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Paris, 2V. April. (DNB. Funkspruch.) Die Pariser Morgenpresse beschäftigt sich mit der Aussicht auf Neuregelung der französisch-italienischen Beziehungen. Die Blätter zeigen größten Optimismus und geben der Meinung Ausdruck, daß über einen guten Abschluß der Verhandlungen kein Zweifel bestehen könne. Das völlige Verlassen der bisherigen politischen Taktik Frankreichs suchen die Blätter zu vergessen durch die immer wiederkehrende Beteuerung, seit 1935 gebe es zwischen Frankreich und Italien kein eigentliches Problem mehr, und überhaupt seien die Beziehungen zwischen Frankreich und Italien sehr viel unproblematischer, als die zwischen London und Rom. Einige Blätter geben ihr Bedauern über die nochmalige Verzögerung der Ernennung eines Botschafters beim König von Italien und Kaiser von Aethiopien Ausdruck.
„Epoque" schreibt, endlich trage der gute Geist den Sieg davon. Für Frankreich handele es sich vor allem darum, das Eis zu brechen. Man könne die kommenden französisch-italienischen Verhandlungen in vier Etappen einteilen: 1. Vorbereitende Verhandlungen, deren Ergebnis in einem Briefwechsel festgelegt werde; 2. werde Frankreich am
Oie Bemühungen um Verständigung zwischen Paris und Rom.
Oie französische presse voller Zuversicht.
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bereite. Die Times meldet, wie die meisten übrigen Blätter aus Rom, man hoffe, daß Frankreich noch vor dem Zusammentritt des Dölkerbundsrates dos italienische Imperium' anerkennen werde. Daily Herald weist in großer Aufmachung darauf hin, datz Chamberlain auch den Gedanken an deutsch, englische Besprechungen nicht aufgegeben habe. Die letzten Ereignisse hätten ihn in feinem Glauben daran noch verstärkt. Auch Daladi'er halt« eine deutsch-französische Verständj. g u n g für wünschenswert.
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Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum, schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen, (eiter: Hans Deck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. III./38: 10 355. Druck und Verlag: Brühlfche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs, preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs, preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.
„Excelsior" sagt, mehr noch als zwischen Rom und London handele es sich bei den französischitalienischen Beziehungen um ein psycholo- aisches Problem. Frankreich wünsche ähnliche Versicherungen von Italien zu erringen, wie sie England bekommen habe. Die „Action fran^aise" betont ebenfalls, daß es sich bei den französisch-italienischen Verhandlungen zunächst um eine Klärung der Atmosphäre handele. Man werde leichter zum Ziel gelangen können, wenn Frankreich durch sofortige Ernennung eines Botschafters die Entschlossenheit beweise, mit früheren Aufaffungen zu brechen.
Die ganze Sorge jener Kreise, denen die freimütige Aussprache zweier Länder nicht paßt, und die lieber in der trüben Genfer Lagune fischen möchten, kommt in dem Pariser Sprachrohr der kommunistischen Partei, „Humanite", zum Ausdruck. Das Blatt ist mit der Entwicklung der Dinge äußer st unzufrieden und spricht von einer italienisch-englischen E r - Pressung. Der französische Geschäftsträger habe seine Verständigungsarbeit in Rom nur aus Angst vor einer Rückberufung-geleistet. — Das Gewerkschaftsblatt „Peuple" zeigt noch offener sein Mißvergnügen und bezeichnet den Wechsel des politischen Systems als „Abdankung" Frankreichs.
„Ein völliger Umschwung"
London, 20. April. (DNB. Funkspruch.) Das Interesse der Londoner Blätter wendet sich ganz den französisch-italienischen Besprechungen zu. So schreibt Daily Telegraph, nach den aus Rom kommenden Meldungen könne man annehmen, daß Daladier
9. Mai in Genf die englische Haltung unterstützen, daß der Genfer Rat seinen Mitgliedern die Anerkennung des italienischen Imperiums in Ostafrika überlassen solle; 3. werde Frankreich unmittelbar danach, etwa am 15. Mai, einen Botschafter zum König von Italien und Kaiser von Aethiopien entsenden; 4. dieser neue Botschafter werde mit Italien über ein endgültiges Abkommen verhandeln.
„Jour" bemerkt, seit dem Januar 1935 habe es zwischen Frankreich und Italien überhaupt kein schwerwiegendes Problem gegeben. Man müsse feststellen, daß die italienische Regierung die Frage der Ernennung eines französischen Botschafters in Rom gar nicht aufgeworfen habe, und daß dieses Problem völlig außerhalb der Verhandlungen bleibe, die am Donnerstag beginnen. Es habe den Anschein, als ob die französische Regierung sich moralisch verpflichtet habe, am 9. Mai in Genf für eine schnelle Regelung der Anerkennung des Imperiums einzutreten. „Matin" erklärt, man könne mit größtem Vertrauen zum 9. Mai die „Normalisierung" der französisch-italienischen Beziehungen und das Verschwinden dieser „dummen" Gegnerschaft voraussagen, die seit drei Jahren zwischen Paris und
hoffe, einen Pakt zwischen Frankreich und Italie, 1 At Itfll zustande zu bringen, der sich in seinen Haupt. • fff 01 ™ linien genau an das britische Muster hat. »I* t e n werde. Die Dinge sähen jetzt ganz so aus, als Xv^^^ ob sie ein völliger Umschwung in 'der z?
politischen Atmosphäre Europas vor."
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Die Beiträge für den Monat März 1938 derjenigen Arbeitgeber, die von der Kasse Rechnung erhielten, sowie der freiwilligen Mitglieder können noch bis zum 25. April 1938 ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung evtl. Zwangsbeitreibung. Für die Arbeitgeber, die die Beiträge selbst nach dem wirklichen Arbeitsverdienst berechnen, gilt die gesetzliche Frist bis zum
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Für diejenigen Kleinkinder, die im Jahre 1936 oder in früheren Jahren geboren, und die wegen Krankheit oder aus anderen Gründen noch nicht zur Erst-Jmpfung gebracht worden sind, findet je ein öffentlicher Impftermin am Montag, dem 25., und Mittwoch, dem 27. April d. J., nachmittags von 3 bis 4 Ahr, in der Turnhalle der Schillerschule, Schiller- straße, statt. Erst-Jmpfung der nach dem 1. Januar 1937 geborenen Kinder findet später statt und wird noch besonders bekanntgemacht.
Zur Nachschau sind die an obigen Tagen geimpften Kinder am Montag, dem 2. Mai, und Mittwoch, dem 4. Mai d. J.» ebenfalls in der Turnhalle der Schiller-
Die Eltern und Pflegebefohlenen der obenbezeich- neten Kinder werden hiermit aufgefordert, die Kinder pünktlich zu obigen Impfterminen zu bringen, andernfalls Strafanzeige erfolgt. Es wird noch besonders darauf hingewiesen, daß die Kinder und ihre Kleider sich in sauberem Zustand befinden müssen, und daß Kinder aus Häusern, in denen zur Zeit ansleckKfide Krankheiten bestehen, nicht zugelassen werden können.
Gießen, den 19. April 1938.
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Gießen, den 19. April 1938.
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