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orges Regie ging in Szene. Hie

wiesen.

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und etwas Sahne =

Herauszüchtung wertvoller Eigenschaften.

Mit einer festlichen Aufführung von Schillers Kabale und Liebe" hat das Berliner Schiller- theater feine neue Spielzeit begonnen. Df- Führer und Reichskanzler, durch dessen Förd^ rung die Bühne in einjährigem Umbau eine reprä­sentative Gestalt erhalten hat, zeichnete die Er­öffnungsvorstellung durch seine Anwesenheit aus. In der neueingebauten Führerloge hatten neben ihm Platz genommen der Reichsminister Dr. Goeb­bels, und als Hausherr der Oberbürgermeister und Stadtpräsident der Reichshauptstadt Dr. Lippert. Ferner sah man in der Umgebung des Führers u. a. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Reichs- pressechef Dr. Dietrich, Generalbauinspektor Pro­fessor Speer, den Reichsbildberichterftatter Prof. Heinrich Hoffmann und den Architekten Prof. Paul Baumgarten., der den ebenso geschmack­vollen wie technisch hervorragenden Umbau des Schillertheaters geleitet hat. Dor einer erlesenen Zuschauerschaft sprach der Intendant Staatsschau-

lassen worden. Er wurde nunmehr völlig rehabili­tiert. *

Die englische Regierung gab einen Empfang zu Ehren der in England weilenden deutschen Wirtschaftsschriftleiter. Sir Frederic Leith-Rotz empfing die Gäste, unter denen sich zahlreiche füh­rende Persönlichkeiten des englischen öffentlichen Lebens sowie der deutschen Kolonie befanden.

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Königin Maud von Norwegen ist am Mittwoch unerwartet in einem Londoner Kranken­haus einer Unterleibsoperation unterzogen rooroen In einem von fünf Aerzten unterzeichneten Bericht heißt es, daß die Operation zufriedenstellend verlau­fen ist, daß der Zustand der Königin für die näch­sten Tage jedoch noch ernst sein dürfte. König Haa­kon ist "in London eingetroffen.

Kunst und Wissenschaft.

Heueröffnung des Berliner Schiller-Theaters.

issenschast im Kamps gegen pflanzenkrankheiien Wie widerstandsfähige und erfragreiche Sorten gezüchtet werden.

hatten, daß sie als neue Sorte Eingang finden konnten. In den meisten Fällen genügt der durch Kreuzung entstandene Bastard allerdings noch nicht den Anforderungen, die wir an eine Kulturpflanze stellen müssen. Wenn auch Anlagen beider Eltern in ihm vorhanden sind, so braucht in der ersten Bastardgeneration die Resistenz keineswegs immer in Erscheinung zu treten.' Erst in der zweiten Kreu­zungsgeneration können wir nach den Mendel- schen Gesetzen das Herausspalten der eiter- lichen und die freie Kombination aller Eigenschaf­ten erwarten. Wir erhalten also jetzt neben Formen, die nur widerstandsfähig sind, und solchen, die nur ertragreich sind, auch solche, die beide Eigen­schaften in einer. Pflanze vereinigen. Das sind die gewünschten Typen! Diese zu finden, so einfach der Weg zu erscheinen mag, ist oft das Ergebnis unendlich langer und mühevoller Arbeit. An eini­gen Beispielen soll ein solcher Züchtungsweg geschil­dert werden.

Die Kulturpflanze wird mit der Wildform gekreuzt.

Auf Grund der oben angegebenen Ziffern über die Schäden, die durch den Erreger der Kraut- faule, Phytophthora infestans, bei den Kartof­feln hervorgerufen werden, bemühte sich die prak- tische Züchtung schon seit langem und die wissen­schaftliche Immunitätszüchtung seit geraumer Zeit, widerstandsfähige Sorten zu schaffen. Es gelang, von verschiedenen Expeditionen in die Heimatge­biete der Kartoffel, Mittel- und Südamerika, Wild­formen unserer Kulturkartoffel nach Hause zu brin­gen, die sich vollkommen widerstandsfähig gegen die Krankheit verhielten, jedoch unter unseren An- bauoerhÄtnissen feine Knollen ansetzen. Die aus den Kreuzungen zwischen diesen Wildformen und Kultursorten hervorg»gangenen jungen Säm­linge werden mit den Pilzsporen im Gewächs­haus künstlich infiziert. Die anfälligen gehen zugrunde, die widerstandsfähigen werden aufs Feld gepflanzt und die ertragreichsten und besten von ihnen geerntet. Im kommenden Jahre werden diese wiederum mit Kultursorten gekreuzt, die daraus ent- standenen Nachkommen einer weiteren künstlichen Infektion und Selektion ausgesetzt, aufs Feld ge­pflanzt, geerntet und dieses Perfahren so lange wiederholt, bis in einem Sämling, das heißt einer Pflanze Wider st andsfähigkeit mit gu­ter Leistung gepaart ist. Durch die Knollen­oermehrung ist es dann verhältnismäßig leicht, die Pflanze als Sorte in den Handel und zum Groß- anbau zu bringen.

Nutzen für die Volkswirtschaft.

Der finnische Außenminister Ho l st t wird auf feinen früheren Posten als finnischer Gesandter m der Schweiz zurückkehren. Als fein Nachfolger wird der bisherige Handelsminister Professor B o i o n m a genannt.

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Einigung in Prag.

Die Verhandlungen zwischen Tschechen und Slowaken beendet.

Prag, 15. Nov. (DNB.) Die Verhandlungen der Slovaken mit den Vertretern der ehemaligen tschechischen Mehrheitsparteien über die Der assungs- mäßige Verankerung der slowakischen Autonomie­forderung sind beendet worden. Es ist eine Eini­gung in d e n wesentlich st en Punkten erzielt worden. Die Finanzen, die Außenpolitik, das Heereswesen und das Verkehrswesen werden von gemeinsamen Ministerien verwaltet werden. Die slowakische Landesregierung wird vom Prä­sidenten der Republik ernannt werden. Die meisten Schwierigkeiten hatte es ausgelöst, daß die Slo­waken mitReparationsforderungen" für die zwan­zig Jahre Schäden auftraten, die aus der Verwei- rung der Autonomie entstanden waren. Diese Frage ist dahingehend gelöst worden, daß den Slowaken gewisse Entschädigungen geleistet werden. Die Höhe dieser Entschädigungen wird später festgesetzt wer­den Die Präsidentenwahl soll Dienstag nächster Woche stattfinden. Es dürfte bei der Kan­didatur Chvalkowskys bleiben. Ministerpräsi­dent Sirovy hat beide Kammern der Nationalver- sammlung zur Herbstsession auf den 17. November einberufen.

Kleine politische Nachrichten.

Reichsminister Dr. Goebbels tat den bisherigen Intendanten des Reichssenders Frankfurt, Fricke, mit der Leitung des Reichssenders B r eslau, dessen Intendant die Geschäfte des Reichssenders Wien führt, beauftragt und den bisherigen Sendeleiter des Reichssenders Hamburg, Werber, zum Inten­danten des Reichssenders Frankfurt bestellt.

Nachdem die Ueberleitungsmaßnahmen nach Auf­hebung der Militärverwaltung im wesentlichen be­endet sind, hat Reichsminister Dr. Frick den bis­herigen beauftragten Reichskommissar m Aussig, Re­gierungspräsident Bachmann, Schneidemuhl, von seinen Dienstgeschäften entbunden und den Ministe­rialrat im Reichsministerium des Innern, Gauleiter a. D. und ^-Oberführer Hans Krebs, mit der Wahrnehmung der Dienstgeschäfte des Regie­rungspräsidenten in Aussig beauftragt.

Aus Anlaß der Wiederwahl des litauischen Staatspräsidenten ist ein Erlaß über die Rückgabe der bürgerlichen Rechte an den Führer der Memel- deutschen Einheitsliste, Dr. Neumann, und die anderen im großen Kriegsgerichtsprozeß Verurteilten erschienen. Dr. Neumann, der 1935 auf Grund seiner Zugehörigkeit zu einer legalen Partei zu Unrecht verurteilt wurde, war 1938 zunächst seine Strafe er-

spieler Heinrich Georae den Prolog. Unter Ge­orges Regie ging dann das bürgerliche Trauerspiel in Szene. Die Schauspieler Paul Wegener (Präsident), Heinrich George (Miller), Gisela Uhlen (Luise), Raimund Schelcher (früher in Gießen, als Ferdinand), Else Petersen (Mil­ford), Karl Meixner (Wurm), Ernst Le aal (Kalb) und Ilse Fürstenberg (Frau Miller) wurden viele Male vor den Vorhang gerufen. Am stürmischen Beifall beteiligte sich auch der Führer

Aber auch bei den anderen Kulturpflanzen wird durch intensive Züchtungsarbeit versucht, krankheits- widerftandsfähige Sorten auf dem Wege der Kreu­zung und der Selektion zu fchaffen. Die Großschäd­linge unserer Getreidearten, wie Rost, Brand und Meltau, können radikal auf die Dauer er­folgreich nur auf diesem Wege bekämpft werden. Im Weinbaugebiet werden jährlich Millionen aus- gegeben zur Bekämpfung der verschiedenen Schäd­linge, insbesondere des falschen Meltaues. Auch hier hat die Immunitätszüchtung große Aufgaben und nach den bisherigen Erfolgen auch große Aus­sichten zu widerstandsfähigen Kulturreben zu ge­langen. Wir denken weiterhin an die großen Schä­den, die durch eingeschleppte Parasiten hervorge- rufen werden, z.B. an den 1907 in ganz West­europa aufgetretenen Eichenmeltau. Schließ­lich gehört zu den Aufgaben der Immunitätszüch­tung' aber auch der Kampf gegen tierische Schäd­linge. Es sei hier nur an die Reblaus und den Koloradokäfer gedacht.

Zum Schluß sei noch ein Beispiel angeführt, das die Ausmaße solcher Schäden nicht nur für die Volks-, sondern auch für die Weltwirtschaft charak­terisiert. Nachdem der Großanbau des Zuckerrohres durch eine Mosaikkrankheit nicht mehr möglich war und der Ertragsausfall den Zuckerweltmarkt ein­gehend geschädigt hatte, gelang es, durch Kreuzung dieser anfälligen Form mit einer Wildform nach verschiedenen 'Kreuzungsexperimenten eine immune Sorte zu erhalten, die auch in bezug auf Zucker­gehalt alle alten chinesischen Kultursorten überragte. Diese Pflanzen wurden vegetativ vermehrt und stel­len nun den größten Prozentsatz der Gesamtanbau­fläche des Zuckerrohres dar.

Diese Beispiele mögen genügen, um die durch Krankheiten verursachten Schäden anzudeuten, gleichzeitig aber auch neue Wege aufzuzeigen, die die Wissenschaft in Verbindung mit der Praxis zur Verhütung solcher Schäden und Katastrophen be­schreitet. Heinz Lehmann.

famtfumme soll der größere Teil für rumänische Rüstungsaufträge beim Vickers-Konzern Der- Wendung finden. Ein weiterer Betrag soll für die Bestellung von K u n st d ü n g e r, der von dem eng­lischen Farbentrust Imperial Chemical Industries geliefert wird, und für die Errichtung von G e - treide-Elevatoren in rumänischen Häfen, die von englischen Firmen gebaut werden sollen, ver­wendet werden. Etwa ein Fünftel der Anleihe würde Rumänien zur freien Verfügung verbleiben. König Carol empfing am Mittwochabend Premierminister Cha mh erlain im Buckingham-Palast. Wie Preß Association wissen will, habe sich die Unterredung mit Deutschlands wirtschaftlicher Tätigkeit in Rumänien besaßt sowie mit der Möglichkeit, die rumänische Ausfuhr nach Großbritannien zu er­höhen. Auch seien vielleicht Angelegenheiten, die mit rumänischen Oellieferungen in Verbindung ständen, erörtert worden.

Oer gesamte Ebro-Bogen wieder in nationaler Hand.

Saragossa, 16.Nov. (DNB.) Wie aus dem nationalen Heeresbericht heroorgeht, haben die na­tionalen Truppen an der Ebro-Front den bolsche- wistischen Widerstand allenthalben niedergeschlagen. Das gesamte Gebiet des Fatarellas-Gebirges sowie das Montserrat-Gebirge und wichtige Höhen zwi­schen FÜx und Asco wurden besetzt. Die Ortschaft Llsco wurde von nationalen Abteilungen erobert. In später Nachtstunde wurde auch Flix erobert, wo­mit der gesamte Ebro-Bogen von den Na­tionalen zurückerobert worden ist. Die Sowjetspa­nier haben, nachdem das rechte Ebro-Ufter jetzt völlig von den Nationalen in Be» s i tz genommen worden ist, eine ihrer größten Nie­derlagen erlitten. Von ihnen wurden, so stellt der nationale Heeresbericht fest, rund 20000 Mann durch die Nationaltruppen gefangen genommen. Die Zahl der im Verlaufe der Schlacht auf feiten der Roten Gefallenen wird mit 75 000 angegeben. Die von den Nationalen gemachte Material-Beute ist recht erheblich: 14 Haubitzen, etwa 30 000 Granaten, 45 Mörser, 181 schwere und 213 leichte MG., 24 000 Gewehre, 8000 Bajonette, 18 sowjetrussische Tanks sowie 17 unbrauchbare wei­tere Tanks, ferner 76 000 Mörsergranaten, 36 000 Handgranaten. An feindlichen Fliegern wurden ins­gesamt 242 erbeutet ober zerstört; bei 94 roten Flug­zeugen steht der Abschuß so gut wie sicher fest. Na­tionale Flieger haben, wie der Heeresbericht weiter mitteilt, militärische Ziele im Hafen von Cartagena mit Bomben belegt, wobei ein Milize getroffen wurde..

Nachrichten, die aus Katalonien eingetroffen sind, besagen, daß in Barcelona bei den Roten tiefe Niedergeschlagenheit wegen der großön Niederlage an der Ebro-Front herrschen soll. Infolge dieser Schlappe wurden von den verschie­denen roten Richtungenaußerordentliche Sitzun­gen" einberufen, in denen u. a. wieder einmal das rote Heer neu organisiert werden sollte. Negrin muß schon wieder neue Angriffe der Kommune über sich ergehen lassen, der Befehlshaber der roten Mi­lizen an der Ebro-Front ist zurückgerufen worden. Verschiedene Unterführer, die den Rückzug angeordnet haben, sind verhaftet worden. Ihr Schicksal dürfte bei dem von den Sowjets aupgeüb= ten üblichen Derfahrenswege jetzt schon besiegelt fein.

Einen ganz anderen Weg in der Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten geht nun die Immuni­tät s - und Resistenzzüchtung. Sie versucht auf indirektem Wege, durch Schaffung krankheits- widerstandsfähiger Sorten, die Krankheiten selbst nicht aufkommen zu lassen. Wie jede Züchtung, so baut sich auch die Immunitätszüchtung auf das Vor­handensein erblicher Eigenschaften und Unterschiede auf. Um resistente Sorten zu erhalten, muß min­destens eine der Elternformen gegen die betreffende Krankheit widerstandsfähig sein. Eine weitere Vor­aussetzung ist die Kreuzbarkeit dieser Formen mit den anfälligen Sorten. Sofern wir resistentes Aus­gangsmaterial schon innerhalb unserer Kultursorten inden (z.B. krebswiderstandsfähige Kartoffelsorten), läßt sich eine Kreuzung in den meisten Fällen leicht durchführen. Schwieriger wird jedoch die Kreu­zungsmöglichkeit, wenn innerhalb der Kultursorten keine widerstandsfähigen Formen austreten und wir gezwungen sind, andere verwandtschaftlich entfern­tere Formen heranzuziehen, d. h. Astkreuzungen oder sogar Gattungskreuzungen durchführen zu müssen. Das Ziel ist also jeweils eine Kombination der ge­wünschten Eigenschaften Widerstandsfähigkeit der einen Sorte ober Art und Leistung der anderen in einer einzigen Pflanze zu erreichen. Es bedeutet z.B. züchterisch keine sehr große Schwierigkeit, zu krebs festen Kartoffeln zu gelangen. Nach­dem ein künstliches Infektionsverfahren ausgearbei- tet worden war, stellte sich heraus, daß unter den vorhandenen Sorten schon krebsfeste vorhanden waren, und daß auch die Kreuzung von krebsfesten und krebsanfälligen immer einen Anteil an krebs- festen Nachkommen enthielt. Bei Untersuchung einer genügend hohen Anzahl fanden sich auch Typen, die neben der Krebsfestigkeit einen solchen Ertrag

herzlich.

<9rof Kuno von Hardenberg f.

Am Dienstagabend ftarb in Darmstadt Kuno Ferdinand Graf von Hardenberg, der Chef der Großherzoglichen Haus- und Vermögensverwal­tung und der Direktion der großherzoglichen Kunfte fam'mlungen. Genau auf den Tag ein Jahr nach der Katastrophe, von der die großherzogliche Familie betroffen worden ist, ist der langjährige Berater dieses Hauses verschieden. Graf Hardenberg hatte vor einigen Wochen einen schweren Verkehrsunfall, von dem er anscheinend wieder genesen war, denn er ging bereits seinen Dienstobliegenheiten wieder nach. Doch dürfte durch diesen Unfall die Gesundheit des Grafen empfindlich angegriffen gewesen sein. Er hat ein Alter von 68 Jahren erreicht.

Auf dem Stammsitz seines Hauses bei Hannover geboren, studierte Hardenberg zunächst Jura in Ber­lin und Göttingen, wandte sich aber bald, seinen eigentlichen Neigungen folgend, den schönen Kün­sten zu und beschäftigte sich mit Innenarchitektur, bildender Kunst und Literatur. Zahlreiche Abhand­lungen aus diesen Gebieten sind aus Hardenbergs Feder heroorgegangen. Seit 1917 Hofmarschall des Großherzogs Ernst Ludwig, erwies er sich als ein hervorragender Organisator. Er hatte eine besondere Vorliebe für Buchkultur und war Vorsitzender der Gesellschaft Hessischer Bücherfreunde. Bedeutend waren auch seine musealen Fähigkeiten; das Schloß- museum, das Jagdmuseum in Kranichstein und das Porzellanmuseum im Prinz-Georg-Palais zeugen davon. DieHeimat im Bild" verdankt Harden­berg wertvolle Mitarbeit.

Hauskonzert bei Or. Frick.

Wie alljährlich hatten auch an diesjährigen Tag der Hausmusik Reichsminkster Dr. Frick und Gat­tin Männer der Partei und des Staates, Künstler und Gelehrte zu einem Hauskonze-rt ein ge­laden. Stunden erlesenen Kunstgenusses vereinten Gastgeber und Gäste in den festlichen Räumen des Reichsinnenministeriums. Ausführende waren: Am Klavier Professor Michael Rauch eisen, das Stroß-Quartett (München) mit Professor Wilhelm Straß, Professor S ch m i d t n e r, Professor Va­lenten Härtl, Professor Paul (Brümmer und Kammersänger Professor Josef von Mano - war da. Schumanns Klavierquintett Es-dur op. 44 leitete den Abend ein. Sechs Lieder von Schubert, von Josef von Manowarda gesungen und be­gleitet von Professor Michael Raucheisen, bil­deten das Kernstück der Dortragsfolge, die beschlossen wurde von Brahms Klaoierquintett in f-moll op. 34. Stürmischer Beifall dankte den Künstlern, denen Reichsminister Dr. Frick und Gattin am Schluß persönlich den Dank aller Hörer aussprachen. Unter den zahlreichen Gästen de, Reichsinnenministers sah man fast alle in Berlin anwesenden akkreditierten Vertreter der auswärtigen Mächte. Ferner bemerkte man führende Männer aus Staat und Partei, Kunst und Wissenschaft.

Aus alter Wett.

Einsturzunglück in Rumänien fordert 5 Todesopfer.

In der Fabrik Astta in Arad (Rumänien) ereig­nete sich ein schweres Unglück. Als 25 Arbeiter mit der Anbringung einer neuen Decke in einer Ma­schinenhalle beschäftigt waren, stürzte die Decke ein und begrub die Arbeiter unter sich. Fünf von ihnen wurden auf der Stelle getötet; die übrigen er­litten leichtere Verletzungen.

Autounglück in den Berner Alpen.

Bei der Ortschaft Saint Leonard in den Berner Alpen ereignete sich ein schwerer Autounfall, bei dem drei Insassen, Baseler Kaufleute, ums Leben kamen. Die Ursache des Unglücks ist noch ungeklärt.

eine delikate Sahnensoße ---------- . . nifcante Zwiebelsoße undeinekLZwIebel-cme P* Senfsoße

und ein -°'S«°'5-nt = e me kr s°"°,v5oße und einige Tomaten - eine

Daß Menschen und Tiere von den verschieden­artigsten Krankheiten bedroht werden, daß viele Krankheiten von großer Bedeutung sind und eine Bekämpfung unumgänglich ist, wissen wir alle aus eigenem Erleben und eigener Anschauung. Eine nicht so klare Vorstellung haben wir im allgemeinen über die Art und Bedeutung von Krankheiten im Pflanzenreich. In erster Linie sind es natür­lich Nutz- und Kulturpflanzen, deren Krankheiten die Menschen am längsten und meisten interessiert haben und deren Bekämpfung aus wirtschaftlichen Gründen am notwendigsten ist. Je mehr wir heute in der Er­nährung auf uns selbst gestellt sind, d. h. je mehr wir von den eigenen Erträgen unserer landwirt­schaftlichen Kulturpflanzen abhängen, um so mehr müssen wir versuchen, die Ursachen von schlechten oder gar Mißernten abzustellen.

Was beeinflußt nun die Pflanze in ihrer Lei­stungsfähigkeit und Ertragssicher­heit? Die Bedeutung von Düngung, Boden, Feuch­tigkeit, Temperatur usw. ist allen bekannt und soll hier nicht erörtert werden. In nicht geringem Grade sind es aber auch die verschiedensten Krankheiten, die regelmäßig oder unregelmäßig unsere Kulturpflan­zen befallen. Der durch diese Krankheiten verursachte Schaden ist natürlich sehr unterschiedlich in den ein­zelnen Jahren. Die Höhe der jährlichen Gesamtschä­den wird auf etwa 1 bis 2 Milliarden angegeben, außer in Jahren, in denen einzelne. Fruchtarten besonders versagen. So war der berüchtigte Kohl­rübenwinter 1916/17 die Folge einer durch die Krautfäule großenteils vernichteten Kartoffel­ernte, mit einem Verlust von 1,5 bis 2 Milliarden. Dor einer fast vollständigen Aufgabe des Hopfen­baues stand man 1926, als ein Peronospora-Pilz in außerordentlichem Maße austrat. Man spricht ferner von sogenanntenRostjahren", in denen die durch Rostpilze verursachten Schäden bei .den Getreide­arten besonders hoch find.

Es hat sich daher im Laufe der Zeit eine beson­dere Wissenschaft herausgebildet: die Phytopatho­logie, die Lehre von den Pflanzenkrankheiten. Welche Bedeutung diesem Forschungszweig beigemessen wird, geht daraus hervor, daß zahlreiche Länder eine ganze Reihe von staatlichen Instituten für solche Untersuchungen unterhalten. Eine der Aufgaben der Phytopathologie ist es, die Grundlagen für eine Bekämpfung der Pflanzen kr an khei- t e n zu schaffen. So ist z. B. notwendig, die Gebens- Verhältnisse der pilzlichen, bakteriellen ober tieri­schen Parasiten kennenzulernen, das Befallbild des Erregers auf den verschiedenen Wirtspflanzen zu studieren usw., um eine direkte Bekämpfung mit den verschiedenen chemischen Präparaten erfolgreich durchführen zu können. In vielen Fällen haben sich solche Bekämpfungsmaßnahmen als sehr schwierig, in manchen sogar als unmöglich, in allen Fällen je­doch als eine sehr kostspielige Angelegenheit er-

Weiterbericht

Zwischen dem Hochdruckgebiet über Südosteuropa und einem neu entstandenen Hochdruckkern über der Nordsee hat sich eine Tiefdruckstörung gehalten. Sie bedingt vor allem im südlichen und östlichen Deutsch­land nur Regen, während sonst neblig-trübe Witte­rung vorherrscht. Nur auf kleinen Gebieten ver­mochte sich bisher der Einfluß des Nordfeehochs in Aufheiterung durchzusetzen. Auch für die Folge muß vielfach mit Nebelbildung gerechnet werden, wenn auch nennenswerte Niederschläge kaum wahrscheinlich sind.

Vorhersage für Freitag: Besonders morgens vielfach neblig oder dunstig, sonst im all­gemeinen trocken und wolkig bis heiter, Tempera­turen wenig geändert, veränderliche Winde.

VorhersagefürSamstag: Fortdauer der im allgemeinen trockenen, doch vielfach dunstigen Witterung.

Lufttemperaturen am 16. November: mittags 11,2 Grad Celsius, abends 6,8 Grad; am 17. November: morgens 4,6 Grad. Maximum 11,2 Grad, Minimum heute nacht 3,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. November: abends 8,7 Grad; am 17. November: morgens 7,2 Grad. Sonnenschein- dauer 6,2 Stunden.

Hauptschriftleiter l)r. Friedrich Wilhelm Lange. Stelloertteter des Hauptschriftteiters: Ernst Blum» schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 38: 10 013. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu­strierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

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