Ausgabe 
19.1.1938
 
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Die Reichspost im Bezirk Frankfurt im Jahre 1937

Die Belebung der deutschen Volkswirtschaft, die auch im abgelaufenen Kalenderjahr angehalten hat, brachte aei der engen Verbundenheit der Deutschen Reichspost mit dem Wirtschaftsleben auch im B e - zirk der Reichspostdirektion Frank­furt a. M. eine sehr beachtliche Steigerung der Leistungen im Post- und Fernmeldewesen.

Bei der B r i e f p o st ist die Zahl der beförderten Briefsendungen von 261 Millionen Stück im Ka­lenderjahr 1936 auf 285 Millionen, die der Ein­schreibsendungen von 3,4 Millionen auf 3,9 Millio­nen Stück gestiegen.

Die Zahl der eingelieferten gewöhnlichen P a - ketsend unge n hat sich von 12 auf 12,6 Millio­nen erhöht. Im L u f t p o st d i e n st ist gegen das Vorjahr eine allgemeine Zunahme festzustellen. Be­sonders auffällig tritt dies im Dienst mit Süd­amerika in Erscheinung, hier beträgt die Zunahme mehr als 25 v. S).

Die Einzahlungen sind von 15,2 Millio­nen auf 15,8 Millionen gestiegen. Die eingezahlten Beträge sind mit 963 Millionen Mark um 69,2 Millionen Mark höher als 1936. Aehnlich liegen die Verhältnisse bei den Auszahlungen.

Der K r a f t p o st d i e n st hat sich auch im abge­laufenen Kalenderjahr günstig weiterentwickelt. Die Zahl der Kraftpostlinien ist von 126 auf 130 ge­stiegen mit einer Streckenlänge von 2544 Kilometer, gegen 2404 Kilometer - Ende 1936. Es wurden 5,2 Millionen Kilometer gefahren und 5,2 Millionen Reisende befördert, dagegen im Vorjahr 5,0 Mil­lionen Kilometer und 4,3 Millionen Reisende.

Die Zahl der Postscheckkonten ist um 1161 auf 85 835 gestiegen, insgesamt wurden rund 58,6 (55,9) Milionen Buchungen im Betrage von 9351 (8140) Millionen Mark ausgeführt.

Im Telegrap hendien st wurden 609 000 Telegramme aufgeliefert; im Eingang betrug die Zahl 690 000 Stück.

Im Fernsprechdien st wurden 94,8 (90,1) Millionen Ortsgespräche und 13,7 (12,9) Millionen Ferngespräche vermittelt. Der von der Bevölkerung immer mehr in Anspruch genommene Fernsprech­auftragsdienst erledigte 40 445 Aufträge gegen 31 638 im Vorfahr. Die Zahl der Sprechstellen hat sich um 7 050 auf 152 794 erhöht.

Beim Rundfunk stieg die Teilnehmerzahl um rund 36 000 (31 600) auf 373 852.

Hand in Hand mit dieser erfreulichen Zunahme ging das Bestreben der Deutschen Reichspost, ihre Beförderungsgelegenheiten zu vermehren, ihre Ein­richtungen zu verbessern und ihre technischen An­lagen zu vervollkommnen. So wurde u. a. in einer Anzahl kleinerer Ort mit Postagenturen die zweite Ortsbriefzustellung an Nachmittagen eingeführt, der Landpostdienst durch Einrichtung von 15 neuen Poststellen verbessert, die Zahl der Orte, nach denen Postgüter versandt werden können, vermehrt.

Wegen Verweigerung der Lustschutzpflicht ins Gefängnis.

LPD. Darmstadt, 18. Ian. Daß die Er­füllung der Pflichten, die sich aus dem Luftschutz­gesetz ergeben, nicht ohne schwere Folgen böswillig verweigert werden darf, lehrte eine Verhandlung vor dem Schöffengericht Darmstadt. Wegen der Weigerung, an einem Luftschutzlehr­gang teilzunehmen, hatte die Ehefrau Kaiser aus Dreieichenhain einen Strafbefehl Über 20 Mark erhalten. Auch die zweite Aufforderung zur Teil­nahme an einem andern Luftschutzkursus hatte Frau Kaiser abgelehnt, weil nach ihrerBibelforscher"- Einstellungihr Leben in Gottes Hand" stehe. Sie war deshalb unter Anklage gestellt worden, und da sie in der Verhandlung auf die Frage des Vor­sitzenden, ob sie sich ihrer gesetzlichen Pflicht auch weiterhin entziehen wolle, nur eine ungenügende Antwort gab, beantragte der Staatsanwalt sieben Monats Gefängnis und sofortigen Haftbefehl. Das Verhalten der Angeschuldigten stelle eine offSne Auflehnung gegen den Staat dar und müsse mit einer abschreckenden Strafe geahndet werden. Das Gericht verurteilte die Angeklagte zu vier Mo­naten Gefängnis. Der Staat könne, wie der Vorsitzende in der Urteilsbegründung ausführte, eine Sabotage feiner für die Sicherheit der Nation ergangenen Gesetze nicht dulden, zumal wenn sie, wie bei der Angeklagten, aus einer grundsätzlich staatsgegnersichen Einstellung heraus begangen werde. Nur mit Rücksicht auf die drei schulpflichtigen Kinder der Angeklagten wurde von dem sofortigen Erlaß eines Haftbefehls Abstand genommen.

Die Zwischenrunde um den Neichsbundpokal.

In diesen Wochen und Monaten reißen die fuß­ballsportlichen Großveranstaltungen nicht ab. Vor wenigen Tagen kämpften im Kölner Stadion Schalke 04 und Fortuna Düsseldorf um den Tschammer-Pokal und nun stehen wieder vier Be­gegnungen um den Reichsbundpokal, dem Wett­bewerb der Gaumannschaften, bevor. Die acht Vor­rundenbegegnungen im Herbst sahen Bayern, Baden, Südwest, Niedersachsen, Nordmark, Sachsen, Schle­sien und den Pokalverteidiger Niederrhein erfolg­reich, und diese acht Gaue kämpfen nun in vier Spielen der Zwischenrunde am kommenden Sonn­tag um den Eintritt in die Vorschlußrunde. Fol­gende Paarungen wurden getroffen:

in Schweinfurt: Bayern Baden, in Saarbrücken: Südwest Niedersachsen, in Duisburg: Niederrhein Nordmark, in Breslau: Schlesien 7 Sachsen.

Das sind vier Spiele von großem Reiz, und es ist nicht leicht, die Sieger vorauszusagen. In Schweinfurt, Saarbrücken und Duisburg sind Er­folge der Gastgeber Naheliegend, und in. Breslau müßten sich normalerweise die Sachsen durchsetzen, aber in keinem Falle wird man sich auf Siege der Favoriten festlegen dürfen, denn auch die anderen Mannschaften haben als sehr spielstark zu gelten und denken nicht daran, das Feld kampflos zu räumen. So dürfte es überall zu spannenden Pokal­kämpfen kommen.

Geländelauf

gehört zum Heichsberukswetikampf.

Zu den Wettkampfaufgaben im Reichsberufswett­kampf gehört auch der Sport. Soll das Leistungs­ergebnis im Wettkampf kein einseitiges fein, so ist die Funktionstätigkeit des Körpers mit einzube­ziehen.In einem gesunden Körper wohnt ein ge­sunder Geist"; darum die Totalität der Aufgaben­stellung im Reichsberufswettkampf: neben der fach­lichen die weltanschauliche und die sportliche Aus­gabe. Bewußt soll verhindert werden, daß sich ein­seitige Strebertypen in den Vordergrund drängen. Der sportliche Wettbewerb bei den Ortswettkämpfen ist festgesetzt für alle Teilnehmer des Reichsberufs­wettkampfes. Bei den Erwachsenen ist eine Alters­grenze vorgesehen. Frauen haben bis zu 25 Jahren, Männer bis zu 35 Jahren teilzunehmen. Die sport­liche Leistung wird allgemein bewertet, nicht nach Punkten wie in den übrigen Fachgebieten.

Es wird ein Geländelaus durchgeführt, dessen Streifen je nach Leistungsklasse und Geschlecht 1000 bis 2000 Meter beträgt. Der Lauf wird veran­staltet in ganz Deutschland nach Abschluß der Orts­wettkämpfe einheitlich am 27. Februar 1938 mit rund 2,5 Millionen Teilnehmern. Der 27. Februar wird ein sportliches Ereignis sein mit aktiven Teil­nehmern in einer Zahl, wie sie bisher noch keine Sportveranstaltung der Welt aufzuweisen hatte.

Arbeitstagung im Hochamt Handball.

^Zu einer ernsten Arbeitstagung trafen sich am Sonntag die Schiedsrichter und Anwärter des Fach­amts Handball in Gießen. Ueber 50 Vertreter aus fast allen handballtreibenden Vereinen waren an­wesend. Nach Begrüßungsworten von Kreisschieds­richterobmann Becker sprach Kreisfachwart L u h kurz über Aufgaben und Pflichten der Schieds­richter. Seine Worte, die aus der Praxis gegriffen waren, leiteten über zu einer allgemeinverständlichen Durchsprache der einschlägigen Regeln. Kreisschieds­richterobmann Becker verstand es, den Anwesenden seine Ausführungen an Hand von Beispielen klar­zumachen. Schon allein deswegen war das Inter­esse wider Erwarten groß, und die anschließende Aussprache bewies mehr als genug, daß man nicht nur die Praxis, sondern auch die Theorie unbedingt braucht. Aus den Plätzen allein lassen sich die be­stehenden Mängel nicht beheben. Es gehört dazu in erster Linie eine gründliche Kenntnis des Regel­werkes, das, wie es sich ergeben hat, für viele noch ein Buch mit sieben Siegeln ist.

Zum Schluffe dankte Kreisfachwart Luh dem Lehrgangsleiter Becker. Seine Bitte ging dahin, das Erlernte nicht für sich zu behalten, sondern es in die Vereine zu tragen. Denn die reibungslose Durchführung eines Spieles hinge, wie er sagte, nicht von dem Schiedsrichter allein, sondern in den meisten Fällen auch davon ab, wie eine Mann­schaft mit den geltenden Regelbestimmungen ver­traut fei. Gerade deshalb aber hätten die Schieds­richter die Pflicht, sich in ihren Vereinen nach dieser Richtung hin weiter, zu betätigen und dafür Sorge zu tragen, daß das allgemeine Spielniveau gehoben und die Spielkultur weiter verbessert werde. Dazu sei es natürlich auch unerläßlich, daß jeder Schiri an sich selbst arbeite, damit der Stamm tüchtiger Spielleiter, mit dem der Handball stehe und falle, erhalten bleibe.

döie Arbeitstagung nahm einen ausgezeichneten Verlauf. Die Kreisspielleitung wird öfters derartige Zusammenkünfte abhalten.

DieÄtematlonaleWiniersportwochejnGarmisch lieber 70 Ausländer in den Eki-Westbewerben.

Wie nach den Vormeldungen kaum anders zu erwarten war, fiel das Nennungsergebnis zu den Ski - Wettbewerben der 2. Internationalen Win­tersportwoche in Garmisch-Partenkirchen außer­ordentlich befriedigend aus; beteiligen sich doch außer einer großen Zahl der besten deutschen Ski­läufer und Skiläuferinnen nicht weniger als rund 70 ausgezeichnete Ausländer. Am stärk­sten find Italien, Oesterreich und der die Tschecho­slowakei repräsentierende HdW. vertreten. Weiter haben Norwegen (mit Sigurd Sollid, Olaf Lian usw.)^ USA., Polen, Frankreich (mit Weltmeister Emile Allais), das Land der nächsten Olympischen Spiele, Japan, und Rumänien starke Mannschaf­ten gemeldet. Nimmt man die deutsche Elite mit Franz Pfnür, Johann Pfnür, Christel und Rudi Cranz, Willy Bogner, Andreas Hechenberger, Toni Bader, Oskar Weisheit, Paul Krauß usw. dazu, dann läßt sich ersehen, daß die im Vorjahre schon großartige Besetzung diesmal noch weit Überboten wurde.

Die Bobfahrer auf der Olympiabahn.

Sehr umfangreich ist auch das Bob-Programm in Garmisch-Partenkirchen. Am Montag und Diens­tag, 24. und 25. Januar, werden die deutschen Zweier- und Viererbob-Meisterschaften auf der

Olympiabahn abgewickelt, die international ausge­schrieben sind. Man erwartet hier schon die gesamte Weltklasse am Start, während am Samstag und Sonntag, 29. und 30. Januar, die Teilnehmer an der Viererbob-Weltmeisterschaft auf der gleichen Bahn an den Start gehen. Hierfür haben Frank­reich, Belgien, USA., Oesterreich, die Schweiz und Deutschland ihre Meldung abgegeben.

keine Tanwetlergefahr.

Obwohl der Föhn in den letzten Tagen auch im Werdenfelser Land Einzug hielt, erlitt die Scynee- lage rund um Garmisch-Partenkirchen keine we­sentliche Einbuße. 20 Zentimeter Schnee selbst in den Jnnenbezirken garantieren auch dann eine ein­wandfreie Durchführung der Wettbewerbe, wenn bis dahin kein Neuschnee mehr gefallen sein sollte. Inzwischen ist jedoch die Quecksilbersäule wieder ge­fallen, und die Wetterpropheten stellen Frost in Aussicht.

Es wird schon trainiert

Einige Mitglieder der deutschen Skimannschaft sind bereits in Garmisch-Partenkirchen eingetroffen unb haben das Training ausgenommen. Die Ita­liener haben die Reise am Dienstag angetreten und werden am Mittwoch erwartet.

Wirtschaft.

Das Iahresergebnis

der hessen-nassauischen Sparkassen.

NSG. Der Spargeb ante unb Sparwille haben dank bes Vertrauens zur Staatsführung unb infolge ber Wirtschaftsbelebung im vergangenen Jahre eine weitere starke Zunahme der Spareinlagen bewirkt. Die von den 55 hessen-nassauischen Sparkassen ver­walteten Einlagen haben sich im Jahre 1937 von 590,73 Millionen Mark auf 655,65 Millionen Mark erhöht. Der Jahresendbestand von 1937 hat erst­mals die Ziffern der Vorkriegsjahre überschritten. Am 30. Juni 1914 verstiaten die hessen-nassauischen Sparkassen über einen Einlagenbestand von 655,3 Millionen Mark. Hand in Hand mit dem Anstieg der Spareinlagen hat sich auch die Zahl der von den hessen-nassauischen Sparkassen geführten Sparkonten erhöht. Am Ende des Jahres 1937 waren in Hes­sen-Nassau von 100 Einwohnern 64 Sparer bei eier der 55 hessen-nassauischen Sparkassen. Die Sparkonten mit einem Guthaben unter 20 Mark machen in Hessen-Nassau 40 v. H. der Gesamtstück­zahl aus, die mit einem Bestand bis zu 100 Mark weitere 20 v. H. Groß-Sparkonten d. h. solche mit einem Mindestguthalren von 10 000 Mark sind selten. Ihr prozentualer Anteil an der Gesamt­stückzahl errechnet sich auf knapp 2°/oo. Diese Zahlen zeigen, daß die Sparkassen in der Hauptsache kleine und kleinste Beträge verwalten. Sie bleiben damit ihrem alten Grundsatz treu, der die Erziehung des Volkes zur Spartätigkeit und die Pflege des Klein­geschäftes über den Ertrag stellt.

Gießener Gchlachtviehniarkt.

Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt in der Diehversteigerungshalle Rhein-Main waren 12 Ochsen, 6 Bullen, 17 Kühe, 30 Färsen, 117 Kälber, 206 Schweine und 8 Schafe aufgetrieben. Es wur­den folgende Preise erzielt: Ochsen 4044 Pf., Bullen 3842 Pf., Kühe 2442 Pf., Färsen 24 bis 43 Pf., Kälber 3850 Pf. je Pfund Lebend­gewicht. Für Schafe wurden 40-r42 Pf. je Pfund Lebendgewicht bezahlt. Die Schweine wurden zu folgenden Preisen (je Kilogramm Lebendgewicht) abgesetzt: Klasse a (150 Kilogramm und mehr) 1,11 Mark, bl (135 bis 149,5 Kilogramm) 1,09 Mark, b 2 (120 bis 134,5 Kilogramm) 1,07 Mark, c (100 bis 119,5 Kilogramm) 1,03 Mark, df (unter 100 Kilogramm) 0,97 Mark, g 1 und 1 (fette Specksauen und Altschneider) 1,05 Mark, g 2 und h (andere Sauen und Eber) 1,01 Mark. Der Markt wurde au sv er kau st. Großvieh und Schweine wurden zugeteilt. In Kälbern war das Geschäft lebhaft.

Mein-Mainische Börse.

INitlagsbörse etwas erholt.

Frankfurt a. M., 18. Jan. Auf kleine Rück­käufe des Handels und kleine Käufe der Kundschaft konnte sich der Aktienmarkt nach den gestrigen Rückgängen leicht erholen und zwar ergaben sich auf den meifteh Marktgebieten Besserungen von etwa 0,50 bis 1 v. H. Die Umsätze waren allerdings ziemlich klein und erfuhren auch später keine Aus­dehnung. Anfangs waren auf Teilgebieten noch kleine Abgaben zu erledigen, wobei noch leichte Minderungen eintraten, die aber später zumeist wieder ausgeglichen wurden. Der Erfolg der heute zu Ende gehenden Zeichnung auf die neue Reichs­anleihe hat die freundlichere Tendenz unterstützt.. Von. Montanwerten lagen Rheinstahl noch im An­gebot, so daß eine Abschwächung auf 145,75 (146,25) eintrat, dagegen erholten sich Hoesch um 1 v. H. auf 116,50, Vereinigte Stahl auf 113,50 (113) und Mannesmann auf 116,65 (116), sowie Deutsche Erd­öl auf 145 (144,25). JG.-Farben zunächst 0,25 v. H. niedriger mit 161, später 161,50, Metallgesellschaft 0,50 v. H. leichter mit 145,50. Elektrowerte lagen uneinheitlich. Bekula weiter fest mit 168,75 (167,50),

Licht & Kraft und RWE. bis 0,50 v. H. höher, da­gegen Gesfürel 147,25 (148) und AEG. 118,25 (118,50). Von Zellstoffaktien gingen Waldhof stärker zurück auf 150,75 (152,25). Sonst notierten u. a. Hanfwerke Füssen mit 132 (131), Holzmann mit 156 (155,50), Reichsbank mit 212,50 (212), Daim­ler mit 139,75 (139,50), Adlerwerke Kleyer mit 114 bis 114,50 (114,25), Rheinmetall mit 145 (145,75). Verein. Deutsche Metall waren gesucht mit etwa 174 bis 175 (172,50).

Der variable Rentenmarkt hatte kleines Ge­schäft. Reichsaltbesitz 0,13 v. H. höher mit 130.13, Reichsbahn-VA. uno. 129,*50. Kommunal-Umschul­dung 95,10 (95,15). Goldpfandbriefe und Kommu- nal-Obligationen notierten bei ruhigem Geschäft un­verändert, Liquidationswerte schwankten bis 0,13 v. H. Stadtanleihen lagen unverändert. Von Jn- dustrie-Obligattonen 5proz. Röchling 102,75 (102,40). Von Staatsanleihen 5,5proz. Poung^Anleihe 106.75 (106,50), andererseits 1929er Hessen 100,15 (100^5). Neubesitzanleihen kamen nicht zur Notiz, die Schat­zungen bewegten sich um den nunmehr festgesetzten Abfindungskurs von 28,25 v. H. herum.

Im Verlaufe stockte das Geschäft fast vollkommen, die Kurse waren im allgemeinen wenig verändert. Noch mäßige Erhöhungen hatten Verein. Stahl mit 113.90 nach 113,50, JG.-Farben mit 162 nach 161 bis! 161,50, Adlerwerke Kleyer mit 115 nach 114 bis 114,50, Daimler mit 140,50 nach 139,75 und Zellstoff Waldhof erholten sich auf 151,25 nach 150,75. Die später notierten Werte brachten zumeist Besserungen um Bruchteile vom Hundert, Buderus jedoch 1,50 v. H. höher mit 128, dagegen Rütgcrs- werke 152,50 (153,25) und Siemens nach Pause 212,50 (214,50). Von Bankaktien Commerzbank 121 (120,90), Franks. Hyp. Bank nach Geldstreichung 126,75 rat. (125).

Im Freiverkehr hatten Bürbach Kali grö­ßeres Geschäft mit anfangs 72,25 und später mit 74,13 (71,50). Neue Wayß'S- Freytag 1 v. H. nied­riger mit 151, Ufa Film 69,75 (70,50). Tagesgeld unverändert 2,50 v. H.

Abendbörse wenig verändert.

Die Abendbörse war wenig verändert. Auch das Geschäft hatte nur kleinen Umfang, da Aufträge nahezu fehlten. Die freundliche und zuversichtlichere Tendenz hielt aber an. In einzelnen Werten war etwas mehr Geschäft. Die Kurse wichen selten mehr als 0,25 v. H. ab, wobei Besserungen überwogen. Weiter fest Bekula mit 169,50 (168,75), auch Ges­fürel 0,75 v. H. höher mit 148. AEG. notierten uno. 119, Schlickert mit 179 (178,75). Von Montan­werken erhöhten sich Buderus auf 128,50 (1?8), wäh­rend Verein. Stahl 0,25 v. H. nachgaben auf 113,90. JG.-Farben lagen nicht ganz behauptet mit 161,75 (162), jedoch 0,13 ,y. H. über Berlin. Maschinen­aktien lagen durchweg unverändert, Adlerwerke 115, Demag 144,50, Moenus 126,75, «aber MAN. 0,50 v. H. fester mit 130,50. Im einzelnen notierten u. a. Bömberg mit 142,50 (143), Deutsche Erdöl nstt 145,50 (145), Schöfferhof mit 207,50 (207), Hapag mit 82,75 (83) und Großbankaktien unverändert.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 18. Jan. Auftrieb: Kälber 393 (gegen 1147 am 11. Januar), Hämmel und Schafe 126 (240), Schweine 4820 (3963). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 61 bis 65 (60 bis 65), b) 55 bis 59 (33 bis 59), c) 41 bis 50 (41 bis 50), d) 35 bis 40 (30 bis 40), Hämmel b2) 46 (46), c) 41 bis 45 (40 bis 45), d) 30 bis 40 (37 bis 38), Schafe a) 39 bis 42 (38 bis 40), b) 34 bis 36 (34 bis 35), c) 23 bi- - ') (18 bis 32), Schweine a) 56,50 (56,50), bl) 55,50 (55,50), b2) 54,50 (54,50), c) 52,50 (52,50), d) 49,50 (49,50), Sauen gl) 53,50 (53,50), g2) (51,50). Marktverkauf: Kälber gut, Schafe langsam, Schweine zugeteilt.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v H., Lombardzinsfuß 5 o. H

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß- kurs

Schluß! Mittag börse

Damm

17.L

18.1.

17.1.

18.1.

5% Deutsche Retchsanleihe v. 1927

101,7

101,6

101,6

101,6

4% Deutsche Reichen!, von 1934 4ft% Deutsche Reichsschatzanwei-

99,25

99,25

99,25

99,25

(ungen von 1935 ... ...

4ft% Deutsche Reichsschatzanwei-

jungen von 1935, 11. Holge ... 454% Deutsche Reichsschatzanwei-

99,6

99,5

99,6

99,5

jungen von 1936, Hl. «rolge ..

99

99

6ft% Doung Anleihe von 1930 ..

106,5

106,75

106,9

106,75

4V2% Hessische Volksstaat von 1929 4ft% Deutsche Reichspostschatz von

100,25

100,15

100,3

100,3

1934 1......................

4ft% Deutsche Reichsbahnschah

100,3

100,3

100,5

100,5

von 1936 I..................

99,9

99,9

99,9

99,9

Reichsanleihe-Altbesitz..........

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

130

130,13

130,1

130,25

Auslos.-Rechten.............

4ft% Hess. Landesb!. Darmstadl

138,5

138,5

-

Goldpse. R. 12..............

5ft% Hess. Landes-Hyp.-Banl

100

100

100

Liqu. Goldpse...............

4Y2% Preuß. Landespsdbr.-Anst.

101,9

101,9

Goldpse. R. 19.............

100

100

100

100

4ft% Preuß. Gold-Komm. R. 20

4ft% Darmstädter Komm.-Lan-

99,25

99,25

99,25-

99,25

desbankR. 6 ...............

Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe

99

99

Auslos.-Rechte I..............

135,25

135,25

135,5

135,75

4ft% Franks. Hyp. Goldpse. R. 15 4ft% Franks. Hyp. Gold-Komm.

100

100

100

100

Obi. 2 3.................

6ft% Franks Hyp. Liquidation

99,25

99,25

Goldpse...................

6ft% Rheinische Hyp. Liquidation

101,9

101,9

Goldpse.....................

102,25

102,1

102,13

102,25

Steuergutschein-Berrechnungskurs

111,35

111,4

111.5

111,5

A.G. für Verkehrswesen .... «ft

134,75

134,75

134

134,5

Hamburg-Südam. Dampfschiss. o

4* ---

Hamburg-Amerika Paket......0

82,25

82,75

83,13

83,13

Norddeutscher Lloyd..........0

84,5

83

84,5

84,5

Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7

129,5

129,65

129,65

129,65

Reichsbank................. 12

212

212,5

211,9

212'25

Berliner Handelsgesellschaft . 6 ft

136

136

Commerz- und Privat-Bank ... 5

120,9

121

120,9

121

Deutsche Diskonto............ 6

127

127

127

127

Dresdner Bank........ 4

113,75

113,75

113,75

113,75

Devisenmarkt Berlin

17.Januar

18.Januar

Amtlich? WiHietung

Amtliche Notierung

(«elf

-Hr-'i

Geir

Briei

Buenos Aires.............

0,727

0,731

0,727

0,731

Brüssel...................

41,97

42,05

41,99

42,07

Rio de Janeiro............

0,136

0,138

0,137

0,139

Polen....................

47,00

47,10

47,00

47,10

Kopenhagen...............

55.36

55,48

55,38

55 50

Danzig............... ...

47 00

47,10

47.00

47 10

London...................

12'43

12,405

VellingsorS................

Paris....................

M85

5,495

5,485

5495

Holland..................

HR 96

Italien...................

13,09

'13J1

13,09

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß- kurs

Schlußk. Mittag» börse

Dai nm

17.1.

18.1-

17-1.

18.1.

Accumulatoren-Fabrik......

. 14

226

226

225,5

Aschaffenburg Zellstoff......

.. 6

140,25

140,25

140,75

140,75

Bemberg.................

.. 0

142,5

142,5

142,5

142,5

Bekula...................

.. 8

167,5

169,5

168,4

169,75

Buderus Eisen.............

.. 5

126,5

128,5

128

128,5

Gement Heidelberg.........

.. 7

166,25

166,25"

Gement Karlstadt..........

.. 6

Conti Gummt.............

. 12

191,5

191,5

191,25

- 191,5

Daimler Motoren..........

6 ft

139,5

140,5

139,25

140,5

Dessauer Gas .............

.. 4

123

123

Deutsche Eroöl............

.. 5

144,25

145,5

144,5

145,75

Deutsche Gold- und Silber ..

.. 9

252,5

253

Deutsche Linoleum.........

. 10

169

168,5

169

169

Elektrische Lieferungen......

.. 6

131,5

132,5

131,5

132,5

Elektrische Licht und Kraft...

.. 7

143,5

144

143,5

143,75

I. G. Farben-Jndusirie.....

.. 7

161,25

161,75

161

161,65

Felten & Guilleaume.......

.. 6

134

134,25

133,5

134

Gesfürel..................

.. 7

148

148

148,13

147,75

Th. Goldschmidt...........

.. 6

142

142,25

142,25

Griyner Maschinen.........

.. 0

49,13

49,9

49,4

Harpener.................

8 ft

174,75

175

174

Hoesch Eisen...............

3 ft

115,5

116,5

115,75

116,25

Philipp Holz mann.........

.. 8

155,5

156

156

156,5

Ilse Bergbau..............

.. 6

161

161

Ilse Genüsse..............

.. 6

134

134

133

133,75

Kali Aschersleben..........

.. 4

114,25

113,5

113,75

Klöcknerwerke .............

4 ft

120

119,75

119,5

120

Kokswerke und Chemische Fabrik 7

158,5

160

Lahm eher ................

.. 6

122,75

123

123

123

Mainkraft.................

.. 4

95,75

95,75

Mannesmann.............

4 ft

116

116,75

116

116,65

Mansselder Bergbau.......

.. 7

159,5

159

159

158,75

146

Metallgesellschaft...........

.. 6

146

145,5

146

Orenstein & Koppel........

.. 0

110,75

110,5

Rheinische Braunkohle......

. 12

-

231,25

232,75

231,75

Rheinische Elektro..........

.. 6

131

Rhetnstahlwerke............

.. 6

146,25

145,75

146,5

146

Rlieinisch-Westfälische Elektro

.. 6

125,65

126,5

126

126,75

Rütgersiverke .............

.. 7

153,25

152,5

152,5

152,5

Salzdetfurth Kali..........

.. 6

174,5

174,5

174,5

174,5

Schubert S Co............

.. V

178,5

179

179

179,5

Schultheis Patzenhofer......

.. 4

101,5

101,4

Siemens L Halske .........

.. 9

212,5

212

213

Süddeutsche Zucker.........

. 10

Bereinigte Stahlwerke......

4 ft

113

114,13

113,25

113,75

Westdeutsche Kaufhof.......

.. U

60,75

60,75

60,9

60,9

Westeregeln Alkali..........

.. 4

113

113

113,5

113,5

Zellstoff Waldhos..........

.. 6

152,25

151,25

152

151

Olavi Minen..............

. 0,6

30,13

30,25

30,13

30,25

Frankfurt a. M.

17-Januar

18 Januar

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geir

Briei

Gelt

Bne>

Japan....................

0,723

0,725

0,723

0,725

Jugoslawien ..............

5,694

5,706

5,694

5,706

Oslo ...................

62,32

62,44

69 34

Wien.....................

48,95

49'05

48,95

49,05

Lissabon..................

11,26

11,28

11 ,27

11,29

Stockholm ................

63,92

64,04

63,94

64,06

Schweiz..................

57,32

57,44

57,34

57,46

Spanien .................

14,49

14 51

Prag....................

8,711

Budaveü .................

Neuyork..................

2,483

2,487

2,484

2,488

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Jede Gemeinscha Disziplin. In der Disziplin so selbstvk habe ich leine Zei sollten, wenn sie ir Wichtigtuern und i immer deutlich zu die kalte Schulte z was es heißt, sich >

1 lagtsfalt

Stadttheater: 19.30 Gloria-PM (Seltn schau". - ßidjtipidha berg". - OberheM Brand: Frankfurter § Peilung von 11 bis 13 gartet Lic. Kreck (?

Stabt

Aus bem Stabile heute abenb 'M Martha", romach von Motow, statt. Marquardt, SM, nenbild: Karl Lös l6. Vorstellung bei 19.30 Uhr, Ende 2

Vorkrag ü Prof. Dr. Bür sentlichen Lorträg

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