Ausgabe 
19.12.1938
 
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Gießen (Kaiserallee 83), den 17. Dezember 1938.

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Die Beerdigung findet Dienstag, den 20. Dezember, um 11 Uhr auf dem Alten Friedhöfe statt

daß man die kleine leichte ..Retina" stets mit sich tragen kann. So geht kein schönesMotiv verloren, sondern bleibt dank der hervorragenden Markenob­jektive als schönes Schwarz - Weiß­oder Farbenphoto erhalten. Ein be­gehrtes Geschenk ist darum stets eine

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merkt der werdende Soldat: man wird erst ein Kerl sofern mans ernst nimmt.

Ein paar Skizzen mögen das deutlich machen: Wenn du frühmorgens ein gebieterisches und ver­nehmlichesRaus" vernimmst, so hast du am ersten Tag schon eine Ahnung von der Autorität des U. v. D." bekommen, der demblutigen Anfänger" auch am Abend beim Zapfenstreich mit unbedingt wirksamer Lehrmethode das nötigste über Stuben- und Spindordnung beiträgt. Auf dem Kasernenhof findest du dich dann im Kreise deiner Freunde und Bekannten von gestern wieder. Nachdem dir auf Kammer dieBrocken" flott, sozusagenim Fluge", verpaßt worden sind und du mit allen diesen Din­gen vertraut geworden bist, hast du gar kein Ver­langen mehr noch dem Straßenanzug, denn nun. wird es erst interessant. Du merkst bald, daß du kaum richtig gehen und stehen kannst; ja selbst das Sprechen in militärischem Sinne ist ein Brauch, der mit einigem Schweiß erlernt werden muß. So kommt eins nach dem andern dran was, das will ich nicht vorwegnehmen; reizvoller erlebt man das selber! Doch der Tag bringt auch andere Tätig­keiten, bei denen du ebenfallsauf Draht" fein mußt! Sind die Vormittagsstunden herum, so winkt eine kräftige Mahlzeit in der Kantine, zu der man sich wöhlgemerkt, mit gekämmten Haaren und sauberen Händen (Fingernägel möglichst nicht mit

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Ein Vierteljahr Soldat.

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-Besteck gereinigt!) stärker zu drangen pflegt als zum Antreten beim Geländedienst. Ueberhaupt, der Geländedienst ist eine besondere Sache! Du mußt zunächst um einen technischen Ausdruck anzuwendengeländegängig" werden;hin­setzen", kriechen,gleiten" sind Bewegungen, denen du dich mit Hingabe widmen wirst. Und wenn du, wir wir, zum MG.-Schützen ausersehen wirst, be­ginnt erst das Wichtigste deiner Soldatentätigkeit. Was ist das Gewehr dagegen! Du lernstmit dem Schlitten auf dem Ast" über Sturzäcker springen, im Handumdrehen in Stellung gehen, als Richt­schütze dein Dauerfeuer dem bösen Feind entgegen­schleudern. Wenn du schließlich die Anwendung der Richt-Instrumente erlernt hast, fühlst du die Wahr­heit des Wortes von dem MG. als dem stolzesten, der Königin der Waffen! Vieles andere liegt zwischen diesem Weg einer militärischen Kurzaus­bildung: Da sind die Appelle, weniger beliebt bei den Ersatzrekruten als die Uebungsschießen, aber darum nicht weniger wichtig als diese. Auf Märschen wird die Ausdauer auf die Probe gestellt; was tut es, wenn mancher Fuß nach der Heimkehrballon­bereist" aus dem Stiefel steigt; das Revier ver­schafft rasch Linderung. Geht ein langer Tag zur Neige, so kommt das Waffenreinigen zu seinem Recht. Heißt's endlich:Raustreten zur Parole", so ist der verdiente Feierabend nahe: Du erfährst, was es in der Kompanie gibt, wohl auch, wer ge­sündigt hat und am Samstagnachmittag Buße tun muß... In der Frühe des nächsten Tages zieht die Kompanie, ein frisches Marschlied auf den Lip­pen, wieder zum Kasernentor hinaus, die rumpeln­den Handwagen mit den alten braven MG.'s hin­tendrein.

Ist solch ein Vierteljahr nicht exlebenswert? All seinen reichen Inhalt schließt das zusammen, was wir Kameradschaft nennen Kameradschaft als Tat, nicht als billiges Schlagwort verstanden! Man­cher muß erst hier im Kreise der vielen anderen lernen, draußen beim Dienst und drinnen in der Stube sich ein- und unterzuordnen, notfalls für den Kameraden einzutreten. Das tut jedem einmal not!

lieber allem steht für den Soldaten aber seine Verpflichtung dem Vaterland gegenüber. .Er leistet dem Führer seinen Treueid, und wie ernst das ist, erlebten wir, die wir kaum vier Wochen im grauen Rock steckten, in den letzten Ssptembertagen dieses Jahres, da es galt, Sudetenland heimzuholen! Ge­lang die geschichtliche Tat ohne Schwertstreich, so doch nur dank der soldatischen Entschlossenheit un­seres Volkes!

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Nach kurzem Leiden entschlief sanft meine liebe Mutter, Schwieger­mutter, Großmutter, unsere Schwester, Schwägerin und Tante

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mfammenbrad), ohne daß die Mordtat von Pas­santen bemerkt worden wäre. Man nimmt an, daß es sich wieder um einen Rasiermesser-Ueberfall ge* handelt hat.

Kleine politische Nachrichten.

Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauch i t s ch, und Frau von Brauchitsch empfingen am 15. Dezember in ihrem Hause die in Berlin beglaubigten Militärattaches.

Im Anschluß an eine Besichtigung der Ordens­burg Vogelsang durch Korporationsminister Lan- t i n i und Reichsleiter Dr. Le y fand in Anwesen­heit des Gauleiters Staatsrat Grohs und zahl­reicher führender Männer aus Partei, Staat und Wehrmacht ein Empfang statt, bei dem Reichs­organisationsleiter Dr. Ley dem italienischen Gast

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Das ist der Weg, den. heute wieder jeder wehr- - würdige und wehrfähige Deutsche geht, wenn er in das dienstpflichtige Alter getreten ist. Aber zwi­schen denen, die Deutschland gegen eine Welt von Feinden verteidigen, und der Jugend des Dritten Reiches stehen noch die vielen, denen eine dunkle ~ Epoche unserer Geschichte das Tragen des Soldaten­rocks verwehrte. Und von ihnen wird hier ge­sprochen denVierteljährlichen".

An einem Septembertag zogen wir in Zivll, den - Koffer in der Hand, in die Kaserne unsere neue - Heimat ein. Wir sind und fühlen uns noch jung ' wie die anderen Kameraden derAktiven", aber die paar Jahre Altersvorsprung haben doch schon den Menschen geprägt. Wenige Tage Kasernenhofdienst ' genügen, vieles abzustreifen, was wir aus Zivil- und Berufsleben noch an uns hängen hatten, und was übrig blieb, haben die drei Monate ebenfalls abgeschliffen. "

Viele stehen nun wieder vor ihrem Vierteljahr beiPreußens", und mit verständlicher Neugier werden sie uns, die wir jetzt wieder die Uniform . ausziehen, fragen:Wie wars?" Eigentlich gibt es nichts zu überlegen, was ich dem fragenden Freunde antworte denn ein Ehrendienst für die Nation bedarf keiner Zensur; er ist schön, mag er auch manchen Verzicht auf bürgerliche Gewohn­heiten und Annehmlichkeiten fordern; denn langsam

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im Auftrage des Führers das Großkreuz des Verdienstordens vom Deutschen Adler überreichte. *

Der Chef der Kanzlei des Führers der NSDAP, gibt bekannt, daß die Kanzlei, Ber­lins 35, Friedrich-Wilhelm-Straße 13, vom Mon­tag, dem 19. Dezember 1938 bis 3. Januar 1939 ein­schließlich für den allgemeinen Befucherverkehr geschloffen ist. Ausnahmen, können nur m dringenden Fällen gemacht werden.

*

21m Freitag vormittag fand die Einweihung des ersten N S V. - M ü t t e r e r h o l u n g s h e i m e s in Danzig-Langfuhr statt Zu der Fel er waren außer Gauleiter Albert Forster auch die Reichsfrauenführerin Scholtz-Klink und Hauptamts^ leiter Hilgenfeldt erschienen. "

im 74. Lebensjahre.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Karl Müller und Familie.

Darum gilt es für uns aus dem Ausbildungs- lehrgang Scheidende, wie für dich, zum Einrücken bereiter Freund: Soldaten zu werden und zu blei­ben fürs ganze Leben! Das soll unser stolzer Wille * Schütze Heinz Gerhardt II., I. R. 116.

Wetterbericht

Die Ueberflutung Europas mit arktischer Fest­landkaltluft hat über das Wochenende weitere Fort­schritte gemacht, so daß zur Zeit auch Großbritan- nien und Italien ersaßt sind. In Deutschland nah­men vor allem im Westen und Süden die Fröste wesentlich zu, so daß am Msntagfrüh die Tempe­raturen allgemein um minus 15 Grad waren. Der Zustrom der Kaltluft hält weiter an, strichweise wird es auch zu leichten Schneefällen kommen.

Vorhersage für Dienstag: Heiter bis bewölkt, .nur strichweise geringe Schneefälle, bei leb­haften östlichen Winden kräftiger Frost.

Vorhersage für Mittwoch: Fortdauer des Frostwetters.

Lufttemperaturen am 18.Dezember: mittags11,2 Grad Celsius, abends13,9 Grad; am 19. De­zember: morgens 14,4 Grad. Maximum10 Grad, Minimum heute nacht14,7 Grad. Erd­temperaturen in 10 cm Tiefe am 18. Dezember: abends0,6 Grad; am 19. Dezember: morgens 1,5 Grad. Sonnenscheindauer 6,5 Stunden.

Wintersport - Wetterbericht.

Rhön: Wasscrkuppe: Wolkenlos,22 Grad, 6 Zentimeter 'Gesamtschneehöhe, Rauhreif, Schnee stellenweise durchbrochen. Rodel gut, Schi nur in den Wäldschneisen.

In sämtlichen Mittelgebirgen keine Schneesport­möglichkeiten, nur in den Hochalpen geringe Sport­möglichkeiten.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftletters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigenTeil: ErnstBlurnschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Jnhylt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 38: 10718. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu- strierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig;

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