Einzelbild herunterladen

Nr. 295 Erstes Blatt

Samstag, t7./$onntog/8. Dezember 1958

188. Jahrgang

*

Dingaans in der Schlacht am Blutriver.

Natal

bis na<

.o karren wurden instand gesetzt, die einst das einzige ( nicht beteiligte. Für die britische Presse, die überall nfÄrXorii» ztrmi nf mtf m nrfirinfrirtrtnw o t f ott rrn- itrtX. mit " of-in hon fS rGi t f m r> i ff nr für nnXarn fflnf-

Die Hunderijahlfeier des großen Trecks

schnellen Vordringen der Japaner im Abschnitt von

sollen sich die chinesischen

größten See Chinas, dem Tschungking-See, rocifer

einen Witterungsumschwung.

Dieses Ereignis war es offen- keine freundlichen Gefühle auf-

Buren kann man verstehen, Geschichte dieses Volkstums in

zu verfolgen. Auch in der Schansi-Provinz soll der moralische Widerstand, der in den letzten Wochen zu wünschen übrig gelassen hatte, wieder vollkom­men hergestellt sein. Der japanische Vormarsch soll durch den Frost behindert werden. Der Gelbe Fluß sei stellenweise mit einer dünnen Eisschicht bedeckt.

Die Buren haben nach dem Verluste ihrer Frei­heit und nach dem Tode ihrer Veteranen ihren Frieden mit England gemacht. Die deutsche Jugend, die vor nun 40 Jahren den Freiheitskampf der Buren mit heißem Herzen verfolgt hat, hat in­zwischen erkannt, daß sie sich ein etwas zu roman-

Annahme von Anzeigr» für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags

Grundpreise für»! mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite bORpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25"/ mehr»

Ermäßigte Grundpreise:

Stellen-, Dereins«. gemein­nützige Anzeigen sowie ein­spaltige Eelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzei­gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeiger. 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B

man ihn angehört, bar, das in London kommen ließ.

Den Unmut der wenn man sich der

Von japanischer Seite wurde festgestellt, daß in dem Abschnitt des unteren Jangtse nicht weniger als 6000 0 chinesische Freischärler die Operationen der Japaner erschweren. Insbesondere südlich von Schanghai sollen sich dieSäuberungs- arbeiten" recht schwierig gestalten.

"Tie Kriegslage in China.

Schanghai, 17. Dez. (Europapreß.) Nach dem

Sprachen ein neues Idiom entstand, das Kaphollän- disch, das man heute als Afrikaans bezeichnet. Nach 1815 kamen die Engländer ins Land und

nebeneinander bestehen dürfen. Als jetzt die Buren auf einem großen Felde in der Nähe ihrer Haupt­stadt Pretoria das Erinnerungsfest an den Wander- zug ihrer Vorfahren vor hundert Jahren feierten, und damit die Einweihung eines Vortrecker-Denk-

ermordete dann die Unterhändler. Seit dieser Zeit ist derDingaanstag" einer der schwarzen Exinne- rungen des Burenvolkes. Wenige Tage nach der Niedermetzelung ihrer Anführer vernichteten 600 burische Reiter das 10 000 Mann zählende Heer

Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Gedenken an den Sieg am Blutfluß am 16. Dezember 1833, der mit der Niederlage des Häuptlings Dingaan über Südafrika als-des weihen Mannes Land"

Streitkräfte in der letzten Woche dort wie­der gesammelt und einen Verteidigungsgürtel gebildet haben. Auch der niedrige Wasserstand des

mehr gewesen ist, als eine bloße Taktlosigkeit. Ver­anstalter der großen Feier war die Regierung der Südafrikanischen Union, die alt eingesessenen Buren- familien hatten wachen- und monatelang das Fest vorbereitet. Die Männer ließen nach der Art der alten Väter ihre langen Bärte wachsen, die Ochsen­

kündigte an, daß die Regierung den Militärübungs­platz Roberts Heights bei Pretoria in V o o r -

Südafrika erinnert. Als die Engländer die Herren der Kavkolonie wurden, verloren die niederländi­schen Ansiedler einen großen Teil ihrer verbrieften Rechte und zogen voll Erbitterung nach Norden, um sich neue Weidegründe für ihr Vieh zu sichern. Im Jahre 1838 sammelten sich ^us-nd Familien mit 1800 Wagen und ungezählten Viehherden,*um sich neues Land zu suchen. Das war der große Buren- Treck, der erst den Oranje-Fre ist a a t, dann Natal und schließlich die Transvaal-Re-

entschicd. Auf dem Festgelände bei Pretoria hatten sich 50 000 Personen versammelt, als drei Frauen Müller, Preller und Ackermann die Nachfahren der Vurensührer Pretorias, Re­tief und P o t g i e t e r den Grundstein zum P o o r- Trecker-Denkmal legten. Anschließend spra­chen die Administratoren des Freistaates Transvaal, Dr. van Rensburg und General Pienaar, und riefen das Burentum jur Einheit auf. An der Feier nahm auch ber'deutsche Gesandte Leitner teil. Der stell­vertretende Verteidigungsminister, G'neral Kimp,

malern der Burengeneräle Pretorias und Pot - g i e t e r.

Zu den Jubiläumsfeierlichkeiten sind Menschen­massen zusammengeströmt, wie dies in Südafrika bisher noch nicht erlebt wurde. Am Freitagnack)- mittag zählte man 70 000 Menschen auf dem Fest- gelände. Die meisten Besucher sind in den histo­rischen Voortrekker Trachten erschienen, und viele Männer tragen lange Bärte. Die zahl­reichen Festreden führender Persönlichkeiten der butischen Verbände klingen sämtlich aus in einem Bekenntnis zum burischen Volkstum und zur afri­kanischen Sprache. Allgemein werden mit Stolz die Leistungen hervorgehoben, die die Buren in Afrika für die gesamte weiße Rasse vollbracht haben. In englischen Kreisen findet die durch die Jahrhundert­feier ausgelöste Welle burischen Nationalgefühls starke Beachtung. Allgemein wird auch vermerkt, daß auf dem ganzen Festgelände keine einzige englische Fahne zu sehen ist. Dagegen wehen zahlreiche Fahnen in den Farben der al­ten Burenrepubliken neben der heutigen südafrikanischen Fahne Orange-Weiß-Blau, die neben dem Union-Jack Nationalflagge der Südafri­kanischen Union ist.

brachten ihre Sprache, seit dieser Zeit besteht Südafrika der Streit zwischen Landessprachen, der schließlich damit überbrückt wurde, daß beide Teile

Die Buren feiern den Oingaans-Tag.

Wie Südafrika vor hundert Jahrendes weißen Mannes Land" wurde

Berg, der den Namen des Lord Roberts trug, in die BezeichnungV o r t r e ck e r - H ö h e" um­tauften. Es ist bei dieser Gelegenheit in Pretoria und anderen Städten zu lebhaften Protestrufen gegen England gekommen, so daß sich die englisch sprechende Bevölkerung an den Feiern der Buren

Offene Tür" oderneue Ordnung"?

England lrnd das fernöstliche problcm.

natürlich nicht. Es ist möglich, daß Japan auf Un­terstützung von Italien und Portugal rechnen kann. Die Vereinigten Staaten werden sicherlich feindlich bleiben und was den Rest anbetrifft, so hofft Japan einen Druck ausüben zu können. Der Schlüssel zu der ganzen Lage ist offensichtlich England das England, welches unter einer nationalen Regierung in der ganzen Welt vor dem Angriff zurü'ck- weicht. Falls England durch Drohungen überredet werden kann-, einer Revision des Neun-Mächte-Ver- trages zuzustimmen und die neue Ordnung in Ost- asien anzuerkennen, muß bann nicht Amerika ge­zwungen werden, bieselbe Richtung einzuschlagen?", fragt bas Blatt unb fordert zur Vermeidung einer solchen Entwicklung eine entschiebene englische Hal­tung und ein enges Zusammengehen mit Washing- tom

der kriegstücbtigen Zulu koffern. Deren König teren Verlauf ber Jahrlmnbertteier bes Großen Dingaan schloß mit einer Abo bnuna der Ein- Trecks veranstaltete die südafrikanische Wanderer einen Vertrag, steckte das Geld ein und.Wehrmacht eine Gedenkstunde an den Grab-

Zugänge zumImpen'um

In der Oeffentlichkeit Italiens und Frankreichs ill, ausgelöst durch einige Zwischenrufe bei der Rede des Außenministers Grafen Ciano in der italienischen Kammer, eine Debatte entstanden, die das Mittel­meerproblem an vier in der letzten Zeit wenig er­örterten Punkten anpackt: Korsika, Tunis, Suez­kanal und Dschibuti-Bohn. Auf der Insel Korsika und in Tunis haben unter jüdisch-marxistischer Füh­rung schwere Ausschreitungen die italienischen Kon­sularvertretungen, Reisebüros und Gebäude faschistte scher Organisationen bedroht, worauf in vielen italienischen Großstädten lebhafte Protestdemonstra­tionen stattfanden. Die Regierungen in Paris und Rom haben sich dazu bislang nur sehr zurückhaltend geäußert. Der französische Außenminister Bonnet hat im Auswärtigen Ausschuß der Kammer von Informationen Mitteilung gemacht, die Botschafter Francois-Poncet beim Duce und dem Graten Ciano eingeholt habe, wonach die italienische Regierung niemals offizielle Ansprüche auf Tunis und Korsika geltend gemacht habe, vielmehr auf dem Stand­punkt stehe, daß die Vorfälle privater Natur seien. Bonnet fügte hinzu, daß Frankreich keinen Fußbreit Boden an Italien abtreten werde. Es wurde hier bereits in mehreren Aufsätzen bargelegt, baß es vor allem in Tunis den Italienern auf eine zeitgemäße Aenderung des Niederlassungsrechts ankommt im Sinne der Durchführung des mit Laval am Drei­königstage 1935 abgeschlossenen Abkommens, dessen Inkrafttreten der Abessinienfeldzug und die mit dem Genfer Sankttonskrieg eingetretene Entfremdung zwischen Italien und Frankreich verhindert hatten.

In den letzten Tagen sind nun auch der Suez- Kanal und die Dschibuti-Bahn, die beiden wich­tigsten Zugangswege zum italienischen Imperium in Ostafrika, die dem italienischen Einfluß entzogen sind, in die Debatte einbezogen worden. Der Suez­kanal verdankt seine Entstehung dem französischen Ingenieur Ferdinand von Lesseps, der 1856 vom ägyptischen Vizekönig Said Pascha die Erlaub­nis zum Bau des Kanals erhielt, nachdem frühere Pläne zum Durchstich des Jfchmus von Suez, der bereits im Altertum durchstachen gewesen war, an ben Kosten und an technischen Schwierigkeiten ge­scheitert roar-rr. 1859 würbe mit dem Bau begon­nen unb 1869 der Kanal dem Verkehr übergeb'n. Den Bau, dessen Kosten 640 Millionen Franks be­tragen haben, hatte eine private Gesellschaft finan­ziert aus Grund einer Konzession des Khedioen von Aegyvten, wonach der Kanal nach 99 Jahren, also am 17. November 1969, in das Eigentum des ägvp- tischen Staates übergeht. Die Gründungsakttonare ber Suezkcmal-Gesellschast waren neben dem Khe- biven selber vorwiegend französische Landsleute des Erbauers, und demnach war die Eröffnungsstter für das Zweite Kaiserreich eine willkommene Ge­legenheit es sollte die letzte sein vor dem Zu­sammenbruch auf den Schlachtfeldern b-g 70*r- Kkieaes höchsten Glanz zu entfalten. Als Gäste bes Khediv-n nahmen an biefer Feier die Kaiserin Eugenie, Kaiser Franz Joseph von Oesterreich- Ungarn und Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen, ber fnätere Kaiser Friebrich, mit vielen anderen Fürstlichkeiten teil. Nur England, von dem man für den Kanal das größte Interesse hätte voraussetzen müssen, war als einzige europäische Großmacht b-i der Feier lediglich durch seinen Ge- tenbten in Konstantinopel vertreten. D-r britische Premierminister Palmerston hatte Lessevs bei der Durchführung feiner Pläne den hartnäckigsten Wide^tand entgegengesetzt, dann aber die Beten von Alerandrien über Kairo nach Suez gebaut, die 1859 eröffnet wurde unb zwei Jahre vorher schon die Insel Perim besetzt, die vor Aden den Ausgang des Roten Meeres sperrt.

Wenn England damals aus Rivalität zu Frank­reich dem Kanalbau die größten Schwierigkeiten gemacht hatte, so warf wenige Jahre später, nach­dem der Kanal nun einmal Tatsache, geworden war, ein anderer britischer Premierminister, der Jude D i s r a e 11, das Steuer entschlossen herum, als sich ihm Gelegenheit bot, England noch nachträglich maßgebenden Ein'lnß auf den Kanal zu verschalten, ber bie wichtigste Derhinb"nasstraße bes britifdrn Imperiums werben sollte. 1875 benutzte Disraeli die Geldnot des Khedioen Ismail, um mit Hilfe des Hauses Rothschild von den vorhandenen 800 000 Kanalaktien im N-minalw-rt von je 500 Franks nichl weniger ate 353 201 Stt'ick für ben Preis von annähernd 4 Millionen Pfund Sterling in den Be­sitz der britischen Regierung zu bringen. Daß dies schon rein materiell, vom Politischen ganz abae­schen, ein glänzendes Geschäft w'^be, zeigt die Rechnuno, baß bas damals für 80 Million'n Mark von England erworben- Aktienpaket des Khebivm 1914 einen We^t von 680 M'llion"n darstellt-, atto mehr als bas Achtfache des'ttwertes, und daß es eine jährlich- Einnahme von 20 Millionen Mark brachte, sich alfo mit 25 v. H. verzinste. Daß Eng­land aber auch mackstn^litilch auf seine Kosten ge- fomm-n ist. hat ber SBettteieg gezeigt, in bem cs ohne jebe Rücksicht auf nölkerrechttiche Bfftimmun- a?n unb internationale Verträge den Kanal in die Blockade der Mitt-lmächte einb-zog und zum Sch"tz des Kanals den letzten Rett der staatlichen Selb­ständigkeit Aegyvt-ns beseitigte. Auch in dem -ng- lisch-ägnntischen Bündnisvertrag des Jahres 1986, in dam Aegypten seine Freiheit wieder erlangte, hat England zwar anerkennen müssen, baß ..der K"nal ein integrierender Bestanbteil des ägyptischen Rei­ches" bildet, hat sich aber vorerst wenigstens das Recht vorbehalten, die Kgnalzone dem Schutz briti- scher Truppen zu unterstellen. Es bleibt abzumarten, ob England geneigt fein wird, hierin ein- Aende­rung eintreten zu lasten, wenn 1968 nach Erlöschen ber Konzession ber Suezkanal-Gesellschatt ber Ka- n"l in das alleinige Eigentum Aegyptens übergehe» wird.

25 deutsche Mandate im Memettandtag.

Gewaltige Freudenkundgebung der Bevölkerung.

Memel, 16. Dez. (DNB.) Die. aus Memel- deutschen und Litauern bestehende Wahlkreiskom­mission hat am Freitagnachmittag das end­gültige amtliche Wahlergebnis der memellänbischen Landtagswahl bekanntgegeben. Das bereits bekanntgegebene vorläufige amtliche Wahl­ergebnis wird damit enbgültig bestätigt. Die Er­rechnung der Mandate ergab, daß bie Memel­de u t s ch e Liste, wie bereits angekündigt, i m neuen ßanbtag über 25 Abgeordnete verfügt, während sich die litauischen Par­teien mit vier Abgeordneten begnügen müssen. Die Litauer haben also trotz der künstlichen Zu- Wanderung Tausender von Großlitauern und Juden nach Memel ein Mandat an die Memeldeutsche Liste abgeben müssen. Ein weiteres Mandat, das sonst auch noch der Memeldeuffchen Liste zugesallen wäre, tonnten die Litauer nur mit knapper Mühe durch die Errechnung der Reststimmen für sich retten.

Am Freitagabend vereinigte sich die gesamte m e m e l d e u t s ch-e Bevölkerung zu einem gewaltigen Aufmarsch. Unter unbeschreiblicher Be­geisterung der Massen, die zu vielen Tausenden die Straßen umsäumten, nahm der Führer der Memel- deutschen, Dr. Neumann, den Vorbeimarsch des Ordnungsdienstes und der Sport­verbände ab, die mit brennenden Fackeln durch die Stadt marschierten. Unter frostklarem Win­terhimmel wehen die grünweißroten Fahnen des M-mellandes aus allen Häusern, und selbst ab­gelegene Dauernhütten haben sich festlich geschmückt. Lichterketten und brennende Kerzen scheinen aus unzähligen Fenstern. In der Stadt Memel ist das Standbild der Borussia, das vor 15 Jahren von Frevlerhand gestürzt wurde und erst seit'wenigen Wochen wieder seinen Platz vor dem Landtags­gebäude einnehmen konnte, festlich angestrahlt Um 19 Uhr erheben sämtliche Kirchenglocken im ganzen Memelland ihre eherne Sttmme. Zu gleicher Zeit flammen Überall an den Grenzen mächtige Feuer­stöße auf. Uta 20 Uhr umsäumen dichte Men­schenmassen die Straßen der Stadt Memel, um an dem Fackelzug ber memelbeutschen Gliede­rungen teilzun-hmen. Als ber lange Zug der Fackel­träger fein Ende erreicht, kennt die begeisterte Menge kein Halten mehr.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

Druck und Verlag: vrühlsche Universitatsdruckerel R.Lange in Giehen. §chrlftle'tung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7

Beförberungsmittel auf wochxnlanaen Reisen ge- , unb mit Vorl'ebe den Schulmeister für anbere Völ- wesen finb, bevor an Auto ober Eisenbahn zu ben- ker spielt, sinb das immerhin Ereignisse, bie ihr zu Een war und die Goldfelder entdeckt waren. I denken geben sollten.

E. P. London, 16. Dezember.

Der javanische Plan zur Schaffung einer neuen Orbnung im^ernen Öften" be­schäftigt im fteigenben Maße bie Lonboner Regie­rung. Kreise, die ihr nahestehen, wollen wissen, baß England in Zusammenarbeit mit Amerika und u. U. Frankreich versuchen wird, gegenüber allen japa­nischen Plänen, die in irgendeiner Weise die Inter­essen dieser drei Mächte im Fernen Osten berühren

haben bie Buren nach bem Vormarsch englischer tifebes Bild vortäuschen ließ. Dte Zulukaffern, bie Truppen preisgeben müssen, ben Oranjefreistaat Jahrzehnte hindurch ber Schrecken ber weihen Au­ll nd Transval aber konnten sie als ihre Heimat i siebter waren, sinb heute frieblich in Reservaten un- betradjten, bis sie vor 37 Jahren ben Armeen bes | tergebracht, wo sie sich gelegentlich von durchreisen- Lord Roberts erlagen, während ihre Frauen und ben Fremden bewundern lassen. Die taufenb Fami- Kinber in ben englischen Konzentrationslagern zu- lien, bie vor hunbert Jahren aus der Kap-Kolonie * ' ' uh Pretoria und weiter nördlich gezogen sind,

ben Grundstein zur Sübafrikanischen Union

Der Treck der SangWe.

Im englischen Unterhaus hat der Ministerpräsi­dent Chamberlain mit einiger Besorgnis da­von gesprochen, daß sich innerhalb des britischen Weltreichs verschiedene Einflüsse geltend machen, aber die Hoffnung hinzugefügt, daß Großbritannien solche Krisen überstehen werde. Man nimmt an, daß Chamberlain dabei auch an die Vorgänge und an die antienglischen Kundgebungen in Südafrika gedacht hat. Damit hat es folgende Bewandtnis:

Das Burenvolk, das neben der englischen Bevöl­kerung die herrschende Schicht der südafrikanischen Republik darstellt, feiert gegenwärtig die Erinne­rung des großen Buren-Trecks seiner Vorfahren vor hundert Jahren. Im 17. Jahrhundert gehörte die heutige Kapkolonie den Holländern, die den freien Erwerb von Grund und Boden jedem gestatteten, der die hollänische Sprache beherrschte. Holländische Bauern, französische Hugenotten unb deutsche Solbalen waren im Lande, so daß aus drei

Erichemi täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Eie.euer Familienblätter Heimat >m Bild Die Scholle Monatr-vezugspreis:

Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Hernsprechanschlüfse

unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten Anzeiger Siebe»

Poftfcheälonto:

Sranlfitrt am Main 11688

mals verbanden, hielt auch ein englisches Mitglied des Festausschusses eine Ansprache, und zwar i n

englischer (5 p:

publik gegründet hat. An verschiedenen Stellen platz Roberts Heights bei Pretoria in Voor - stieß der Wonderzua auf den blutigen Widerstand treckerhoogte Umläufen werde. Im wei-

grunöe gingen. , ,

Man kann sich gut denken, daß die Buren bie haben oen Grundstein zur Sübafrikanisch^.. ------

Erinnerung an den Wanberzug ihrer Vorfahren gelegt, unb bie Buren haben keine Lust, sich biese und an b.e blutigen Kämpfe um bas neue Lanb Tatsache burch englische Festreden Derbunfein zu unter s i ch feiern wollten, so baß die englische lassen. Bei biefer Gelegenheit tilgten bie Buren Ansprache auf bem Felbe bei Pretoria erheblich ! auch eine schmerzliche Erinnerung, inbem sie einen

könnten, eineentschiedenere" Haltung einzunehmen, als bas nach Ansicht weiter englischer Kr'eise bisher ber Fall gewesen ist. Cs ist anzuneh­men, daß biese Zusammenarbeit eingeleitet wird durch formelle englisch-amerikanische Vorstellungen in Tokio. Diese Vorstellun­gen sollen eine Klärung über ben von Außen­minister Arita verkündeten Plan zur Schaffung ber neuen Orbnung im Fernen Osten bringen. We­ber Lonbon noch Washington sind bisher offiziell von ben neuen Zielen Japans in China unterrich­tet worben, haben jedoch schon jetzt erkennen lassen, daß sie nach wie vor an dem Grundsatz der offenen Tür festhalten und jede Aenderung in |IV11V1WV ................

der bisherigen fernöstlichen Ordnung als Eingriff i Hankau, das zu einer Panik in Tfchangtfcha und in ihre eigenen Rechte und Interessen betrachten Schasi führte, sollen sich die chinesischen würden. ~ ~ '

Der liberaleM a n ch e st e r Guardian" be­faßt sich am Donnerstag in einem überdurchschnitt- , ,

lief) langen Leitartikel mit dem englisch-japanischen Jangtse soll sich günstig für bie Chinesen auswir- Verhältnis und stellt babei fest, daß zur Zeit im ken, zumal dadurch den japanischen Flotteneinheiten Zusammenhang mit den japanischen Zielen in j feine Möglichkeit geboten ist, ihre Operationen am China ein starker Druck auf London ausgeübt n"f' " " *r' ~

werde. Diesem müsse man natürlich Widerstand leisten:Die einzige Politik", so fährt das Blatt fort,die Erfolg haben kann, ist, in China Festigkeit zu zeigen, und eng mit der Re­gierung der Vereinigten Staaten zusarn- menmarbeiten. Solange wie England unb Amerika , im Fernen Osten in einer gemeinsamen Front bie ein-n Uebergang sehr erschwere. Man warte auf stehen, kann Japan wenig tun. Auf biese Art unb 1 --**

Weise könnten wir unsere Interessen in China retten unb, was viel wichtiger ist, China selber."

Heber die Stellung der Signatarmächte des Washingtoner (Neun-Mächte) Abkom­mens stellt bas gleiche Blatt folgende Betrachtung an:Die Signatarmächte bes Neun-fNächte-V-rtra- ges sind Amerika. England, Frankreich. Belgien, Italien, Holland, Portugal und China. China zählt

, Pretoria, 16. Dez. (DNB.) In der ganzen

.. y *. vx,«. Sprache. Das müssen die Buren Südafrikanischen Union wurde am Freitag der als eine Provokation empfunden haben, denn sie ff,D i n g a a n s - T a g", der Höhepunkt der 100= haben diesen Redner niedergeschrien. Erst als er \ Jahrseier des großen Trecks, festlich begangen. Im sich bequemte, das Afrikaans zu gebrauchen, hat ** *- m rk-,L '»-l--»

I