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chischen berformel für Chemiker und Ingenieure des 2Lerks. großen Mit ihr unternahmen sie den Versuch, das anglo-

fl. Washington, Dezember 1938.

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toll es die Bauspekul

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$r oh e Sefttäge* ohne Äagenbefchweriiin/

Das andere Amerika

(Eigener Bericht des Gießener Anzeigers)

dann Berlin einen Weltrekord. Damals wohnten in einem Hause durchschnittlich: in Paris'38, in Neuyork 20, in London 7,89, in Berlin aber 75,9 Menschen! Ein trauriger Weltrekord! In Anbetracht der gewaltigen Bauvorhaben Berlins kann man ver­stehen, daß sich schon viele Berliner Bodenspeku­lanten insgeheim freuten, einen ähnlichen Fischzug zu machen wie ihre Vorgänger. Doch es kam an­ders! Erst vor kurzem hat man wieder ein Exefn- pel statuiert. Zwei Gebäudekomplexe, deren Be­sitzer beim Weiterverkaufganz groß" verdienen wollten, wurden ausschließlich aus diesem Grunde zumBereich" erklärt, d. h. sie wurden auf Grund

und Gewichtsverhältnis der Atome, des Kohlen­stoffs, des Wasserstoffs, des Sauerstoffs und des Stickstoffs und ihres Bauplans im Jndigomolekul angegeben waren. Das aber war wohl eine Zau-

Daß es in Deutschland auch eineJüdische ' Schweiz" gibt, wissen wohl die wenigsten. Aber es ist so. Wo anders könnte sie liegen als in Berlin? 1 Es ist das BerlinerS ch e u n e n v i e r t e 1", nahe dem Alexanderplatz zwischen der Mulack- und Weydinger Straße gelegen, das sich den Namen Jüdische Schweiz" verdient hat. Wie es in diesen Straßen desScheunenviertels" einstmals zuging, davon erzählt ein Bericht des Statistischen Amtes der Stadt Berlin aus dem Jahre 1925, der die Ein­nistung der Juden so treffend kennzeichnet, daß er hier wiedergegeben sei:Sn diesen Straßen (des Scheunenviertels) wie auch in der benachbarten Münzstraße war in der Inflationszeit ein üppig blühend"r Straßen- und Schleichhandel entstanden/ der meistens von zugewanderten 9üben betrieben wurde, wie auch heute noch das ostiüdifche Element in dieser Gegend eine große Rolle spielt. Das Herz dieses im Volksmund als Ghetto ober Jübische Schweiz bezeichneten Stadtteils ist die Grena- d i e r st r a ß e mit ihren .Stieblechs', das find Ge­betsstübchen. Jüdische Buchhandlungen, in deren Schaufenstern tast stets Dieselben Bücher, Gebets­riemen und andere Kultgegenstänbe zu sehen sind, viele Firmenschilder mit hebräischen Aufschriften, koschere Restaurants, Bäckereien und Krakauer Kaf­feehäuser, jüdische Typen mit Kaftan, langem Bari und Peies (Schläfenlocken) lassen den starken Anteil der jüdischen Bevölkerung an der Einwohnerschaft erkennen." Was der amtliche Bericht vom Jahre 1925 sagt, gilt noch für das Jahr 1938. Denn auch heute stellen die Juden mind-itens 90 o. H. der Be- wobner dieses Viertels dar. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die Juden über kurz oder lang in die­sen Spaßen hundertprozentig vertreten sein. Dann nämlich, wenn die aroßen Wohnstraßen des Ber­liner Westens, wie schon anqekiindiqt. mit dem I u - d e n b a n n belegt werden und die Jubm von hier nach dem Scheunenviertel verziehen müssen. Als­dann wird man mit noch mehr Recht von einer >Jüdischen Schweiz" sprechen können, in der aller-

Wenn auch viele Amerikaner behaupten, daß ihre Vorfahren zu den Pilgeroätern gehörten, die vor

kühl zur Antwort:Mein Herr, was gehen Sie die Berliner Unterröcke an?"

Chemie erschließt die Welt.

Don den Grundlagen und Aufgaben des chemischen Zeitalters.

indische Indigo-Monopol anzugreifen.

Aber es war noch ein Jahrzehnt genialer uno mühseliger Arbeit nötig, damit es unter der Füh­rung von Heinrich von Brunck und durch die Tatkraft des Ingenieurs Knietsch gelang, einen synthetischen Indigo herzustellen, der mit dem Farb­stoff der Tropenpflanze konkurrieren konnte. Viele- Versuche, fabrikatorisch voranzukommen schlugen fehl. Man verstand es nicht, aus dem Ausgangs­material genügend herauszuholen. Die Endpro­dukte mürben zu teuer. Schließlich gma man oom Naphtalin aus. Es war ja genügend im Stein- kohlenteer vorhanden. Aber es mußten zahllose Un^ Wandlungen des Ausgangsstoffs erprobt, durch sinnreich erdachte Verfahren die zur Fabrikation not­wendigen Hilfsstoffe verbilligt werden bis man schließlich so weit war, daß man 10 bis 15 v. y. von der wichtigen Phthalsäure aus Naphtalin und Schwefelsäure erhielt. Das war noch zu wenig. Da­bei blieb die Fabrikation noch zui teuer. Und da ge­schah es, daß ein unerwarteter Zufall ZU..einer be­friedigenderen Ausbeute an Phthalsäure führte. Bei

Am Silbernen Sonntag besuchten 300000 Schaulustige den Berliner We>ihna-chts- marft. Das finb 100 000 Personen mehr, als Die Stadt Halle (Saale) Einwohner hat. Mehrmals muh­ten die Zugänge zum Weihnachtsmarkt polizeilich ge- sperrt werden. Die Budenbesitzer und Schausteller ne­ben sich vergnügt die Hände und sagten immer wieder: Det Jeschäft is richtig!" Wer gönnte es ihnen nicht? Fast schien es so, als hätten die kleinsten Schaustel­ler den größten Zulauf: die L i l i put a n e r näm­lich. Sie bilden eine in sich abgeschlossene Wohn- waaen-Stadt, die man für ein Eintrittsgeld von 50 Reichspfennigen besichtigen kann. Sehr viel gibt es zu besichtigen, spielt sich doch das gange Leb:n dieser Zwergenstadt hinter gläsernen Wanden ab. Neugierig schaut man in die Wohnungen, betrach­tet die seid"nen Himmelbetten, die zierlichen w"- gekachelten Badestübchen, die Schreib- und Lesezim- mercben, in denen sich die nicht beschäftigten Zw-rge und Zwerginnen aufhalten, während ihre Kolleren und Kolleginnen arbeiten. Denn die Liliputaner führen durchaus kein müßiges Dasein. W?r nicht in dem kleinen Variete beschäftigt ist. hat in den vielen Verkaufsstellen oder auf demPostamt" zu tun. Man kann in dieserKleinstadt" nach Herzens­lust einkaufen. Und man erzählt sich wohl nicht mit Unrecht, daß an diesem Silbernen Sonntag selbst die Zwerge--Großverdiener waren. Besonders

putzig geht es imCaf6 Fingerhut" zu. Auch dort bedienen die Liliputaner sehr eifrig und geschäftig. Ein weißgekleideterBarkeeper" schüttelt Fttvs und rrottails zusammen, trinkt auch mal ein A.obchen Bier mit, aber nicht sehr oft, was bearei lieb Nt: wie sollte and) ein Lilivutaner zu einnm RiestndU''it kommen? Ein sehr einnehmendes Mesen zei-tt em kleines Fränleinchm, das mit ernltbaft;m G'sicht nor einer Lilivut-Registrierkasse sitzt undbannt . Und so stilgerecht geht es in diesem Gaf£ der klemm Schausteller zu. daß man fanar, romn man ein großes Geldstück hingibt, Kleingeld wieder be- kommt ...

Brief aus der Reichshauptstadt.

Die Dame in paprikabraun Das Ende der Millionenbauern. Wo liegt die Jüdische Schweiz? - Ein Diertelstündchen imEafs Fingerhut".

Von unserer Berliner Schriftle'tung.

Im allgemeinen ist ein Unterrock ein Kleidunas- stück, über das man in der Öffentlichkeit nicht allzu laut zu sprechen pflegt. Allein, was hilfts? Nach­dem vor kurzem in Berlin bei einem großen Tee- Empfang im Hotel Esplanade der Unterrock zum Gesprächsthema erhoben wurde, muß auch der Chro­nist über ihn berichten. Auf diesem Tee-Empfang desWerberatsderdeutschenWirtschaft

. c- ...«rinnen an den die Badische Anilin, man moae doch zur Enthüllung

t. Barock und Spatrenaissance erinnern an v o Liebig-Denkmals nach München kommen, . Kaiser Ferdinands von 1639.Jnsonoerye n Schluß und flüchtig die Bemerkung

wollen Mr dies gesagt und verordnet habe, schnev^ zum » fd)rieb er eine

m Rathe, allermaßen bei U"strer kgl. Boh &erf£ürbig 'anmutenbe Formel, in der das for-

Hofkanzlei auck beschicht, tue 2kta, 1 fcherifche Ergebnis gebannt war und in der Anzahl

isch oder teutsch, einzig und allein teut sch .^^^^nis der Atome, des Kohlen-

X.

DieGeburldeSkllnMenMfgo

Es lieft sich eigentlich genau so wie einer der klassischen Heeresberichte aus den Jahren des gro­ßen Krieges, was der Vorstand der Badischen Anilin- und Sodafabrik im Jahre 1897 mitzuteilen hatte. Es hieß da:Nachdem die frühe- ren und langjährigen Versuche, den Indigo auf künstlichem Wege herzustellen, nicht zu Re­sultaten geführt haben, welche sich fabrikations- mäßig hätten verwerten lassen, haben wir dieses Ziel nunmehr so weit erreicht, daß wir in der Lage sind, künstlichen Indigo billig genug herzu­stellen, um ihn in Konkurrenz gegen Pflanzen-Jndigo auf den Markt zu brin­gen. Wir glauben die Erwartung hegen zu dürfen, daß die Zukunft uns für die schwierige Arbeit und den erheblichen Aufwand Ersatz bringen wird. Im Jahre 1897, als dies veröffentlicht wurde und das Ludwigshafener Werk den Indigo für den Ver­kauf freigab, mußten wir noch 12,7 Millionen Mark an das Ausland zahlen, um Indigo-Farbstoff einzukaufen. 1913 aber holten wir durch die Aus­fuhr synthetischen Indigos über 53 Millionen Mark an Devisen herein. Damals konnte die Industrie mit Stolz behaupten, daß sie in diesen 16 Jahren der deutschen Volkswirtschaft eine halbe Milliarde Mark an Devisen hat sparen helfen.

1897 betrug das Aktienkapital der Badischen Ani­lin etwa 18. Millionen Mark. Denselben Betrag 18 Millionen Mark hatte allein dieses Werk in den vorangegangenen Jahren aufwenden müssen, in die Versuche und Neuanlagen gesteckt, um die

Wenn man sich mit dem Volks- und Rassen-Cha- rakter der Bevölkerung der Vereinigten Staaten befaßt, muß man einen Unterschied zwischen den Großstädten und dem flachen Lande machen. Die in den Großstädten lebende Bevölkerung kann man nicht mehr als rein angelsächsisch-germanisch an­sprechen. Es ist ein buntes Gemisch aller Völker und Rassen, wobei die Juden, aber auch die Romanen und Slawen, einen unverhältnis­mäßig hohen Prozentsatz stellen. Im breiten Hin- ter lande jedoch, in Dem es nur wenige Groh- ftäbte gibt, in den weiten, teils sehr Dünn bevöl- Eerten Gebieten zwischen den Alleghanies und den Rocky Mountains, wohnt ein ganz anderer Men­schenschlag. Wenn wir von Staaten wie Louisiana, Neu-Mexiko oder Arizona absehen, treffen wir dort durchweg Amerikaner, die angelsächsischen und germanischen Blutes sind. Während die Bevölkerung der Großstädte von dem Gedanken beherrscht ist, auf leichte Weise Geld und Wohlstand zu erwerben, wohnen dort draußen in dergroßen weiten Ebene" Menschen, die sich ebenso wie Die Europäer ihr tägliches Brot hart erarbeiten mus- fen. _ . ...

Fragt man in Neuyork einen Jungen, wie er sich sein künftiges Leben vorstellt, wird er wahrscheinlich antworten, sein höchstes Ziel sei, einmal einer der Ge­waltigen von Wallstreet zu werden. Da diese Doi- lartönige, die ihr Geld oft auf recht Zweifelhafte Weisemachten", Den amerikanischen Großstadtk'.n- Dern jeden Tag als Vorbilder hingestellt roerDin, können wir uns über einen derartigen Ausspruch nicht wundern. Aus dem flachen Lande aber sind die in einfachen Verhältnissen lebenden Menschen recht bescheiden in ihrem Denken. Erst nach der Er­findung des Autos kamen sie mit den Städtern m des nationalsozialistischen Reichsgesehes über die Neugestaltung deutscher Städte vom 4. Oktober 1937 zuangemessenen P*r eisenenteignet.

einem Der vielen Laboratoriumsversuche zerbrack Dem Arbeiter Butz Das Thermometer Etwa; Quecksilber geriet in Die Dersuchsmasse. Da. war nicht beabsichtigt, aber ausgezeichnet. Das Quecksilber wirkte als Katalysator. Die Versuchs­masse geriet in siedende Bewegung. Die gesuchte Phthalsäure bildete sich. Sogar in solchen Menaen, daß sich in weiteren Versuchen 33 bis 46 o. H. Aus­beute ergaben.

Es war aber mit dem künstlichen Indigo zunächst nicht anders wie mit allen anderen nach ihm ge-- cfraffenen synthetischen Produkten. Er wurde a I s Ersatzstoff" kritisiert und bespöttelt. Der von der Badischen Anilin- und Sodafabrik in den Han­del gebrachte Farbstoff sei nichts anderes als raffi­nierter Pflanzenindigo. So sagten es die Pflanzer und ihre englischen Kapitalisten, die 1896/97 den Wert von 1 600 000 Acres allein in Indien zu er­halten hatten. Im Jahre 1904/05 aber waren es nur noch 500 000 und zehn Jahre später sogar nur noch 300 000 Acres. An die Stelle des britisch-indischen Monopols trat das deutsche Farbenm o n o- pol. Und dies um so schneller, als im Jahre 1904 die Badische Anilin mit Den Höchster Farbwerken, Die ebenfalls um Die Jahrhundertwende Die Produk­tion von künstlichem Indigo ausgenommen hatten, eine Preiskonvention abschloß. Heute wird in Der Welt JnDigo nur noch in geringen Mengen ange­baut. So kam es Dann, Daß der Traum des Fried- lieb Ferdinand Runge in Deutschland erfüllt wer­den konnte, der in seiner Indigo-Arbeit vom Jahre 1822 schrieb:Wir hoffen, und gewiß mit Recht, daß künstlicher Indigo bereitet werden ^önne."

erfuhr man aus den Worten des Präsidenten, des Ministerialdirektors Reichardt, daß Der Werbe- rat jüngst Uebersetzungstafeln für Die Deutsche Mode herausgegeben habe. Der Grund hierfür lag zunächst in dem Wirrwarr fremdsprachlicher Bezeichnungen für1 die verschiedenartigsten Modefarben, aus welchem Wirrwarr selbst der Fachmann kaum noch flug wurde, geschweige Die Käuferin. Denn Hand aufs Herz! welche Farbe ist mitargent", mit brigue" oder mitpensse" gemeint? Im ganzen wurden 130 Modefarben verdeutscht! Unter anderen: bordeaux mit ro einrot, inbia mit maisfarben, chamois mit gemsfarben. Diese deutschen Bezeich­nungen werden wir uns alfo zu merken haben. Und begegnet uns in Zukunft eine Dame in einem be­rauschenden Marocain-Kleide, so werden mir von ihr nur noch als von der Dame in Paprikabraun sprechen dürfen. Aehnlich ist es auf einer zweiten, kleineren UebersetzungstaSel gewissen Modebezeick- nungen ergangen, wie beispielsweise dem Cupon (Av- schnitt), Dessin /Muster) Nuance (Farbton) und dem --Supon. Und damit wären wir beim Unter- r o cf anarinngt? denn nur noch so heißt fortab Der Supon! Ob dm Berlinerinnen dieser Uebergang vom rarnehnvn Supon zum simplen Unterrock gefällt? Ich Habs mit einer Umfrage versucht Aber schon bei der ersten Dame bin ich abgeblitzt. Sie gab mir

Erfindung A. Baeyers, aus dem Steinkohlen­teer Die echteste aller Naturfarben zu gewinnen, in Die Fabrikation umzufetzen. Das war gewiß für Da­malige Zeiten ein unternehmerisches und technisches Wagnis. Zwei Fabriken haben es unternommen: Die BaDifche Anilin und Die Höchster Farbwerke. Sie erbrachten vor aller Wett Den Beweis, mit welcher Sicherheit es schon Damals einer zielbewußt aufgebauten und wissenschaftlich geführten Industrie möglich war, Den Weg vom Reagenzglas bis zur rentablen Großfabrikation zu beschreiten. Die Welt erhielt einen Anschauungs­unterricht. Das Selbstgefühl Der Fabriken, Denen das Werk gelang, erstarkte und wurde zum Garanten der kommenden Entwicklung.

Der Historiker aber hat die Aufgabe, den Beginn dieser wirtschaftspolitischen Wende mit dem Jahr 1848 anzusetzen. Denn Damals stellte Der 1 3 j a h - rige Knabe Alfred, der Sohn des damaligen Hauptmanns im preußischen Generalstab, B a ey e r Versuche mit einem Stück Indigo an. Das eptej des Knaben hatte einen gewaltigen Einfluß aus die Wahl der späteren großen Aufgabe des Meisters ausgeübt, der glänzenden Synthefe des Indigo,Der durch fein absonderliches .Verhalten unD feinen eigentümlichen Geruch meine Phantasie schon im Knabenalter beschäftigt hatte."

In zwanzigjähriger Forscherarbett hatte Dann Der erste Schüler Kekulös Den wirksamen blauen Farbstoff Der JnDigopstanze studiert und analysiert, hatte Den Platz eines jeden Atoms im Molekül die­ses Farbstoffes bestimmt, seine Muttersubstanz dar- gestellt und endlich 1883 den künstlichen Aufbau des Jndioos aus dem Teer der Steinkohle vollendet. Am 3. März 1883 schrieb Baeyer in einem Briefe an

schen Hofkanzlei auch böhmisch oder teutsch,**'.(=nrnfh DD!

referiert, auch darüber m teutscher Sprach

In seiner großen Festrede zur Eröffnung der Münchener Architektur-Ausstellung nannte Reichs­minister Goebbels Deutschland einen ge­rn a 11 ig e n B a u p l a tz. Auch Berlin ist ein solcher gewaltiger Bauplatz. Indessen, wo ein Bauplatz ijt, da sind auch die Bauspekulanten nicht weit. Berlin ...... diesen Dingen reiche Erfahrungen. Wie > Bauspekulanten schon im vorigen Jahr­hundert getrieben haben, davon berichtet eine einzige Zahl: im Jahre 1861, als Berlin erst 500 000 Einwohner zählte, mußten sich 50 000 Berliner (also der zehnte Teil der Bevölkerung!) mit einer Keller­wohnung begnügen. Nach dem Kriege 1870/71 wurde es noch toller. Die Gründerzeit schuf denBerufs­stand" derMillionenbauern". Das waren ' jene Bauern im Weichbild Berlins, dis ihr Land nicht mehr bestellten, sondern nur noch auf den Wertzu­wachs ihres Bodens spekulierten leider mit großem Erfolg. Um die Jahrhundertwende errang

nähere Berührung. Es gibt hier noch Gebiete, wie in Tennessee oder Kentucky, in Mississippi oder m South Carolina, in denen ein verhältnismäßig hoher Prozentsatz der Amerikaner der älteren Ge­neration nicht einmal lesen und schreiben kann. Es wäre ungerecht, ihnen oder Dem amerikanischen Staate Deswegen einen Vorwurf machen zu wollen. Vielfach liegen Die Ortschaften und Ansiedlungen so weit auseinander, daß ohne moderne Verkehrsmittel ein regelmäßiger Schulbesuch nicht möglich ist. Jetzt erst können Die Kinder Durch Autobusse gesammelt und zur vielleicht zehn oder fünfzehn Meilen ent­fernten Schule gefahren werden. .

Von Europa haben diese Menschen, die vielfach kein Meer, ja nicht einmal eine der Großstädte ge­sehen haben, mit denen wir drüben fälschlicherweise immer gleich den Begriff Amerika verbinden, eine KrümenkM«

oft selfiame Vorstellung. Viele chrer Vorfahren ver­ließen Die alte Heimat, weil sie Dort in Not und ElenD leben mußten, weil sie religiösen Verfolgun­gen ausgesetzt waren, weil ihnen Die politischen Ver­hältnisse nicht befragten ober auch weil sie aus an­deren Gründen den Staub Der alten Wett von ihren Füßen schütteln mußten. Sie brachten eine Abnei­gung gegen ihre alte Heimat, von Der sie mit Dem Tage ihrer AuswanDeruna aufgegebm waren, in Die Neue Wett mit und übertrugen fie auf ihre Kinder, die oft gar nicht mehr wußt n, von welcher Ortschaft oder Provinz Die Eltern gc^ kommen waren. Nur zu begreiflich entsprang ans dieser Abneigung der Witte des amerikanischen Vol­kes, sich von Europa polittsch zu isolieren.

Obwohl sie sich keine rechte Vorstellung von^ Europa machen können, glauben sie, in einer glücklicheren W eit zu leben. Aus diese M n- talität der amerikanischen Bevölkerung Des weiten Hinterlandes wurde die W e l t k r i e g s - P r o p o g a n D a ab gestellt, Die Dann tatsächlich Damals den Jsolierungswitten überwand. In ihrer Ein alt glaubten Die Hirten in Texas, Die Farmer in Kan­sas oDer Missouri, Die Delarbeiter in Oklahoma, Die Obstzüchter an Der Westküste oDer in FloriDa für ,Freedom and Liberty, für Die Rettung Der Demokratie kämpfen zu müssen, wobei sie sich einbilDeten, Daß sie noch immer in Der ungebunDencn , Freiheit ihrer Vorfahren lebten. Daß sie Sklaven [ eines langweiligen Alltags an Der Mainstreet ge»

! Dings nicht gejodelt, Dafür aber um so mehr gejüJDelt werden wird.

waren sie die ergiebigsten Silber- und Goldgruben, den ist. Barock

- Europas bis die Sach.en im Dreißigjährigen Krieg . Er °ß Kaiser^rdinands^von IW», zum großen Teil entfernt wurden. So ist ja noch aver c--- - - nlIprmn£."n viel von den Bodenschätzen des Landes, die schon daß rin Rache, allermaßen bei von deutschen Werkmännern anaepocht worden ^-» audi bekbiehi

waren, mit der Verdrängung der Deutschen uner-

nieten kleineren deu.,chen

Streusiedlungen ab und von den scher Baukunst, die sasi jeder heute tschech ^a27rV5ch"n M^en^ nach runD 70 Dörfern bis über das fast rein tschechisch gewordene Deutsch- Bro d hmaus nach Norden siedeln noch 35 000 Deutsche, davon 15 000 m oer Stadt Jglau, die unter Pottzeiwillkur (250 Pott- Isten wo früher einmal 12 deutsche Stadtpottzls en genügt hatten), Wahlfälschungen (auch die Toten waren bei den letzten Gemeindewahlen gegen bte SDP aufgeboten worden) und exfrifanen besonders hart zu leiden hatten. Künftig wird dieser durch die bisherige Verwaltunaseinteilung zerrissene Rutsche Landstrich mit der Neuordnung der Dinge vernunftgemäß zu einer Verwattungseinheit und ,mar zu einer deutschen Verwaltung von der Spitze bis herunter zu den letzten ausführenden Organen zusammengefchlosfen werden, wie das den naturge­mäßen Selbstverwattungsgrundsätzen einer ehrlichen Dolksgruppenpolittk auch sonst entspricht. Dann können die Jglauer wieder stolz ihre Trachten tra­gen und am 24. Juni ihr großes Heimatfest m.t dem Aufzug der Knaben-Berghäer zur Erinnerung daran begehen, daß Jglau früher- eine der bedeu­tendsten Bergstädte des Reiches war und hier der- Meistergesang eine besondere Blüte erlebt hatte.

Die Deutschen in Böhmen und Mähren wisien, was sie und ihre Vorfahren für das Volk und für Das Land geleistet haben. Sie sehen heute wieDer die große Aufgabe in Der Arbeit für eine Zukunft ohne Völkerhaß. Sie haben Die Zuversicht, Daß auch die Tschechen in ihrer Gesamtheit Dafür Verständnis

die X ehernen tn inrer Qjeiamrgeii oajur yerjianurna , yorfayren zu uch ------

aufbringen, wenn erst Die Befreiung von den Ver- | Drei Jahrhunderten auf ^r .,Mayflower uaä) Reu- sührern und Hetzern von gestern vollendet ist. Und , England tarnen, bleibt doch die Tatsache befteben. Das Reich ist stolz auf Die Volksgruppe draußen, 1 daß es nur einen verhältnismäßig geringen pro- *- <»-----oa;k.,Mc >t«,h rentfatz von Einwohnern gibt, die von sich sagen

können, Amerikaner in der vierten Generation, also wirklicheHundertprozenttge" zu sein. Im Jahre 1870 betrug die Bevölkerung der Vereinigten Staa­ten 38,5 Millionen, jetzt macht sie 130 Millionen aus Das starke Ansteigen der Bevölkerungsziffer ist aber innerhalb dieser 68 Jahre zu einem sehr großen Teil auf Die Einwanderung zuruckzufubren die jetzt unter Den Folgen der Depression praktisch

schloffen geblieben und verfallen.

Rehmen wir ein anderes deutsches Kulturzen­trum: B r ü n n , die Hauptstadt Mährens, mit Bud- weis dadurch verwandt, daß Deutsche und Slawen nebeneinander gesiedelt hatten. Die Deutsche Technische Hochschule hat die Sturmzeit überdauert', sie bleibt weiterhin Die Stütze der über 50 000 Deutschen dieser Großstadt, die mit reicher Jndustneentw.cklung wohl irgenDwie charaktervoll wurde, aber in Der Altstadt mit dem schönen goti­schen Rathaus deutsch geblieben ist. Brünn mit sei­nen deutschen Dörfern im Süden und der in bäuer­lichem Stolz sich behauptenden Wischauer Spiach- infel im Nordosten war bisher zugleich der Sitz eines vorbildlichen Genossenschaftswesens, das unter der klugen Leitung durch Zentraldirektor Hilmer dafür gesorgt hat, daß Die deutschen Bauern Mährens, auch im jetzt reichsdeutschen Ge­biet, wirtschaftlich durchhatten konnten, und datz Die Juden nicht in die Dörfer eingedrungen sind. Wie sich für die Genossenschaften jetzt neue Ab­gaben ergeben, so wird auch Die Technische H^h' schule einen Umbau erfahren, aber in ihrer Ve- Deutung eher noch wachsen. Daran werben auch die kleinen Gehässigkeiten nichts ändern, Die sich, wie auch anderwärts, die Restbestände des Benesch-Re-

Verhältnismäßig zugespitzt sind die Verhältnisse noch in Olmütz und Mahr! sch 0 strau. Be­sonders in diesem Zentrum des seit September klei­ner gewordenen Industrie- und Kohlenreviers das vor wenigen Jahren noch nach eigener tschechische Angabe unter 41 000 Einwohnern mehr als die Hälfte Deutsche gezählt hatte, haben sich die Juden breit gemacht. Es wird eine der wichtigsten Auf­gaben der neuen Prager Regierung sein, mit Dem jüdischen Einfluß und der jüdischen Volkerverhetzung radikal Schluß zu machen. Wo wie das Beispiel Der unmittelbar benachbarten fuDetenbeut tfren öe biete zeigt bie Juben ausgeschattet flnb, Jteut s'ch.,1°st ^-Nblicklich rin di7 »rit«ft!n fci" BÜnn'-r d-u.scher Leistung uni,

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