Ausgabe 
19.1.1938
 
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Japans Krastreferven

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Zum erstenmal sah man in Yokohama ein Schiff mit der Flagge der neuen Regierung in Nord-China, die aus fünf Farben besteht. (Atlantic-M.)

Richtlinien für die Errichtung neuer Holz verbrauchender Werke.

Berlin, 18. Jan. (DNB.) Das Reichsforstamt hat Richtlinien für die Errichtung neuer Werke herausgeaeben, bie sich guf die Aus n u tz u n g des Rohstoffes Holz gründen. Derartige Werke sollen nur dort errichtet werden, wo eine Belieferung mit den benötigten Rohholzmengen zu wirtschaftlich tragbaren Preisen gesichert ist. Die Planung für neue Anlagen erfolgt durch oas

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len Gemeinden erleichtern, die in einer Reihe von Fällen noch notwendige und vom Reichsinnen­minister wiederholt als vordringlich bezeichnete Senkung der Tarife, namentlich für Gas, Wasser und Elektrizität herbeizuführen. Der Reichsinnenminister macht es den Gemeindeauf­sichtsbehörden zur Pflicht, die Durchführung dieses Erlasses zu überwachen und die Möglichkeit von Personalersparnissen nachzuprüfen.

Ausländische Wanderarbeiter.

Bor wenigen Tagen ging die Nachricht durch die Presse, daß bei dem letzten Besuche Dr. Leys in Italien der Einsatz von einigen 10 000 italie­nischen Landarbeitern in der kommenden Bestellungs- und Erntezeit beschlossen worden ist. Dr. Syrup, der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, hat jetzt die Zahl der ausländischen Wanderarbeiter, die 1938 in Deutschland zum Einsatz kommen, auf 200 000 beziffert. Grundsätzlich ist zunächst estzustellen, daß diese Maßnahmen vorüber­gehender Natur sind, bis die naturgemäß auf lange Frist eingestellte Eigenversorgung mit Landarbeitern sich voll auswirkt. Dem Einsatz ausländischer Arbeitskräfte in Deutschland sind durch die D e o i s e n b i l a n z Schranken ge­zogen; die ausländischen Arbeiter können natürlich erhebliche Lohnsummen in ihre Heimat zurücknehmen. Der Gesamtbetrag dieser Löhne wird auf 70 Millionen Mark geschätzt Aehnlich wie der relativ billige ausländische Futtermais heimisches Brotgetreide' freisetzt, ersparen diese Löhne den Kauf teueren Getreides.

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rungen zur Verfügung, und zwar insgesamt etwa 1,7 Milliarden Yen, die durch entsprechende gesetz­liche Maßnahmen erfaßt und für die Zahlungs­bilanz nutzbar gemacht werden könnten Schließlich ist noch die neuerdings stark forcierte eigene Gold­erzeugung Japans zu nennen, die annähernd 200 Millionen Yen jährlich liefert.

Die Bestrebungen, oie japanische Wirtschaft vom Bezug ausländischer Rohstoffe unabhängiger zu machen, werden auf zahlreichen Gebieten tatkräf- titz vorangetrieben, so daß in absehbarer Zeit be­trächtliche Erfolge erwartet werden. Die Zell­wolle spielt hierbei eine große Rolle. Die emp­findlichste Abhängigkeit besteht für Mineralöl. Die Kohlehydrierung ist zwar ausgenommen, aber noch nicht in nennenswertem Ausmaß entwickelt worden.'

Die Nachweise für Japans wirtschaftliche Kraft und ihre Reserven sind um so interessanter, als sie von wirklich sachkundiger Seite her kpmmen. Be­kanntlich bildet die Spekulantion auf Japans wirt­schaftlichen bzw finanziellen Zusammenbruch schon seit Beginn des neuen Fernostkrieges ein uner­schöpfliches Thema in der Presse derjenigen Län­der, die ein weiteres Vordringen Sowjetrußlands in China immer noch lieber sähen als die Schaf­fung geordneter Verhältnisse in Ostasien durch den Autoritätsstaat Japan. B. R.

Eine neue Flagge.

zeichneten und die Schließung der Schulen an­kündigten. Als her Neubau für diese deutschen An­stalten im Frühjahr 1937 unter Dach gebracht wer­den konnte, verboten die polnischen Be­hörden den Weiterbau D^onatelange Be­mühungen um die Erlaubnis zur Fortsetzung der Bauarbeiten blieben ergebnislos Die Deutsche Rundschau in Polen" bemerkt hierzu: Wenn es einen Fall gibt, der mit dem Geist der Minderheiten - Deklarationen schlecht­weg unvereinbar ist, so ist es der Fall des Neubaues des deutschen Prioatgymnasiums und der deutschen Volksschule in Bromberg. Wir können deshalb nur annehmen, daß hier ein uns freilich unbegreifliches Mißverständnis vorliegt, dessen un­verzügliche Beseitigung nicht nur dem Wortlaut der feierlichen Minderheitenerklärungen entspräche, son­dern auch dem Geist der letzten Rede des Herrn Außenministers Beck Zahlreiche deutsche Eltern und mit ihnen die gesamte Volksgruppe erwarten, daß sie nunmehr beschleunigt von der bangen Sorge um die Zukunft ihrer Kinder befreit werden."

In einer von derForeign Affairs Association of Japan" herausgegebenen Broschüre sind Aufsätze von maßgeblichen Persönlichkeiten der japanischen Wirtschaft zusammengefaßt, die sich mit den wirt­schaftlichen Kraftquellen des Landes unter dem Ge­sichtspunkt des gegenwärtigen Konfliktes mit China beschäftigen. Einhellig kommt dabei die Ueberzeu- guna zürn Ausdruck, daß die japanische Volkswirt­schaft die finanziellen L a st e n , die die Ope­rationen in China ihr auferlegten, ohne Gefahr tragen kann, auch wenn sich eine längere Dauer des Konfliktes ergeben sollte. Bisher sind vom Reichstag für die Operationen in China 2,6 Mil­liarden Yen bewilligt worden, davon 2,4 Milliarden Yen in Form von Regierungsbonds. Bis Mitte No­vember waren hiervon 500 Millionen Yen emittiert, so i^ bis Anfang nächsten Jahres (für diesen Zeit­raum war die Bewilligung der Mittel vorgesehen) noch 1,9 Milliarden Yen ausgegeben werden können.

Von besonderer Interesse sind Berechnungen, die ein namhafter japanischer Wirtschaftspublizist über die äußerste Grenze der finanziellen Lei­stungsfähigkeit seines Landes auf Grund seines Ver­gleichs mit den Kriegsausgaben der großen euro­päischen Länder im Weltkrieg anstellt. Er kommt dabei überraschenderweise auf drei verschie­denen Wegen zu drei ziemlich übereinstimmenden Ergebnissen: Die Kriegführenden in Europa gaben 1914 bis 1918 durchschnittlich 44 v. H. des je­weiligen Volksvermögens aus; das würde, auf heutige japanische Verhältnisse über­tragen, bedeuten, daß Japan bei einem National­vermögen von reichlich 120 Milliarden Yen 53 Mil­liarden Yen in vier Kriegsjahren, also etwa 13 Milliarden Yen jährlich, aufbringen könnte. Auf das jährliche Volkseinkommen bezogen, ergibt sich für die Teilnehmer am Weltkrieg ein Durchschnittssatz von 87 v. H. für die jährlichen Kriegskosten, das bedeutet für das heutige Japan bei einem Jahreseinkommen von runbl4 Milliarden Yen eine jährliche Ausgabe von etwas über 12 Milliarden Yen. Schließlich wird das Verhältnis der europäischen Weltkriegskosten zu den jeweiligen laufenden Ersparnissen mit durchschnittlich 5,5:1 angegeben, und nach dieser Rechnung würden sich die jährlichen Finanzleistungen Japans auf 14,5 Milliarden Yen stellen. Der Verfasser kommt schließ­lich zu dem Ergebnis, daß unter Berücksichtigung der in Korea, Formosa und der Mandschurei zur Verfügung stehenden Hilfsquellen sowie der beson­ders widerstandsfähigen Struktur der japanischen Volkswirtschaft die tatsächliche äußerste Grenze der Leistungsfähigkeit noch weit höher liege als die berechnete Summe von 12 bis 13 Milliarden Yen.

Alle Autoren der Broschüre sind darüber einig, daß von der Seite der Staatsfinanzen keinerlei Ge­fahren für die Durchführung einer langfristigen kriegerischen Aktion zu befürchten sind. Der schwache Punkt liegt vielmehr in der Entwicklung des Außenhandels, der im laufenden Jahr vor­aussichtlich einen Einfuhrüberschuß von 800 Mill. Yen aufweisen wird. Die Goldreserve von gegenwärtig 1,4 Milliarden Yen würde, wenn sie zur Bezahlung dieses Passivsaldos herangezogen würde, bald aufgezehrt sein, aber es stehen be­trächtliche Reserven in Form von in japanischem Besitz befindlichen ausländischen Wertpapieren sowie Guthaben und Warenoorschüssen in Fremdwäh-

Amt für deutsche Roh- und Werkstoffe, dem alle Anträge auf Neugründung Holz ver­brauchender Werke zuzuleiten sind. Wenn dort fest­gestellt ist, daß die wirtschaftliche Notwendigkeit zur Neugründung bestehe, entscheidet der Reichs­forstmeister, ob die Anlagen mit Rücksicht auf die Möglichkeit der Holzbelieferung gebaut werden können. Durch diese Maßnahmen werden die neu zu errichtenden chemisch-technischen holzwirtschaft­lichen Werke nach den Grundsätzen der Forst- und Holzwirtschaftlichen Marktordnung aufgebaut und betrieben.

Deutschland bleibt der ISO-Zahrfeier in Neusüvwales fern.

Berlin, 18. Jan. (DNB.) Das 150jährige Gründungsjubiläum Australiens wurde, wie bereits gemeldet, mit einer Feier in Curnell eingeleitet. Deutschland ist amtlich nicht v e r- t r e t"e n , da es in Neusüdwales immer noch dis­kriminierende Be st im m ungen gegen deutsche Reichsangehörige gibt. Diese Be­stimmungen, die aus der Kriegszeit stammen, schließen eine Praxis deutscher Aerzte in Neusüd­wales aus. Bei dieser Sachlage sieht sich Deutsch­land zu seinem Bedauern nicht in der Lage, an der Staatsfeier teilzunehmen. Aehnliche diskriminierende Bestimmungen gegen Reichsdeutsche, die im Kriege auch in anderen australischen Staaten erlassen waren, sind dort inzwischen wieder aufgehoben worden.

Deutsche Matrosen in Pretoria.

In Pretoria, der Hauptstadt der Südafrika­nischen Union, wurde die Abordnung des Schul­schiffes der KriegsmarineSchleswig-Hol­st e i n" begeistert empfangen. Im Deutschen Klub fand in Anwesenheit des Verteidigungsministers Pirow und des Bürgermeisters Coke eine herz­liche Begrüßung statt. Bei General Hertzog gaben die Offiziere der Abordnung ihre Karten ab. Bürgermeister Coke erklärte:Wir haben die Rolle, die Sie beim Aufbau dieses Landes gespielt haben, nicht vergessen. Wir haben etwa 20 000 ihrer Lands­leute dl5 Mitbürger in der Union. Von Anfang der südafrikanischen Geschichte an finden wir verdiente deutsche Gelehrte, Forscher und Männer. Deutsche Bauern zeigten uns nicht nur, wie man dort zwei Gräser zieht, wo früher nur eins wuchs, sie opfer­ten auch, wenn es sein mußte, ihr Leben und fielen in den Kaffernkriegen für die Zivilisation des wei­ßen Mannes." Der Chef des südafrikanischen Gene­ralstabes, General H. A van Ryineveld, Un­terstaatssekretär B r o e k s m a und General Brink empfingen die Offiziere der Abordnung und ver­anstalteten ein kameradschaftliches Zusammensein mit südafrikanischen Offizieren.

Verbot des Weiterbaues der deutschen Schulen in Bromberg

Bromberg, 18. Jan. (DNB.) Bor ungefähr zwei Jahren ist in B r o m b e r g mit dem Neu­bau eines deutschen Privatgymna- s i u m s und einer deutschen Volksschule be? gönnen worden, du die polnischen Behörden die alten Schulgebäude der beiden deutschen Anstal­ten als für Schulzwecke ungeeignet be-

NSG. In einem Erlaß vom 14. Januar 1938 bestimmt der Reichsstatthalter in Hessen, Gauleiter Sprenger, mit Wirkung vom 1 April 1938 den Zusammenschluß der Gemeinden Groß-Steinheim und Klein - Stein­heim zur Stadt Steinheim am Mam. Die neue Stadt im Kreise Offenbach wird 6 849 Einwohner zählen und von einem hauptamtlichen Bürger­meister, der noch bestellt wird, geleitet werden. Ihm treten zwei Beigeordnete und etwa zehn Rats- Herren zur Seite. Groß-Steinheim besaß schon sei: 1320 die Stadtrechte. Die schöne Lage tn dem frucht­baren Maintal mit dem Blick auf den Spessart macht Steinheim am Main besonders zum Sied- lunqsqelände der benachbarten größeren Städte ge­eignet. Bei einer entsprechenden Verschönerung des Stadtbildes wird auch der Fremdenverkehr nicht an dieser Stadt, in deren Nähe die Reichsautobahn verläuft, vorbeigehen. Für die Zukunft ist ein größeres Siedlungsvorhaben an den früheren Ge­meindegrenzen geplant.

Dollar für die Modernisierung der Flugzeug­trägerL e x i n g t o n" undS a r a t o g a" zu bewilligen.

Neuwahlen in Rumänien.

Bukarest, 19. Jan. (DNB.) Das im Dezember vergangenen Jahres gewählte rumänische Parlament ist am Dienstag durch königliches Dekret a u f g e l ö st worden. Die Neuwahlen finden für die Kammer am 2. März und für den Senat am 4. März statt. Das neue Parlament wird am 10. März zu seiner ersten Sitzung zusammentreten. Durch ein königliches Dekret wurde die Wahl­ordnung dahin abgeändert, daß die Parteien ihre Anmeldung für das ganze Land ein­heitlich beim Justizminister zu vollziehen haben. Dadurch steht bereits fest, daß die am Ruder be­findliche National-Christliche Partei im ganzen Lande an erster Stelle kandidiert. Es folgen die Liberale Partei, die Rumänische Partei, die ParteiAlles ^für das Land" (Eiserne Garde) und die Nationalzaranisten. Ferner wurden einzelne technische Bestimmungen des Wahlgesetzes abge­ändert.

Die österreichische Regierung bedauert.

Wien, 18. Jan. (DNB.) Für st Hohenberg, der das Amtsschild der Generalvertretung der Deut­schen Reichsbahn' in Wien zertrümmerte, hat der Polizei erklärt, er hätte die Tatin angehei­tertem Zu st and" begangen. Er hätte weder die Aufschrift auf der Tafel noch das Hoheitszeichen des Reiches bemerkt. Die österreichische Regie­rung hat der deutschen Gesandtschaft durch Ent­sendung eines leitenden Beamten des Bundes­kanzleramtes ihr Bedauern über den ärger­lichen Zwischenfall aussprechen lassen. Die gegen den Täter erstattete Strafanzeige werde eine Strq,f- oerfolgung durch die' österreichischen Gerichte nach sich ziehen.

Bolschewistische Stellungen an der Teruel-^ront genommen.

Salamanca, 19. Jan. (DNB. Funkspruch.) Wie der nationalspanische Heeresbe­richt meldet, dauert die Schlacht bei Teruel an. Bei Gegenangriffen auf die am Vortage erober­ten Stellungen wurden die Bolschewisten unter hohen Verlusten zurückgeschlagen. Zwei Tanks wurden außer Gefecht gesetzt. Arn Montag wurden zehn, am Dienstag zwei sowjet-spanische Flugzeuge abgeschossen. Die Frontberichterstatter des nationalen Hauptquartiers melden, daß eine bolschewistische Stellung bei L o s i l l a , nördlich von Celadas, tn der Sierra Palqmera, erstürmt worden sei. Gegenangriffe frischer bolschewi­stischer Kräfte seien gescheitert. Auch im Ab­schnitt Alhambra verloren die Bolschewisten einige Stellungen. Schließlich eroberten die nationalen Truppen im Abschnitt Concud nördlich von Teruel die bolschewistische Position Cierro San Mi­guel, wo ausschließlich internationale Söldner­haufen eingesetzt waren.

Sowjetrussische Werkspionage in Schweden.

Stockholm, 18. Jan. (DNB.) In der kleinen Industriestadt F a g e r st a in Mitteljchweden sind 2 Personen wegen Wirtschaftsspionage zugunsten der Sowjetunion f e ft ge­nommen worden. Sie sollen das wertvollste Ge­heimnis der Fagersta-Stahlwerke, nämlich die Er­zeugung des rostfreien H a r t st a h l sS e c o", den Sowjets preisgegeben haben Beide wurden vor kurzem bereits wegen Photographierens von FabrikeinrichtunZen entlassen und unter Polizeikontrolle gestellt, die bann zu der Fest­stellung der Spionage zugunsten der Sowjets führte. Die Verhafteten sollen mit der Gesandt­schaft der Sowjetunion in Stockholm in enger Verbindung gestanden haben. Dec ältere der beiden

Was hier an Aufbau geschieht", schließt der Gauleiter,geschieht für das ganze Reich. Denn an den Grenzen der Bayerischen Ostmark haben Slawentum und Bolschewismus ihren west­lichsten Punkt beim Vordringen auf die europäische Mitte erreicht. Wehrpolitisch ist die Tschecho­slowakei ein 1000 Kilometer langer Korri­dor der Sowjets nach Zentraleuropa. Hier braucht das Reich einen starken Schild. Nicht nur den Panzer einer schlagkräftigen Wehrmacht, sondern auch einen gesunden Körper und gute Ner­ven. Volkspolitisch heißt das aber: Eine starke Willenseinheit und ein dicht siedelndes, erbgesundes, bodenständiges Grenzvolk. Sollte aber, was wir hoffen, an der Grenze zwischen Passau und Hof Frieden bleiben, so würde der Bayerischen Ostmark die Aufgabe zufallen die sie an der Donaustraße schon inne hat Brücke des Reiches zum Südosten zu fein. Und auch dieser Aufgabe kann nur eine lebensvolle, kräftig durchblutete Landschaft gerecht werden."

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Personalersparnis bei den Gemeinden.

Der Reichsminister des Innern ersucht zugleich hn Namen des Reichskommifsars für die Preisbil­dung in einem Runderlaß die Gemeinden und Ge­meindeverbände, in eine Ueberprüfung des PersonalbestandesihrerBetriebeund A n ft a l t en einzutreten mit dem Ziele, alle ent­behrlichen Arbeitskräfte schleunigst frei zu machen und sie durch Vermittlung der zuständigen Arbeits­ämter zum arbeitsmäßigen Einsatz im Rah­mendes Vierjahresplanes zur Verfügung zu stellen. Die Gemeinden und Gemeindeoerbände hatten sich bemüht, im Kampf gegen die Erwerbs­losigkeit auch in ihren Betrieben möglichst vielen Volksgenossen wieder Arbeit und Brot zu verschaf­fen. Da sich inzwischen aber die Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt grundlegend gewandelt haben und in Deutschland heute nicht nur ein ausgesprochener Facharbeitermangel, sondern bereits weitgehend ein allgemeinerArbeitermangel besteht, kann es heute nicht mehr Aufgabe der Gemeinden sein, den Personalbestand ihrer Betriebe und Anstalten unter dem Gesichtspunkt der Schaffung möglichst vieler Arbeitsplätze zu bemessen. Der Erlaß bezeich­net es deshalb als Pflicht, zu prüfen, ob nicht die von den Betrieben durchzuführenden Aufgaben auch mit einem geringeren Personal- stand ohne Einschränkung des Lei­st ungsgrades durchgeführt und Arbeitskräfte für andere wichtige Aufgabengebiete frei gemacht werden können. Wenn auch in der Regel bei den gemeindlichen Betrieben das notwendige Facharbel- terperfonal keine wesentliche Beschränkung erfahren könne, so werde doch der übrige Personalbestand meist eine Herabsetzung vertragen Eine V e r m i n- derung der Personalausgaben wurde zugleich die von der Reichsregierung erstrebte all­gemeine Verbilligung der Lebens- Haltungs- und Produktionskosten we­sentlich unterstützen. Sie würde es insbesondere me-

Amerikas Flottenaufrüstung.

DerNeubau von 22Krieqsdchiffen bewilligt.

Washington, 17. Jan. (DNB.) Der Budget­ausschuß des Unterhauses billigte den Haushalt des Marineamtes, der 553 Millionen Dollar für das am 1. Juli 1938 beginnende Rechnungsjahr vor­letzt. Das bedeutet ein Mehr von 27 Mil­lionen, ^bleibt aber um 11 Millionen Dollar unter dem Voranschlag des Marineministeriums zurück. Der Etat sieht den Neubau von 22 Schiffen vor, und zwar zwei Schlachtschiffe, die etwa 71 Millionen Dollar kosten werden, ferner zwei Kreuzer, acht Zerstörer, sechs Unterseeboote und schließlich vier Hilfsschiffe. Der Ausschuß ge­nehmigte weiter für die Fortsetzung der Arbeiten an 70 Schiffen 138 Millionen Dollar. Diese Summe liegt um 10 Millionen unter dem Voranschlag.

Wie man annimmt, dürfte dieses Bauprogramm wesentlich erweitert werden, Admiral Seahy, der Chef des Admiralstabes, erklärte, die internationale Lage sei so ernst, daß die Vereinig­ten Staaten ihre Verteidigungseinrichtungen weiter in dem Zu st and Höch st er Leistungs- ähigkeit erhalten müßten. Es sei unmöglich, die Mittel für die nationale Verteidigung herab­zusetzen, ohne dadurch die nationale Sicherheit zu gefährden. Konteradmiral Cook, der Leiter des Aeronautischen Büros, erklärte, das Büro er­strebe eine Zahl von 2 0 5 0 Flugzeugen bis zum Jahre 1941 gegenüber der früheren Zielsetzung von 1910 Flugzeugen, um die Stärke einiger Marineflugzeuggeschwader von 12 auf 18 Flugzeuge zu erhöhen sowie weitere Flugzeuge für Ausbildungszwecke anzuschaffen. Das Unterhaus nahm die Vorlage an, 15 Millionen

Generalstabskarten des Aufbaus

Wir haben noch für Jahrzehnte große Aufgaben vor uns Die ersten fünf Jahre haben uns den Weg dazu gebahnt, sie anzupacken!" leitet Gau- [eiter Wächtler zu dem kommenden Aufbauvro- gramm über, das alle Lebensgebiete umfaßt. Wirt­schaftlich wird vor allem angestrebt: Verbesserung der landwirtschaftlichen Existenzgrundlagen, Ausbau der Ostmark von einem Gebiet der Rohstosförderung zu einer Werkstä11e der Rohstoffverar- beituna, Verbesserung der Standortverhältnisse der Wirtschaft durch den beschleunigten Ausbau der O st mark st raße Passau Hof und dereinst durch den Rhein-Main-Donaukanal. Die Bayerische Ostmark hat dem ganzen Volk im Vier­jahresplan viel zu bieten. An einer Karte zeigt uns der Gauleiter den Verlauf der großen Deichbau- ten an der Donau, die die Produktion eines land­wirtschaftlichen Ueberschusses für rund 50 000 Men­schen ermöglichen werden; die Standorte der Zell­wollefabrikation und der Holzverzucke­rungswerke; neu aufgeschlossene bergbau­liche Anlagen; die Produktionsstätte der neuen bauwirtschaftlichen Porzella,ne, die ostmärkische Grenzstadt Selb und eine ganze Anzahl von weite­ren im Aufbau begriffenen Arbeitsstätten, die sowohl den Aufbau des Grenzlandes als auch das Gelingen des Dierjahresplanes fördern. Das Bild einer ge­waltigen Regsamkeit, das wir bei unserer Fahrt durch das Land gewonnen haben, gewinnt hier auf der Generalstabskarte des Gaues plastische Gestalt, gewinnt Leben und Einheit. Wir erkennen, wie alle Einzelheiten, die wir auf unserer Fahrt sahen, Teile eines großen Planes sind, dieses einst vergessene und vernachlässigte Grenzland zu einer organischen Le­benseinheit zu machen, die sich aus eigener Kraft er­halten kann und die mit dem Lebensstrom der gan­zen Nation eng verknüpft ist.

Gejundheitsburgen

gegen Schmutz und Aberglauben.

Dann führt uns der Gauleiter noch an eine an­dere Karte, auf der an die hundert Fähnchen ver­teilt find die im Aufbau befindlichen Gesund­heitsburgen. Sie sind aus der persönlichen Initiative des Gauleiters heroorgegangen, und ihnen gilt seine besondere Sorge.Was würde aller Ausbau nützen", erklärt er uns,wenn er einem sterbenden Volke gelten würde! Die furchtbar hohe Säuglingssterblichkeit; die Verbreitung gefährlicher Volkskrankheiten, insbesondere der Tuberkulose, die fast auf die ganze Jugend verbreiteten schweren Zahnerkrankungen forderten ganze Abhilfemaßnahmen, zumal sie durch Aberglauben aller Art in ihrer Verbreitung geför­dert wurden. Aus Mitteln der NSV., also Mitteln, die das ganze Volk gegeben hat, werden zwölf Gesundheitshäuser und an die hundert Schwesternstationen erbaut und dreißig motorisierte Zahnärzte st ationen eingesetzt, die im Namen der Partei die Gesundheitsführung übernehmen. Eine Anzahl dieser Gesundheitsburgen, von denen aus der Kampf gegen Schmutz und Aberglauben rücksichtslos geführt werden wird, sind bereits errichtet. In drei Jahren stehen alle. Sie werden ein Werk für die Volksgesundheit voll­bringen, das für Generationen segensreich fein wirb." Wenn wir mit einstigen Osthilfemitteln des ganzen Reiches vergleichen, was hier aus der frei­willigen Hilfsbereitschaft des Volkes allein auf die­sem einen Sektor des Aufbaues geleistet wird, dann begreifen wir, warum dieses Land erst im natio­nalsozialistischen Reich aufblühen konnte.

Ein Schild für das ganze Reich.