gehende Steuerbefreiung ist die Zahl der Erbschafts- steuerfälle ja stark zusammengeschrumpft, aber es muß natürlich jeder Sterbefall geprüft werden.
Eine weitere Veranlagungsstelle umfaßt die sog. Landes st eu er n. Oowohl die Hauptsteuern, Grund- und Gewerbesteuer, vom Land ausschließlich auf die Gemeinden übergegangen sind, hat das Finanzamt doch noch die Hauptarbeit damit, weil die Grundlagen hier festgestellt werden. Die Grundlagen für die Grundsteuer bilden die sog. Einheitswerte, die nach dem Reichsbewertungsgesetz vom Finanzamt festgestellt werden. Es handelt sich immerhin um 30000 Feststellungen. Die Grundlage für die Grundsteuer bilden dann die vom Finanzamt ebenfalls errechneten Steuermeßbeträge, die mit einem Steuermeßbescheid mitgeteilt werden. Auch hier ist das Schreiben von etwa 16 000 Bescheiden eine reichliche Arbeit. Für die Landgemeinden müssen dann noch die Gewerbesteuerbescheide geschrieben werden. Dazu kommt die Veranlagung der Sondergebäudesteuer, die ebenfalls etwa 9000 Posten umfaßt, und schließlich kommen noch nicht zuletzt 23 000 Kirchensteuerbescheide hinzu, die auch vom Finanzamt berechnet und ausgestellt werden. Dazu kommen dann noch die entsprechenden Listen und Sollkarten, die als Unterlage für die Kasse dienen, damit die Zahlungen geleistet werden.
Man sieht, daß das allein schon zahlenmäßig eine ungeheure Arbeit bedeutet, die meist innerhalb einer beschränkten Frist geleistet werden muß. Kommen dann noch Krankheiten innerhalb der Beamtenschaft dazu, dann fällt es oft schwer, die Termine einzuhalten. Die einsichtsvollen Steuerpflichtigen werden verstehen, daß bei dieser Massenarbeit auch einmal Versehen vorkommen können und werden, denn alle diese Bescheide müssen ja nicht nur geschrieben, kontrolliert, in die Heblisten usw. eingetragen, sondern auch noch adressiert und zur Post gegeben werden.
Sind die Bescheide draußen, dann beginnt bei der Kasse der Hochbetrieb, denn nun müssen die Zahlungen geleistet werden. Die einzelnen Fälligkeitstermine werden natürlich möglichst verteilt, um den Andrang bei der Kasse nicht auf einmal zu groß werden zu lassen. Trotzdem gibt es aber Tage mit Massenandrang, bei denen bei der Kasse ohne Mittagspause durchaearbeitet werden muß. Die Kasse hat zwei Buchungsmaschinen, bei denen alle Zahlungen gebucht werden, die auch selbsttätig addieren und den Abschluß machen. Aber trotz aller technischen Vollkommenheiten bleibt noch eine erhebliche körperliche Leistung für den als Maschinenbucher tätigen Beamten übrig. Handelt es sich doch jährlich um rund 300 000 Buchungen. Diesen Buchungen beim Kassier entsprechen dann Quittungen, weitere Buchungen in den Listen und Sollkarten für die einzelnen Steuerarten und Steuerpflichtigen, ebenfalls in etwa derselben Anzahl. Es ist begreiflich, daß bei dieser Massenarbeit natürlich auch Versehen Vorkommen, daß eine Zahlung auf eine falsche Karte mit gleichem Namen erfolgt und daß manche Mißhelligkeiten dadurch entstehen, die aber, wenn man den Betrieb einmal selbst gesehen hat, menschlich verständlich und begreiflich find. Die Hauptsteuern werden sachlich auf sogenannten Sollkarten verbucht, die aber nur eine bestimmte Gröhe und daher nur einen bestimmt beschränkten Raum haben. Kommen nun öfter Stundungen vor, dann wird es schwer, mit dem Platz auszukommen, die Zahlen müssen sehr klein geschrieben werden, und auch hier gibt es dadurch manchmal Versehen unb Mißverständnisse.
Ganz getrennt von der Kasse ist die $ o II« streckungsstelle, die alle die Fälle bearbeitet, in denen nicht rechtzeitig nach bestimmter Frist bei der Kasse bezahlt wurde. Hier muß besonders hervorgehoben werden, daß die Vollstreckungsstelle ganz von der Kasse getrennt ist, denn häufig besteht der Glaube, daß der einzelne Kassenbeamte es in der Hand habe, ob eine Vollstreckung erfolgt oder nicht. Rückständige Posten werden ganz schematisch an bestimmten Terminen herausgezogen und der Vollstreckungsstelle zur weiteren Behandlung übergeben.
Viel Schwierigkeiten und Mißverständnisse entstehen dann, wenn nach Abgabe der Sache an die Vollstreckungsstelle die Zahlung nachträglich bei der Kasse eingeht. Bei großer Arbeitsüberlastung kommt dann wohl der Buchhalter nicht sofort dazu, der Vollstreckungsstelle Meldung von der eingegangenen Zahlung zu machen. Die Sache ist nun schon in Händen des Vollziehungsbeamten, der ja ständig draußen und daher nicht einfach erreichbar ist, so daß dann plötzlich, und zwar ohne jedes VerschuLen der Kasse, der Vollziehungsbeamte doch noch erscheint, obwohl der Betrag inzwischen ordnungsgemäß eingegangen ist. Die Vollstreckungsstelle hat im Jahr immerhin rund 30 000 Fälle zu bearbeiten. Durch pünktliche Zahlung, namentlich durch Anweisung an eine Bank, die Steuern lausend zu bezahlen, würde allen viel unnützer Merger vermieden.
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Angegliedert ist dem Finanzamt weiter eine B e - triebsp.rüfungsfteHe, die, wie schon der Name sagt, die Betriebe und ihre Buchführung einer Nachprüfung unterzieht. Man hat sich an ihre nachprüfende Tätigkeit auch gewöhnt, uno viele Steuerpflichtige sehen — und das ist auch der Wunsch des Finanzamtsvorstehers — in den Betriebsprüfern Berater, denen sie gern Vertrauen schenken.
Viel Arbeit macht eine weitere Dienststelle, die sog. Bewertungsstelle, deren Aufgabe es ist, den gesamten Grundbesitz zu bewerten. Dabei spielt namentlich in der Landwirtschaft der Ertragswert des Grund und Bodens eine große Rolle, und hier ist zur besseren Erfassung dieses Ertragswertes, aber auch überhaupt zur Feststellung der in Deutschland vorhandenen Bodenarten nach dem Bodenschätzungsgesetz ein Ausschuß draußen, der Acker für Acker genau untersucht und die Bodenarten, Tiefe der Ackerkrume usw. feststellt und in Karten festhält. Nach Fertigstellung dieser Schätzung, die noch Jahre in Anspruch nimmt, ist der Ertragswert natürlich er- hsbllch einfacher festzustellen. Außerdem haben wir dann, was für die Ernährungsfrage und den Anbau außerordentlich wichtig ist, eine vollständige Aufnahme des deutschen Ackerbodens nach Bodenarten.
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Was nun das Steueraufkommen angeht, so wird manchmal bezweifelt, ob die von der Reichsregierung veröffentlichten Zahlen wirklich in allen Punkten stimmen, weil das Steueraufkommen doch zu sehr gestiegen erscheint. Aber die Zahlen, die beim Finanzamt Gießen erwachsen sind beweisen, daß dieses Aufkommen tatsächlich auch vorhanden ist. So hat sich im Finanzamtsbezirk Gießen die Einkommen st euer mit Lohn- st euer und Körperschafts st euer im Jahre 1 93 6 gegen 1933 um mehr als das Doppelte erhöht. Das Gesamtaufkommen an Reichs ft euern hat s i ch mehr als verdoppelt, wobei zu berück- sichtigen ist, daß .einmal die Kraftfahrzeugsteuer
Aufstiegspiel zur Bezirksklaffe.
Burgsolms — Lich.
Lich geht einen schweren Gang nach Burgsolms. Zwei gleichwertige Mannschaften! Beim Schlußpfiff erft wird der Sieger zu nennen sein.
Fußball her Kreisklaffen.
1. Kreisklasse.
Rodheim — V f B.- Reichsbahn Gießen L: Bei diesem Spiele sollte VfB. ohne weiteres gewinnen.
Großen-Buseck — Klein-Linden: Die spielstarke Mannschaft des Platzbesitzers wird dieses Spiel für sich entscheiden.
Garbenteich 1. — Steinberg II.: Das Spiel ist als Lokalspiel zu betrachten und ist eine Vorhersage über den Musgapg nicht zu treffen.
2. Kreisklasse.
Heuchelheim II. — VfB.-Reichsbahn Gießen III: Das Vorspiel konnten die VfB.er hoch gewinnen. Doch bei diesem Spiel wird der Platzverein nicht so ohne weiteres die Punkte hergeben.
Turnverein Rodheim I — DfB.Reichsbahn I.
Die Grünweißen fahren nach Rodheim und tragen damit ihr letztes Spiel der Pflichtferie aus. Da der Mannschaft die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen ist und andererseits den Spielern Gelegenheit gegeben wurde, in Urlaub zu fahren, wurde die Mann- sck)aft nicht in stärkster Besetzung aufgestellt. Die liodheimer sind inzwischen auch nicht mehr der gefürchtete Gegner von einst, da die Mannschaft stark veriungt werden mußte. Man rechnet mit einem Scege der Grauweißen.
für neue Wagen ganz weggefallen ist, bei der Der- rnögenssteuer ganz bedeutend erhöhte Freigrenzen gegen früher eingeführt wurden, und daß auch bei der Einkommensteuer durch die Kinderermäßigungen bedeutende Vergünstigungen gewährt worden sind.
Im Laufe eines Tages gehen bei der Finanz- kaffe natürlich für alle möglichen Steuerkonten Zahlungen ein. Diese werden auf der Buchungsmaschine registriert und anschließend in der Buchhalterei dem einzelnen Steuerpflichtigen gutgeschrieben. Die Gesamtsumme einer Tageseinnahme der Finanzkasse ist natürlich unterschiedlich. Auf allerlei Zehntausende beläuft sich aber doch selbst eine Tages-Minde st einnahm e. Wer nun der Meinung wäre, bei Dienstschluß befände sich eine riesige Geldsumme im Tresor des Finanzamts, der irrt sich sehr. Denn das Amt nimmt nicht ja nur ein, sondern es zahlt auch sofort aus. Vor allem sind es hier die Zahlungsanforderungen anderer Behörden, oder die Zahlungen für öffentliche Aufträge, die täglich große Summen aus der Kaffe des Finanzamts wieder fortnehmen, um das Geld in Gestalt von Gehalts- und Lohnzahlungen, Bezahlung von Handwerkerrechnungen ober dergleichen, Ueberweisungen durch andere Zahl
stellen usw. in Umlauf bringen. Das Ergebnis des jeweiligen Tages besteht dann darin, daß auf dem Wege über die Finanzkasse große laufende Zahlungsansprüche an vielerlei andere Stellen erfüllt werden und die Kasse selbst meist noch nicht einmal den bescheidenen Betrag von sage und schreibe zwanzig Mark im Tresor behält. Für Einbrecher also von vornherein eine völlig aussichtslose Sache, bei der noch nicht einmal die „Selbstkosten" der Einbrecherarbeit gedeckt sein würden.
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Zusammenfassend kann man sagen: Das Finanzamt ist eine unabweisbare Notwendigkeit. Seine Beamten leisten dem Reiche und damit unserer Volksgemeinschaft wertvolle Dienste. Sie wollen dabei auch Berater und gerechte Sachwalter der Steuerpflichtigen sein. Wenn das Steuerzahlen auch gerade kein Vergnügen ist, so darf deswegen doch niemand dem Finanzamt ober feinen Beamten gram fein. Auch bort herrscht eben nur bas Gebot ber Pflicht! Unb barum wollen wir im Geiste ber rechten Volksgemeinschaft ben Männern, bie uns bie Steuerbeträge abnehmen, ihr pflichtgemäßes Hanbeln erleichtern in bem Bewußtsein, baß wir an biefer Stelle dem Staate geben, was ihm zu Recht zu steht!
öJ.-fport
Letzte Etappe in her Bezirksklaffe.
Der morgige Sonntag bringt nochmals ein volles Programm:
B.rg — 1900
Lollar — Frohnhausen Sinn — Steinberg Steindorf — Wetzlar Naunheim — Butzbach.
Lollar hat in seinen betben letzten Spielen den Platzvorteil. Ein Vorzug, der sich gegen Frohnhausen bereits vorteilhaft auswirken sollte.
Die Teutonen sind nicht ohne Chance bei ihrem letzten auswärtigen Spiel.
In Steindorf ist der Sportverein Wetzlar zu Gast. Durch den lokalen Einschlag erhält die Begegnung besondere Bedeutung. Ein Sieg Wetzlars ist zu erwarten, so hoch wie im Vorspiel (11:3) wird er aber nicht ausfallen.
Für die Butzbacher ist die auswärtige Aufgabe in Naunheim schwer, zumal sich die Platzbesitzer für die kürzlich erlittene hohe Niederlage im Vorspiel revanchieren wollen.
Burg — 1900.
Die Blauweißen müssen morgen in Burg zum letzten auswärtigen Spiel antreten. Dabei haben die 1900er die Möglichkeit, durch einen Sieg die Meisterschaftsfrage endgültig zu entscheiden. Leicht wird dies den Blauweißen allerdings nicht fallen. Die Burger, durch Abgänge verschiedener Spieler zwar nicht mehr so schlagkräftig wie zu Beginn der Serie, werden auf ihrem eigenen Gelände sich nochmals besonders anstrengen, um das zu vollbringen, was bis jetzt noch keiner Mannschaft gelungen ist, dem Spitzenreiter beide Punkte abzunehmen. Die Blauweißen müssen sich auf jeden Fall auf einen Kampf gefaßt machen, der den anderen in nichts nachsteht. In ber Aufstellung ber Mannschaft würben beshalb große Veränberungen nicht vorgenommen. Mit ber Besetzung Rahn, Pankok (2/116), Lippert (2/116), Er-
Harb, Sack, Quick (7/AR. 9), Schellhaas, Krämer (Zeiler), Hormel (2/116), Löbsack, Heuser hofft man aber, auch diese Klippe zu umschiffen. Wenn nicht, dann bleibt die einzige Möglichkeit, sich im Spiel gegen Butzbach die erforderlichen Punkte zu holen.
Sinn I — Watzenborn-Steinberg I.
Morgen tragen bie Teutonen ihr letztes auswärtiges Verbandsspiel aus. Man ist sich darüber im klaren, daß Sinn eine äußerst gefährliche Mannschaft ist. Obwohl die Elf in letzter Zeit auch Mißerfolge einstecken mußte, so ist dies kein Grund für die Steinberger, bas Spiel auf die leichte Schulter 3ii nehmen. Sinn wird immer noch stark genug sein, achjbare Gegner auf eigenem Gelände zu schlagen. Vergessen ist nicht der 5:0-Sieg im Vorspiel in Watzenborn-Steinberg, womit Sinn den Teutonen die höchste Niederlage beibrachte. Es heißt also äußerste Vorsicht üben. Eine Niederlage würde sich für Steinberg recht unangenehm im Tabellenstand auswirken. Mit der Mannschaft wie gegen Burg unb Naunheim sollte man jedoch mit Vertrauen bem Spielausgang entgegensehen.
FrühjahrSwalhlauf am 27. März.
Für die Gruppe Gießen auf dem 1900 - Sportplatz.
Als erste Veranstaltung ber diesjährigen Leicht- athletrksaison kommt wieder ber Frühjahrswaldlauf zur Durchführung. Für die Gruppe Gießen (politischer Kreis Gießen) findet er zusammen mit den Bannmeisterschaften ber Hitler-Jugend unb des Jungvolks am 27. März von dem 1900-Sportplatz aus statt.
Die Ausschreibung umfaßt, soweit sie die Aktiven angeht, folgende Wettbewerbe: 5000 Meter für Langstreckler unb 3000 für Mittelstreckler. Es wirb im Einzel- unb im Mannschaftslauf gestartet. Eine Mannschaft umfaßt 4 Mann, von denen 3 gewertet werden. Die Meldungen sind bis zum 23. März 1938 zu richten an Kreisfachwart G. Richtberg, Gießen, Am Alten Friedhof 18.
Fußball-Spiele
um hie Bannmeisterschast.
Turnv. Großen-Linden — Turnv. Klein-Linde».
Turnv. Wieseck — VfB.-Reichsbahn Gießen.
Diese beiden Spiele werden entscheiden, wer von den vier Mannschaften in den engeren Wettbewerb um die LZannmeisterschaft kommt. Es werden wohl die beiden Mannschaften Großen-Linden und VfB.- Reichsbahn sein! Doch haben diese beide Favoriten ihre Gegner am kommenden Sonntag noch ernst zu nehmen.
Spiele der Jugendgruppe.
Garbenteich — Hungen; Saasen — Großen- Buseck; Butzbach — Lich. — In Garbenteich ist mit einem spannenden Spiel zu rechnen, das die Gäste knapp für sich entscheiden sollten. Saasen empfängt Großen-Buseck und wird sich den Sieg nicht streitig machen. Das Spiel in Butzbach sollte die Platz- besitzer als Sieger sehen.
Rodheim 1. Jugend — 1900 1. Jugend.
Die 1. Jugend ber Blauweißen bestreitet am Sonntag ein rückständiges Verbandsspiel gegen bie gleiche von Rodheim. Es wirb wohl kaum ber ersten Jugenb ber Spieloereinigung 1900 gelingen, einen Sieg zu erringen. Die Blauweißen finb gezwungen, brei ber bewährtesten Spieler zu ersetzen.
BfB.-K 2. Jugend — Steinbach 1. Jugend.
Die 2. Jugenb tritt auf bem Walbsportplatz gegen bie Jugend aus Steinbach an. Das Vorspiel ging mit 2:0 Toren verloren. Ob es diesmal zum Siege reichen wird, ist fraglich. Man erwartet die bessere Elf als Sieger.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Sonntag, ben 20. März.
Gießen. Stadlkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker; 18: Pfr. Schmidt. — Fohanneskirche. 9.30: Pfr. Bech- tolsheimer; 11: Kinderkirche für die ßufasgemeinöe; Pfr. Bechtolsheimer; 18:. Pfr. Ausfeld; 20: Bibelbesprechung; Pfarrasfistent Paetow. — Saal der Reuen Krippe. 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannes- und Militärgemeinde. — Kapelle auf dem Alten Friedhof. 9.30: Gottesdienst; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde. — petruskapelle, Wetzlarer Weg 59. 9.30: Gottesdienst; Pfr. Trapp. — Diefeck. 9.45: Kandidat Dr. Germer; 11: Kinderkirche; Kandidat Setzer. Kirchberg. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Lollar. 13: Kindergottesdienst; 14: Gottesdienst. — Baubringen. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienstz 11: Kindergottesdienst (1. Abt.); 13: Kindergottesdienst (2. Abt.) — Klein-Linden. 9: Gottesdienst und hl. Abendmahl für die männliche Jugend; 10.45: Kindergottesdienst. — Watzenborn-Steinberg. 10.30: Kindergottesdienst; 13: Gottesdienst. — Garbenteich. 13: Gottesdienst, anschließend hl. Abendmahl. — Hansen. 10: Gottesdienst, anschließend hl. Abendmahl. — Albach. 12.30: Gottesdienst und Christenlehre. — Steinbach. 10: Gottesdienst. — Lich. 10: Gottesdienst; anläßlich der Volksmissionswoche Kollekte.; 13: Kin- dergottesdienst. — Jlieber-Bef fingen. 13.30: Gottesdienst; anläßlich ber Volksmissionswoche Kollekte; 20: Kirchenmusikalische Passionsfeier.. — Langsdorf. 11: Hauptgottesbienft. — Bettenhausen. 9.30: Gottes- bienft. — Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottes- bienst. — Göbelnrod. 10: Gottesdienst. — Beltershain. 13: Gottesdienst.
Sieder ein Zweisronienkamps im Fußball.
Ii:
6 A
3n Nürnberg gegen Ungarn.
Im Hinblick auf bie Kämpfe um die Fußball- Weltmeisterschaft, die unserer Nationalmannschaft in den nächsten Wochen bevorstehen, bestand die Absicht, in ben diesem Weltmeisterschaftsturnier vorausgehenden ßänberbegegnungen mrt Ungarn, Portugal unb England jeweils bie allerstärtste Elf aufzubieten, um sie auf ihre große Aufgabe vor- zubereiten. Zum 13. Kampf gegen Ungarn, ber am kommenden Sonntag im Nürnberger Stadion vor sich gehen wird, war ursprünglich auch jene deutsche Mannschaft vorgesehen, bie im vergangenen Jayr die imposanten „Zu-Null-Siege" gegen bie skandinavischen Länder erfocht. Leiber konnte aber diese Aufstellung aus verschiedenen Gründen nicht bei» behalten werden, und nun müssen wir mit einer Mannschaft gegen bie guten Magyaren antreten, bie hinsichtlich ber Qualität doch etwas unter ber ber „Skandinavien-Elf" steht.
Ungarn ist ein sehr starker Gegner, gegen den wir in 12 ßänberfämpfen bisher nur dreimal siegreich bleiben konnten. Andererseits sind gerade die ungarischen Berufsspieler sehr ost Stimmungen unterworfen, unb man wird sie bann mit Sicherheit schlagen können, wenn man sie nicht „ihr Spiel" spielen läßt. Nun, unsere Mannschaft wird schon die richttge taktische Einstellung mit auf ben Weg bekommen und darüber hinaus mit einer rein
kämpferischen Leistung au smarten, bie zusammen hoffentlich in einem schonen Erfolg ihren Ausdruck finden.
Deutschland stellt folgende Elf: Jakob; Billmann, Münzenberg; Kitzinger, Goldbrauner, Mengel; Lehner, Kuzorra, Bernd, Siffling, Fath.
Zum sechsten Male gegen Luxemburg.
Im 6. ßänbertampf gegen ßujemburg, ber in Wuppertal ausgetragen wird, kommt in erster Linie wieder ber Nachwuchs zu Wort. Die deutsche Vertretung wird in Wuppertal ebenfalls auf eine sehr harte Probe gestellt. Luxemburgs Fußball- fport hat sich in ben letzten Jahren schön herausgemacht, und bie Länder elf konnte einige sehr ehrenvolle Ergebnisse erzielen. Die Vertretung, die in Wuppertal antritt, schlug sich am vergangenen Sonntag ttn Weltmeisterschafts-Ausscheibungskampf gegen Belgien ganz hervorragend unb verlor nur knapp mit 2:3 Toren. Die Mannschaft ist vor allem in den Hinteren Reihen recht stark. Von den bisher ausgetragenen fünf Spielen zwischen beiden Ländern konnte Luxemburg Nicht ein einziges gewinnen. Folgende Mannschaft wird in Wuppertal für Deutschland spielen: Klodt; Schulz, Dittgens; Müller, Sold, Schädler; Winkler, Gauchel, Lenz, Seitz, Simetsreiter.
Heuchelheim II — DfB.-Relchsbahu III.
Dieses Spiel bringt die Vorentscheidung ber ©nippe B. Gewinnt die Dritte des VfB.-R. das Spiel, so ist sie der Meisterschaft sehr nahe gerückt, anderenfalls würde Wißmar Meister werden. Die Heuchelheimer sind zu Hause sehr gefährlich und haben vor, sich für die Niederlage des Vorspiels zu revanchieren. Die Grünweißen müssen einige Spieler ersetzen und werden einen schweren Stand haben.
Steinbach I — Leihgestern I.
Nächsten Sonntag bestreitet die 1. Elf der Spvgg. 1926 Leihgestern das letzte Derdandsspiel und zwar in Steinbach. Das Vorspiel am vorigen Sonntag konnten die Blauweißen überlegen mit 5:0 gewinnen. Wie nun das sonntägliche Spiel ausgehen wird, ist nicht vorauszusagen, da die Steinbacher auf eigenem Platze gefährlicher finb. Trotzdem dürfen wir aber hoffen, daß auch diesmal ein Sieg, wenn er auch knapp ausfallen dürfte, der Spieloereinigung errungen wird. Leihgestern tritt mit folgender'Aufstellung an: Dutenhöfer; Velten, Laux II.; Wede- mann, Väth, Textor; ßauber (Martini), Arnold, Krick, Lauxl. und Heß. Die Jugendmannschaft ist spielfrei.
Geilshausen — 1900 III.
Die Junioren der Blauweißen sind in Geilshausen zu Gast. Die Gastgeber sind spielerisch und körperlich im Vorteil, so daß wenig Aussicht für die Blauweißen besteht.
Garbenleich I — Steinberg II.
Die zweite Elf der Teutonen muß nach Garbenteich. Im Vorspiel siegte sie knapp mit 1:0. Ob es diesmal wieder dazu reicht, ist unwahrscheinlich. Beide Mannschaften kämpften bisher sehr anter- fchiedlich.
Montag, den 21. März.
Lollar. 20 Uhr: Passionsandacht.
Mittwoch, den 23. März.
Gießen. Fohanneskirche. 18 Uhr: Passionsandacht; Pfr. Ausfeld. — Klein-Linden. 20: Passionsandacht. — Lich. Passionsandacht; Stiftsdechant Kahn.
Freitag, den 25. März.
Gießen. Kapelle auf bem Allen Friedhof. 20 Uhr: Passionsandacht. — Pelruskapelle, Wetzlarer Weg 59. 20: Passionsandacht; Pfr. Trapp. — Kirchberg. 20: Passionsandacht.
Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirchliche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, den 20. März. 20.30 Uhr: Evangelisationsstunde. — Mittwoch, 23. März. 20.30: Bibelstunde. — Donnerstag, 24. März. 20.30: Jugendbundstunde.
Evangelische Stadtmission, Löberstraße 14. Sonntag, den 20. März. 9.15 Uhr: Morgenandacht; 20.15: Evangelisationsvortrag; Missionsdirektor Veiel u. a. — Mittwoch, 23. März. 20.30: Bibelstunde. — Freitag, 25. März. 20.30: Mitgliederstunde.
Christliche Gemeinde, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 20. März. 9.45 Uhr: Erbauungsstunde; 11: Sonntagsschule; 20.30: Evangelisation. — Dienstag, den 22. März. 20.30: Bibel- und Gebetstunde.
Bund freikirchlicher Christen, Gemeinde Gießen, Großer Steinweg 4 H. Sonntag, den 20. März. 11.30 Uhr: Sonntagschule; 15.30: Bibelstunde; 20.15: Jugendbundstunde. — Mittwoch, 23. März. 20.15: Bibel- und Gebetstunde.
Baptislen-Gemeinde, Gartenstraße 13. Sonntag, 20. März. 11 Uhr: Kindergottesdienst; 16: Predigt und Abendmahl. — Mittwoch, den 23. März. 20.15: Bibelstunde.
Reuapostolische Gemeinden, Gießen, Händelstraße 1 und Ederstraße 13. Sonntag, 20. März. 9.30 Uhr: Gottesdienst; 16: Gottesdienst. — Mittwoch, den 23. März. 20.30: Gottesdienst.
Katholische Gemeinden.
Samstag, den 19. März.
Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichtgelegenheit.
Sonntag, den 20. März. 3. Fastensonntag.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichtgelegenheit; 7: hl. Messe mit hl. Kommunion der Schuljugend; 8: Spendung der hl. Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11.15: Singmesse mit Predigt 20: Fastenpredigt und Andacht. — Lich. 10: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. — Hungen. 8: Hochamt mit Pre- bigt. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Vortrag und Andacht. — Ridda. 8.15: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt.
Dienstag, den 22. März.
Gießen. 20 Uhr: Fastenandacht; 20.30: Bibelstunde.
oeffenllicher Sonntagsdienst.
Polizei: Telefon 27!>1, nur in dringende» Notfällen Telefon 01.
Feuerwache: Telefon 2244'45. Notruf Tel- on 02.
Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.
Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr.
Sanitätskolonne: Telefon 2500.
Sonntagsdienst für Aerzte.
Arzt: Dr. med. Malech, Seltersweg 70. Zahnarzt (nur in dringenden Fällen):
Fischer, Seltersweg 65II.


