Ausgabe 
19.2.1938
 
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Der Führer eröffnet die Internationale Automobil-Ausstellung.

auch auf den einzelnen Arbeitsteilnehmer umgerech­net Dies war um so nötiger, als der gewaltige Prozeß der Aufrüstung einen Teil der nationalen Arbeitskraft der direkten Produktion entzog und nur indirekt für das Volkswohl in Erscheinung

Die Lrsolgsbilanz der deutschen Mionsienmg

Reichsminister Dr. Goebbels

ganz unvorstellbar waren.

in

Die Feldzeichen des NSKK. bei der Eröffnungsfeier.

Lines ist jedenfalls von niemand mehr zu

einer fortgesetzten und erhöhten Prüfung' warfen werden. Ich bin daher überzeugt, dieser Vagen nach seinem Erscheinen auch deutschen Käufer eine hundertprozentige friedigung gewähren wird.

*?r- ^atz dem Be­

gab dann eine zahlenmäßig belegte, außerordentlich | eindrucksvolle Ueberficht über die gewaltige Ent­wicklung der Motorisierung in den letzten fünf Jahren. Im Jahre 1932 wurden 41 000, im Jahre 1937 216 850 Personenkraftwagen neu zuge­lassen. Im Jahre 1932 wurden 7030 Lastkraft­wagen und Omnibusse, im Jahre 1937 45 219 Last­kraftwagen und Omnibusse neu zugelassen. Insge­samt sind im Jahre 1932 106 000 und im Jahre 1937 522100 Kraftfahrzeuge neu zugelassen wor­den. Im Jahre 1932 betrug der Bestand an Personenkraftwagen 548 700, im Jahre 1937 1 108 500. Im Jahre 1932 betrug der Bestand an Lastkraftwagen und Sonderfahrzeugen 178 685, im Jahre 1937 334 717. Der Gesamtbestand an Kraftfahrzeugen überhaupt betrug im Jahre 1932 1 633 000, im Jahre 1937 2 849 000. Im Jahre 1932 kam auf jeden 40. in Deutschland, im Jahre 1937 auf jeden 24. Einwohner ein Kraftfahrzeug. Der Gesamtwert der Erzeugung an Kraft­fahrzeugen stieg von 295 Millionen RM. im Jahre 1932 auf 1750 Millionen RM. im Jahre 1937. Die Ausfuhr an Kraftwagen erhöhte sich in diesem Zeitraum von 11000 auf 68 500. Die Ausfuhr allein war also im Jahre 1937 höher als die Ge­samterzeugung der deutschen Automobilindustrie im Jahre 1932. Die Zahl der in der Automobilindustrie beschäftigten Arbeiter und Angestell- t e n stieg von 33 000 im Jahre 1932 auf 120 000 im Jahre 1937. 2100 Kilometer Reichsauto - bahnen sind fertiggestellt, 1500 Kilometer Reichs­autobahnen sind im Bau, weitere 2000 Kilometer sind projektiert und zum Bau freigegeben. 3900 Brückenbauwerk« wurden dabei vollendet, wahrend 900 Brücken noch im Bau sind. Damit stellt das

Banner- und Willensträger dieser Motorisierung war das Nationalsozialistische Kraft- fahrkorps. Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Führer des Nationalsozialistischen Kraftfahr- korps und dem Jugendführer des Deutschen Reiches sichert uns auch für die Zukunft auf diesem Gebiet die beste Auslese nach Begabung und Veranlagung. Allen deutschen Jungen stehen heute die muster­gültigen Lehrstätten des Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps und Fliegerkorps offen. Aus der Motor-HI. strömt alljährlich der Nachwuchs durch die große Erziehungsorganisation des Korps, lieber 150 000 junge deutsche Männer sind bereits durch die Schulen des NSKK hindurchgegangen und haben auf ihnen in wertvoller Ergänzung ihrer Berufsausbildung fahrtechnisch und handwerklich eine gründliche motorische Ertüchtigung erfahren. Mit zunehmender Motorisierung sind allerdings auch die Verkehrsprobleme immer schwieriger geworden. Denn heute gilt es, Millionen Menschen mit den Regeln des modernen Verkehrs neu ver­traut zu machen. Polizei und NSKK. arbeiten hier mit dem Reichspropagandaministerium einträchtig zusammen; unter meiner Leitung wird in allernäch­ster Zeit die erste große deutsche Ver­kehrswoche oonftatten gehen, die der systema­tischen Erziehung aller Volksgenossen auf diesem Gebiete und der Verhütung des Derkehrsunfalls dienen soll. Reichsminister Dr. Goebbels bat dann den Führer, den Trägern der Motori-

widerlegen: Auch auf diesem Gebiet hak die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik zu gewal­tigen, vorher kaum geahnten und sicher von vielen für unmöglich gehaltenen Erfolgen geführt.

Ich brauche Ihnen hier keine statistischen Zahlen mehr zu geben. Es ist dies geschehen. Sie sprechen mehr, als o ' Abhandlungen es jemals zu tun ver­möchten. Allein ich will am Schluß dieser fünf Jahre einige allgemeine Bemerkungen aussprechen, die ebenso sehr die Vergangenheit berühren wie die Zukunft betreffen. Als ich vor fünf Jahren die Not- wendigkeit einer steigenden Motorisierung betonte, geschah es im Hinblick auf die darniederliegende deutsche Wirtschaft im allgemeinen, die furchtbar drückende Erwerbslosigkeit und den anderseits un­bestreitbaren geringen Stand der deutschen Auto- mobilproduktiön an sich. Denn nirgends er­schien mir in unserer nationalen Erzeugung ein jo großer Rückstand vorhanden zu sein wie hier. Nicht nur von Amerika waren wir längst ge­schlagen worden, sondern vor allem auch von einer ganzen Anzahl anderer europäischer und außer­europäischer Staaten. Nach menschlichem Ermessen mußte unter der Annahme eines beim deutschen Volk nicht abzuleugnenden gleichen Verkehrsbedürf­nisses gerade auf diesem Gebiet am ehe - ften eine erfolgreiche Steigerung u n - jerer Produktion zu erwarten sein. Es war also damals im wesentlichen ein Kampf gegen d i e Arbeitslosigkeit und damit ein Kampf

Jahren erwartete!

Jeder Unternehmer, jeder Ingenieur, jeder Techniker, aber auch jeder Arbeiter und auf dem Lande jeder Bauer, sie haben zu erkennen, daß es der Anstrengungen aller bedarf, um durch Aeberlegen und durch Fleiß die Ergebnisse unserer nationalen Produktion bei gleichbleiben­der oder nur langsam sich vermehrender Arbel- terzahl forlgeseht zu steigern. Diese zusätzlich herausgewirlschafteten Ergebnisse kommen a l s zusätzliche Konsumgüter wieder unse­rem Volke zugute. Sie sind die Garanten dafür, daß ein stets steigendes Volksein­kommen feine naürlichfte Deckung findet, die es gibt, nämlich die Deckung an zufahlichenProduktionsgüternund Waren.

Peter Raabe.

Oer Präsident des Reichsvertiandes der Auiomobilindustrie,

Geheimrat Or. Rotiert Allmers, führte dann als erster u. a. aus: Was der Führer in jener berühmten Rede vom 11. Februar 1933 an- kündiate, ist in reichstem Maße in Erfüllung gegan­gen. Die von den Fesseln der Vorzeit befreite Auto­mobilindustrie hat in dem verflossenen Jahrfünft einen Aufschwung ohnegleichen aenommen. Mit ganzer Hingabe hat sich die Automobilindustrie Schulter an Schulter mit der Zubehörindustrie be­sonders der Erprobung, Weiterentwicklung und Verwendung neuer Werkstoff e ge­widmet, seit sie bald erkannt hat, daß es sich hier um technische Fortschritte, ja um Errungenschaften von höchster Bedeutung handelt. Mit allem Nach-

um die Arbeit.

heute ist in Deutschland der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit praktisch als beendet amu- sehen, und an seine Stelle tritt nun der Kampf um die Arbeitskraft. Was vor fünf Jahren an diesem Tage sicher keiner unserer anwesenden Industriellen oder sonstigen wirtschaftlichen Vertreter für möglich gehalten halte, ist nun eingetroffen: Das deutsche Volk ist zu einer so intensiven Produk­tion gekommen, daß es ihm zur Zeit vor allem an gelernten Arbeitskräften fehlt. Darin liegt, meine Herren, nun nicht wie manche glauben vielleicht ein Zeichen für die Schwäche unserer Wirtschaft, sondern ein Zeichen der immensen Entwick­lung unterer Wirtschaft. Denn: das deutsche Volkseinkommen hat sich in diesen fünf Jahren um rund 50 v. h. erhöht. Die Er­höhung dieses Volkseinkommens hat aber ihren Gegenwert gefunden in einer mindestens ebenso hohen Steigerung der na­tionalen Produktion. Das heißt mit anderen Dorten: Die deutsche Dark hat ihre Kaufkraft trotz der enormen Erhöhung des Volkseinkommens gehalten, weil die deut- sche Produktion für jede ausbezahlle Mark einen entsprechenden neuen Kaufwert schuf.

Dies geschah: 1. durch die zusätzliche Eingliederung von rund sieben Mill'onen arbeitenden Menschen in den nationalen Arbe-isprozeß und 2 durch eine außerordentliche Steigerung der Arbeitsleistung,

treten ließ.

Wenn es heute unser Wunsch ist, den Lebens- tandard unseres Volkes zu heben, dann wird >tes entsprechend den Erkenntnissen unserer natio- nalsozialistischen Wirtschaftsauffassung nur ge­lingen können auf dem Wege einer fort­gesetzten Steigerung der Produktion. Denn nicht die ausgezahlten Löhne oder Gehälter sind entscheidend für den Le­bensstandard der Nation, sondern die Summe aller ßebensgüter, die von den einzelnen Volksgenossen erworben werden können. Da wir nun augenblicklich nur mehr über sehr wenige zu­sätzliche Arbeitskraft verfügen, werden wir zwangs­läufig in eine zweite Epoche unserer natio­nalen Wirtschaftsentwicklung eintreten. Die Auf­gabe der ersten lautete:Einbau aller Deutschen irt den nationalen Produktionsprozeß." Dies ist jetzt geschehen. Die Ausgabe der nun kommenden zwei­ten Epoche lautet: Höchste Auswertung der Leistungsfähigkeit der in dem nationalen Produktionsprozeß Tätigen, d. h. fortgesetzte Ver­besserung unserer Produktionsmetho­den, um dadurch jene Arbeitskräfte einzusparen, die wir für neue zusätzliche Produktionen benötigen. Dies ist an sich kein neuer Vorgang, sondern die Ursache alles bisherigen menschlichen Fortschrittes. Die Verbesserung bestehender Produktionsmethoden ermöglichte bei gleichbleibender Produktion auf be­stimmten Gebieten die Freigabe von Ar- beitsfräften für die Einleitung neuer Pro­duktionsprozesse, und damit für eine zusätzliche Lebensgüter- und Warenerzeugung. Scheinbar ist die Aufgabe, die uns jetzt gestellt ist, eine sehr schwere, allein ich darf sagen, daß sie in keinem Verhältnis steht zu der, die uns vor fünf

Die Rede des Führers.

Als ich vor fünf Jahren die Ehre hatte, im Namen des Herrn Reichspräsidenten zum ersten Mal die Automobilausftellung in Berlin eröffnen zu dürfen, waren die Meinungen über den Wert oder Unwert solcher Veranstaltungen geteilte. Die allgemeine wirtschaftliche Lage war trostlos. Die Kaufkraft überall geschwächt, der Kraftwagen selbst galt noch als Luxusmittel. Die Aussichten auf eine Äenderung der Lage zum Besseren schienen kaum irgendwie begründet zu sein. Daß der deutsche Zu­sammenbruch ein im wesentlichen moralisch, politisch und damit auch psychologisch bedingter war, wurde von den meisten der von ihm Erfaßten nicht ver­standen. Andere wieder lehnten solche Erkenntnisse wider das eigene bessere Wissen grundsätzlich ab. Der Versuch, die deutsche Not in erster Linie als eine wirtschaftliche ansehen und sie daher auch mit nur wirtschaftlichen Mit­teln lösen zu wollen, war dabei schon zu. oft unternommen worden, als daß das endgültige

besonderer Fehler und auch Verbrechen auf verschie­denen Gebieten des Lebens. Sie trat daher auch nach der Machtübernahme an die verschiedenen Probleme nicht als Einzelausgaben heran, sondern versuchte deren Losung im großen Zug einer allgemeinen Wiederbelebung der nationalen Kräfte. Moralische, politische, psychologische und wirtschaftliche Maßnahmen muß­ten einander ergänzen, um zum gewünsch­ten Gesamtergebnis führen zu können

Ich habe vor fünf Jahren anläßlich der Eröff­nung der damaligen Ausstellung die Förderung der Entwicklung der Motorisierung Deutschlands als eine wichtige natio­nalwirtschaftliche Aufgabe erklärt. Ich versuchte dabei, das Problem von eini­gen Punkten aus anzupacken: Förderung der Motorfreundlichkeit, Verbesserung der Ver­kehrsanlagen, Erleichterung der Anschaffungs­bedingungen und Verbilligung der Haltungs­kosten. Wenn es sich hier auch scheinbar nur um wenige Aufgaben handelte, so erforderte ihre praktische Lösung doch eine umfangreiche Arbeit. Indem wir heute die Ergebnisse dieser vielfältigen Anstrengungen überblicken, können wir ebensogut sagen, daß die steigende Moto­risierung befruchtet wurde durch die allgemeine Wirtschaftsent Wick­lung, wie wir umgekehrt nachzuweisen in der Lage wären, daß der allgemeine wirtschaft­liche Aufstieg durch die wachsende Mo- torisiernna mitbedinat erscheint.

Die Ausgabe des deutschen Volkswagens.

Millionen werden der Motorisierung zugeführt.- Der Kraftwagen wird allgemeines Verkehrsmittel des ganzen Volkes. *

Berlin, 18. Febr. (DNB.) Vor führenden Männern der Partei und des Staates, der Wirt­schaft und Industrie, zahlreichen Mitgliedern des Divlomatischen Korps und einigen hundert Ar­beitern der Automobilindustrie fand im Ehrenraum Der Halle I auf dem Berliner Ausstellungsgelande die feierliche Eröffnung der Internationalen Auto­mobil- ui^ Motorradausstellung Berlin 1938 statt. Das Messegeläude ist mit vielen hundert Fahnen geschmückt Zwischen den Hakenkreuzbannern und den Fahnen des NSKK. ,und des DDAC. wehen die Flaggen der an der Ausstellung beteiligten an­deren Lander, Oesterreich, Italien, England, Ame­rika und Frankreich. Viele Tausende umsäumen die Straßenzüge, durch die der Führer zur Ausstellung gelangt Dor der Halle I markieren tue Sturme der Leibstandarte Adolf Hitler und des NSKK auf, braust eine Kraftradschützenkompanie der Wehr­macht an Außerdem tritt der NSKK.-Motorlehr- fturm Berlin, der den Namen des so früh aus dem Leben geschiedenen Rennfahrers Bernd Rose- meyer trägt, an. Der Ehrenraum hat sich mit den Taufenden Gästen der Gröffnunasfeier gefüllt. Man sieht auch den neuen Österreichischen Innenminister Dr Seiß-Jnguart. Gleich darauf erscheint Generalfeldmarschall Goring. Kurz vor 11 Uhr trifft der Führer, begleitet von Korpsfuhrer Hühnlein, auf dem Ausstellungsgelande em. Er schreitet die Front der Panzeplehrabteilung, der Ehrenkompanie der Leibstandarte Adolf Hitler und des NSKK.-MotorlehrsturmsBernd Rosemeyer" ab und wird, nachdem ein Pimpf dem Führer einen Frühlingsblumenstrauß überreicht hat, von Reichs­minister Dr. Goebbels und dem Präsidenten des Reichsoerbandes der Automobilindustrie, Ge­heimrat Allmers, auf der Ausstellung herzlich willkommen geheißen. Die Führerfanfaren leiten über zum Huldigungsmarsch Richard Wagners des Philharmonischen Orchesters unter Professor Dr.

lungen und Vervollkommnungen in Einzelheiten, die aber meist nicht von außen sicht­bar sind. Daß wir es jedoch in kurzer Zeit erreicht haben, daß auf den Reichsautobahnen die Wagen jetzt 100-Kilometer-Tempo stundenlang ohne Motor­schäden durchhalten, das ist ein Fortschritt wich­tiger als alle Neukonstruktionen.

'Will jemand Neues sehen, so findet er das in Hülle und Fülle in der Masurenhalle, wo wir eine umfassende und vergleichende Uebersicht über die neuen Werkstoffe bringen, soweit sie das Kraftfahr­zeug betreffen. Da ist zunächst die U m st e l l u n g von nickellegierten Baustählen auf C h r o m o l y b d e n - S t ä h l e, die sich so bewährt hat, daß man zu Nickellegierungen nicht mehr zu­rückkehren wird. Kupferlegierungen für Beschlag- und Konstruktionsteile konnten mit Vorteil ersetzt werden durch Aluminium und Magnesium in Ver­bindung mit einer fortschreitenden Entwicklung der Spritzgußtechnik. Magnesiumlegierungen bewähren sich vortrefflich. Sie sind halb so schwer wie Alumi­nium, zeichnen sich aus durch gute Formarbest und gute Bearbeitungsmöglichkeit und finden im Kraft- fahrzeugbau immer mehr Verwendung. Wie gespart werden kann, zeigt ein kleines Beispiel: Bei der Nadbefestigungsmutter wurden durch Umstellung auf Stahl in einem einzigen Werk 1937 nicht w e - Niger als 500 000 Kilogramm Messing eingespart. Für Lagerbüchsen aus Bronze ver­wendet man mit gutem Erfolg solche aus Preß- ftoff. Sie bedürfen keiner Schmierung und zeigen sehr geringe Abnutzung Zellwollezusatz zu Polsterstoffen, Verdeckt"",ügen und Teppichen be­währt sich hervorragend. Eine Einbuße an Lebens­dauer und Qualität ist nicht sestzustellen. Aus

In diesem Prozeß der Erzeugung zusätzlicher Werte für unser nationales Leben fällt der deut­schen Automobil- und Motorenindustrie eine ge­waltige Aufgabe zu. Unter Anpassung an die Ab­stufungen unseres nationalen Volkseinkommens ist es auch die Aufgabe der Automobil- induftrie, ihre Produktion so zu steigern, daß aus dem sich fortgesetzt erhöhenden nationalen Volkseinkommen eine gewisse jährlich wachsende Summe zum Kauf ihrer Produktion angelegt wer­den kann. Und hier wird vor allem der deut­sche Volkswagen eine gewaltige Aufaabe zu erfüllen haben. Wenn wir bisher diese Aufgabe nicht mit jener Vehemenz vorwärtsgetrieben zu haben scheinen, wie Sie das auf anderen Gebieten sicherlich bemerkt haben werden, bann lagen hier zwei Gründe vor, denen ich den wesentlichsten vor­ausschicken möchte.

Es war selbst bei höchster Steigerung unserer nationalen Automobil-Produktionsfähigkeit erst nach Jahren zu erwarten, daß die an sich vorhandene mögliche Kaufkraft unseres Volkes auf diesem Ge­biet vollkommen befriedigt werden könnte, d. h., wir haben bisher noch Käuferschichten gehabt, die von unserer normalen Automobil­produktion er st gesättigt werden mußten. Mehr zu produzieren, als diese Käuferschichten auf­zukaufen in der Lage waren, erschien aus vielerlei Gründen, die mit der Schwierigkeit der Ankurbe­lung solcher Produktionen in maschineller und per­soneller Hinsicht Zusammenhängen, unmöglich. Tat- jächlich konnte auch die bisherige, auf das höchste gesteigerte Produktion an Automobilen der vor­handenen Werke den schon jetzt geforderten An­sprüchen kaum gerecht werden.

Es ist aber klar, daß eines Tages ein Zustand eintreten muß, in dem unsere heute schon vor­handene Automobilproduktion den möglichen Bedürfnissen restlos genügt und eine Steige­rung nur bann denkbar wird, wenn eine ganz neue ziffernmäßig viel breitere, ein­kommenmäßig aber auch viel niedriger liegende k ä u f e r s ch i ch t erschlossen wird. Diesem Zeit­punkt nähern wir uns, und daher wird nun­mehr mit dem Bau der gewaltigen deutschen Volkswagenfabrik begon­nen werden.

Es wurden diese vier Jahre verwendet, um in fortgesetzter Verbesserung allmählich einen Typ zu entwickeln, der unserer Ueberzeugung nach nicht nur in der Preislage den ge­wünschten Bedingungen entspricht, sondern ''er vor allem auch in der Leichtigkeit seiner Produktion die Möglichkeit bietet, m i t einem Minimum an Arbeitskräf­ten ein Maximum an Wirkung zu erzielen. Das Modell, das sich nun aus der jahrelangen Arbeit Dr. Porsches her ns- kristallisiert hat, wird auch in diesem Vbre

druck muß hier erklärt werden, daß unsere neuen Werkstoffe g l e i ch w e r t i g , j a z. T. d e n f r u h e- renso überlegen sind, daß unsere ausländische Konkurrenz schon dazu übergegangen ist, manche dieser Materialien, sofern man sie nur hat, eben­falls zu verwenden. Bei jeder Ausstellung wird gefragt: Was gibt es Neues? Als wenn die Fabriken nichts Besseres zu tun hätten, als jedes Jahr neue Konstruktionen zu bringen. E s gibt

Zwei Tatsachen aber mochte ich auf Grund der jetzt vorliegenden Erfahrungen erwähnen: 1. Schon aus der jetzigen Produktion ist zu ersehen, daß der Käufer des Automobils im allgemeinen immer be­strebt ist, so wie es sein eigenes Einkommen er­möglicht, von dem billigen Wagen zu dem teueren, weil natürlich besseren, Über­zug e h e n und 2. die Tatsache daß eine weitere Zunahme von Käufern für Wagen, in der wenn auch billigsten, aber jetzt allein mög­lichen Preislage nicht mehr zu er­warten ist. So wird er st der deutsche Volkswagen, ohne die schon vorhandene Pro­duktion im geringsten zu berühren, eine zusätz­liche gewaltige Steigerung der deut­schen Motorisierung mit sich bringen Er wird dem Automobil Mill.onen zahlen neuer Käufer mii geringen Einkorn*

| mannen deutsche Rennwagen gegen stärkste Konkurrenz in allen internationalen Kreisen. Prä­ziseste technische Vorbereitung, Fahrerkunst und na­tionaler Ehrgeiz errangen hier Triumphe für die deutschen Fahnen, wie sie vor fünf Jahren noch

Kunstharz undJgeliten wird ein Kunstleder gemacht, das alle Vorurteile gegen die früher unter Verwendung von Gummi hergestellten Kunstleder vergessen laßt. Es wird sich bald einführen, da es von echtem Leder nicht zu unterscheiden ist, pracht­voll aussieht, geruchlos ist und nicht wie Naturleder Wasser aufsaugt. Kunstharz hat ein Gebiet unbe­grenzter Möglichkeiten erschlossen Wir kannten es schon länger in kleineren Gebrauchsgegenständen und als Radiogehäuse. Nun ist es vervollkommnet, und man verwendet es im Kraftsahrzeugbau zu Arma­turentafeln, Fensterrahmen und bergt, ja zu ge­räuschlosen Zahnrädern.^Die Zeit ist nicht fern, da man solche Preßstoffe für die Außenhaut derKarosserienan Stelle von Stahlblech ver­wenden wird, wenn et> auch zur Zeit noch keine ge­nügend schweren Heißpressen gibt, um so große Teile mit der ganzen Jnnenversteifung auf einmal formen zu können. Es wird die Karosserien geräusch­

los und um die Hälfte leichter machen, bedarf keiner Lackierung, die glänzende Oberfläche ist nahezu un­verwundbar. Diese schonen Produkte, zu denen be­sonders auch die vielseitigen Polymerisate zählen, haben den großen Vorteil, daß ihre Haupt­grundstoffe, Kohle, Kalk, Phenol, im Lande reichlich vorhanden sind.

Wissenschaft und deutsche Werkmannsarbeit zer­brechen Weltmonopole und tragen dazu bei, uns wirtschaftlich frei zu machen. Des Führers weit vor­ausschauender Geist hat die Notwendigkeit der Mo­torisierung erkannt. Seine Kraft beseitigt die Hem­mungen, unter seinem Schutz hat unsere Industrie einen Aufschwung sondergleichen genommen. Schon steht die deutsche Automobilerzeugung in der Welt­produktion an dritter Stelle. Ist erst der deutsche Volkswagen da, so wird sie bald a n d i e zweite Stelle vorrücken. Wir neigen uns in Ehrfurcht und Dankbarkeit vor unserem Führer.

SU WJ''tÄÄ XSÄ&? !L ÄÄ -- der Geschichte dar. In diesem letzten Jahre ge-1 Führer das Wort.

Scheitern irgendwie zweifelhaft fain konnte.

Die nationalsozialistische Bewegung, die als oppo­sitionelle Idee und Organisation schon vor der Machtübernahme Millionen von Menschen fanati­siert und in ihren Bann gezogen hatte, sah in dem deutschen Zusammenbruch einen Vorgang, der pri- nu vn,*. -- o mär nicht aus einem wirtschaftlichen überhaupt in der Automobiltechnik Versagen entstanden war, sondern aus einer der Welt zur Zeit keine Neukonstruk-sSumme al Ig em e i n e r l a N " n Hen, t i o n e n, sondern nur immer Weiterentwick-