am Sonntai
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neue Straße mit Südchina verbunden sein werde. Durch derartige Maßnahmen werde England Die Bildung eines Dreierblocks zwischen Japan, Mandschukuo und China zu verhindern suchen. In London herrsche ein immer starker werdendes Mißtrauen gegenüber den japanischen Zielen im Fernen Osten. Man erwäge daher jetzt schon was man tun könne, um den chinesischen Dollar zu stutzen. Die Währungsfestigung spiele in dem Äonnifr nut Japan eine wichtige Rolle. Aus diesem Grunde habe die chinesische Regierung auch in London um eine
mit noch weiterer Zunahme der Kälte und dem Anhalten des eisigen O st windes. Bei dem Zustrom der kalten Luftmassen aus Osteuropa dürften Schneefälle vorerst noch nicht zu erwarten sein. Es wurden im Tagesdurchschnitt in Westdeutschland 10 Grad und in Ostdeutschland 16 Grad Kälte verzeichnet. In Württemberg sank das Thermo-
Die über fast ganz Deutschland liegende Kältewelle hat sich weiter verschärft. In der Reichshauptstadt ist die Temperatur am Sonntagabend auf 15 Grad minus gesunken. Man rechnet
bischen' Alb bis minus 18 Grad, Stuttgart verzeichnete je nach Höhenlage 12 bis 13 Grad unter Null, Friedrichshafen minus 10 Grad, der Flugplatz Böblingen minus 13,5 Grad.
Zwei Todesopfer in London.
Die steifen Ostwinde, die seit Samstag über ganz England wehen, haben die stärkste Kält'ewelle mit sich gebracht, die man seit 10 Jahren hier erlebt hat. Bisher sind zwei Menschen infolge der Kalte gestorben. Die Rundfunkstationen hatten die größten Schwierigkeiten, ihren Sendeplan durch- Nuhren da die nicht gegen die Kälte geschützten Wasserkuhlanlagen der Sender zum Teil eingefroren waren. In vielen Teilen des Landes gab es Schneefall und den Frost erhebliche Berkehrsstorungen.
Zunehmender Frost in Frankreich.
Die K ä l t e w e l l e, die augenblicklich über ganz Europa hmweggeht und die in Frankreich zu einem sonst über 10 Jahre nicht mehr beobachteten Tiefstand des Thermometers geführt hat, wird von
Anleihe gebeten, die dazu dienen solle, den chinesischen Dollar als freie Währung zu erhalten.
Der chinesische Anschluß an die Autostraße von Burma wurde vor drei Jahren in einer Länge von 440 Kilometer zwischen Pünnanfu und Hsiakwan fertiggestellt. Um die burmesische Grenze erreichen zu können, müssen aber die Chinesen noch weitere 550 Kilometer anlegen. Es wird berichtet, daß 150 000 Kulis zur Zeit mit dem Straßenbau beschäftigt seien.
Tag zu-Tag fühlbarer. Während das Thermometer ~ ' ig in Paris in den Abendstunden auf
Grad gesunken war, verzeichnet man Montagfrüh in den Außenbezirken bereits- minus 14 Grad. Auf der Seine macht sich der erste Eisgang bemerkbar. Aus Paris und der Provinz werden verschiedene Gehirnschläge gemeldet, dae auf die strenge Kälte zurückzuführen sind. Nur an der französischen Riviera will die herbstliche Temperatur nicht weichen. In Nizza und Antibes wurden noch plus 9 Grad verzeichnet.
Eine unerwünschte Spende politischer Konjunkturritter in Wien verhaftet.
Wie die „Kölnische Zeitung" aus W Le n meldet, erregt dort die auf Veranlassung des Reichskommissars Bürckel erfolgte Verhaftuna des Kommerzialrats Gerhold Aufsehen. Man erfährt diese Tatsache aus einem an alle Partei- und Volksgenossen gerichteten > A u f r u f des Gauleiters, und die Begründung aus der Feststellung, daß Gerhold, der Inhaber eines großen Pfandleihgeschäfts, der Partei eine Spende von 200 000 Mark angeboten hat. lieber die Frage, warum Gerhold unter anderm zu dieser Spende gekommen sei, sagt der Aufruf des Reichskommissars:
Gerhold war in der Systemzeit Besitzer einer großen Pfandleihanstalt. In dieser Eigenschaft hat sich der Mann mehr als zwanzig Häuser in Wien und ein mehrfaches Millionenvermögen erworben. Das war ihm unter den herrschenden Umständen nur möglich, weil er ein politisch zuverlässiger Mann für diese vergangene Zeit war. Gerhold war L e g i t i m i ft Als solcher besuchte er Otto von Habsburg, zahlte Beiträge zur legitimi- stischen Bewegung, und gleichzeitig unterstützte er die Vaterländische Front. Und nunmehr stellt er eine Spende von 200 000 Mark der NSDAP, zur Verfügung. Damit dürfte alles geklärt fein. Der Mann wollte sich von feiner Vergangenheit loskaufen, sagt Reichs- kommisfar Bürckel weiter, sowohl von seiner politischen als auch von feiner moralischen. Zu diesem Zweck gibt er den Betrag, der also im wesentlichen nichts anderes darstellt als eine Bestechungssumme. Die Partei lehnt es aber ab, von Leuten Spenden entgegenzunehmen, die eine derart üble Vergangenheit hinter sich haben und deren Gelder
Die Kommunalwahlen in polen.
Warschau, 19. Dez. (DNB.) In 52 polnischen Städten, u.a. in Warschau, Lodz, Posen, Krakau, Bromberg, Thorn und Graudenz, sanden am Sonntag Kommunalwahlen statt. Ihnen ging eine lebhafte Propaganda von allen Parteien voraus, da die Gemeindevertretungen nach den Bestimmungen her polnischen Wahlordnung zum großen Teil für ’ die Aufstellung der Sejmkandidaten ausschlaggebend find. Da bis 21 Uhr die Stimme abgegeben werden kann, liegen noch keine Wahlergebnisse vor. Die drei Hauptrichtungen, die sich bei den Gemeindewahlen gegenüberftanben, sind das Lager der nationalen Einigung, die National-Partei und die na-
Ein englischer Millicnenkredil für China.
London, 18. Dez. (Europapreß.) Nach einer Meldung der „Sunday Times" soll in nächster Zeit dem soeben von den Vereinigten Staaten an China gewährten Fünf-Millionen-Pfundkredit ein englischer in Höhe von „vorerst" 450 000 Pfund.(rund fünfeinhalb Millionen Mark) folgen. China werde durch die amerikanischen und englischen Gelder in die Lage versetzt, seinen Handel mit dem Ausland zu steigern, und zwar über B r i - tifch-Burma, das schon vor Neujahr durch die
Kältewelle über ganz Europa
3n Deutschland bis 18 Grad unter Null.
Die ersten Landlagswahlen in der Slowakei
Großer Erfolg der Regierung Tiso.
Kälte sprengt Sirup-Kebälter.
Die Kältewelle hat in Belgien schweren Schaden amgerichtet. In der Nähe von Zee- b r ü g g e wurde durch die Kälte ein Behälter, der 5000 Tonnen Melasse enthielt, g c - sprengt. Die Flut des kostbaren Zuckersirüps, die sich in Richtung auf die Stadt zu bewegte, erregte unter den Bewohnern der zunächst gelegenen Häuser eine mrtfo größere Panik, als kurz darauf ein zweiter Behälter mit 140 Tonnen Kreosot und bann ein dritter mit 2200 Tonnen Melasse zerbarsten. Da der Einsatz der Feuerwehr nicht ausreichte, mußte Militär zu Hilfe gerufen werden und Gräben ausheben, um die klebrig-süße Masse wieder einzufangen. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Millionen Franken.
33 Grad unter Null in polen
Deut starke Frost, der jetzt in Nordost - polen bis 33 Grad erreicht, hat überall im Lande erheblichen Schaden verursacht. Die Züge treffen mit großen Verspätungen ein. Das Elektrizitätswerk in Wilna wurde durch die Kälte für
Preßburg, 18. Dez. (Europapreß.) In der Slowakei wurden am Sonntag d i e ersten Wahlen in den gesetzgebenden slowakischen Landtag durchgeführt. Es gab nur eine Einheitsliste, die gebilligt oder abgelehnt werden konnte. Das ganze Land hatte Flaggenschmuck angelegt. Die slowakischen Gemeinden hißten ausschließlich die slowakischen Farben; die deutschen Gemeinden die Hakenkreuzflagge; die tschecho-slowakische Staatsfahne war nirgends zu sehen. Die Wahl vollzog sich ohne Zwischenfall. Die Beteiligung war äußerst stark. In einer Reihe von Gemeinden zog die gesamte Bevölkerung unter Vorantritt einer Musikkapelle zum Wahllokal, um geschlossen ihre Stimme abzugeben. Der Vorsitzende der slowakischen Regierung, Dr. Tiso, gab am Sonntagabend im slowakischen Rundfunk bekannt, daß die Wahlbeteiligung ungemein stark gewesen sei und daß nach den bisher eingegangenen Berichten 98 v. H. der Slowaken und der Einwohner der Slowakei sich für die Regierung ausgesprochen hätten. Dieses Ergebnis beweise, daß bas heute regierenbe Regime in der Slowakei dem slowakischen Volk weder fremd noch gleichgültig fei und daß sich die slowakische Regierung auf eine Zustimmung stütze, wie sie sich in der letzten Zeit keine Regierung habe rühmen können. Das Ergebnis der Wahl verpflichte auch für die Zukunft. Die Slowakei habe nun ihren gewählten Landtag, der das volle gesetzliche Recht habe, im Namen her Nation zu sprechen und Gesetze zu erlassen.
Nach dem vorläufigen amtlichen Ergebnis stimmten in P r e ß b u r g , der Hauptstadt der Slowakei, 66127 Wahlberechtigte mit Ja und 3357 mit Nein, so daß 95 v. H. Ja-Stimmen abgegeben wurden. Ferner liegt das Ergebnis der größeren slowakischen Städte vor, in denen anJa- Stimmen gezahlt wurden (die eingeklammerten Zahlen bedeuten Nein-Stimmen): Neusohl 26 220 (805); Sillein 9400 (105); Neutra 11 008 (85); Tyrnau 13 117 (252); Rosenberg
noch dazu gleichzeitig von einer nicht gerade sympathischen Tätigkeit herstammen. Sie weist es im besonderen weib von sich, für solche Silberlinge moralischer Bestechung eine politische Qualifikation auszustellen. Die Partei hat deshalb, so schließt der Ausruf Bürckels, die 200 000 Mark der Stadtverwaltung Wien überwiesen mit der Maßgabe, daß dieser Betrag noch vor Weihnachten an 5000 bedürftige Arbeiterfamilien zu je 40 Mark auszubezahlen ist. Diese Maßnahme erscheint deshalb gerechtfertigt, weil es sich hier um Gelder handelt, die den armen Leuten dieser Stadt abgenommen wurden, die gezwungen waren, in der vergangenen Zeit ihre Siebensachen zu verpfänden.
Nach der, kürzlich erfolgten Verhaftung der drei leitenden Personen der WienerAnker-Brot- fabriken und ihrem Ausschluß aus der Partei, unter denen sich auch her ehemalige Vizekanzler Winkler befindet, ist der Fall Gerhold besonderer Art. Gerhold, der nicht nur her Inhaber her größten und einzigen privaten Pfandleihanstalt in Wien war und der auch Besitzer des Schlosses Pottenstein in der Nähe von Wien ist, spielte in der Christlich-Sozialen Partei eine große Rolle. Sein politischer Freund war der ehemalige Führer der christlichen Arbeitergewerkschaft und Wortführer einer christlichsozialen-sozialbemokratischen Koalition, Leopold K u n s ch ä k. In Erinnerung ist Gerhold, dem Politik und Geschäft so ziemlich ein Begriff gewesen zu sein scheinen, auch von den Fahrten, die er mit Monarchistenführern noch im vergangenen Jahr in feinem Kraftwagen unter dem schwarzqelben Wimpel zu Otto von Habsburg nach Steenockerzeel machte.
seltener WM.-Sammelsonntag.
HI. und BDM. als vorbildliche Sammler.
Berlin, 18. Dez. (DNB.) Festliche vorweihnachtliche Stimmung lag am Sonntag über Berlin. Trotz her Kälte waren am Nachmittag die Hauptgeschäftsstraßen von einer fröhlich durcheinander- wirbeinden und mit Paketen beladenen Menschenmenge Überflutet. So ist es nicht verwunderlich, wenn sich dieser Sonntag auch für die vielen Tausend jungen Sammler und Sammlerinnen, die vom frühen Morgen an mit chren WHW-Büchsen unermüdlich unterwegs waren, zu einem wahrhaft goldenen Sammelsonntag gestaltete. Nicht nur, daß die bereits bekannte rührende Ausdauer, die vielseitige Findigkeit her Sammelnden selbst den Der- stock'resten zum gerne bereiten Spender machen mußten — die hübschen bunten Abzeichen warben für sich selbst. Wohl jeder Berliner trug schon am Samstag eines her niedlichen Holzfigürchen im Knopfloch. Am Sonntagabend sah man im Der- kehrsgewühl kaum einen Passanten, der nicht mindestens zwei ober drei Abzeichen am Mantel trug. Viele Jungen und Mädel mußten ihre Bestände wegen restlosen Ausverkaufs häufig genug ergänzen und manche bis zum Rande gefüllte Sammelbüchse wanderte zur Abgabestelle. Wie immer an solchen Tagen waren in allen Stadtteilen die Spielmannszüge, die Singchöre, die Tanzgruppen und Spielscharen der Hitler-Jugend anzutreften. Einen ganz großen Tag erlebte her Weihnachtsmarkt im Lustgarten, wo besonders in den Abendstunden der so oft zitierte Apfel wahrhaftig nicht mehr zur Erbe fallen konnte. So kann schon heute kein Zweifel bestehen, baß sich das Ergebnis der dritten Reichsstraßensammlung in Berlin würdig Den Ergebnissen der vorangegangenen Sammlungen am gleichen wird.
Außerordentlicher Erfolg der Altmaterialerfaffung.
Die SA. sammelte 129000 Tonnen Alteisen.
Wien, 17. Dez. (DNB.) Der Neichskommissar für Altmaterialoerwertung, SA. - Brigadesührer Ziegler, führte eine Arbeitstagung sämtlicher Gaubeauftragten für Altrnateriaier,assung Oer NSDAP, durch. Dem Beauftragten für den Vier- jahresplan, Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring, konnte als vorläufiges Ergebnis der Eisensammlung der SA. bereits eine Menge von 129 000 Tonnen gemeldet werden. Der Erfolg dieser Sammlung übertraf so sehr alle Erwartungen, daß, an verschiedenen Stellen des Schrotthandels und der Verarbeitung die Ableitung dieser zusätzlichen Schrottmengen vorübergehend nicht mehr in vollem Umfange bewältigt werden tann und die Aktion daher für einige Monate unterbrochen werben mußte. Das Ergebnis biefer beförderen Sammlung ist um so höher zu bewerten, als sie lediglich Alteisen aller Art aus kleinen 'Anfall stellen in den städtischen Haushaltungen und auf dem flachen Lande erfaßt, aus denen bisher das Material auf gewerblicher Grundlage infolge Unwirtschaftlichkeit nicht herausgeholt werben konnte. Die Erfahrungen auf hem Gebiet der Schrotterfassung werden für die Vorbereitung neuer umfangreicher Maßnahmen im Jahre 1939, insbesondere in der gewerblichen Wirtschaft, ausgewertet.
Weihnachtsfeier der Kanzlei des Führers
Berlin, 18. Dez. (DNB.) Wie alljährlich hatten der Chef der Kanzlei des Führers Reichsleiter Philipp B o u h l e r und Frau Bouhler die Mitarbeiter zu einem Kameradschaftsabend in das Haus der Flieger geladen. Unter-Dem strahlenden Lichterbaum und dem Kerzenschimmer der mit dichtem Tannen- grün überstreuten Tischen fanden die Teilnehmer bei festlich frohen Weisen auf ihrem Platz als Weihnachtsgabe Philipp Bouhlers „Kampf um Deutschland" mit persönlicher Namenszeichnung. Dazu erfreute der Weihnachtsmann alle Gäste mit einem kleinen Angebinde. In seiner Ansprache wies her Reichsleiter auf die stolzen Erfolge des nun abgelaufenen Jahres hin, die allein dem Manne zu danken sind, dem sich hie Mitarbeiter her Kanzlei durch ihre Arbeit besonders verbunden fühlen.
(Pater Hlinkas Heimatort) 7740 (46). In dem Geburtsort des slowakischen Ministerpräsidenten Dr. Tiso. Banovcer, stimmte die gesamte Bevölkerung mit Ja. Auch in weiteren 32 Gemeinden der Westslowakei wurde hundertprozentig mit Ja ab gestimmt; in den deutschen Ge- m e i n d e n derZips zu 98 v. H., in den Tatra- Bädern — wo die Bevölkerung stark mit Tschechen durchsetzt ist — 80 v. H. In Käsmark (Z i p s) wurden auf Wunsch der Bevölkerung für die einzelnen Volksgruppen getrennte Wahllokale errichtet. In den deutschen Wahllokalen betrug der Anteil der Ja-Stimmen 94,7 v. H., in den slowakischen 97,3 v. H., in den ungarischen 93,3 v. H., in den tschechischen 89,8 v. H. und in den jüdischen bezeichnenderweise 99,4 v. H. Die West-Slowakei und ein großer Teil der Ost-Slowakei scheinen sich mit überwältigender Mehrheit für die Regierung ausgesprochen zu haben. Nur in einigen Teilen Der Ost-Slowakei, so besonders her unter ungarischem Einfluß stehenden Unter-Zips, ist der Anteil der Ja-Stim- men niedriger. So belief sich die Zahl der Ja-Stimmen beispielsweise in Untermetzenseifen auf 31 v. H. — In den Abendstunden fanden in den Städten her Slowakei vielfach Kundgebungen statt. Vor dem Regierungsgebäude in Preßburg hatte sich eine vieltausendköpfige Menschenmenge angesammelt, zu der schließlich der Propagandachef der slowakischen Landesregierung, Mach, sprach. Der Kommandant der Hlinka-Garde, Staatsminister Sidor, und der Stabschef her Hlinka-Garde, Murgas, dankten in Rundfunkansprachen her Bevölkerung für das einmütige Bekenntnis zur slowakischen Regierung. Aus dem tschecho-slowakischen Heeresverband sind 40 slowakische Offiziere ausgeschieden, die die Organisierung und Ausbildung der Hlinka-Garde zu einer halbmilitärischen Organisation durchführen sollen. Slowakisches Militär besetzte die Sokolheirne, die an die Hlinka- abgetreten werden. Am Samstag traten in der ganzen Slowakei 100 000 Hlinka-Gardisten zu einer Massenkundgebung an.
tionalradikale Organisation als Rechtsopposition und die polnische sozialistische Partei als Linksopposition. In Warschau beteiligten sich knapp 49 v. H. aller Wahlberechtigten. In Lodz und Posen scheint die Walbeteiligung bei 60 v. H., in Pommerellen bei 80 bis 94 v. H. zu liegen. In Lodz hat die deutsche Einheitsliste einen bedeutenden Wahlerfolg davongetragen. Nach den bisherigen Zählungen haben für die deutsche Liste wenigstens 21 OOO Deutsche gestimmt. Danach dürften die Deutschen «uiutuiucig juni uu» -ii/einiu=
mindestens sechs Vertreter im Stahtpar- weter in her Nacht zum Sonntag auf her Schwä- lament erhalten. Dieser deutsche Erfolg in Lodz' bischer 9Hh hi« m ; n « i « m ~ siuiiaav* wird erst dann deutlich erkennbar, wenn man sich vor Augen hält, daß auf die deutsche Liste im Jahre 1934 nur 18 000, im Jahre 1936 nur 16 000 Stimmen fielen. Die Wahlbeteiligung der Deutschen war auch sehr rege im Vergleich zu der verhältnismäßig sehr schwachen bei den Polen.
mehrere Stunden stillgelegt. In Wilna, Warschau, Lodz und anderen Städten trugen zahlreiche Personen schwere und zum Teil tödliche Erfrierungen davon.
Auch in Norvitalien
Die Kältewelle machte sich auch in Ob ort ta» I i e n bemerkbar. In Udine wurden 5 Grad Kälte gemessen, in Tarvis 7 Grad, und aus den Alpen-' tatern Friauls werden sogar 15 Grad unter Null gemeldet. — In Udine starb ein Mann infolge des plötzlichen Kälteeinbruches. In Triest zeigte das Thermometer innerhalb von 24 Stunden einen Temperatursturz von plus 20 auf minus 5 Grad an.
Strenger Winter in Rumänien.
In ganz Rumänien ist der Winter mit voller Strenge eingekehrt. In Bukarest sank das Thermometer auf minus 4 Grad; in Konstantza wurden sogar 8 Grad Kälte verzeichnet. Aus dem schwarzen Meer wüten heftige Winterstürme. Aus verschiedenen Teilen des Landes werden Schneefälle gemeldet. In Bukarest verursachte ein Schneesturm beträchtliche Verkehrsstörungen. Bei dem heftigen Sturm sind zehn Brände aus- gebrochen. U. a. ist auch ein Getreidespeicher mit 50 Waggon. Weizen ein Raub der Flammen geworden..
Neue Zerstörer-Typen für die englische Kriegsflotte.
London, 18. Dez. (Europapreß.) Wie. der „Eoening Standard" meldet, wird in England das „schnellste Torpedoboot der Welt" gebaut. Es handelt sich um die Nachkonstruktion eines französischen Torpedoboots-Typs, herbei einem Aktionsradius von 650 Seemeilen (rund 1200 Kilometer) 45 Knoten (rund 83,3 Kilometer) in derStunde läuft und besonders leicht ist. Der Baupreis beträgt angeblich nur ein Zehntel der Kosten eines modernen Zerstörers.
Bei den vor kurzem auf Kiel gelegten neuen Zerstörer - Einheiten für die englische Kriegsflotte handelt es sich um 1920-Tonnen-Schifse mit einer Höchstgeschwindigeit von 36,5 Knoten (rund 70 Kilometer) in der Stunde). Die Bestückung setzt sich in her Hauptsache aus sechs 4,7-Zoll- (= 12-cm)-Geschützen und acht 21-Zoll (= 53,3-cm)- Torpedorohren zusammen. Außerdem werden noch einige Geschütze kleineren Kalibers eingebaut werden. Ser neue Typ hat eine um 50 Tonnen größere Wasserverdrängung als die Einheiten der Tribal-Klasse, von her bereits acht in Auftrag gegeben worden sind, die schon im kommenden Jahr unter der Bezeichnung Super- Zerstörer in Dienst gestellt werden sollen. Im ganzen sollen 16 Schiffe des neuesten Typs gebaut werden. — Die Angaben über den neuen Zerstörer- typ sind in dem Nachschlagewerk für die Kriegsflotte, „Iane's Fighting Ships", enthalte-n, dessen neuer Band für 1939 am Montag veröffentlicht wird.
Australien plant starke Befestigung von Papua.
Canberra, 18. Dez. (Europapreß.) Die australische Bundesregierung soll sich, wie schon gemeldet, mit dem Gedanken tragen, Neu-Guinea und Papua einer gemeinsamen Verwaltung zu unterstellen. Dieser Schritt soll dann einer völligen Versch m e lzung den Weg ebnen Wie weiter bekannt wird, soll die Bundesregierung die Absicht haben, Papua befestigen zu lassen. So sollen u. a. mehrere Stützpunkte für die austra- lische Luftwaffe angelegt werden. Die Blätter lassen zwischen den Zeilen erkennen, daß ein solcher Beschluß als gegen di e 3 a*p a n e r gerichtet aufgefaßt werden muß, zumal auch für bie Kriegsflotte mehrere Stützpunkte angelegt werden sollen. Die Befestigungen sollen besonders stark gebaut werden. Canberra erblickt in einem befestigten Papua den bedeutendsten Vorposten für die australische Sicherheit.
Amerikanische Flottenübung an der Atlantik-Küfte.
N e u y o r k, 18. Dez. (Europapreß.) Wie das amerikanische Marinedepartement mitteilt, wird die seit einiger Zeit angekündigte große Flottenübung für das Jahr 1939 sich in folgender Weise abspielen: Die Manöver begannen im Januar und werden den ganzen Raum her amerikanischen Atlantik-Küste umfassen. Es werden 140 Kriegsschiffe und 600 Flugzeuge eingesetzt werden. Einer schwarzen Verteidiger-Flotte wird eine weiße Angreifer-Flotte gegenübergestellt werden, die einen ßanbungsner- s u ch unternehmen soll. Nach denManövern wird sich die ganze Atlantikflotte in her Nähe des Stützpunkte G u a n t a n a m a versammeln, um Schießübungen durchzuführen. Anschließend werden sämtliche Schiffseinheiten nach Neuyork fahren.
Aus aller Wett.
Oie Skandaloffäre Coster in !lGA.
Der große amerikanische Jndustrieskandal, der mit hem Selbstm o rd des Hauptbeteiligten Donal Coster endete, nimmt immer größere Ausmaße an. Der „Paris Soir" erklärt, her Skandal gleiche vollkommen her Stavisky-Affäre, die vor wenigen Jahren bie ganze Wett in Atem gehalten habe. Der ehemalige Sträfling Musica, der unter dem falschen Namen Donald Coster es verstanden habe, sich mit Geldern, die er während seiner verbrecherischen Laufbahn an-gesammelt hatte, zum Leiter eines der größten amerikanischen Chemie-Trusts zu machen, habe auch den dreijährigen Krieg zwischen Bolivien und Paraguay um den Chaco mit finanzieren helfen. Boli vien habe, so erklärt das Blatt, hem amerikanischen Gangster das Chinin-Monopol gegen bie lieber- nähme von Waffenlieferungen eingeräumt. Auch sei Coster einer her Waffenlieferanten für Sowjetspanien gewesen. Zur Zeit, ha die Vereinigten Staaten noch trocken gewesen feien, habe er sich auch mit dem Alkohol schmuggel befaßt.
Em in Verbindung mit dem Detaftienschwindel in Connecticut verhafteter John Kantor, der sich als Manager bezeichnet, teilte den Behörden in New Port mit, daß ihm ein Agent der Drogen- finma 250 000 Gewehre angeboten habe. Die Behörden untersuchten m diesem Zusammenhang auch die Meldung, daß die Drogenfirma ein ehemaliges Bundesarsenal gebquft habe. Inzwischen


