Einzelbild herunterladen

->SiW'

1 if

' D * I

E-

&V*!?

?ÄÄ

l G U,-M--<

W

Wk-^

-/

j

M '

M

» :

MM

' -5.,'ir-;

MMWD

r Dr l J> M'E

s i

MW <Ffi8 LAtz äx f V

)D - iiiini»

iere

icr auf

0S7Ü iert abe 17. - Lugust iroi Vs) , ert, au! lerM Aescbast erlore- en 6edl jiglotfM

Donnerstag, 18. August 1958

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesten)

Nr. 192 Zweites Blatt

vergangenen Jahre angestellt, wobei, wie ja zu er-

Arabischer Fürstenbesuch in London

fach noi

AdR. Wenn wir davon sprechen, Deutschland müsse größer werden, dann horcht die Welt auf. Sie behauptet wider besseres Wissen, wir wollten mit gewalttätigen Mitteln unsere Grenzen aus­dehnen. Es ist dies ein reichlich törichter Vorwurf, wie er nur aus Haß und Neid entstehen kann. Der Haß ist uns unverständlich. Den Neid jedoch können wir uns schon eher erklären, weil es uns tatsächlich gelungen ist und auch weiterhin gelingen wird, wie der große Preußenkönig im Frieden durch das Landeskulturwerk eine Provinz zu erobern.

Dem Landvolk ist die Aufgabe dieses in der letzten Zeit häusig genannten Werkes nicht fremd,

Die vorstehenden Ausführungen umfassen ledig­lich die Verhältnisse im Altreich. Das Stati­stische Reichsamt hat darüber hinaus noch Ermitt-

aus möglich, die Kraft der Wildbäche, die in Zeiten der Trockenheit nur sehr gering ist, durch Anlegung von Wassertreppen zu brechen, drohende Hochwassergefahren zu mindern und die Schäden, die durch Anschwemmung von Schlamm und Geröll auf Kulturland entstehen, also dieVermurung", zu vermeiden. Allein in Bayern gelang es von 1933 bis 1936 insgesamt 156 Kilometer ungezügelt niederstürzender Wildbäche zu zähmen.

Versumpftes Land wird entwässert.

Wenngleich die Landwirtschaft viel Sorgen dar­um hat, daß ihr reichlich Wasser für alle Kulturen zur Verfügung steht, so läßt sich doch in zahlreichen Gebieten unseres Vaterlandes beobachten, daß z u - viel Wasser vorhanden ist. Das im Boden ge­taute Wasser bewirkt, daß an sich kulturfähiges Land nahezu wertlos wird. Versumpftes Land wird daher entwässert. In den Städten betrachtet man derartige Arbeiten mehr als eine Maßnahme zur Arbeitsbeschaffung, weil sich der Einsatz von zahlreichen Notstandsarbeitern, aber auch von Ar­beitsdienstpflichtigen als segensreich erwies. Wurde damit der Zweck der Entwässerung erfüllt sein, so müßten wir längst damit aufgehört haben, weil es ja heute bereits allgemein und überall an Arbeits­kräften mangelt. Wir können aber nicht dar­auf verzichten, auch weiterhin ausgedehnte Gebiete durch Entwässerung in wertvollen Kultur­boden zu verwandeln. Durch die Entwässerung mit offenen Gräben wird eine erhebliche Verbesse­rung des Bodens erzielt, die häufig einem Gewinn von Neuland gleichkommt. Wo die einfache Bodenentwässerung nicht genügt, da beginnt die Ackerdränung. In den bisherigen Arbeits­jahren des Landeskulturwerks bot sich in fast allen Gebieten unseres Vaterlandes dem Wander- oder Reiselustigen aus der Stadt Gelegenheit, die Her­stellung von Dränungsanlagen zu beobachten. Diese bestehen aus einem Netz von Ton- oder Steinzeug­röhren, die in die Erde versenkt werden. In Ost­preußen und Schlesien wurden die größten Boden­oerbesserungen dieser Art durchgeführt, deren End­ergebnis der Neugewinnung einer Kulturfläche von 62 300 Hektar entspricht.

Landwirtschaftliche Folgeeinrichtungen.

wäre wie 1933. Davon waren 461 000 erste Kinder, 381000 zweite Kinder, 187 000 dritte Kinder, 84 000 vierte Kinder, 34 000 fünfte Kinder und 23 000 sechste und folgende Kinder Gerade diese Zahlen führen mit aller Deutlichkeit vor Augen, daß, wenn naturgemäß auch noch die ersten und zweiten Kinder weitaus überwiegen, das Zwei- kindersystem mehr und mehr der Vergangenheit anzugehören beginnt. In wenigen Jahren bereits wird sich dieses zahlenmäßige Bild noch in weitaus größerem Umfang, als es zur Zeit der Fall ist, zu­gunsten der dritten, vierten und folgenden Kinder verschoben haben.

tHerrlich erfrischend

gründlich reinigend und dabei den Zahnschmelz schonend.

Stoße Tube 40 TI., kleine Tube 25 TI.

Hochschulnachrichten.

Geh. Rat Professor Dr. Paul Uhlenhuth, der hervorragende Hygieniker der Universität Frei­burg, ist von seiner Vortragsweise nach Japan, wo er auf Einladung der neugegründeten japanisch­deutschen Medizinischen Gesellschaft an den Univer­sitäten bzw. Hochschulen in Tokio, Nagoya, Sendai, Osaka, Kioto, Chiba Vorträge über sein Forschungs­gebiet gehalten hat, zurllckgekehrt. Außer zahlreichen Ehrungen wurde er zumFörderer der japanisch- deutschen Medizinischen Gesellschaft" ernannt. Im Anschluß an einen Vortrag vor den Sanitätsoffi­zieren überreichte ihm Generalstabsarzt der japa­nischen Armee, Exzellenz Koizumi, als Aus­zeichnung ein Samurai-Schwert, das japanische Symbol der Ehre, Treue und Freundschaft.

Der ordentliche Professor der Musikwissenschaft, Direktor des Musikwissenschaftlichen Instituts an der Universität Köln, Dr. Theodor K r o y e r , der am 9. September seinen 65. Geburtstag begeht, ist wegen Erreichung 'der Altersgrenze von den amt­lichen Verpflichtungen entbunden worden. Professor Dr. Kroyer, der aus München stammt, habilitierte sich 1902 in München, wurde 1907 zum außer­ordentlichen Professor ernannt und folgte 1920 einem Ruf nach Heidelberg auf den Lehrstuhl des verstorbenen Geheimrats Wolfram. 1923 ging er nach Leipzig und 1932 nach Köln. Unter seinen zahlreichen Schriften finden sich aufschlußreiche Bei­träge zur Geschichte der Musik in München, Jnaol- stadt und Augsburg. 1925 begründete er diePu­blikationen älterer Musik".

An der Universität Heidelberg wurde dem Dr. phil. habil. Christof Grundmann die Do­zentur für das Fach organische Chemie unter Zu­weisung an die Naturwissenschaftlich-Mathematische Fakultät verliehen. Dr. med. habil. Hans Muß - qnug erhielt die Dozentur für das Fach Chirurgie imter Zuweisung an die Medizinische Fakultät. Der Dozent Dr. Werner Wolf wurde bis Ende des Wintersemesters 1938/39 tur Uebernahme der Ver­tretung des Lehrstuhls für germanische Philologie an der schwedischen Akademie A b o in Finnland be­urlaubt.

eigentlich Landeskulturarbeiten sind unO wie sie durchgeführt werden. Doch es braucht nur an das Wort des Reichsbauernführers erinnert zu werden, daßohne eine erfolgreiche Durchführung des Landeskulturwerkes in allen seinen Teilen die Erzeugungsschlacht auf die Dauer nicht gewonnen I erhoben

men ist. ... . , .

Ganz besonders ist es zu begrüßen, daß das ver­gangene Jahr eine wenn auch nicht allzu stark in Erscheinung tretende <Z u n a h m e d e r & e b u r - tenzahl zu verzeichnen hat. Vom Statistischen Reichsamt ist feftgefMIt worden, daß im Jahre 1937. weltkes mit einer Geburtenzahl von 1 275 212 ab­geschlossen hat, annähernd 4600 Kinder mehr zur Welt gebracht worden sind, als zu erwarten waren. Bei bilden Zahlen muß jedoch die Tatsache berück­sichtigt werden, daß infolge der starken Grippe- Epidemie Ende 1936 im dritten Vierteljahr 1937 rund 9000 Geburten ausgefallen sin Wurden wir von dieser Grippe-Epidemie verschont geblieben sein, so hätte das Ergebnis naturgemäß noch wesentlich 9ÜSÄ^- s°s«-us.°ll°n, -°-che Zunahme

Die hundertjährige Tlähmaschme.

Erst kürzlich hat man erfahren, daß bei den haus- wirtschaftlichen Wettkämpfen im Rahmen des Be­rufswettkampfes 700 Nähmaschinen surrten. In manchen Orten in Deutschland sind in neuester Zeit sogenannte Aussteuernähstuben eingerichtet, wo mit­tellose Volksgenossinnen ihre Aussteuer zusammen­nähen können. Dadurch sollen die jungen Mädchen angehalten werden, allwöchentlich einen bestimmten Betrag für Aussteuerzwecke anzulegen. Diese und andere Einrichtungen kennzeichnen genügend den Fortschritt und die soziale Bedeutung, die die Näh­maschine in hundert Jahren erlangt hat.

Die ersten Versuche, eine Nähmaschine zu bauen, machte man in England schon Mitte des 18. Jahr­hunderts, aber dies hatte noch keinen großen Er­folg. Der Franzose Bertelärny T h i m o n n i e r, ein Schneidergeselle, baute 1829 die erste brauchbare Maschine, von der die französische Heeresperwaltunq 80 Erernplare erwarb. Diese Maschinen find durch einen 'Aufstand neidischer Berufsgenossen sämtlich zerstört worden. Arn meisten wird heute die Doppel- Stepp-Stichmaschine in den Industrien gebraucht; sie geht auf den österreichischen Schneider M a - der'sberger zurück, der die öhrspitzigen Nadeln eingeführt hat, ohne die weder Doppelsteppstich noch Kettenstich möglich wäre. Madersberqer wird in weiten Kreisen als der eigentliche Erfinder einer brauchbaren Nähmaschine angesehen. In den vierzi­ger Jahren wurde in Amerika die How"-Maschine gebaut, die einen Siegeszua über die Welt ange- treten hat. Die deutschen Mechaniker haben eben- fade um die Mitte des voriaen Jahrhunderts mit dem Bau von Nähmaschinen beaonnen, woraus sich dann eine bodenständige Industrie entwickelt hat, die im heftigen Konkurrenzkampf mit den Amerikanern erstarkte. Die deutschen Fabriken haben vor dem Kriege nach und nach den Weltmarkt erobert und führten 970 000 Maschinen im Jahre aus. Auch heute noch hat die deutsche Nähmaschine trotz der Weltkriegsblockade einen hervorragenden Anteil am Erport, obwohl die Ausfuhrziffern der Vorkriegs­jahre noch nicht wieder erreicht sind. Die Nähma­schine gibt vielen Tausenden Brot und Arbeit. In den deutschen Haushaltungen arbeiten 10 bis 12 Millionen Nähmaschinen.

Ein wichtiges Aufgabengebiet hat das Mechani­kerhandwerk zu erfüllen, bei dem es eine besondere Fachgruppe ,,Nähmaschinen" aibt. Die Mechaniker haben die Reparaturen an Nähmaschinen auszu- rüfjren. In diesem Handwerkszweig gibt es in Deutschland 32 500 selbständige Betriebe mit 150 000 Betriebsführer und Beschäftigten. H. D.

Was tun, Gibylle?"

Gloria-Palast.

Schon in den Jahren des Kampfes um die Macht i hat der Führer stets mit besonderem Nachdruck dar- , auf hingewiesen, daß es eine der ersten Aufgaben ( der Bewegung nach der Regierungsubernahme sein . würde, eine Bevölkerungspolitik ZU treiben, die ein­zig und allein von dem einen Ziel getragen ist. Sem rasenden Minken der Beoalkerungszadl E,n- halt zu qebieten und durch zielbewußte Aufklärung sowie durch großzügige Maßnahmen sozialpolitischer Natur der deutschen Familie wieder den ihr gebuh- renben Ehrenplatz einzuräumen.

Daß die Stellung der Allgemeinheit heute gegen­über der Familie eine völlig andere geworden ist und daß vor allem der Wille zum Kind lebendiger denn je in Erscheinung tritt, ist bekannt und braucht hier nicht weiter erörtert zu werden. Die in dieser Richtung liegenden Maßnahmen des Staates und der Partei haben die Abwärtsentwicklung emzu- dämmen vermocht und eine Zunahme der Bevölke­rung zur Folge gehabt, die, so erfreulich sie natur­gemäß ist, uns doch nicht über die Tatsache hmweg- täuschen kann, daß die Gefahr noch keineswegs als überwunden angesehen werden kann.

Das Statistische Reichsamt hat soeben aufschluß­reiches Zahlenmaterial über die bevölkerungspoli­tische Entwicklung des vergangenen Jahres heraus- qeqeben, aus dem wir mehrere durchaus erfreuliche Rückschlüsse ziehen können, die die Richtigkeit und Zielstrebigkeit aller auf dem Gebiet der Bevolke- rungspolitik ergriffenen Maßnahmen unterstreichen. Das hervorstechendste Merkmal dieser Bilanz ist eine weitere, und zwar recht erhebliche Zunahme der Eheschließungen, die mit fast 619 000 die des Jahres 1936 um rund 10 000 übersteigt. Da­bei ist es interessant festzustellen, daß die Eheschlie­ßungen von über 23 Jahre alten Männern um 24 000 zugenommen haben, während auf der ande­ren Seite die sogenannten Frühehen weiter zuruck- qeqangen sind. Der Grund hierfür ist unschwer darin 'zu sehen, daß die jungen Manner ihre sechs­monatige Arbeits- und ihre zweijährige Wehrpflicht ableisten müssen. Daß die Zahl der Eheschließungen um rund 10 000 gestiegen ist, liegt in erster Linie in dem nahezu völligen Verschwinden der Arbeits­losigkeit begründet, dann aber auch darin, daß gegen Ende'des Vorjahres bereits die ersten jungen Männer heiraten konnten, die ihrer zweijährigen Dienstpflicht im Heere Genüge geleistet haben.

Die Maßnahmen, die auf dem Gebiet des weite­ren Ausbaues der Ehestandsdarlehen liegen, haben sich ebenfalls erfolgreich ausgewirkt, wurden doch insgesamt über 12000 Eh e st a n d s d a r l e - h e 'n mehr ausgegeben als im Vorjahr, wobei von 100 neuverheirateten Frauen fast 30 Ehestands­darlehen erhielten. Bemerkenswert dabei ist, daß die Zunahme der Ehestandsdarlehen nicht etwa zu einer Häufung von Frühehen geführt hat, sondern aus­schließlich reiferen Brautpaaren zugute gekom-

Der Kronprinz von Saud-Arabien, Emir Saud (Zweiter; von rechts) der zugleich Außen­minister ist, traf zusammen mit seinem Bruder jetzt in London ein. An sich soll dieser Besuch rein privater Natur sein und die Konsultation englischer Fachärzte zum Zweck Huben. In englischen politischen Kreisen besteht jedoch der Wunsch mit dem Sohn des von England

Das Landeskullurwerk schafft neue Provinzen!

Ehen werden in Deutschland geschlossen!

3m vergangenen Jahr 1OOOO Heiraten mehr als 1936.

Das ist ein guter Film, den man sich ansehen soll, ' und von hem man mit Gewinn und Zum Nach­denken angereat nach Hause geht ... obwohl, man kommt um diese Feststellung Nicht herum das Thema mit' Dem Film als künstlerischer ^ur5^r^(^5^orI^ o gut wie nichts zu' tun hat; das Drehbuch von Wolf Neumeister und Heinz B i e r k o w s k i geht auf eine Novelle von Softe Schreker-Ebe zurück, und man merkt das dem Film auch a uf Schritt und Tritt an: es ist em durchaus epischer Stoff, keineswegs ohne dramatische Spannung und Konzentration, mit einem echten Konflikt Eine künstlerische Notwendigkeit, diesen Stoff zui Der filmen, läßt sich kaum begründen; aber es gibt m diesem wie in vielen andern Fällen em Argument, dem man sich schwer verschließen k°nn: em Film wird gemeinhin von sehr viel mehr Mensch 9 sehen und aufgenommen, als em noch so 9 $

gelesen wird und weil es sich h'" um Dinge han­delt, die wert sind, vielen Menschen 8^1 gt 3 werden, die auch die meisten unter uns v $ einer Seite her persönlich angehen und der h werden, ist es erlaubt, an einem solchen Argument festzuhalten, gegen das an sich aus Grunde künstlerischen Gewissenhaftigkeit und des Verant­wortungsgefühls Bedenken vorgebracht we müßten. Es handelt sich hier um Jugend unD -ä - genderziehung, um das Leben, die morgen und Jj junger Menschen in unserer Zeit, das geht natur­gemäß alle an. Die Handlung spielt in der Schu (nach dem Drehbuch in der Unterprima der Dresd ­ner Humboldt-Schule), und man tut einen Blick in einen sehr modernen und erfreulichen und sauve organisierten Unterrichtsbetrieb (zu unserer Zeit wa manches ein bißchen anders) es ist, wre es scheint, eine ordentliche, brauchbare und aufgejdjiop jene Klasse, diese Mädchen-Prima, und sie haben da auch einen prachtvollen Klassenleiter, Den Pro­fessor Fromann, welcherApollo" genannt wird unD nach Dem päDagogischen Leitsatz handelt: Ver­trauen ist das große Geheimnis, das junge Men­schen aufschließt ... Dieses Vertrauen w'rd nun aber eines Tages auf eine harte Probe gestellt: m der Klasse ist während des Unterrichts unbezweifel­bar Geld gestohlen worden, und die Täterin ist zu­nächst auch nicht zu ermitteln, obwohl der Professor auf eine kluge und psychologisch gewinnende Weife eine Brücke zu schlagen versucht ... Zwar ergibt die allmähliche Klärung des peinlichen Vorfalls ge-

Die bisher geschilderten Arbeiten sind wasser- technischer Natur, sie zeigen den Wert einer geregelten Wasserwirtschaft, wie sie vom Reichs- bauernführer erst in diesen Tagen erneut wieder unterstrichen und zu einer dringlichen Forderung I erhoben wurde. Sind diese Vorarbeiten geleistet.

weil es zu seinem Teile" selbst in den Gang der Arbeit eingeschaltet ist. Im Bereich der Städte hat der Mensch jedoch nur in vereinzelten Fällen Ge­legenheit, die Durchführung aller Aufgaben zu ver­folgen, die vom deutschen Kulturbautech - n i'k e r gefordert werden. Deswegen herrschen viel- ' ch ganz falsche Vorstellungen darüber, was ch Üandeskulturarbeiten sind und

werden kann", um leichter zum Verständnis für Den Inhalt aller Arbeiten des Landeskulturwerks zu gelangen.

Wassertreppen

brechen die Kraft der Wildbäche.

Vor wenigen Wochen erst durcheilte Deutschland die Schreckenskunde von den gewaltigen Hoch­wasserschäden, die in der Steiermark auftraten. Sie hätten ganz erheblich gemildert, wenn nicht.sogar vermieden werden können durch eine Sorgfältige Wildbachverbauung, die im Be­reich der Berge van größter Bedeutung ist. Deutsche Kulturbautechniker haben es vor allem in Süd­bayern erreicht, die gewaltigen Wassermassen in Zeiten der Schneeschmelze oder starker Niederschläge zu bändigen, während Oesterreichs Systemregierung nur zögernd und unvollkommen an die Erfüllung gleichartiger Aufgaben heranging. Dabei ist es burch-

khirft aenutzte^röalichkeiten zur Entfaltung nickst! am Feuilleton in Erinnerung fein wird in einer !°nd-r'n auch, MU- hübsch-n, l-i,- hum°rig-n Churg°nr°ll° nuch

wertvoller ist, zur Erschließung seelischer Beziehun-1 genannt. (Ufa.) *

gen und Konflikte: es kommt aber, für diesen Be-

richt weniger auf die äußere Lösung an als auf die | Im Beiprogramm gibt es neben der Wochenschau Erkenntnis, daß es hier gar nicht in erster Lime einen Filmschwank mit dem Berliner Ansager Wer- um das verlorene Geld geht, sondern um das ver- ner Finck. Hans Thynot.

lorene Vertrauen, das nachApollos" weiser Regel bisher regiert und Lehrer und Schülerinnen ver­bunden hat. Wie diese Erkenntnis auch unter Den jungen Leuten um sich greift, was Das für folgen zeitigt, wie sie selbst hanDeln, ihre Sache m Die HanD nehmen und ins Reine zu bringen trachten, Das macht Den eigentlichen Inhalt aus, Darauf be­ruhen Die Lehre unD Der Gewinn Dieses (im übrigen gar nicht lehrhaften) Films. Der Spielleiter Peter Paul Brauer hat Die Dinge mit behutsamen HänDen angefaßt unD mit spürbarer Sorgfalt unD Liebe ins Bild übersetzt; er beweist VerstanDnis für Das junge Geschlecht, unD eine warme, sympathische, eben vertrauensvolle Menschlichkeit unD An- ftänDigfeit Der Gesinnung gibt Den GrunDton, auf Dem Die Inszenierung sich aufbaut. Ein paarmal be­fürchtet man, Den Herstellern sei in Der Begeisterung für Die Sache Die Charakterzeichnung ein wenig in Die glatte Konfrontierung von Schwarz unD Weitz, von viel Licht und viel Schatten geraten, aber man wird dann doch gerechterweise zugeben müisen, datz auch die Zwischentöne nicht fehlen; fraglich scheint nur, ob die unschuldig Verdächtigte in ihrer Not, kurz vor dem verzweifelten Schritt ins Nichts ae= raöe die Schule aufsuchen würde, stattin Die HeiDe" oDer gleich in Die Elbe zu gehen. ^ua ftrepbe, die übrigens zwei schriftstellerisch be­gabte Schwestern hat, und die wir aus ähnlichen Problem-Filmen (Liebe kann lügen";Zwischen Den Eltern") in lebendiger Erinnerung haben be= stimmt auch hier die entscheidenden Szenen durch die Klarheit des mimischen Ausdrucks, die Warme des Gefühls, den jugendlichen Ernst, mit dem sie bandelt und spricht; unter den im Programm nicht näher bezeichneten anderen Mädchen fallen ebenfalls einige schöne und echte Leistungen auf Hermann Braun, der Hans aus HalbesJugend , paßt gut dazu unD trifft Den Ton genau. Hans Set beit, Der sich in letzter Zeit stark nach vorn gespielt hat, aibt DenApollo" voller Güte, verständnisvoller Herzlichkeit und ruhiger Sicherheit Herbert Hüb­ner (Professor Strobel) wirkt vielleicht ein wenig zu schroff in den Uebergängen der entscheidenden Srene Ausgezeichnet die Kopvenh^fer in ihrer herben, wortkargen Mütterlichkeit. Der noble Direktor des Herrn O 11 0 und der Drehbuch-Autor Neumeister, der unfern Lesern als Mitarbeiter

warten gewesen, Ergebnisse zutage getreten sind, die so recht die verhängnisvollen Auswirkungen des Schuschnigg-Systems zeigen. Die Zahl der Lebend- geborenen'ist danach in Oesterreich im vorigen Jahre erneut um 2,5 v. H. ^ur ück gegan­gen, auf 1000 Einwohner tarnen nur noch 12,8 Lebendgeborene gegen 18,8 :m Altreich. Der Tief­stand der Geburten in Oesterreich läßt sich insbeson­dere daran ermessen, daß :m benachbarten Bayern, das nicht sehr viel mehr Einwohner wie Oesterreich zählt, 60 v. H. mehr Kinder geboren wurden als in Oesterreich. Durch die Eingliederung Oesterreichs ist die Geburtenziffer des Reiches von 18,8 auf 18,3 je Tausend gesenkt worden. Der wirtschaftliche Auf­stieg, den nunmehr auch Oesterreich zu nehmen be­ginnt, wird des sind wir gewiß auch schon im Laufe eines Jahres günstige bevölkerungspoli­tische Auswirkungen haben. Der vorstehende kurze Ueberblick hat gezeigt, wie günstig sich unsere bevöl­kerungspolitische Lage auch im vergangenen 3m)r entwickelt hat, wobei jedoch nochmals ausdrücklich siifche Reichsamt yar ogruver ymaus nuu; vniiun- barauf hingewiesen sei, daß wir uns mit den er lungen über die Entwicklung in Oesterreich im reichten Ergebnissen noch keineswegs zufrieden ge en

----^.«1 «Ua i'n -n, I dürfen.