Ausgabe 
18.11.1938
 
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Wirtschaft

Fwd. Endabrechnun

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Der Viktor Lutze - Gepäckmarsch findet am 27. November in Dortmund statt. Am gleichen Tag tragen die SA.-Gruppen Westfalen und West­mark in Dortmund einen Fußballkamvf aus.

2. 3ufi: Regatta in Gießen.

Das Reichsfachamt Rudern hat für kommende Jahr bis jetzt folgende Regatten nehmigt:

Mai, 14.: Brandenburg o. d. H., Dresden:

Ein neuer deutscher Sportwagen.

Im Jahre 1937 fand der Berliner Ingenieur Ger­hard Macher in einer Münchener Werkstatt einen der drei Motoren, die der verstorbene Konstrukteur Zoller für seine Rennwagen geschaffen hatte. In mühseliger Kleinarbeit befestigte Macher die dem Motor noch anhaftenden Mängel und entwickelte einen 1500-ccm-Zwettaktrnotor tritt sechs Zylindern so wett, daß er für Sportwagen rennreif wurde. In diesen Tagen wurde die Maschine trotz größter Schwierigkeiten fertiggestellt. Im Hof der Reichsfach­schule für Stellmacher und Kardsseriobauer in Ber­nau, die für den neuen Wagen die zweisitzige Ka­rosserie in handgefertigter Sonderausführung schuf, wartet der silbergraue neue deutsche Sportwagen auf seine erste Fahrt.

Die niedpiae, gedrungene Form seiner Karosserie gibt dem Modell das Gepräge. Unterhalb der Klappe, die den EinMftutzen für das Kühlwasser verdeckt, kündet bescheiden ein schwarzesM" von dem Mann, der den Wagen baute. Bei einer kur­zen Probefahrt auf der Reichsautabahn zeigte sich ein starkes Anzugs- und Beschleunigungsvermögen. Kaum find die vier Gänge durchgeschaltet, ist bei noch nicht 3000 Touren eine Geschwindigkeit von 145 bis 150 km/st erreicht. Die Spitze liegt bei 190 km/st.

Machers ,M"-Wagen soll zunächst im Sport- wagen-Rennen der i^-Ltter-Klasse eingesetzt wer­den. Heber diese Vorstufe hinaus wird er zum Rennwagen entwickelt, der in dieser Klasse international immer mehr an Bedeutung aewinnt, so daß man schon für dos Jahr 1941 eine 15OO-ccm- Grand-Prix-Formel voraussagt.

Deutsche Turner in Higa und Helsinki.

Die deutschen Turner, die am Freitag zum drit­ten Länderkampf gegen Finnland in Helsinki an­treten, mochten auf ihrer Reise nach der finnischen Hauptstadt in Riga Station. Hier zeigten sie vor einer großen Schar begeisterter Zuschauer auf Ein­ladung des Svortamtes der Deutsch-Baltischen Sportgemeinschaft ihr großes Können und fanden dabei immer wieder Riesenbeifall. Nach einer kur­zen, zwischenfallosen Seereise wurde dann Helsinki erreicht, wo eine Abordnung des Finnischen Turn­verbandes die deutschen K^^teroden herzlich be­grüßte.

Ganz Finnland wartet mit großer Spannung auf den Länderkampf. Die Messehalle in Helsinki ist bereits ausverkauft. Alle Zeitungen würdigen in großer Aufmachung das Können der Mannschaften unb rechnen dabei recht zuversichtlich einen finni­schen Sieg heraus.

Deutsche nuderreaatten 1939.

Große Strafkammer Gießen

Die Hauptverhandlung gegen die Eheleute V. aus Friedberg wegen Konkursve'rbrechens mußte gestern unterbrochen werden, da einer der Richter plötzlich erkrankte. Nach § 229 StPO, in Verbindung mit Kapitel I Art. 6 § 1 der Notverordnung vom 14. Juni 1932 muß die Hauptverhandlung spätestens am elften Tage fortgesetzt werden, widrigenfalls mit dem Ver­fahren von neuem zu beginnen ist.

Züdischer ©ftuerbdruticr.

Lpd. Frankfurt a. M., 16. Nov. Dos Fronk- furter Schöffengericht hatte den 40jährigen Juden Gustav E h r m a n n wegen Steuerhinter­ziehung verurteilt. Der Angeklagte focht das Urteil an, beschränkte seine Berufung ober auf das Strafmaß. Die Große Strafkammer prüfte den Fall noch und gelangte zu einer kleinen Abänderung des erstinstanzlichen Urteils. Der Tatbestand war fol­gender: Der Angeklagte betrieb einen Handel mit Radioapparaten, Staubsaugern, elektrotechnischen Artikeln und Photoapparaten, gab aber weder Ein­kommensteuer- noch Umsatzsteuererklärungen ab und teilte auf eine Anfrage des Finanzamts mit, daß er monatlich nur 40 Mark verdiene. Als bann eine Nachprüfung ftattfanb, wurde festgestellt, daß der

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bereits die Teilnahme an derTour de France" sowie an den Rundfahrten von Luxemburg unb der Schweiz. ,Aund um Luxemburg" wird vom 20. bis 23. Mai ausgetragen. Es starten elf Sechser- Mannschaften, unter denen Belgien, Frankreich und Luxemburg je zweimal vertreten sind. Deutschland, Schweiz, Italien und Holland sowie eine gemischte Mannschaft England-Spanien vervollständigen das Feld.

Fwd. Endabrechnung der Rotzgek« preisruckvergütung 1937 /38. Gemäß An­ordnung der Hauptversammlung der deutschen Ge­treide- und Futtermittelwirtschaft erfolgen bte Aus- Zahlungen der sich aus der Endabrechnung der Rog-' genprelsrückoergütung 1937/38 etwa ergebenden Guthaben nur, sofern die für die Endabrechnung gemäß Anordnung vom 31. Mai 1938 vorgeschrre- denen Fragebogen bis zum 30. November 1938 eingereicht werden. Mühlen, die die Fragebogen nicht bis zum 30. November 1938 eingsreicht haben, gehen etwaiger Ansprüche auf Zahlung der für die Zeit vom 1. Juli 1937 bis 30. Juni 1938 noch nicht gezahlten Roggenpreisrückvergütungsbeträge ver- ustig.

Fwd. Erzeugerfestpreis für Inlands- Futtermais Der Erzeugerfestprels für nn In- . anb erzeugten Futtermais beträgt rm Wrrtschafts- ohr 1938/39 mit sofortiger Wirkung 20 Mark is 100 Kilogramm, ausschließlich Sack, ab Station des

Die Bedeutung der normalen Aasenatmung

Zweiter Vortragsabend der Dolksbildungsstötte.

Erzeugers.

Mein-Mainische Börse.

Mrttagsbörse: Sehr ftüL

Frankfurt a. M., 17. Nov. Der Börse mangelte es stark an Aufträgen, sowohl nach der Kauf-, als nach der Verkaufsseite. Es herrschte daher weit­gehendste Geschäftsstille, und int Verlauf der ersten Börsenstunde wiesen die Kurstafeln noch starke Lücken auf. Die wenigen vorerst notierten Papiere des Aktienmarktes lagen nicht ganz einheitlich und nur wenig verändert, die Gefamthaltung war jedoch als etwas leichter zu bezeichnen. Stärker ab* weichend waren am Montanmarkt Rhein. Braun* kohlen mit 203,25 (207,50). Hoesch bröckelten auf 115 (115,75), Mannesmann auf 108,25 Brief (109) und Deutsche Erdöl auf 125,50 (126) ab, während Verein. Stahl mit 106,65 (106,50) gut behauptet blieben. Von chemischen Werten setzten IG. Farben mit unverändert 147,50 und Metallgesellschaft 1 v. H. höher mit 120 ein. Sonst kamen im einzelnen zur Notiz: Reichsbank 191,25 (191,50), Rheinmetatt 134,75 (135), Zellstoff Waldhof 126,50 (126), AEG. unverändert 118, Adlerwerke Kleyer 108,50 (108) und Westdeutsche Kaufhof 104,50 (104,25).

Auch an den festverzinslichen Markten herrschte äußerste Stille. In Industrie-Obligationen bestand Abgabeneigung, so daß Rückgänge von durchschnittlich 0,25 bis 0,50 v. H. eintraten, Färbens- Bonds verloren 1,25 v. H. auf 120. Pfandbriefe und Stadtanleihen sowie Staatspapiere lagen un=» verändert. Dekosama I 0,25 v. H. ermäßigt auf 136; dagegen Reichsaltbesitz unverändert 130,80 und Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,13 v. H. höher mit 125,50. KommunÄ-Umschuldung halbamtlich 93,30 (93,40).

Im Verlause überwogen am Aktienmarkt Ab-- schwächungen von 0,50 bis 1 v. H. Dem nur kleinen Angebot stand fast keine Aufnahmeneigung gegen-« über, die Umsätze blieben sehr begrenzt. IG. Farben 147 bis 146,25 nach 147,50, Verein. Stahl 105,75 nach 106,65, Mannesmann 107,25 nach 108,25, Hoesch 114,50 nach 115, AEG. 117 bis 116,50 nach 118, Westdeutsche Kaufhof 104 nach 104,50, Daimler 134 nach 134,50, Conti Gummi 204 nach 205. Bon erst später notierten Werten, die zumeist niedriger lagen, verloren Scheideanstalt 2 v. H. auf 196, Rheinstahl 1,50 v. H. auf 133,50, RWE. 1,25 v. H. auf 119,50. Bankaktien gingen bis 0,50 v. H. zurück.

Der Freiverkehr lag stlll und mangels Umsatz nahezu unverändert. Etwas höher Verein. Fränk. Schuh mit 79 bis 81 (76,50 bis 78,50). Tagesgeld etwas gefragt und 2,50 (2,25) v. H.

Abendbörfe still und abbröckelnd.

Bei Fortdauer der Geschäftsstille und starken Zu­rückhaltung brodelten am Aktienmarkt die Kurse überwiegend weiter etwas ab, wobei die Rückgänge teilweise bis 1 v. H. ausmachten. Vielfach waren es nominelle Angleichungen an den Berliner Stand. Je 1 v. H. schwächer lagen Rheinstahl mit 132,50, Bernberg mit 135, Scheidean statt Mit 195 und Zell­stoff Waldhof mit 125, ferner gaben Demag auf 145,25 (146), IG. Farben auf 146 (146,40), Moenus Maschinen auf 125,50 (126) und Deutsche Erdöl auf 125 (125,50) nach. Mannesmann mit 107,13 (107,25) und Vereinigte Stahl mit 105,50 (105,65) lagen knapp gehalten. Gesfürel blieben zu 133 im Ange­bot. Bankaktien blieben auf dem ermäßigten Mit­tagsstand gehalten, Adca 97,75, Commerzbank 112.25, Deutsche Bank 118, Dresdner Bank 111. Von Jn- dustriewerten notierten Aschaffenburger Buntpapier mit 87, Schuh Herz mit 111,75 und Haid & Neu mit 111. Am Rentenmarkt besserten sich Reichsatt­besitz um 5 Pf. auf 130,75, Farben-Bonds unver­ändert 120. Im Freiverkehr hatten Kommun al.Um­schuldung bei unverändert 93,30 und 4 v. H. Ren­tenbank-Ablösung mit 90,65 (90,75) kleines Geschäft.

Sranffurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M, 18. Nov. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 1271 Rinder (234 Ochsen, 114 Bullen, 677 Kühe, 246 Färsen), 229 Kälber, 84 Hammel, 70 Schafe, 57 Schweine. Es kosteten: Ochsen 35 bis 46,50 Mark, Bullen 35 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 34 bis 45,50, Kälber 35 bis 65, Hämmel 36 bis 52, Schafe 20 bis 42, Schweine 50 bis 59 Mark. Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schweine zuge- teilt; Hämmel und Schafe lebhaft.

LPD. WHW.»Postwertzeichen. Wie be­reits mttgeteilt, werden vom 18. November ab Frei­markenheftchen mit WHW.-Briefmarken herausge­geben. Die für diese Heftchen gedruckten beiden Mar­kenbogen werden durch die NS.-Dolksnvohlfahrt ver­trieben und können außerdem schriftlich bei der Ver­sandstelle für Sammelmarken in Berlin W 30 be­stellt werden. Die Bogen enthalten nicht wie in der ersten Meldung gesagt 10, sondern jeder nur 6 Heftchenblätter. Der Preis der Bogen ermäßigt sich daher entsprechend von 9 auf 5,40 Mark für den einen, von 11 auf 6,60 Mark für den andern und von 20 auf 12 Mark für beide Bogen zusammen.

** Unter dem Verdacht d e r Kindes­tötung verhaftet. Ein junges Mädchen aus der Marburger Gegend, das in Gießen beruflich tätig war, wurde unter dem Verdacht der Kindes­tötung verhaftet und in gerichtliche Untersuchungs­haft gebracht. Das Mädchen hatte Anfang November heimlich Zwillinge geboren. Die beiden Kindchen fand man vor einigen Tagen im Kohlenkeller des Hauses unter den Kohlen versteckt tot auf. Gegen das Mädchen richtete sich alsbald der Verdacht, die neugeborenen Kinder ums Leben gebracht zu haben. Die Ermittlungen sind noch im Gange.

den Kämpfen um den Hartmannsweilerkopf im Jahre 1914 so hervor, daß er besonders erwähnt wurde. Bier Jahre lang stand er im Felde, wäh­rend feine Gattin in der Heimat im Pfleyedienst wirkte und die beiden Söhne als Kriegsfrelwillige gleichfalls an der Front standen. Der soldatische Sinn und die stete Einsatzbereitschaft des Vaters für Volk und Vaterland fanden auch bei den beiden Söhnen freudigen Widerhall, die beide im Freikorps und frühzeitig auch in der völkischen Bewegung, ebenso in der NSDAP, sich einsetzten.

Don zahlreichen Ehrenämtern, die Prof. Dr. Kraemer im Laufe feines reichgesegneten Lebens innehatte, ist vor allem seine hervorragende Mit­arbeit in der Führung des Kriegerverbandes Kyff- Häuser hervorzuheben. Als vorbildlicher und begei­sterter alter Soldat setzte er sich auch an dieser Stelle stets mit aller Kraft für die Stärkung und Ver­tiefung dös Wehrgedankens, wie überhaupt des sol­datischen Geistes in allen Schichten der Bevölke­rung, besonders aber unter der Jugend ein. Dazu bot ihm feine berufliche Stellung im Schuldienst reiche Gelegenheit.

Durch seine gute kameradschaftliche Gesinnung, seinen lauteren Charakter und sein allezeit liebens­würdiges und hilfsbereites Wesen gegenüber jeder­mann hat er sich in Stadt und Land, insbesondere im Kreise der alten Soldaten, große Wertschätzung und viele Freunde erworben.

KdI.-Dolkswagen auf OSwaldsgarten

Am heutigen Freitag, von 17.30 bis 19.30 Uhr stehen auf Oswaldsgarten die drei Typen der KdF.- Volkswagen zur Besichtigung durch alle Dolks- genosien bereit. Jedermann ist von der NSG.Kraft durch Freude" zur Besichtigung eingeladen.

Bann und ünfergau 116.

Die zweite Vorstellung im Rahmen des HI.-Thea­terringes findet am Montag, 28.11., statt. Zur Auf­führung gelangt:Ein Sommer na chtstraum". Die Karten hierfür sind ab sofort gegen sofortige Kasse auf der Banndienststelle, Seltersweg 52, von den hierfür ^Beauftragten einheitsweise abzuholen.

BOM.-Untergau 116 Gießen.

Schar 2 der BDM.-Werk-Gruppe IV/116 tritt am Freitag, 18.11., um 20.15 Uhr, an der Stadtpost an.

Achtung! BOM.-Mädel!

Die Obergauführerin des BDM. hat für die Sie­gerinnen aus dem Berufswettkampf 1939 folgendes in Aussicht gestellt:

1. Kostenlose Teilnahme der Kreissiegerinnen an einer Hessen-Nassau-Fahrt des BDM.

2. Kostenlose Teilnahme der Gausiegerinnen an einer Großfahrt des Obergaues.

Melde dich sofort zum Reichsberufswettkampf aller Schaffenden an!

Tagung her Kaffenverwaliennnen.

Gfs. Am 10. November fand im Hotel Hinden­burg eine Tagung der NS.-Frauenschafts-Kassen- Verwalterinnen statt. Die Kreiskassenverwalterin Fräulein R o s e n s ch o n eröffnete die Aussprache mit einigen Worten über die Tagesereignisse und gab neue Richtlinien zu der verantwortungsvollen Arbeit der Verwaltung. Die Frauen und Mädchen, die ihre Arbeit alle ehrenamtlich übernommen haben, folgten den Ausführungen mit großem Interesse und gehen nun mit neuer Freude an ihr sicherlich nicht leichtes Amt. Fräulein R o s e n s ch o n gab ihnen auch die Karten zum Vorverkauf für den Weihnachtsmarkt mit nach Hause.

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Die Arbeit der Gießener Dolksbilduntzsstätte wird erfreulicherweise von einer immer größeren Tell- nehmerzahl gewürdigt. Zahlreiche Zuhörer fanden ich auch am gestrigen Donnerstagabend im großen Hörsaal der Universität ein, um den Vortrag von Prof. Dr. Brüggemann, Direktor der Unwer- itäts-Klinik für Ohren-, Nasen- und Halskranke, über die Bedeutung der normalen Nasenatmung zu hören. , _ .

An Hand eines überdimensionalen Modells er­läuterte der Dorttagende anschaulich die vielfältigen Funktionen, die gerade der Nase aufgetragen sind. Er schilderte zunächst die Nase als R i e ch o r g an, bas allerdings nicht etwa bet allen Menschen gletch- rnäßig gut, sondern sehr unterschiedlich ausgebildet ei. Einen Dergleich mit den Riechorganen mancher Tiere halte die menschliche Nase überhaupt kaum aus. Der Redner beschäftigte sich dann damit, wie es möglich ist, daß manchen Menschen das Riech­vermögen völlig abgehe, zeigte aber auch, wie es möglich ist, solchen Menschen zu helfen und chnen damit ein für sie neues Lebensgefühl zu geben.

Als eine wichtige Aufgabe der Nase stellte Prof. Brüggemann dann die Anwärmung der ein« geatmeten Luft heraus, für die die Nase be- onbers geeignet ist. Da die Luft über stark durch­blutete Gewebe stteiche, erfolge die Anwärmung in kürzestem Zeitraum. Diese Erwärmung der Luft sei ehr wichtig; am wichtigsten aber die Anreiche­rung der eingeatmeten Luft mit Waf­er dampf. Die Bedeutung dieser Sättigung der eingeatmeten Luft mit Wasserdampf liege in der Tatsache begründet, daß ständig eingeatmete zu trockene Luft für die Lungen schädlich sei und für Lungenentzündungen anfällig mache. Eine große und wichtige Aufgabe habe bte Nase außerdem mit ber Reinigung b e r Luft von Fremd­körpern, insbesondere von Staub. Hierfür seien die Einrichtungen des Flimmer evsthels und der um- angreichen Mandelgewebe geschaffen.

In seinen wetteren Darlegungen wie der Redner auf die mannigfachen Folgeerscheinungen hin, die ich ergeben, wenn die Nase nicht in allen Tellen >en natürlichen und normalen Gegebenheiten ent­spricht. Er erläuterte die Schädigungen, die aüf- treten können, wenn die Nase zu wett ist, in einer zu weiten Nase die Luft zu schnell durchstteicht, nicht genügend angeroärmt, nicht genügend mit Waf- serdampf gesättigt oder gereinigt wird; er gab

Erdteil-Boxkampf

EuropaUSA. in Chikago.

Die Reise einer Europa-Boxstaffel zum Erdteil- kämpf gegen eine Auswchstmannschaft der Vereinig­ten Staaten ist auch für das nächste Jahr bereits gesichert. Im Anschluß an die am 22. April zu Ende gehenden Europameisterschaften werden die neuen Europameister am 24. April von Dublin aus die Ueberfahrt nach Neuyork antreten. Der offizielle Erdtellkampf wird am 10. Mai in Chikago ausge- ttagen. Ihm folgen, wie schon bisher, zwei weitere Kämpfe auf amerikanischem Boden. Der letzte Kampf im Mai dieses Jahres, ebenfalls in Chikago, endete mit einem 10:6-Sieg der Amerikaner.

!lm die Fußball-Bannmeisterschast.

Vier Jugendrmmuschaften von 1900 im Kampf.

Vier HI.-Mannschaften hatte die Spielvereiriigung 1900 am vergangenen Sonntag aufgestellt, die um Sieg und Punkte kämpften. Die 1. Jugend der Blau- weißen bezwang die Jugend des Rivalenvereins mit einem knappen aber durchaus verdienten 2:1-Erged- nis. Beide Jugendmannschaften zeigten kein beson­ders schönes Spiel. Lediglich Kraft I bei den Blau- weißen lieferte eine hervorragende Partie. Der gleiche Spieler war auch bei dem Kampf Stadt- jugertb Landjugend der beste Mann auf dem Spielfelde. Bei der 1. Jugend der Svielvereinigung 1900 vermißte man das gewohnte Zusammenspiel.

Die Id-Jugend der Blauweißen trug in Steinberg ein Freundschaftsspiel aus, da die Jugend der Teu­tonen nicht die Päsie in Ordnung hatte.

Einen tapferen Kamvf bestand die 2a-Jugerck). Hervorragend war der Tormann und die Abwehr. Die 1. Jugend von Lollar hatte ihre gute Last, die drei Tore zu erzielen. Hier muß man bedenken, daß die 1. Jugend ber Blauweißen vor 14 Tagen nur ein 0:0-Ergebnis der 1. Jugend von Lollar abtrotzen konnte.

Die neuaufgestellte 2b-Jugend der Spielvereini- gung 1900 mußte sich mit dem gleichen Ergebnis wie die 2a-Jugend (0:3) geschlagen bekennen. Der Gegner aus Heuchelheim war reifer und spiel- erfahrener.

Allendorf (Lahn) 1. Jgd. Dukenhofen 1. 3ab. 3:2 (3.-0).

Am Buß- und Bettag war die 1. Jugend Mann­schaft von Dutenhofen in Allendorf, zu ©oft Man hatte von vornherein den Gästen den Sieg zuge­rechnet, well die Platzbesitzer mit fünf Mann Ersatz anttaten. Die ©äste, die sich jedoch vorerst schwer auf die Platzverhältnisse einstellen konnten, mußten bis zur Halbzeit dreimal den Ball aus dem Netz holen. Anders jedoch war es in der zweiten Hälfte des Spieles, hier konnten die ©äste kurz vor Schluß des Spieles zwei Tore aufholen.

Kurze Sportnotizen.

Die Wiener Kunst lauf er-Garde gab sich Mittwochabend bei der Eröffnung der Wiener Engelmann-Nsbahn ein Stelldichein. Aus dem Alt- reich war ber Münchener Horst Faber gekommen, der ebenso wie Emmy Puzinger, Hanne Niember­ger, Wagner-Staniek usw. viel Beifall erhielt.

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gleichzeitig auch zu wissen, auf welche Weise diese Mängel zu beheben sind. In gleicher Weise schll- berte er die Nachteile einer zu engen Nase, die bem Arzt Abhilfe auf leichtere und weniger kom­plizierte Art gestatte.

Ausführlich behandelte der Redner bann die krankhaften Veränderungen, die im Atmungsappa­rat der Nase entstehen können. Er sprach über die möglichen Entzündungen der Nasennebenhöhlen, der Stirnhöhle, der Kiefernhöhlen und klärte ferner bar- über auf, wie Schnupfen, chronischer Schnupfen und das Schnarchen Zustandekommen und nne diesen Schädigungen abgeholfen werden kann. Mit großem Interesse folgte man ferner den Darlegungen über normale und anormale Rachen- und Gaumen­mandeln, wie auch den Erläuterungen der möglichen Krankhettserscheinungen, die durch anormale Be­schaffenheit ber Nase ober durch unzureichend er­füllte Funktionen der Nase hervorgerufen werden können: , _ ,

So schilderte Professor Brüggemann als Folge einer anormalen Atmung die häufigen Erscheinun­gen von Heiserkeit, Erkältungen, Bronchitis, die Möglichkeiten ber Entstehung chronischer Entzün- düngen, ber Lungenblähung und ber Herzbeschwer­ben. Man erfuhr, wie vermehrte Mundatmung zu Karies, Mandelentzündung, Hals- und Kehlkopf­entzündungen führen kann, wie die Kieferhöhlen­eiterung Magen- und Darmleiden schaffe. Die ver­mehrte Mundatmung rufe Schnarchen und Alp­drücken hervor. Bei Kindern könne außerdem bei behinderter Nasenatmung manche Sprachstörung auftreten. ..

Zum allgemeinen Trost sagte Professor Brügge­mann, daß, wenn es auch nicht in allen Fällen ge­linge, Mängel zu beseitigen, es doch meist möglich sei, bei richtiger Erkenntnis des Krankheitsbildes Abhilfe ZU schaffen unb dem bis dahin leidenden Menschen wirksam zu helfen. Zum Schluß hörte man noch von den verschiedenen Formen der Ope­ration, wie sie die moderne Wissenschaft durchzu- führen gestattet.

Die Zuhörer dantten dem Redner für die allge- mein verständlichen Ausführungen mit herzlichem Beifall. Zahlreiche Fragen, die von den Zuhörern gestellt und von Professor Brüggemann beantwortet wurden, bewiesen das rege Interesse an dem Vor­trag.

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Berliu-Grünau (Frühjahrsregatta), Heidelberg, Köln- Mülheim; 27.Z28. (Pfingsten): Magdeburg, Wien (Stromregatta); Juni, 4.: Breslau, Elbing, Em­den, Flensburg, Halle, Karlsruhe, Kasiel, Neurup­pin, Trier, Würzburg; 11.: Dessau, Hagen (Hengstey- Regatta), Offenbach; 18.: Bernburg, Bremen, Dan­zig, Greifswald, Mannheim, Potsdam, Wien; 25.: Frankfurt a. M., Frankfurt a. d. Oder, Hannover, Leipzig, Schneidemühl; Juli, 2.: Berlin-Grünau (Große Berliner), Gießen, Oppeln, Stuttgart oder Heilbronn; 9.: Esten, Hanau, Königsberg, Postau; 16.: Bad Ems, Bamberg, Hamburg, Leitmeritz, Stettin; 23.: Mainz, Schwerin, Velden; 30.: Ber­lin, Duisburg, Neusalz (Oder); August, 12./13.: Deutsche Meisterschaften in Hannover. Konstanz noch ohne Termin.

Luxemburg-Kayrt mit Deutschen.

Die deutschen Berufsstraßenfahrer werden im kommenden Jahre mit wenigen Ausnahmen alle Radrundsahrten Europas mttbesttetten. Fest steht

Angeklagte, der übrigens auch feine Gewerbesteuer zahlte, 1934 einen Umsatz von 6577 Mark, 1935 von 30 208 Mark, 1936 von 57 029 Mark, 1937 von 115 000 Mark und 1938 von 28 000 Mark gehabt hatte. Sein Verdienst betrug 10 v. H. Zum Teil verkaufte ber Jude Waren unter dem vorgeschobe­nen Preis. Es waren in den Jahren 1934 bis 1938 an Umsatzsteuer 4690 Mark, an Einkommensteuer 3704 Mark und an Gewerbesteuer 895 Mark hinter­

zogen roorbeiL Der Angeklagte wurde wegen Steuer­hinterziehung in drei Fällen zu acht Monaten Gefängnis und 20000 Mark Geldstrafe verurteilt.

Hunbfunfprogramhi

Samstag, 19. November.

6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nach­richten. 8.10: Gymnastik. 830: Froher Klang zur Werkpckuse. 9.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 9 40: Deutschland Kinderland. 10: Schulfunk. Eine Hörfolge aus den Tagen des Weltkrieges. 11.45: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert U. 14: Nachrich­ten. 14.10: Strengt euren Scharfsinn an! Schall- platten-Preisrätsel. 15: Die politische Führung einer Großstadt. 15.15:Wir sparen für den KdF.- Wagen." 15.30: Wer rät mit? Unsere Jungmädel beim Nüsseknacken. 16: ,Ldmm', mach' dir das Le­ben leicht Wenn auch's Geld nicht immer reicht!" Ein fröhlicher Schallplattenreigen. 18: Sport des Tages unb für den Sonntag! 18.15: Bühne und Film im Rundfunk. 18.30: Blasmusik Froher Klang 3um Feierabend. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15:Laßt ruhen eure arbeitsamen Hande, Seid froh und lacht zum Wochenende!" Zwei Stunden gute Laune für die Kameraden ber Arbeitslager rm Westen. 22: Nachrichten. 22.30: Wir tanzen in den Sonn tag! 34 bis 2: Nachtkonzert. Richard Wagner.

brerfMtitnfrcn Der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach"

mittag geschlossen.

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