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Ablieferung der Goldmünzen

Das Siadttheaier Gießen in der neuen Spielzeit

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Nachahmenswerte praktische BolkSgemeinschast.

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lin) jugendliche Heldin, Hilde Kneip (Düsseldorf) Chargenspielerin, Anneliese Schioed er (Hagen) jugendliche Salondame, Gisela Vollert (Außia) 1. Salondame, Eduard Cossovel (Linz) 1. Held,

es ihnen doch schwer, herumzukommen, denn sie stießen gegen die Häuser von Buchbinder Röder und Bäckermeister Frank. Einige Meter davor auf­geschichtetes Holz sowie das Gitter des Denkmal­platzes, das sie umrissen, milderten den Anprall, so daß die Häuser kaum beschädigt wurden. Auch die Autos trugen nur kleinere Beschädigungen davon,

= Steinbach, 17. Aug. Der Landwirt Jakob Horn II. hatte für den vergangenen S.amstag die Verpachtung seiner landwirtschaftlichen Grund­stücke angesetzt. Da nur auf einige wenige Grund­stücke ein Angebot erfolgte, verlief die Verpachtung ergebnislos.

* Lang-Göns, 18. Aug. Am heutigen Don­nerstag kann Frau Marie Kramp Witwe in gei­stiger und körperlicher Frische ihren 8 5. G e b u r t s - t a g feiern. Obwohl die Jubilarin körperlich etwas behindert ist, hilft sie noch gerne im Hause und in der Wartung ihres Urenkels. Vier Kinder, elf Enkel und fünf Urenkel werden mit ihr feiern. Einen Sohn verlor sie im Jahre 1918 an den Folgen einer im Krieg erlittenen Krankheit. Die hochbetagte Frau erinnert sich gern vergangener Zeiten, sie nimmt aber auch an den Geschehnissen unserer Zeit lebhaf­ten Anteil.

Wer kennt den Hochstapler?

Festnahme eines gefährlichen Betrügers.

Lpd. Frankfurt a. M., 17. Aug. Wegen fort« gesetzten Darlehenkreditbetr u g e s wurde ein angebl. Graf Johann Maria v. Jürgaß, am 27.7.96 in Graudenz geboren, feftgenommen. Er nannte sich auch Werner Kerm In Frankfurt hat er von Februar 37 bis Mai 38 einer Frau 5 00 0 R M. abgeschwindelt und sich als Freiherr von P l e h n und mit angeblichem Schriftsteller- namen Dr. Werner Kern ausgegeben. Er hat keine Papiere, keine feste Arbeit und sucht Anschluß in besseren Kreisen. Angeblich hat er sich als Schrift­steller, Maler, Artist, Hellseher, Graphologe und Autoverkäufer beschäftigt, sich ab Ende 1929 bis jetzt in Berlin, Leipzig, Dresden, Chemnitz, Elberfeld, Würzburg, München und Nürnberg aufgehalten und in Wien, Bahnhofstraße 12/14, gewohnt. Dort ist er als Autoverkäufer eingestellt gewesen. Er ist 1926 in Elberfeld als Postanweisungsschwind« ler unter den Namen Karl Wilhelm Beidick, Graf W i ck e n b u r g und Dr. B e y aufgetreten. Vermutlich hat er vom Erlös aus strafbaren Hand­lungen und Zuwendungen aus Damenbekanntschaf­ten' gelebt. Der Hochstapler ist 1,71 Meter groß, schlank, dunkelblondes Haar, blaß, hat dunkelbraune Augen, wellige Nase, lückenhafte Zähne und trägt mittelgrauen Anzug, graues Hemd, schwarze Halb­schuhe, grauen Hut, grauen Mantel, Brille ohne Fassung. Wer kann über den hier beschriebenen Hochstapler Angaben machen? Mitteilungen werden an die Kriminalpolizei oder die nächste Polizeidienst­stelle erbeten.

Die Vorbereitungen unseres Stadttheaters für die neue Spielzeit sind in vollem Gange. Ein ausführ­liches, bebildertes Werbeheft gibt über die neuen künstlerischen Pläne der Spielzeit 1938/39 Auskunft. Der Inhalt gibt einen Gesamtüberblick über die neuen Kräfte, die, sichtbar und unsichtbar, im kom­menden Winter wirken werden.

Für die ausgeschiedenen Mitglieder wurden neu­verpflichtet: Dr. Hannes Razu-m (Stadttheater Aachen) als Oberspielleiter des Schauspiels und Stellvertreter des Intendanten; Gert Buchheim (Landesbühne München) als Oberfpielleiter der Oper und Operette; Thea Maaß (Opernhaus Köln) als Ballettmeisterin; Jeanette A n d r e a e (Landesthea­ter Oldenburg) als Kostümbildnerin. Im Schauspiel wurden neuverpftichtet: Margot Eickhoff (Ber-

von der Reichsbank den vollgültigenGegen- mc r t in deutscher Reichswährung. Den Aberglauben an die Allmacht des Goldwertes hat sich das deutsche Volk längst abgewöhnt. Sein größ­ter Schatz ist die Arbeitskraft, die immer neue Werte erzeugt. Die wenigen Goldstücke im Schubkasten des einzelnen Zeitgenossen sind ein toter Wert, er hat nichts dazu beigetragen, daß die Räder wieder laufen und Millionen deutscher Fäuste wieder Arbeit haben. Fügen wir die Summe dieser toten Werte in die Reserven der Reichsbank ein, so vermögen sie wohl an dieser Stelle segensreich zu wirken, in unserer Sammlung waren sie nur noch ein schönes Erinnerungsstück, sonst nichts.

Unser Volk kann aber von Erinnerungen allein nicht leben, sondern bedarf immer neuerKräfte- an triebe. Der Weg zur Reichsbank zur Anmel­dung etwa nach vorhandener in- und ausländischer Goldmünzen ist eine Betätigung staatsbürgerlicher Gesinnung, die keinem schwer fallen kann. Millionen haben sich im Kriege von ihren Goldstücken getrennt, ungezählte Deutsche haben ihre letzten Goldstücke in der Inflation geopfert, um für ihre Kinder das Nötigste zu beschaffen. Was noch an geprägtem. Golde vorhanden sein mag, ist sicherlich beim ein­zelnen nicht viel, aber, wie gesagt, es kann sich noch um Millionen handeln, wenn man die Gesamtheit dieses Restbesitzes erfaßt. Daß das neue Deutsch­land mit seiner Leistung der stärkste Garant für die Erhaltung echter Werte ist, bedarf keines Beweises. Anderseits sott aber jeder wissen, daß das Dritte Reich seinen Gesetzen unnachsichtig Respekt zu ver­schaffen weiß. Daher handelt jeder in seinem Inter­esse und im Sinne des Volksganzen, wenn er -bis zum 31. August die alten Goldmünzen gegen deutsche Währung umtauscht.

sind nun herum.

Jedoch: Noch warten zwei Weizenäcker auf das Abmähen! Der Sonntag kommt! Der junge Bauer hat es wirklich nötig, sich von der schweren Wochen­arbeit auszuruhen. Dennoch läßt er es sich nicht nehmen, die Uebungsftunbe seines Gesangvereins zu besuchen. Hier ist er ein geachteter und beliebter Sangesbruder. Gegen Mittag droht ein Gewitter. Heimlich kommen 15 Sangesbrüder, aber nicht mit Dirigentenstab und Noten, sondern mit Sensen und Sicheln hinterm Dorf zusammen. Zu ihnen gesellen sich noch andere Dorfgenossen, und dann hört man ein Rauschen der Sensen und fröhliches Geplauder der hilfsbereiten Kameraden. Einige mähen die Halme nieder, andere nehmen ab, und wieder andere binden die Garben.

In kurzer Zeit sind zwei Weizenäcker abgemaht. Man geht auseinander mit dem stolzen Gefühl, ein gutes Werk getan zu haben. Und dann prasselt der Regen nieder, unaufhörlich bis in die Nacht hinein! Wenn dann am anderen Morgen der Jung­bauer seinen Weizen schneiden will, dann wird er überrascht sein von dem Werk derHeinzelmänn­chen". Er wird in Dankbarkeit all derer gedenken, denen Gemeinnutz vor Eigennutz geht und die ein nachahmenswertes Beispiel wahrer Dorf- und Volks­gemeinschaft geben.

Natsherrensihung in Alsfeld.

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Leo Frobenius' letzter Gang.

Unter großer Anteilnahme wurden in Frank­furt a. M. die sterblichen Ueberrefte des Forschers Geheimrat F r o b e n i u s zur letzten Ruhe gebettet. Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs legte einen Kranz für die Stadt Frankfurt nieder und schilderte den kämpferischen Geist Frobenius', den Schwierigkeiten nicht hindern konnten, auf dem ein­geschlagenen Wege fortzuschreiten. So stehe Frobe­nius vor uns als deutscher Forscher, deutscher Kämp­fer und deutscher Mann. Der Rektor, Professor Dr. P l a tz h o f f, legte zwei Kränze nieder für die Uni­versität Frankfurt und für die Philosophische Fakul­tät. Auch er schilderte Frobenius als einen Mann der Tat, dessen Schaffens- und Wissensdrang weit über die Grenzen einer Wissenschaft hinausgegangen sei. Der Vorsitzende des Kuratoriums der Deutschen Gesellschaft für Kultur-morphologie und des For­schungsinstituts für Kulturmorphologie widmete dem Verstorbenen einen warmen Nachruf; in den beiden Instituten werde weiter an dem gearbeitet werden, was Frobenius errichtet habe und roo-für er bis zu feinem Tode gearbeitet und gekämpft habe.

50 sichre Frankfurter Haupibahnhof.

* Frankfurt a. M., 18. Aug. Der Frank­furter Hauptbahnhof, dessen mächtige Hollen auch heute noch als Höchstleistungen im Eisenkonstruk­tionsbau angesehen werden dürfen kann am heu­tigen Donnerstag auf eine 50jährigeDienstzeit" zurückblicken. Der Bahnhof, damalsCentral-

20 bis 25 Pf, Kose, das Stück 4 bis 9, Eier, deutsche, Klasse B 12, Klasse D ION, aussortiert 10, Wirsing, % kg 10, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 12 bis 15, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 bis 20, Bohnen, grün 15 bis 25, gelb 20 bis 25, Tomaten 20 bis 35, Zwiebeln 10 bis 15, Rhabarber 10 bis 15, Pilze 50 bis 60, Kartoffeln, % kg 5 bis 6 Pf., 5 kg 50 Pf-, 50 kg 4 bis 4,50 Mark, Frühäpfel, V» kg 40 Pf, Falläpfel 12 bis 15, Pfirsiche 65, Brombeeren 40, Birnen 40, Pflaumen 50 bis 60 Pf., junge Hähne 1,10 bis 1,15 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1,05 Mark, Blumenkohl, das Stück 10 bis 50 Pf-, Salat 8 bis 15, Salat­gurken 8 bis 35, Einmachgurken 1 bis 5, Endivien 5 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 15, Sellerie 20 bis 25, Radieschen, das Bündel 8 bis 12, Erbsen,^ kg 20 bis 28 Pf.

** Betriebsführer für b i e Abfüh­rung der 'Bürger ft euer haftbar ! Der Oberbürgermeister macht aus gegebenem Anlaß dar­auf aufmerksam, daß der Betnebsfuhrer für die Einbehaltung und Abführung der Burgersteuer für feine Gefolgschaftsmitglieder haftet.

Große Strafkammer Gießen.

Am Dienstag und Mittwoch verhandelte die Große Strafkammer gegen den E. W. aus Friedberg eine Anklage wegen Betrugs. Dem Angeklagten wurde zur Last gelegt, von einem Klienten, den er in einem Prozeß vertreten hatte, einen namhaften Betrag als

Bahnhof" genannt, wurde am 18. August 1888 sei­ner Bestimmung übergeben.

Erneute Wilderer-Festnahmen im Dillkreis.

Zahlreiche Dassen und Gehörne beschlagnahmt.

Lpd. Herborn, 17. Aug. Wie bereits gemeldet, haben Beamte der Kriminalpolizeileitstelle in Frank­furt a. M. in Verbindung mit den örtlich zuständi­gen Forst- und Polizeistellen eine Wilderer« Razzia großen Stils im Dillkreis durchgeführt.

Die weiteren erfolgreichen Ermittlungen .ührten u. a. jetzt zur Festnahme von zwei Personen aus Dillbrecht, die sich der fortgesetzten Wilde- r e i schuldig gemacht haben. Bei einem der Festge- nommenen wurden neben Waffen 40 Gehörne beschlagnahmt, die aus der jahrelangen Wilderer­tätigkeit herrühren. Dieser Wilderer hat in verschie­denen Jasdbezirken von Hochsitzen aus Wild erlegt und sein Handwerk großzügig betrieben. Mancher Jäger hat neidvoll die starken Gehörne betrachtet, die im Sitzungssaal des Rathauses in Herborn aus­gestellt und auf Veranlassung des Kreisjägermei- fters zusammen mit den zahlreich beschlagnahmten Gewehren, Pistolen, Tellereisen, Schlingen, Dolchen und einer Menge Munition, sowie Wildererbildern photographiert wurden.

Die zuständigen Polizeidienststellen bitten weiter­hin um Unterstützung ihrer Aufklärungsarbeit durch sachdienliche Hinweise und Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden. Es besteht auch die Möglichkeit, daß die Wilderer Volksgenossen gegen­über, die die Aufklärungsarbeit unterstützen, eine drohende Haltung einnehmen. Sollte das in irgendeinem Falle zutreffen, so ist unverzüglich die Kriminalpolizei zu verständigen, die für 2lbftel- I u n g sorgen wird.

Lauterbach aus seinem Amt als Beigeordneter ent­lassen worden sei. Das Ergebnis der bakterio­logischen Untersuchung des Trinkwassers der beiden Alsfelder Wasserleitungen lautet nach dem Befund des Chemischen Untersuchungsamtes Gießen dahin, daß das Wasser hygienisch von einwandfreier Be- chaffenheit ist.

Unfälle auf dem Lande.

Die 52jährige Landwirtsehefrau Anna Häuser von Watzenborn-Steinberg glitt während des Dreschens aus und erlitt dabei im unglücklichen Sturz einen Armbruch. Mit mehreren Rippen- brüchen, die er sich durch einen Sturz auf einer Treppe zuzog, mußte der 62jährige Karl Germer aus Klein-Linden in ärztliche Behandlung ge­bracht werden. Durch einen Sturz vom Fahrrad zog sich der 17jährige Hans Momberger aus Treis a. d. Lumda eine schwere Knieverletzung zu. Mit einer schweren Handquetschung wurde der 39 Jahre alte Arbeiter Rudolf Albach aus Burkhardsfelden, der zwischen zwei Roll­wagen geraten war, zum Arzt gebracht. Sämt­liche Verunglückte wurden in die Chirurgische Klinik nach Gießen eingeliefert.

Zwei alte Orte in einem Saalbuch nachgewiesen.

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Nundfunkprogramm

Samstag, 20. August.

5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gym­nastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gym- nastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Deutschland Kinderland. 10: Schulfunk: Deutsche Schulen im Ausland. 11.45: Volk und Wirt­schaft: Uebereifer schadet nur! 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nach­richten. 14.10: Heute befiehlt bis 15 Uhr ganz allein der Hörer nur! Wunschkonzert. 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Mensch, ärgere dich nicht! 15.30:La- terna magica. Ein heiteres Spiel mit unseren Pimpfen und Jungmädeln. 16: Nachmittagskonzert: Musik, die das Herz erfreut. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Uebergabe der Tradition des ehemaligen Infanterie- Regiments 28 von (Soeben, anläßlich des 125. Grün­dungstages an das Inf.-Regt. 80. 19: Sportschau des Tages und für den Sonntag. 19.10: Blasmusik: Hei­matklänge aus dem Hessenland. 20: Nachrichten. 20.10: Sternschnuppen. 22: Nachrichten. 22.15: Erdteil- Schwimmkampf Europa Amerika. 22.30: .Wir tanzen in den Sonntag. 24: Nachtkonzert I. 2 bis 3: Nachtkonzert II.

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* Königsberg, 17. Aua. In unserer Ge­markung liegen zwei Felder, Die Namen führen, über deren Bedeutung bisher nur ungewisse lieber« lieferungen bestanden. Das eine dieser Felder heißt Atzenhausen", das andereEringshausen". Nach , mündlicher Kunde, für die bisher aber jeglicher schriftlicher Beweis fehlte, sollen auf diesen Teilen unserer Gemarkung Dörfer gestanden haben. Nun erst ist es einem hiesigen Einwohner gelungen, das Wissen um diese lleberlieferung zu festigen und die beiden Dörfer schriftlich nachzuweisen. Er fand im Staatsarchiv zu Darmstadt einSaal- b u ch" vom Amt Königsberg aus dem Jahre 1569. Beim Studium dieses Saalbuches, in dem, wie üblich, Besitztümer und Rechte der Aemter aufgezeichnet sind, fand unser Mitbürger die Namen von Einwohnern und die Ortsnamen selbst, die jene beiden Gemarkungsteile tragen. In diesem Saalbuch heißt es in Sachen eines Besitz- wechsels u. a.:Claus Güttermann zu Atzenhausen drei Morgen hat Nike! Breitscher gibt 6 Mesten Acker zu Atzenhausen zwischen 3ringer Weißen­bacher und den Windhausen, ferner an die Prangin hat Dreitscher Nike! Hilt 3Vr Morgen, 1. Viertel..." Der Ortsname Eringshausen ist in dem Saalbuch mehr als ein dutzendmal in gleichen Dingen ge­nannt.

Landkreis Gießen.

# Allendorf (Lahn), 17. Aug. Dieser Tage konnte der hiesige Hilfsschaffner Karl Becker I. auf eine 25jährige Tätigkeit im Eisenbahndienst zu­rückblicken. Seine guten Charaktereigenschaften sicher­ten ihm jederzeit die Achtung und Anerkennung aller seiner Freunde und Arbeitskameraden, von denen er herzlich beglückwünscht wurde.

# Daubringen, 17. Aug. Die N S. - K r i e - gerkameradschaft führte am vergangenen Sonntag auf dem hiesigen Schießstand ein E h r e n - nadelschießen durch. Die besten Ergebnisse er­zielten die Schützen Ludwig Mohr mit 143 Punk­ten und Johann Reif mit 139 Punkten. Beide Schützen erhielten für ihre gute Leistungen die gol­dene bzw. silberne Ehrennadel des Kyffhäuserbun- des. Am Samstag veranstaltete Der Gesang­vereinSängerlu st" in der lampion- geschmückten Hofhalle der Gastwirtschaft Schäfer einen Familienabend Vereinsführer Dpper be­grüßte die Teilnehmer, besonders den Kreiswalter des Deutschen Sänv'rbundes Müller aus Gießen. Die im Laufe des Abends vorgetragenen Chöre wurden mit großem Beifall aufgenommen. Am

21m 15. August haben die alten reichsdeut- chen Goldmünzen aufgehört, ein offizielles Zahlungsmittel zu fein. In Oesterreich wurden die rüheren Bundesgoldmünzen schon am 15. Juni außer Kurs gesetzt. Nun ist jeder Besitzer oder Sammler- in- und ausländischer Goldmünzen ver­pflichtet, spätestens bis zum 3 1. A u g u st der Reichsbank Mitteilung zu machen bzw. ihr seinen Goldmünzenbesitz zum Kauf anzubieten. Wer diese Verpflichtung nicht erfüllt, macht sich im Sinne der Devisengesetzgebung strafbar.

Die Erfüllung dieser Vorschrift wird keinem Volks­genossen schwer fallen, denn die alten Münzen besitzen keine Kaufkraft im Geschäfts- Derf'e h r. Wieviel davon noch vorhanden sind, läßt sich schwer abschätzen, da viele Goldstücke zu Schmucksachen umgearbeitet, ober für Goldplomben verwendet worden sind. Diese Art der Verwendung ist von nun an selbstverständlich unzulässig, doch kommt eine Erfassung von Schmuckstücken nicht in Betracht. Es kann manche Zweifelsfälle geben, so z. B. wenn es sich um den Besitz wertvoller Münz­sammlungen handelt, aber auch in solchen Fällen ist die Anmeldepflicht vorhanden. Die Reichs­bank will in solchen Fällen darüber entscheiden, ob die Sammlung erhalten bleiben darf, sie wird aber dann unter die Kontrolle der Behörde gestellt sein.

Wenn im Einzelfalle der Besitz goldener Zehn- und Zwanzigmarkstücke nur von geringem Umfange sein wird, so ist doch als sicher anzunehmen, daß es sich in der Gesamtheit um erhebliche Werte handelt, die der Reichsbank für ihren Goldvorrat eine wichtige Reserve zuführen. Wenn irgendwo, so gilt das Wort auch hier: viel Wenig machen ein Viel. Der einzelne Privatmann wird nicht geschädigt. An Stelle eines Zahlungsmittels, das längst nur noch in der Fiktion bestand, erhält er

Honorar gefordertHy haben, mit Dem Hinweis, daß er diesen Betrag Zu einer Verhandlung vor dem Reichsgericht in Leipzig benötige, da enorme Aus­lagen hiermit verbunden feien. In Wirklichkeit hatte kein Termin stattgefunden, was Der Angeklagte vor­her allerDings nicht wissen konnte. Die strafbare Handlung erblickte die Anklagebehörde darin, daß der Angeklagte von dieser Summe nichts zurück- erftattet und seinen Klienten auch nicht hierüber be­nachrichtigt hatte.

Der Vertreter der Anklagebehörde hielt den An­geklagten auf Grund der beeidigten Aussage Des Belastungszeugen für überführt und beantragte eine Geldstrafe von 1800 Mark, an Stelle einer Gefäng­nisstrafe von zwei Monaten.

Der Verteidiger setzte sich in längeren Ausfüh­rungen mit Der Glaubwürdigkeit des Zeugen aus­einander und vertrat Den Standpunkt, daß dieser nicht die Grundlage einer Verurteilung des bisher vollständig unbescholtenen Angeklagten bilden könne. Er betonte weiterhin, daß der Angeklagte von der Summe, die einen Pauschalbetrag für seine gesam­ten Bemühungen darstelle, etwas zurückzuerstatten nicht verpflichtet gewesen sei und hielt es zumindest für ausgeschlossen, daß dieser dem Zeugen die An­gelegenheit absichtlich verschwiegen habe, um sich auf dessen Kosten ungerechtfertigterweise zu bereichern.

Dieser letzteren Ansicht schloß sich das Gericht im wesentlichen an und erkannte nach über zweistündi­ger Beratung auf Freispruch.

vergangenen Dienstag oeranftaltetenDie lustigen Holzhackerbuam" im Saalbau der Wirtschaft Schä­fer einen Bunten Abend. Die Lieder und Tänze der eigenen Ländlerkapelle und bas SingspielMcin Glück ist a Hütterl!" wurden dankbar ausgenommen.

wg. Großen-Buseck, 17. Aug. Der hiesige motorisierte Löschzug der F r e i w i l l i - gen Feuerwehr unternahm dieser Tage eine Uebungsfahrt nach dem Nachbarorte Beuern. Für die Hebung war angenommen, daß im höchst- gelegenen Punkte des Oberdorfes, in der Born­gasse, ein Brand ausgebrochen sei, den die Pflicht­feuerwehr mit ihren Mitteln nicht bekämpfen konnte, weil das nötige Löschwasser in der Nähe nicht verfügbar ist. Der motorisierte Löschzug der Busecker Wehr setzte deshalb eine etwa 300 Meter lange Schlauchleitung am Krebsbach an und brachte damit das Wasser an die Brandstelle. Dabei mußten etwa 25 Meter Höhenunterschied überwunden wer­den. Die Hebung nahm einen tadellosen Verlauf und brachte Den Beweis, daß auch Die höchstge­legenen Anwesen des Ortes geschützt werden können. Trotz Der Länge Der Leitung und des Höhenunter­schiedes ging das Wasser aus dem Strahlrohr noch auf etwa Meter Höhe. Eine zweite Hebung fand dann an Der Hühnerfarm unD an Der Gastwirt­schaft Bayer statt, die ebenso befriedigend verlief. Auch für diese Hebung waren 250 Meter Schlauch­leitung und die Heberwindung von 30 Meter Höhen­unterschied notwendig.

4- Gründ erg, 17. Aug. Das starke Gefälle der Gießener Straße ab Turnhalle bis zur Einmündung in die Londorfer Straße und Die Dortige scharfe Kurve um Die Metzgerei Schmitz bilden eine stete Gefahrenquelle für Öen starken Autoverkehr. Das zeigte sich wieder in der letzten Nacht. Ein ß oft aut o mit beladenem Anhänger kam im scharfen Tempo Die Gießener Straße herab. In Der Annahme, daß sie ihr Fahr­zeug bei der abfallenden Kurve um Die Metzgerei Schmitz nicht mehr in Der Gewalt behalten würden, lenkten Die Fahrer im letzten Moment rasch nach der andern Seite, Die etwas ansteigt. Dabei hielt

§ Alsfeld, 17. Aug. In der jüngsten Rats­herrensitzung fand zunächst die Einführung und Verpflichtung des Ratsherrn Hans Buchham- m e r durch den Vorsitzenden statt, der an die Stelle des wegen Erreichung der Altersgrenze ausge­schiedenen Ratsherrn Ernst Zenth tritt.

Unter Den Vorlagen stand der E r w e i t e r u n as- bau des Stadtschulgebäudes voran. In­folge Der anöerroeiten Organisation Des Berufs­schulwesens sind zwei weitere Berufsschulklassen er­richtet worden, für welche die erforderlichen Schul­räume fehlen. Zu deren Beschaffung ist eine Er­weiterung des Stadtschulgebäudes in Form eines Fachwerkbaues mit Leichtbauplattenverkleidung ge­plant. Der von dem Stadtbauamt vorgelegte Vor­anschlag beträgt 13 000 Mark. Dieser wurde ge­nehmigt. Mit Der Erbauung soll alsbald begonnen werden, da Die Räume bis zum 1. November be­zugsfertig sein müssen. Die Frage Der Heizung des Neubaues wirb zunächst noch unentschieden gelassen.

Der Voranschlag für den städtischen S ch l a ch t h o f für das Rechnungsjahr 1938.weift insgesamt für Die Betriebs- und Vermögensrechnung in Einnahme und Ausgabe Den Betrag von 32 001,29 Mark auf. Er wurde in der vorgelegten Form genehmigt. Bezüglich Der Schlachthofgebuhren tritt keinerlei Aenderung gegenüber Dem Vorjahr em.

Ein Gesuch um Heberlassung eines Hebungs- raumes für Den Musikzug Des Jung­volks rourDe nach Beratung zurückgestellt <3®e5 Prüfung Der von verschiedenen Seiten gemachten Vorschläge.

Unter Mitteilungen gab der Vorsitzende be­kannt, Daß Der seitherige zweite Beigeordnete Ehrenklau auf seinen Antrag um Entbindung von seinem Amte im Einvernehmen mit Dem Be­auftragten Der NSDAP, für Den Kreis Alsfeld-

* Kinzenbach, 17. Aug. Heiß brennt Augustsonne auf die reifen Aehren Der Dorfflur. Bei Den Bauersleuten ist Hochbetrieb. Mancher hat große Mühe, seine Ernte zu bergen, Da es ihm an Arbeitskräften fehlt. Ein 16jähriger Oberschüler Des Dorfes vertauscht während der langen Sommer­ferien seine Bücher mit Harke, Sense und Sichel, um mit anzupacken. Bei einem Bauern, bei dem er Den größten Mangel an Arbeitskräften zu sehen glaubt, stellt er seine junge Kraft von morgens bis abenDs zur Verfügung. Aber die langen Ferien

Kurt Haars (Bonn) Charakterkomiker, Hans Schlick (Schleswig) Chargenspieler.

Wiederverpflichtet wurden: Anneliese Garbe, Rose Stirl, Gert Geiger, Hans Geißler, Vfttor von G s ch m e i D I e r , Peter Schorn, Hans Seitz, Karl V o l ck , Erich Weiland.

Auch unsere Oper und Operette hat eine starke Hmbesetzung erfahren. Es wurden neu verpflichtet: Anni Assion (Kaiserslautern) dramatische Sänge­rin, Eva Eckert (Flensburg) 1. Operettensängerin, Ilse W i n h o l d (Pforzheim) 1. Altistin, Erwin Bugge (Berlin) Baß, Heinrich D u r st (Stettin) Tenor, Herbert H i r ch e (Halberstadt) 1. Baß. Wie­derverpflichtet wurden: Friedel Fornallaz, Gu­stav Bley, Ernst-August Waltz und die musika­lischen Vorstände Paul Walter, Joachim Po­pe l k a, Heinz Markwardt. Chor und Ballett sind durch einige neue Mitglieder erweitert worden. Das Werbeheft enthält ferner, außer Den Bildern i. ömonuame, vtuuutu u, u u u e i der neuverpflichteten Künstler, den Spielplan und

Walter E r l e r (Düren) jugendlicher Komiker, Fried- Mitteilungen über die Vorteile und Vergünstigun- ~ .......* ' ' "" ~ ' gen der Platzmiete.