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auf 116,75 bis 117 nach 116 und Mannesmann auf 112 nach 111 an; Klöckner lagen still. Rheinstahl kamen mit 140 (138,50) zur Notiz. An den übrigen Märkten ergaben sich nur vereinzelt mäßige Besse­rungen, wobei Demag weiter anzogen auf 149,50 nach 149, ferner Rheinmetall auf 130,25 nach 129,50 und Westdeutsche Kaufhof auf 101,50 nach 101. Die später notierten Papiere lagen überwiegend 0,50 bis 1 v. fl. fester. Am Einheitsmarkt setzten Großbank- aktien ihre Befestigung leicht fort.

Am Markt der unnotierten Werte war das Geschäft sehr ruhig und die Kurse unverändert. Tagesgeld wieder 2,25 v. fl.

Abendbörse freundlich.

An der Abendbörse erhielt sich die freundliche Ten­denz und auf vielen Gebieten des Aktienmarktes kamen neue Kundschaftsausträge zur Ausführung. Im Vordergrund blieben Montanwerte, in denen die Umsätze wieder verhältnismäßig lebhaft waren, floesch zogen zunächst um 1,25 d. fl. an auf 118, gingen aber später auf 117,65 zurück. Mannesmann gewannen 0,75 v. fl. auf 112,75, Verein. Stahl lagen mit 107,65 (107,50) voll behauptet, ebenso Rheinstahl mit 140 und Deutsche Erdöl mit 130,75, Laurahütte lagen 0,25 v. fl. höher mit 16,75. Etwas Beachtung fanden auch IG.-Farben zu 151,90 bis 152,50 (152). An den übrigen Marktgebieten traten Besserungen um 0,25 bis. 0,50 v. fl. ein. U. a. no­tierten AEG. mit 121 (120.40), Gesfürel mit 139 (138,50), Schuckert mit 175,50 (175), von Maschinen­werten MAN. mit 143 (142,50), Daimler mit 136,50 (136), Rheinmetall mit 130,75 (130,25), Adlerwerke mit 110,50 (110,25), Demag uno. 149,50. Von son­stigen Werten stellten sich Bemberg auf 138 (137,50), Westdeutsche Kaufhof auf unv. 101,50, Reichsbank auf uno. 187,50, während Licht & Kraft mit 140 und Deutsche Linoleum mit 158,50 je 0,50 v. fl. ab­bröckelten. Don Bankaktien zogen Dresdner Bank weiter an auf 111,75 (111,50), von Jndustriepapie- ren gewannen Wayß & Freytag \ D. fl. auf 157 und Schriftgießerei Stempel 0,50 v. fl. auf 98. Der Rentenmarkt blieb sehr still. 6proz. IG.-Farben gin­gen mit uno. 122,50 und 5proz. AEG.-Obl. Reihe 5 bis 8 nach Pause mit 100,40 (100) um. Die Ge- meinde-Umschuldungsanleihe nannte man mit un­verändert 93,90.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 18. Oft. Auftrieb: Kälber 341 (gegen 380 am 11. Oft.), flämmel und Schafe 894 (966), Schweine 1428 (1310). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 63 bis 65 (63 bis 65), b) 55 bis 59 (56 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 33 bis 40 (36 bis 40). flämmet b2) 47 bis 52 (46 bis 52), c) 39 bis 46 (39 bis 45), d) 34 bis 38 (38). Schafe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 33 bis 38 (33 bis 39), c) 22 bi/ 32 (18 bis 32). Schweine a) 59 (59), bl) 58 (58), b2) 57 (57), c) 53 (53), d) 50 (50). Sauen gl) 58 (58). Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, flämme! und Schafe lebhaft.

Fleischgroßmarkt: Beschickung 2069 (2037) Viertel Rindfleisch, 2205 (1288) halbe Schweine, 48 (25) ganze Kälber, 159 (89) flämmet, 76 (91) Kleinvieh. Notiert wurden je 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch a) 82 (80), b) 71 (69). Bullen­fleisch a) 79 (77), b), c) 60 (58). Kuhfleisch a) 79 (77), b) 67 (65), c) 56 (54). Kalbfleisch I 95 bis 97 (96 bis 97), II 85 bis 90 (80). flammelfleifch b2) 82 bis 86 (75 bis 78). Schweinefleisch b) 75 (73). Marktverkauf: lebhaft.

Auf einen haltenden Lastzug gerast.

LPD. Darmstadt, 18. Oft. Auf der Mainzer Landstraße in der Nähe der Schlammteichanlage der Groß-Gerauer Zuckerfabrik ereignete sich ein schweres Verkehrsunglück. Im dichten Nebel fuhr nachts ein Motorrad, das mit zwei Personen besetzt war, auf einen hal­tenden Lastzug auf. Einer der Fahrer st a r b kurz nach seiner Einlieferung in das Darmstädter Krankenhaus, der andere liegt in hoffnungslosem Zustand darnieder.

Alsfelder Derkehrsfragen.

£ Alsfeld, 17. Ott. Auf Einladung von Bür­germeister Dr. V ö l f i n g traten die Ratsherren, der Vorstand des Verkehrs- und Verschönerungsvereins, Vertreter des NDKK., des Straßenbauamtes und der Reichsbahnoerwaltung im Rathaus zu einer Sitzung zwecks Stellungnahme- zu der Frage der künftigen Verkehrsgestattung in Als­feld zusammen. Durch die Tatsache, dbß fünf Ver- fehrsstraßen, darunter drei Reichsstraßen, in Als­feld einmünden und den Verkehr nach und von dem Zubringer Alsfeld der Reichsautobahn Frankfurt GießenAlsfeldKassel vermitteln, ist, wie der Vor­sitzende mitteilte, nach Eröffnung der durchgehenden Strecke der Reichsautobahn FrankfurtKassel am 1. Dezember d. I. mit einer erheblichen Verkehrs­steigerung in Alsfeld zu rechnen. Es gilt im flin- blick hierauf, für den Durchgangsverkehr die erfor­derliche Verkehrssicherheit in der Stadt zu schaffen, die vorhandenen Gefahrenpunkte zu beseitigen, fer­ner die glatte Durchführung des Verkehrs zu sichern, wobei der Eisenbahnübergang in der flindenburg- straße, an dem insbesondere der Rangierverkehr ein öfteres Schließen der Schranken notwendig macht, eine nicht unerhebliche Verkehrsstörung mit sich bringt. Der Plan, eine et-roa drei Kilometer lange Umgehungsstraße am nördlichen Teile der Stadt vorbei bis zum Zubringer der Reichsautobahn zu schaffen, wurde einmütig abgelehnt, da eine solche Maßnahme die vollständige-Lahmlegung der'Ver­kehrsbelange der Stadt mit sich bringen und sie wirtschaftlich schwer schädigen würde. Als Ergebnis der Aussvrache wurde ferner einmütig festgestellt, daß die Verkehrssicherheit in der Stadt durch en> sprechende Maßnahmen auch ohne eine derartige Umgehungsstraße gewährleistet werden kann. Die Zustände am Bahnübergang in der flindenburg- straße lassen eine Verlegung des Rangierverkehrs nach dem südlichen Teile des Bahnhofs notwendig erscheinen. Ein entsprechender Antrag soll bei der Reichsbahnverwaltung gestellt werden. Anerkannt wurde ferner die Notwendigkeit, zur besseren Durch­leitung des Autoverkehrs nach dem Zubringer der Reichsautobahn die Schellengasse entlang des städti­schen Schlachthofs sortzusühren bis zur Einmündung in die Reichsstraße 254 am sog. Rosengärtchen.

Preußen.

Vergeben gegen das Blutschuhgeseh. Eine Entscheidung von grundsätzlicher Bedeutung.

Lpd. Frankfurt a. M., 18. Oft Zwei jüdische Schwestern, die beide über 70 Jahre alt sind, wur­den vom Frankfurter Schöffengericht wegen Ver­gehens gegen das Blutschutzgesetz zu je 200 Mark Geldstrafe verurteilt; ein mitbeschuldigter Nesse wurde freigesprochen. In dem flaushalt der Jüdin­nen wurden drei deutschblütige Angestellte unter

45 Jahren beschäftigt, obwohl dem flaushalt ein Jude, nämlich der Neffe, angehörte. Es war geltend gemacht worden, daß der Neffe nicht in dem flaus schlief und deshalb nicht als dem flaushalt ange­hörend bezeichnet werden könne. Das Gericht erach­tete es zur Strafbarkeit der Frauen als genügend, wenn sich der Nesse tagsüber restlos in dem flaus­halt bewegte, wie dies der Fall war. Er nahm dort das Frühstück ein, rasierte sich im Badezimmer, im flaushalt zu Mittag und oft auch zu Abend. Mittags ruhte er in einem Zimmer auf einem Liegeftuhl. Die Angeklagten merkten offenbar selbst, daß sie sich durch die Beschäftigung der arischen flausangestellten strafbar machten, denn es kam nach einiger Zeit dahin, daß der Neffe nicht mehr das (Elfen auf sein Zimmer gebracht erhielt, sondern daß er es sich in der Küche selbst holen mußte. Der Neffe wurde freigesprochen, weil er nicht flaushaltungs- vorstand war. Strafmildernd kam den Jüdinnen chr hohes Alter, ihre Unbeftraftheit und die Tatsache zu­gute, daß sie versucht hatten, sich über die Aus­legung der Bestimmungen des Blutschutzgesetzes Sicherheit zu verschaffen.

Auf der Fahrt zur Hochzeit in den Tod.

LPD. Marburg, 18. Ott. Der 29jährige In­genieur Karl D o l l a n d aus Marbura wollte mit feinem Motorrad nach dem Wohnsitz seiner Braut in Schleusingen fahren, wo die flochzeit stattfinden sollte. Die Tragik des Schicksals wollte es, daß Volland unterwegs verunglückte und dabei einen Schädelbruch erlitt, an dessen Folgen er alsbald g e ft o r b en ist.

Kreis Wehlar.

Dutenhofen, 19. Ott. Am heutigen Mitt­woch kann unser Mitbürger Johannes A g e l (flaus Nr. 42) in bester geistiger und körperlicher Frische im Kreise seiner Angehörigen seinen 8 6. Geburts- l a g feiern. (Er entstammt einem alteingesessenen Bauerngeschlecht und ist einer der ältesten Einwoh­ner unserer Gemeinde. Der hochbetagte Mann ist der einzige noch lebende Mitbegründer der hiesigen 'Kriegerkameradschaft, die er im Jahre 1876 mit eini­gen Kameraden ins Leben rief. Seit dieser Zeit ge­hört er ununterbrochen der Kameradschaft an. Dor einiger Z«t wurde er in Anbetracht seiner Treue zur Sache zum Ehrenmitglied ernannt. Er ist im Besitz des Kyffhäuser-Ehrenzeichens. Johannes Agel, den zu seinem Geburtstage sicherlich viele Glückwünsche erreichen werden, diente in den Jah­ren 1872 bis 1875 bei dem Garde-Jnfanterie-Regi- ment in Trier. Er gehört seit langer Zeit zum Stamm der treuen Leser des Gießener Anzeigers. Unseren herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.

Aus aller Welt.

Schwerer Autounfall im Sudetentand.

(Einem 21 uto Unfall fiel der Heichenberger Ortsleiter der Sudetendeutschen Partei Wenzel K a ft n e r zum Opfer. Er befand sich im Kraft­wagen auf einer Dienstfahrt. Bei Ruppersdorf stieß sein Wagen mit einem Mietauto zusammen. Kastner wurde bei dem Zusammenprall tödlich verletzt. Der Fahrer des Wagens, der Propagandaleiter der SDP. in Reichenberg, Student, erlitt sehr schwere Verletzungen. Von den beiden übrigen Insassen erlitt der eine mehrere Schnittwunden, während der andere einen Schädelbruch davontrug und inzwischen im Krankenhaus geftorben ist.

Kastner war von 1923 bis 1933 Obmann der NSDAP, und langjähriger Vorsitzender des Bundes der Kriegsverletzten.

Sechs Tote beim Absturz zweier britischer Bomber.

Die britische Luftwaffe wurde von einem schwe­ren Flugzeugunglück heimgesucht. Zwei der modernsten Bomber stießen über dem Flugplatz von Dunmow in der Grafschaft Essex zusammen und stürzten brennend ab. Fünf Insassen verbrannten, während ein sechster infolge Versagens seines Fallschirmes zerschmettert aufge­funden wurde. Großes Rätselraten hat ein Zettel hervoraerusen, den man neben einem der abgestürzten Flugzeuge fand. Auf ihm stand ge- schrieben:Wie wird das Flugzeug in ein paar Minuten aussehen?" Man nimmt an, daß es sich um die Notiz eines der Insassen handelt.

Todesstrafe für einen Gattenmörder.

Das flagener Schwurgericht verhandelte gegen den flermann Dickhagen aus Droeschede und seine Geliebte Frau Karoline Brinkmann aus Iserlohn. Beide waren angeklagt, die Ehefrau Dick­hagen gemeinschaftlich ermordet zu haben. Dick­hagen hatte in der Nacht seine kranke Ehefrau im Bett mit einem Bindfaden erdrosselt. Frau Brinkmann wurde der Mitwisserschaft an diesem Verbrechen überführt. Das Urteil lautete gegen Dickhagen wegen Mordes an feiner Ehefrau auf Todesstrafe und gegen die Frau Brinkmann auf 10 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehr­verlust. Der Staatsanwalt hatte für beide Ange­klagte die Todesstrafe beantragt.

Unnatürliche Hitze in Neuyork.

Ein seit einer Woche über den Atlantikländern lagerndes flochdruckgebiet verursachte in Neuyork die für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohe Tem­peratur von 31 Grad Celsius, flunderttausende von Menschen suchten am Strand Kühlung vor der außerordentlichen Wärme.

Tödlicher Abstuz von der Benediktenwand.

Am letzten Sonntag unternahmen in unzweck­mäßiger Ausrüstung und ohne Seil zwei Mitglieder einer Fachschule in Bad Tölz einen Ausstieg auf die Benediktenwand auf dem gefährlichen Wege der Maximilianroute. Sie waren 300 Meter hoch geklettert, als sie die schwierige Partie aufgeben mußten. Beim Uebergang von der Felswand auf ein Grasband durch Sprung glitt der 27 Jahre alte Gerhard Schön aus Saarau in Schlesien ab und stürzte in die Tiefe, wo er mit zerschmettertem Schä- del liegen blieb. Die Bergwacht verbrachte den Toten zu Tal, von wo er in bit fleimat trans­portiert wird. Diese nur für Geübte gangbare Tour soll die erste Bergtour des Verunglückten überhaupt gewesen sein.

Flammentod einer Greisin.

Ein schrecklicher Unfall ereignete sich in der Ort­schaft Ueckesdorf bei Bonn. Die 80jährige Dorf­älteste, die sich allein zu flaufe befand, kam beim Kaffeekochen mit ihren Kleidern dem flerdfeuer zu nahe. Lichterloh brennend lief die Greisin auf die Dorfstraße, wo sie bewußtlos zusammenbrach. An den schrecklichen Brandwunden ist sie bald nach der Einlieferung ins Krankenhaus geftorben.

Tödlicher Sturz aus der Schiffsschaukel.

In Brückenau stürzte der 12jährige Ernst Gun­kel, der mit anderen Kameraden eine Schiffs­chaukel bestiegen hatte, aus der Schaukel und wurde so schwer verletzt, daß er in der folgenden Nacht st a r b.

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