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einen schönen Uebergang zu den vorhandenen purpurnen Farbtönen des Sitzungsraumes.
Auch die Umgänge und der Vorraum der Krolloper werden festlich mit Blumen ausgeschmückt und verkleidet werden. Die Außenfassade der Krolloper
Blaß, schwächlich, müde!
Kinder werden durch die Wintermonate immer etwas mitgenommen. Sie sehen müde und abgespannt aus, essen wenig und gedeihen nicht recht. Geben Sie Ihrem Kinde jetzt das blutbildende B i o f e r r i n , welches in allen Apotheken erhältlich ist. Bioferrin ist ein gutes Kräftigungsmittel, wohlschmeckend und appetitanregend, dabei unschädlich für Magen und Darm.
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lich und bevölkerungspolitisch notwendige Ä u 2 - gleichsmaßnahme bar. Auf diese habe der Kinderreiche unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch, als teilweisen Ausgleich der Familienlasten. Im April 1938 werde allen Sozial-
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Alles für-ieReichstagstagungvorbereitet
Festliche Ausgestaltung derKrolloper.-TieuerTribüneneinbau in den Sitzungssaal
Die Förderung der Familie in der Steuerpolitik des Dritten Reiches
der Hauptmann des Bundesheeres S e e l i g e r werden heute f r e i g e l a s s e n. Dr. Rintelen wird nicht nach Deutschland übersiedeln, sondern sich in seine Heimatstadt Graz begeben, wo er seinen Lebensabend verbringen wird. Dr. Rintelen hatte kurz vor seiner Verhaftung einen Selbstmordversuch verübt, seitdem ist sein rechter Arm gelähmt. Er hofft doch noch Heilung zu finden. Unter den Amnestierten befinden sich zehn zu lebenslänglichem Kerker Verurteilte.
Oie Jtcbe des Führers wird von allen österreichischen Sendern übernommen
W i e n, 18. Febr. (DNB.) Die R e d e d e s F ü h- re r 5 und Reichskanzlers wird kommenden Sonntag von allen österreichischen Sendern übernommen werden.
Berlin, 19. Febr. (DNB.) Der Staatssekretär des Reichsfinanzministeriums Reinhardt sprach über die Durchsetzung der bevölkerungspolitischen Grundsätze des Nationalsozialismus auf dem Gebiete der Steuerpolitik. 1 Er teilte mit, daß von August 1933 bis heute insgesamt 900 000 Ehe- st a n d s d a r l e h e n im Betrage von 560 Millionen Reichsmark ausgegeben worden sind. Die Einlagen der öffentlichen Sparkassen sind von 10 Milliarden im Jahre 1932 auf 18 Milliarden Reichsmark im Jahre 1937 gestiegen. Das Volkseinkommen ist in der gleichen Zeit von 45 Milliarden auf über 38 Milliarden jährlich angewachsen. Die Lohnsumme in der Industrie hat sich innerhalb dieses Zeitraumes sogar verdoppelt. Das Steueraufkommen des Reiches, das von 1929 bis 1932 trotz neuer Steuerbelastungen um 2V2 Milliarden zurückgegangen war, hat sich von 6,8 auf 11,5 Milliarden im Jahre 1936 erhöht und wird sich im noch nicht abgeschlossenen Rechnungsjahr 1937 auf rund 14 Milliarden Reichsmark stellen, obwohl zahlreiche Steuersenkungen erfolgt sind. Der Haushalt des Reiches, so betonte der Redner, befindet sich i m Gleichgewicht und wird unter allen Umständen im Gleichgewicht gehalten. In den nächsten Tagen würden die neuen Veranlagungsrichtlinien für die Einkommen- und Körperschaftssteuer erscheinen. Danach könne die Bewertungsfreiheit ohne Rücksicht auf den Zeitpunkt der Bestellung- oder Herstellung nach wie vor für die folgenden Wirtschaftsgüter in Anspruch genommen werden: für Lastkraftwagen mit einer Nutzlast von 1,1 Tonnen ober mehr, für Zugmaschinen und Schlepper, für Anhänger mit einer Nutzlast von 1,1 Tonnen ober mehr, für Kraftomnibusse mit mehr als 16 Sitzplätzen unb Kraftomnibusanhänger mit mehr als 16 Sitzplätzen, für Beregnungsanlagen in land- unb forstwirtschaftlichen Betrieben, für alle Wirtschaftsgüter, beren Anschaffungs- ober Herstellungskosten 200 Reichsmark nicht überschreiten.
Seikbem ab 1. Oktober 1937 ber Kreis ber Beihilfeberechtigten für bie laufende Kinderbeihilfe vergrößert worden ist, hat sich die Zahl der Kinder, für die monatlich 10 RM. gewährt werben, auf runb 500 000 erhöht. Die Kinderbeihilfen stellen nicht Wohlfahrt, sondern eine volkswirtschaft-
33 erlitt, 18. Febr. (DNB.) Die ganze Welt steht in Erwartung der Tammg des Deutschen Reichstages am Sonntag. Alle organisatorischen und technischen Vorbereitungen sind getroffen, um jedem Volksgenossen das Hören der großen Rede des Führers zu ermöglichen. Die frühere Krolloper, in ber roieber die bedeutende Reichstagstagung abgehalten wird, ist zu dem großen Ereignis gerüstet. Reichsbühnenbilbner Benno von Arent hat dem Sitzungssaal durch Einbau einer neuen Tribüne die repräsentative Form gegeben, bie der Bedeutung der Reichstagssitzungen des Dritten Reiches entspricht. Während bei den früheren Reichstagssitzungen Hintergrund und Seiten der Tribüne nur mit rotem Tuch abgedeckt wurden, hat man jetzt eine Lösung gefunden, die dem Sitzungsraum eine würdiges Aussehen verleiht. Den Hintergrund ber neuen Tribüne, von ber der Führer seine große Rede halten wirb und auf der sich wie bisher die Plätze des Führers und ber Reichsregierung befinben, bildet eine riesige golb = gerahmte Sonne, auf der ber Adler des Hoheitszeichens seine Schwingen breitet. Die Wirkung dieser aus seidenartigem, leicht- gefaltetem Stoff geschaffenen Sonne wird noch dadurch erhöht, daß sie von einem unsichtbaren Scheinwerfer noch starker auf- -geleuchtet wird. Die Breite des Adlers ist allein zehn Meter. Er gleicht in feiner eindrucksvollen Ausführung dem von der Feftausschmückung Unter den Linden bekannten Hoheitszeichen. Zu beiden Seiten dieser mächtigen Dekoration zeigt die Wandbekleidung große Hakenkreuze auf terrakott- farbenem Samt. Diese Farbenstimmung schafft
Gehaltsempfängern, deren jährliches Arbeitseinkommen 8000 RM. nicht übeureigt, eine Beihilfe von monatlich je 10 Reichsmark für das dritte unb vierte K: nb unb je 20 RM. für bas fünfte unb jebes weitere Kinb gewährt werben. Die Mittel hierfür werben aus bem Auskommen an Arbeitslosenversicherungsbeiträgen genommen, bie nur zugunsten ber So- zialoersicherten verwenbet werben dürfen. Die Summe der Rückflüsse aus den gewährten Ehestandsdarlehen ermögliche auch einen Ausbau der Kinderbeihilfe für die nicht sozial Versicherten, wenn auch nicht in dem Umfange wie bei den Sozkalversicherten. Gegenwärtig erhalten Nicht-Sozial-Versicherungs- pflichtige 10 RM. monatlich für das fünfte unb jebes weitere Kinb unter 16 Jahren, wenn ihr einkommensteuerliches Einkommen im letzten Jahr 2100 RM. nicht überschritten hat.
Diese Einkommensgrenze wirb mit Wirkung vom 1. April 1938 auf 8000 Mark erhöht. Die Kinberbeihilsen werben bei ben Nichtversicherungs pflichtigen 20 Mark monatlich für bas 5. unb jebes weitere Kinb betragen. Es können auch Kinber berücksichtigt werben, die Zwar das 16. Lebensjahr, aber noch nicht bas 21. Lebensjahr vollenbet haben, wenn sie sich in ber Schulausbilbung ober in ber Ausbilbung für einen Lebensberuf befinben ober bauernb erwerbsunfähig finb, unb wenn sie nicht eigenes Einkommen von mindestens 30 Mark monatlich haben. Es werden für Kinder, deren befonbere Förberung geboten erscheint, auch g a n,z e ober Teilfreistellen ober Ausbildungshilfen zum Besuch von mittleren ober höheren Schulen, von nationalpolitischen Erziehungsanstalten unb von Fach- ober Hochschulen gewährt werben. Dabei wirb es einerlei fein, ob ber Antragsteller sozialoersicherungspflichtig ist ober nicht, wie groß bas Einkommen bes Antragstellers ist, wie alt bas Kinb ist, für bas bie befonbere Förberung beantragt wirb, ob unter Iß ober 21 Jahren ober barüber. Es wirb jedoch Voraussetzung sein, daß der Antragsteller kinderreich ist und daß die besondere Förderung des Kindes nach nationalsozialistischer Weltanschauung geboten erscheint.
Mit Wirkung ab 1. April 1938 wird die Zahl der Kinder, für bie lausende Kinderbeihilfen oder Ausbildungsbeihilfen gewährt werden, mehr als 2 Millionen betragen. Die Maßnahmen werden im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten fortentwickelt werden, bis schließlich ber Uebergang in eine
len, der im Kabinett die Angelegenheiten ber 33 a = terländischen Front bearbeitet In ihr haben sich im wesentlichen bie bisher schon hinter dem Bunbeskanzler Dr. Schuschnigg stehenben politischen Kreise vereinigt. Sie soll auch bestehen bleiben, aber künftig wirb man wohl im Interesse einer geb ei h- lichen Entwicklung nicht barauf verzichten können. Vaterländische Front und nationalsozialistische Bewegung in Oesterreich einander näherzubringen. Das kann so schwer nicht sein, da die Vaterländische Front ja heute schon Gruppen recht verschiedener politischer Färbung in sich begreift Die Ernennung des bisherigen Staatssekretärs Rott, eines der führenden Männer ber Sozialen Arbeitsgemeinschaft zum Bunbesminister ohne Geschäftsbereich unb die Berufung bes Staatssekretärs für Arbeiter- unb Angestelltenschutz Watzek, eines früheren So- zialbemokraten, ber sich inbessen in ben letzten Jahren nicht mehr parteipolitisch betätigt hat, beutet auf bie Absicht bes Bunbeskanzlers Dr. Schuschnigg hin, seine großzügige Besriebungsaktion nicht auf bie nationalsozialistische Bewegung zu beschränken, fonbern auch ben Versuch zu machen, anbere Kreise der österreichischen Arbeiterschaft zur Mitarbeit heranzuziehen. Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft haben in bem umgebilbeten Kabinett Schuschnigg auch eine ausgeprägtere Vertretung erhalten, so baß man wohl sagen barf, auch sachlich bietet die neue österreichische Regierung bie Gewähr, daß die neben bem wesentlichsten Punkt der innerpolitischen Befriedung zu lösenden immer noch heiklen wirtschaftlichen und finanziellen Probleme des durch das Friebensdiktat von St. Germain sinnwidrig gestalteten österreichischen Staates mit Ernst und Nachdruck angefaßt werden.
Daß dabei die durch die Berchtesgadener Beschlüsse hergestellte freundschaftliche politische Atmosphäre zwischen bem Reich unb Oesterreich auch der österreichischen Wirtschaft nur von Vorteil sein kann, versteht sich von selbst. Oesterreich mit seiner hochentwickelten unb stark spezialisierten Industrie, bie für ben zusammengeschrumpsten Wirtschaftskörper zu groß ist und bei der überwiegend landwirtschaftlichen Bevölkerung der österreichischen Alpenländer keinen ausreichenden Binnenmarkt besitzt, ist ganz überroiegenb auf Ausfuhr angewiesen, bejr indessen erhebliche Schwierigkeiten dadurch erwachsen finb, daß bie durch das Pariser Friebensdiktat von Wien abgetrennten Länder — einst das natürliche Absatzgebiet — eigene Industrien aufgebaut haben, namentlich die Tschechoslowakei, und diese durch hohe Einfuhrzölle auf industrielle Fertigwaren zu schützen suchen. Darunter hat Oesterreichs Industrie ebenso zu leiden gehabt, wie der österreichische Handel, der zwischen Mittel- unb Sübosteuropa eine natürliche Vermittlerstellung besitzt, burch bie geringe Kaufkraft der südosteuropäischen Agrarländer, bie sich erst in ben letzten Jahren durch ben 'schwer intensivierten Warenaustausch mit bem Reich gehoben hat, man braucht dabei nur an die sich höchst befriedigend für beide Teile entwickelnden Handelsbeziehungen Deutschlands mit Ungarn und Jugoslawien zu denken. Auch im Außenhandel Oesterreichs steht Deutschland an der Spitze, sehr erheblich vor der Tschechoslowakei und Italien. Im Jahre 1937 ist Oesterreichs Ausfuhr nach Deutschland um 19,6 v. H., die Einfuhr aus Deutschland aber nur um 11,3 v. H. gegenüber bem Vorjahre gestiegen, wesentlich eine Folge ber österreichischen Kontingentierungspolitik gegenüber deutschen Waren wie Maschinen, Kohle, Chemikalien, Kunstdünger und Zellwolle. Dadurch entstand im gegenseitigen Verrechnungsverkehr ein österreichisches Guthaben von rund 35 Millionen Reichsmark, das die Reichsregierung Zwang, die Einfuhr aus Oesterreich für das laufende Jahr 1938 auf 60 v. H. bes Vorjahres zu beschränken. Es schweben Verhanblungen, um auch hier einen Ausgleich zu finben, ber den Interessen beider Teile gerecht wird. Es ist bestimmt nicht von Nachteil, wenn bie mit ber Besprechung auf bem Obersalzberg eingeleitete neue Aera vertrauensvoller Besprechungen ber beiben beutschen Staaten sich auch auf wirtschaftspolitischem Gebjet auswirken konnte unb durch Beseitigung ber hier aufgetauchten Schwierigkeiten auch wirtschaftlich unterbaut mürbe, bei gutem Willen unb vernünftiger Einsicht auf beiden Seiten gewiß keine Unmöglichkeit zwischen zwei Handelspartnern, die auch in ihrer Wirtschaft so enge Verflechtungen aufweisen wie Deutschland und Oesterreich.
Mit Recht ist in ber Verlautbarung über bi? Aussprache in Berchtesgaden hervorgehoben worden, daß bie Beschlüsse em wirksamer Beitrag zur friedlichen Entwicklung ber europäischen Lage seien. Das verdient angesichts bes Wiberhalls, den das Ergebnis ber Zusammenkunft von Berchtesgaden und die Maßnahmen der österreichischen Regierung in der Presse des Auslandes, namentlich Frankreichs und Englands gefunden haben, besonders unterstrichen zu werden. Von müder Resignation bis zu heftiger Entrüstung spielt die englische und französische Presse die ganze Skala bes Mißvergnügens wiber, ohne indessen auch nur einen einzigen stichhaltigen Einwand gegen den wahrhaft friebensförbernben Charakter ber Berchtesgadener Beschlüsse erheben zu können. Selbstverständlich sieht die ganze Welt mit der größten Spannung ber angetünbigten großen Rede des Führers auf der Sonntagssitzung bes Reichstags entgegen. Nirgends wird eindrücklicher ber Wanbel in ber Stellung Deutschlands zur Welt sichtbar. Deutschlands Kampf um eine neue sinnvollere Friebensordnung wirb mit Methoden geführt, bie ohne irgendwo rechtmäßige Lebensinteressen fremder Völker zu berühren ober gar zu gefährben, überall klare und vorbildliche Ergebkusse gezeitigt haben. Die deutsch-österreichischen Beschlüsse vom 12. Februar liegen auf dieser Linie wie das Abkommen mit Polen, ber Antikominternpakt mit Italien und Japan, die deutsche Politik in Sübosteuropa. Die Erkenntnis von dem tiefen Friedenswillen der deutschen Außenpolitik, aber auch von ihrer eisernen Folgerichtigkeit, mit ber sie Deutschlands Gleichberechtigung miebergeroonnen hat und sichert, bricht sich in einsichtigen Kreisen des Auslands mehr und mehr Bahn. Das wird die alarmierende Sensationshascherei einer gewissen Presse in Paris und London, die wie jede Tat des Führers so auch bie Berchtesgadener Beschlüsse mit lautem Gezeter begleitet hat, auf die Dauer nicht verhindern können. Dr. Fr. W. Lange.
Die Möglichkeit legaler Betätigung.
ist wie immer durch eine Grünverkleidung und große Fahnen besonders wirkungsvoll gestaltet. Dom Torbach grüßen golbene Hoheitszeichen. Eine mächtige Goldgirlanbe schwingt sich um bas ganze Portal. Die Wände sind durch frisches Tannengrün verkleibet. Auf dem Tordach erhebt sich ein leuchtendes Fahnenrund. Auch die Siegessäule wird einen festlichen und weithin sichtbaren Fahnenschmuck tragen. 20 Meter lange Fahnentücher werden von der Höhe ber Siegessäule herabfallen.
bem Boben ber Verfassung, die politische Parteien nach wie vor ausschließt, in Gleich- tellung mit allen anb er en Gruppen erfolgen. Vom Reiche aus werden in Durchführung bes bestehenben Verbots Maßnahmen getroffen, bie eine Einmischung von Partei st ellen in innerosterreichische Verhältnisse aus schließen, um auch hierburch zu der befriedigenden Entwicklung beizutragen.
Die Entlassung der politischen Häftlinge ist in ganz Oesterreich in vollem Gange. Gestern wurden in Wien bereits die Hälfte aller politischen Gefangenen freigelassen. Heute dürfte die restliche Hälfte folgen. Unter ben Gefangenen, bie noch gestern entlassen würben, befinbet sich auch Dr. Tav s. Das Konzentrationslager Wöllersborf ist bereits leer. Der ehemalige Minister Dr. Rintelen, der Polizeikommisiar Gotzmann und
Berlin, 18. Febr. (DNB) Auf Grund der am 12. Februar in Berchtesgaden zwischen bem Führer unb Reichskanzler unb dem Bunbeskanzler Dr. Schuschnigg getroffenen Abreben wirb nunmehr der österreichische Nationalsozialist die Möglichkeit legaler Betätigung im Rahmen der Vaterländischen Front unb aller übrigen österreichischen Einrichtungen .......... Ul.
haben. Diese Betätigung Fann jedoch nur a u s l versicherungspflichtigen, also allen Lohn- unb
große Re ich sfamilien Fasse möglich sein wird Die Errichtung ber Reichsfamilienkasse wird voraussichtlich im Jahre 1942 ober 1943 vorgenom- men werben können.
Wenn bie Ehefrau einer kinderreichen Familie entstammt, soll ein Zusatzehe st an bsdar- leben zwischen 300 bis 1000 Mark gewahrt werben. Auch einer Volksgenossin, die im landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Eltern beschäftigt ist, kann ein Ehestandsdarlehen gewährt werben. Außerbem ist ber Ausbau ber Sieblungskinberbeihilsen für Landwirte geplant. Eine zweijährige freiwillige Tätigkeit der künftigen Ehefrau im Frauenhklss- bienst des Deutschen Frauenwerks soll als ausreichende Arbeitstätigkeit im Sinne des Gesetzes zur Forderung der Eheschließungen angesehe^l werden. Sie soll ein Ehestandsdarlehen von 1000 Mark erhalten, eine Rückzahlung wirb nicht verlangt.
Die Hand der GPU.
Anschlag ansöinen früheren Sowjet- diplomaten in Brüssel. v
Brüssel, 18. Febr. (DNB.) Auf ben früheren sowjetrussischen Diplomaten unb ehemaligen Abmi- ral Soboleff, ber seinen Wohnsitz in Brüssel aufgeschlagen hat, wurde am Donnerstagabend e i n Anschlag verübt. Als er in feine Wohnung in ber Vorstadt Jxelles zurückkehrte, wurde er i m Treppenhaus überfallen. Er erhielt mit einem Hammer einen Schlag auf ben Kopf. Da bie Verletzung nur leicht war, konnte Soboleff selbst der Polizei Meldung erstatten. Man glaubt, daß es* sich um ein politisches Attentat andelt. Der Angreifer soll ein gewisser Herran Vaelave sein, der sich ohne polizeiliche Genehmigung in Brüssel aufhielt. Soboleff ist einer der Sowjetdiplomaten, die es vor einiger Zeit vorgezogen haben, aus Sicherheitsgründen ihren Dienst zu quittieren.
England baut Schlachtschiffe über 42000 Tonnen.
Conbon, 19. Febr. (DNB. Funkspruch.) ..Daily Telegraph" teilt mit, daß die Schlachtschiffe, die England in diesem Jahre bauen werde, d i e 42 000 - Tonnen - Grenze überschreiten werde. Dementsprechende Plane seien bereits ausgearbeitet. Es bestehe Grund zur Annahme, daß die künftigen amerikanisch en und französischen Schlachtschiffe ebenfalls größer als 42 0 0 0 Tonnen sein werden. Das Blatt erklärt, daß demgegenüber die Einschränkungsklauseln des Londoner Flottenvertrages, der sich auf die Kreuzer und die Flugzeugmutterschiffe beziehen, weiterhin als in Kraft betrach- f e t würden, es fei denn, daß Japan hinsichtlich dieser Schiffskategorien eine Abänderung verursache. Wenn diese Tatsachen auch eine unangenehme Entwicklung darstellten, so sei dieser Entschluß Englands doch eine Notwendigkeit. Die Unterzeichner des Londoner Flottenvertrages konnten es sich nicht erlauben, ins Hintertreffen zu geraten.
Kleine politische Nachrichten.
Der österreichische Bunbesminister bes Innern, Dr. Seyß-Jnquart, stattete bem Reichs- unb preußischen Minister bes Innern, Dr. Frick, einen Besuch ab unb folgte einer Einlabung des Reichsministers zu einem Frühstück im kleinen Kreis.
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In London wurde eine amtliche Verlautbarung über die Verhandlungen zwischen'C ha m- Iain, Eden und ©ranbi ausgegeben. Sie besagt, daß bie allgemeine internationale Lage unb bie englisch-italienischen Beziehungen erörtert worben seien. Für Samstagnachmittag ist eine S 0 n - bersitzung bes englischen Kabinetts einberufen worben, auf ber außenpolitische Fragen 3ur Debatte stehen. Die Einberufung wirb nicht als Anzeichen einer Krise betrachtet.
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Währenb der Verhandlungen über das deutsch- dänische Handelsabkommen für 1938 wurde auch die Frage des Reiseverkehrs vonDeutsch- land nach Dänemark erörtert. Ab 1. Juni wird der Höchstbetrag, der dem einzelnen Reisenden bewilligt werden kann, über den Freigrenzebetrag von 10 Reichsmark Hartgeld hinaus 60 Mark monatlich betragen. Er wird höchstens für drei Monate bewilligt.
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Der Internat. Verband für Wohnungswesen unb Otäbtebau hielt seine Generalversammlung in Brüssel ab. Oberbürgermeister Dr. StröIin (Stuttgart) würbe für bie nächsten brei Jahre zum Präsidenten bestellt. Der Geschäftsführenbe Präsident des Deutschen Gemeindetages, Dr. I e s e r i ch , unb Oberbürgermeister Dr. Str 0 Iin würben vom König ber Bel- g i e r in Aubienz empfangen.
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In einer Denkschrift an die Erste Kammer ber Generalstaaten stellt ber holländische Außenminister Patijn fest, daß bie nieberlänbische Regierung nicht beabsichtige, biplomatische Beziehungen zur Sowjetunion aufzunehmen, da zwischen der Regierung der Sowjetunion unb der umstürzlerischen Dritten Internationale enge Bande beständen unb bie Sowjetunion bie alten nieberlänbischen Forderungen an Rußland einseitig für nichtig erklärt habe.
Kunst und Wissenschaft.
Frankfurt ehrt Schopenhauer.
Mehr als ein Drittel seines Lebens hat Schopenhauer in Frankfurt a. M. gelebt, auf Dem Frankfurter Hauptfriedhof ist er begraben. So hat die Stadt allen Grund, ihn zu feinem 15 0. G e - burtstage am 22. Februar zu ehren. Am 19. Februar werden die Stadt Frankfurt und bie Freunbe bes Philosophen an seinem Grabe Kränze ber Stadt, der Schopenhauer-Gesellschaft und des Tierschutzoereins, der ben großen Tierfreunb in ihm ehrt, nieberlegen. Das Schopenhauer-Archiv hat seine Schätze zu einer Ausstellung hergegeben. Neben ganz persönlichen Dokumenten wie Schreibzeug, Flöte, Rasiermesser unb Eßbesteck sieht man Schopenhauers Testament, Briefe, Manuskripte. Alle Erstausgaben sind zusammengetragen, sowie alle Ausgaben überhaupt, bie in Deutschland erschienen sind.


