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Kilometerfresser auf dem Gchienenstrang

Am 17. Mai starb unser edler, braver und einziger Sohn

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Gießen, den 19. Mai 1938.

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Oer deutsche Außenhandel im April.

Fwd. Die vom Statistischen Reichsamt veröffent­lichten Außenhandelszahlen beziehen sich bis auf weiteres noch auf das deutsche Wirtschaftsgebiet in seinem bisherigen Umfang, d. h. sie stellen nach wie vor den Außenhandel des Attreichs dar. Bis .zur Eingliederung der Ostmark in das deutsche Zoll­gebiet wird der Außenhandel des Landes Oester­reich vom Handelsstatistischen Dienst beim Mini­sterium für Handel und Verkehr in Wien erfaßt und besonders veröffentlicht. In beiden Statistiken wird jedoch vom April ab der Warenverkehr zwi­schen dew Altreich und dem Land Oesterreich nicht mehr als Außenhandel nachgewiesen. In den nach­stehend veröffentlichten Zahlen für April und Januar-April 1938 ist der Warenaustausch des bis­herigen Reichsgebietes mit dem Land Oesterreich nicht mehr enthalten.

Für Großdeutschland ergibt sich im April eine Einfuhr von 477 Mill. Mark und eine Aus­fuhr i)on 451 Mill. Mark.

Die Einfuhr des A l t r e i ch s, die sich auf 429 Mill. Mark belaufen hat, ist gegenüber dem Vormonat (455 Mill. Mark ohne den Warenver­kehr mit dem Land Oesterreich) dem Wert nach um 26 Mill. Mark, d. h. annähernd 6 v. H. gesunken. Dieser Rückgang beruht überwiegend auf der Ab­nahme des Einfuhrvolumens, jedoch ist auch der Einfuhrdurchschnittswert leicht zurückgegangen. Ab­genommen hat die Einfuhr von März zu April vor allem im Bereich der gewerblichen Wirtschaft. In

Der Wille, die Fahrgeschwindigkeit schienengebun­dener Verkehrsmittel rastlos zu steigern, hat einen neuen Sieg erfochten: dem hannoverschen Konstruk­teur Krückenberg ist es gelungen, einen Schnelltriebwagen zu bauen, der auf seiner ersten Probefahrt KölnBerlin eine Geschwindig­keit von 195 Stundenkilometer erreichte. Zwar ge­lang es Kruckenberg schon im Jahre 1931 mit seinem Propellertriebwagen eine Höchstgeschwindig­keit von 235 Stundenkilometer zu erreichen, indesfen eignete sich dieserSchienen-Zeppelin" . aus mehr­fachen Gründen nych nicht für den Einsatz in den fahrplanmäßigen Eisenbahnverkehr, während der neue Schnelltriebwagen Kruckenbergs und darin besteht der große Erfolg ohne weiteres in den praktischen Fahrdienst der Reichsbahn übernommen

werden könnte.

Die Zuschauer dieser Probefahrt eines mit 195 Stundenkilometer dahinfahrenden Schienentrieb- waqens werden sich kaum bewußt geworden fein, daß schon einmal deutsche Menschen an dieser Strecke staunend und bewundernd gestanden haben, als nämlich am 1. Mai 1851 der ersteSchnell­zug" die Strecke BerlinKöln innur" 23V- Stunden zurücklegte, was einer Geschwindigkeit von 40 Stundenkilometer entsprach. Hätte es damals das WortKilometerfresser" schon gegeben, sicher hatte man es auf diesen Schnellzug angewandt, der in der Stunde 10 Kilometer mehr zurücklegte als die bis dahin schnellsten Eisenbahnen und gar 30 Kilo­meter stündlich mehr als die von Pferden gezogene Schnellpost! Doch schon zwei Jahre spater über­flügelte derKurierzug" den Schnellzug vom Jahre 1851, indem er für die Fahrt BerlinKöln nur noch 14Vs Stunden brauchte, also mit 43 Stun­denkilometerdahinbrauste".

Die bald darauf einsetzendeKllometerfresierei auf dem Schienenstrang wurde dann aus Rücksicht auf die Verkehrssicherheit durch das erste Bahn­polizeireglement für die Eisenbahnen Deutschlands vom Jahre 1875 gedämpft. Die Höchstgeschwindig­keit wurde auf 75 Stundenkilometer festgesetzt, die nur ausnahmsweise auf 90 Stundenkilometer er­höht werden durfte. Aber auch dieses Bahnpolizei- reglement wurde durch den Tatendrang der Tech-

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18 Todesopfer beim Untergang eines chilenischen Schleppers. Der chilenische SchlepperFoca" ist nahe der chilenischen Küste u n t e r g e g a n g e n. 18 von 20 Mann ertranken. Das Unglück ist durch die schwere Ladung verursacht worden.

Unwetter in Bulgarien fordert vier Todesopfer.

In Bulgarien sind in den letzten Tagen schwere Unwetter niedergeggngen, die im ganzen Land schwere Schäden an den Saaten verursachten. Bc- ionders schwer waren die Gewitter im Bezirk Schu- men, wo große Hagelkörner fielen. Drei Personen wurden dort von den Hagelkörnern, im Orte Bres- nitza ein 'dreizehnjähriger Junge vöm Blitz er­schlagen. , ,

Wer hat das Millionenlos?

Der Hauptgewinn der mit dem Automobilrennen von Tripolis verbundenen Millionen-Lotte- rie konnte noch nicht ausgezahlt werden. Nach­einander hatten sich drei Chauffeure von Addis Abeba als Gewinner gemeldet, doch stellten sie nach­träglich fest, daß sie in ihrer Aufregung das Opfer eines Irrtums geworden sind, denn das in ihrem Besitz befindliche Los trug die Nummer D 10663 statt 10665. Man weiß daher noch nicht, wem die 4,4 Millionen Lire des ersten Preises zufallen. In Addis Abeba suchen die Journalisten eifrig nach dem Besitzer des Siegesloses, ohne jedoch bisher eine Spur gefunden zu haben. Die ganze Haupt­stadt Abessiniens beteiligt sich an den Fahndungen, besonders auch die Frauen.

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Rumänische Ortschaft eingeäscherl.

Die etwa 1500 Einwohner zählende rumänische Ortschaft Persinari in der Nähe von Mizil im Departement Buzau wurde durch eine gewaltige Feuersbrunst völlig i n A s ch e gelegt. Da starker Wind herrschte und infolge der Trockenheit Wasser­mangel eingetreten war, blieben alle Bemühungen der aus der ganzen Umgebung zu Hilfe geeilten Feuerwehren erfolglos. Hab und Gut der Ein­wohner wurde bis auf den letzten Rest eine Beute der Flammen; die Menschen konnten nur das nackte Leben retten. Den vereinten Anstrengungen der Wehrmänner und der Einwohnerschaft wgr es ledig­lich möglich, ein Uebergreifen des Brandes auf ein unmittelbar benachbartes Dorf zu verhindern. Ob dos Feuer durch Unachtsamkeit ausgekommen ift oder ob Brandstiftung vorliegt, ließ sich bisher noch nicht feststellen. Der Schaden ist sehr groß.

Verheerende Feuersbrünste in Polen.

niker und Konstrukteure überholt, denn als der Fliegende Hamburger" im Mai 1935 das Jubi­läum seiner 1000. Fahrt beging, entwickelte er eine Reisegeschwindigkeit von 125 Stundenkilometer.

Einen beträchtlichen Anteil an dieser Geschwin­digkeitssteigerung hat der Uebergang von dem von einer Lokomotive gezogenen Eisenbahnzug z um Triebwagen, der Lokomotive und Zug in sich vereinigte. Setzte der Siegeszug des Triebwagens im vorigen Jahrhundert und auch vor dem Welt­kriege nur sehr langsam ein, so entwickelte er sich nach dem Kriege dank des fortgeschrittenen Motoren­baues immer schneller, um, wie soeben in dem Kruckenbergschen Triebwagen einen wahren Triumph zu feiern. Doch auch der Lokomotivbau schlief keines­wegs auf seinen Lorbeeren ein. Ein edler Wettstreit zwischen Motor-Triebwagen und Lokomotive setzte ein, in dem für kurze Zeit sogar die Dampflokomo­tive die Oberhand zu gewinnen schien, wofür der Stromlinien-Dampfzug der Reichsbahn, der eine Höchstgeschwindigkeit von 175 Stunden­kilometer besitzt, der beste Zeuge ist.

Schon dieser kurze Ueberblick über dieKilometer­fresser" auf dem Schienenstrang zeigt an, wie müßig es wäre, irgendwie prophezeien zu wollen, daß der Schnelltriebwagen endgültig siegen wird oder um= gekehrt der Stromlinien-Dampfzug; wie es auch müßig wäre, nach der Grenze der Fahrgeschwindig­keit zu fragen; denn, was heute als Grenze er­scheint, ist morgen vielleicht schon eineP £e.

Fahrgeschwindigkeit. Und so wenig unsere Vorfah­ren sich theoretisch um eine Grenzziehung der Höchst­geschwindigkeit auf dem Gebiet» des Eisenbahnver­kehrs bemüht haben, sondern immer versuchten, durch die praktische Tat bisher gezogene Grenzen zu überwinden, so geziemt es auch uns nicht, vor anscheinend unübersteigbaren Grenzen Halt zu machen oder bedenklich zu werden, sondern nur an eine stete Fortentwicklung zu glauben. Weshalb wir auch jenen nimmermüden Pionieren des Schnell- undSchnellst"-Verkehrs nur dankbar zu sein haben und sie unterstützen müssen, im Sinne Goethes, der ein fanatischer Anhänger der Eisenbahn war, sich immer weiter strebend zu bemühen. Dr.y

der Einfuhr der Ernährungswirtschaft war Die Ver­minderung insgesamt verhältnismäßig gering. Eine stärkere Abnahme der Einfuhr von lebenden Tieren und Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs ist durch eine Steigerung des Bezugs von pflanzlichen Nah­rungsmitteln großenteils ausgeglichen worden.

In der Ausfuhr des Altreichs liegt dos Aprilergebnis mit 422 Mill. Mark wertmäßig um annähernd ein Zehntel unter dem des Vormonats. Auch hier ist der Wertrückgang zum Teil durch Preissenkungen verursacht. Ueberwiegend beruht er jedoch a\i\ einer hauptsächlich jahreszeitlich be­dingten Minderung des Ausfuhrvolumens. Innerhalb der Ausfuhr wurden von dem Rückgang alle Gruppen betroffen. Besonders gilt dies für die Fertigwarenausfuhr, die um 34 Mill. Mark ge­ringer war als im Vormonat; jedoch ist auch bei Rohstoffen (Kohlen) und Halbwaren das Dor­monatsergebnis nicht erreicht worden.

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* D i e öffentlichen Lebensoersiche­rungsanstalten im Asiril. Im April 1938 wurden bei den im Verband öffentlicher Lebensver- sicherungsanstaltea in Deutschland zusammengeschlos- - jenen Anstalten 10 691 Anträge gestellt mit 26,79 Millionen Mark Versicherungssumme (gegenüber 13 357 Anträge mit 31,29 Millionen Mark Ver­sicherungssumme im Vormonat und 13 121 Anträ­gen mit 26,91 Millionen Mark Versicherungssumme im April 1937). Jrn Berichtsmonat sind die Ab­schlüsse in der Kleinlebensversicherung der Summe nach niedriger gewesen als in den Dergleichsmona- ten, während die Abschlüsse in der Großlebensver- sicherung der Summe nach diejenigen des Vergleichs­monats im Vorjahre überstiegen haben. Die durch­schnittliche Versicherungssumme betrug im April 1938 in der Großlebensversicherung 3878 Mark, in der Kleinlebensversichepung 497 Mark.

Das Großfeuer, dos, wie bereits gemeldet, in der ostpolnischen Kreisstadt Slonim wütete, konnte erst nach mehrstündiger Bekämpfung durch 20 Feuer- löschzüge und Militär zum Stillstand gebracht wer­den. 17 Wohnhäuser, 6 Scheunen, 18 Ställe sowie ein Speicher und ein großes Holzlager wurden ver­nichtet. In Ostgalizien, im Kreise Koszyrsk, brannte ein großer Kiefernwald nieder.

Die Giftmörderin Warta Marek zum Tode verurteilt.

In dem Prozeß gegen die Halbjüdin Maria Marek, die wegen vierfachen Gift m o r - des und eines Giftmordversuches vor einem Wie­ner Schwurgericht stand, wurde das Urteil gespro- chen. Die Marek, die ihren Mann, eines ihrer Kin­der und zwei entfernte Verwandte mit Rattengift erniordet hatte, um sich in den Besitz von Versiche­rungssummen zu setzen, und aus dem gleichen Grunde einen Giftmordoersuch an ihrem zweiten Kinde versucht hatte, wurde zum Tode ver­urteilt. Der Helfer der Marek bei ihren Betrüge­reien der Jude Jenö Neumann, der zur Zett der Bela-Khun-Herrfchaft in Ungarn Rotgardist bei den Bolschewikenhorden war, erhielt wegen Betru­ges und Veruntreuung drei Jahre schweren Kerker. v ,

Scheußlicher Gatlenmord in Hamburg.

Dieser Tage wurde der Hamburger Polizei ge­meldet, daß von einem Unbekannten Fleischteile m . das Herrengrabenfleet geworfen worden seien. Die daraufhin alarmierte Mordkommission fand im Fleet Stücke einer weiblichen Leiche, die zum Teil ver­kohlt waren. Nach Feststellung der gerichtsmedizim- schen Sachverständigen handelte es sich um eine Frau im Alter von'25 bis 30 Jahren. Bald danach erschien auf einer Polizeiwache ein gewisser Krause, der wegen Einbruchs und Diebstahls vorbestraft ist, und erstattete für seine 25jährige Ehefrau eine Der- mißtenanzeige. Er gab eine genaue Beschreibung einer Frau, auf Grund deren festgestellt werden konnte, daß es sich bei der Vermißten um die Tote au* dem Herrengrabenfleet handeln mußte. Krause wurde einem eingehenden Verhör unterzogen, in - dessen Verlauf er unter der Wucht des Belastungs­materials zujammenbrach und sich schließlich zu einem Geständnis bequemte. Er will mit seiner Ehefrau, mit der er zwei Jahre verheiratet war, in Streit geraten sein und sie im Verlaufe einer Aus­einandersetzung erwürgt haben. Um den Leich­nam aus dem Hause zu schaffen, habe er ihn zer- ' stückelt und versucht, die Teile zu verbrennen. Als ihm dies nicht gelang, habe er die Leichenteile in einen Sack gepackt und bei Morgengrauen m das Fleet geworfen.

Deserteure auf einem britischen Kreuzer.

Nach einer Meldung aus Hongkong haben fünf­zehn Mann der Besatzung des britischen Kreuzers Dorsetshire" in verschiedenen Häsen Australiens das Schiff verlassen und sind nichLan Bord zurückgekehrt. Da auf derDorfetshire" vor kurzem ein Maat e r - mordet worden war, führt man die D e s e r t i e - rungen auf diesen Fall zurück. DieDorsetshire ist inzwischen in Hongkong eingetroffen._____________

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Wetterbericht

Von Nordosten her ist kalte Meeresluft nach Deutschland eingedrungen, die auch bei uns be­trächtlichen Temperaturrückgang gebracht hat. Die vbn Südost und Ost gleichzeitig aufgleitende wär­mere Luft gab vor allem in West- und in Süd- deutschland zu Niederschlägen Anlaß, die in unse­rem Gebiet Mengen zwischen 5 und 15 Liter Was­ser pro Quadratmeter lieferten, aber bei der all­gemeinen Trockenheit bei weitem noch nicht aus- reichen. In Südwest- und Westdeutschland hat sich im Bereich der Kaltluft weitere Aufheiterung durch­gesetzt, die von hier ostwärts weitergreift, ohne aber vorerst Beständigkeit herbeizuführen. Im Ge­birge ist vielfach Schneefall eingetreten.

Aussichten für Samstag: PZolkig bis , aufheiternd und nur geringe Niederfchlagsneigung, nachts recht frisch, Temperaturen wieder höher an­steigend, veränderliche Winde.

Lufttemperaturen am 19. Mai: mittags 13,1 Grad Eelsius; abends 10 Grad; am 20. Mai: morgens 6,6 Grad. Maximum 13,5 Grad, Minimum heute nacht 6,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. Mai: abends 14,7 Grad; am 20. Mai: morgens ; 11,4 Grad. Niederschläge 8,6 mm. Sonnen­scheindauer 0,7 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumfchein. Anzeigen- [eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 38: 9614. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs, preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit d^r Illustrierten 5 Pf. mehr.

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Im Namen aller Angehörigen:

Sophie Zoeppritz, geb.Will

Die Beerdigung findet auf dem Alten Friedhof am Montag, dem

23. Mai, nachmittags um 2 Uhr statt

Die tieftrauernden Hinterbliebenen:

Sophie Wagenbach, geb. Körber,

nebst allen Angehörigen.

.Daubringen, den 18. Mai 1938.

Die Beerdigung findet Samstag, den 2L Mai, nachmittags 3.30 Uhr.

vom Sterbehause aus statt.

Gießen, Boppard, Wetzlar, Alsfeld, Oberbreitenbach, 20. Mai 1938.

Friedensstr 3

Die Beerdigung findet am Samstag, dem 21. Mai, mittags 12 Uhr,

von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt

Rudolf Stein

Fahnenjunker'Gefreiter in der Luftwaffe

Meine liebe Schwester

Marie Will

ist heute im 79. Lebensjahre sanft entschlafen.

Am 18. Mai 1938 verstarb unser Werkmeister i. R.

Heinrich Wagenbach

Daubringen.

Er leitete unsere Filiale Daubringen von deren Uebernahme 1924

bis zu seiner im Jahre 1930 erfolgten Versetzung in den Ruhe­

stand. Um den Ausbau des ihm anvertrauten Betriebes erwarb

sich der Verstorbene große Verdienste, die ihm ein dankbares Ge­

denken sichern.

Rinn L Cloos A.-G., Heuchelheim.

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Am 18. Mai, nachmittags 5.30 Uhr, entschlief sanft nach schwerem,

mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater und Onkel

Heinrich Wagenbach I.

Werkmeister 1. R.

im 79. Lebensjahr.

im 19. Lebensjahr den Fliegertod.

In tiefer Trauer:

Die Eltern: Karl Stein und Frau

und alle Anverwandten

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