weisen, sondern daß es sich um ein feslge- schmiedetes Instrument handelt. Ein Instrument, das sich gerade in einer außergewöhnlichen Epoche bewährte. Die beiden Nationen. deren Einigungsbewegung zeitlich wie nach den TNethoden parallel abgelaufen ist, können, in einer gemeinsamen Auffassung der Politik und des Lebens geeint, gemeinsam marschieren, um unserem gequälten Kontinent ein neues Gleichgewicht zu geben, das endlich die friedliche und fruchtbare Zusammenarbeit aller Völker ermöglicht.
Das deutsche Volk wird sich dankbar erzeigen.
Der Führer
zum Vertreter des „Popolo d'Jtalia".
Ma i l a n d , 16. März. (DNB.) „Popolo d'Jtalia" veröffentlicht eine Unterredung, die Adolf Hitler vor der großen militärischen Kundgebung auf dem Ring dem Wiener Berichterstatter, Filippo Bojano, gewährt hat. „Glauben Sie mir", so sagte der Führer, „ich werde es unter keinen Umständen mehr vergessen, was Italien getan hat. Das ganze deutsche Volk — hierbei machte er eine Handbewegung, als ob er die Gesamtheit der Deutschen von der Ostsee bis zur Donau zusammenschließen wollte — wird niemals vergessen, was Mussolini und Italien getan haben. Unsere Freundschaft steht über allen Formalitäten. D i e A ch s e ist stark und fest, mehr denn jemals. Wir sind bereit, euch unsere Freundschaft und Dankbarkeit zu zeigen, wenn Italien sie eines Tages benötigen sollte. Dieses Volk von Oesterreich fühlte den inneren Drang, mit Deutschland vereint zu sein. Haben Sie gesehen, wie es auf unser Kommen reagiert hat? 'Haben Sie die Begeisterung gesehen? Das österreichische Volk wurde lange von einer Handvoll Männern getäuscht und unterdrückt."
Das Echo in Paris.
Neberwaltigender Eindruck auf ausländische Augenzeugen.
' Paris, 17. März. (DNB. Funkspruch.) Der einzigartige begeisterte Empfang, den die Berliner Bevölkerung dem Schöpfer des Großdeutschen Reiches bereitete, hat in der gesamten französischen Presse einen starken Eindruck hinterlassen. „Journal" betont in seinem Bericht, daß die Berliner wie nie zuvor dem Aufrufe von Dr. Goebbels gefolgt seien. Mehr als zwei Millionen Menschen seien aufmarschiert gewesen. Die Tatkraft, mit der die Nationalsozialisten derartige Massenmobilisierungen, die jedesmal größer und geschlossener und immer begeisterter sind, durchführen, kann nicht anders als mit ErstaunenundBewunderungerfüllen. In Deutschland hat man es mit einem einigen Volk zu tun, das von Vaterlandsliebe beseelt und sogar zum Opfern seines Lebens entschlossen ist, wenn es von ihm verlangt werden sollte. Die Deutschen sind stolz, Deutsche zu sein. Sie sind stolz auf ihre Kraft. Ohne falsche Scham gestehe ich ein: ich habe den unerhörten vaterländischen und nationalen Charakter dieser Kundgebungen ausgekostet.
deren Zeuge ich erneut war. Diese Kundgebungen haben mir das Herz zerrissen und diese begeisterten Beifallsstürme, die zu dem Führer wie Donnergrollen emporstiegen, habe ich körperlich gespürt. Frankreich hat eine Niederlage erlitten. Der Jubel galt dem Kanzler Hitler, dem Sieger v o n W i e n. In der Tat, ein Sieger hat seinen Einzug in Berlin gehalten.
„Petit Journal" schreibt: Unter dem Geläut aller Glocken habe die Menge in riesiger Begeisterung ihren Führer begrüßt. Berlin habe den Kanzler mit einem Triumph geehrt. Ohne Zweifel habe noch nie einen Staatschef ein derartigen Empfang erwartet, wie er dem Führer am Mittwochnachmittag in der Reichshauptstadt bereitet worden sei. Die Menge habe Blumen gestreut und bis zur Atemlosigkeit dem Führer zugejubelt. — „Figaro" sagt: Berlin hat den Kanzler wie einen Triumphator empfangen. Hitler habe seinem Volke einen großen Sieg gebracht. Und was für einen Sieg. Ein Sieg i n drei Tagen, ohne einen Tropfen Blut vergossen zu haben. Die Geschichte verzeichne nicht viele derartige Siege.
Französisch-Oesterreichischer Iußballkampf abgesagt.
Paris, 17. März. (DNB. Funkspruch.) Frankreichs Außenministerium hat dem französischen Fußballverband mitgeteilt, daß unter den augenblicklichen U m st ä n d e n ein für den 24. März vereinbarter Fußballkampf zwischen einer französischen und einer österreichischen Mannschaft nicht wünschenswert sei. Der französische Sport- vetband hat sich diesem Rat angeschlossen und den Fußballkampf abgesagt. Er bemüht sich nun um die Verpflichtung einer englischen Mannschaft.
KleineAachrWenausOesterreich
Der Führer und Reichskanzler hat den Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht sowie die Mitglieder der österreichischen Landesregierung Minister Fischböck und Minister Neumayer, nach Berlin berufen zur unverzüglichen endgültigen gesetzlichen Regelung des Umrechnungskurses von Mark und Schilling.
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Der Reichsschatzmeister der NSDAP, hat dem kommissarischen Leiter der NSDAP, in Oesterreich, Gauleiter Bürckel, für bedürftige Partei- und Volksgenossen Oesterreichs 1 Million Mark aus Parteimitteln als „Adolf-Hitler-Dank" zur Verfügung gestellt.
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Generalfeldmarschall Göring sandte an den Reichsstatthalter Seyß-Jnquart ein Telegramm, in dem es heißt: Die Tatkraft und der Schwung, besonders aber auch die ruhige Sicherheit, mit welcher Sie die Ihnen gestellten schweren Aufgaben bis zum Einrücken der deutschen Truppen durchgeführt haben, erfüllt uns alle mit Bewunderung. Daß unser aller Arbeit, vor allem aber auch der einzigartige zähe Kampf unserer österreichischen Parteigenossen diesen überwältigenden und einmaligen Erfolg gehabt hat, erfüllt mich mit einem stolzen Gefühl. Durch den vertrauensvollen Auftrag des Führers mußte ich während dieser erhebenden Tage in Berlin verbleiben, um die Reichsgeschäfte zu führen. Mit Freude erwarte ich nun
den Tag, da ich nach langen Jahren zum ersten Male wieder in das befreite Oesterreich kommen kann.
Im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft begrüßte der Führer der nationalsozialistischen österreichischen Bauernschaft, Minister R e i n t h a - ler, den Reichsbauernführer und Reichsernährungsminister Darre, der Reinthaler für feine und'seiner Mitkämpfer so erfolgreiche und zähe Arbeit dankte und ihn zum Mitglied des Deutschen Reichsbauernrates ernannte.
Korpsführer Hühnlein hat einen Aufruf a n d i e deutschen Kraftfahrer des Landes Oesterreich erlassen, in dem er sie als eine neue Einheit der deutschen Kraftfahrt begrüßt und Richtlinien für die Neuordnung gibt.
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Der im Jahre 1934 wegen „Hochverrats" vom Militärgerichtshof zu lebenslänglichem schwerem verschärften Kerker verurteilte Major Rudolf S e - linger wurde a l s O b e r st reaktiviert und dem Armeeoberkommando VIII zur Dienstleistung zugewiesen.
Der deutsche Botschafter in Washington, Dr. Dieckhoff, teilte dem amerikanischen Außenminister Hüll mit, daß die bisherige österreichische Gesandtschaft zum reichseigenen Gebäude erklärt sei und daher weiterhin exterritorialen Schutz genieße, sowie, daß der bisherige Gesandte P r o ch n i k und sein Personal in den Stab der deutschen Botschaft ein gegliedert seien. Ein Beamter der deutschen Botschaft begab sich zur österreichischen Gesandtschaft, versiegelte dort die Archive und Geheimakten und nahm das österreichische Dienstsiegel in Verwahrung.
Italien baut die stärkste Lt-Bootstotte der Welt.
Rom, 16. März. (DNB.) Der italienische Flottenhaushalt wurde von der Kammer nach Erklärungen des Unterstaatsfekretärs Admiral C a - vagnari angenommen. Danach wird die italienische Flotte auf Grund des heutigen Bauprogramms im Jahre 1941 rund 700000 Tonnen Kriegsschiffe besitzen, von denen auch die ältesten Einheiten nicht länger als zwölf Jahre in Dienst stehen. Auf die Linien- und Großkampfschiffe entfallen 240 000 Tonnen, auf die Kreuzer 160 000 Tonnen, auf die leichteren Einheiten 190 000 Tonnen und auf die U - Boote 100 000 Tonnen. Italien wird damit die st ä r k st e 0 -Bootsflotte der Welt besitzen, ohne damit die maximale Grenze seiner Möglichkeiten erreicht zu haben. Die italienische Flotte soll auch in fernen Meeren operieren können, wenn das das Interesse der Nation und die Notwendigkeit ihrer Verteidigung erforderlich machen sollte. Mit besonderem Stolz hatte Admiral Cavagnari auf die Flottenparade hingewiesen, die zu Ehren des Führers im Golf von Neapel stattfinden wird. Die Parade werde sowohl hinsichtlich der Schnelligkeit und Manövrierfähigkeit wie auch hinsichtlich der Zahl der teilnehmenden Schiffe em Ereignis bilden, „wie man es bis zur Stunde noch niemals gesehen hat". Jeder werde mit dem größten Stolz beim Anblick dieser Flotte ausrufen: „Das ist die herrliche faschistische Schöp
fung, die der Gründer des Imperiums gchhnEH hat!"
Oer nationalspanische Heeresbericht.
Salamanca, 17. März. (DNB. Funkspruch.) Nach dem nationalspanischen Heeresbericht setzten dig Truppen ihre Operationen um C a s p e fort und besetzten das Caspe-Tal sowie mehrere strategisch wichtige Höhen und Straßenkreuzungen. Ueberall wurde der feindliche Widerstand aebrochen. Der Gegner hatte schwere Verluste. Die Legionäre konnten' ihre Stellungen bei A l c a n i z erweitern. Im südlichen Abschnitt bauten die nationalen Truppen die eroberten Stellungen aus und konnten auch hier mehrere wichtige Höhen besetzen, die den Ort Ejure beherrschen. Nationale Kavallerie-Abteilungen erbeuteten neben mehreren Geschützen auch einen bolschewistischen Tank. Die Bolschewisten haben verzweifelten Widerstand zu leisten versucht. Bei Caspe wurden drei bolschewistische Tanks erobert. Die an der nach Alcaniz führenden Straße gelegenen Orte Ejure, Molinos, Berge und Alcorifa mur». den besetzt.
Aus aller Wett.
Großer Erfolg des WhW.-Wunschkonzerles des Wehrkreises IX.
Auch das diesjährige Wunschkonzert des Wehrkreises IX in der Kasseler Stadthalle hatte einen großen Erfolg zu verzeichnen, lieber 25 000 Mark konnte dem WHW. zur Verfügung gestellt werden. Zahlreiche Ehrengäste, an ihrer Spitze Gauleiter Staatsrat Weinrich, nahmen an der Veranstaltung teil, die der Kommandierende General des IX. Armeekorps, General der Artillerie D o l l m a n n , mit einer kurzen Begrüßungsan» spräche eröffnete. Es ist Vorsorge getroffen, daß bei der Wiederholung des Konzertes am 28. März die Uebertragung durch den Reichssender Frankfurt durchgeführt wird.
Wetterbericht
Die über Europa zur Ausbildung gekommenq Westwindwetterlage hat ihren Einfluß jetzt auf ganz Deutschland ausgedehnt. Naturgemäß werden dabei die nördlicheren Teile des Reiches ftärfec betroffen, während im Süden immer wieder de« Einfluß südeuropäischen Hochdruckgebietes zum Durchbruch kommt.
Aussichten für Freitag: Wolkig bis auf» heiternd und im wesentlichen trocken, Mittagstempe» ratur zwischen 10 bis 15 Grad, Winde um West.
Aussichten für Samstag: Bei südwest» lichen bis westlichen Winden leicht unbeständig, aber nicht unfreundlich, mild.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder? Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen^ leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. II. 38: 10 788. Druck und Verlag: Brühlfche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs-' preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der
Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.
Frau Luise Schmidt Witwe, geb. Wuth
Es ladet herzlich ein:
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91t So. SioöMon, £önmtt. 14
Gießen (Seltersweg 27), den 16. März 1938.
Die Beerdigung findet am Freitag, dem 18. März, nachmittags 2 Uhr, auf dem
Neuen Friedhof statt
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