Ausgabe 
18.3.1938
 
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Nr. 65 Erstes Blatt

188. Jahrgang

Aeitag, 18. Marz 1958

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Giehener Anzeiger

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Die ersten Angleichungsmaßnahmen für Oesterreich.

Die österreichische Landesregierung.

Ein Reichsbeauftragter für Oesterreich.

Berlin, 17. März. (DRB.) Der Führer und Reichskanzler Hal in einem Erlaß vom 15. Rlärz ungeordnet: Die österreichische Bundesregierung führt die BezeichnungO e st e r r ei ch i s ch e Lan­desregierung". Der Reichsstatthalter in Oester­reich ist mit der Führung der österreichischen Lan­desregierung beauftragt. Er hat seinen Sih in Dien. Der Reichsstatthalker wird ermächtigt, die Geschä ftsverteilung der Landesregierung mit Zustimmung des Reichsministers des Innern zu regeln.

Die Zentralstelle zur Durchführung der Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich ist der R e i ch s m i n i st e r des Innern. Er kann feine Befugnisse auf einen Beauftragten übertragen, der seinen Sih in Wien hat und die AmtsbezeichnungReichsbeauftragter für Oesterreich" führt. Der Beauftragte für den Vierjahresplan kann demReichs­beauftragten für Oesterreich" Befugnisse übertragen. DerReichsbeauftragte für Oesterreich" wird des­halb gemeinsam von dem Reichsminister des Innern und dem Beauftragten für den Vierjahresplan be­stellt.

Deutsche Reichsgesetze in Oesterreich.

Berlin, 17. März. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt vom 16. März 1938 sind in Zusammenhang mit der Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich eine Reihe von Reichsgesetzen und Verordnun­gen veröffentlicht worden. Danach gelten die Verkün­dungsblätter des Reiches, ferner Reichsgesetze, die nach dem Inkrafttreten des Gesetzes über die Wieder­vereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich vom 13. März 1938 verkündet werden, für das Land Oesterreich. Sinngemäß anzuwenden sind das Reichs­flaggengesetz mit der Maßnahme, daß Juden das Hissen der Reichs- und Nationalflagge und das Zei­gen der Reichsfarben verboten ist; das Gesetz,gegen die Neubildung von Parteien; das Gesetz zur Siche­rung der Einheit von Partei und Staat; das Reichsstatthaltergesetz, Weisungen der Reichsminister an den Reichsstatthalter in Oesterreich bedürfen bis auf weiteres der Zustimmung des Reichsministers des Innern; ferner die Verordnungen zur Durch­führung des Vierjahresplanes und das Reichsgesetz über die Meldepflicht der deutschen Staatsangehöri­gen im Auslande.

Regelung des Zahlungsverkehrs.

Eine Reichsmark

= 1 Schilling und 50 Groschen.

Berlin, 17.Würz. (DRB.) Der Führer und Reichskanzler Hal angeordnel: Gesetzliches Zahlungsmittel im Lande Oesterreich ist neben dem Schilling die Reichsmark. Line Reichsmark ist gleich 1 Schilling 50 Groschen. Der Reichswirtschaftsminister wird ermächtigt, alle derzeit zwischen dem Deutschen Reich und dem Lande Oesterreich geltenden Beschränkungen des Zahlungsverkehrs abzuändern oder ganz oder teilweise außer Kraft zu sehen. Der Reichsminister der Finanzen wird ermächtigt, Waren österreichischen Ursprungs ganz oder teilweise für zollfrei zu erklären.

Die Geschäftsführung der Oesierreichischen Rationalbank geht auf die Reichsbank über. Die Oesterreichische Rationalbank tritt in Liquidation und wird von der Reichsbank für Rechnung des Reiches abgewickelt. Mit der Ueber- nahme des Geschäftsbetriebes übernimmt die Reichsbank das gesamte Personal der Oesierreichischen Rationalbank unter Aufrechterhal­tung der bestehenden gesetzlichen und vertraglichen Rechte in ihre Dienste.

*

Eine Verordnung des Reichswirtschaftsministers, welche bereits in Vorbereitung ist, wird es ermög­lichen, daß der Reiseverkehr von Deutsch­land nach Oe st erreich alsbald und ohne jede Beschränkung erfolgen kann und daß der österreichische Warenexport in das übrige Deutschland weitgehende Erleicherungen erfährt. Es ist beabsichtigt, die bestehenden Zölle nur insoweit aufrechtzuerhalten, als dies mit Rück­sicht auf die beiderseitige Wirtschaftsstruktur noch erforderlich ist. Auch der Abbau der öster­reichischen Einfuhrzölle für Lieferungen aus dem übrigen Deutschen Reich befindet sich in Vorbereitung. Es wird der österreichischen Landes­gesetzgebung überlasten, die hierauf bezüglichen Maß­nahmen allmählich unter Wahrung der Interesten der österreichischen Wirtschaft im Einvernehmen mit dem Reichswirtschaftsminister durchzuführen.

Ueberleifung

der österreichischen Bundesbahnen

Berlin, 17. März. (DNB.) Die Reichsregierung hat über den Uebergangder Oe st erreicht-

schen Bundesbahnen folgendes angeordnet: Das bisher von dem UnternehmenOefter- reichische Bundesbahnen" treuhänderisch verwaltete österreichische Bundesvermögen und das Vermögen des WirtschaftskörpersOester­reichische Bundesbahnen" werden von derDeut- chen Reichsbahn als Sondervermö- ] en des Deutschen Reiches verwaltet. Der Wirt- chaftskörperOesterreichische Bundesbahnen" ist aufgelöst. Die Führung des Betriebes der bis­her von diesem Wirtschaftskörper betriebenen Eigsn- bahnen und sämtlicher Nebenbetriebe geht auf die Deutsche Reichsbahn über. Diese tritt in alle Rechtsverhältnisse ein, die aus dem Bestand

oder aus der Betriebsführung des Wirtschaftskör­pers stammen.

Oie im Ausland lebenden Oesterreicher nehmen an der Volksabstimmung teil.

Berlin, 17. März. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat angeordnet, daß die im Ausland lebenden Oesterreicher an der Volksabstimmung am 10. April teilnehmen können. Die Durchfüh­rung der Wahlbeteiligung der Auslandsöfterreicher obliegt dem Gauleiter und Chef der Auslandsorga­nisation der NSDAP. Staatssekretär Bohle.

Der Führer dankt für alle Beweise der Verbundenheit und Treue.

Briefe und Telegramme von Volksgenossen aus aller Welt. Freiplähe für erholungsbedürftige Oesterreicher.

Berlin, 17. März. (DRB.) Dem Führer und Reichskanzler sind aus Oesterreich von der RSDAP. und ihren Gliederungen, von Städten und Gemeinden, von Verbänden, Betrieben und Dienststellen zahllose Briefe und Telegramme zu­gegangen, die in begeisterten Worten der Freude und Dankbarkeit über die Wieder­vereinigung Oesterreichs mit dem Reiche Ausdruck geben. Ebenso ging beim Füh­rer eine Fülle von gleichgestimmten Dankeskund- gebungen aus dem ganzen übrigen Reiche ein; auch die Deutschen im Aus­lande, insbesondere die im Auslande lebenden Oesterreicher haben in vielen Telegrammen dem Führer ihre Freude begeistert zum Ausdruck gebracht. Zahlreich sind auch die Telegramme, in denen Ausländer ihre Befriedigung und ihre Zustimmung zu diesem historischen Ereignis aus- sprechen.

Mit diesen Kundgebungen sind vielfach Stiftungen von Freiplähen für er« holungsbedürftigeOe st erreich er, ins­besondere Kinder, sowie für Verfolgte und Geschädigte der nalionalsozialisti- schen Bewegung in Oesterreich verbunden. An der Spitze dieser Stiftungen steht die Ham­burger Reederei Rickmers, welche dem Führer einen Betrag von 100 000 RM. und zugleich 3000 Erholungs-Seereifetage auf ihren Dampfern für

verfolgte, eingekerkerte und geschädigte Ostmark­volksgenossen zur Verfügung gestellt hat.

Der Führer und Reichskanzler spricht, da es ihm nicht möglich ist, jedem einzelnen zu danken, auf diesem Dege allen Volks- genossen, die ihm durch diese Kundgebungen und diese tatkräftige Hilfsbereitschaft ihre Verbun­denheit und ihre Treue bezeugt haben, seinen Dank aus.

Das Winierhitsswerk sorgt auch für die Ostmark. Berlin, 17. März. (DNB.) Das Winter- h i l f s w e r f des deutschen Volkes, das seine Be­treuung nunmehr auch auf das heimgekehrte Land Oesterreich ausdehnen wird, gibt im Auftrage fei­ner Spender und Helfer 100 000 Freiplätze für erholungsbedürftige Kinder, die für mehrere Wochen von deutschen Pflegeeltern i m ganzen Reich aufgenommen werden. Ebenso werden 25 000 verdiente österreichische Angehörige der Bewegung mehrere' Wochen lang im alten Reichsgebiet Erholung fin­den. Mit dieser sofort in Angriff genommenen Hilfe sind die ersten Schritte der nationalsozialistischen Wohlfahrtspflege für einen praktischen Sozialismus in Oesterreich getan. Weitere soziple Hilfs­maßnahmen sind in Vorbereitung.

Gleiche Flaggen, gleiche Verpflichtung.

Oie Hiffung der Veichskriegsflagge

auf dem bisherigen Bundesministerium für Landesverteidigung.

Wien, 17. März. (DNB.) Auf dem bisherigen Bundesministerium für Landesverteidigung am Stubenring in Wien wurde die Reichskriegs­flagge gehißt. Zu beiden Seiten des Radetzky- Denkmals hatte sich eine große Menschenmenge angesammelt. Die Generalität der deutsch-öster­reichischen und der reichsdeutschen Wehrmacht, Reichsstatthalter Dr. Seyß-Jnquart, Reichsführer ff Himmler und der Bürgermeister von Wien, Neu­bacher, hatten sich eingefunden. Gegenüber dem Ge­bäude waren eine Kompanie des deutsch-österreichi­schen Gardebataillons in ihrer schmucken Parade­uniform und eine Kompanie des reichsdeutschen Infanterieregiments 40, dazu Spielleute und Mu­sik angetreten. Der Oberbefehlshaber, Generaloberst von Bock, schritt die Front ab und richtete dann folgende Worte an die Soldaten:Wenn in dieser Stunde die alte österreichische Wehrmacht mit ihren deutschen Waffenbrüdern unter gleiche Flagge tritt, so bedeutet das für beide Teile gleiche Verpflichtung. Die Verpflichtung treuer Kameradschaft, die Verpflichtung zur freudi- gen Hingabe an die Idee unseres Führers und die Verpflichtung zum heiligen Wetteifer opferfreu­diger Erfüllung unserer Soldatenpflicht." Die Truppe präsentierte das Gewehr. Der Oberbefehls­haber brachte ein dreifaches Sieg-Heil auf den Füh­rer, das Deutsche Reich und die deutsche Wehrmacht aus. Die Musik setzte mit den Klängen des Deutsch­landliedes ein. Irn gleichen Auaenblick ging unter dem Jubel der angesammelten Menschenmenge d i e Reichskriegs flagge am Gebäude hoch. Der Stadtkommandant, Oberst Graf Rotkirch, ließ das Gewehr über nehmen. Die feierliche Stunde war beendet.

Uebernahme

des österreichischen Generalstobs in den deutschen Generalstab.

Wien, 17. März. (DNB.) Der Chef des Gene­ralstabes des Heeres, General der Artil­lerie Beck, hat folgenden Erlaß an den General­stab des bisherigen österreichischen Bundesheeres ge­richtet:Mit dem heutigen Tage übernehme ich den Befehl über den General st ab des bisherigen österreichischen Bun­

des Heeres. Ich heiße die österreichisches Gene­ralstabsoffiziere in den Rechen des deutschen Gene­ralstabes herzlich willkommen. Die Erinne­rung an die ruhmreiche Ueberlieferung des ehe­maligen österreichischen Generalstabes soll a u ch i m deutschen General st ab lebendig blei­ben. Wir wollen an die Arbeit gehen, um i n einem Geiste die Arbeit zu erfüllen, die uns der Führer und unser großdeutsches nationalsozia­listisches Vaterland stellen." Zur Bekanntgabe dieses Erlasses begab sich der Chef des General­stabes der VIII. Armee, Generalleutnant Ruoff, in das bisherige Ministerium für Landesverteidi­gung. In feiner Begleitung befanden sich alle zur Zeit in Wien befindlichen deutschen Generalstabs­offiziere. Im Marmorsaal des Ministeriums wurde Generalleutnant Ruoff vom bisherigen österreichi­schen Generalstab, an der Spitze Staatssekretär Oberst Angelis, mit den Feldmarschallleutnants Beyer, haselmeyer und Ingenieur Kubena emp­fangen. Nach der Bekanntgabe der Uebemahme ver­weilten die Offiziere noch in zwangloser Unter­haltung.

DiekameradschastlicheVerbundenhelL der Wehrmacht.

Oesterreichische Truppen

kommen nach Süddeutschland.

Wien, 17. März. (DNB.) Zur Pflege der kame­radschaftlichen Verbundenheit aller Teile des deut­schen Heeres, zum Kennenlernen der militärischen 'Einrichtungen und der Sehenswürdigkeiten deut­scher Städte werden in der Zeit vom 18. bis 23. März Teile d e s bisherigen österreichi­schen Bundesheeres nach Süddeutsch­land verlegt. Folgende Standorte werden Be­such deutschösterreichischer Truppen erhalten: Nürn­berg : eine gemischte leichte Artillerie-Abteilung, Bamberg: ein gemischtes Dragoner-Regiment, München: ein gemischtes Infanterie-Regiment und ein gemischtes Telegraphen-Bataillon, Würz­burg: ein gemischtes Pionier-Bataillon. Außer­dem wird der Standort Augsburg ein gemischtes Kraftfahr-Jäger-Bataillon erhalten, das im Land- marsch eintrifft.

Heute Reichstagssitzung.

Das ganze deutsche Volk hört den Führer.

. heute abend rmrd der Führer vor den Deut­schen Reichstag treten, er wird zu ihm über die jüngsten politischen Entwicklungen sprechen, er wird vor allem den geschichtlichen Ablauf des Anschlusses Oesterreichs an das große gemeinsame Vaterland, das Deutsche Reich schildern. Adolf Hitler, heute Führer von 75 Millionen Reichsdeutschen, wird aber nicht nur zu den Volksvertretern im Sitzungs­saal der Kroll-Oper, die auch diesmal wieder bas Notguartier des Reichstags bildet, sprechen, er wird seine Worte an alle deutschen Männer und Frauen richten, wo immer sie ihren Wohn­sitz haben und ihrem Lebenserwerb nachgehen. In­folgedessen wird es heute abend keinen Volksge­nossen geben, der nicht auf dem Umweg über das Rundfunkgerät an der Sitzung teilnimmt. Alle Lautsprecher werden eingeschaltet fein, wo immer sie stehen: in Privatwohnungen, in Restaurants, Kaffeehäusern, in Gaschöfen, Hotels oder auf öffentlichen Plätzen. Und wer ein eigenes Gerät nicht besitzt, der wird Gast bei Bekann­ten sein oder an den zahllosen Gemein­schaftsempfängen teilnehmen, die die Partei bereits organisiert hat. Ist" heute die Sehnsucht der Oesterreicher, die auch unsere Sehnsucht war, ein Volk, ein Reich, ein Führer, erfüllt, so ergibt sich nun erst recht Anlaß, die politische Gemeinschafts­arbeit von Führer und Volk zu vertiefen. Dazu dient auch das Mitanhören der Führerrede durch jeden Volksgenossen. Denn nicht für die wenigen Abgeordneten in der Kroll-Oper ging Adolf Hitler an sein großes Werk, er tat es für das ganze deutsche Volk, das durch ihn zu einem poli­tischen Denken, handeln und Trachten erzogen wor­den ist wie nie zuvor und auch in keinem anderen Lande. Die logische Fortentwicklung dieser Er­ziehungsarbeit ist die Ausweitung der Reichstags­sitzung zu einer politischen Veranstaltung von 75 Millionen Reichsdeutschen zwischen der Nordsee und der jugoslawischen Grenze, von Ostpreußen bis zum Bodensee hinunter, haben sich auch die äußeren Formen unseres Lebens verändert: geblieben ist die gute alte Sitte unserer Vorväter, daß wir uns um unsere Führer versammeln und ihren Rat hören. Das geschieht auch heute durch die Herstellung der Verbindung vom Reichstag zu den entferntesten Dörfern des Reiches durch eine' Volksversammlung, wie sie in diesem Ausmaß die Geschichte bisher nicht kannte.

Großdeuffchland am Rundfunk.

Aufruf des Reichsministers für Bolksaufklärung und Propaganda.

Berlin, 17. März. (DRB.) Der Reichsminl- sier für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, erläßt folgenden Aufruf:

Deutsche!

Das Großdeukfche Reich ist erstanden. 75 Mil­lionen Deutsche sind unter dem Banner des Haken­kreuzes geeint. Die tausendjährige Sehnsucht aller Deutschen ist erfüllt. Am Freitag, dem 18. März 1938, 20 Ahr, wird der Führer vor dem Deutschen Reichstag sprechen. Alle Volks­genossen hören über den Rundfunk seine Rede. Die Partei trifft rechtzeitig Vorbereitungen für den G e m e i n s ch a f t s e m p f a n g in Sälen und Gaststätten.

Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda. (Gez.): Dr. Goebbels.

Die Reichstagssitzung in der Krolloper am Frei­tag, dem 18. März, 20 bis 22 Uhr, wird vom Deutschlandsender, von allen Reichssen­dern, vom Deutschen Kurzwellensender und vom deutschösterreichischen Rundfunk übertragen. Das deutsche Gast stä11en - und Beherber- gungsge roerbe ist aufgefordert worden, die Lautsprecheranlagen und Gaststättenräume zum Gemeinschaftsempfang zur Verfügung zu stel­len. Auch der Gefolgschaft soll weitestgehend die Möglichkeit gegeben werden, die Ueberfragung an­zuhören.

Der VierjOreeplcm auf Oesterreich MM Mi.

Berlin, 17. März. (DRB.) Generalfeldmarschall Göring hat folgendes Telegramm an Dr. S e y h - Inquart gerichtet: Die Wiedervereinigung Oester^ reichs mit dem Reiche hat einen weiteren ge­waltigen wirtschaftlichen Aufstieg zur Folge. Der Vierjahresplan, nunmehr auch auf Oesterreich ausgedehnt, wird jetzt auf noch breiterer Grundlage erfolgreich durchge­führt werden. Ich bitte Sie und Ihre Mitarbeiter, mich in dieser Arbeit mit vollem Einsatz zu unter­stützen, um diereichen SchäheJhrerenge- ren Heimat zu heben, auszunuhen und alle Kräfte zu entfalten für das Wohl unseres großen Vaterlandes und insonderheit für das Aufblühen des ins Reich zurückgekehrlen Oesterreich.

20 000 Rundfunkgeräte für Oesterreich.

Berlin, 17. März. (DNB.) Um dem deutschen Volk in Oesterreich Gelegenheit zu geben, in weit stärkerem Maße als bisher'das große poli­tische Geschehen unserer Zeit im deut­schen Rundfunk m i t z u erleben, werden