Ausgabe 
17.8.1938
 
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Mittwoch,ll.August 1958

Hr.191 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesfen)

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bleiben.

Paul Ludwig Troost

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(Scherl-Bilderdienst-M.)

Dingen der Baukunst er

Land. 6: Gym« en. 8.10: Gym- ichrichten. 9.40: ms. 10: Schul- unb Wirtschaft. Mittagskonzert, zett. 14: Nach- l. 15: Für un« Hönes Kind.. / Mikrofon unter« : Der fröhliche ort der Woche, oon Max Litz, ides, klingend nfere Kolonien. Nachtkonzert I.

Parteitages herangezogen werden sollen, gelten die besonderen Bestimmungen derReichstarifordnung zur Regelung der Beurlaubungen für den Absperr- und Sicherungsdienst solcher Angehöriger der ff, die in den Betrieben der freien Wirtschaft beschäftigt find".

Die Volksgasmaske für jedermann.

In der nächsten Zeit wird man nun auch in Gie­ßen Näheres über die Volksgasmaske hören. In wenigen Wochen wird, veranlaßt durch den Reichs-

daß Adolf 5) i t l er , .

tiefgründiges Wissen in

Das weibliche Pflichtjahr und seine volkswirtschaftliche Bedeutung

so ist es naturgemäß auch nicht möglich, auf einmal alle Mädchen für das Pflichtjahr einzusetzen. Es find bewußt diejenigen Berufs- und Gewerbezweige ausgewählt worden, zu denen der Andrang der weiblichen Arbeitskräfte besonders groß ist. Wer schon im Erwerbsleben steht oder gestanden hat, bleibt vom Pflichtjahr frei. Auch die Anrechnung des Arbeitsdienstes, des Landdienstes, der Landhilfe, der ländlichen Hausarbeitslehre, des hauswirtschaftlichen Jahres sowie der von den Arbeitsämtern eingeführ­ten Land- und hauswirtschaftlichen Lehrgänge zeigt klar, daß das weibliche Pflichtjahr vor allem der h a u s w i r t f ch a f t l i ch e n Schulung dient. Auch die Befreiung bei nichtarbeitsbuch­pflichtiger Tätigkeit im kinderreichen Eltern- oder Verwandtenhaus ist dafür Beweis. Eine Tätigkeit im Gesundheitsdienst und in der Wohl­fahrtspflege befreit nur dann vcxm Pflichtjahr, wenn eine zweijährige geordnete Praxis ausgewie­sen werden kann. ' .

Das weibliche Pflichtjahr legt vor allem denjenigen Haushaltungen und Einrichtungen, z. B. Kranken­häusern, Kindergärten usw., die die Mädchen zur Ableistung des Pflichtjahres zugeteilt bekommen, eine große volkswirtschaftliche Verantwortung auf. Wie der Dienst im Pflichtjahr im einzelnen Haushalt oder Wohlfahrtsbetrieb zu gestalten ist. läßt sich nicht durch Verordnungen bestimmen. Frauen, die mit kleinlicher ober gar egoistischer Auffassung an die gestellten Aufgaben Herangehen, werden der Ge­samtheit einen schlechten Dienst erweisen. Wer da­gegen die erzieherische Bedeutung des Pflichtjahres richtig erkennt, wird auch den dienstpflichtigen Mäd­chen eine gute Lehrmeisterin fein.

Eine starke unbesiegbare Wehrmacht aber setzt ein starkes, gesundes Volk voraus. Nachdem nun der Kampf auf der Straße für die SA. beendet, hat der Führer, als ewige Aufgabe, die SA. als Er- ziehungs- und Ausbildungsinstrument zur welt­anschaulich-soldatischen Haltung eingesetzt. Die SA. war Trägerin des Wehrwillens der Partei in der Kampfzeit: in ihr vollzog sich die Auslese der heute in der Partei zur Führung berufenen Männer. Heute ist es Aufgabe der SA., in genau dem gleichen Wehrgeist und Wehrwillen dem V o l k e zu die­nen. Sie hat nicht nur die Aufgabe, den sieghaften Geist im Volke zu erhalten, sondern ihn zu vertiefen und unverändert auf nachfolgende Generationen zu übertragen.

Stark und gewaltig kann nur ein gesundes Volk sein. Jeder deutsch denkende und deutsch füh­lende Mensch hat die Pflicht gegenüber feinem Volke und Führer, feinen Körper zu stöhlen und gesund zu erhalten bis ins hohe Alter. Den Weg zu einem gefunden und gestählten Körper wird der FilmNS.-Kampfspiele 1937" jedem eindeutig zei- aen. Aus diesem Grunde wird der Besuch dieses Filmwerkes nicht nur jedem Volksgenossen empfoh­len, sondern zur Pflicht gemacht.

Keine Vergnügungssteuer für Rund­funkanlagen im Betrieb.

NSG. Im Zuge der Bestrebungen der Deutschen Arbeitsfront, den Gemeinschaftsempfang zu fördern, find in zunehmendem Maße in den Betrieben Rundfunkanlagen errichtet worden. Diese Anlagen befinden sich teils in den Arbeitsräumen, teils in Küchen- und Kantinenräumen. Nach den allge­meinen Steuerbestimmungen können auch Rund­funkanlagen der Vergnügungssteuer unterliegen. Bereits in dem Rundschreiben des Reichsministers des Innern vom 27. November 1935 ist aber klar­gestellt worden, daß Rundfunkanlagen in Werks­räumen nicht der Vergnügungssteuer unterliegen.

Zuweisungen bzw. der Ausgabe von Volksgasmas­ken liegt noch nicht fest. Die Aufklärungs- und Werbearbeit wird durch den Reichsluftschutzbund, die Zuweisung und die Ausgabe durch die N^)V. er­folgen.

FilmNS.-Kampfspiele 1932/z im Gloria-Palast.

Von der SA.-Standarte 116 wird uns geschrieben:

Am kommenden Sonntag, den 21. August, vor­mittags, läuft im Gloria-Palast der Film:NS.- Kampf spie le 19 37". Die Eintrittspreise smd so gehalten, daß jeder Volksgenosse es sich leisten kann, diesen hochwertigen Sportfilm zu besuchen. Umrahmt wird die Feierstunde von Vorträgen des Musikzuges der SA.-Standarte 116, Vorsprüchen und Liedvorträgen. Außerdem wird ein SA.-Führer und Hoheitsträger über den Zweck der NS.-Kamps-

Wieder steht die gesamte SA. der Stan- arte 116 im Dienste des Vierjahresplanes. In der Zeit vom 22.' bis 27. August wird die SA. im Bereiche der Standarte eine umfangreiche

E>A im Dienste des Vierjahresplanes. |

Generalfeldmarschall EA.-Obergruppenführer Hermann Göring

setzt die SA. ein.

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11, Stufe tz berwerkmeister unter den Mungswerl- Itungsperfonal ieerestaugliche, juchst zrveijah. nenbauer ober b£ Krajtsahr. ^Maschinenbau ! Elektromecha- Mung erfolgt in einem acht­eine Prüfung der Prüfung bahn ab. jehrbezirkskom- lirsorgeoffizlere.

Ein Mechaniker, kein Schauspieler.. /

Corrigane, der Ozeanfliegeraus Versehen", fährt fort, die Welt in Erstaunen zu setzen. Man hat gelesen, mit welchem Ueberschwang die Neuyorker ihn bei seiner Ankunft gefeiert haben, und es wäre verständlich, wenn er den Kopf dabei etwas verloren hätte. Aber es scheint nicht so; er verhält sich kühl ablehnend gegen die glänzenden Angebote, mit denen man ihn überschüttet, und hält an der alten Weisheit fest, daß der Schuster bei seinen Leisten bleiben soll. Eine Filmgesellschaft bot ihm 200 000 Dollar. Corri­gane lehnte ab.Ich bin kein Schauspieler", er­klärte er,ich bin nur ein Mechaniker." Das Ziel seines Ehrgeizes ist gegenwärtig, einen Posten als zweiter Pilot bei denAmerican Airways zu er­halten.Warum willst du dich mit der Stellung eines Dizepiloten begnügen?" fragten ihn feine Freunde.Weil ich noch nicht mehr tauge", sagte Corrigane,gerade soviel bin ich wert. Das Gehalt eines zweiten Piloten schwankt zwischen 175 und 225 Dollar im Monat."

Nach 225 Dollar streben, wenn man 200 000 haben kann, das ist schon bemerkenswert. Corrigane hat nur einen Traum: er will ein großer Flieger werden. Man kann ihm noch so viel erzählen, daß er doch eine Persönlichkeit und daß sein Name in aller Munde sei, daß er alles haben könne er ant­wortet nur darauf:Ich kann nicht fingen und nicht tanzen, und dann wißt Ihr wohl, daß ich nicht das alles gemacht habe, um jetzt auf das Fliegen zu ver­zichten." Dabei bleibt er fest bei feiner Behauptung: Klatscht mir doch nicht Beifall, ich habe es aus Versehen gemacht ..."

and. 6:

Wx tot und en im Puppen­md! 10.30: 3m vellbauschule für r Elbe. 12: M- Mittagskonzert rau Musika. 15- zert Ns Mikro- 18.30: Der froh- itze übern Weg 20- Nachrichten- ten. 21.15: Kam- nterhaltung und tachtlonzertll-

^ckWchr a es wegen d chülern viel -öe

Dornotizen.

Tageskalender für Mittwoch.

Gloria-Palast, Seltersweg:Was tun, Sybille?"

Llrlaubsgewcihrung

zum Reichsparteitag 1938.

Stellungnahme der Reichswirtfchaftskammer.

DNB. Die Reichswirtfchaftskammer ersucht die Betriebsführer anläßlich des bevorstehenden Reichs­parteitages, wie in den vergangenen Jahren Ge- folqfchaftsmitgliedern, die laut Bescheinigung der zuständigen Parteistellen für die Teilnahme an dem Reichsparteitag vorgesehen sind, den hierfür er­forderlichen Urlaub ohne Anrechnung auf den den Gefolgschaftsmitgliedern sonst zustehenden vertrag­lichen ober tariflichen Urlaubsanspruch zu gewähren. In den Fällen, in denen die Beurlaubungen aus besonderen betriebstechnischen oder sonstigen Grün­den nicht möglich sein sollten, ist eine entsprechende Fühlungnahme mit den örtlich zuständigen Partei* dienststellen herbeizuführen

Inwieweit für die ausfallende Arbeitszeit den Gefolgschaftsmitgliedern seitens der Betriebe der Lohn, sei es ganz, sei es teilweise, ausgezahlt wird, soll der Entscheidung des einzelnen Betriebes nach Maßgabe feiner wirtschaftlichen Lage überlassen bleiben. Soweit es sich um Gefolgschaftsmitglieder handelt, die der ff angehören und Die zum Ab­sperr- oder Sicherungsdienst während des Reichs-

Der Baumeister der Bewegung.

Am 17. August wäre Paul Ludwig T ro o ft 60 Jahre alt geworden.

Als der Führer am 18. Jule vorigen Jahres die erfte Ausstellung im Haus der Deutschen Kunst eröffnete fehlte unter den Gasten, die die GAycexv halle füllten, der Erbauer. Von der Wand nur grüßte fein Bild, von Roloff 9e.m?ltLcmm!ne0" Kittel, an den Modelliert,fch J-,T °r

Paul Ludwig Tr o o st m Die lichtdurchsluteten ^D^Wachsen der Grundmauern hat er "och ver­folgen können. Wenige Monate spater ist er dann im Krankenhause rechts der Isar gestorben D Bau dessen Pläne bis in die letzten Einzelheiten fertig waren, führte Professor ®aH mit Unter «.Z

neuen Schiene stehen Joöt«, un

Krönung seines Lebenswerkes geworden

Iahrhmidertwende^nach'München gekoUnter sää»? Sm "ch^Folg^

vorhaben nicht günstig. 2Ird)iteftu /^-^.^ichen den Alltagszweck hinaus Zeugen einer gefchichU chen Epoche sind, wie die altromischen Bauten, alterliche Dome und die Prunksch ! Energien können nur in Zeiten starker polififd)« Energ.en

wertloses Alteisen herum, wie z. B. Eifenreifen, alte Maschinenteile, unbrauchbar gewordene Pflug­scharen, eiserne Behälter und dergleichen mehr. Aber auch in jedem Gewerbebetrieb und in jedem Haushalt läßt sich noch altes, unnütz Herumliegendes Eisen finden. Ist hier und da ein altes Eisengitter, so laßt es niederreißen, gebt es der SA. Für euch ist es wertlos, dem Vaterlande ist es oon großem Nutzen. Fangt schon jetzt an und legt das alte Eisen zurecht und gebt es den Sturmabteilungs­männern des Führers! Bedenkt, daß jedes Stück Eisen, und sei es auch noch so klein, wertvoll ist und vom Vaterland gebraucht wird. Jeder Volks­genosse, der sein Alteisen abliefert, hilft mit an der Verwirklichung des Dierjahresplanes und trägt zum Schutze des Reiches bei.

Also: heraus mit dem Alteisen!

Die SA. sammelt in der Zeit vom 22. bis 27. August. Die genauen örtlichen Sammeltage werden in der Tagespresse und durch Anschlag an den Bürgermeistereien noch bekanntgegeben.

spiele sprechen.

Die NS.-Kampfspiele, die auf dem Reichsparteitag 1937 erstmals mit ihren Leistungen vor die breite Öffentlichkeit traten, haben ihre Geburtsstunde in den schweren Jahren des Kampfes. Bereits in den grauen Novembertagen 1918 stand im deutschen Volke ein Mann auf, beseelt von dem Geist des Frontsoldaten, umgeben von einem kleinen Häuflein gleichgesinnter Menschen, mit dem Ziele, den deut­schen Menschen aus den Klauen der jüdisch-marxi­stischen Hetzer zu retten. Aus einem Nichts heraus schuf er die nationalsozialistische Weltanschauung und gab dem Volke in dem SA.-Mann die neue Ver­körperung und die Auferstehung des Frontsoldaten wieder mit dem Befehl, nunmehr auf dem politischen Schlachtfelde um die deutsche Volksseele zu ringen. In unerhört zähem Kampfe baute der Führer in jahrelangem Kampfe unter großen Opfern sein Werk auf, bis 1933 endlich der Sieg errungen war In starkem Glauben an das deutsche Volk und aus der Macht seines kämpferischen Willens schuf er das neue Deutschland, getragen und gestützt von zwei gewaltigen Säulen: Partei und Wehrmacht.

Aus der Stadt Gießen.

Das Tagebuch.

Es gibt auch heute noch, in unserer raschlebigen Gegenwart, Menschen, die Zeit genug finden, ein Tagebuch zu führen. In spätabendlichen Stunden, vorm Schlafengehen etwa, fetzen sie sich hin und schreiben auf lose Blätter, in ein Heft oder Buch, was sie an Empfindungen und Gedanken bedrängt, wenn sie die Begegnungen des Tages mit Menschen und Dingen noch einmal tn ihrer stillen Stube nach­erleben. Sie halten gewissermaßen Zwiesprache mit ihrem eigenen Ich, geben sich selber Rechenschaft über alle Hoffnungen, Wünsche und glückhaften Siege, über alle Enttäuschungen, Widerwärtigkeiten und schmerzlichen Niederlagen.

Außergewöhnliche Ereignisse, die den Menschen plötzlich aus der aufregungslosen Einförmigkeit feiner Umgebung herausreißen und ihn aufgewühlt und in einer Wirrnis von Gefühlen auf sich allein stellen, Wagemut und Entscheidungen verlangen, können ihn dazu verleiten, Tagebuch zu führen. Die Romantik einer Liebe etwa, die zur Hingabe strebt und darum den Glauben an einen seither völlig fremden Men­schen voraussetzt. Ihr zaghafter Beginn, ihr Auf­blühen und ihre Weiterentfaltung wird sich in den Eintragungen des Tagebuches ebenso widerspiegeln, wie ihr vielleicht jähes Ende in tragischer Verein­samung.

Tagebuchblätter können oft später eine heilsame Lektüre sein und dem Lesenden über trübe Stunden hinweghelfen. Sie können aber auch schmerzliche Er­innerungen immer wieder von neuem aufleben lassen und einen Menschen mutlos machen, weshalb der Dichter Jean Paul einen frischen Zug aus der fri­schen Luft der Gegenwart für tausendmal gesünder hält, als das Zurückatmen der lauen Vergangenheit. Ist es nicht klüger, der Mensch ist von Gegenwart zu Gegenwart wie Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit, und der fröhliche Trieb tut seinen Windstoß in die Blumen und Wellen hinein, wirft Blumenstäubchen

ms »» käSÄ der Raumgestaltung zuwandte und eutschlands tekt sich einen Namen schuß weit über Deutlet) an Grenzen hinaus. Bereits 1910 Auftrag vom Norddeutschen Lloyd erhalten. SP entwarf er die Ausstattung für ine sahrer der Nachkriegszeit, wie "Calumb s Europa" Das schone Haus der deutsch '^lt an der Carlton-House-Terrace in London zahlreiche Möbel, die von Troost entworfen i finD.

Der Umbau des Barlow-Hauses m B nenn er

Straße in München, das dann als fischen Haus" im Brennpunkt des Münchener p L-b-ns vor 1933 stand, brachte(£ n°*irn zusammen Damals stand die NSDAP, on)

Alteisensammlung durchführen, bei der sich auch die SA.-Einheiten der Reiter standarte 14 7 beteiligen werden.

Generalfeldmarschall SA.-Obergruppenführer Her­mann Göring ist vom Führer mit der Durch- ührung des Dierjahresplanes beauftragt. Gerade ihm, als Schöpfer der neuen deutschen Luftwaffe, ist das gesamte deutsche Volk zu großem Dank ver­pflichtet. Einen Teil dieses Dankes können wir ab­tragen, indem wir ihm bei der Durchführung dieses Vierjahresplanes mithelfen und jedes Stück altes Eisen dem Vaterlande zur Verfügung stellen. Wir erfüllen damit zugleich auch eine Dankespflicht unseren zwei Millionen im Weltkrieg aefallenen Kameraden gegenüber, die für Deutschlands Schutz ihr Leben gaben.

In jedem bäuerlichen Betrieb liegt heute noch

* und Schiffe an ihren Ort und gähnt und stöhnt nicht wieder erbärmlich zurück?"

Tagebücher sollten, da sie höchst eigene Lebens­spiegel sind, nicht in fremde Hände geraten. Ehe­leute, die sich manchmal einVorleben" vorwerfen, sind auf solche Aufzeichnungen besonders scharf.

Aber Tagebücher sollten, wenn sie nun einmal geschrieben wurden, für jeden anderen als den eige­nen Schreiber immer ein Buch mit sieben Siegeln P. B.

NSG. Das weibliche Pflichtjahr, das oon General­feldmarschall Göring eingeführt wurde, hat nicht nur den Zweck, den akuten Mangel an weiblichen Ar­beitskräften in der Land- und Hauswirtschaft zu mindern, sondern es ist gleichzeitig eine erzieherische Maßnahme oon nachhaltiger und grundsätzlicher Be­deutung.

Durch die moderne Wirtschaftsentwicklung, die weitgehende Arbeitsteilung und das großstädtische Leben ist die weibliche Jugend vielfach den land- und hauswirtschaftlichen sowie pflegerischen Funktionen entfremdet. Im Haushalt, in dem sich schließlich sämt­liche oerbrauchswirtschaftlichen Aufgaben einigen, und der deshalb ein universales Können voraus­setzt, kann nur eine gelernte Hausfrau richtig schal­ten und walten. Alle einsichtigen Eltern werden des­halb das Pflichtjahr «für unsere jungen Mädchen ebenso begrüßen, wie die Arbeits- und Wehrpflicht für unsere männliche Jugend.

Nach der Durchführungsverordnung des Präsi­denten ber Reichsanftalt für Arbeitsvermittlung ist das Pflichtjahr auf diejenigen beschränkt. Die bis zum 1. März 1938 noch nicht beruflich tätig waren. Wenn weiterhin nur Betriebe des Bekleidungsgewerbes, der Textilindustrie, der Tabak- inbuftrie sowie ber Angeftelltenberufe oon ber An- orbnung bes Pflichtjahres betroffen werben, so läßt boch Die Anordnung von Generalfeldmarschall Gö­ring deutlich erkennen, daß in Zukunft alle beruf­lich tätigen Mädchen und Frauen zuvor eine L a n d- unb hauswirtschaftliche Lehre durch- machen sollen. Wie mit Einführung ber Wehr­pflicht aus organisatorischen Gründen nicht sofort alle Wehrpflichtigen herangezogen werden konnten,

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hörten die Entwürfe für ein neues A u s st el- lungsgebäube in München. 1931 mar ber Glaspalast burch Feuer Zerstört worben Hat­ten Die ungünstig geschnittenen unb beleuchteten Räume auch längst nicht mehr ben Anteerungen entsprochen, so war boch em unersetzlicher Verlust zu beklagen gewesen: Kunstschätze aus zahlreichen deutschen Städten, meist Silber deutscher Roman­tiker waren bamals ein Raub ber Flammen.

T^ooft hatte sich an bem von ben damaligen Machthabern ausgeschriebenen Wettbewerb für einen Neubau nicht beteiligt. Seine Art konnte damals keinen Anklang finden. Und in der ^at mutet ja ^ Vorstellung, daß hinter der hohettsvollen Säulenfassade des Hauses der Deutschen Kunst die Meister" der Nooembergruppe ihre Werke gezeig äs*;

W aSfeHb -"Uach^ d°r B-rmi« ,°llt° bald -am.

Hochschulnachrichten.

Professor Dr. Alfred Kühn, der als Ordinarius für Zoologie und vergleichende Anatomie früher an der Universität Göttingen lehrte und gegenwärtig als Direktor am Kaiser-Wilhelm-Jnstitut für Bio­logie in Berlin-Dahlem wirkt, wurde von der Universität Oslo zum Ehrendoktor ernannt. Professor Kühn hat besonders auf dem Gebiet der Erblehre gearbeitet.

Professor Dr. Johannes Lange, Ordinarius für Psychiatrie und Direktor der Üniversitäts-Nerven- Klinik in Breslau, ist im Alter von 47 Jahren gestorben. Professor Dr. Lange, ein Schüler von Kraepelin, hat sich u. a. mit der Zwillings­forschung, den Folgen der Entmannung und Fragen der Erbbiologie beschäftigt. Auch ein Lehrbuch der Psychiatrie ist aus seiner Feder heroorgegangen.

~~ bewunderte, schon großartige Pläne zu baulicher

' Neugestaltung Deutschlands hatte, ein Wille zur

* Prägung und Formgebung deutschen Lebens und

deutscher Kunst, der seinem politischen Wollen un­widerstehliche Schwungkraft verlieh.

Zu solchen Plänen, die lange vor der Macht­ergreifung in Troosts Atelier erörtert wurden, £°-

luftschutzbund, eine Aufklärungs- und Werbeaktion für Die Volksgusmaske einsetzen, durch die der Be­völkerung Aufschluß über die Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit des Besitzes einer Volksgasmaske gegeben werden wird. In einer internen Bespre­chung, an der Vertreter der Kreisleitung, der NSV. und des Reichsluftschutzbundes teilnahmen, wurde über Grundzüge Der Werbung, der Zuweisung und der Ausgabe der Dolksgasmasken gesprochen. Es ist damit zu rechnen, daß man in etwa drei ober vier Wochen Näheres hören wird. Der Zeitpunkt der men. Mit dem 30. Januar 1933 wurde Paul Lud­wig T r o o st, der Baumeister der Bewegung, Leiter der Bauten im neuen Deutschland. Zu den Aufga­ben, die ihn erwarteten, gehörte der Bau des Reichs­statthalter-Palais in München, der Ausbau der Wohn- und Arbeitsräume des Führers in der da­maligen Neuen Reichskanzlei und die Errichtung des Hauses der Deutschen Kunst, das nicht am Botani­schen Garten, an der Stelle des niedergebrannten Glaspalastes stehen sollte, sondern in der Prinz­regentenstraße, am Südrande des Englischen Gartens.

Eine der schwierigsten Arbeiten aber war die Umgestaltung des KöniglichenPlatzes in München, eines der wenigen rein klassizistischen Plätze Europas. Das offene Rechteck dieses Platzes, von der Neuen Staatsgalerie, dem Propyläentor und der Glyptothek begrenzt, verlor sich ohne Ab­schluß zum Karolinenplatz. Diese Lücke schloß Troost durch die langgestreckten P a r t e i b a u t e n an der Arcisstraße: das Führerhaus mit dem monumen­talen Kongreßsaal und das Verwaltungsgebäude der NSDAP. Zwischen den beiden stehen die Ehren­tempel für Die Gefallenen des 9. November und geben im Zug der Brienner Sttaße den Blick auf das Braune Haus und den Karolinen-Obelisk frei. Alle modernen Bauten sind aus hellem Kalkstein aufgeführt, dem gleichen Material wie die Gebäude aus der ludovizianifchen Zeit. Ein Belag aus Stein­platten betont Die Geschlossenheit des großen Platzes.

So fügen sich diese Bauwerke harmonisch in das Bild der' Stadt. Die Anwendung klassizistischer For­men, wie sie im Süden von Klenze, im Norden Deutschlands von Schinkel, ausgeprägt wurden, bedeutet keine leere Nachahmung der Antike.Nie­mals war die Menschheit in ihrer Empfindung ber Antike näher als heute", hat ber Führer erklärt. Das bebeutet: bem Geist ber Antike, bem hohen Ethos ihrer Staatsibee, Die in ihren Bauten ewig gültigen Ausbruck gefunben hat. Die neue beutfche Baukunst will keine bizarr verschachtelten Würfel­formen, unb sie baut auch nicht wie etwa bas setzte Drittel bes vergangenen Jahrlftmberts Gas­werke, Die wie gotische Dome aussehen, unb Feuer­wachen im Stil ilorentinischer Paläste. Aber sie ist auch, wie es ber Führer in seiner großen Rebe auf dem Nürnberger Parteitag 1933 ausgedrückt hat. ohne Angst, bas gefunbene unb überlieferte Gut der Vorfahren zu verwenden, mutig genug, das selbst gefundene gute Neue mit ihm zu verbinden." Aus solcher Gesinnung ist bas Werk Paul Lub- mig Troosts zu verstehen unb zu roürbigen.

Walter Schwerdtfeger.