Aus der engeren Heimat
Punkten vor Deutschland (12,5) und Finnland (20,5)
in
e
Führung.
Capiiän Eyston in Gefahr.
Versuchsfahrten auf zu kurzer Strecke.
agte — sich für eine Aussteuer vorzu- orgen. Da sie selbst den Schrank nicht aufbrechen konnte, bestellte sie sich einfach während der Abwesen-
Oavispokal-Interzonen-Finale.
henkel verliert gegen Bromwich.
Das Interzonen-Finale im Daoispokalwettbewerb zwischen Deutschland und Australien begann am Donnerstag in Boston. Im ersten Einzel standen sich unser Spitzenspieler Henner Henkel und John Bromwich gegenüber. Der Australier siegte in etwas mehr als 60 Minuten mit 6:2, 6:3, 6:3. Henkel hotte immer noch unter seinem „Tennisarm" zu leiden und war von Beginn an klar unterlegen.
Auch unser zweiter Mann Georg von Metaxa mußte eine Dreisatzniederlage hinnehmen. Trotz tapferster Gegenwehr siegte der Australier Adrian Quist mit 6:3, 6:2, 6:1. Damit führt Australien mit 2:0, so daß die deutschen Siegesaussichten so gut wie geschwunden sind, denn man darf wohl kaum annehmen, daß wir alle drei noch ausstehenden Kämpfe gewinnen.
Rumänien gewinnt Nationenpreis.
Das Ereignis des Aachener Reitturniers.
Das internationale Aachener Reitturnier erreichte am Donnerstag mit der Entscheidung im Nationenpreis seinen Höhepunkt. Prächtigstes Wetter war der Veranstaltung beschieden und so folgten rund 20000 Besucher dem Kampf der acht Nationalmannschaften nm den Ehrenpreis des Führers. Etwas überraschend siegte Rumänien mit 20 Feblerpunkten vor Deutschland mit 28, Belgien mit 4P/2, Irland mit 48 Holland mit 71V-, Italien mit 132V« und Un- oa'rn mit 1363A Punkten. Kanada hatte vorzeitig die Waffen gestreckt. Der vom Führer und Reichskanzler gestiftete Wanderpreis, den Irland zu verteidigen hatte, wurde von Reichsminister Lammers dem rumänischen Mannschastsführer überreicht und bleibt nun ein Jahr im Besitz der immer besser werdenden führenden Reiternation des Balkans. Deutschland scheint in diesem Jahre die Rolle des ewigen Zweiten zu spielen. In Rom blieben die deutschen Reiter hinter der Türkei, in Dublin mußten sie den Iren den Vortritt lassen, und jetzt in Aachen wurden sie von den Rumänen knapp geschlagen.
Schwedischer Sieg im Degenfechten.
Internationaler Moderner Fünfkampf in Dresden.
Der Internationale Moderne Fünfkampf in Dresden wurde am Donnerstag mit dem zweiten Wettbewerb, dem Degenfechten, fortgesetzt, hier gab es durch Oblt. Frhr. v. G y l l e n st i e r n a einen schwedischen Sieg. Freiherr v. Gnllenstierna ist dem führenden Oblt. Lemp, der sich diesmal mit Lt. Schmittmann in den zweiten Platz teilen mußte, bis auf einen halben Punkt nahegerückt. In der Länderwertung, in der für Deutschland Oblt. Lemp und Lt. Frhr. v. Schlettheim, für Schweden Oblt. Frhr. v. Gyllenstierna und Lt. Egnell, für Finnland Lt. Kiviperae und Fhrch. Bartia bewertet roer- i den, liegt Schweden nach zwei Hebungen mit neun
76 hesfen-nafsauische Hitler-Jungen auf dem Adolf-Hitler-Marsch.
Bekanntlich haben die drei Weltrekordfahrer Cpt. Eyston, John Cobb und A. B. Jenkins in diesem Jahre in der amerikanischen Salzwüste des Staates Utah keine günstigen Bodenverhältnisse angetroffen. Die Regenfälle der vorausgegangenen Monate haben das Gelände zum Teil sumpfig, zum anderen auch etwas uneben gemacht, so daß man ein allmähliches Austrocknen abwarten muß. Inzwischen' versuchen die drei Fahrer ihre Wagen auf einem etwa 12 Kilometer langen und ebenen Geländestreifen zu prüfen und dabei kam der Engländer Cpt. Eyston, der den Weltrekord von 508 km/st verbessern will, mit seinem „Blitzstrahl" schwer in Gefahr.
Eyston schraubte die Geschwindigkeit seines Wagens bei einer Fahrt auf etwa 415 km/st und b<itte dann plötzlich zu wenig Streckenraum, um die Maschine ruhig auslaufen zu lassen. Energisch trat er in die Bremsen, die sofort heiß wurden und der Rauch vom Bremsbelag drang in die enge Fahrer- kabine. Cpt. Eyston ist zwar durch eine Sauerstoffmaske vor allen Gasen geschützt, aber der Rauch nahm ihm plötzlich die Sicht und er kam von der Richtung ab. Der Engländer hatte Glück, daß der Heberrennwagen noch über ebenes Gelände brauste, ehe er glücklich zum Stehen kam.
(Seaman der Schnellste in Aern.
Auf der vorzüglich hergerichteten 7,8 Kilometer langen Rundstrecke im Bremgartenwald bei Bern trainierten am Donnerstag zum ersten Male die Rennwagen für den Großen Preis der Schweiz. Die schnellste Runde fuhr der Engländer Seaman auf Mercedes-Benz mit 2:45,7 und einem Stunden- mittel von 157,3 km/st. Mit je 2:46,2 teilten sich von Brauchitsch (Mercedes-Benz) und Stuck (Auto- Union) in den zweiten Rang und dann folgen dicht zusammen Caracciola, Nuvolari und Lang. Noch nicht unter 2:50 kamen die jungen Auto-Union-Fahrer Kautz und Müller, die aber immer noch besser waren es die Alfa Romeo von Dr. Farina und Wimille.
lehrgang, den der Beauftragte der Landesfachgruppe abhalten wird, werden sich fast alle Mitglieder beteiligen.
K S t e i n b a ch , 18. Aug. Am heutigen Tage feiert der Landwirt Jakob Haas V. seinen 70. G e - b u r t 5 t a g in guter Gesundheit.
Kreis Bübingen.
* Geiß-Nidda, 18. Aug. Im Schweinestall des hiesigen Bauern Otto Reinhardt ereignete sich dieser Tage der seltene Fall, daß ein Zuchtschwein 19 lebende Ferkel warf.
Kreis Marburg.
* Nordeck, 18. Aug. Unter großer Anteilnahme wurde hier der Weißbindermeister Adam K ri e p zur letzten Ruhe getragen. Der Verstorbene stand im Alter von 86 Jahren. Bis zu seinem 80. Lebensjahre ging er seinem Beruf nach. Als fleißiger und tüchtiger Meister wurde er allgemein geschätzt. — Die älteste Einwohnerin in unserem Orte ist die im 91. Lebensjahr stehende, körperlich noch sehr rüstige, ledige Elisabeth Weber. In jüngeren Jahren stand sie im Dienste der Familie Wolf & Sohn, Karlsruhe (Parfümerie- und Seifenfabrik), die ihrer heute noch in Dankbarkeit für treue Dienste gedenkt. — In der Nacht zum 14. August wurde der zu unserer Burg gehörende Reh park von einem wildernden Hunde heimgesucht. Der Bestand von vier zahmen Rehen fiel dem Tiere zum Opfer.
schäft stellte später 10 000 Mark für diesen Zweck zur Verfügung.
Astronomie auf der Veranda.
führt.
16 Tage werden nun die Jungen marschieren, bis sie in Fürth eintreffen. 296 Kilometer haben sie zu bewältigen. Strapazen werden sie ertragen müssen Gerne aber nehmen die Jungen es auf sich, denn als Anerkennung ihre Leistung dürfen sie m Nürnberg die Fahnen der HI. am Führer vorbei- tragen. Unvergeßlich wird ihnen dieser Augenblick werden und sie mit Stolz erfüllen.
Kurz vor Antritt des Marsches fand noch einmal eine Marschgesundheits-Besichtigung aller Marschteilnehmer statt. Für die Dauer des Marsches werden die Jungen von einem Ober- feldscher und zwei Feldscheren gesundheitlich betreut. Die Marscheinheit wird weiter von einem Lastkraftwagen, in dem Sportgeräte und Zelte mitgeführt werden, und einer Feldküche begleitet. Ein Koch wird für das leibliche Wohl der Jungen sorgen. '
Erstmalig wird in diesem Jahre vom Sternmarsch der deutschen Jugend nach Nürnberg ein F i l m g e - dreht, der ein Dokument des Adolf-Hikler-Mar- sches werden wird, das nach den großen Tagen des September der gesamten Jugend vom Kampferwillen der marschierenden Kolonnen kündet. Auch die Marscheinheit des Gebietes 13 wird auf einer Strecke von einem Filmoperateur begleitet, der einen Filmstreifen von unseren Hitlerjungen herstellt.
3tt der Wetter ertrunken.
* Schwalheim, 18.Aug. An der Speckbrücke, unweit unseres Ortes, ereignete sich dieser Tage ein Unglück, dem leider ein Menschenleben zum Opfer iel. Zwei Frauen stürzten aus bisher noch nicht geklärter Ursache in das — nicht einmal sehr tiefe — Wasser der Wetter und gerieten in die Gefahr des Ertrinkens. Auf ihre Hilferufe eilte ein Spazier-, gänger herbei, der eine der beiden Frauen dem nassen Element entriß, während der anderen anscheinend keine Hilfe gebracht werden konnte, so daß sie ertrank. Gendarmerie und Staatsanwaltschaft bemühten sich um die Aufklärung des Falles, jedoch bisher ohne völligen Erfolg, da es noch nicht gelang, denjenigen Spaziergänger festzustellen, der die eine der beiden Frauen aus dem Wasser rettete.
Landkreis Gießen.
00 Klein-Linden, 18. Aug. In der Mitgliederversammlung des Geflügelzuchtoereins Klein-Linden wurden die Maßnahtnen zur weiteren Beratertätigkeit und die Förderungsmaßnahmen der Geflügelhaltungen im Rahmen des Dierjahresplanes besprochen. Die Mitglieder haben bereits mit gutem Erfolg die Beratertätigkeit bei bäuerlichen Geflügelhaltern ausgeübt. Eingehend be- handelt wurde auch die Frage der Ungezieferbekämpfung an Tieren und in Ställen. An dem im September in Gießen stattfindenden Ausbildungs-
Die ersten Meteorologen ans dem Feldberg
Lor 25 Jahren entstand das Taunus-Observatorium.
2 4 vermehr?, und die einzelnen Strecken unter- ! einander wurden in ihren Verbindungen und lieber« i gangen verbessert. Die neuen Bahnsteige und Gleise wurden durch zwei eiserne Hallen überdeckt. Die Hauptgleise wurden verlängert, infolgedessen mußten die Hallen auch nach dieser Richtung, und zwar durch Anbau der jetzt allgemein eingeführten ein« tieiigen Hallen erweitert werden.
Auch äußerlich wurde das Empfangsgeboude von 210 auf 270 Meter verbreitet. In Verbindung mit diesen Neuanlagen standen unterirdische Erweiterungen: eine Unterkellerung der Eingangshalle für moderne Gepäck- und Expreßguteinrichtungen. Die Eingangshalle selbst wurde mit den neuesten Einrichtungen für die Fahrkartenausgabe versehen, der große Querbahnsteig wurde von unnötigem Der- kaufsstand-Ballast gereinigt. Schöne Bilder, die die Bäder des Rhein-Main-Gebiets darstellen, zieren die durchweg erneuerten ©arteräume. Einen interessanten Versuch machte man damit, daß man die Haupthalle „vorschuhte", indem man schmale Hallen bis an xbie Haltestellen der Städtischen Straßenbahn führte, um die Reisenden möglichst trockenen Fußes umsteigen. zu lassen. Moderne Skulpturen zieren neuerdings an Stelle älterer verwitterter Figuren das Dach des Gebäudes.
Zum Einbruch
den Echloffermeister bestellt.
Die Rechnung als Verräter.
LPD. Bad Homburg, 18.August. Eine junge Hausangestellte in Bad Homburg wußte, daß ihre Arbeitgeberin in verschiedenen Schubladen eines Schrankes größere Geldbeträge aufbewahrte. Obwohl sie bei ihren Eltern wohnte und durchaus nicht in Notlage war, reizte sie das Geld, um — wie sie jetzt vor dem Richter
NSG Dieser Tage traten die 76 Hitlerjungen, die als die Elite der HI. des Gebietes 13, Hesi'en- maftou zum Reichsparteitag entsandt werden, von Wiesbaden aus ihren Marsch nach Nürnberg an. Die Verabschiedung der Marscheinheit nahm Gebietsführer Brandt auf dem Adolf-Hitler-Platz der Weltkurstadt vor.
Zur Verabschiedung der Marscheinheit des Gebietes Hessen-Nassau hatte der Standort Wiesbaden der HI. auf dem Adolf-Hitler-Platz in Wiesbaden Aufstellung genommen. Vor den angetretenen Hitlerjungen stand die Marscheinheit in voller Ausrüstung mit den 19 Bannfahnen des Gebietes, die sie nach Nürnberg tragen werden. Die Feierstunde aus Anlaß der Verabschiedung der 76 Hitlerjungen wurde von Fanfarenbläsern der HI. emgeleüet. Nach einem Musikvortrag und einer Sprechfolge nahm Gebietsführer Brandt die Verabschiedung der Marscheinheit vor. In seiner Ansprache rotes er die Marschteilnehmer auf die ehrenvolle Auszeichnung hin, die Bannfahnen des Gebietes Hessen-Nassau tragen zu dürfen. Damit sei ihnen eine stolze Aufgabe übertragen worden. Er erinnerte bann an die Bedeutung der Fahnen. Sie seien die Verkörperung des Willens und des Glaubens. Sie wehten vor ihnen, wie sie einst in tausend Jahren denen voran flattern werden, die nach uns kommen. Sie seien Sinnbild der Ewigkeit Deutschlands. Der Glaube, mit dem sie hinter den Fahnen marschieren, ist der Geist, den die Jugend Adolf Hitlers beseelte und der ewig bleiben wird.
Am Schluß seiner Ansprache betonte der Gebietsführer, daß der Adolf-Hitler-Marsch ein Bekenntnis zuunseremFührer sei. Im Auftreten sollen die Marschteilnehmer zeigen, daß sie die Verkörperung des nationalsozialistischen Glaubens sind. Der Marsch sei
LPD. Frankfurt a. M., 18. Aug. Die meteorologische Forschung in Frankfurt hat bereits eine . f a ft 200jährige Geschichte. Im Jahre 1756 begann der Kaufmann P. Meermann mit Messungen der Lufttemperatur, die er dreißig Jahre lang regelmäßig fortführte. Er zeichnete die wichtigsten Beobachtungen auf und schuf damit eine klimatologische Tabelle, auf die man noch heute mitunter zurückgreift. Nach dem Tode dieses verdienten Laien-Meteorologen fand sich lange Zeit niemand, der diese Forscherarbeit fortsetzte. Erst der im'Jahre 1824 gegründete P h y s i - kalische Verein stellte wieder Wetterbeobachtungen an. Und im Jahre 1827 wurden auf Anregung der Akademie der Wissenschaften m Edinburgh zum erstenmal auf dem Feld berg an zwei Tagen stündlich meteorologische und lustelek- trische Messungen vorgenommen.
Unwetter zerstört die erste Wetterwarte.
In der Frühe des 14. Januar rückte die wissenschaftliche Expedition mit fünf Wagen und Pferden von Frankfurt ab, und am Nächrnittag gegen drei Uhr erreichte man endlich den Gipfel des Feld- berges. Man begann mit den'Beobachtungen, aber gegen sechs Uhr brach ein heftiges Unwetter aus. Die Teilnehmer der Expedition mußten, nachdem der stürmische Wind zweimal das Dach von der provisorisch errichteten Hütte fortgetragen hatte, nach Reifenberg flüchten. Einige der Beobachter waren sogar durch herabfallende Bretter verletzt worden. Trotz allem aber hatte man eine Reihe wichtiger meteorologischer Messungen vornehmen können.
Der Landgraf von Hessen-Homburg half den Forschern und ließ ihnen eine feste Hütte auf dem Feldberg bauen. Am 17. Juli 1827 konnte eine erneute Untersuchung auf Öerti Feldberg vorgenommen werden, lieber 24 Stunden dauerten diest Beobachtungen. An vierzehn verschiedenen Stellen m der Umgebung von Frankfurt nahmen zu gleich Zeit die Meteorologen ihre Messungen vor. Zur Verständigung benutzte man zum erstenmal int Der Wissenschaft Feuersignale und Heliotroplichter. Dies erste meteorologische Beobachtungsreihe brachte der Kosse des Physikalischen Vereins ein Defizitvon fast 100 Gulden, und die Versuche konnten wegen der zu hohen Kosten nicht fortgesetzt werden.
Der Feldbergwirt mißt die Regenfälle.
Beschwerdeentscheidung einem einigen Landgericht im Oberlandesgerichtsbezirk übertragen. Für bas Verfahren der weiteren Beschwerde ist die Mitwirkung der Staatsanwaltschaft vorgesehen. Der Staatsanwalt erhält Kenntnis von jeder Entscheidung des Beschwerdegerichts, die mit der weiteren Beschwerde angefochten wird, wie auch von der Beschwerdeschrift, er kann sich zur Sache äußern und Anträge stellen.
Damit der außergerichtlichen oder richterlichen Entscheidung nicht durch Zwangsvollstreckung vorgegriffen wird, ist ein vorläufiger Doll- streckungsschutz vorgesehen, der dem Schuldner oder Mitverpflichteten auf Antrag durch das zuständige Amtsgericht gewährt werden kann.
Das Gesetz ist auf die wirtschaftlichen Verhältnisse des Altreichs zugeschnitten und gilt bis auf weiteres nur im Altreichsgebiet. Die Inkraftsetzung des Gesetzes für das Land Oesterreich ist aber ausdrücklich vorbehalten.
Mark für den Bau auf.
Der erste Spatenstich für dasObservatorium
Die langjährigen Erfahrungen lehrten, daß es zweckmäßiger sei, das Observatorium nicht auf dem burch Ausflügler belebten Plateau bes Feldberges, fonbern auf ber im Walbe versteckten Kuppe des Kleinen Feldberges zu errichten, dessen Höhe nur um 50 Meter geringer ist als die des Großen Feldberges. In dem Baumeister Georg Harth fand der Physikalische Verein seinen Architekten, und im Sommer 1911 erfolgte der erste Spatenstichs So entstand die nach der Stifterin benannte von Rei -- nachsche Erdbebenwarte mit den seismo- graphischen Instrumenten, die zur Aufnahme und Registrierung der Erdbeben dienen, und eine aero- logische Station. Der Gipfel des Berges aber wird oon einem 32 Meter hohen eisernen Turm überragt, an dessen Spitze ein sinnvoller Mechanismus bie jeweilige Winbstärke über ein elektrisches Heber« tragungssystem auf bie Registrierapparate im unte« ren Beobachtungsraum überträgt, in bem sich auch die anberen meteorologischen Instrumente befmben.
5m Jahre 1913 mürbe bas Taunus-Observatorium fertiggestellt. Fünfunbzwanzig Jahre sind seitdem vergangen, und Frankfurt ist nun |d)on lange eine wichtige Forschungsstätte in ber Meteorologie, nicht allein burch seine günstige geographische Lage, sonbern vor allem burch bie wissenschaftlichen Kräfte, die hier wirken.
50 Jahre Frankfurter Hauptbahnhof.
Lpd. Frankfurt a. M . 18.2Iug. Der Frank- furter Hauptbahnhof — neben Leipzig und München ber größte Bahnhof Deutschlanbs — ist am Donnerstag — wir berichteten bereits kurz darüber — 50 Jahre in Betrieb gewesen. Am 18. August 1888 fand bie Eröffnung ber neuen Bahnanlagen ftatt für bie an ©efamtbautoften rund 3 5 Mil - Honen Mark aufgewanbt mürben, 2er Verkehrsentroicklung im Laufe ber letzten dO Jahre mar ber Riesenbau allerbings boch nicht gewachsen: bereits im Jahre 1905 trat man an bie Bearbei ung eine-; Erweiterungsentwurfs heran, ber im roesent- Sen in den Jahren 1912 bis 1924 Erfuhr rourbe. Zunächst würben bie 18 Bahnsteiggleise auf
Schöner Erfolg eines Gießener Turners.
Bei bem vom Gehörlosen-Turnverein Frankfurk am Main anläßlich seines 30jährigen Bestehens durchgeführten Südkreissportfestes wurde ber Turner Karl Schemel vom Tv. 1846 Gießen im Gemischten Zehnkampf (6 Geräte-, 3 volkstümliche und 1 Freiübung) 1. Sieger. Diesen schönen Erfolg verbankt ber gehörlose Turner, ber auch beim Deutschen Turn« und Sportfest in Breslau schon eine gute Punktzahl erreichte, seinem eigenen eifrigen
bas höchste und schönste Symbol ber HI. Daran sollen bie Jungen benten, wenn sie nach Nürnberg marschieren.
Nachbem bas Fahnenlied ber HI. verklungen war, gab Gebietsführer Branbt ben Befehl zum Abmarsch ber Marscheinheit. Im strammen Schritt traten bann bie 76 Jungen unter ber Führung bes Bannführers Mahr ben Abols- Hitler-Marsch an, ber sie zunächst nach Darmstabt
festsetzen, aber auch alte Schulben erlassen, die der Schuldner in zehn Jahren nicht abtragen kann.
fiat der Gläubiger einer alten Forderung em Grundstück oder 'Schiff des Schuldners in der Zwangsversteigerung erworben, es meiter veräußert unb dabei einen Gewinn erzielt, so kann der Richter die alte Schuld in Höhe des Gewinnes für erloschen erklären.
Das gerichtliche Verfahren, bas im Gesetz vorgesehen ist, ist kein Streitverfahren, sondern ein Verfahren ber freiwilligen Gerichtsbarkeit. Zuständig zur Entgegennahme unb Behandlung ber Anträge ist bas A m t s g c r i ch t tn dessen Bezirk der Schulbner seinen Wohnsitz hat. Gegen bie Entscheibung bes Amtsgerichts steht ben Beteiligten die sofortige Beschwerbe zum La.ndgericht unb bie sofortige weitere Beschwerbe zum K amm e r - a-erirfit in Berlin, ober JDbcrlanbes- geriet München offen. Die B-fchmerdefrist b°. trägt zwei Wachen. Zur Forderung einer einhe.t- ichen Rechtspraxis hat der Rerchsiustizminister die
heit der Arbeitgeber einen Schlosser und ließ sich basSchloßoffnen, um bann aus verschiebenen Hmschlägen Beträge in Höhe von über 300 RM. entnehmen zu können. Zunächst rourbe ber Einbruch gar nicht gemerkt, und er st als die Rechnung des Schloss er Meisters kam (einen Fehler macht bekanntlich jeder Verbrecher) ging man dessen Arbeitsleistung auf den Grund und e n t d e ck t e d i e T a t des tüchtigen jungen Mädchens. Nun ist es mit ber „Aussteuer" nichts unb mit ber erhofften Heirat wahrscheinlich auch nichts. Obwohl 240 RM. bereits aus vorhanbenen Ersparnissen ersetzt finb, kam für den schweren Einbruch bie Minbeststrafe von brei Monaten in Frage, bie mit der Strafe für andere Diebstähle in eine Gefängnisstrafe von vier Monaten zusammengezogen wurde.
Auf der Landstraße niedergestochen.
Schwere Bluttat eines 18jährigen Burschen.
Lpd Hanau a. M., 18. Aug. Am Mittwoch gegen 22 Hhr begegnete ber 30 Jahre alte Friebrich Schmoll, ber bie Sammelroasenmeisterei bei Bruchköbel betreibt, auf bem Wege zwischen Bruch- lobet unb Langenbiebach zwei jungen Burschen, bie entgegen seinem Verhob mit einem bei ihm tätigen 15jährigen Mäbchen Beziehungen unterhielten. Als er bie jungen Leute zur Rebe stellte, erhielt er von einem brei Stiche in bie Brust, bie fei* neu Tob zur Folge hatten. Stark blutbefleckt fuhr ber jugendliche Messerstecher — es handelt sich um den 18jährigen Sch. aus Rückingen — nach verübter Tat seelenruhig nach Hause und legte sich zu Bett, aus dem heraus er kurze Zeit später verhaftet wurde, nachdem inzwischen Staatsanwaltschaft und Gendarmerie am Tatort eingetroffen waren unb bie ersten Ermittlungen angestellt hatten. Mit ihm zusammen rourbe auch sein Begleiter, ein 15jähriger Bursche aus Rückingen ■ vorläufig festgenommen, ber aber mit ber schlimmen i Tat nichts zu tun haben will.
Im Jahre 1881 entschloß sich ber um bie Klimatologie Frankfurts hochverbiente Professor Dr. Julius Ziegler auf bem Felbberg fortlaufende Regenmessungen vorzunehmen. Während ber Sommermonate kontrollierte ber Feld« dergwirt Ungeheuer bie Apparate, unb im Winter nahmen Mitglieber bes Taunusklubs die Beobachtungen vor. So besitzen wir seit jener Zeit die erste fortlaufende Aufzeichnungsreihe der Nieder- schlagswerte. Im Jahre 1902 starb Professor Zieler. Er vermachte bem Taunusklub ein Legat von 1000 Mark, bie man zum Bau einer Hütte vor dem Feldbergturm verwandte, in der die Meßinstrumente Aufnahme fanden, die einer meteorologischen Beobachtungsstation zweiter Ordnung entsprachen und jetzt von dem Turmwächter bedient wurden. Durch die Internationale Luftfahrt-Ausstellung in Frankfurt im Jahre 1909 entstand der Wunsch, auf dem Feldberg eine aeronautische Station zu errichten, und die Deutsche Luftschifsahrt-Akticngesell-
21(5 bann im Mai 1910 ber Direktor bes Meteorologisch-Geophysikalischen Institutes, Professor Dr. Linke, bie Gelegenheit des Durchgangs ber Erbe burch den Halleyschen Kometen zur Einrichtung eines provisorischen Observatoriums auf der Veranda bes alten Felbberghauses benutzte unb wesentliche Feststellungen machen konnte, kam ber Plan auf, eine aerolog ische unb meteorologische Station auf dem Feldberg zu schaffen. Noch fehlten die Mittel. Aber dank einer großzügigen Stiftung der Witwe bes Frankfurter Privatgelehrten Baron v. R e i n a ch , der zu seinen Lebzeiten die geologische Durchforschung des Taunus als Spezialfach betrieben hatte, rourbe die Gründung des Taunus-Observatoriums möglich. Auch der Physikalische Verein brachte im Laufe von anderthalb Jahren durch Ausgabe oon Anteilscheinen zu 20 Mark 15 000


