, ist geschehen. Aber die Planung des deutschen Unioersitätswesens ist nicht das Entscheidende, ent­scheidend ist die Zahl von schöpferischen Menschen, die aus den Hochschulen hervorgehen. Hierzu ist er­forderlich, daß auch die Dozenten im National- sozialisrnus ein Bekenntnis sehen. Die deutsche Wissenschaft wird erst, wenn sie den National­sozialismus nicht erträgt, sondern trägt, ihrer größten Zukunft entgegengehen.

Die Anregung der Hochschultage geht auf die einfache Lehre zurück, die wir als'Nationalsozialisten bekommen haben, daß nämlich Diskussionen nicht so wertvoll sind, wie einmal in derselben Kolonne auf der Straße zu marschieren. Die junge studentische Mannschaft ging ins Volk, indem sie sich im Landdienst und Fabrikdienst einsetzte. Nun will die Hochschule in ihrer Gesamtheit diesen Schritt tun und in das Leben gehen. Niemand will dem For­scher sein stilles Zimmer nehmen, im Gegenteil, wir wollen es schützen. Wohl aber gibt es eine natürliche Verbindung der wissenschaftlichen Arbeit mit dem Volk. Hier wird das Tor weit geöffnet, damit das deutsche Volk in eine Hochschule hinein geht und begreift, daß hier ein. Schatz begraben liegt, vor den es sich stellen muß wie ein Posten.

Die Neugestaltung

der Neichshauptstadt.

Oberbürgermeister Zörner

Präsident der DurchführungHstellc.

Berlin, 19. Juni. (DNB.) Nunmehr tritt die Durchfuhrungsstelle für die Neugestaltung der Reichshauptstadt in Erscheinung. Zu ihrem Präsi­denten hat der Führer und Reichskanzler den Ober- i burgermeister der Landeshauptstadt Dresden, Partei­genossen Zörner, berufen, der auch der Stell­vertreter des Generalbauinspektors ist. Die neue Verwaltungsstelle des Reiches wird alle sich aus der von Prof. Speer aufgestellten Planung ergebende«

In Deutschland gibt es heute nur mitmar» schieren oder a u s s ch e i d e n. Ich hatte, so erklärte der Minister, den Befehl, die Hochschulen in die Bewegung hineinzustellen. Deshalb mußten Menschen, die blutmäßig oder ihrer geistigen Ent­wicklung nach den Dingen feindselig gegenüber­standen, entfernt werden. Nicht politische Gegner haben wir entfernt, sondern Menschen, die unsere junge Mannschaft gar nicht erziehen, sondern nur verderben konnten. Wir durften die Fahne der Be­wegung nicht nur in den Universitäten aufpflanzen, sondern mußten auch dafür sorgen, daß man sich M dieser Fahne, daß man sich zu Blut und Haken­kreuz bekennt, d. h. zur deutschen Rasse und zur Anerkennung des Kosmos und feiner ewigen Ge­setze. Ihr jungen Kameraden seid der Vor'trupp der neuen deutschen Zeit. Der Führer hat, als er zum zweiten Vierjahresplan aufrief, vor der ganzen Welt bekundet, daß nicht der Körper allein, sondern der schöpferische Geist das große Werk vollenden muß. So habt ihr, die Möglichkeit, dem deutschen Volk die Forschung' verständlich zu machen. Es handelt sich nicht mehr um die Existenz- ... ..... ^'age der Universitäten, sondern um ihre neue

guten Bollwerk ausgebaut, well chr Ostpreußen eingormung. Was organisatorisch getan werden