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Aufgaben und Ziele der Hitler-Jugend.

Propagandisten-Tagung in Wiesbaden.

NSG. Als Abschluß der Führertagung des Ge­bietes Hessen-Nassau und im Rahmen der Arbeits­tagung der Stellenleiter und -leiterinnen der Banne und Üntergaue fand am Mittwoch eine Propa­gandistentagung der Hitler-Jugend im Kurhaus zu Wiesbaden statt. Aus den Reden des Gaupropa- qandaleiters und des Gebietsführers ging die hohe Aufgabenstellung und propagandistische Zielsetzung der Hitler-Jugend-Arbeit hervor.

Bereits am Nachmittag des 15. März trafen die Sachbearbeiter für Presse und Propaganda der Hitlex-Jugend und des BDM. zu einer Arbeitsbe­sprechung in der Jugendherberge in Wiesbaden ein. Diese Besprechung, die von dem Abteilungsleiter des Gebietes, Bannführer Lauterjung, gelei­tet wurde, diente vor allem der Vorbereitung und der eingehenden Klärung der propagandistischen Forderungen der kommenden Monate. Insbesondere wurden die Auswertung der Fahrten und Lager und der Werbeeinsatz für die HJ.-Heimbeschaffung behandelt. Der Mittwochvormittag war den Fragen der Filmarbeit und des Pressenachwuchses gewid­met.

Am Nachmittag versammelten sich die Tagungs­teilnehmer mit den Mitgliedern des Gauringes und der aktiven Führerschaft im Kurhaus. Bannführer Lauterjung betonte nochmals, daß die Größe der politischen Aufgaben der Hitler-Jugend eine erhöhte Propagandatätigkeit verlange. Hierauf

zeigte Gaupropagandaleiter Stühr die Wege auf, die der aktiven Propaganda den Erfolg sichern. Ge­rade die vielseitigen Aufgaben der Hitler-Jugend verpflichten sie zu persönlichem, aktiven Einsatz. In der Art und Kraft dieses Einsatzes liegt der Erfolg der Propaganda begründet: nämlich das Verständ­nis für die Aufgaben der HI. im ganzen Volk zu wecken. Dies gilt insbesondere für die Landdienst­werbung, den Werbeeinjatz für die HJ.-Heimbeschaf- funa, die Film- und Funkarbeit. Der Gaupropa- ganoaleiter schloß mit einem Appell an die HI., den vom Führer geforderten revolutionären Geist in der Propaganda kompromißlos zu bewahren.

Gebietsführer Brandt betonte sodann, daß die erste Forderung der HJ.-Propaganda sein müsse, den Weg zur Eroberung des deutschen Menschen zu finden. Er wies dieser Aufgabe verschiedene Mög­lichkeiten, in deren Vordergrund die Fahrten des Sommers stehen, mit ihrer engen Verbindung von der Jugend zu den Aelteren. Die Hitler-Jugend habe weiter die Pflicht, der Elternschaft und der Oesfent- lichkeit Einblick in das Erlebnis und den Geist des HJ.-Dienftes zu geben. Ihr überzeugendster Beweis wird immer die Haltung und der Einsatz des ein­zelnen sein. Abschließend betonte der Gebietsführer die Zusammenarbeit zwischen Hitler-Jugend und Partei, denn die Hitler-Jugend sei ein Teil des Blockes, der den Marsch in die deutsche Zukunft an­getreten habe.

Verantwortung im Werkschaffen.

Am Montagabend sand in der Aula des Gymna­siums ein Vortrag mit Lichtbildern statt, den die Abteilungen für Kultur, Erziehung und Schulung der vier Gießener Ortsfrauenschaften veranstalteten.

Fräulein Kellner sprach zunächst in eindrucks­vollen Worten über die geschichtlichen Ereignisse, die wir in diesen Tagen erleben durften. Anschließend las Fräulein Kern einige Abschnitte ausMein Kampf" vor, in denen der Führer von seiner Hei­mat spricht und von dem Kampf, den das Deutsch­tum im alten österreichischen Bundesstaat führen mußte. Ein Gedicht von Bogislaw von Selchow beschloß diesen feierlichen Teil des Abends.

Dr. Lohse aus Dresden

begann dann seinen Vortrag überDie Verantwor­tung im Werkschaffen". Ausgehend von dem Um­bruch auf allen Gebieten, dessen Zeuge wir sind, und den in diesem Ausmaß ein Volk wohl in Jahr­hunderten nur einmal erlebt, erklärte der Redner die Forderung nach neuen Ausdrucksformen im Werk­schaffen. Das große, einmalige Geschehen unserer Tage drängt nach Gestaltung und will der Welt das Bild deutschen Wesens zeigen, wie wir es heute als Ideal vor uns sehen. Als Beispiel für das Ange­sicht dieser neuen Formkultur zeigte der Redner im Lichtbild das Haus der deutschen Kunst in München. Er erklärte daran den strengen, heroischen, nordi­schen Stil, der das Wesen unserer idealen national­sozialistischen Weltanschauung verkörpert und damit

ein Vorbild gibt für jedes Werkschaffen, das sich seiner Verantwortung dem Volke gegenüber be­wußt ist.

An eindrucksvollem Bildmaterial zeigte der Red­ner weiterhin, zurückgehend auf die Zeit vor dem Kriege, das Absinken der deutschen Kultur im Kunst­schaffen, die Loslösung von jeder Tradition in den Bildern derPrimitiven", und die Entartung der Kunst in den Bildern verantwortungsloser Stüm­per. In bewußter Abkehr von diesen Verirrungen gilt es heute zurückzufinden zu den Quellen des deutschen Wesens und aufzubauen auf echter Volks­kunst. Sie ist nicht verloren, sondern wird mit jedem deutschen Kinde pufs neue lebendig. Das zeigten die Zeichnungen von Kindern, die in ihrer Ursprüng­lichkeit und phantasieoollen Bewegtheit an die schönsten Werke altdeutscher Volkskunst erinnerten.

Zum Schluß betonte der Redner, daß die Frau besonders mit verantwortlich sei, dem neuen Gestal­tungswillen im Werkschaffen, sei es in der Kunst, im Kunstgewerbe oder im Handwerk, zum Durch­bruch zu verhelfen, indem sie in ihrem Wirkungs­kreise, in ihrem Heim, in ihrer Familie das Echte, Arteigene unterscheiden lernt und in seinem Wesen zum Ausdruck bringt. Dadurch nur kann sie Vor­bild werden für unsere Jugend, die aufwächst in dieser Zeit und das Angesicht ihrer Kultur prägen wird.

Die Frauen folgten mit lebhaftem Interesse und dankten dem Redner durch reichen Beifall.

Oie Zwischenrunde

zum Adlerpreis im Handball.

Nachdem der erste Start der 16 deutschen Hand­ball-Gaumannschaften in der Vorrunde zum Adler­preis-Wettbewerb bereits große Ueberraschungen brachte, werden die Ergebnisse der Zwischenrunde, die am kommenden Sonntag, 20. März, steigt, mit um so größerer Spannung erwartet. Auch hier sind Ueberraschungen nicht ausgeschlossen.

Schlägt Hessen auch Bayern?

Eines der wirklich nicht erwarteten Ergebnisse der Vorrundenspiele bedeutete der Sieg der Hes­sen- Mannschaft gegen die starken Westfalen. In der Zwischenrunde wird die hessische Elf zu bewei­sen haben, daß der damalige (Erfolg nicht ein Zu­fallssieg war. Gegner ist diesmal der Gau Bayern, der in der Vorrunde Baden ausschaltete. Eine rein süddeutsche Begegnung steht also in Kassel bevor. Die Stärke beider Mannschaften liegt in ihrer gro­ßen Kampfkraft und dem Siegeswillen. Technisch dürften die Gäste etwas überlegen sein.

Außerdem treten zur Zwischenrunde an: Mittel­rhein Niederrhein in Aachen; Mitte Bran­denburg in Magdeburg und Pommern Schlesien in Stettin.

Hessens Handballelf gegen Bayern.

Tor: Günther (CT. Kassel); Verteidiger: Siebje (TV. Hersfeld), Diez (CT. Kassel); Läufer: Rütt (MSV. Hanau), Wiese (CT. Kassel), Mathes (TV. Wetzlar); Stürmer: Prinz (Jahn Gensun­gen), Malcherek (MSV. Hanau), Sievert (Hessen- Preußen Kassel), Hermann (TV. Wetzlar), Meyer (Hessen-Preußen Kassel).

Erfolgreiches Frankfurter Hallensportfest.

Das erste Nationale Hallensportfest des Gaues Südwest in der Frankfurter Festhalle gestaltete sich zu einem schönen Erfolg, obwohl es einer Reche

von Spitzenkönnern durch die Verlegung der Ver­anstaltung nicht möglich war, chrer Startverpflich­tung nachzukommen. Besonders bedauert wurde natürlich das Fehlen der Olympiasieger Gerhard Stöck und Hans Woellke. Der Besuch war ganz ausgezeichnet.

Im Mittelpunkt der rein sportlichen Wettbewerbe standen die Leichtachletikkämpfe, und hier vor allem der Sprinterdreikampf. Mit Ausnahme von Meister Borchmeyer waren alle angefün- tilgten Läufer erschienen. Den Sieg holte sich der Berliner Leichum durch seinen ersten Platz im letzten Lauf mit 19 Punkten vor Hornberger (Frankfurt) mit 18 Punkten unti Neckermann (Mannheim) mit 17 Punkten.

Beim Kugel st oßen der Männer wartete der Münchener Lampert mit recht guten Leistungen auf. In feiner Sechserserie kam er dreimal über 15 Meter; fein bester Wurf betrug 15,47 Meter. Zweiter wurde der Düsseldorfer Trippe. Die 800 Meter sicherte sich Schmidt (Durlach) in Ab­wesenheit von Dr. Dessecker vor dem Frankfurter Hohlbein. Im Gerätewettkampf siegte der Südwestmeifter H l i n e tz k y mit 77,50 Punkten vor Winter (77,2 Punkten), der wieder einmal sei­nem Ruf alsEwiger Zweiter" treu blieb. Den 60 - Meter - Lauf der Frauen gewann die Frankfurter Polizeisportlerin Kohl in 8,0 Sek., während sich Frl. Burggraf (Frankfurt 80) die 60-Meter-Hürden in 9,7 Sek. holte.

Von den zahlreichen Dorführunam fanden die Körperschule der 300 BDM.-Mädel, die Ballschule der Frankfurter Fußballjugend unter Leitung des bekannten Nationalspielers Karl Hohmann, die für Breslau vorgesehenen Reifenübunaen der Frauen, das Kunstradfahren und das Rollschuhlaufen größ­ten Beifall. Helle Begeisterung löste das Fußball­spiel zweier Frankfurter Schülermannschaften aus. Natürlich gingen die Zuschauer auch beim Hantiball- kampf zwischen Frankfurt und Darmstadt wieder lebhaft mit. Von der Leistungsfähigkeit unsrer SA. gab die große Hindernisstaffel, die mit 25 Pfund Gepäck zu laufen war, einen Begriff.

Olympia 1940 endgültig.

Das Internationale Olympische Komitee hak bei seiner Arbeitstagung auf dem Nil in Aegyplen end­gültig beschlossen, die 12. Olympischen Spiele 1940 in Tokio abzuhallen. Die Spiele werden mit Rücksicht aus die besonderen klimatischen Verhältnisse Japans in der Zeit vom 21. September bis 6. Oktober also wesentlich später als bisher üblich stattfinden.

*

Die mit einiger Spannung erwartete Arbeits­tagung des olympischen Kongresses nahm einen überaus friedlichen Verlauf. Hatte man angenom­men, daß die vielleicht anti-olympisch beeinflußten Delegierten dieses oder jenes Landes mit ihren Meinungen heftig gegen die sich an die Bestim­mungen haltenden Mitglieder des Kongresses vom Leder ziehen würden, so sah man sich enttäuscht. In echt olympischer Friedfertigkeit wurden die Pro­bleme soweit man sie als solche überhaupt an­sprechen kann behandelt, und allein ein Vorstoß des chinesischen Vertreters Wang brachte einige

Aufregung. Wang verlangte nichts weniger als die Veranstaltung der Olympischen Spiele 1940 in einem anderen Land als in Japan, ein Ersuchen, dem schon aus rein formalen Gründen nicht ftattgegeben werden konnte.

Die olympischen Bestimmungen besagen, daß zwar die Spiele a u 5 f a 11 e n , nicht aber verlegt wer­den können. Hinzu kam, daß Senator Kano, einer der japanischen Delegierten, erklärte, Tokio tue alles, um die Spiele 1940 z u einem wirklich großen sportlichen Erlebnis zu gestal- t e n. Exz. Naaai, der Generalsekretär des japa­nischen Olympischen Komitees, legte dann zusam­men mit dem deutschen Berater des IOK., Werner Klingenberg, die Pläne für d'e Organisation der Spiele vor. Einige vom Kongreß vorgeschlage- nen Abänderungen dieser Pläne wurden von den Japanern gutgeheißen, um den erstmals in Asien ifattfintientien Olympischen Spielen auch eine wür­dige Durchführung zu sichern.

Nach Abstimmung beschloß der Kongreß dann.

als endgültigen Termin die Zeit vom 21. September bis 6. Oktober 1940 festzusetzen. Diese kurze Ter­minverschiebung war bedingt durch die beson­deren klimatischen Verhältnisse Ja­pans. Entsprechend den olympischen Regeln for­derte das IOK. dann noch die Beendigung der für 1940 vorgesehenen Weltausstellung in Tokio vier Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele. Hier­zu ist zu bemerken, daß Japan 1936 in Berlin die Spiele nur unter dieser Bedingung zu - gesprochen erhielt. Am Schluß dieser Tagung befaßte sich das IOK. dann noch mit den Regeln des Kun st Wettbewerbs und beschloß, diese Konkurrenz auf Grund der in Berlin gewonnenen Erfahrungen sowie der bestehenden Vereinbarungen ausschreiben zu lassen.

Auch die Winterspiele in Japan ...

Der Nachmittag der zweiten JOK.-Arbeitstagung des Olympischen Kongresses brachte einen weiteren wichtigen Beschluß. Die Olympischen Winterspiele 1940 werden, wie ursprünglich vorgesehen, in Sap­poro in Japan durchgeführt. Da mit dem Internatio­nalen Schi-Verband im Hinblick auf die Start­berechtigung der Schilehrer keine Einigung erzielt werden konnte, finden die V. Olympischen Winter­spiele ohne Schi-Wettbewerbe statt. Das OJK. be­dauert die Haltung der FIS. beim Schi-Kongreß von Helsinki.

Mercedes-Benz ist zufrieden.

Auf der Mailänder Monza-Bahn setzte Mercedes- Benz auch am Mittwoch seine Schulungsfahrten für den Rennfahrernachwuchs mit dem alten Grand- Prix-Wagen fort. Zum ersten Male wurde dabei der neue, nach der jetzt gültigen Rennformel gebaute Grand-Prix-Wagen zu einer längeren Probefahrt

eingesetzt. Wie man von dem Untertürkheimer Werk erfährt, ist diese Fahrt zur vollsten Zufriedenheit der Rennleitung und der Konstrukteure verlaufen.

Kurze Sportnotizen.

Oesterreichisches Gebiet wird die Inter­nationale Deutschland-Rundfahrt in diesem Jahre berühren, nachdem jetzt die Teilstrecken München Innsbruck und InnsbruckFriedrichshafen neu in den Streckenplan aufgenommen worden sind. Da­durch haben auch die ins Reich heimgekehrten Deutsch-Oesterreicher Gelegenheit, unmittelbar an der großen radsportlichen Prüfung teilzuhaben.

Rundfunkprogramm

Freitag, 18. März.

6 Uhr: Morgenlied. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Nachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 9.55: Glosse des Alltags. 10: Schulfunk. Ein Brief und eine künstliche Insel im Ozean. Hörszenen von Hans Roeper. 10.30: Von der Badbütt zum Schwimm­stadion. 11.55: Offene Stellen. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nach­richten. 14.10: Notenhochzeit. (Schallplatten.) 15: Deutsche Romantiker des Liedes. 15.30: Mutter turnt und spielt mit dem Kind: Wer reift mit? 15.45: Ost- land Schicksalsland. Ritter zogen nach dem Osten. 16: Nachmittaaskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. (Schallplatten.) 19: Nachrich­ten. 19.10:Mein Sinn, der ist ins Feld gericht' ..." Ewiges Sanssouci. 19.50: Einführung in die Oper Der Barbier von Sevilla".

Wirtschaft.

Rhein-Mainische Börse.

Mitlagsbörse: Aktien im Verlaufe schwächer.

Frankfurt a. M., 16. März. Die Börse hatte am Aktienmarkt zunächst einen wenig ver­änderten Beginn, wobei eine freundliche Grund­tendenz vorherrschend war. Allerdings hielten sich die Umsätze in Anbetracht des nur kleinen Order­einganges in sehr engen Grenzen. Nach den ersten Notierungen zeigte sich aus Börsenkreisen heraus stär­kere Abgabeneigung, so daß die Haltung vorwiegend zur Schwäche neigte, da dem herauskommenden An­gebot nur wenig Aufnahmelust gegenüberstand. Don wenigen Ausnahmen abgesehen, hielten sich die Veränderungen unter 1 v. H. IG. Farben zunächst 0,25 v. H. höher mit 159, dann jedoch 1,50 v. H. schwächer. Von Anfang an schon niedriger lagen Montanwerte, Verein. Stahl 113,25 bis 112,75 (113,25), Mannesmann 113,50 (114), Hoefch 113,50 (114), stärker ermäßigt Deutsche Erdöl auf 140,25 (141,50). Elektrowerte zeigten Abweichungen von 0,50 bis 0,75 v. H.

Der Rentenmarkt war still. Von den varia­blen Papieren gingen Altbesitzanleihe auf 132,75 (132,95) zurück, Kommunal-Umschuldung mit 96,10 und Reichsbahn-VA. mit etwa 131,75 konnten sich voll behaupten. Goldpfandbriese wurden wieder teils gestrichen unti teils stark repartiert, wobei die Umsätze sehr gering waren. Liquidationspfand­briefe waren wenig verändert, ebenso wichen Statit- anleihen kaum ab. Staatspapiere lagen sehr ruhig. Industrie-Obligationen zeigten kleine Abweichungen.

Im weiteren Verlauf fanden nur noch wenig Abschlüsse statt. Gegenüber den tiefften Kursen hörte man z. T. leichte Erholungen, so bei IG. Farben mit 158,25 nach 157,50, etwas höher Tagen Rhein­stahl mit 143,50 nach 143. Dagegen gingen AEG. auf 113,50 nach 114,50, Mannesmann auf 113,25 nach 113,65 und Reichsbank auf 197,25 nach 198,50 zurück. Die später notierten Papiere lagen über­wiegend niedriger, besonders Südd. Zucker mit 211

(212,75), Felten mit 139 (140,50), Feldmühle-Papier mit 138,50 (139,50) und Conti-Gummi mit 213 (213,75). Großbankaktien tarnen unverändert zur Notiz, während sonst der Einheitsmarkt meist Rück­gänge aufwies.

keine Abendbörse.

Mit Rücksicht auf die Übertragung des Emp­fangs des Führers in Berlin fiel die Abendbörse heute aus.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 16. März. Cs notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 211,00, W 16 214,00, W 19 218,00, W20 220,00, Roggen R 12 193,00, R15 196,00, R 18 200,00, R 19 202,00 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete, Futter­gerste, Futterhafer, Weizenmehl Type 812 W 13 29,50, W 16 29,60, W 19 29,60, W 20 29,95, Roggen­mehl Type 1150 R 12 22,45, R 15 22,80, R18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich, Weizen­futtermehl 13,60, Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R12 9,95, R 15 10,15, R18 10,40, R 19 10,50 Mühlen- festpreis ab Mühlenstation, Sofaschrot, Palm­kuchen, Erdnußkuchen, Treber 14,00 Höchst­preis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel, Heu gut, gesund, trocken,Heu drahtgepreßt, Wei­zen- unti Roggenstroh drahtgepreßt und gebündelt . Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M. 17. März. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1083 Rinder (197 Ochsen, 159 Bullen, 499 Kühe, 228 Färsen, 646 Kälber, 33 Schafe, 476 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 35 bis 44, Kälber 30 bis 65, Schafe 20 bis 42, Schweine 49,50 bis 56,50 Mark. Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Schafe mittelmäßig.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- kurS

Schlußk. Abend­börse

Schluß- kurs

Schluß! Mittag- börse

Datum

15.3-

16.3.

15.3.

16.3.

5% Deutsche Retchsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 <y?% Deutsche ReichSschatzatuvei- jungen von 1935 . ..........

4¥t% Deutsche Reichsschatzanwei- sungen von 1935, II. Folge ...

<y,% Deutsche Reichsschatzanwei­sungen von 1936, III. Folge ..

5%% Doung Anleihe von 1930 .. <y2% Hessische Bolksstaat von 1929 iy.% Deutsche Reichspostschatz von

1934 1......................

<y2% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I..................

Reichsanleihe-Altbesitz..........

vberhessen Provinz-Anleihe mit

Auslos.-Rechten.............

<y2% Hess. Landesbk. Darmstadt Goldpsc. R. 12..............

sy2% Hess. Landes-Hyp.-Bank Liqu. Goldpse...............

4%% Preuh. Landespsdbr.°Anst. Goldpse. R. 19..............

4y2% Preuß. Gold-Komm. R. 20

</.% Darmstädter Komm.-Lan- desbankR. 6................

Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte I..............

<y2% Franks. Hyp. Goldpse. R. 15 O2% Franks. Hyp. Gold-Komm

Obl. 2 3...............

5y2% Franks. Hyp. Liquidation Goldpse.....................

ty3% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpse.....................

tzteuergutschein-DerrechnungSkurs

A.G. für Verkehrswesen .... 6)4 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Palet......0

Norddeutscher Lloyd..........0

Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7

Retchsbank................. 1-'

Berliner Handelsgesellschaft 6 ft Commerz- und Privat-Baick ... 5 Deutsche Diskonto............6

Dresdner Bank..............4

102

99,8

99,8

108

101

100,55

100,1 132,95

138

100

101,65

100

100

99,5

139,75

100

101,55

101,5 111,4

135,25

131,65

198,25

130 121,25 127,75 116,25

102

99,9

99,8

99,8

101,1

100,4

100

132,75

138

100

101,65

100

100

99,5

139,5

100

100

100,75

101,65

111,4

135

131,65

197,25

130

123,25

127,75

116,25

Deoije

101,9

99,9

99,8

99,8

105,9

100,8

100

132,9

100

139,75

100

101,65

135,25

132

76,5

79

131,75

198

130

123,25

127,75

116,25

nmarfl

101,9

99,9

99,8

105,5

101

100,75

100 132,6

100

100

140,13

101J

135

77

78

131,75

197,25

130 123,25 127,75 116,25

Berlin

15 März

!6.März

Amtliche Notierung Geld | Briet

Amtliche Notierung Geld | Brief

Buenos Atres.............

Brüssel...................

Rio de Janeiro............

Bolen....................

Kopenhagen...............

0.641 41,92 0,144

47,00

55,34

47,00

12,395 5.485 7,453

138,00

13,09

0,645 42,00 0,146 47,10

55,46 47,10 2,425 5.495

7,467 38,28

13,11

0,641

41,92 0,144 47,00

55,34

47,00

12,395

5,485

7,552

137,74

13,09

0,645

42,00

0,146

47,10

55,46

47,10

12,425

5,495

7,568

138,02

13,11

Danzig.................

London..................

HelsingsorS................

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß- lurs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

15.3.

16.3.

15.3.

16 3.

Accumulatoren-Fabrik......

. 14

232.5

f

Aschaffenburg Zellstoff......

.. 6

141,25

141,13

141,75

141,5

Bemberg.................

.. 0

147

146,5

147

146

Bekula...................

.. 8

165,75

165

166

165,5

BuderuS Eisen.............

.. 5

120,5

120

120,5

119,5

Gement Heidelberg.........

.. 7

166,5

166,5

Gement Karlstadt..........

.. 6

Conti Gummi.............

. 12

213,75

213

213,5

212,25

Daimler Motoren..........

6/i

142,5

142,25

142,75

141,25

Dessauer Gas .............

.. 4

-

-

121

120

Deutsche Erdöl ............

.. 5

141,5

140,25

141,65

141

Deutsche Gold- und Silber ..

.. 9

251

251,75

Deutsche Linoleum.........

. 10

172

171,65

172

Elektrische Lieferungen......

.. 6

130

131

130,75

Elektrische Licht und Kraft...

.. 7

145,25

145

145

144,75

I. G. Farben-Jndusttie.....

.. 7

158,75

158,25

159,13

158,4

Felten & Guilleaume.......

.. 6

140,5

139

139,25

Gesfürel..................

.. 7

147,25

147,75

147,5

147

Th. Goldschmidt...........

.. 6

143,75

144,25

144

Gritzner Maschinen.........

.. 0

48,5

48,9

47,65

Harpener.................

syf

170

170

170,5

170,5

Hoesch Eilen...............

3 y,

114

113,5

113,9

113,25

Philipp Holzmann.........

.. 8

163

162,25

163,5

162,5

Ilse Bergbau..............

.. 6

160,5

Ilse Genüsse..............

.. 6

142,5

142,75

142,25

Kali Aschersleben ..........

.. 4

108

106,5

107,5

Klöcknerwerke .............

4y,

118

117,5

118

117,25

Kokswerke und Chemische Fabrik 7

160

157,25

Lahmeyer................

.. 6

121

121,5

120,25

120,65

Mainkraft.................

.. 4

95,75

95,75

Mannesmann.............

4%

114

113,25

114

113

Mansfelder Bergbau.......

.. 7

150,25

Metallgesellschast...........

.. 6

138

138

138,5

138

Orenstein & Koppel........

.. o

109,13

107,75

Rheinische Braunkohle......

. 12

233,5

233,5

232,5

232,5

Rheinische Elektro..........

.. 6

129,25

Rheinstahlwerke............

.. 6

143

143,5

143

142,75

Rbetnisch-Westfälische Elektro

.. 6

126,75

126,5

126,5

126,5

Rütgcrswerke .............

.. 7

153,5

152,5

154

152

Salzdetfurth Kalt..........

.. 6

167

166,5

166,5

Schildert & Co.............

.. 7

180

179

Schultheis Patzenhofer......

.. 4

96

95,13

Siemens & Halske.........

.. V

206

206

Süddeutsche Zucker.........

. 10

212,75

211

212

212

Bereinigte Stahlwerke......

4Vi

113,5

113

113,5

113,25

Westdeutsche Kaufhof.......

.. 0

97

96,5

97,65

97

Westeregeln Alkali..........

.. 4

106

106

106,5

106,5

Zellstoff Waldhos..........

.. 6

149

148,5

149

148,5

Oiaoi Minen..............

.0,6

28,5

28,75

27,5

Frankfurt a. M.

15.März

16.März

Amlliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brie,

Geld

Bries

gavan................

0,723

0,725

0,723

0,725

Jugoslawin, ..............

5,694

5,706

5,694

5,706

Oslo ..................

62,30

62,42

62,30

62,42

Wien...................

48,95

49,05

49,95

50,05

Lissabon................

11,26

11,28

11,26

11,24

Stockholm ................

63,83

63,95

63,83

63,95

Schweiz.................

57,22

57,34

57,28

57,40

Spanten..................

Prag.....................

Vudaveü.................

8,721

8,739

8,721

8,739

Aeutzorl..................

2,490

2,494

2,490

2,494