ii.
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Fürst Konoe
warnt vor antijapanischer Agitation.
Auf einer Konferenz der Provinzgou- verneure gab Fürst Konoe Richtlinien für die geistige M o b i»l i s a t i o n des japanischen Volkes bei Eintritt in das neue Stadium des chinesisch-japanischen Konflikts. Japan werde mit der neuen chinesischen Regierung die chinesisch-japanischen Beziehungen regeln und ein neues China aufbauen. Japan wollte mit allen Nationen Zusammengehen, wenn sie ihrerseits mit Japan für die Herstellung des Friedens im Fernen Osten Zusammenarbeiten wollten. Die Krise im Fernen Osten würde aber verschärft werden, wenn dritte Mächte weiterhin gegen Japan agitierten oder antijapanische Strömungen in China unterstützen.
Das Helium im LustViffsverkehr
Ein Bortrag von Oberst Breithaupt in Frankfurt.
Frankfurt a. M., 19. Jan. (LPD.) Oberst B r e i t h a u p t vom Reichsluftfahrtministerium sprach in der Frankfurter Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft. Bis zu der Katastrophe von Lakehurst sei in keinem deutschen Verkehrsluftschiff ein Passagier ums Leben gekommen oder auch nur verletzt worden. Es fei daher nicht verwunderlich, daß das „Hindenburg" - Unglück den Entschluß zum Weiterbauen nicht er- schüttern konnte. Zur Zeit gehe der L Z 130 seiner Vollendung entgegen, und L Z 131 sei bereits in Auftrag gegeben worden. Eine zweite Verkehrshalle auf dem Frankfurter Luftschiffhafen werde im laufenden Jahr fertiggestellt sein. Die ursprüngliche Absicht, mit einem mit W a s s e r st o f f gefüllten Luftschiff nach Lakehurst zu fahren, das Gas abzusaugen und durch Helium zu ersetzen, verbiete sich aus grundsätzlichen Erwägungen. Es müsse daher das Helium vom Erzeugungsoxt in Texas im Land- und Seetransport in eigens hierzu heraeftellten Stahlflaschen nach Frankfurt a. M. befördert werden. Sobald diese Möglichkeit geschaffen sei, werde der Luftschiffverkehr wieder ausgenommen werden.
„Imponderabilien", die in diesem fernöstlichen Kriege viel höher in Rechnung gestellt werden müssen als auf irgend einem fernwestlichen Kriegsschauplatz. Denn hier handelt es sich um einen „Krieg der „Improvisationen" ...
Die Schüsse an der Marco-Polo-Brücke hatten die gleichen Auswirkungen, wie man sie oft bei Oelbohrungen beobachten kann. Unzählige Male ist hier und dort und dort und da die aeduldiae Erde angebohrt worden, und urplötzlich trifft der Bohrer auf eine Ader, mit elementarer Gewalt schießt dann himmelhoch der Oelstrahl heraus und gerät in Brand Und von allen Seiten eilen die Wehren und die Nutznießer herbei, aber Feuer und Naturgewalt spotten aller Bemühungen der kleinen Menschlein, weil die Explosion zwangsläufig erfob gen mußte. Und zwangsläufig rollen die Ereignisse im Fernen Osten ab, nur in größeren, gigantischeren Maßstäben wie einst im Weltkriege. Eine neue Welt ist auch im Fernen Osten im Werden und
Starke Lleberzeichmmg der Reichsanleihe.
Durch Ueberlassung weiterer 200 Millionen Reichsmark volle Zuteilung gesichert.
Berlin, 19. Jan. (DJtB.) Die am 18. dieses Monats geschlossene Zeichnung auf die 4,5prozen- tigen auslosbaren Schahanweisungen des Deutschen Reiches von 1938, Erste Folge, hat ergeben, daß der vom Reichsanleihekonsortium übernommene Betrag von 750 Millionen Reichsmark erheblich überzeichnet worden ist. Um die Zeichner, die mit einer vollen Zuteilung gerechnet und dies überwiegend bereits bei der Zeichnung zum Ausdruck gebracht hatten, befriedigen zu können, ist das Reichsanleihekonsortium an das Reich wegen nachträglicher Ueberlasfung des mehrgezeichneten Betrages herangetrelen. Das Reich hat, um den dringenden Anforderungen zu entsprechen, dem Reichsanleihekonsortium weitere 200 Millionen Reichsmark gleichartiger Schahanweisungen überlassen, so daß der durch das Reichsanleihekonsorlium unter- gebrachte Betrag sich nunmehr auf 950 Millionen Reichsmark beläuft, hiernach kann im allgemeinen mit einer vollen Abteilung der Zeichnungen gerechnet werden. Einschließlich der fest übernommenen 250 Millionen Reichsmark stellt sich damit der gesamte Anleihebetrag dieser Emission auf 1200 Millionen Reichsmark.
Leders Japanische Beer.
Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!
An Bord der „Kitsurin-Maru", Ende Dezember 1937.
Genau 48 Stunden braucht die schnelle „Kitfurin- Maru" für die Strecke Dairen—Moji. Dieses Dai- re n, das mandschurische „Hamburg", das man von Berlin aus mit der sibirisch-mandschurischen Bahn in genau zehn Taaen erreicht, bidet den südlichsten Zipfel der Mandschurei, Moji hingegen ist der erste japanische Hafen, jenseits des „Japanischen Meeres" — von dort aus muß man nochmals 24 Stunden mit dem Schnellzug reisen,.um Tokio zu erreichen — dies nur als kurzer Hinweis für alle jene, die 1940 zur Olympiade nach Tokio zu reisen gedenken.
Allerdings — zur Stunde sieht es so aus, als ob diesmal der ,Kampf der Nationen" nicht im Stadion von Tokio, sondern in einer weit größeren Arena ausgetragen werden würde und zwar in einer Arena, die die ganze östliche Halbkugel der Erde umfaßt. Denn Dinge sind im Fernen Osten im Werden, von denen wir uns in aller unserer Schuweisheit nichts träumen lassen und über die in Ruhe nachzudenken so eine geruhsame Seefahrt nach Japan die allerbeste Gelegenheit bietet. Was schrieb neulich eine führende japanische Zeitung über diesen Krieg?... „Unsere Siege" — so stellte das Blatt fest — „sind um so höher zu bewerten, als wir auf diesen Krieg in keiner Weise vorbereitet waren und er sich aus ganz kleinen Anfängen zu seiner jetzigen Größe entwickelt hat. Er war und ist ein Krieg der Improvisationen, der sich infolgedessen auch folgerichtig weiter entwickeln muß." Gewiß! Das ist richtig! Aber auch der Weltkrieg begann ja bekanntlich — genau wie der derzeitig chinesisch-japanische — mit einer ganz kleinen „lokalen Schießerei" in Serajewo und noch Ende Juli 1914 fragte sich ganz Europa: „Was geht uns Serbien an?" — Vier Wochen später begann der deutsch-französisch-russische Krieg, England griff ein, nach vier Monaten stand bereits halb Europa in Flammen, und als „Das Ganze Halt" geblasen wurde, hatten die apokalyptischen Reiter ihren Ritt von Finnland über die westliche Erdkugel bis hinab nach Bagdad beendet.
Und als im Juli des Jahres 1937 die ersten
In Zukunst könne der Luftschiffbetrieb nur mit Helium durchgeführt werden. Es müsse daher mit allen Mitteln versucht werden, Helium auch europäischen Erdgasquellen zu schließen. Gelinge es ferner, den Gestehungs- preis des Heliums auf ein wirtschaftlich tragbares Maß zu senken, so werde der Anreiz für die Jnbetriebhaltung von Luftschiffen auch in anderen Ländern steigen. Aussicht auf Rentabilität werde immer die notwendige Voraussetzung für jedes auf privatwirtschaftlicher Grundlage arbeitende Verkehrsunternehmen bleiben. Deshalb müsse Verbilligung der Betriebskosten, vor allem durch Herabsetzung des Heliumpreises, durch Schaffung eines ökonomisch arbeitenden Ballastgewinners und einer Vorwärmungsanlage sowie durch Verfeinerung der Fahrtechnik, angestrebt werden.
Eine Reise nach Tokio
Don unserem H. Tr.-Äerichierstatter.
Oie englische Lustaufrüstung.
London, 20.Jan. (DNB.-Funkspruck.) „Daily Telegraph" berichtet, daß die britische Aufrüstung zur Luft in der letzten Zeit ausgezeichnete Fortschritte gemacht habe. Noch 200 Maschinen müßten geliefert werden, um die Heimatluftflotte auf den Stand zu bringen, der im Aufrüstundspro- iramm vorgesehen sei. Es stünden dann dreimal oviel Flugzeuge wie zu Beginn der Aufrüstung zur Verfügung. Hierbei seien die Reserven nicht berücksichtigt, für bie gleichfalls ständig weiter gebaut werde.
Die englisch-irischen Verhandlungen werden fortgesetzt.
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Japan dankt für die guten Dienste der Neichsregierung.
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Schüsse an der Marco-Polo-Brücke vor den Toren Pekings fielen, wurden auch sie — und das mit Recht — zunächst nur als „Schüsse der Unverantwortlichen" ausgelegt und im Fernen Westen begnügte man sich damit, diesen neuen Zwischenfall ebenso kurz zu registrieren wie alle anderen vorher. Denn man ahnte nicht und konnte auch nicht ahnen, daß diese kleine Vorpostenschießerei an der uralten Marco-Polo-Brücke die Einleitung des Kampfes auf breitester Fr 0 n t bedeutete, und man konnte oder wollte zunächst nicht begreifen, daß die Entwicklung, die die Dinge heute im Fernen Osten genommen haben, genau so zwangsläufig sind wie jene Folaen, die sich für Europa aus den Schüssen von Serajewo ergeben haben. Denn genau so wie Europa 1914 reif geworden war für den Umbruch, genau so ist der Ferne Osten im Laufe der letzten Jahre und Jahrzehnte reif geworden für eine Neu- und Umgestaltung. Heber eins muß man sich daher klar sein: Genau so wie der Weltkrieg nur das Vorspiel bildete für die gewaltigen weltanschaulichen. soz:a- len, politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen Europas, genau so bildet der chinesisch-japamsche Krieg nur das Vorspiel, für Ereignisse, die das Gesicht der fernöstlichen Welt von Grund a u f umgestalten werden Denn es handelt sich eben um einen „Krieg der Improvisationen", wie die erwähnte japanische Zeitung sehr richtig schrieb, und „in dem Heute wandelt schon das Morgen..."
Mit einer unheimlichen Folgerichtigkeit entwickeln sich die Dinge: Aus der ursprünglich von den Japanern lediglich in Nordchina beabsichtigten „Kleinen Flurbereinigung" im Raume Peking- Tientsin" entwickelte sich wider Erwarten der Nord-Chinesische Krieg". In Schanghai
vorliege-n.
Wie englischerseits weiter ausgeführt wird, werden vorerst keinerlei Zusammenkünfte zwischen irischen und britischen Sachverständigen für Verteidigungsfragen erfolgen. Die britischen Sachverständigen sind jedoch angewiesen worden, alle Einzelheiten für die Verteidigungsfragen durchzuarbeiten, um erforderlichenfalls die Aemter über die Sachlage unterrichten zu können. Die Frage der „Teilung" sei, nachdem klare Erklärungen beiden Parteien zu dieser Frage zu Beginn der Erörterungen abgegeben worden waren, in den weiteren Besprechungen nicht mehr erwähnt worden.
Nationalspanische Erfolge im Abschnitt Teruel.
Salamanca, 20. Jan. (DNB. Funkspruch.) Wie der nationalspanische Heeresbericht meldet, haben in den Abschnitten Pedriza und Losilla die Bolschewisten Angriffe unternommen, die von den Nationalen blutig abgeschlagen wurden./ Bei Losilla wurden die zurückflutenden Bolschewisten, die beim Angriff auch Tanks verwendet hatten, bis zum Alfambra-Fluß verfolgt. Unter den mehreren hundert bolschewistischen Gefangenen befindet sich auch der Kommandant der Muleton- Stellung. Die Bahnlinie von Sagunto nach dem Ojas Negros liegt in einer Ausdehnung von mehreren Kilometer unter nationalem Feuer. In diesem Abschnitt erbeuteten die Truppen Francos zwei sowjetrusstsche Tanks und machten 40 Gefangene. Weiter südlich besetzten sie den Gutshof Chantre Mafia, wo die Bolschewisten eine Batterie in Stellung gebracht hatten.
Bei her polnischen Wehrmacht zu Gast.
Warschau, 19. Jan. (DNB.) Bei einem Essen zu Ehren des Kommandeurs der Deutschen Kriegs- akademie, General der Infanterie Liebmann, wies der polnische Kriegsminister General Kaspr - zy ck'i aöf die guten nachbarlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Polen hin. Der Besuch gebe Gelegenheit, für den gastlichen Empfang zu danken, der der polnischen Militärdelegation in Deutschland zuteil geworden sei. Die Vertreter der deutschen Armee würden mit der polnischen Armee in Berührung kommen und deren Ausbildungsstand kennenlernen. Dabei könnten sie zugleich das Ergebnis der militärischen Arbeit in Augenschein nehmen, dessen Polen — seiner Jahrhunderte alten Tradition entsprechend auf der Wacht des Friedens in Europa — bedürfe. General Liebmann sprach den Dank des Reichskriegsministers für die Ein» । ladung aus. Die Gäste seien sich bewußt, daß es flz*
London, 19. Jan. (DNB.) Die enalrschärischen Verhandlungen endeten kurz nach 16 Uhr. Während einer Pause blieb de Valero im Hause des Ministerpräsidenten Chamberlain, mit dem er allein frühstückte. Nach Abschluß der Sitzung blieben de Valera und der Kommissar Irlands in London, Dulanty, noch kürzere Zeit beim Ministerpräsidenten. Eine amtliche Verlautbarung besagt lediglich, daß man Punkte, die sich aus schon erörterten Fragen ergeben hätten, weite rberaten werde. Obwohl bei einigen dieser Fragen bisher keine Einigung habe erzielt werden können, habe man doch gemeint, daß die Erörterungen wett genug fortgeschritten seien, um eine mehr ins einzelne gehende Prüfung einer Anzahl von Punkten durch Beamte der beiden Regierungen zu recht- fertigen. Mit dieser Prüfuyg werde sofort begonnen werden. Die Konferenz der Minister solle wieder auf genommen werden, sobald die notwendigen Unterlagen für weitere Besprechungen
die Entzündung durch ein Brandgeschoß spricht fer- ner die Tatsache, daß im Verlaufe des Bundes eine heftige Explosion erfolgte. Wie die Erfahrungen mit Fesselballonen während des Weltkrieges gezeigt haben, verbrennen durch em -oianD« qeschoß entzündete Ballons jedoch im aUgemetncn ohne eine Explosion, do sich größere Mengen von Knallgas nicht bilden können. Beweise für die Ausführung eines Gewaltaktes konnten trotz gruno- lichster Nachforschungen nicht er brach t werden, obgleich allen Hinweisen in dieser Richtung besonders sorgfältig nachgegangen wurde. Die Möglichkeit einer gewaltsamen Zerstörung des Luftschiffes mutz aber, da eine andere Entstehungsursache wenig bewiesen werden kann, zugegeben werden.
Der Untersuchungsausschuß glaubt, daß vielleicht eher eine Reihe ungünstiger II m ft a n b e . die Zündung verursacht haben kann. Es müssen zwei Hauptvoraussetzungen zusammengekommen sein, das Vorhandensein einer brennbaren Mischung vonWasserstoffundLuftund das Auftreten einer Zündung zur Entflammung des. Ge- mifches. Während der Anfahrt zur Landung entstand in einer der hinteren Zellen des Schiffes vielleicht durch Reißen eines Spanndrahtes ein Leck, durch das Wasserstoffgas in den Raum zwischen Zelle und Hülle einströmte. Hierdurch bildete sich im oberen hinteren Teil des Schiffes ein b r e n n b ar es Wasser st ofs-Luft-Gemisch. Für die Entzündung dieses Gemisches sind zwei ^alle denkbar. Entweder: Infolge elektrischer atmosphärischer Storungen war zur Zeit der Landung des Luftschiffes das Potentialgefälle in der Nähe des Bodens so hoch, daß es nach Erdung des ganzen Schiffes an seiner stärksten Erhöhung, nämlich dem Heck, zu B us ch e 1- entl abung und damit zur Zündung geführt hat. — Oder: Nach Abwerfen der Landetaue wurde die OberflächederAußen hülle des Luftschiffes weaen der geringeren elektrischen Leitfähigkeit des Außenhüllenstoffes weniger gut geerdet als das Gerippe des Luftschiffes. Bei raschen Aende- rungen des atmosphärischen Feldes, wie sie bei einem Nachgewitter die Regel und auch im vorliegenden Fall anzunehmen sind, entstanden dann Paten- tialdifferenzen zwischen Stellen der Außen- feite der Hülle und dem Gerippe. Falls diese Stellen hinreichend feucht waren, was gerade in der Gegend der Zellen am Heck infolge der vorangegangenen Durchfahrt durch ein Regengebiet wahrscheinlich war, konnten diese Potentialdifferenzen einen Spannungsausgleich durch einen Funken herbeiführen, der möglicherweise die Zündung eines über den Zellen am Heck vorhandenen Wasserstoff- Luft-Gemisches verursachte. Von den beiden genannten Erklärungen erscheint dem Untersuchungsausschuß die letztgenannte als die wahrscheinlichere.
Der WnakonfiM und die MM
Japan zu Flottenvejprechungen bereit
Tokio, 20. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der Chef der Informationsabteilung her DIarine, Admiral Noda, erklärte ausländischen Korrespondenten, daß eine Verwirklichung der angetuntngten Flottenbaupläne Amerikas, Englands und Moskaus die bisherige Vertragsstärken Durchbrechen werde und man sie somit als -Beginn eines Flottenwettbaus ansehen wusse. Es hieße, die inneren Gründe des Chinakonfliktes völlig verkennen, wenn dritte Mächte hieraus einen Vorwand für eine Verstärkung ihrer Flotten ableiten wollten. „,, .
Admiral Noda erklärt zu den Gerüchten über den angeblich geplanten Bau aan 46000 - To n - nen - Schlachtschiffen, es würden im Auslande so viele Meldungen über japanische Riesen- schiffe verbreitet, daß Dementis sich im einzelnen erübrigten. Noda betont, daß Japan nach wie vor bereit sei, an neuen Flott en ko n - ferenzen teilzunehmen, wenn die bekannten japanischen Forderungen nach quantitativer Abrüstung zur Verhandlung gestellt wurden.
wird von chinesischen Fanatikern ein japanischer Offizier erschossen, und aus der kleinen Strafexpedition der Flotte entsteht der Krieg um Schanghai. Nach einem gigantischen Kampf s fällt diese Hochburg Europas in Fernost in die । Hände der Japaner, dadurch wird ein neuer Brandherd und neue Konfliktsstoffe geschaffen. Japanische Warnungen: „Straße frei! Es wird geschossen!" werden von den mit Blindheit geschlagenen angelsächsischen Mächten, die noch immer der Ansicht sind, sie allein seien Herren in Fernost, übernört oder nicht beachtet. Resultat: Japanische Flieger versenken ein amerikanisches Kanonenboot und ein paar Handelsdampfer, leichte Seestreitkräfte liefern sich mit ebensolchen englischen । Kräften ein regelrechtes Gefecht auf dem Iantse — damit weitet sich der Kriegsyorizont erneut, und obwohl Nanking, die Hauptstadt des neuen, werdenden Chinas gefallen und die chinesische Zentralarmee fast vernichtet ist, schöpft die chinesische Zentralregierung neue Hoffnung: was ihr aift dem Verhandlungswege nicht gelungen ist, nämlich die angelsächsischen Mächte am Schicksal Chinas zu interessieren, haben diese neuen Komplikationen bewirkt: es hagelt Proteste in Tokio, England und Amerika rücken näher zusammen, Flottendemonstrationen werden erwogen, und plötzlich beginnen die angelsächsischen Mächte zu begreifen, was für sie in Fernost auf dem Spiel steht.
Aber nicht nur die Angelsachsen ... auch die Franzosen werden unruhig, denn Indo- China hat ?inft auch zu China gehört. Kem Wunder, wenn unter diesen Umständen die Nan- king-Regierung mit der vulgären, aber vom letzten Kuli verstandenen Begründung: „So kaputt, oder so kaputt", die Dinge nun an sich heran- fommen lassen will. Sie glaubt zwei sehr starke Bundesgenossen zu haben: Zeit und Raum. Denn hoch oben im Norden, in Fernost- Sibirien rüsten die Sowjets fieberhaft, und wenn Japan wirklich die bisherige „Nanking-Regierung" auf die Knie zwingen will, muß es deren letztes Luftloch verstopfen, das Kanton heißt. Vor den Toren Kantons aber liegt Hongkong, das englische Hongkong, und wieder beginnt sich der Krieasborizont zu weiten! England hat verschie- : deutlich in der Vergangenheit zu verstehen aegcben, daß ihm die Aktionen der Javaner in Nord- china im wesentlichen gleichgültig seien, es hat aber immer wieder betont, daß Süd - Ch i n a englische Jnteressevlnhäre sei und bleiben müsse. Ur- svrünglich war Japan bereit, diese angeblichen englischen „Rechte" zu refpettieren. Unter dem Zwana der Verhältnisse, nämlich der Notwendigkeit, so rösch wie möglich der chinesischen Zentralregierunq das Lebenslicht auszublasen, kann aber Japan gezwungen sein, sich auch über diese anaeblichen englischen „Reckte" Hinwegsetzen ztt müssen. Kein Wunder, daß Enaland versucht, Amerika für die Verteidigung seiner „heiHnften Güter" in Südchina zu gewinnen. USA. ist jedoch darum bemüht, sich solange wie möglich aus diesem Konflikt herauszuhalten, weil es allein in die „letzte Runde" kommen und den chinesischen Rabm absckopfen möchte... ofr es aelinaen wird, darüber entscheiden aber wohl in erster Linie jene
Tokio, 19. Jan. (DNB.) Das japanische Außen- , Ministerium veröffentlicht durch die Nachrichtenagentur Domei zu den Friedensbesprechungen zwi^ eben Japan und China eine Erklärung. Danach eien die ausländischen Botschafter vor einiger Zeit über die grundsätzliche Haltung der Kaiserlich Japanischen Regierung dahin unterrichtet worden, daß sich Japan n i ch t ablehnend verhalten würde, falls die National- regierung von China aufrichtig an Japan herantreten würde mit dem Wunsch nach einer zufrieden st eilenden Losung des gegenwärtigen Zwischenfalles. In diesem Zusammenhang wird vom Außenministerium weiter fest- gestellt, daß die Kaiserlich Japanische Regierung „für die guten Dienste der b e u t Mm? n Regierung und ebenso für die freundschaftlichen Bemühungen der deutschen Botschafter in Tokio und China tiefe Dankbarkeit empfindet.
Wie bas Deutsche Nachrichtenbüro von amtlicher Seite erfährt, war im Verlaufe von Gesprächen, die Ende Oktober 1937 zwischen den deutschen Botschaftern in Nanking und Tokio mit ben dortigen Regierungsstellen stattfanden, von den Regierungen der beiden in Konflikt befindlichen Länder der Wunsch nach einer Mitwirkung Deutschlands bei dem Versuch, einen Ausgleich zu finden, ausgesprochen worden. Um dem Interesse des Friedens zu dienen, an dessen Wiederherstellung Deutschland im gleichen Maße wie der gesamten Welt gelegen ist,'hat die deutsche Regierung geglaubt, sich den beiden ihr befreundeten Ländern für den gedachten Zweck zur Verfügung stellen zu sollen. Dabei wurde deutscherseits von Anfang an betont, daß Deutschlands Haltung im Konflikt neutral fei und daher feine Mitwirkung nicht über die einfache Uebermittlung von N ach- richten hinausgehen könne, die die eine der beiden Regierungen an die andere gelangen lassen wolle. Nach diesem Grundsatz ist bisher verfahren worden. Mit der am 16. Januar erfolgten Veröffentlichung des Manifestes der japanischen Regierung ist der Konflikt zwischen Japan und China in ein neues Stadium getreten.
glücklich das Volk, das nicht in den Strudel hinem- gerissen wird. Denn es hat alles zu gewinnen, und "LenstL°r°i? ... - Unfruchtbare-
SrüMn’ Möglich! Welleicht ist auch bet Erste Ostizier der „Kitfurin-Maru" der gleichen^^M-mung. Denn er kommt an den Tisch des „Grüblers und meint trocken: „Verdammt langwellige Fahrt... was ... Nun! Morgen sind Sie in Mo,!. • • W" gerade in der Straße von Tsuschima die Halst- M geschafft!" Tsuschima? .... Richtig! In der Straße von Tsuschima wurde |a vor rund einem Menschenalter die russische Flotte von der iapan - schen unter Admstat Togo versentt, Nachdem I - zur „Rettung heiligster russischer Guter um bie halbe Erde gefahren war ...
Die großen Manöver bei Gingapore.
Britanniens mächtigster Stützpunkt in Ostasien.
London, 20. Jan. (DNB. Funkspruch.) An den am 2. Februar beginnenden großen See- unö Landmanöver bei Sin gapore werben nach dem „Daily Telegraph" 2 7 Kriegsschiffe, darunter Einheiten der englischen Flotte, 100 Flugzeuge, unter ihnen Maschinen aus Indien und Dem Jrcrk, sowie Truppen in einer Stärke von 10 000 Mann teilnehmen. Zum ersten Male werden die neuangelegten Küstenbatterien, bie auch 45,7-Zentimeter-Geschütze haben, erprobt. Heber Den riesigen Ausbau von Singapore zum mächtrgsteN Stützpunkt Großbritanniens in Ostasien bendjttt das Blatt Dann weiter, daß die Arbeiten, die NN Jahre 1923 begonnen wurden, erst im Jahre 1 939 vollendet fein werden. Für Die Befestigungsarbeiten, Flugzeuganlagen, Dockbauten (Darunter ein TrockenDock für 50 000-Tonnen-Schiffe) seien 17 Millionen Pf unD (etwa 212 Millionen RM.) ausgegeben worden. Der Stutzpunkt Singapore sei Die größte Anlage Diejer Art, Die bisher von einem Lande begonnen roorben fet. Seine Vollendung werde einen unschätzbaren Beitrag für Englands Verteidigungsstärke in Ostasten : darstellen. Singapore beherrscht einen der wichtigsten Seewege Der Welt, bie Straße von Malakka, ; Den Zugang vom Indischen zum Paziftschen Ozean.


