Aus -en Gießener Gerichissälen
den. Sie lagen dann lange Ze! Da der Angeklagte vor dem (Be:
habe das gleiche auch von Stark angenommen, zumal er im Laufe ihrer Besprechungen einmal die
Aus der engeren Heimat
10. Fortsetzung.
(Nachdruck verbotenl-
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Der W. K. aus Gießen hatte in Klein-Linden gebettelt. Das Gericht verurteilte den Angeklagten, einen alten, gebrechlichen Mann, zu einer Woche
habe bestimmt gewußt, daß die Beziehungen vor ihrem 16. Geburtstage stattgesunden hatten, und sie
Schlosserei der hiesigen Didier-Werke, kann am tom« menüen Freitag, 21. Oktober, auf eine 25jährige Ta- tigkeit in diesem Betriebe zuruckblicken. Wir gratulieren.
"Y" Watzenborn-Steinberg, 18. Oft Der hiesige Turnverein „Gut Heil" hielt seine ordentliche Mitgliederversammlung ab, in der über die Winterarbeit gesprochen mürbe. Es wurde u. a. beschlossen, eine Winteroeranstaltung durchzuführen.
schlug dort, die beiden Fahrer unter sich begrabend, um. Der Angeklagte sowohl, als sein „Fährschüler" erlitten schwere Verletzungen und konnten nur mit Mühe unter der Zugmaschine heroorgezogen wer- Zeit im Krankenhause.
Zwei Männer klettern aus dem Omnibus, wie sie verschiedener nicht gedacht werden können.
Der erste ist klein, rundlich, ja, man kann schon ruhig sagen, daß er einen Bauch hat: er strahlt vor Freude, schwenkt eine tarierte Reisemütze und schreit, daß die braven, stillen Bauersfrauen, die aus der Umgebung nach Niederau zu ihrem Sonntagsbesuch kommen, ganz erstaunte Augen machen. „Mensch, Doktor! Herbert! Altes Haus! Bist du's wirklich oder nicht?" Dabei quetscht er Karajan beinahe die Hand entzwei.
„Du lebst also wirklich noch? Tatsächlich! Und aussehen tust du wie der leibhaftige Frühling! Kein Bauch wie ich! Keine Glatze wie ich... der
Während Karola sich auf der Veranda in einen Liegestuhl gestreckt hat und vergeblich versucht, ihre Gedanken in der Lektüre eines Buches zu sammeln, begeben sich die Männer an die Arbeit. Es wird zunächst nicht viel geredet. Wemicke vertieft sich in die Plane, die ihm Karajan vorlegt, und Schorsch Haus- mann tut das gleiche. „Ich verstehe ja von den Einzelheiten nicht viel, aber ich kann die Erfolgsaussichten beurteilen!"
So vergeht eine Viertelstunde. Dann schiebt Wernicke die Papiere beisefte. Er hat genug gesehen.
„Die Sache ist gut!" stellt er ruhig fest. „Ich gratuliere dir, Herbert!"
„Und ein Geschäft wird's auch, wenn mir einen tüchtigen Kerl finden, der genug Phantasie besitzt, um deinen Werkstoff auch für* Dinge des täglichen Lebens brauchbar zu verwenden. Die Hausfrau ist noch immer der beste Konsument. Hast du übrigens schon einen Namen für deine Masse? Mit Phenol- basis und solchen Dingen dürfen mir dem Publikum nicht kommen! Dabei bricht es sich die Zunge ab. Nenn's doch einfach — Mensch, eine Bombenidee! —" Schorsch klatscht auf den Tisch vor Freude. ,^Heißt deine Braut nicht Karola mit Vornamen?"
„Bist du irrsinnig geworden? Was hat denn das damit zu tun?"
„Irrsinnig? Noch nicht, verehrter Herr Erfinder! Im Gegenteil! Paß auf! Das Ding muß einen Na- men haben, den jeder merken kann, bei dem sich auch der kleine Moritz den Mund nicht verrenkt."
„Das stimmt schon, aber —"
(Fortsetzung foljt!)
„Dann werden Sie nur um so eher begreifen’" Wernicke deutet eine Verbeugung an. „Meine Sorge flilt schließlich in erster Linie Ihrem Verlobten und seiner Arbeit. Wenn ich schroff mar, bitte ich um Verzeihung."
„Wir brauchen darüber nicht mehr zu reden. Ich meiß, daß Karajan weniger Geschäftsmann ist als vielmehr ein Idealist. Ich möchte genau wie Sie ihm den Frieden feiner Arbeit sichern." Sie lächeln den Herren zu. „Da kommt er schon! Sie sind hier ganz ungestört, und niemand kann Sie belauschen."
„Nee, Horchposten in de Appelbaume scheinen auch nicht versteckt zu sein! Also kann's losgchen!" ulkt Schorsch und stupst Wernicke in die Seite.
„Altes Ekel ... So'n Mädel und dann dein Ge- hie!" flüstert er ihm zu. „Wenn ich das Herbert sage ..."
„Liegst du mit Sicherheit in der nächsten Sekunde hilflos auf dem Rasen!" knurrt Wernicke.
Da der Angeklagte vor dem Gericht einen sehr günstigen Eindruck machte und durch die Folgen des Unfalles schwer geschädigt ist, sah das Gericht von einer strengen Bestrafung ab. Es verurteilte ihn wegen fahrlässiger Körperverletzung als Berufsfahrer gemäß § 2301, II StGB, zu einer Geldstrafe von 50 R M., evtl. 10 Tage Gefängnis. Wegen Uebertretung der Reichsstraßenoerkehrsordnung und der Reichsautobahnbetriebsordnung erhielt H. 10 RM. Geldstrafe, ersatzweise zwei Tage Haft. '
Ruridsunkprograrnm
Donnerslag. 20. Oktober.
Redewendung gebraucht habe: „Wenn das nur mit dem 16. Lebensjahre nicht wäre."
Die Verhandlung dauerte gestern bis zum späten Abend an und wird heute fortgesetzt werden.
Amtsgericht (Sieben
Unfälle bei der Arbeit.
* ß u m b a , 18. Oft. Der Arbeiter Hermann Riege aus Friedberg stürzte bei seiner Arbeit' an einer Baustelle der Reichsautobahn von einer Verladerampe einige Meter tief ab und erlitt Rippenbrüche und einen Beckenbruch. Der bedauernswerte Mann mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.
* Zell-Romrod, 18. Oft. Mit schweren inneren Verletzungen mußte der an der Reichsautobahn — Bauabschnitt Zell-Romrod — beschäftigte Arbeiter Erich Schmidt aus Lauterbach in ärztliche Behandlung gebracht werden. Die Sanitätsbereitschaft vom Roten Kreuz in Alsfeld brachte ihn in die Chirurgische Klinik nach Gießen.
Bon einem Jernlastzug geblendet und tödlich verunglückt.
LPD. Büdingen, 18. Oft Der Zimmermeister und Sägewerksbesitzer Heinrich Neider aus Haingründau befand sich mit seinem Motor- rab nachts auf der Rückfahrt von Frankfurt, wo er gearbeitet hatte. Am Ortsausgang von Rodenbergen wurde er von einem entgegenkommenden Fernlastzug geblendet und fuhr in eine Gruppe von Fußgängern. Ein Fußgänger und der Soziusfahrer wurden leicht verletzt. Neider erlitt so schwere Verletzungen, daß er im Krankenhaus zu Gelnhausen st a r b.
Landkreis Gießen.
# TI a i n 31 ä r, 18. Ott. Der Arbeitskamerad Robert Will aus Treis a. d. Lda., Vorarbeiter in der
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Wegen Uebertretung der Reichsstraßenverkehrsordnung und der Reicysautobahnbetriebsordnung in
Möbelschau
vom 22.-31. Oktober in
KELKHEIM
angestiftet zu haben. Er gab wohl zu, die Briefe verfaßt und ihr aufgetragen zu haben, darüber Stillschweigen zu bewahren; dies will er jedoch nicht in dem Sinne verstanden wissen, daß die L. vor Gericht die Unwahrheit sagen sollte. Er habe lediglich beabsichtigt, damit die Gerüchte gegen ihn zum Schweigen zu bringen. Mit der Besprechung in der Bahn vor dem Termin habe er nur den Zweck verfolgt, der L. etwas Mut zuzusprechen, zumal er auch damals fest davon überzeugt gewesen sei, daß der Verkehr erst nach dem 16. Geburtstage stattgefunden habe. Diese letztere Einlassung brachte der Angeklagte auch gegenüber der neuen Anklage wegen Meineids vor, so daß im Falle ihrer Richtigkeit keine wissentlich falsche Aussage und damit auch kein Meineid vorliegen würde.
Die gestrige Beweisaufnahme nahm den ganzen Derhanülungstag in Anspruch und konnte nur zu einem Teil abgeschlossen werden. Don besonderer Bedeutung war dabei die Vernehmung der damaligen Mitangeklagten L., die tellweise unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfand. Ihre Vernehmung war deshalb in aller Ausführlichkeit erforderlich, well von der Glaubwürdigkeit ihrer Aussage zum großen Teil das Schicksal des ganzen Prozesses abhängt. Die L. wiederholte im wesentlichen ihre Angaben, die sie als Angeklagte in dem Dorprozeß gemacht hatte, und sie betonte insbesondere, daß sie den Eindruck hatte,, daß mit dem „Standhastbleiben" ihre Aussage vor Gericht gemeint gewesen sei. Sie
„Wenn ich's nicht selbst mitgemacht hätte, würde ich es nicht glauben."
„Damals waren wir noch jung und schlank", wehrt der andere ab. „Heute erfreu, man sich lieber an Dingen, die so gut und wohlschmeckend sind, wie sie Ihre Küchenkunst zu zaubern verstand." Dabei deutet er eine schelmische Verbeugung zu Tante Therese an, daß sie wahrhaftig vor Verlegenheit rot wird.
„Und nun an die Arbeit!" drängt Karajan. „$n vier Stunden müßt ihr wieder weiter!"
„Das kleine Gartenhaus habe ich für dich freigemacht, Herbert", sagt Karola.
„Dann führe du bitte die beiden Herren dort- hin — ich hole nur meine Sachen."
Das also sind die Männer, die Karajan helfen werden, denkt sie, als sie vor ihnen her durch den Garten zu dem kleinen Sommerhaus geht. Sie werden mit ihm arbeiten, werden bei ihm fein und er wird ihnen viel zu danken haben.
„Fast müßte ich eifersüchtig sein auf Sie, meine Herren", sagt sie aus ihren Gedanken heraus, und auf den verwunderten Lühlen Blick Wernickes fügt sie hinzu: „Sie werdest mit Herbert Zusammenarbeiten, und ich stehe hilflos daneben! Ich wäre glücklich, wenn ich so Tag für Tag bei ihm sein könnte."
„Damit hat's noch lange Beine! Ehe wir etwas anfangen können, müssen wir Geld haben! Viel Selb!' lacht Hausmann. „Und das wird nickt so leicht zu beschaffen sein."
„Fräulein Westner kennt Karajans Pläne wohl kaum", entgegnet Wernicke gemeßen. „Ich nehme nicht an, daß er Ihnen etwas gesagt hat, was ins Einzelne geht."
Karola glaubt aus dem Ton der Worte ein un- ausgesprochenes Mißtrauen herauszuhören. Sie schaut Wemicke offen an.
„Mißtrauen ist nicht am Platz, Herr Wernicke. Ich weiß nur, daß es sich um eine Erfindung handelt. Weiter nichts. Ich will auch nichts Näheres wissen. Trotzdem haben Sie keinen Grund, an meiner Zuverlässigkeit und meiner Verschwiegenheit zu zweifeln."
Hausmann ist sichtlich verlegen, während Wer- nicke scheinbar abweisend darüber hinweghört.
„Er meinfs nicht so", entschuldigt Schorsch, „er hat nur schon einmal erlebt, wie eine Frauensperson ... Verzeihung, wie eine Dame Karajans Vertrauen mißbraucht hat. Da ist es verständlich, wenn man sich beim zweitenmal vorsieht."
„Ich kenne diese Vorgänge." Karola fft jetzt ganz sachlich und kühl.
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Roman von Kurt Niemann
Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa
। hob deswegen aegen Stark Anzeige. Es wurde daraufhin gegen den Anzeiger ein Verfahren wegen Beleidigung eingeleitet. In dem folgenden Prozeß wurde von dem damaligen Angeklagten behauptet. Stark habe das Mädchen vergewaltigt. Daraufhin wurde dieses Verfahren ausgesetzt und gegen Stark ein Verfahren wegen Sittlichkeitsoerbrechens eingeleitet. Dieses ist jedoch inzwischen eingestellt worden. Im Laufe der damals schwebenden Ermittlungen wurde die L. von dem Amtsgericht Ulrichstein informatorisch gehört. Dabei gab sie an, daß die von dem Anzeiger aufgestellten Behauptungen über ihr Verhältnis zu Stark, insbesondere hinsichllich der angeblichen Vergewaltigung, den Tatsachen entsprächen. Dies führte dazu, daß Stark aus seinem Dienst entlasten wurde. Nunmehr trat Stark mit der Angeklagten in Verbindung und setzte zwei Briefe auf des Inhalts, daß ihre Aussage vor dem Richter in Ulrichstein nicht richtig gewesen sei. In den Briefen wurde zwar zugegeben, daß es zwischen beiden zu Beziehungen gekommen sei, angeblich aber erst nach Vollendung des 16. Lebensjahres des Mädchens. Die beiden Briefe wurden von der L. unterzeichnet und an das Amtsgericht Ulrichstein und die vorgesetzte Stelle des Angeklagten abgefanbt. Bei der Abfassung der Briese schärfte Stark dem Mädchen ein, mit keinem Menschen über diesen Vorgang zu sprechen und unter allen Umständen bei der in den Briefen gegebenen Darstellung zu bleiben. Auf Grund dieser ^Briefe wurde das Verfahren gegen den Anzeiger wegen Beleidigung weiter betrieben, das mit dessen Verurteilung endete.
In der damaligen Hauptoerhandlung vor dem Amtsgericht Ulrichstein beschwor die L., daß sie vor ihrem 16. Geburtstage nicht in Beziehungen zu dem Angeklagten getreten sei, und weiterhin, daß sie die beiden Briefe aus eigener Initiative und vollkommen selbständig verfaßt und abgesandt habe. Auf Grund dieses Ergebnisses durfte der Angeklagte seine Beschäftigung wieder aufnehmen.
Schon kurze Zeit nach dem Prozeß wurde fest- gesteift, daß Stark wenige Tage vor dem Termin die L., die mittlerweile in Gießen eine Stelle angenommen, dort aufgesucht und mit ihr Derhand- lungen gepflogen hatte. Ebenfalls konnte ermittelt werden, daß er am Verhandlungstage in Saasen zu ihr in das Zugabteil gestiegen war und sich mit ihr über den Prozeß unterhalten hatte.
Diese Verdachtsmomente führten zu dem seinerzeitigen Verfahren. Gegenstand der Anklage war damals nur die zweite Behauptung der L., sie habe die Briefe selbständig abgefaßt. Im Laufe der Hauptverhandlung vor dem Schwurgericht konnte auf Grund des Geständnisses der L. feftgeftellt werden, daß die Beziehungen zwischen den beiden schon vor Vollendung ihres 16. Lebensjahres bestanden hatten. Da der Angeklagte vor dem Amtsgericht Ulrichstein ebenfalls unter Eid ihre Beziehungen in die Zeit nach dem 16. Geburtstage der L. verlegt hatte, wurde das Verfahren gegen ihn auch auf diesen Punkt ausgedehnt.
In der gestrigen Hauptverhandlung behauptete der Angeklagte nach wie vor, die L. nicht zum Meineid 1
„Ich hab dich lieb, Herbert", flüstert sie, „mehr als mein Leben. Willst du das behalten? Wirst du das nicht vergesten, nie und in keiner Situation?"
„Wie könnte ich das?"
„Du kannst mir vertrauen, Herbert, immer unt^ ewig.. Das sollst du dir auch merken. Daran darfst du nie zweifeln."
„Du bist so sonderbar, Karola —"
„Es könnte einmal der Tag kommen, an dem du auf eine harte Probe gesteift wirst. Das Leben ist unberechenbar. Dann sollst du an diesen Augenblick denken. Willst du mir bas versprechen?"
„21ber Kind... was denkst du nun schon wieder?" lacht er.
2>och sie bleibt ernst und hartnäckig.
„Du sollst rnir's versprechen. Ich bitte dich darum. Es ist meine erste Bitte und ich will dich um nichts anderes mehr bitten als um dies eine: Vertrau mir und denke immer daran: Ich hab "dich lieb!"
„Gut._ Ich verspreche dir's!"
Da küßte sie ihn mit geschlossenen Augen, und er spürt, wie chre Arme ihn fest umschlingen, als wolle sie ihn nicht mehr lassen.
»Kleine Karola!"
Er streicht ihr sanft übers Haar. ,Laum hast du mich... da bist du schon bange, du könntest mich verlieren. Mußt auch ein wenig Zutrauen haben —"
Dann gehen sie ins Dorf, die Freunde abzuholen
§ 230 I und II StGB- hatte sich der I. H. aus Fron- hausen zu verantworten. Der Angeklagte befuhr am 23. Juni 1938 gegen 20 Uhr die Reichsautobcchn in der Gemarkung Grüningen mit feinem Bulldogg mit leerem Anhänger in nördlicher Richtung. Unter! megs überließ er die Führung des Bulldoggs feinem Beifahrer E. Dieser ist aber nicht als Bulldoggfah- rer ausgebildet. Kaum saß E. am Steuer, geriet die Zugmaschine an einer abfallenden Strecke in große Geschwindigkeit. Der Angeklagte konnte bas Unheil nicht mehr verhüten. Der Bullboag kam von ber Fahrbahn ab, sauste eine lange Wegstrecke neben ber Fahrbahn her, kam wieder auf die Fahrbahn und
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6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrich- fen. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werk« pause. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk. Volksliebsingen. 11.45: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittags- konzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.15: Musikalische Kurzweil. 15: Für unsere Kinder. Wir spielen auch einmal Kasperle. 16: Nachmittagskonzert. 17 bis 17.10: ,^okos Abenteuer im Bergwerk". Heitere Plauderei. 18: Aus Arbeit und Beruf: Darf man den Arbeitsplatz wechseln? 18.30: Volk singt, spielt und plaudert. Wir sind nur einmal jung. 19.15: Tägesspiegel. 19.30: Der fröhliche ßautfpre* cher. 20: Nachrichten. 20.15: Unser singendes klingendes Frankfurt. 22: Nachrichten. 22.20: Unsere , , — ------o , Kolonien. 22.30: Volks- und Unterhaftungsmusik. 24
Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung nach | bis 2: Nachtkonzert.
Vereins sichrer Jung rief zu eifriger Winter- Uebungsarbett auf. Der seitherige Dberturnroart Zipfe mußte infolge eines Unfalles fein Amt zur Verfügung stellen, bas von Kamerad Otto Sommer übernommen mürbe. Die Leitung ber Frauen- riege übernimmt Kamerad Rudolf Möckel. — Ebenfalls fand eine Vertrauensmännersitzurtg unter dem Vorsitz des Mitarbeiters ber Deutschen Sport- Hilfe, Albert P i tz statt. Die Olympia-Sammelglocken wurden geöffnet und deren Inhalt dem Reichssport- fuhrer übermittelt. Die Geldbeträge aus den Olym- piaglocken werden für Aufgabengebiete ber Deutschen Sporthilfe Verwendung finben. Es konnte ein statt- licher Betrag überwiesen werben.
Schwurgericht Gießen.
Wie erinnerlich, sind der W. St a r k aus Harbach und die E. L o ch aus Zeilbach von dem Schwurgericht in Gießen wegen Anstiftung zum Meineid bzw. Meineids zu Zuchthaus st raienvon einem Jahr drei Monaten und einem Jahr verurteilt worden. Während die L. bas Urteil rechtskräftig werden ließ, legte Stark Revision beim Reichsgericht ein. Dieses hob das Urtell des Schwurgerichts auf und verwies die Sache zur erneuten Verhandlung an die Dorinstanz zurück.
In dem Verfahren konnte seinerzeit feftgeftellt werden, daß der Angeklagte sich selbst einer Eides- oerletzung schuldig gemacht hatte, so daß gegen ihn nunmehr auch Anklage wegen Meineides erhoben wurde. Die beiden Verfahren wurden miteinander verbunden und bilden den Gegenstand der jetzigen Verhandlungen.
Der Angeklagte war im Jahre 1934 in Zeilbach tätig. Dort lernte er die damals 15jährige Loch kennen und trat mit ihr in intime Beziehungen. Ein mit Stark verfeindeter Einwohner der Gemeinde er
handel: Größe der Weihnachtsbäume Stumpf- längen über 20 Zentimeter und astlose Spitzenlängen über 30 Zentimeter sind nicht mitzurechnen: Von 0,70 bis 1,30 Meter bis 57 Pf., über 1,30 dis zu 2 Meter bis 85 Pf., über 2 Meter bis 3 Me- ter bis zu 1,67 Mark, über 3 Meter bis zu 4 Meter bis zu 2,54 Mark.
Für den Absatz vom Kleinhandel an den Verbraucher in der gleichen Größeneinteilung bis zu 1 Mark, bis 3U 1,50 Mark, bis zu 2,50 Mark, bis zu 3,80 Mark. Die aufgeführten Höchstpreise gelten nur für erste Qualität.
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** Eine Achtundachtzigjährige. Die Wttwe Frau Kacharine Klingelhöfer, Bleich- straße 26, kann am heutigen Mittwoch, 19. Oktober, in geistiger und körperlicher Frische ihren 88. Geburtstag feiern. Wir beglückwünschen!
** Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vom 7.'bis 13. Oktober ein: gegen Kraft- fahrzeugführer mit 5 Anzeigen, gegen Radfahrer mit einer Anzeige und vier gebührenpflichttgen Verwarnungen.
** Eigenartiger Vorfall. Heute morgen zu früher Stunde ereignete sich in der Frankfurter Straße, unweft der Einmündung der Wilhelmstraße ein eigenartiger Vorfall. Ein Koblenzer Möbellrans- portzug, ber aus ber Richtung Klein-Linden stabt- märts fuhr, geriet auf ber nur leicht regenfeuchten Straße ins Schleudern, ohne baß jedoch der Fayrer die Herrschaft über den Lastzug verlor. Immerhin geriet ber Anhänger auf ben Bürgersteig und schlug gegen einen ber dort stehenden Lindenbäume. Der Baum, ber einen Stamm von etwa 30 Zentimeter Durchmesser hatte, wurde dicht über der Erde glatt abgebrochen und stürzte auf den Bürgersteig. Glücklicherweise kam niemand zu Schaden. Der Lastzug konnte seine Fahrt fortsetzen. Die Feuerwehr besei- tigte heute morgen bas Verkehrshindernis.
** Die Iugenbgruppe des Vereins der Aquarien - und Terrarienfreunbe Gießen trat zu einer ersten Versammlung zu- fammen. Der Leiter der Iugenbgruppe, Erich W. Becker (Gießen), wies darauf hin, daß es Zweck und Ziel ber Iugenbgruppe fei, einzuführen in die Geheimnisse ber Natur unter Wasser, praktische Naturpflege zu betreiben, sowie die Züchtung der verschiedensten Fischarten und Terrarientiere anzustreben. Es ist geplant, noch vor Eintritt des Winters einige „Tümpeftouren" burchzuführen. Im Laufe bes Winters sollen Vortrags- und Lichtbilderabende stattfinden. Geplant ist ferner eine Fahrt nach Frankfurt, ein Besuch des Zoos und vor allem eine Besichtigung des dortigen Aquariums. Claus G r a d e r t wurde zum Schriftführer der Iugend- gruppe bestimmt. Die Gruppe zähll elf Mitglieder und lehnt sich in ihrer Arbeit eng an ben Hauptverein an.
NSG. Genug Werkskantinenköchin- nen. Im Zuge der Aktion „Warmes Essen im Betrieb" sind vielerorts Werkskantinen eingerichtet worden. Vom Frauenamt der DAF. wird hierzu mitgeteilt, daß augenblicklich genug Werkstantinen- : köchinnen da sind und Hausgehilfinnen dringend davor gewarnt werden, etwa ihre Stelle aufzugeben, um in diesen Beruf überzugehen.
reine Jüngling! Menfchenskind, wie machst du das bloß?... Äh... du hast feierliches Ehrengeleit mit« gebracht! Hocherfreut, mein Fräulein! Hocherfreut! Georg Hausmann vom »Neuen lag'. Vielleicht haben Sie meinen Namen schon einmal gelesen? Nicht? Schadet auck nichts! Ich habe da nämlich nur die Anzeigenaoteilung. Wo bleibt denn nur Günther? Natürlich! Der Letzte! Läßt mft angeborener vornehmer Zurückhaltung alles ausfteigen, was Kopf und Beine hat und wartet bis zum Schluß! Na, da ist er ja endlich!"
Ein sehr großer Mann mit einem kurzen Kinnbart tritt auf die drei zu. Er sagt nichts,.sondern drückt Karajan nur die Hand. Sehr fest und lange.
„Darf ich dir meinen Freund Günther Wernicke oorstellen?" Und zu Wernicke: „Du barfft Fräulein Westner ruhig fest bie Hand geben! Sie hat mich aus bem Straßengraben aufgelesen, und ich habe mich zur Strafe bafür mit ihr verlobt."
„Ist bas bie Möglichkeit!" staunt Schorsch unb läßt in komischem Entsetzen seinen Handkoffer fallen.
„Und diesen Schrecken gleich bei ber Begrüßung? O Herbert, wie ist bas geschehen? Na, nun zieh nicht gleich bie Stirn in Falten! Ich glaube, bein Fräulein Braut versteht Spaß. Schnell, gnädiges Fräulein, gießen Sie Del auf bie Wogen ber Erregung. Er kriegt es fertig unb schlägt mich nieder unb ber „Neue Tag" erscheint morgen ohne Anzeigen."
„Das wäre nicht zu verantworten", lacht Karola. „Sie sehen, Herr Hausmann, Doktor Kara- jan lacht schon roieber! Es kann so schlimm also nicht {ein. Darf ich vorangehen, meine Herren? Meine Tante hat Ihnen allerlei leckere Sachen auf ben Tisch gebaut. Und ich glaube, bas kann man vertragen, wenn man von Berlin ober von Magbeburg aus unterwegs ist."
„Na, benn man im Gleichschritt marsch!" kom- manbiert Schorsch unb setzt sich in Trab. ,Zch habe in ber Tat einen Bärenhunger."
.Das Mittagessen verläuft in herzlicher Gemein- Iqait Der quuflebenbige Hausmann ist kaum einen Augenblick still. Er steckt voller Späße und Schnurren, wahrt dabei aber immer mit sicherm Gefühl bie ®ren3e, so baß Tante Therese bald mit ihm in spaßhafte Fahrt gerät. Sie lacht selbst so gern.
"Man sollte nicht glauben, baß biefer Zeitungs- menfd) aus Berlin im Felde draußen einmal mit drei Mann einen feindlichen Graben aufgerollt hat’" meint Karajan kopfscküttelnd, als alle sich von ber Tafel erheben unb schiebt feinen Arm unter ben Schorschs.
pflanzte Blumenkohl erntereif geworden. Auf allen Märkten unseres gemüsereichen Rhein-Main-Ge- bietes übertrumpfen sich bie schönen, prangend weißen Köpfe aller Größen von Blumenkohl, von ben Gärtnern säuberlich unb wohlgeordnet zur Schau gestellt. Die Zufuhren dieses feinen Herbstgemüses lind so groß, daß jede Hausfrau sich dieses wohlschmeckende Gericht in diesen Wochen nicht nur ein- mal, sondern öfters bis zum Winterfrost sichern sollte. Auch aus anderen Gebieten, wie Mitteldeutschland und dem Rheinland, sind bereits mehrere Ladungen eingetroffen, wodurch die reichliche Markt- oerjorgung zu günstigen Preisen gewährleistet bleibt. Für den Gärtner ist es wichtig, die Felder baldigst zu räumen, um sie für neue Pflanzungen ober für bie vorwinterliche Bearbeitung frei zu bekommen.
Was kosten die Ehnstbänme?
Lpb. Im Einvernehmen mit den Leitern ber Marktordnungsbezirke und ber deutschen Forst- unb Holzwirtschast für die Provinz Hessen-Nassau wurden auf Anordnung des Reichskommissars folgende Höchstpreise für Weihnachtsbäume festgesetzt:
Für den Absatz vom Großhandel an den Klein-
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