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Runde, in der Dudas dreimal
und nur
Vor den Ereignissen im Gießener Radsport
SchmelingS glänzender k. o.-Sieg in der 5.Runde
Lä-
Du-
das wieder
Max vor. Mit der ganzen Unbekümmertheit seiner Jugend versuchte der Amerikaner, dem Kampfverlauf eine Wendung zu geben. Aber Schmeling ließ sich nicht mehr von seinem Vormarsch zurückdrangen. Aus eine gerade Rechte in die Magengrube hin mußte der Amerikaner zu Boden. Ringrichter Otto Griese (Berlin) zählte bis „sechs", als Steve sich wieder erhob. Runde hoch an Schmeling!
In der vierten Runde schlug Dudas wild auf den Deutschen ein. So wär es Schmeling gerade recht, der mit schweren Kontern immer wirkungs-
nicht mehr so überzeugend, wie nach dem ersten Goygschlag. Mehrmals versuchte er, die Linke Schmelin^s durch Tauchen zu vermeiden, und fprungortig ging er mit seiner eigenen Linken gegen
tuch, das seine Freunde in den Ring warfen, chn vor seinem großen Gegner rettete. Unsere Aufnahme zeigt Dudas beim letzten Niederschlag in der fünften Runde. — (Scherl-M.)
schen Amateure und ist geben dem deutschen Mei» fter Hasielberg ständiger Vertreter der deutschen Farben in allen Länderkämpfen. Schorn wird, wie im vergangenen Jahre, mit dem Gießener Fahrer Neumann eine Mannschaft bilden. Außerdem wurden die beiden Dortmunder Harre, Grazeck verpflichtet. Auch diese Mannschaft konnte im letzten Jahre auf den west- und süddeutschen Bahnen große ' Erfolge erzielen. — Der Gießener Radfahrer-Verein v. 1885 hat den Meldeschluß für das Eröffnungsbahnrennen auf den 25. April festgelegt.
Großer Gtraßenpreis des Gaarlan des.
Das größte radsportliche Ereignis des Saarlandes, der „Große Straßenpreis", der in diesem Jahre 1 zugleich als erster Meisterschaftslauf der Berufsfahrer gewertet rmirbe, fand am Ostersonntag wieder die lebhafte Anteilnahme der Saarbevölkerung. Eine mustergültige Organisation und der vom NSKK., der Polizei und Gendarmerie versehene Ordnungsdienst trugen zur reibungslosen Abwicklung des 267 Kilometer langen Rennens, das auf zwei Schleifen von Saarbrücken über Saarlautern, Lebach, Tholey, St. Wendel, Ottweiler. Neunkirchen, Homburg, St. Ingbert, Saarbrücken ausgetragen wurde, bei. — Sieger der Fahrt wurde der Frankfurter Bruno Roth, der zusammen mit dem Chemnitzer Funke dem Felde davongezogen war Und schließlich nach einer Fahrzeit von 8:02,00 Stunden den Chemnitzer unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer im Spurt schlug.
cheln beantwortet. Runde für Schmeling Auch zu Beginn der dritten Runde lag
im Angriff. Allein sein Ansturm wirkte
„Rund um Schotten" nicht am 3., sondern am 10. Jtili. Die ONS. gibt folgende Aenderungen des deutschen Motorsportkalenders bekannt:
Das Wachenberg-Rennen der NSKK.-Motor- gruppe Kurpfalz-Saar wurde vom ,11. September auf den 6 Juni, das Hockenheimer Motorradrennen vom T5. Mai auf den 18. September und „Rund um Schotten" vom 3.Juli auf den 10.Juli verlegt. Neu ausgenommen wurde das Bahnrennen von Daglfing um bpn Goldenen Helm von Deutschland am 16. Juni. Termin für das neue Motorradrennen „Preis von Nürnberg, Stadt der Reichsparteitage" ist der 3. Juli
Für unsere Ausweisfahrer.
Nachwuchsschulung ist dringend notwendig. Der Nachwuchs unserer Motorradrennfahrer kommt aus den Kreisen der Ausweisfahrer. Für sie werden in diesem Jahr wieder zahlreiche Sonderläufe durchgeführt, und Zwar beim neugeschaffenen Preis von Nürnberg (3. Juli), beim „Rund um Schotten" (10. Juli), beim Hohensyburg-Rennen (21. August), beim Mareiberger Dreiecksrennen (4. September) und beim Hockenheimer Rennen (18. September).
Deutschlands Sportwagenrennen.
Die Förderung des nationalen Sportwagens liegt dem Führer des deutschen Kraftfahrsports, Korpsführer Hühnlein, sehr am Herzen. Aus diesem Grunde finden auch drei Rennen für Sportwagen Aufnahme in den deutschen Motorsportkalender. Es sind das Hamburger Stadtparkrennen am 8. Mai, das Internationale Eifelrennen am 12. Juni und das Hohensyburg-Rennen am 21. August als Rund- ftretfenrennen. Hinzu kommt noch der Große Bergpreis von Deutschland.
Gau Mitte
wieder Handball-Adlerpreis-Gieger
Im Endspiel um den Adlerpreis der Handball- Gaumannschasten standen sich am Sonntag der Verteidiger Mitte und Schlesien vok 4 500 Zuschauern in Danzig gegenüber. Beide Mannschaften lieferten sich einen erbitterten Kampf, aus dem der Gau Mitte mit 7 :5 (3 : 4) als Sieger hervorging. Unter den Augen von Reichsfachamtsleiter Hermann und dem Danziger Gauleiter Forster leistete Schlesien unerwartet harten Widerstand. Aus beiden Seiten überragten die Dorhüter. Die beiden Läufer- reihen zeigten Gleichwerttges. Im Sturm der
Den abschließenden Schwergewichtskampf gewann der Düsseldorfer Paul W a l l n e r nach Punkten gegen den italienischen Meister Santa di Leo. Der Punktvorsprung, den Wallner bis zur 5. Runde errungen hatte, reichte zum Endsiege aus, auch als der Italiener dann besser aufkam.
84Spfund im Olympischen Dreilampf.
Im Rahmen des Mannschaftskampfes zwischen Spvg. Freising und Augusta Augsburg im aus- oerfauften Colosseum in Freising gelang es der ausgezeichneten Gewichtheber-Mannschaft von Freising, im Olympischen Dreikampf mit 3835 Pfund eine Leistung zu vollbringen, die bisher noch von keiner Vereinsmannschaft erreicht worden ist. In ganz großer Form befand sich wieder Olympiasieger Josef Manger, der seine in Berlin 1936 auf- gestellte Marke von 820 Pfund um 25 Pfund (!) überbot und insgesamt 845 Pfund zur Strecke brachte. Seine Leistungen waren: 275 Pfund (beidarmig Drücken), 250 (Reißen) und 320 (Stoßen).
Demnächst nimmt die Gießener Radsportsaison mit einem Eröffnungsbahnradrennen ihren Anfang. Wiederum ist es der Gießener Radfahrer-Verein von 1885, der mit einer Reihe von großen Veranstaltungen an die Öffentlichkeit tritt. Während im Straß en sport neben B e - zirksrennen, der Gaumei st erfchaft, dem Großen Straßenpreis von Gießen" und vor allem der „Deutschen Amateur- mei st erschuft" mehrere Veranstaltungen abgehalten werden, sind im Bahnrennsport zwei Bahnrennen vorgesehen. Schon lange sind die Vorarbeiten im Gange.
Aus der Vielzahl der eingeganßenen Meldungen wurde bereits eine Anzahl Fahrer für das erste Bahnrennen verpflichtet. Es sind dies zum arößten Teil Fahrer, die im letzten Jahre und besonders im Winterhalbjahr auf Hallenbahnen erstklassige Erfolge erzielen konnten. Zum ersten Male seit der letzten Jahre der Gießener Bahnrennen erfahrt das Eröffnungs-Bahnrennen internationale B e - fetzung. Charles H o f m a.n n (Holland) ist einer der erfolgreichsten holländischen Amateure des vergangenen Jahres. Sowohl auf feinen Heimatbahnen als auch auf vielen deutschen Bahnen konnte er große Erfolge verbuchen. Im Mannschaftsfahren bildet Hofmann zusammen mit dem Dülkener Klein eine Mannschaft. Letzterer konnte sich im vergangenen Sommer bei 20 Rennen gut placieren.
Ein bekannter Fahrer,'der Kölner Jean Schorn, wird auch am Start sein. Schorn stand im letzten Jahre nach Siegen weit an der Spitze aller deut-
Der Kamps Aeulel-Ioord
Neusel haushoch überlegen.
voller landete. Eine kurze Linke des Deutschen zwang den Gegner abermals zu Boden, diesmal nur für zwei Sekunden. Mit Körperhaken wurde der Amerikaner jetzt mehr und mehr eingedeckt und suchte wieder die schützenden Bretter bis „oier" auf. Runde hoch an Schmeling.
Zur fünften Runde trat Dudas stark gezeichnet an. Von Schmeling zurückgetrieben, ging er einmal ohne Schlag ju Boden, sprang aber sofort wieder auf. Max mußte auch jetzt noch unerhört scharf auf- paffen, um von seinem Gegner, der schon oroggy war und unberechenbar schlug, nicht getroffen zu werden Eine kurze Rechte brachte den Amerikaner bis „sechs" und bald darauf ein schwerer Brocken bis „neun* zu Boden. Mit Löwenmut stellte sich Dudas immer wieder zum Kampf, sackte aber auf eine scharfe Linke hin erneut zusammen. Sein Betreuer, MacCarney, erfaßte den richtigen Augenblick und warf das Handtuch zum Zeichen der Aufgabe-
Unbeschreiblicher Jubel umbrandete Schmeling nach seinem großartigen Siege. Ader auch sein tapferer Gegner erntete Beifall.
Schlesier gefiel besonders Ortmann. Hätten die Mitte-Spieler Lüdicke nicht im Tor gehabt, dann wäre es um ihren Sieg sehr schlecht bestellt gewesen.
Die besten deutschen Schuhen in Wiesbaden.
Der Deutschen Schützenverband ruft seine Spitzenkönner für die Tage vom 23. bis 24 April nach. Wiesbaden zu den Ausscheidungskämpfen für die deutsche Nationalmannschaft in Klein- und Groß- kaliber, freie Pistole und automatische Pistole. Die Besten aus den Gauen sind zur Stelle, um sich einen Platz in der deutschen Ländervertretung für öre bevorstehenden Kämpfe zu exwerben. Am stärksten vertreten ist der Gau Niederrhein-Mittelrhein mit acht Teilnehmern: die gleiche Teilnehmerzahl stellt Thüringen.
Nuvolari zieht sich zurück.
Am Samstag vor den Feiertagen hat Tazio Nuoolari nach seinem Sprung aus dem brennenden Rennwagen das Krankenhaus in Pau verlassen. Knapp 24 Stunden später kommt aus Mailand die Meldung, daß er fest entschloßen sei, den Rennsport aufzugeben und den Vertrag mit Alfa Corse zu lösen.
Oie neueNationalmannschast der Bohn.
Unter solch schlechten äußeren Bedingungen, wie sie am Ostermontag bei den Auswahlrennen der Nattonalmannschaft der Bahn im Wannsee-Stadiou herrschten, hat es bisher in Deutschland höchstens Straßenrennen gegeben. Im dichten Schneegestöber kämpften unsere Amateure auf der 477 Meter langen Kalkasphaltbahn um die Mitgliedschaft zur Nationalmannschaft. Hasielberg, Schorn, Kinnle und Horn, die am Vortage noch in Dudenhofen gestartet waren, hatten ihre Maschinen nicht rechtzeitig erhalten und mußten bei den Einzelwettbewerbern zusehen. Sie beteiligten sich erst später am Zweisitzerfahren, und Hasielberg - Schorn konnten sich hier durch ihren Sieg über Jhbe ° Karsch auch qualifizieren. Im Fliegerkampf erwies ich Purann vor Jhbe als Schnellster, und das Ausscheidungsfahren ergab den Ueberrafchungssieg von Krahn vor Mathysiak.
Die erste Nationalmannschaft des neuen Rennjahres bilden nunmehr: Purann, Kleinke, Krahn, Schulz (alle Berlin), Jhbe, Karsch (Leipzig), Hasielberg (Bochum), Gronwald. Wiemer, Mathysiak (alle Wehrmacht), Schorn (Köln) und Riemann (Chemnitz).
Hamburg und die Hanseatenhalle waren am Öfter» famstag nun schon zum dritten Male der Schauplatz eines Kampfes des deutschen Meisters aller Stoffen. Nach den Begegnungen mit Walter Neusel (Im Jahre 1934) und Ben Foord (am 30 Januar dieses Jahres) stellte sich Max Schmeling jetzt in feinem dritten Aufgalopp vor dem Weltmeisterschaftskampf mit Joe Louis in einem über 15 Runden angesetzten Treffen gegen den Jungen Amerikaner Steve Dudas vor.
Die riesige Haifieatenhalle in Rochenburgsort war, entsprechend der Bedeutung der Veranstaltung, großzügig ausaeschmückt worden. Der Ring war in blendendes Licht getaucht Schon zur frühen Abendstunde hatten sich einige tausend Boxsportbegeisterte in der Halle eingefunden. Sie wurden unterhalten durch oter über wenige Runden gehende Dor- kämpfe. Bereits in diesen ersten Begegnungen gab es recht guten Sport Der Berliner Leichtgewichtler'. Bieselt eröffnete den Kampftag gegen den VA Kilogramm schwereren Krefelder Kleinhüt- ten und errang über vier Runden einen verdienten
per und zwang seinen Gegner zum Rückzug. Der Südafrikaner, der langsam die Kontrolle über seine Schläge verlor, landete in dieser Runde einen Tiefschlag und erhielt die zweite Verwarnung. Verhältnismäßig gut erholt, nahm der Deutschen den Kampf wieder auf und trieb Foord erneut vor.sich her. In der 6. Runde gerieten beide wieder hart aneinander. Neusel nagelte Foord in der Ringecke fest und feuerte wilde Körperhaken ab. die dem Südafrikaner die letzte Widerstandskraft nahmen. In der 7. Runde war Foord- plötzlich wieder da. Er setzte seine Linke ein, die allerdings nur schwach kam und nicht genau traf.
Mit dem Gongschlag zur achten Runde griff der Bochumer sofort wieder an und schickte eine schwere Rechte zum Kopf Foords, der sichtlich jede Widerstandskraft verlor. Schutzlos den Schlägen Neusels ausgesetzt, legte der Südafrikaner noch einmal feine ganze Kraft hinter eine Linke, die klar tief traf und den Deutschen mit schmerzverzerrtem Gesicht in die Knie sinken ließ. Der Ringrichter sprach die dritte Verwarnung aus und disqualifizierte damit Ben Foord.
Die ersatzgeschwächte Augsburger Mannschaft fant nur auf 3280 Pfund.
Noch immer Wintersport!
83 Meter auf der Schwarzwaldschanze.
Schon zweimal mar die Weihe der großen Schanze im neuen Schwarzwald -Schistadion am Fewberg durch Schneestürme verettelt worden. Am Ostermontag endlich konnte sie mtt dem traditio- nellen Osterspringen vorgenommen werden. Aus der Schweiz, Thüringen, Bayern, Oesterreich, Sachsen und dem Schwarzwald selbst waren rund 30 der besten Springer am Ablauf. Sieger und Gewinner des Wanderpokals wurde Paul Häckel (Dresden) mit der Note 224,4 und Sprüngen von 74 und 77 Meter. Sein gefährlichster Gegner war der Oberstdorfer Jungmann Heinrich Klopfer, der zweimal 74 Meter stand. Haus Marr (Bad Reichenhall) und G a I e i t n e r von der Salzburger SA. waren die Nächstbesten. — Die größte Weite erzielte Toni Eisgruber beim Probespringen mit 83 Meter. Beim ersten Wettbewerbssprung stürzte er aber und konnte sich trotz seiner feinen Leistung von 77 Meter nicht mehr placieren.
Kiefentorlauf am Iseler.
Den Abschluß der diesjährigen Wrntersportzeit im Allgäu bildete der am Ostersonntag am Iseler-Ober- joch bei Hindelang durchgeführte Riesentorlauf mit einem Höhenunterschied von 750 Meter, wobei 15 . Tore zu nehmen waren. Insgesamt passierten 122 Läufer und Läuferinnen die mit ausgezeichnetem Schnee versehene Strecke. Bestzeit des Tages lief der Jmmenstädter Louis Egger mit 2:25 Minuten. Bei den Frauen siegte Hilde 9 o cf) am (Sonthofen) in 5:57 Minuten.
£ rutsch - Oesterreichs Olympiakämpfer in Berlin.
Auf Einladung des Reichspropagandaministeriums werden der am 20. April im Berliner Ufa-Palast stattfindenden Uraufführung des Olympiafilms auch jene deutsch-österreichischen Olympiakämpfer beiwohnen, die 1936 in Garmisch-Partenkirchen und in Berlin einen der drei ersten Plätze besetzt haben. Es sind dies die Olympiasieger Schäfer, Hradetzky, Kainz, Dorfner, Fein, die Olympia-Zweiten Ilse und Erich Pausin, Hasenöhrl, Kalisch, Steinhuber, ßanbertinger, Profil, Weinstabl und die Fußball- und Hockeymannschaften, ferner die Olympiadritten Kaspar, Stiepl, Ellen Preis und Podhajsky.
Der letzte Dorbereitungskampf unseres Meisters aller Klassen, Max Schmelintz, gegen den Amerikaner Steve Dudas endete mit Dem erwarteten, einwandfreien Siege unseres Landsmannes. In der 5. Runde eines unerhört spannenden Kampfes wurde der tapfere Amerikaner nach zahlreichen Niederschlägen aus dem Ring genommen da fein Betreuer, MacCarney, das Handtuch geworfen hatte.
Mtt Riesenjubel begrüßt, betraten die beiden Gegner den Ring. Max Schmeling (88,3 kg), schlank, braun und siegessicher, bedankte sich für den Beifall. Dagegen machte Steve Dudas (88,5 kg) keineswegs den zuversichtlichen Eindruck, den man erwartet hatte. Der Deutsche boxte diesmal viel zielbewußter als gegen Foord. Er wollte feinen amerikanischen „Freunden" beweisen, daß er wirklich der erste Anwärter auf den Weltmeisterschafts- kampf mtt Joe Louis ift Schmeling war in Hochform.
Wie Schmeling siegte ...
Gleich zu Beginn der ersten Runde griff Steve Dudas tapfer an. Er arbeitete sich auf Halbdistanz an Schmeling Hexan und landete feine Linke am Körper. Der Deutsche war schnell auf den Beinen, beherrschte die Lage und kam dreimal mit seiner Rechten durch, die den Amerikaner zurücktaumeln ließ. Die Runde war offen.
Nach dem harten, aber überlegenen Kampf gegen Steve Dudas war Max Schmeling fast so frisch wie am Beginn des Kampfes. Hier beglückwünscht Dudas seinen Bezwinger in sportkameradschast- licher Weife zu seinem Siege. — (Scherl-M.)
Punktsieg. Im anschließenden Weltergewichtskampf siegte Knoth (Düsseldorf) in der zweiten Runde durch Aufgabe von Schmidt (Kiel). Den dritten Kampf im Halbschwergewicht bestritt Sporer (Dortmund) gegen P a gg e n (Krefeld) und siegte über vier Runden nach Punkten Der Bonner Mittelgewichtler Stern schlug im letzten Borkampf den Hamburger Beiße in der dritten Runde k o.
Bor 20 000 Zuschauern.
Bis gegen 20 Uhr, dem Beginn der Hauptkämpfe, zeigten die Anfahrtsstraßen jur Hanseatenhalle ein völlig verändertes Bild S3ange Wagenreihen bewegten sich nur langsam vorwärts, unter ihnen zahlreiche holländische, skandinavische und großbritannische Kraftwagen. Ueber 20 000 Zuschauer füllten schließlich die riesige Halle.
Den ersten Hauptkampf bestritt der Krefelder Schwergewichtler Jakob Schönrath gegen, den um 5 Kilogramm leichteren italienischen Halbschwergewichtsmeister Precisco M e r l o Nach ackt Runden erhielt der Italiener einen knappen, in schweren Schlagwechseln erkämpften Punktsieg zugesprochen.
Gegen 20.45 Uhr betraten die Gegner des zwetten Hauptkampfes den Ring, Walter Neusel (Bochum) und Ben Foord (Südafrika). Neusel landete in diesem Kampf gegen den Südafrikaner durch die Disqualifikationen Ben Foords einen Sieg, der nicht befriedigen konnte, der aber dem Kampfverlauf nach keinen Zweifel lasten konnte an der Ueber« legenhett des Deutschen. -
Der von beiden Seiten mit äußerster Derbisten- hett durchgeführte Kampf brachte technisch nicht viel Schönes. Die große Härte des Westfalen und fein unerschütterlicher Siegeswille machten Den Foord bereits lange vor Ablauf der auf zwölf Runden angesetzten Begegnung zum geschlagenen Mann. Nach der offen verlaufenen ersten Runde stach Ben Foord in der zweiten seine Linke pfahlarttg gegen Neusels Kopf. Dafür erschütterte der Deutsche seinen Gegner mehrmals mit wuchtigen Aufwärtshaken. Die dritte Runde konnte der ^Südafrikaner dUrch feine als Haken und Gerade kommende Linke knapp für sich buchen, obwohl er hier die erste Verwarnung erhielt, als er wiederholt das Trenn-Kommando nicht beachtete. In der nächsten Runde schlug der Deutsche beidhändige Serien-gegen Foords Kör-
Oer Box-Großkampfiag in Hamburg
Zweimal deutscher Sieg.
Dudas eröffnete die zw e ite Runde mit linken Haken auf Kopf und Körper. Ein kurzer Schlagwechsel Fuß bei Fuß gab Schmeling Gelegenheit, feine kurze Rechte wirkungsvoll einzusetzen. Ein scharfer Aufwärtshaken durchschüttelte Dudas und wurde von dem Amerikaner mit verlegenem Lä-


