Ausgabe 
20.1.1938
 
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Sportlichen Wettbewerbes" erhielt ebenfalls die deutsche Besatzung Götze-von Harnier.

Der Wettbewerb bestand aus einem Stern- s l u g, den die deutschen Maschinen von Berlin aus über Frankreich, Italien, Sizilien, Tunis, Algier mit einer Strecke von über 5000 Kilometer bestrit­ten, und dem anschließendenT o u r i st i k - Wett­bewerb", einem Wüstenrundflug über 3500 Kilo­meter. Auf der letzten Etappe BiskraAlgier war ein auf dieser Strecke ausgelegtes Sichtzeichen ausfindig zu machen und eine mit genauer Ein­tragung zu versehende Karte in einem Meldebeutel an Ort und Stelle auf ein bestimmtes begrenztes Feld abzuwerfen. Die klimatischen Schwierigkeiten und die z. T. sehr schlechten Wetterbedingungen auf dem Anflug nach Algier, die sich den europäischen Teilnehmern auf dieser 9000 Kilometer Gesamtflug­strecke in den Weg stellten, bildeten eine harte Probe für Flugzeuge und Besatzungen. Dabei haben sich besonders auch die in unsere deutschen Messer­schmitt-Flugzeuge eingebauten 240-PS-Argus-Moto- ren wiederum glänzend bewährt. Der Reichsminister der Luftfahrt, Generaloberst Göring, hat der deutschen Mannschaft in einem Telegramm seine Anerkennung ausgesprochen.

Kapitän Schlimbachs Ozeanüberquerung im Segelboot.

Kapitän Ludwig S ch l i m b a ch sprach in der Technischen Hochschule Berlin über seine Ozean­überquerung in der Ost-West-Richtung. Schlim- bach hat bereits 1933 mit seinem SeglerStörte- becker 1" einen Rekord mit 3V/2 Tagen für die Fahrt von der amerikanischen zur europäischen Küste ausgestellt. Der HochseeseglerStörtebecker", mit dem ihm ahne Begleitperson im vergangenen Som­mer die Ozeanüberquerung von Ost nach West in 57 Tagen gelang, war nur 10 Meter lang. Schlim- bach betonte, daß bei genügender Erfahrung und einem geeigneten Boot eine derartige Fahrt von jedem voll durchgebildeten Hochseesegler durchgesührt werden könne. Äm Tage habe er immer friedlich und sorglos geschlafen, denn sein Boot behielt stundenlang die eingestellte Richtung bei. Während der Nacht allerdings mußte Schlimbach wachen wegen der Gefahr, von einem Dampfer gerammt zu werden.

SchulschiffSchlesien" besucht die Deutschen in i Patagonien.

Das SchulschiffS ch l e s i en " traf in Ma- gellanes an der zwischen Feuerland und Patagonien hindurchführenden Magellan-Straße ein. Nach Be­suchen des Kommandanten bei den chilenischen Be­hörden veranstaltete der Deutsche Verein eine Feier, an der der Landesgruppenleiter von Chile, aus Santiago, die Besatzung derSchlesien" in der süd­lichsten Ortsgruppe auf der ganzen Well begrüßte.

Ein tapferer Seemann.

In Southsea st a r b im Alter von 48 Jahren der englische Fregattenkapitän O h l e n s ch l a ge r, der sich im Weltkrieg dadurch ausgezeichnet hatte, daß er unter Einsatz seines Schiffes 162 Ueberlebende des vor den Dardanellen versenkten deutschen Kreuzers B r e s l a u" rettete. Der damalige Leutnant war ohne Zögern in ein Minenfeld hineingefahren, um die im Wasser Treibenden zu bergen. Ohlenschlager erhielt seinerzeit für diese tapfere Tat einen hohen Orden.

Sie Riesensilmstadl der W in Aevbabelsberg.

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In diesen Tagen kann die Ufa auf ein zwanzigjähriges Bestehen zurückblicken. Berühmt ist die Filmstadt von Neubabelsberg, von der dieses große Modell der Ufa-Lehrschau einen Ueberblick gibt. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Mrtschaflskampf im schwedischen Gaslslätten- gewerbe.

Die Aussperrung in den schwedischen Hotel- und Gaststättenbetrieben, die am Montag begonnen hat, verschärfte sich noch durch Ausdehnung auf die Cafes und einige Massenspeisebetriebe. Die erste Folge der Aussperrung war eine Ausländer- flucht aus Schweden. Am Dienstag stieg die Zahl der ausreisenden Ausländer allein in Malnch um mehr als das Doppelte. Obgleich eine große Anzahl von Privatpensionen, Privatmittags­tischen und Konditoreien von der Aussperrung nicht berührt wird, bedeutet' sie jedoch namentlich für das Touristenwesen einen empfindlichen Schlag.

Zweifaches Todesurteil wegen Valermordes.

Das Kottbuser Schwurgericht verurteilte den An­geklagten Kurt Hebeler wegen Mordes an seinem Vater und seine Mutter, die Angeklagte Anna Hebeler, zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Im Einverständnis mit seiner Mutter hat Hebeler vor sieben Jahren seinen Vater vom Hof aus durch das Fenster erschossen.

Löwenbändiger von seinen Tieren zerrissen.

In der Nähe von Fünfkirchen (Ungarn) wurde während der Vorstellung eiües Wanderzirkus ein junger Löwendompteur vor den Augen der Zu­

schauer von einem Löwen angefallen und durch einen Biß in die Kehle auf der Stelle getötet. Daraufhin stürzten sich sämtliche Löwen auf den blutüberströmten Mann und zerfleischten ihn. Die rasend gewordenen Tiere mußten durch Revolverschüsse getötet werden. Unter den Zuschau­ern brach eine Panik aus.

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Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.

Gelegentliche Veröffentlichungen lassen das gewal­tige Opfer kaum ahnen, das Tag für Tag, Winter und Sommer, von den 1200 freiwilligen Mann­schaften der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger gefordert wird. In den seit der Gründung der Gesellschaft ver­flossenen 73 Jahren retteten die Mannschaften der Stationen der Nord- und Ostsee insgesamt 5 759 Schiffbrüchige. Davon entfallen auf die letzten drei Jahre: 1935: 74 Gerettete, 1936 : 91 Gerettete, 1937: 105 Gerettete. Trotz Erhöhung der Sicherheit auf See wachsen mit der Zunahme der Kleinschiff­fahrt auch die Unfallmöglichkeiten. Deshalb muß Der Einsatz aller neuzeitlichen Hilfsmittel im deut­schen Kustenrettungsdienst, besonders die weitere Motorisierung der Rettungsboote mit allen Kräften betrieben werden. Don 105 Stationen an der Nord- und Ostsee sind erst 35 mit

Motorbooten ausgerüstet, so daß noch viel zu hnt bleibt, bis den freiwilligen Rettern, die unter Ein­satz des eigenen Lebens den Kampf um das Dasein« anderer führen, die modernen Hilfsmittel zur Der-« fügung gestellt werden können, die nicht nur den! Erfolg vergrößern, sondern auch die eigene Sicher-, heit erhöhen. Dazu muß jeder Volksgenosse bei­tragen.

Ratten und Raben plagen Paris.

Die französische Hauptstadt hat augenblicklich unter einer doppelten Plage zu leiden. Das seit Wochen stillgelegte Meltaus st ellungsge- länöe ist zu einem wahren Rattenhort ge­worden. Hunderttausende von Ratten haben sich dort eingenistet, und wenn die Weltausstellung nicht abgebrochen würde, hätte man bei einer Wiedereröffnung mit zahlreichen Einstürzen rechnen müssen, da vielfach schon die Fundamente der Bauten von den Tieren, unterhöhlt sind. Eine um­fangreiche Rattenjagd hat nur zu dem Ergeb­nis geführt, daß sich die Tiere i n die um­liegenden Wohnviertel flüchteten. Eine be­sondere Behörde hat bereits für jede getötete Ratte eine Prämie ausgesetzt. Gleichzeitig setzt auch in diesem Winter im Pariser Bois d e Boulogns eine Rabenplage ein. Den Raben sind bereits zahlreiche Singvögel zum Opfer gefallen, so daß ein großer Feldzug zur Ausrottung dieser Schädlinge eingeleitet werden mußte.

Wetterbericht.

Vom Atlantik zieht eine neue Störung nach Nord­osten, deren Verlauf auch bei uns im Laufe des' Freitags wieder unbeständigeres Wetter bringen wird. Die Niederschläge werden dabei voraussicht­lich nur gering sein.

Aussichten f ü r Freitag: Dunstig und neblig, sonst wechselnd bewölkt, Neigung Zu leichten Niederschlägen, Tagestemperaturen bei .+ 5 Grad, Winde um Südwest.

Lufttemperaturen am 19. Janllar: mittags 4,9 Grad Celsius, abends 5,2 Grad; am 20. Januart morgens 3,9 Grad. Maximum 5,8 Grad, Minimum« 3,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. Januar: abends 2,7 Grad; am 20. Januar: mort aens 2,5 Grad. Niederschläge 1,6 mm. Sonnen« scheindauer 0,5 Stunden.

Während im Schwarzwald und in den Alpen durch Neuschneefall sich vielfach wieder gute Sport­möglichkeiten eingestellt haben, ist in unseren Nach­bargebirgen vorerst nicht mit dem Aufkommen neuer Schneesportmöglichkeiten zu rechnen.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr.. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- (eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 37: 11000. Druck und Verlag: xBrühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs­preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs­preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

Steinbach, den 19. Januar 1938.

Die Beerdigung findet am Freitag, dem 21. Januar, nachmittags 2 Uhr statt.

347D

Am 19. Januar 1938 verschied infolge eines Unglücksfalles der

Gießen, den 20. Januar 1938.

356D

In tiefer Trauer: Heinrich Wilhelm Pitz Familie Heinrich Walb Familie Ludwig Wilhelm Pitz.

Direktion u. Gefolgschaft der städtisch. Betriebe Gießen Abteilung Elektrizitätswerk.

Todes-Anzeige.

Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß verschied sanft in dem Herrn nach langem Leiden ganz plötzlich und unerwartet heute morgen1 um 5 Uhr meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Groß­mutter, Schwester, Schwägerin, Gote und Tante

Frau Margarete Pitz, geb. Gerhard

im 72. Lebensjahre.

Monteur Heinrich Volk

aus Heuchelheim

im 28. Lebensjahre.

Der Verstorbene erfreute sich bei uns größter Wertschätzung. Sein Ableben ist uns um so schmerzlicher, als wir in ihm einen fleißigen und treuen Mitarbeiter verlieren. Wir werden ihm ein stetes Andenken bewahren.

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