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> Pfundsammlung durchgeführt. Die Hausfrauen i, I den gebeten, die Pfundpäckchen bereitzulegen.
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Zeitschriften.
(Scherl-Bilderdienst-M.)
elf Uhr
Sieg der V< 1 ich ätz en ist."
um 13 Uhr zum ganzen deutschen Volke.
Jeder Volksgenosse mutz diese Rede des Führers am Lautsprecher miterleben. Deshalb werden die Besitzer von Rundfunkgeräten aufgefordert, ihre Rachbarn und Bekannten, die nicht im Besitze eines Rundfunkgerätes sind, zum INithören einzuladen.
Auherdem ist allen Volksgenossen Gelegenheit gegeben, im Lichtspielhaus in der Bahnhofstratze und in den Gaststätten der Stadt den Führer zu
Kreisleitung ^vetterau der NSDAP.
Ortsgruppe Gießen-Nord.
Vetr.: Reichstagsrede am 20. Februar.
Sonntag, 20. Februar, 19 Uhr, findet ein einmaliger Ballettabend der Tanzgruppe des Stoib theaters statt. Der Abend sieht Werke von Mozart,
Frankfurter Hof, Lindengasse, Aquarium, Walltorstraße, Cafe Leib, Walltorstraße.
Richard Strauß, Dvorak und Tschaikowsky vor. Choreographie: Ballettmeisterin Irmgard Zenner. Musikalische Leitung: Joachim Popelka. Es wirken mit: die Tanzgruppe und das städtische Orchester. Dieser Ballettabend findet zu kleinen Preisen außer Miete statt. Ende der Veranstaltung 21 Uhr.
Familienabend der Lukasgemeinde.
Am morgigen Sonntagabend veranstaltet die Lukasgemeinde im Lukassaal einen Familienabend. Pfarrer i. R. Böchner wird einen Lichtbilder- vortrag über das Thema „Wichern und das Rauhe Haus" halten.
Volksdeutscher Abend der höheren Privalschule.
Am heutigen Samstag, 17 Uhr, findet im Katholischen Vereinshaus ein Volksdeutscher Abend und Elternabend statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht ein Vortrag von Berthold W e i ß über seine Heimat Siebenbürgen.
Am Montag, 21.> und Dienstag, 22. Februar, wird im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Nord die
lich diejenigen, denen es gegönnt war, diesen letzten der Kauseure aus dem Zeitalter des vorigen Jahrhunderts zu hören! Er war in dieser Hinsicht ein Zeitgenosse Voltaires, Diderots und Chamforts."
Tageseinteilung.
Sommer wie Winter pflegte er zwischen sieben und acht morgens aufzustehen; dann wusch er sich den ganzen Oberkörper mit einem großen Schwamm
uyd tauchte das Gesicht mit offenen Augen in kaltes Wasser. Dies hielt er zur Stärkung des Sehnervs für nützlich. Den Kaffee bereitete er sich selbst zu. Danach arbeitete er zwei Stunden lang, und niemand durfte ihn in dieser Zeit stören. Von elf UL an war er für Besuche zu sprechen. Nachdem er dann noch eine halbe Stunde Flöte gespielt hatte, rasierte er sich selbst und zog sich zum Mittagessen an. Zu diesem erschien er im Hotel stets in Frack und weißer Binde. Nach dem Essen schlief er eine Stunde zu Hause, trank dann seinen Nachmittagskaffee und unternahm darauf einen weiten Spaziergang, begleitet von seinem Pudel. Wenn es die Jahreszeit irgend erlaubte, badete er am Nachmittag im Main ™ jF ,roar e'" vorzüglicher Schwimmer. Nach der Rückkehr von feinem Spaziergange, auf dem er eine Zigarre immer nur zur Hälfte zu rauchen pflegte da er den feuchten Rest für schädlich hielt, besuchte er das Kasino oder die Lesegesellschaft, genoß m seinem Hotel eine kalte Fleischspeise und ging dann ins Konzert oder das Theater, falls er es nicht vorzog, den Abend daheim bei leichter Lek-
An die Vevölkerung der Stadt Gießen.
Sonntag, 20. Februar, spricht der Führer
7lSG. „Kraft durch Freude", Kreis Gießen.
Theatervorstettung.
Samstag, den 19. Februar 1938, Beginn 20 Ahr, KdF.-Miete, Gruppe I (10. Vorstellung)
„Lady Windermeres Fächer". Komödie in 4 Akten von Oskar Wilde.
Eintrittskarten zu —,90 und 1,— R2N. sind in der Verkaufsstelle Seltersweg 60 und bei den Betriebswarten erhältlich.
Omnibusfahrten.
Am Sonntag, dem 20. Februar 1938, findet eine Omnibusfahrt nach dem Hoherodskopf statt. Fahrkarten zum Preise von 2,40 RW. sind erhältlich Seltersweg 60. Abfahrtszeit 6'/- Ahr am Stadttheater.
Am 28. Februar 1938 fahren Omnibusse zum Rosenmontagszug nach Mainz. Fahrpreis beträgt 4,40 RW. Anmeldungen Seltersweg 60. 1098D
WHW., Ortsgruppe Sießen-Aord.
! Lob der Narretei.
Die Tage der Narretei stehen jetzt bei vielen Volksgenossen im Vordergrund des Interesses. Viele streifen in diesen Tagen die Würde und Bürde ihrer Jahre, ihre Erfahrungen, das Schwergewicht ihrer Autorität wie ein lästiges Gewand ab und tollen und spielen in buntleuchtenden Kostümen wie Kinder. Prinz Karneval ist ein Allgewaltiger, der mit seiner Narrenmütze die festgefügte Ordnung von 52 Jahreswochen für kurze Zeit umwirft.
Und wenn wir die Narren und Närrinnen in den feenhaft geschmückten Sälen hopsen und Ringelreihen spielen sehen, wird das Philosophenwort bewahrheitet: in jedem Manne ist ein Kind versteckt, das will spielen. Es muß einmal spielen, wenn der Erwachsene nicht ein Verwachsener, ein seelisch Verkümmerter werden soll. Wem die Gefahr droht, ein Gefangener seiner eigenen Arbeitsenergie zu werden, entdeckt oft erst an Karneval, daß der Arbeit die Entspannung und Erholung folgen muß. Und in den Tagen des Karnevals mischt man sich eben unter die anderen lachenden, springenden, singenden, scherzenden Menschen. Daß Ernst und Schmerz zusammengehören wie Bruder und Schwester, ist im Rheinland keine neue Lehre. Aber pjer den Expst übertreibt, verliert oft die lebendige Beziehung zur Fröhlichkeit. Und mancher Fröhliche wiederum verdient nicht den Ehrentitel eines weisen Narren. Darum rufen die Narren einen Fürsten der Narretei aus als Vorbild für die rechtverstandene Heiterkeit und Kriegsherrn im Kampf gegen Griesgram und die unfreiwilligen Narren, deren Herz ver- teinert und erstarrt ist im Hagelwetter und Sturm )es Lebens.
Die Gabe, das Ernste ernst, und das Heitere heiter zu nehmen, ist vor allem im Rheinland eine weitverbreitete Kunst. Wieso gerade im Rheinland? Das Lachen kommt nicht aus übermütigem Herzen. Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Unter Regen, Donnern und Blitzen, im harten Kampf um den deutschen Rhein, der mehr blutige Tränen kostete als vielleicht in anderen Gauen um den Heimat- boden vergossen werden mußten, ist im Rheinland die Kunst des Fröhlichseins gewissermaßen zur zweiten Natur geworden. Ja, das Lachen darf nicht aus der Welt fliehen. Macht euch das Leben kostbar! Das stärkt die Kraft für die großen Aufgaben der Zeit... 0
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ture und einer Pfeife zu verbringen. Er rauchte aus fünf Fuß langen Weichselrohren' der Rauch sollte sich in ihnen gehörig abkühlen. Sein Schlafzimmer durfte nie geheizt werden; nur in eine lachte Decke gehüllt, schlief er auch im Winter stets be. offenem Fenster.
In der Führung der Korrespondenz war er ungemein sorgfältig und pünktlich. Peinliche Ordnung herrschte überhaupt in allen seinen persönlichen und geschäftlichen Angelegenheiten.
Die Pudel und das Testament.
der beteiligten Einheiten ^den Verlauf der Uebung . bespricht, sammeln sich die Truppenteile zur Verpflegung und zur Vorbereitung des Heimmarsches in ihre Garnisonen. Während' des ganzen Tages hatten alle Truppen auf dem verschneiten und zum Teil auch vereisten Gelände große Strapazen auf sich nehmen müssen. Um die Mittagsstunden machte dann noch Tauwetter den Ackerboden rech) „anhänglich". Besonders die Infanterie und die Motorisierten waren wiederum die Träger der Hauptlast des Kampfes. Damit ist aber nicht gesagt, daß den andere^ Männern etwas „geschenkt" worden wäre. Sie alle haben durch ihre große und schneidige Einsatzfreudigkeit erneut dargetan, daß die Waffe auch ihrer Einheiten scharf und schlagbereit ist im ' Dienste für Führer, Volk und Vaterland Und mit diesem starken Gewinn des Uebungstages wird die gestrige Winterübung stets eine schöne Erinnerung für alle Beteiligten bleiben. B.
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Von der Medizinischen Fakultät: Gibt es einen hormonal gesteuerten Scheidenzyklus beim Neugeborenen? '
Von der Veterinärmedizinischen Fakultät: 23er« gleichend-anatomische und -histologische Untersuchung der Hüftdarmeinmündung und deren Umgebung bei den Haustieren und Versuch einer funktionellen Deutung der Unterschiede.
Von der Philosophischen Fakultät: 1. Aus dem Gebiet der Griechischen Philologie: Die Reste der verlorenen Werke des Hesiodos sind zu sammeln, - 3u ordnen und zu erklären. — 2. Aus dem Gebiet der Englischen Philologie: Das Problem der Heranwachsenden Jugend im Spiegel des zeitqenössi- schen englischen Romans. — 3. Aus dem Gebiet der Forstwissenschaft: Der Einfluß der forstlichen Markt- ordnung insbesondere der Holzpreisregelung auf den forstlichen Betnebserfolg ist zu untersuchen. — 4. 2ius dem Gebiet der Nationalökonomie: Die Der- uche zur Schaffung eines gesamtdeutschen Wirt- schaftsraumes seit Friedrich List. — 5. Aus dem Gebiet der Landwirtschaft: Rationelle Eiweißver« Wertung durch neuzeitliche Methoden der Tierzüchtung und Tierernährung.
Wer sich um einen Preis bewirbt, muß minde- stens in einem der beiden auf die Stellung der Ausgabe folgenden Semester an der Universität Gie- tzen immatrikuliert gewesen sein. Jede Bewerbunqs- schrist darf nur einen Verfasser haben. Die Bewerbungsschrift ist in der Sprache abzufassen, in ber die Aufgabe gestellt ist. Auf dem Titel ist fcin Kennwort anzubringen. Die Bewerbunqsschrift ist bis zum Io. Februar 1939 einzusenden unter Beifügung eines verschlossenen, mit dem Kennwort der Arbeit versehenen Briefumschlags, der die Aufgabe
Schopenhauer persönlich.
Zum 150. Geburtstage des Philosophen.
Mit freundlicher Genehmigung des Verlages Philipp Reclam jun., Leipzig, veröffentlichen wir folgende Abschnitte aus der Schopenhauer-Biographie von Dr. O. F. Damm (Unioersal-Bibliothek Nr. 5388 bis 5390).
Aeußere Erscheinung.
2las einem Bericht des französischen Staatsmannes Foucher de Careil: Als ich Schopenhauer zum ersten Male im Jahre 1839 an der Tadle d'hüte im „Englischen Hofe" zu Frankfurt sah, war er bereits ein Greis. Sein blaues, lebhaftes Auge, seine dünne Lippe, welche ein feines, sarkastisches Lächeln umjpieltb, seine weite, von zwei weißen Haarlocken e-ngerahmte Stirne drückten der von Geist und Boshaftigkeit sprühenden Physiognomie das Siegel des Adels und der Vornehmheit auf. Seine Kleider, seine Spitzenkrause und weiße Krawatte er- innerten an einen Greis aus dem Ende des Zeitalters Ludwig XV.; seine Manieren waren die eines Mannes aus der guten Gesellschaft. Sehr zurückhaltend und von einem oft bis zum Mißtrauen gehenden Naturell, verkehrte er bloß mit seinen intimsten Freunden, ober den Frankfurt besuchenden Fremden. Seine Bewegungen erreichten in der Konversation oft eine außerordentliche Lebhaftigkeit. Ur haßte die eitlen Wortgefechte, dafür aber wußte -er um so mehr den Reiz eines gründlichen und geistvollen Gespräches zu würdigen. Er beherrschte und sprach mit gleicher Fertigkeit vier Sprachen: das Französische, Englische, Deutsche, Jtalieniscbe und so ziemlich auch das Spanische. Wenn er sprach verbrämte er den etwas rauhen deutschen Kanevas mit seinen glanzenden lateinischen, griechischen, fran- zosischen englischen und italienischen Arabe-ken S-m G-Iprach sprudelte nur (o non wltzigen Sin: fQUen, 3UQten und interessanten Details und ließ die Stunden vergessen; manchmal lauschten ihm feine intimen Freunde bis Mitternacht, ohne daß sie ein Augenblick der Müdigkeit überkam oder das Feuer feines Blickes erlosch. Seine ausdrucksvollen Worte fesselten die Zuhörer, sie malten und analy- ^MU-jMerch; em Hauch von Empfindsamkeit vermehrte noch das Feuer seiner Beredtsamkeit Vor allem zeichnete sich sein Gespräch durch eine seltene Klarheit aus. Ein Deutscher, der viel in Abessymen gereift war, war ganz erstaunt, als ihm Schopenhauer die verschiedenen Krokodilarten so detailliert geschildert hatte, 'daß er anfangs glaubte cs mit einem alten Reisegefährten zu tun zu haben. Glück-
Schopenhauer hielt sich regelmäßig einen Pudel, Den er „Atma" benannte, der ihn auf allen feinen Spaziergängen begleitete, und den er nach dessen Ableben sofort durch einen neuen ersetzte. Bilder der verschiedenen Pudel — schwarze, weiße und braune — schmückten die Wände seines Arbeitszimmers. Gegenüber der Schlechtigkeit der Men- jchen pries er die Anhänglichkeit der Hunde, deren treuen Blick und Intelligenz. ,Jn feinem Testament bestimmte er ein Kapital von dreihundert Gulden für die Verpflegung seines Hundes. Dieses Geld sollte zuerst seiner alten Haushälterin Margarethe Sch n e p p angeboten werden. Wenn diese bas Tier nicht an sich nehmen wolle unb es auch mehrere namhaft gemachte Freunbe bes Erblassers ablehnten, -für ben Pudel zu sorgen, dann sollte das Geld „irgend einem Ehrenmanne" zufallen, „der mein 2Inbenfen ehrt und meinen Hund zu sich nehmen will". Tatsächlich hat Schopenhauers letzter Pudel an Margarethe Schnepp eine treue Pflegerin qe- runöen. Sie zog mit ihm nach ihrem Geburtsort Heidelberg und verzehrte dort die ihr von dem -Philosophen wegen „ihrer langen und treuen pienfte" ausgesetzte jährliche Leibrente von drei- hilndertfunfzehn Talern. Als mehrere Jahre nach Schopenhauers Tode der mit ihm befreundet ne= roefene Stadtrat B e ck aus Frankfurt nach Heid'el- berg ’am, lief ibm plötzlich aus einer Seitengasse " ""erPudel nach sprang an ihm in die Höhe vor. Freude nicht zu lassen. Bald Ä h ehemalige Haushälterin, be
grüßte den etabtrat unb sagte: „Sehen Sie nur bas Vergnügen von bem Tier! Der kennt Sie noch"
'N beweglichen Klagen darüber, wie einsam sie sich nach dem Tode Schopenhauers fühle, und meinte im Andenken an ihren guten Herrn . Leicht hatte sie es bei feinen Lebzeiten übrigens nicht gehabt Sie wußte sich aber in feine ßaunen und die Heftigkeit feines Charakters zu fugen und erklärte einmal demselben Stabtrat Beck Schopenhauer schreie sie wohl manchmal fürchterlich au, aber er meine es nicht böse ...
— Die Februarnummer ber „berliner M 0 - natshefte" (Berlin W15, Quaderverlaq August Vach) veröffentlicht einen grundsätzlichen' Beitrag über bas Thema: „Zur deutsch-französischen Ver- Itanbigung über Lehrbücher". Diese Arbeit, die m erfter Linie alle Lehrer angeht, nimmt zu einer tfrage Stellung, die feit Jahren führende Persön- lichkeiten Frankreichs und Deutschlands bewegt Der erste, im Dezember 1935 unternommene Versuch in biefer Richtung, an dem Historiker beider Länder beteiligt waren, um eine Verständigung über die ©runblimen der deutsch-französischen Geschichte ber letzten Jahrhunberte zu finden, ist nur bis zu einem geringen Grab gelungen. Aber immerhin hat bieses Beispiel gezeigt, welche Methoben anwendbar sind unb wo bie Grenze für eine „verpflichtende Erni- aunfi zu suchen ist. Mit Recht wird in dem Aus- aS «esag : „Jedem Volke ist Geschichte das Lied seines 00 kischen Heldentums.Nie wird ber He!b des einen auch der Held bes anbern fein. Nicht in gleich’ machenden Formeln erkennen wir die wirkliche und notwendige Entgiftung. Sie liegt vielmehr in der Besserung des Tones ber Darstellung ber Völkerbeziehungen. Wenn wir erreichen, daß offenkundige &eLf^rba^nt b,e bewillige Herabsetzung und Verächtlichmachung vermieden wird, dann ist ein r^Ä^ber^ Verständigung errungen, ber hoch einzu»
WHW. OrtSqruppe Gießen-Off.
Belr.: WHW.-Pfundspenbe.
Die Sammlung wird Dienstag, 22., und Mittwoch, 23 Februar, von ber NS.-Frauenschaft burdp geführt. Alle Volksgenossen, die in ber Lage sind, bas WHW. zu unterstützen, werben bringend gebeten, sich nicht auszuschließen. Der Inhalt ber Päckchen ist außen sichtbar anzugeben. Es sind in erster Linie zu spenden Mehl, Hülsenfrüchte. Graupen, Nudeln, Makkaroni, Zucker, Grieß, 2Vurstwaren und Konserven.
NSDAP., Ortsgruppe Gießen-Nord.
Am Montag, 21. Februar, finden um 20.30 Uhr folgende Zellenabende statt:
Zelle: 1, 2, 3 im Restaurant „Frankfurter Hof",
Lindengasse,
Zelle: 6, 9, 10 im Restaurant ,Gambrinus". Wetzsteingasse.
Sämtliche Parteigenossen, Parteianwärter und Mitglieder der DÄF., NSV. und NS.-Frauen- schaft innerhalb der Zellenbereiche haben an diesen Abenden teilzunehmen und sich pünktlich in chrem zuständigen Lokal einzufinden.
Bund Oeuffdier Mädel.
rNädelgruppe 1/116, Gießen-Süd.
Belr.: Iugendfilmslunde.
Zur Jugendfilmstunde am Sonntag, 20. Februar, um 9.15 Uhr, mit 20 Pf. am „Hessischen Hof".
Preisaufgaben der Universität Gießen für das Jahr 1938/39.
§ür das Jahr 1938/39 werden folgende Preisaufgaben gestellt:
Von der Theologischen Fakultät: Die päpstliche Verdammung Meister Eckharts ist auf Grund der Neuoeröffentlichungen textkritisch und sachkritisch darzustellen und zu beurteilen.
Von der Juristischen Fakultät: Die Verantwortlichkeit für den eigenen Geschäftsbereich.
Volksgenossen im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Nord, die keine Gelegenheit haben, die Uebertragung der Reichstagsrede mit abzuhören, können in nachfolgenden Lokalen zum ~ schastsempfang erscheinen:
Schopenhauer-Anekdote.
-Als Schopenhauer seine Erstlingsschrift "Ulberxbte ö,erfad)e Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde" beendet hatte und ein Exemplar ^infJ/r‘rner einer damals vielgelesenen Schriftstellerin, überreichte, sagte diese, auf den Titel Mutend: „Das ist wohl etwas für Apotheker?" Schopenhauer entgegnete, man werde seine Bücher noch lesen, wenn von den ihrigen kaum mehr ein Exemplar in einer Rumpelkammer stecken werde Schlagfertig gab ihm die Mutter zurück: „Von den dein,gen wird dann noch die ganze Auflage zu haben stin Das Merkwürdige war, daß in diesem Streit ™«nb Sohn recht behielten. Dreißig Jahre nach dem Erscheinen von Schopenhauers Hauptwerk „Die Welt als Wille und Vorstellung" waren erst wenige Exemplare davon verkauft, und der größte Teil der ersten Auflage wurde zu Makulatur gemacht, damit, wie der Verleger sich ausdrückte, „er doch wenigstens einen Nutzen davon hätte". Wiederum .zehn Jahre spater aber war das Werk weltberühmt geworden.
Die neue Gesenkfräsmaschine. — (Werkaufnahme.)
In der Werkzeugmaschinenfabrik von Heyligen- staedt am Aulweg ist in außerordentlich schwieriger Konstruktions- und in sorgfältiger Werkmannsarbeit eine neuartige Maschine vollendet worden. Es handelt sich bei der neu konstruierten Maschine um eine Gesenkfräsmaschine nach dem Kellerschen Prinzip. Unter Gesenken versteht man Preß- und Stanzfor- men aus härtestem Stahlmaterial, mit deren Hilfe die mannigfachstes Maschinenteile, wie auch viele andere Gegenstände unseres Bedarfes der Wirtschaft und des Haushaltes in einem Form-, Preßoder Stanzvorgang hergestellt werden können. Diese Gesenke mußten bisher meist in zeitraubender, rein handwerklicher Arbeit aus Stahl herausgearbeitet werden. Mit Hilfe der neuen Maschine können nun diese Gesenke auf vollautomatische mechanische Art hergestellt werden in der Weise, daß ein sehr feinfühliger Taststift das vorliegende Holz- oder Gipsmodell minutiös in drei Dimensionen (senkrecht, waagrecht und in der Tiefe) abtastet, während ber Fräser mit großer Kraft bie vom Stift abgetasteten Formen bes Mobells aus bem Stahlwerkstück herausarbeitet. Die Maschine ist außer- orbentlich kompliziert, sie ist mit sieben Motoren ausgestattet, wirb von einer umfangreichen elektrischen Schaltanlage aus gesteuert, arbeitet nach btm Willen bes bebienenben Meisters ganz langsam ober ganz schnell, sie kann aber auch so eingestellt werden, daß sie nächtelang ohne Aufsicht ihre sorgfältige Arbeit verrichtet. Die Maschine wird jetzt auch auf der Leipziger Messe gezeigt.
gis. Hattenrod, 18. Februar. In unserer Gemeinde begann der Reichsmütterdienst einen Kursus in Gesundheitslehre und häuslicher Krankenpflege. Schwester Jofesine Englert wird den Lehrgang durchführen.
Bornoiizen.
Tageskalender für Samstag.
Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr ,£abn Windermeres Fächer". — Gloria-Palast (Seltersweq)- Urlaub auf Ehrenwort". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Geheimnis um Betty Bonn". — Sänger- kranz: Fe—de—Fe, Gesellschctftsverein. — Höhere' Pnoatschule Gießen: 17 Uhr Lichtbildervortraq im Kathol. Vereinshaus von Berthold Weiß „Siebenbürgen". — Deutsche Stdnographenschaft: 20.11 Uhr Cafe Leib, Maskenball. — Gießener Rudergesell- schast: 20.30 Uhr Cafe Schwarz. — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand.
Tageskalender für Sonntag.
Stadttheater: 19 bis 21 Uhr „Einmaliger Tanzabend der Tanzgruppe des Stadttheater". — Gloria- Palast (Seltersweg): „Urlaub auf Ehrenwort". — Lichtsp^lhaus (Bahnhofstraße): „Geheimnis um -öetti) Bonn . — Familienabend der Lukasgemeinde im Lukassaal: 20 Uhr Lichtbildervortrag Pfarrer i. R. Büchner „Wichern und das Rauhe Haus" — Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand.
Stadttheater Gießen.
m Heute um 20 Uhr findet eine Widerholung ber Gefellschaftskomöbie „Laby Winbermeres Facher" von Oscar Wilde in der Neubearbeitung von Karl Lerbs statt. Spielleitung Hermann Schultze-Gries-
Vorstellung findet gleichzeitig für die H^A%ete Gruppe I (10. Vorstellung) statt. Ende 22.30 Uhr.


