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Aus aller Welt.
öpione soll auch schon einen Sowjetpaß besessen haben, da er nach Sowjetrußland flüchten wollte.
Kleine politische Nachrichten.
Aus der Tagung sämtlicher Gau- und Kreisschulungsleiter der NSDAP, auf der Ordensburg Sonthofen sprach der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei, Reichsleiter Himmler, über grundsätzliche Fragen und die Tätigkeit seiner beiden Arbeitsgebiete in Partei und Staat.
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NSG. Vom 17. bis 22.Januar finden in sämtlichen Bergbaubetrieben Betriebsappelle statt, bei denen die durch das Gesetz vom 21. Dezember 1937 erfolgte Neuregelung in der Sozialversicherung behandelt wird. Durch dieses Gesetz sind besonders für den deutschen Bergmann fühlbare Beitragserleichterungen und Leistungsverbesserungen in Kraft getreten.
Wie „Viitorul" meldet, werden im Voranschlag des nächsten rumänischen Staatshaushaltes keine Unterstützungen mehr für die israelitische Kultusgemeinde eingesetzt.
Der Erste Lord der britischen Admiralität Duff Cooper wird drei Tage lang den Flottenstützpunkt Portsmouth sowie die dort liegenden Kriegsschiffe besichtigen.
Kunst und Wissenschaft.
Wertvolle Neuerwerbung
des Frankfurter Schopenhauer-Archivs.
_ 3n seinem Testament hat der Philosoph Arthur Schopenhauer durch Vermächtnis von Da- guerrotypien an die Stadtbibliothek Frankfurt diese gleichsam als die Stätte bestimmt, an der in seiner Wahlheimat sein Andenken eine dauernde Pflege finden sollte. Heute stellt das Schopenhauer-Archiv der Stadtbibliothek und der 1911 gegründeten Scho- penhauer-.Gesellschaft die umfassendste Sammlung dar, in der alle auf Schopenhauers Leben, seine Persönlichkeit und seine Philosophie bezüglichen Dokumente und Erinnerungsstücke, sowie seine Werke in allen erreichbaren Ausgaben gesammelt werden, toein 150. Geburtstag am 22. Februar d. I. wird Anlaß geben, die einzigartige Sammlung weitesten Kreisen zugänglich zu machen; sie konnte gerade jetzt um ein bedeutsames Stück vermehrt werden. Die Bibliothek des Malers Wilhelm Trüb n er enthielt als Kostbarkeit Schopenhauers handschriftliche Entwürfe und Zusätze zur dritten Auflage seines Hauptwerkes „Die Welt als Wille und Vorstellung" auf 45 Blättern. Der Schopenhauer-Forschung sind sie bisher, da sie sich in Prioatbesitz befanden, unbekannt geblieben und daher noch unausgewertet. Die Erwerbung wurde durch das großzügige Entgegenkommen des Frankfurter Oberbürgermeisters Staatsrat Dr. Krebs ermöglicht.
Furchtbares Brandunglück in einer kanadischen Schule.
In Sl. Hyacinthe unweit von Wonlreal in Kanada brach in einer Knabenschule ein Feuer aus, das so schnell um sich griff, daß sich eine Anzahl Schüler nicht mehr retten konnte. Nach den letzten Meldungen sind bei dem Brand des Knabenkonvikts 16 Zungen und ein Lehrer ums Leben gekommen; die Zahl der Vermißten beträgt 29. Es besteht kaum eine Hoffnung, daß von diesen Vermißten noch einer lebend aufgefunden werden kann, lieber das Unglück werden folgende Einzelheiten berichtet: Die Schüler und einer der Patres wurden in den frühen Morgenstunden im Schlaf von den Flammen überrascht. 3m gemeinsamen Schlafsaale der Jungen entstand eine Panik. Einige Knaben versuchten, vom vierten Stock des brennenden Gebäudes auf den Hof zu springen. Die meisten blieben mit zerschmetterten Gliedern auf dem hartgefrorenen Boden liegen. Andere kamen bei dem Versuch, sich durch das Flammenmeer zu retten, ums Leben. Die Arbeiten der Feuerwehr wurden durch die grimmige Kälte sehr erschwert. Erst nach drei Stunden gelang es, den Brand auf feinen Herd zu beschränken. Die Ursachen der Feuersbrunst sind ungeklärt.
Ein deutscher holonialpionier.
Am 14. Januar verschied in Tanga (Deutsch- Ostafrika) der Oberstleutnant a. D. Hans von R a m s a y im 76. Lebensjahr. Vor 50 Jahren hatte er zum ersten Male den Boden Ostafrikas betreten und sich seitdem als Offizier der Schutztruppe, Forscher und Verwaltungsbeamter auf den mannigfaltigsten Posten hervorragend bewährt. Er war Mitarbeiter des Majors Wißmann, Gründer der ersten deutschen Station am Tanganjika - See und Entdecker des sagenhaften Landes Bamum- in Kamerun. Unermüdlich war er in einer Reihe von kolonialen und wissenschaftlichen Organisationen tätig, darunter auch im Orientalischen Seminar. Der Präsident der Stiftung Kolonial-Kriegerdank im Reichskolonialbund, Adolf Friedrich Herzog zu Mecklenburg, widmet dem verstorbenen Kolonialpionier einen ehrenden Nachruf.
INussolsni spendet für deutsche Kriegspferde.
Die Ehrung von mehr als 7000 in Deutschland lebenden Kriegspferden und die damit verbundenen Hilfsmaßnahmen für bedürftige Kriegspferdebesitzer, durch die mehr als 2 2 0 0 Kriegspferde mit Haferspenden bedacht wurden und nahezu 1000 vierbeinige Veteranen des
Weltkrieges in dauernde Patenschaft genommen werden konnten, hat auch in Italien gro^ ßes Interesse gefunden. Mussolini, ein großer Tierfreund, dessen Energie es gelang, auch in Italien einen ausreichenden Tierschutz zu organisieren, hat dem Schöpfer dieses Werkes, Diplomlandwirt F i n u s in Seeshaupt (Oberbayern), einen n a m - haften Betrag zum Ankauf von Hase r für bedürftige Kriegspferdebesitzer überwiesen. Auch der Führer und Reichskanzler hatte die deutsche Sonderaktion unterstützt.
Oer zweite Taa im Esch-prozeß.
Düsseldorf, 18. Jan.' (DNB.) Am zweiten Tag des Prozesses Esch wurden Mitglieder der Düsseldorfer Firma vernommen, von der die veruntreuten 600 000 Mark als Gewerbesteuer gezahlt wurden. Nachdem in den Aussagen alle Einzelheiten jenes von Esch groß angelegten Betrugsmanöoers ans Tageslicht gekommen waren, erklärte der damalige Oberbürgermeister Dr. Wagenführ, daß er keine Kenntnis davon gehabt habe, daß der Betrag von 600 000 Mark in bar und auf ein Sonderkonto gezahlt werden sollte. Wohl sei ein Sonderkonto vorhanden gewesen. Es habe sich aber um ein öffentliches und nicht um ein Geheimkonto gehandelt. Jm übrigen seien ihm die genauen Summen überhaupt nicht bekannt gewesen, da es sich um Gewerbesteuern gehandelt habe, mit der die Stadt direkt nichts zu tun habe. Abschließend erklärte der Oberbürgermeister, daß Esch unter keinen Unständen berechtigt gewesen sei, persönlich Geld in Empfang zu nehmen. — Die Verhandlung wurde vertagt.
100 3ahre Mainzer Karneval-Verein.
Der Mainzer Karneval-Verein wird 10 0 Jahre alt. Am 19. Januar 1838 tagten im „Römischen König" zu Mainz eine Reihe von ehrsamen Mainzer Bürgern, Handwerkern und Künstlern. Ihr Wortführer war der Sattlermeister Nikolaus Krieger. Er hatte sich in den Kopf gesetzt, das ungebundene Fastnachtstteiben in Mainz in Formen zu bringen, den rheinischen Humor zusammenzufassen unter der Devise .Narrheit — Einigkeit". Bereits 1837 hatten diese Männer zu einem Rosenmontagszug ausgerufen; er wurde ein voller Erfolg. 1837 wurde das Geburtsjahr der Mainzer „Ranzengarde", für die die Bestimmung galt, daß die Gardisten mindestens zwei Zentner wogen, also einen richtigen „Ranzen" hatten. Krieger und seine Freunde hatten die Genugtuung, daß der Verein kurz nach der Gründung bereits 372 Mitglieder zählte. An seiner Wiege, stand, neben Krieger als Vater Karl Michel. Karl Zulehne r, gebürtiger Mainzer, ist der Schöpfer des „Narrhalla-Marsches", der aus dem Getriebe einer karnevalistischen Veranstaltung nicht mehr Hinwegzudenken ist.
Zeitschriften.
— Jm neuesten Heft der „S i r e n e", der illu- strierten Zeitschrift mit den Mitteilungen des Reichs» luftschutzbundes, berichtet ein Japaner über die aufschlußreichen Erfahrungen der Luftschutz-Organisation seines Volkes. Das Heft bringt außerdem schöne Bildberichte über Pfälzer Mädchen, die ihre Luftschutzkenntnisse bei einem Dorfbrand bewiesen, und über den Schweizer Luftschutz; außerdem drei Seiten Bilder von den Reichsautobahnen, die Fortsetzung des fesselnden Berichts „Wie Frankreich zu seinen Kolonien kam" und vieles andere.
Wetterberich,t.
Die im Laufe des Mittwoch zu uns vordringende Warmluft wird bereits in der Nacht zum Donnerstag durch einen erneuten Vorstoß kälterer Luftmassen abgelöst, indem es wieder zu einer Wetterbesserung kommen wird. Erneuter Druckfall auf dem Atlantik setzt ein, da der ungefähr 24stündige Wechsel zwischen kühlerer und unter Regenfällen zu uns vordringender warmer Luft zunächst anhalten und uns am Freitag wieder unbeständigeres Wetter bringen wird.
Aussichten für Donnerstag: Wolkig, zeitweise aufheiternd, geringe Niederschläge, Tagestemperatur plus 5 Grad, westliche Winde.
Aussichten für Freitag: Wieder unbeständig und wärmer.
Lufttemperaturen am 18. Januar: mittags 5,8 Grad Celsius, abends 1,0 Grad; am 19. Januar: morgens 1,8 Grad. Maximum 5,8'Grad, Minimum 0,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. Januar: abends 2,0 Grad; am 19. Januar: morgens 1,4 Grad. — Sonnenscheindauer 1,7 Stunden.
Wintersport-Wetterbericht.
Sauerland, Winterberg: Bewölkt, Temperatur — 5 Grad, Gesamtschneehöhe 28 Zentimeter, Pulverschnee, Ski und Rodel gut.
Schwarzwald, Feldberg: Bewölkt, Temperatur + 3 Grad, Gesamtschneehöhe 70 Zentimeter, verharscht, Ski und Rodel gut.
Alpen, Garmisch-Partenkirchen: Schneetreiben, Temperatur — 1 Grad, Gesamtschneehöhe 21 Zentimeter, verharscht, Ski und Rodel gut. v
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 37: 11 000. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der
Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.
Gießen (Kirchenplatz 11), den 19. Januar 1938.
328 D
Die Trauerfeier findet Freitag, den 21. Januar, nachm.
2% Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Marie Heppert, geb. Diemer.
Montagabend 7% Uhr entschlief nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber Sohn, Schwager und Onkel
Emil Heppert
im 27, Lebensjahre.
Nachruf.
Inhaber, Geschäftsleitung und Gefolgschaft der Firma Mühlheimer Zementsteinwerk G.m.b.H. Frankfurt am Main.
•Unerwartet verschied in der Nacht vom Sonnabend/Sonntag nach kurzer Krankheit der Mitinhaber und Chef unserer Firma
Herr Ing. Oscar Gutmann, Gießen.
Seit nahezu 20 lahren ist sein Name mit unserer Firma aufs engste verbunden; sein Wirken und sein Interesse galten unserem Werk. Jedem einzelnen von uns stand er persönlich nahe und unsere gemeinschaftliche Zusammenarbeit war durch nichts getrübt Deshalb ist uns sein Hinscheiden um so schmerzlicher.
Sein vornehmes Wesen und sein verständnisvolles Eingehen auf alle geschäftlichen und privaten Angelegenheiten sichern ihm in unseren Reihen ein bleibendes Andenken.
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Die Beerdigung findet Freitag, den 21. Januar, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.
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